Abschaffung Routerzwang: Fritzbox 6490 jetzt schon kaufen?

In diesem Forum geht es um die Router für Kabel Internet FRITZ!Box 6320, FRITZ!Box 6340, FRITZ!Box 6360, FRITZ!Box 6490 & FRITZ!Box 6590 Cable der Firma AVM.
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Re: Abschaffung Routerzwang: Fritzbox 6490 jetzt schon kaufe

Beitrag von MartinDJR » 21.08.2016, 14:25

hajodele hat geschrieben: Wenn man AVM den schwarzen Peter zuspielen will, (was du ja tust) müsste die Fritzbox immer die Config untersuchen, ob da der Provider irgendwo Schrott gebaut hat.
Nö.

Lediglich den Request für einen Firmware-Download prinzipiell und immer ignorieren.

Das bedeutet dann noch lange nicht, dass die anderen Sachen aus der Config (z.B. Geschwindigkeitseinstellungen) ebenfalls ignoriert werden.
hajodele hat geschrieben: Genau dem hat UM im vorliegenden Fall nicht entsprochen.
Seit wann ist der Hardwarelieferant zuständig, wenn der Provider nicht weiss, was er tut.
Die Schnittstellenbeschreibung ist an mehreren Stellen mehr als unvollständig, so dass ich mir durchaus auch vorstellen kann, dass UM die noch mal (ggf. auf Druck der Bundesnetzagentur) überarbeiten muss.

Spätestens dann kann UM reinschreiben, dass Firmware-Updates an alle Router versendet werden können, aber von kundeneigenen Routern ignoriert werden sollen.

Das wäre die billigste Variante, zu verhindern, dass so etwas noch einmal passiert - oder genauer gesagt: Die billigste Variante, zu verhindern, dass man in Zukunft die Schuld nicht auf den Routerhersteller abwälzen kann.
hajodele hat geschrieben: Bitte sage mal ganz konkret, was der Kunde tun muss, um das zu verhindern.
Was meinst du, warum ich noch im Juli davor gewarnt habe, sich ein eigenes Modem zu kaufen?

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Re: Abschaffung Routerzwang: Fritzbox 6490 jetzt schon kaufe

Beitrag von hajodele » 21.08.2016, 14:50

Ai äm werri sorri - Die Uhrsache war keine deiner Warnungen sondern ein schnöder Feler bei UM, der zu verhindern gewesen wäre:
z.B.
- einfach ein Portal bereitstellen, über das es NUR die freie Config gibt
- einfach in der vorhandenen Software eine Sicherheitsabfrage nach MAC und/oder Seriennr. machen.
- nicht jedem Depp die Erlaubnis zu geben, Mietconfigs zu benutzen.

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Re: Abschaffung Routerzwang: Fritzbox 6490 jetzt schon kaufe

Beitrag von MartinDJR » 21.08.2016, 18:05

hajodele hat geschrieben:Die Uhrsache war keine deiner Warnungen
Du hast mich nicht richtig verstanden:

Mit dem Satz "was meinst du, warum ich gewarnt habe" wollte ich sagen, dass ich bereits vorher geahnt habe, dass man als Käufer einer Routers im ersten Monat in Situationen kommen kann, wo man als Kunde etwas tun MUSS, was man überhaupt nicht tun KANN.

Dass das Beispiel "MAC-Adresse im Modem einstellen" so nicht 1:1 kommen würde, war mir damals bewusst. In der Realität muss man nicht die MAC-Adresse einstellen, sondern die Einstellung "Automatische Softwareupdates zulassen".

Für den Kunden ist das aber dasselbe: Er muss (sowohl im fiktiven Fall "MAC-Adresse" als auch im realen Fall "Softwareupdates") eine Einstellung vornehmen, die die aktuellen Modemmodelle schlichtweg nicht haben.

PECH für den Kunden.
hajodele hat geschrieben: sondern ein schnöder Feler bei UM, der zu verhindern gewesen wäre:
z.B.
- einfach ein Portal bereitstellen, über das es NUR die freie Config gibt
- einfach in der vorhandenen Software eine Sicherheitsabfrage nach MAC und/oder Seriennr. machen.
- nicht jedem Depp die Erlaubnis zu geben, Mietconfigs zu benutzen.
Dazu hätte man auf sämtlichen Servern/Routern bei UnityMedia, die für das Verteilen der Config-Daten verantwortlich sind, möglicherweise eine neue Firmware aufspielen müssen. Möglicherweise noch eine, die man erst hätte entwickeln müssen (was alles andere als billig ist).

Provider sind Firmen, die Gewinn machen und daher Geld sparen müssen. Wenn die Kunden nicht bereit dazu sind, für eine Softwareänderung extra Geld zu bezahlen, bleibt dem Provider nicht viel anderes übrig, als die BILLIGSTE Möglichkeit zu nehmen, auch dann, wenn es technisch gesehen die schlechteste ist.

Und das Problem auf die Routerhersteller abzuschieben, indem man einfach verlangt, dass die Modems Firmware-Updates einfach zu ignorieren haben, ist nun mal die billigste Möglichkeit.

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Re: Abschaffung Routerzwang: Fritzbox 6490 jetzt schon kaufe

Beitrag von F-orced-customer » 21.08.2016, 18:15

MartinDJR hat geschrieben:Für den Kunden ist das aber dasselbe: Er muss (... "Softwareupdates") eine Einstellung vornehmen, die die aktuellen Modemmodelle schlichtweg nicht haben.
Bei reinen Modems macht das FW-Update der Kabelnetzbetreiber, das soll in DOCSIS- Netzen angeblich (noch) so sein.

Was uns zu diesem Problem führt:
http://www.ip-phone-forum.de/showthread ... ost2177030

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Re: Abschaffung Routerzwang: Fritzbox 6490 jetzt schon kaufe

Beitrag von hajodele » 21.08.2016, 19:14

@MartinDJR:
zum hunderstenmal - Ursache war ein falsches Configfile von UM. Der Rest sind Folgen, die daraus entstanden sind.
Wahrscheinlich war mit dieser Config schon alles am Ar...

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Re: Abschaffung Routerzwang: Fritzbox 6490 jetzt schon kaufe

Beitrag von MartinDJR » 22.08.2016, 08:08

hajodele hat geschrieben:zum hundersten mal Ursache war ...
Da ich mich nicht richtig ausgedrückt habe:

Ich habe mich auf folgenden Satz von dir bezogen:
hajodele hat geschrieben: Für mich stellen sich nur die Fragen, wie sich UM anstellt,
...
- um so was in Zukunft zu verhinden.
Und an dieser Stelle tippe ich eben auf: Gar nicht!

Indem ein Provider in die Schnittstellenbeschreibung reinschreibt, dass die Firmware-Update-Information im Configfile nur für die providereigenen Router gedacht ist und von anderen Routern ignoriert werden sollen, sorgt er dafür, dass in Zukunft in solchen Fällen der Hardwarehersteller und nicht der Provider für das Problem verantwortlich ist.

Bereits nach drei Wochen Routerfreiheit ist jetzt der erste Router Schrott - und wir wissen nicht, ob es noch andere Router gibt, bei denen das Gleiche passiert ist. Wenn das so weiter geht, ist alle drei Wochen ein Router kaputt.

Dem Provider bleiben drei Möglichkeiten:
  • Ein Softwareupdate auf den Servern machen, das irgendwie verhindert, dass so etwas nochmal passieren kann. Ich arbeite in der Automobilindustrie und dort liegen die Kosten für ein kleines Softwareupdate bei 100.000 Euro oder mehr.
  • Einfach in den entsprechenden Fällen den Kunden eine neue FritzBox zu bezahlen. Das wären 27.000 Euro in den nächsten 5 Jahren. Immerhin noch deutlich billiger als das Softwareupdate auf den Servern.
  • Die Verantwortlichkeit für dieses Problem auf den Hardwarehersteller abschieben. Das kostet vielleicht 5.000 Euro für das Ändern der AGB und der Schnittstellenbeschreibung.
Wenn du die Entscheidung bei UnityMedia treffen müsstest: Welche Variante würdest du wählen?
hajodele hat geschrieben: ... ein falsches Configfile von UM. Der Rest sind Folgen, die daraus entstanden sind.
Um dir klar zu machen, was ich die ganze Zeit sagen will, muss ich wohl ein anderes Beispiel bringen:

Du übersiehst beim Autofahren ein Stopp-Schild. Auf der Vorfahrtsstraße fährt ein anderes Auto. Der Fahrer wollte eigentlich noch vor der Kreuzung in eine Parklücke einparken, hat die Parklücke aber übersehen und ist deswegen weitergefahren. Auf der Kreuzung kommt es zum Unfall.

Mit der Argumentation: "Der andere Fahrer hat die Parklücke übersehen. Nur deswegen ist es zum Unfall gekommen. Somit hat der andere Fahrer 100% der Unfallschuld." wirst du nicht weit kommen.

In einigen Beiträgen hier im Thread ging es hier darum, ob UM Schadensersatz zahlen muss oder nicht oder ob sich UM-Mitarbeiter sogar strafbar gemacht haben.

Und dabei wird die Argumentation: "Ursache war ein falsches Configfile" genau so wenig ausreichend sein wie die Argumentation: "Ursache war, dass der Andere die Parklücke übersehen hat".

Stattdessen muss dann erstmal geprüft werden, ob ...
  • ... UnityMedia überhaupt verpflichtet gewesen wäre, das "richtige Configfile" zu senden oder
  • ... der kundeneigene Router verpflichtet gewesen wäre, die Aufforderung für ein Firmware-Update im Config-File zu ignorieren.

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Re: Abschaffung Routerzwang: Fritzbox 6490 jetzt schon kaufe

Beitrag von Leseratte10 » 22.08.2016, 08:36

Du hast bei deiner schönen Abwälzung des Problems an die Routerhersteller aber eine Sache vergessen: In der Schnittstellenbeschreibung steht, dass Unitymedia an eigene Router keine CVC-Informationen (Firmwareupdate) übermittelt (Schnittstellenbeschreibung Absatz 6.2 "Unitymedia will not include CVC information in bootfile.").

Da steht explizit, dass in der Konfigurationsdatei KEINE Informationen über ein Firmwareupdate drin sind. Da steht nix von "Alle kriegen das Update und die Router können entscheiden ob es installiert werden soll ...".

Also, wenn Unitymedia gegen ihre Schnittstellenbeschreibung verstößt, und trotzdem CVC-Daten ans Kunden-Endgerät überträgt, dann ist Unitymedia der einzige schuldige an dem kaputten Router - auch wenn AVM da auch ne "Mitschuld" hat mit ihrer dämlichen Vorgehensweise dass es keine Möglichkeit gibt, durch den Provider oder durch ein Recovery wieder ne normale Firmware da drauf zu pappen.

Klar, sie könnten jetzt die Schnittstellenbeschreibung ändern. Aber wäre das "logisch"? "Wir müllen ihren Router mit dämlichen Anweisungen zu, irgend einen Müll herunterzuladen, und sie sind dafür verantwortlich dass auch ja jede einzelne dieser Anweisungen ignoriert wird, sonst verwandelt sich ihr Router in einen Backstein"? Ernsthaft?

Aber gibt es da nicht irgendwelche Regeln / längere Fristen?
Wenn nicht, könnte UM ja einfach ~100 klitzekleine Änderungen vorbereiten, die ihr eigener Router TC7200 bereits alle unterstützt, und jede Woche eine dieser Änderungen in die Schnittstellenbeschreibung schreiben. Dann nur noch jede Woche die aktuelle Änderung im CMTS für ne Anmeldung erzwingen und peng, schon haben wir wieder Routerzwang weil kein Hersteller mit den Änderungen hinterherkommt. Weit hergeholt, aber das sind / waren einige andere Beiträge in diesem Thema ja auch.

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Re: Abschaffung Routerzwang: Fritzbox 6490 jetzt schon kaufe

Beitrag von NoGi » 22.08.2016, 09:27

Leute, seid ihr euch sicher, dass ihr von michael1106 nicht "getrollt" worden seid?
Der DA (DiskussionsAuslöser) hat nur diesen einen Post am 19.8. abgesetzt und auf keine Frage mehr geantwortet.

-NoGi

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Re: Abschaffung Routerzwang: Fritzbox 6490 jetzt schon kaufe

Beitrag von hajodele » 22.08.2016, 09:43

NoGi hat geschrieben:Leute, seid ihr euch sicher, dass ihr von michael1106 nicht "getrollt" worden seid?
Der DA (DiskussionsAuslöser) hat nur diesen einen Post am 19.8. abgesetzt und auf keine Frage mehr geantwortet.

-NoGi
Der ist inzwischen hier aktiv unterwegs: https://community.unitymedia.de/questio ... 6-5-update
Der letzte Post ist von heute morgen

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Re: Abschaffung Routerzwang: Fritzbox 6490 jetzt schon kaufe

Beitrag von hajodele » 22.08.2016, 09:50

Zum Thema Update gibt es noch ein Szenario, das wir mangels Aktivitäten noch nicht kennen:
Funktioniert der FW-Update der UM-Geräte, ohne dass die Fremdgeräte davon betroffen sind?
Da mir nicht bekannt ist, wie so ein Update im Detail abläuft, kann es da durchaus nochmal zu einem Chaos kommen.

Weiss eigentlich einer, ob man bei den Kaufboxen so was wie einen Rollback machen kann, wenn die FW nicht sauber läuft bzw. nicht den Erwartungen entspricht?

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Re: Abschaffung Routerzwang: Fritzbox 6490 jetzt schon kaufe

Beitrag von blaxxz » 22.08.2016, 11:37

So habe eine Antwort seitens AVM zu diesem Thema erhalten:
AVM Support hat geschrieben:Wenn die gesichterten Einstellungen einer FRITZ!Box 6490 OEM (UM) in eine retail (freien) FRITZ!Box 6490 eingespielt werden, werden auch Funktionen wie Update und Rufnummer Konfiguration aus der Sicherungsdatei überschrieben. Das bedeutet, sobald Sie die FRITZ!Box 6490 im Handel erworben haben, bitte keine Sicherungsdatei aus einer OEM FRITZ!Box 6490 importieren.

Das FRITZ!OS Update für die retail FRITZ!Box 6490 wird von uns regelmäßig kostenlos Updates bereit gestellt.
AVM Support hat geschrieben:nachtrag zu meiner zuvor geschriebenen Email.

Meine Aussage zu den Einstellungen möchte ich noch einmal etwas präzisieren.
Wenn zum Beispiel die Telefonie-Einstellungen für Sie als Endkunde mit einer OEM FRITZ!Box 6490 nur mit Leserechten versehen war, kann es bei dem Import der Sicherung dazu kommen, dass die entsprechenden Rufnummern nicht zu bearbeiten sind.

Mit dem aktuellen FRITZ!OS 06.6x für die retail FRITZ!Box 6490, stellen wir Ihnen das Update zur Verfügung.
Wir haben bereits aus anderen Anfragen von Kabelkunden gehört, dass durch deren Anbieter ein "beschnittenes" FRITZ!OS auf die FRITZ!Box 6490 installiert wurde. Dies ist weder mit uns abgesprochen, noch von uns ein gewünschtes Verhalten der Kabelanbieter.

Sollte Ihr Kabelanbieter Ihnen ein anderes, beschnittenes FRITZ!OS, als das von uns zur Verfügung und bereitgestellte FRITZ!OS installieren, wenden Sie sich bitte an den Kabelanbieter, damit dieser das "beschnittene" FRITZ!OS entfernt. Die Möglichkeit hat der Kabelanbieter dazu.
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Re: Abschaffung Routerzwang: Fritzbox 6490 jetzt schon kaufe

Beitrag von MartinDJR » 22.08.2016, 16:20

Leseratte10 hat geschrieben:Du hast bei deiner schönen Abwälzung des Problems an die Routerhersteller aber eine Sache vergessen: In der Schnittstellenbeschreibung steht, dass Unitymedia an eigene Router keine CVC-Informationen (Firmwareupdate) übermittelt
Dass man diesen Satz so oder so interprätieren kann, darüber habe ich mich ja schon in einem anderen Beitrag ausgelassen:

UM könnte argumentieren, dass aus dem entsprechenden Satz in Abschnitt 6.2 folgt, dass das Configfile, das dem User hochgeladen wurde, ungültige Daten und keinen gültigen Request zum Download einer neuen Firmware enthalten hat. Laut offizieller Spezifikation gibt es schließlich keine gültigen Requests zum Download einer neuen Firmware. Der Router hätte daraufhin kein Firmware-Update starten dürfen, da mit Sicherheit an einer anderen Stelle in der Spezifikation (wahrscheinlich in der DOCSIS) steht, wie sich der Router beim Empfang ungültiger Daten zu verhalten hat.

Was diesen Fall angeht, wird sich UM wahrscheinlich nicht den Stress geben und dem Kunden einfach einen neuen Router bezahlen. Was zukünftige Fälle angeht, kann ich mir aber durchaus vorstellen, dass UM eine Klarstellung herausbringt, dass Abschnitt 6.2 genau so zu verstehen ist oder Abschnitt 6.2 noch einmal klarer umformulieren.
Leseratte10 hat geschrieben: Klar, sie könnten jetzt die Schnittstellenbeschreibung ändern. Aber wäre das "logisch"?
Bei dem von mir dargestellen Kostenunterschied (ca. 5.000 Euro für die Änderung der Schnittstellenbeschreibung im Vergleich zu 100.000 Euro für die Softwareänderung) wäre das die aller logischste Vorgehensweise!
Leseratte10 hat geschrieben: "Wir müllen ihren Router mit dämlichen Anweisungen zu, irgend einen Müll herunterzuladen, und sie sind dafür verantwortlich dass auch ja jede einzelne dieser Anweisungen ignoriert wird, sonst verwandelt sich ihr Router in einen Backstein"? Ernsthaft?
Wenn es in der Schnittstellenbeschreibung so drinsteht, MÜSSEN die Routerhersteller dafür sorgen, dass die Router sich nicht "in einen Backstein" verwandeln, sondern den "Müll" ignorieren.
Leseratte10 hat geschrieben: Aber gibt es da nicht irgendwelche Regeln / längere Fristen?
Wenn nicht, könnte UM ja einfach ~100 klitzekleine Änderungen vorbereiten ...
Die Schnittstellenbeschreibung darf ein Provider wohl nicht "einfach so" mal kurz ändern, zumal diese erst von der Bundesnetzagentur genehmigt werden muss.

Die wird natürlich Gründe dafür verlangen, warum die Schnittstellenbeschreibung geändert werden soll.

Die Begründung: "Aufgrund der Tatsache, dass Gerätehersteller und wir die Schnittstellenbeschreibung anders verstanden(*) haben, sind bereits Router kaputt gegangen." wird bei der Bundesnetzagentur aber ziehen.

(*) UM würde an dieser Stelle behaupten, dass "will not include CVC information" so zu verstehen ist, wie ich es oben geschrieben habe.

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Re: Abschaffung Routerzwang: Fritzbox 6490 jetzt schon kaufe

Beitrag von manu26 » 22.08.2016, 17:52

Sorry, die Beschreibung ist an dieser Stelle eindeutig und UM hat es vermasselt. Ganz einfach.

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Re: Abschaffung Routerzwang: Fritzbox 6490 jetzt schon kaufe

Beitrag von Leseratte10 » 22.08.2016, 18:20

Du interpretierst dieses Ereignis also tatsächlich so, als hätte der Router *wissen* müssen dass UM keine Firmwareupdates in der Konfig übermittelt und hätte nur aufgrund dieses Wissens das sonst völlig valide Konfig-File als ungültig zurückweisen sollen, nur weil in der Beschreibung steht dass keine Updates übermittelt werden?

Wenn UM in ihre Beschreibung schreibt, dass sie dasunddas NICHT tun, und dann dadurch, dass sie das *doch* tun ein Router kaputt geht weil er nicht damit rechnet, dann ist das verdammt nochmal der Provider Schuld und nicht der Hersteller des Routers.

Und die Begründung lautet wohl eher "weil wir zu faul / unfähig / sonstwas sind, unsere CMTS so zu konfigurieren, dass sie sich an die von uns veröffentliche Schnittstellenbeschreibung halten, haben wir einige Kunden-Router zerstört".

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Re: Abschaffung Routerzwang: Fritzbox 6490 jetzt schon kaufe

Beitrag von MartinDJR » 22.08.2016, 18:48

manu26 hat geschrieben:Sorry, die Beschreibung ist an dieser Stelle eindeutig und UM hat es vermasselt. Ganz einfach.
Dass UM diesen Satz ursprünglich so gemeint hast, wie du ihn verstehst, ist mir auch klar, aber ...
Leseratte10 hat geschrieben: Du interpretierst dieses Ereignis also tatsächlich so, als hätte der Router *wissen* müssen dass UM keine Firmwareupdates in der Konfig übermittelt und hätte nur aufgrund dieses Wissens das sonst völlig valide Konfig-File als ungültig zurückweisen sollen, nur weil in der Beschreibung steht dass keine Updates übermittelt werden?
... ich bin mir aber auch ziemlich sicher, dass die DOCSIS-Spezifikation besagt, dass Modems Daten, die laut Spezifikation nicht vorkommen können, zu ignorieren haben oder mit einer Fehlermeldung zu reagieren ist.

Da die DOCSIS-Spezifikation genauso Bestandteil der Schnittstellenspezifikation wie der Abschnitt 6.2 ist, kann man argumentieren, dass sich aus der Kombination von beiden Sätzen ergibt, dass ein Firmware-Update per Config-File von JEDEM am UM-Netz angeschlossenen Modem prinzipiell IMMER abgelehnt werden muss.

Würde es wirklich zu einem Rechtsstreit kommen (ein User hat ja zu einer Strafanzeige geraten!), könnte UM so argumentieren.

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Re: Abschaffung Routerzwang: Fritzbox 6490 jetzt schon kaufe

Beitrag von Leseratte10 » 22.08.2016, 19:42

Mit "Daten, die nicht vorkommen können" sind wohl eher Einstellungen mit einer nicht existenten / vergebenen OID gemeint - damit herstellerspezifische OIDs genutzt werden können, ohne dass das andere Geräte beeinflusst - und das tut die Box, wie du an der Meldung "TLV-11 - unrecognized OID" in den Kabel-Events sehen kannst.

Und ein Firmwareupdate ist ja jetzt prinzipiell auch nicht etwas, was nicht vorkommen kann - nur dass UM halt in diesem speziellen Fall kein Recht dazu hat.

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Re: Abschaffung Routerzwang: Fritzbox 6490 jetzt schon kaufe

Beitrag von MartinDJR » 23.08.2016, 07:04

Leseratte10 hat geschrieben:Mit "Daten, die nicht vorkommen können" sind wohl eher...
Das kommt auf die EXAKTE Formulierung des entsprechenden Satzes in der DOCSIS an:

Wenn es so formuliert wäre, wie ich es geschrieben habe, wären damit alle Daten gemeint, die laut Gesamt-Spezifikation eigentlich nicht möglich sind. Und aufgrund von Abschnitt 6.2 wäre ein Update eigentlich "nicht möglich" und müsste ignoriert werden.

Steht hingegen da: "Daten, die in der folgenden Liste in Kapitel X.Y. nicht aufgeführt sind" oder: "Daten, die als 'Vendor-Specific' gekennzeichnet sind" oder sonst irgendwie, sähe die Sache anders aus: Software-Update ist in der Liste schließlich aufgeführt.

Ich habe mir mal die Dokumente "OSSI" und "SEC" der DOCSIS-Spezifikation angeschaut, um nachzuschauen, wie es denn genau spezifiziert ist.

Dabei fällt auf, dass UnityMedia sich hinten und vorne nicht an die DOCSIS-Spezifikation hält. Das wäre zwar erlaubt, wenn entweder im providerspezifischen oder im ANGA-spezifischen Teil (die man beide über UM downloaden kann) drinstehen würde, dass es an der entsprechenden Stelle eine Abweichung von der "original"-DOCSIS-Spezifikation gibt, es steht dort aber nicht drin.

Da die von UM herausgegebene Schnittstellenbeschreibung also nicht der "Wahrheit" entspricht, wird UM wohl sowieso nochmal nacharbeiten müssen.


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Re: Abschaffung Routerzwang: Fritzbox 6490 jetzt schon kaufe

Beitrag von blaxxz » 23.08.2016, 14:17

Es war doch klar das die Umstellung auf freie Router ein Chaos wird.

[ironie] Nicht vergessen. UM hatte auch wenig Zeit sich darauf vorzubereiten ;) [/ironie]
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Re: Abschaffung Routerzwang: Fritzbox 6490 jetzt schon kaufe

Beitrag von F-orced-customer » 23.08.2016, 14:24

Die Kabelnetzbetreiber, vor allem UPC/UM kämpfen wohl immer noch dagegen.

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Re: Abschaffung Routerzwang: Fritzbox 6490 jetzt schon kaufe

Beitrag von -Pirat- » 25.08.2016, 16:05

was ist besser die Box 6490 bei UM zu mieten oder selber kaufen? Gibt bei der gemietet Box irgendwelche Nachteile (von der Einstellung) gegenüber eine gekaufte Box?

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Re: Abschaffung Routerzwang: Fritzbox 6490 jetzt schon kaufe

Beitrag von F-orced-customer » 25.08.2016, 16:13

-UM hat totale Kontrolle bis in Dein privates LAN hinein, überschreibt Deine Einstellungen per TR069 Fernsteuerung.
-Einschränkung bei Telefonie (fremde SIP VoIP- Anbieter)?
-dvb-c streaming deaktiviert?
...

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Re: Abschaffung Routerzwang: Fritzbox 6490 jetzt schon kaufe

Beitrag von MartinDJR » 25.08.2016, 16:29

-Pirat- hat geschrieben:was ist besser die Box 6490 bei UM zu mieten oder selber kaufen? ...
Zumindest bisher hat UM die Geräte meines Wissens nicht vermietet, sondern kostenlos verliehen.

Die Meinung, die FritzBox könne man für 5 Euro mieten, kommt wohl daher, dass es die FritzBox nur in Verbindung mit einem teureren Tarif gibt, der 5 Euro extra kostet.

Im Gegensatz zu einem gemieteten Gerät darf man mit einem kostenlos verliehenen Gerät nur das machen, was der Eigentümer erlaubt.

Wenn es dir also wichtig ist, sämtliche Einstellungen an einem Router selbst vornehmen zu können, musst du den Router kaufen.

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Re: Abschaffung Routerzwang: Fritzbox 6490 jetzt schon kaufe

Beitrag von dan45 » 25.08.2016, 16:52

Guten Tag,

kann ich mir die 6490 eigentlich gebraucht kaufen und jetzt bei Unitymedia nutzen? Würde gerne Kunde bei Unitymedia werden. Möchte dazu aber eine Fritzbox, die 5Eur Option ist mir zu teuer und ich brauch keine 2. Leitung.

Muss ich die Box dann auch freischalten bei UM oder wie läuft das? Danke

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Re: Abschaffung Routerzwang: Fritzbox 6490 jetzt schon kaufe

Beitrag von blaxxz » 25.08.2016, 17:05

dan45 hat geschrieben:Guten Tag,

kann ich mir die 6490 eigentlich gebraucht kaufen und jetzt bei Unitymedia nutzen? Würde gerne Kunde bei Unitymedia werden. Möchte dazu aber eine Fritzbox, die 5Eur Option ist mir zu teuer und ich brauch keine 2. Leitung.

Muss ich die Box dann auch freischalten bei UM oder wie läuft das? Danke
Eventuell ist dies was für dich?
https://www.routermiete.de/router/fritzbox-6490-cable

Hier im Forum haben das wohl schon einige benutzt.
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