Sensibler Hausverteiler 

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MartinP_Do
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Sensibler Hausverteiler

Beitrag von MartinP_Do » 02.06.2019, 17:18

Vor ein paar Jahren habe ich den alten Kabelanschluss hier in unserem Einfamilienhaus für 2Play100 PLUS reaktivieren lassen. Es war ein Techniker da, und hat auf Unitymedia-Kosten einen neuen Hausverteiler gesetzt.

Bild

Dieser ist sehr sensibel gegen Berührungen! Wenn man irgendetwas darauf anfasst, zählt die Fritzbox nicht korrigierbare Fehler hoch. Manchmal verliert sie dabei sogar den Sync, und baut die Verbindung wieder neu auf.

Ist das normal, oder ist da irgendetwas im Argen?

Ich habe schon nachgemessen, dass eine niederohmige leitende Verbindung der Metallplatte zur Haupterdungsschiene des Hauses besteht. Da ich dem 20 Jahre alten verzinkten 2,5 m Kreuzerder nicht mehr traute, habe ich sogar noch einen 2x1,5 m Edelstahl-Erder zwei Meter daneben eingeschlagen, und mit der Erdungsschiene mit 16 mm² verbunden ...
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Re: Sensibler Hausverteiler

Beitrag von robbe » 02.06.2019, 17:34

Welches Teil genau ist denn empfindlich gegen Berührung? Sowas kann durchaus vorkommen und kann im Prinzip jedes Teil auf der Platte sein.

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Re: Sensibler Hausverteiler

Beitrag von MartinP_Do » 02.06.2019, 17:47

Das müsste ich noch erforschen. Das Ding ist im Keller, und die Fritzbox, sowie PCs/Notebooks in den darüberliegenden Geschossen.

Müsste ich mal einen Notebook danebenstellen, und die Platte systematisch abtasten...

Dauert es eigentlich lange, bis die nicht korrigierbaren Fehler bei der Fritzbox angezeigt werden, oder passiert das, sobald die Störung vorliegt?
Wäre ja eine langwierige Angelegenheit, wenn man etwas anfassen, und dann 20 Sekunden warten muss, ob sich bei den Fehlerzählern etwas tut ...

Die korrigierbaren Fehler sind übrigens nicht signifikant hochgegangen. Die Störungen sind anscheinend jeweils so rabiat, dass nichts Korrigierbares übrig bleibt...
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Re: Sensibler Hausverteiler

Beitrag von robbe » 02.06.2019, 17:52

Theoretisch sollte sie das gleich anzeigen. Einfacher wäre es vielleicht mit einem Fernseher. Jemachdem wie hoch die Fehleerrate im Signal während des anfassens ansteigt, sollte man direkt Bildstörungen haben.

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Re: Sensibler Hausverteiler

Beitrag von MartinP_Do » 02.06.2019, 18:04

Wie gesagt, habe ich nur 2Play und kein Kabel-TV. Fernsehen geht über die alten Antennenkabel und eine Satelliten-Schüssel mit Quad-LNB (Oben im Bild der Erdungsblock der beiden genutzten alten Antennenleitungen).

Vom Hausverteiler geht nur eine neu gelegte Aufputz-Antenneleitung zur neu gesetzten Multimedia-Dose neben der Fritzbox.
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Re: Sensibler Hausverteiler

Beitrag von robbe » 02.06.2019, 18:40

Am einfachsten wäre es wohl, UM dazu zubewegen, einen Techniker zu schicken. Sollte der Wackler wirklich direkt an der Anlage liegen, dürfte das mit nem Messgerät sehr schnell aufzufinden sein. Und lange auf nen Termin wirst du bei der Teleunion sicher auch nicht warten müssen.

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Re: Sensibler Hausverteiler

Beitrag von Hemapri » 03.06.2019, 19:15

Ich würde erst mal überprüfen, ob da alle Schraubverbindungen fest sind und der Potentialausgleich ordnungsgemäß verlegt ist.

MfG

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Re: Sensibler Hausverteiler

Beitrag von Cyrus » 03.06.2019, 21:54

Wie Hemapri schon sagt: Potentialausgleich überprüfen!
Der Edelstahlerder bringt wenig, wenn die PE-Schutzleiter schadhaft sind. So wie die verlegt sind, hat der Techniker sich da ja wirklich viel Mühe gegeben. :kratz:

Und je nachdem wie hoch die Luftfeuchtigkeit im Keller ist, kann es Kriechströme geben, welche auch ursächlich für Störungen sein können.

Edit:
Das sieht auch pfuschig aus:
Bild
» Time to take a ride on the information superhighway «
Bild

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Re: Sensibler Hausverteiler

Beitrag von MartinP_Do » 04.06.2019, 08:43

Cyrus hat geschrieben:
03.06.2019, 21:54
Wie Hemapri schon sagt: Potentialausgleich überprüfen!
Der Edelstahlerder bringt wenig, wenn die PE-Schutzleiter schadhaft sind. So wie die verlegt sind, hat der Techniker sich da ja wirklich viel Mühe gegeben. :kratz:

Und je nachdem wie hoch die Luftfeuchtigkeit im Keller ist, kann es Kriechströme geben, welche auch ursächlich für Störungen sein können.

Edit:
Das sieht auch pfuschig aus:
Bild
Das sind die Antennenkabel, die ich für die SAT-Verteilung nutze. Der Erdungsblock war vorher genau dort auf die Wand geschraubt, wo jetzt die Lochblechplatte von Unitymedia sitzt. Als ich den Erdungsblock dann mit auf die Lochblechplatte geschraubt habe, gingen die Störungen gefühlt hoch, und ich habe ihn provisorisch von der Lochblechplatte getrennt, sowie eine separate Leitung zur Haupt-Erdungsschiene des Hauses gelegt ... Sieht inzwischen ein wenig anders aus.
Ich habe da schon einige Sachen probiert. Unter anderem gibt es inzwischen ein doppeltes galvanisches Trennglied, was eine Verbesserung gebracht hat. Vorher gab es Mantelströme von 2...3 A über das Unitymedia-Erdkabel ...

Mit dem "Abtasten" nach Wackelkontakten muss ich warten, bis ich alleine zu Hause bin, sonst gibt es Proteste bzgl. Internet-Störungen ;-)
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Re: Sensibler Hausverteiler

Beitrag von MartinP_Do » 04.06.2019, 08:55

Hemapri hat geschrieben:
03.06.2019, 19:15
Ich würde erst mal überprüfen, ob da alle Schraubverbindungen fest sind und der Potentialausgleich ordnungsgemäß verlegt ist.

MfG
Das ist eine ungeschnittene massive 4 mm² Kupferleitung, die HES ist im Nachbarkeller unter dem Zählerkasten. Das Haus aus den 50er Jahren hat keine durchgehende Beton-Bodenplatte, sondern nur Estrich auf Asche. Direkt vor der HES wurde bei der Sanierung der elektrischen Anlage der Estrich aufgepickt, und ein 2,5 m verzinkter Kreuzerder in das Erdreich darunter geschlagen. Ich habe in 2 Meter Abstand einen weiteren Edelstahl-Erder (2x 1,5m zusammengesteckt) eingeschlagen, und mit der HES verbunden ...

Da vor Setzen des doppelten galv. Trenngliedes über den gelb-grünen Leiter mit einem Zangenamperemeter ein Ausgleichsstrom zu messen war, gehe ich davon aus, dass die Verbindung leitend ist.
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Re: Sensibler Hausverteiler

Beitrag von Bastler » 05.06.2019, 17:49

Techniker kommen lassen. Mit den alten DSAMs müsste er eine DQI-Messung machen und die Anlage abklopfen, bei den neuen Messgeräten gibt es eine ähnliche Funktion deren Name mir gerade nicht einfällt und selbst mit den alten Rover oder UnaOHM würde man den Fehler lokalisieren können, die brauchen dafür keine spezielle Messfunktion weil die Pegelmessung dort schnell genug reagiert (beim DSAM ist die Pegelmessung so lahm, dass solche Fehler "verschluckt" werden, darum gibt's da DQI :zwinker: ).
Das kann z.B. ein zu fest angezogener F-Stecker (besonders am Verstärker, wenn man die mit dem vorgeschirebenen Drehmoment anzieht sind die Lötstellen oft schon angeknackst...) sein, oder auch Abzweiger haben manchmal solche Fehler bereits ab Werk (DOA), gerade die beiden genannten Fälle hatte ich sehr oft.

Es kann wie schon beschrieben auch mit dem Potentialausgleich zusammen hängen, aber das ist viel unwahrscheinlicher und seltener als das oben genannte, gerade weil das Problem ja anscheinend auf Berühurgen der Anlage reagiert.

Jetzt muss man nur das Glück haben, dass der Techniker, der geschickt wird, überhaupt weiß wie eine DQI oder vergleichbare Messung gemacht wird. Das ist bei der Teleunion (aber auch bei allen anderen Firmen) längst nicht selbstverständlich. "Messgerät kurz dranhalten und Tschüss" ist immer noch weit verbreitet...

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Re: Sensibler Hausverteiler

Beitrag von MartinP_Do » 07.06.2019, 08:40

Jetzt muss man nur das Glück haben, dass der Techniker ...
Naja, dafür ist mir der Urlaubstag zu schade ...

Gestern war ich abends alleine zu Hause, und habe mir den Verteiler noch einmal vorgeknöpft.

Die F-Verschraubungen sind alle fest, da wackelt nichts, und wenn man an den Kabeln herumzupft kommen auch keine Fehler hinzu.
Die einzige Stelle, die sensibel zu sein scheint, ist der Klemmblock unter dem grauen Kasten unten links auf dem Foto, an dem die Leitungen zum Potentialausgleich enden.
Da wackelt der Messingblock mit den Klemmverschraubungen auf dem Blechsockel, auf dem er aufsitzt. Ich habe daraufhin die Erdleitungen mit auf den Erdungswinkel für die F-Stecker gesetzt.

Nach der Aktion waren unendlich viele nicht korrigierbare Fehler aufgelaufen, und es gab nur noch 2 Rückkanäle. In einigen Downstream-Kanälen war der MSE auf -26 dB abgefallen ....

Das beruhigte sich dann wieder. Um "reinen Tisch" zu machen, habe ich aber die Fritzbox kurz stromlos gemacht, und wieder gestartet ... Dann lief alles wieder normal - keine nicht korr. Fehler bisher und ein paar Dutzend korrigierbare pro Kanal maximal.

Ob das mit dem Erdungsklemmen unten rechts auf der Platte der Fehler war, kann ich aber nicht sagen.

Im Ping-Plot von ThinkBroadband sieht man, wann ich am Anschluss gefummelt habe, aber danach ist alles, wie immer....

Bild

Der Verstärker ist recht warm. Mit meinem Billig-Laserthermometer messe ich im Bereich etwas rechts vom QR-Code auf dem Aufkleber maximal ca 44°C und im schwarzen Bereich des Netzteils rechts ca 55°C maximal, und das in einem Kellerraum mit vielleicht 18...19°C...
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Re: Sensibler Hausverteiler

Beitrag von MartinP_Do » 09.06.2019, 15:42

Sehe gerade, dass ich die Ping-Plotter Grafik in einer "mitlaufenden" Variante eingebunden habe. Da sieht man, dass es immer noch Probleme gegeben hat.
Immer sieht es nach einem Fritzbox-Neustart gut aus, bis dann einer nach dem anderen die Rückkanäle wegbrechen. während sich in den Downstream - Kanälen die nicht korrigierbaren Fehler ansammeln.
Erst nach einem Neustart der Fritzbox kriegt man die Rückkanäle zurück.

Daraufhin habe ich etwas weiter geforscht, und folgende "Specials" gefunden:

- Der F-Stecker an der Zuleitung zur MMD hat einen ziemlich langen Innenleiter
Zuleitung_MMD.jpg
Beim letzten Fritzbox-Reset habe ich den Rückwegfilter (Aufschrift "SHP 3-86 PPC 132") aus dem nicht benutzten Stammausgang des Abzweigers unten rechts auf der Verteilerplatte entfernt, und den Abschlusswiderstand direkt auf den Stammausgang des Abzweigers montiert ...
Rueckwegfilter.jpg
Seitdem läuft die Fritzbox durch mit 5 Up-Kanälen ...
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Re: Sensibler Hausverteiler

Beitrag von MartinP_Do » 14.06.2019, 09:09

Da habe ich mich wohl zu früh gefreut - erneut sind die nicht korrigierbaren Fehler hochgegangen und nach und nach sind bis auf zwei alle Rückkanäle weggebrochen....
Das ist mehrfach passiert - den letzten Fall sieht man gestern (13.6) bis 4 pm

Nachdem ich die Einstellungswerte auf dem Papp-Anhänger an der Hausverteilpatte gesehen habe, bin ich ins Grübeln gekommen:

Der Verstärker ist auf 26 dB eingestellt. Das Signal läuft über einen TAP mit 8,5 dB Dämpfung zur Multimediadose mit 15 dB Auskoppeldämpfung ....
Rechnerisch würde das ja bedeuten, dass der Verstärker ziemlich genau die Dämpfungen von TAP+MMD kompensiert....

Probeweise habe ich deshalb am Erdungswinkel die Leitung zum Verstärker-Eingang abgeschraubt, und dort ein direktes Kabel zur Fritzbox unter Umgehung von TAP und MMD angeschlossen - der Verstärker ist aus.

5 Upstream Kanäle mit 46 ... 48 dB(mV?) Pegel, alle QAM64

24 Downstream-Kanäle mit Pegeln von -5 .... -7,8 dBmV. Nicht korrigierbare Fehler treten zwar sehr sporadisch auf, aber das lawinenartige Anschwellen der nicht korrigierbaren Fehler nach ein paar Stunden gibt es hier bisher nicht.
Dass der Pegel nicht ganz astrein ist, zeigt die Fritzbox an, und zum Anderen gibt es (aufgrund leichter Pegelschwankungen?) sporadisch Ping Losses ...
2019-06-14 09_07_55-Direktkabel.png
Der Umbau ist gestern gegen 6 pm erfolgt.
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Re: Sensibler Hausverteiler

Beitrag von Hemapri » 14.06.2019, 11:13

Die Empfangspegel sind zu niedrig. Das wird über das SBC-Portal bereits als Störung angezeigt. Das würde ich auf keinen Fall so lassen. Was ist das für ein Bauteil am Verstärkereingang? Ein Festdämpfungsglied oder eine Leitungssimulation?

MfG

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Re: Sensibler Hausverteiler

Beitrag von robbe » 14.06.2019, 11:19

Könnte nen "Ingressfilter" sein.
Ich tippe immer noch auf nen sporadischen Wackler an irgendeinem der Komponenten. Aber ohne Techniker und Messgerät wird man das kaum lokalisieren können.

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Re: Sensibler Hausverteiler

Beitrag von MartinP_Do » 14.06.2019, 13:59

Hemapri hat geschrieben:
14.06.2019, 11:13
Die Empfangspegel sind zu niedrig. Das wird über das SBC-Portal bereits als Störung angezeigt. Das würde ich auf keinen Fall so lassen. Was ist das für ein Bauteil am Verstärkereingang? Ein Festdämpfungsglied oder eine Leitungssimulation?

MfG
Leider ist die Prägung am Bauteil nach hinten weisend. Müsste ich abschrauben, oder mal mit einem Spiegel schauen, ob man was identifizieren kann. Abschrauben wäre schwierig, bisher habe ich noch keinen Drehmomentschlüssel ...
Bin am Überlegen, mir einen zu Kaufen der eigentlich für Fahrräder gedacht ist. Der ist von 2 ... 14 Nm einstellbar, und hat einen 1/4" Vierkant-Antrieb.

Bild

Dann mit einer 13er Nuß hinten auf so etwas aufgesetzt die F-Stecker von "fingerfest" auf das passende Drehmoment bringen:

Bild

Für den einen Anwendungszweck wären mir 50 Tacken zu viel Geld für einen Drehmomentschlüssel, aber mit der zweiten Anwendung bei der Fahrradreparatur kann ich den internen Kassenwart ggfs. überzeugen ;-)
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Re: Sensibler Hausverteiler

Beitrag von robbe » 14.06.2019, 14:42

Ich würd mal schätzen, das wahrscheinlich die Hälfte der Techniker keinen Drehmomentschlüssel besitzt oder benutzt. Die Stecker mit einem normalen 11er Schlüssel etwas mehr als Handfest anziehen,da machst du nichts kaputt.
Bei der Problemlösung wird das aber auch nicht weiterhelfen...

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Re: Sensibler Hausverteiler

Beitrag von MartinP_Do » 14.06.2019, 17:29

Ist es eigentlich normal, dass die Techniker den 2 ...4 Kreuzschlitzschrauben, mit der sie die Lochblechplatte an der Wand festdübeln nachher mit einem Bohrer den Kreuzschlitz aus dem Schraubenkopf fast vollständig ausbohren?
Bei mir waren es zwei Schrauben - auf dem Foto kann man den oberen misshandelten Schraubenkopf noch so gerade erkennen - das ist definitiv kein Schaden, der von einem Akkuschrauberbit verursacht wurde ...
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Re: Sensibler Hausverteiler

Beitrag von robbe » 14.06.2019, 17:43

Das sind Nageldübel https://www.amazon.de/PARCO-Nageld%C3%B ... YTDTRMDABF
Und wenn kein Hammer zur Hand, wird halt der Bohrhammer genommen :hammer:

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Re: Sensibler Hausverteiler

Beitrag von MartinP_Do » 14.06.2019, 18:41

Das Bauteil am Eingang des Verstärkers hat die Aufschrift "SHP 3-25 PPC 243"

Ich denke also, ein Sperrfilter für 3... 25 MHz ...

Jetzt sind auch wieder die Upstream-Kanäle weggebrochen ...
fb_14_JUN_2019.PNG
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Re: Sensibler Hausverteiler

Beitrag von robbe » 14.06.2019, 18:51

Ja, wie vermutet ein "Ingressfilter". Die sollen bei maroden Hausverkabelungen die hausinternen Störungen im ungenutzten Uploadbereich bis 25Mhz aus dem UM Netz fernhalten. Wurde eine zeitlang quasi überall prophylaktisch eingebaut.

Du hast die Box jetzt direkt ohne Umwege am ÜP hängen? Dann ist entweder dieser im Eimer, es gibt einen Montagefehler im ÜP, die WZL ist hinüber oder du hast ein Problem auf der Straße.

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Re: Sensibler Hausverteiler

Beitrag von MartinP_Do » 14.06.2019, 20:55

Korrekt - das Einzige, was noch dazwischenhängt, ist ein doppeltes galvanisches Trennglied. Von dessen am PA angeschlossenen Ausgang geht dasn Kabel direkt zur Fritzbox (ca 10 m)
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Re: Sensibler Hausverteiler

Beitrag von MartinP_Do » 14.06.2019, 23:46

Und hier noch die TAP-Einstellungen des Verstärkers ...
Verstaerker_TAP_Setting.jpg
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Re: Sensibler Hausverteiler

Beitrag von MartinP_Do » 15.06.2019, 07:27

So, jetzt habe ich den Verstärker wieder reaktiviert. Die Unitymedia-Platte ist nun sozusagen zentraler Erdpunkt von allem möglichen Zeug. Der Erdanschluss des Patchpanels für die Ethernet-Dosen im Haus, und der Erdungsblock der beiden SAT Antennenkabel ist auch draufgeklemmt. Das doppelt galvanische Trennglied ist auch noch davor, und der Hausanschluss ist seine Erdleitung losgeworden ...
Verteilerplatte_15_JUN_2019.jpg
Bisher sieht es (noch?) gut aus ...
Mit_Verstaerker_2019-06-15 071312.png
EDIT: Nun haben sich doch 13 nicht korrigierbare Fehler, gut verteilt in den 5xx MHz Kanälen, angesammelt ...
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