Neubau: Anschluss nachgelagerter Fritzboxen?

In diesem Forum geht es um die Router für Kabel Internet FRITZ!Box 6320, FRITZ!Box 6340, FRITZ!Box 6360, FRITZ!Box 6490 & FRITZ!Box 6590 Cable der Firma AVM.
Kati84
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Neubau: Anschluss nachgelagerter Fritzboxen?

Beitrag von Kati84 » 22.03.2016, 09:47

Hallo zusammen,

ich kenne mich leider noch überhaupt nicht mit Kabel aus und hoffe daher, in eurem Forum ein wenig Hilfe zu bekommen :zwinker: Ich habe schon fleißig jede Menge Threads gelesen und daher auch schon jede Menge „Halbwissen“. Ich bitte euch daher lediglich um Bestätigungen, ob meine weiter unten aufgeführten Vermutungen zutreffen. Falls etwas nicht stimmen sollte, wäre ich über Hinweise dankbar.

Ausgangssituation:
Ich ziehe demnächst in ein Haus (Neubau) mit Kabelanschluss. Es gibt nur Kabelanschluss, so dass ich mir über Festnetzalternativen keine Gedanken machen kann. Von UM möchte ich 2play mit Komfortfunktion nutzen. Das heißt, ich hätte eine FB 6490.

TV werde ich über Satellit empfangen. Es existiert keine Koaxialverbindung zwischen dem Keller und den anderen Räumen des Hauses. Im Haus ist ein Ethernet-Netzwerk (Gigabit) verlegt. Die Netzwerkkabel laufen im Keller im Patchpanel zusammen.

Im Keller hat UM bereits den Kabelhausanschluss gelegt.

So viel zur Ausgangssituation. Nun meine Fragen / Vermutungen:

1. Ich würde gerne alle Geräte (Modem, Router, ggf. Verstärker usw.) von UM im Keller direkt neben dem HÜP aufbauen. Ich würde gerne von dort aus das „Internetsignal“ in das Ethernet-Netzwerk einspeisen. Hierzu müsste ich doch lediglich ein Kabel (was genau für ein Kabel?) vom Router oder Modem (von welchem dieser beiden Geräte?) in das Patchpanel stecken (richtig?).
2. Wenn ich das „Internetsignal“ im Keller in das Ethernet einspeise hätte ich doch an allen anderen Netzwerkdosen im Haus sehr schnelles Internet ohne Geschwindigkeitseinbußen, richtig? (Gigabit LAN ist vorhanden).
3. Ich würde gerne in den 3 Stockwerken darüber ein einheitliches WLAN erzeugen und DECT-Telefone (wahrscheinlich Fritz Fone) anschließen. Aller Voraussicht nach wird hierzu das Funksignal des Routers aus dem Keller nicht ausreichen. Wenn ich es richtig verstanden habe, könnte ich in den Stockwerken darüber Fritzboxen als Access Point betreiben. Diese würden per LAN angeschlossen. Dies wäre sinnvoller als ein Repeating des WLAN-Signals aus dem Keller, richtig?
4. Ich kann doch mehrere nachgelagerte Fritzboxen als Acces Point betreiben, richtig? (Maximal 2. Eine im Wohnzimmer und evtl. eine unterm Dach).
5. Es ist auch möglich, dass diese beiden Access Points ein einheitliches WLAN (also eine SSID) aussenden, richtig?
6. Kommen wir zum möglichen Knackpunkt: Dem Anschluss von Fritz Fones an den nachgelagerten Access Points. Ich habe hier im Netz an diversen Stellen über Probleme gelesen. Teilweise waren diese Threads aber mehrere Jahre alt. So wie ich es verstanden habe (auch wenn mir die technischen Details nicht klar sind), könnte ich die nachgelagerten Access Points als „IP Client“ betreiben und mittels „SIP“ dort die Telefone anschließen, richtig?
7. Würde diese SIP-Geschichte spezielle Hardware voraussetzen? Müssten meine Access Points also ganz bestimmte Fritz Boxen (womöglich noch mit spezieller Firmware) sein, oder könnte ich da jede Fritzbox nutzen?
8. Mögliche Alternative zum Anschluss der Fritz Fones an die Access Points: habe auf der Website von AVM gesehen, dass es DECT Repeater gibt. Falls das DECT Signal des Fritzbox im Keller nicht ausreichend stark sein sollte, könnte ich doch einfach an zentraler Stelle im Haus den DECT Repeater anbringen und hätte damit wahrscheinlich alle Telefone versorgt, oder?
9. Wäre die Nutzung eines DECT-Repeaters aus eurer Sicht besser (bzw. einfacher) als eine Lösung via SIP?

Sorry für die vielen Fragen :zwinker:
Ich danke euch herzlich im Voraus!!!!! :super:

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Re: Neubau: Anschluss nachgelagerter Fritzboxen?

Beitrag von schmittmannderzweite » 22.03.2016, 10:36

ad1/2) In ein Patchpanel werden die losen Adern der Netzwerkkabel "aufgelegt". Von einem Patchpanel gehst Du dann in einen Switch mit CAT5e/6/7-Kabeln mit RJ45 Stecker, der zentral das "Ethernetsignal" via Patchpanel an die Netzwerkdosen schickt. Um an allen Dosen Internet nutzen zu können, verbindest Du das Modem/Router von UM mit dem Switch über ein Ethernetkabel (CAT 5e/6/7).

ad3) Aus meiner Erfahrung beim Versorgen von Häusern mit performantem WLAN heraus, würde ich in jeder Etage einen Access-Point installieren. Je nach Gartengröße und Nutzung evtl. noch einen Outdoor-AP.

ad4) ja

ad5) ja, ich würde aber unterschiedliche Kanäle verwenden (3,7,11) im 2,4GHz Band.

ad6,7,8) Die Fritz-Fones werden per DECT mit der FritzBox verbunden. SIP-Konten oder die UM-Telefonkonten werden in der FB eingerichtet. Die Kommunikation erfolgt über DECT, so dass Du evtl. einen DECT-Repeater benötigst.

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Re: Neubau: Anschluss nachgelagerter Fritzboxen?

Beitrag von koax » 22.03.2016, 10:39

Kati84 hat geschrieben: 1. Ich würde gerne alle Geräte (Modem, Router, ggf. Verstärker usw.) von UM im Keller direkt neben dem HÜP aufbauen. Ich würde gerne von dort aus das „Internetsignal“ in das Ethernet-Netzwerk einspeisen. Hierzu müsste ich doch lediglich ein Kabel (was genau für ein Kabel?) vom Router oder Modem (von welchem dieser beiden Geräte?) in das Patchpanel stecken (richtig?).
Die anvisierte Fritzbox 6490 ist ein Router mit integriertem Modem.
Patchkabel (normale Ethernet-Kabel Cat5e oder CAT6) verbinden die LAN-Ports des Routers mit dem Patchfeld.
Natürlich reicht es nicht ein (1) Patchkabel mit dem Patchfeld zu verbinden sondern Du musst die 4 vorhandenen LAN-Ports der Fritzbox nutzen, um auch 4 Dosen anzusteuern.
2. Wenn ich das „Internetsignal“ im Keller in das Ethernet einspeise hätte ich doch an allen anderen Netzwerkdosen im Haus sehr schnelles Internet ohne Geschwindigkeitseinbußen, richtig? (Gigabit LAN ist vorhanden).
Ja.
3. Ich würde gerne in den 3 Stockwerken darüber ein einheitliches WLAN erzeugen und DECT-Telefone (wahrscheinlich Fritz Fone) anschließen. Aller Voraussicht nach wird hierzu das Funksignal des Routers aus dem Keller nicht ausreichen. Wenn ich es richtig verstanden habe, könnte ich in den Stockwerken darüber Fritzboxen als Access Point betreiben. Diese würden per LAN angeschlossen. Dies wäre sinnvoller als ein Repeating des WLAN-Signals aus dem Keller, richtig?
Per LAN-Kabel angeschlossene Accesspoints sind auf jeden Fall sinnvoller als Repeater. Zur Nutzung als Accesspoint/Switch ist eine Fritzbox natürlich etwas überteuert. Für DECT-Telefone wird sie wiederum sinnvoll. Allerdings stellt sich die Frage, ob das DECT-Signal der Fritzbox im Keller nicht vielleicht ausreicht, die Telefone zu versorgen.
4. Ich kann doch mehrere nachgelagerte Fritzboxen als Acces Point betreiben, richtig? (Maximal 2. Eine im Wohnzimmer und evtl. eine unterm Dach).
5. Es ist auch möglich, dass diese beiden Access Points ein einheitliches WLAN (also eine SSID) aussenden, richtig?
Ja.

Du sprichst von einer integrierten Verkabelung im Haus. Die Netzwerkdosen kannst Du auch für Telefoniezwecke benutzen.
Wenn diese Verkabelung so dimensioniert ist, dass Du nicht alle Dosen wirklich benötigst, kannst Du auch alternativ eine DECT-Basisstation an eine der Dosen anschließen. (Fritzbox muss natürlich telefonseitig an das Patchfeld angeschlossen werden).

Ansonsten:
http://avm.de/service/fritzbox/fritzbox ... efonieren/

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Re: Neubau: Anschluss nachgelagerter Fritzboxen?

Beitrag von hajodele » 22.03.2016, 12:49

Warum willst du eigentlich unbedingt die Kabel-Fritzbox in den Keller stellen?
Wenn du sie halbwegs zentral aufstellst und via LAN mit deinem Switch im Keller verbindest, hast du praktisch den gleichen Effekt, nur brauchst du weniger Geräte.

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Re: Neubau: Anschluss nachgelagerter Fritzboxen?

Beitrag von koax » 22.03.2016, 13:20

hajodele hat geschrieben:Warum willst du eigentlich unbedingt die Kabel-Fritzbox in den Keller stellen?
Kati84 hat geschrieben:Es existiert keine Koaxialverbindung zwischen dem Keller und den anderen Räumen des Hauses.
hajodele hat geschrieben:Wenn du sie halbwegs zentral aufstellst und via LAN mit deinem Switch im Keller verbindest, hast du praktisch den gleichen Effekt, nur brauchst du weniger Geräte.
Kati84 hat geschrieben:Hierzu müsste ich doch lediglich ein Kabel (was genau für ein Kabel?) vom Router oder Modem (von welchem dieser beiden Geräte?) in das Patchpanel stecken (richtig?).
Zumindest vorerst ist im Keller nur ein Patchpanel und kein Switch.

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Re: Neubau: Anschluss nachgelagerter Fritzboxen?

Beitrag von schmittmannderzweite » 22.03.2016, 13:54

Wenn der TE nicht nur 3 Dosen im Haus verteilt hat, wird er eh nicht um einen Switch herumkommen.

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Re: Neubau: Anschluss nachgelagerter Fritzboxen?

Beitrag von Kati84 » 22.03.2016, 14:16

@koax & schmittmannderzweite: Vielen lieben Dank für eure Antworten!

@hajodele: Mir ist ehrlich gesagt die genaue "Anschlusskette" bei Nutzung der Komfortfunktion von UM noch nicht ganz klar:
1. HÜP
per Koaxialkabel an
2. Kabelmodem von Unitymedia
per Netzwerkkabel an
3. Fritzbox von Unitymedia
per Netzwerkkabel an Patchpanel und von dort werden alle Netzwerkbuchsen des Hauses versorgt.

A) Ist diese Reihenfolge richtig?
B) Ist es tatsächlich so, dass ich die FRitzbox von Unitymedia an einem beliebigen anderen Ort im Haus aufstellen könnte? Könnte ich also das Kabelmodem mit meinem Patchpanel im Keller verbinden und die Fritzbox von Unitymedia würde dann via Ethernet alle Signale vom Router erhalten, die sie für einen regulären Betrieb braucht? Oder müsste die FB von UM direkt per Kabel mit dem Modem von UM verbunden werden (ohne den Umweg eines LAN)? (Ich meine mich in diesem Zusammenhang auch dunkel daran zu erinnern, dass selbst wenn dies gehen würde, ich mein sternförmiges LAN nicht mehr optimal nutzen würde? Dass man also das Internetsignal am Patchpanel im Keller einspeisen müsste und nicht an einem der Strahlen des sternförmigen Netzwerks. Kann das sein?)

hajodele
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Re: Neubau: Anschluss nachgelagerter Fritzboxen?

Beitrag von hajodele » 22.03.2016, 14:21

Wenn kein Koax-Kabel existiert, aber ein benutzbarer Weg (z.B. Kabelkanal) vorhanden ist, kann dieser genutzt werden.

Wenn es sich um ein reines Modem oder ein sonst sowieso unbrauchbares Gerät handeln würde, würde ich das auch im Keller unterbringen.
Aber ich nehme doch keine Fritzbox im Keller um dann weitere Fritzboxen im Haus zu verteilen.
Das tut mir weh.

Stiff
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Re: Neubau: Anschluss nachgelagerter Fritzboxen?

Beitrag von Stiff » 22.03.2016, 14:32

Kati84 hat geschrieben: 2. Kabelmodem von Unitymedia
per Netzwerkkabel an
3. Fritzbox von Unitymedia
per Netzwerkkabel an Patchpanel und von dort werden alle Netzwerkbuchsen des Hauses versorgt.

A) Ist diese Reihenfolge richtig?
Nein,
grundsäztlich bekommst Du ein Modemrouter von UM oder, bei Buchung der Telefon Komfort Option, eine FritzBox.

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Re: Neubau: Anschluss nachgelagerter Fritzboxen?

Beitrag von koax » 22.03.2016, 14:49

Kati84 hat geschrieben:A) Ist diese Reihenfolge richtig?
Wie schon schrieb, bekommst Du kein Modem sondern die Fritzbox ist zugleich dein Modem und dein Router in einem Gerät.
Die Fritzbox von UM muss an eine Kabeldose angeschlossen werden.
Dass man also das Internetsignal am Patchpanel im Keller einspeisen müsste und nicht an einem der Strahlen des sternförmigen Netzwerks. Kann das sein?)
Du könntest nur wie von Hajodele vorgeschlagen, im Keller zusätzlich einen Switch installieren. Da die Fritzbox allerdings dann nicht im Keller stünde müsstest Du über eine LAN-Dose neben der Fritzbox eine Verbindung zum Patchpanel herstellen, vom Patchpanel zum Switch und vom Switch über das Patpanel zu den anderen Dosen im Hause, also irgendwie von hinten durch die Brust ins Auge.

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Re: Neubau: Anschluss nachgelagerter Fritzboxen?

Beitrag von koax » 22.03.2016, 15:03

hajodele hat geschrieben: Wenn es sich um ein reines Modem oder ein sonst sowieso unbrauchbares Gerät handeln würde, würde ich das auch im Keller unterbringen.
Aber ich nehme doch keine Fritzbox im Keller um dann weitere Fritzboxen im Haus zu verteilen.
Du übersiehst die vorhandene Infrakstruktur mit Patchpanel im Keller. Ein reines Modem im Keller würde schon die Nutzung von 2 Netzwerkdosen in der Wohnung erfordern (einmal rein vom Modem, einmal raus von der Fritzbox zum Switch) und die müssten auch noch in erreichbarer Nähe des Fritzbox-Standortes liegen.

manu26
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Re: Neubau: Anschluss nachgelagerter Fritzboxen?

Beitrag von manu26 » 22.03.2016, 15:25

Bezüglich mehrere Access Points im 2,4 GHz-Bereich mal das hier lesen bezüglich Überlappung von Frequenzbereichen:

http://m.heise.de/ct/artikel/Funk-Vorbe ... 21535.html

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Re: Neubau: Anschluss nachgelagerter Fritzboxen?

Beitrag von koax » 22.03.2016, 15:28

schmittmannderzweite hat geschrieben:Wenn der TE nicht nur 3 Dosen im Haus verteilt hat, wird er eh nicht um einen Switch herumkommen.
Die Fritzbox hat 4 LAN-Anschlüsse und ich sehe im Moment kein Szenario, der einen der 4 Anschlüsse anderweitig belegt.
Von einer Arbeitstätte (PC) im Keller war jedenfalls bisher nicht die Rede.

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Re: Neubau: Anschluss nachgelagerter Fritzboxen?

Beitrag von manu26 » 22.03.2016, 15:36

Das ist richtig. Aber ich gehe mal davon aus, dass es mehr als 4 Netzwerkdosen im Haus geben wird, oder?

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Re: Neubau: Anschluss nachgelagerter Fritzboxen?

Beitrag von schmittmannderzweite » 22.03.2016, 16:43

koax hat geschrieben:
schmittmannderzweite hat geschrieben:Wenn der TE nicht nur 3 Dosen im Haus verteilt hat, wird er eh nicht um einen Switch herumkommen.
Die Fritzbox hat 4 LAN-Anschlüsse und ich sehe im Moment kein Szenario, der einen der 4 Anschlüsse anderweitig belegt.
Von einer Arbeitstätte (PC) im Keller war jedenfalls bisher nicht die Rede.
Die Neubauten, die ich kenne und mit einer GE-Verkabelung ausgerüstet wurden, haben in jedem Raum mindestens eine Doppeldose, je nach Raumgröße und Nutzung (Wohnzimmer wg. Multimedia, Arbeitszimmer etc.) auch mehrere. Da werden dann gerne 24er-Patchpanels und Switches verbaut. Oft auch in einem 19"Rack, damit es ordentlich aussieht und leicht wartbar ist.

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Re: Neubau: Anschluss nachgelagerter Fritzboxen?

Beitrag von koax » 22.03.2016, 18:32

manu26 hat geschrieben:Das ist richtig. Aber ich gehe mal davon aus, dass es mehr als 4 Netzwerkdosen im Haus geben wird, oder?
Naja, wieviel Dosen es gibt ist ja mal eher zweitrangig. Wichtiger ist, wieviel Dosen man tatsächlich nutzt/benötigt.
Es ist zwar schön, wenn man beispielsweise in jedem Zimmer eine Doppel- oder Einzeldose hat, was die Flexibilität erhöht. Ob man sie dann allerdings auch praktisch benötigt ist bei einem typischen Einfamilienhausbesitzer längst nicht immer gegeben. Teilweise kann man die Dosen ja auch als Telefondosen benutzen.
Zuletzt geändert von koax am 23.03.2016, 06:34, insgesamt 1-mal geändert.

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Re: Neubau: Anschluss nachgelagerter Fritzboxen?

Beitrag von manu26 » 23.03.2016, 01:56

Das stimmt natürlich. Einen zusätzlichen Switch kann man schließlich immer nachrüsten.

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Re: Neubau: Anschluss nachgelagerter Fritzboxen?

Beitrag von Kati84 » 26.03.2016, 19:59

@All: Danke für eure Antorten und Tipps!!

Ich habe mich nach weiterer Recherche für folgende Lösung entschieden. Ich wäre euch dankbar, wenn ihr mir bestätigen könntet, dass dies so plausibel ist (bzw. darauf hinweisen, falls es das nicht ist :zwinker:

Im Keller wird die UM-Buchse mit der FB 6490 verbunden und diese mit einem 8er Switch verbunden. Der Switch wird mit dem Patchpanel verbunden. Somit sind die 6 Netzwerbuchsen im Haus versorgt. Zudem wird noch eine NAS unten im Keller am Switch angeschlossen.
In den obrigen Stockwerken werde ich einen AVM FRITZ!WLAN Repeater 1750E an einer Netzwerkbuchse anschließen und als Access Points (Bridge Modus) einsetzen, um ein WLAN zu erzeugen. Möglicherweise reicht ja einer dieser Access Points aus, um das ganze Haus mit WLAN zu versorgen. Falls nicht, muss halt noch ein zweiter Access Point her. So wie ich euch verstanden habe, können diese beiden Access Points ja ein einheitliches SSID erzeugen. Dies wäre mir wichtig.

Die kabelgebundenen Geräte werde ich über die Netzwerkbuchsen (mit angeschlossenem Switch) versorgen. Ein Switch wäre im Wohnzimmer nötig, da ich dort ca. 4-5 kabelgebundene Geräte habe.

Als Telefone habe ich 2-3 Fritzfon C5 geplant. Ich hoffe einfach mal, dass das DECT-Signal, welches die FB 6490 im Keller ausstrahlt, stark genug ist, um alle Stockwerke zu versorgen. Falls nicht, kaufe ich halt noch einen AVM FRITZ!DECT Repeater 100. Diese Lösung scheint mir einfacher als eine weitere, nachgelagerte FB zu kaufen und diese im SIP-Modus zu betreiben. Zudem habe ich im Netz gelesen, dass die DECT-Reichweite recht anständig sein soll.

Danke noch mal für eure Beratung (und abschließenden Hinweise, ob ihr die von mir beschriebene Lösung passend findet) :super:

schmittmannderzweite
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Re: Neubau: Anschluss nachgelagerter Fritzboxen?

Beitrag von schmittmannderzweite » 28.03.2016, 15:56

Hört sich für mich gut an. Auch die Vorgehensweise zunächst einen AP und keinen DECT-Repeater ist OK. Das Nachkaufen geht ja schnell.
Wieviel Netzdosen/Anschlüsse hast du im Haus verteilt?

Kati84
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Re: Neubau: Anschluss nachgelagerter Fritzboxen?

Beitrag von Kati84 » 30.03.2016, 12:14

Ich habe 6 Netzwerkdosen im Haus geplant.

tillix
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Re: Neubau: Anschluss nachgelagerter Fritzboxen?

Beitrag von tillix » 05.04.2016, 16:54

Ich hoffe einfach mal, dass das DECT-Signal, welches die FB 6490 im Keller ausstrahlt, stark genug ist, um alle Stockwerke zu versorgen. Falls nicht, kaufe ich halt noch einen AVM FRITZ!DECT Repeater 100. Diese Lösung scheint mir einfacher als eine weitere, nachgelagerte FB zu kaufen und diese im SIP-Modus zu betreiben. Zudem habe ich im Netz gelesen, dass die DECT-Reichweite recht anständig sein soll.
Ich kann Dir aus eigener Erfahrung sagen, dass bei einem "normalen" Neubau (Stahlbetondecken) diese Lösung eine Qual ist. Das DECT-Signal der FB kommt im EG noch einigermaßen stabil an, im ersten Stock bricht die Verbindung aber ständig ab. Auch wirst Du Probleme haben, das Telefon mal eben in den Garten mit zu nehmen.
Der Repeater funktioniert grundsätzlich schon, aber nicht besonders gut. In den meisten Fällen meldet sich das Telefon korrekt an, aber nicht immer. Und auch der Repeater hat im EG schon kein gutes Signal von der FB mehr - je nach Platzierung (wo ist eine geeignete Steckdose) brechen Telefonate immer mal wieder ab.
Das ist auf Dauer ausgesprochen lästig.

Ich bin wirklich ein Freund der FB Telefone (auch wenn deren Design sehr ausbaufähig ist), aber ich habe das nur wenige Monate ausgehalten und verzichte Stand heute auf die DECT-Funktion der FB. Statt dessen steht im EG ein Gigaset, das per Kabel an die FB angebunden ist. Damit fallen zwar einige Funktionen weg, die ich durchaus auch schmerzlich vermisse, aber ständig Aussetzer während Telefonaten zu haben und sich nur innerhalb bestimmter Bereiche im Haus bewegen zu können, wenn man störugsarm telefonieren möchte, ist in meinen Augen das deutlich größere Übel.

Das mag nun stark vom Haus abhängen und davon, wo die jeweiligen Geräte angebracht sind. Aber ich hatte mir das auch so einfach vorgestellt, aber in der Praxis hat sich das bei mir überhaupt nicht bewährt.

Am liebsten würde ich eine eigene FB "hinter" die FB von UM stellen - aber die "Weitergabe" der Telefonleitungen habe ich nicht hin bekommen. Wobei ich das zugegeben nur oberflächlich probiert habe.

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Re: Neubau: Anschluss nachgelagerter Fritzboxen?

Beitrag von hajodele » 05.04.2016, 19:40

Das ist genau der Grund, warum ich es nicht verstehe, wenn man eine Fritzbox im Keller unterbringen will.
Nunja - es ist ja nicht mein Haus.

Die SIP-Weiterleitung ist denkbar einfach: Als Beispiel eine 7490 (ist Fritzbox B): http://avm.de/service/fritzbox/fritzbox ... efonieren/

wwerner
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Re: Neubau: Anschluss nachgelagerter Fritzboxen?

Beitrag von wwerner » 05.04.2016, 20:17

Das Problem hatte ich auch - aber die DECT100 Repeater schaffen auch nicht immer Abhilfe. Fritzbox im OG - DECT Signal dadurch im OG und teilweise noch im DG okay. Erster DECT 100 im EG - der reicht aber nicht für störungsfreie DECTverbindung in den Kellerbüros im UG (ALLES NIX STAHLBETON - Ziegelsteine!) Mein Plan mit dem zweiten DECT100 im UG ging nicht auf, da das DECTsignal direkt von der Fritzbox und nicht vom DECT100 im EG abgegriffen wird! Jetzt versorgt mein zweiter DECT100 erfolgreich den Garten (und die Nachbarschaft). Das schnurlos-Kellertelefonproblem habe ich erfolgreich mit Smartphones & der FRITZ Fon App gelöst. Teils mit LAN gebundenen Repeatern, teils mit den günstigen AVM Repeatern 310 über WLAN.
Das Komische daran ist, die DECT200 Steckdosen im UG funzen mit der Fritzbox im OG - nur die DECT Fritz!Fons und Gigasets nicht!
So klappt alles - die Smartphones sind über die FON APP als Telefongerät in der Fritzbox registriert und haben so auch noch Verbindung zur Türsprechstelle.

Also plane mal lieber nicht auf einen DECT Erfolg bei Deinem stockwerkübergreifendem Vorhaben!
Gruß
Wolfgang
2play 200/10 Komf. IP V4
a/b:Fax & TFE mit MP3 Klingel mit Cambild der Tür auf MT-F/C5
DECT:2Fritz!Fon MT-F & 2C5 & 2C340H & 3AVM Rep.100 & 10 DECT200
S0-Bus:3 ISDN & 2 TA2a/b
WLAN:FB6490 & 2TL-WR1042ND als AP & 3AVM 1750E & 3AVM RE310
GB-LAN:FB64690 & 5Netgear GS108T
PCs an GB-LAN: WinServer2016 & 1Win7 PC & 11Win10 PCs / WLAN: WACOM WIN8.1 & mehrere Smartphones/Tablets/Laptops
bei Bedarf TV über SAT/Medienstreaming im Netzwerk mit ServiioPro

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Re: Neubau: Anschluss nachgelagerter Fritzboxen?

Beitrag von tillix » 06.04.2016, 13:23

Das ist genau der Grund, warum ich es nicht verstehe, wenn man eine Fritzbox im Keller unterbringen will.
Na ja, es ist ja nicht nur das Telefonieren.

Gehen wir mal von einem einigermaßen "normalen" modernen EFH aus. Da kommt das Koaxkabel im Keller rein und von dort aus wird Internet und Telefon ins Haus verteilt. Da ist die Platzierung der FB und ggf. eines Switches im Keller schon nahe liegend.
Die SIP-Weiterleitung ist denkbar einfach: Als Beispiel eine 7490 (ist Fritzbox B): http://avm.de/service/fritzbox/fritzbox ... efonieren/
Das ist aber auch wieder mit Einschränkungen verbunden. Ideal wäre, wenn die FB im Keller ein reines Modem wäre (Bridge) und die FB im EG sämtliche Routing- und Telefoniefunktionen abbildet. Für die Internetverbindung ist das kein Problem - nur scheint die erste FB nicht geeignet, das Telefonsignal gleichermaßen weiter zu geben (wie das z.B. das reine Modem "früher" getan hat).

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Re: Neubau: Anschluss nachgelagerter Fritzboxen?

Beitrag von hajodele » 06.04.2016, 14:55

tillix hat geschrieben:Ideal wäre, wenn die FB im Keller ein reines Modem wäre (Bridge) und die FB im EG sämtliche Routing- und Telefoniefunktionen abbildet. Für die Internetverbindung ist das kein Problem - nur scheint die erste FB nicht geeignet, das Telefonsignal gleichermaßen weiter zu geben (wie das z.B. das reine Modem "früher" getan hat).
Dies wurde nur im UM-Land vor sehr,sehr langer Zeit als "ISDN" so angeboten. In den "normal"-Modem-Versionen bräuchte man schon mal 2 Kabel. 1x fürs LAN und 1x fürs Telefon.
Was ist aber eigentlich der Unterschied, gegenüber meiner Version?
Von welche Einschränkungen sprichst du bei der SIP-Übertragung? Die Vorhandenen Probleme tauchen bei der "Keller-Lösung" verstärkt auf.
Ich wohne in einer Stahlbeton-Maisonettewohnung und kann vom Standort meiner Fritzbox alle Räume ohne Einshränkungen erreichen (über 1 Etage).

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