Wegfall vom Router-Zwang im Sommer 2016

In diesem Forum geht es um die Router für Kabel Internet FRITZ!Box 6320, FRITZ!Box 6340, FRITZ!Box 6360, FRITZ!Box 6490 & FRITZ!Box 6590 Cable der Firma AVM.
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Re: Wegfall vom Router-Zwang im Sommer 2016

Beitrag von hajodele » 23.12.2015, 09:07

rv112 hat geschrieben:Für die 400 MBits muss man ein anderes Cisco Modem kaufen, was ich dann sicher machen werde.
Deshalb habe ich das Wort "erweitert" verwendet.
Das beinhaltet, dass es mit der Einführung der 400 Mbit auch passende Modems gegeben hätte.

Im Ist-Zustand muss man sich selbst um ein Modem kümmern.
Das trifft übrigens auch aktuell in der Praxis zu, wenn das Netzteil des Modems schwächelt.

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Re: Wegfall vom Router-Zwang im Sommer 2016

Beitrag von rv112 » 23.12.2015, 09:10

Nö, hab mich vorsorglich um ein Ersatznetzteil gekümmert :D
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Re: Wegfall vom Router-Zwang im Sommer 2016

Beitrag von hajodele » 23.12.2015, 10:02

rv112 hat geschrieben:Nö, hab mich vorsorglich um ein Ersatznetzteil gekümmert :D
Du hast das aber wohl nur gemacht, weil du von diesen Problemen gehört hast.
Unabhängig davon ist es eigentlich egal, wann man das macht.
Es geht ja nur darum, dass viele lieber selbst Geld in die Hand nehmen, als sich einen Zwangsrouter aufdrehen zu lassen.

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Re: Wegfall vom Router-Zwang im Sommer 2016

Beitrag von mauszilla » 23.12.2015, 10:19

hajodele hat geschrieben:Hätten UM und die anderen Kabelbetreiber lediglich ihr Geschäftsmodell um die Zwangsrouter erweitert, wäre dieses Gesetz eigentlich überflüssig.
Könnte mir Vorstellen, das dieses Gesetz auch die Vorstufe für ein anderes ist. Funktioniert alles mit der Freien Gerätewahl, stünde auch einer Freien Anbieterwahl nichts mehr im Weg. So das sich andere bei UM und den anderen in die Netzte einkaufen können und auch im Kabel ein Wettbewerb stattfinden würde.
Derzeit sind wir ja von UM Regionsweise abhängig.
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Re: Wegfall vom Router-Zwang im Sommer 2016

Beitrag von GoaSkin » 23.12.2015, 10:59

mauszilla hat geschrieben: Könnte mir Vorstellen, das dieses Gesetz auch die Vorstufe für ein anderes ist. Funktioniert alles mit der Freien Gerätewahl, stünde auch einer Freien Anbieterwahl nichts mehr im Weg. So das sich andere bei UM und den anderen in die Netzte einkaufen können und auch im Kabel ein Wettbewerb stattfinden würde.
Derzeit sind wir ja von UM Regionsweise abhängig.

Und funktioniert es am Ende dann auch mit der freien Wahl des Kabelanbieters, steht das Koaxialkabelnetz im Boden in direkter Konkurrenz zum Zweidraht-Kupferkabelnetz der Telekom. Jeder Anbieter kann seine Produkte dann über DOCSIS oder DSL realisieren, wie es örtlich gerade so am Lukrativsten ist und die Preise für die letzte Meile dadurch enorm sinken.

Der Tod von DVB-C wird zeitlich nicht allzuweit von der Analogabschaltung entfernt sein. Die Kanäle würden für DOCSIS gebraucht werden und die Einmiet-Anbieter könnten ja eh nur über IPTV-Lösungen ein eigenes TV-Portfolio aufbauen.
Es gibt drei Fleischsorten: Beef, Chicken und Veggie. Von welchem Tier die kommen? Von garkeinem, sondern aus der Packung.

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Re: Wegfall vom Router-Zwang im Sommer 2016

Beitrag von hajodele » 23.12.2015, 11:22

Da sind wir aber in einem deutlich über 10-Jahres-Plan :zwinker:

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Re: Wegfall vom Router-Zwang im Sommer 2016

Beitrag von rv112 » 23.12.2015, 11:56

IPTV wird in Deutschland doch genauso verschlafen wie alles andere.
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Re: Wegfall vom Router-Zwang im Sommer 2016

Beitrag von mauszilla » 23.12.2015, 12:22

Gibts doch schon http://schoener-fernsehen.com/
Wäre nur schön wenn das ohne andauernde Pausen wegen Buffern auskommen würde.
Auch bieten viele Sender schon selbst einen Lifestream des Aktuellen Programms an.
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Re: Wegfall vom Router-Zwang im Sommer 2016

Beitrag von Wasserbanane » 23.12.2015, 13:45

mauszilla hat geschrieben:Gibts doch schon http://schoener-fernsehen.com/
Wäre nur schön wenn das ohne andauernde Pausen wegen Buffern auskommen würde.
Auch bieten viele Sender schon selbst einen Lifestream des Aktuellen Programms an.
Wobei das nicht wirklich legal ist und unsicher zudem auch noch.

https://youtu.be/GJZ_941_BCc

Hättest als Beispiel wohl besser Zatoo oder Magine genommen. Oder Entertain oder das sterbende Angebot von Vodafone oder, oder, oder...
Zuletzt geändert von Wasserbanane am 23.12.2015, 13:47, insgesamt 1-mal geändert.
Das deutsche Fernsehprogramm ist das beste der Welt. Gäbe es sonst die vielen Wiederholungen? Jürgen von der Lippe

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Re: Wegfall vom Router-Zwang im Sommer 2016

Beitrag von GoaSkin » 23.12.2015, 13:46

rv112 hat geschrieben:IPTV wird in Deutschland doch genauso verschlafen wie alles andere.

Wieso? IPTV kann man doch über fast jeden DSL-Anbieter haben; z.B. T-Home.
Es gibt drei Fleischsorten: Beef, Chicken und Veggie. Von welchem Tier die kommen? Von garkeinem, sondern aus der Packung.

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Re: Wegfall vom Router-Zwang im Sommer 2016

Beitrag von mauszilla » 23.12.2015, 14:17

wasserbanane, hast recht.
Nehmen wir halt http://www.onlinetv2.de/index.php?file=bestellen ;)
Damit kann man in der Vollversion sogar aufnehmen :D
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manu26
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Re: Wegfall vom Router-Zwang im Sommer 2016

Beitrag von manu26 » 23.12.2015, 18:28

Naja, man muss ja auch noch unterscheiden zwischen z.B. dem IPTV der Telekom, das nicht über das Internet läuft und anderen Anbietern. Ich jedenfalls will kein Champions League Finale über z.B. Sky Go gucken müssen. Da ist mir klassisches DVB-C/S schon noch lieber.

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Re: Wegfall vom Router-Zwang im Sommer 2016

Beitrag von mauszilla » 23.12.2015, 18:38

Deswegen hab ich ja beispiele gebracht, die das "normale" TV als Stream bringen und nicht irgendwelche Mediatheken oder Sondersender.
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rv112
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Re: Wegfall vom Router-Zwang im Sommer 2016

Beitrag von rv112 » 24.12.2015, 06:19

Aus dem Ausland kommen bessere Anbieter. Manche sind hier jedoch nicbt zugelassen, funktionieen aber. Da gibt es dann normale m3u Listen um sie mit jedem Programm abzuspielen.
Alles HD bzw. 4K, wenn auch nur wenige. Läuft ohne Unterbrechung.
Sowas gibts hier nicht, zumal nicht kostenlos.
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Re: Wegfall vom Router-Zwang im Sommer 2016

Beitrag von MartinDJR » 24.12.2015, 16:57

magnitka hat geschrieben: Nun meine erste Frage: unterstelle ich mal, dass die Gerätebindung wegfällt, wie würde dies auf die Tarifstruktur auswirken? Dann wäre die ISDN-Option von KBW eher hinfällig, da man über eine eigen beschaffene Kabel-FB andere VOIP-PRovider (z. B. Sipgate) für den geliehen Monatsentgelt ordern könnte um die gleiche/bessere Funktionalität (Mehrere Nummer, Parallelruf, günsitge Anruf zu Mobilfunk, etc.) zu erhalten.
Da muss man zwei Fälle unterscheiden:
  • Ein Provider (z.B. UnityMedia) erlaubt die Verwendung eines anderen VoIP-Providers; in diesem Fall wäre es bereits jetzt möglich, eine Hardware hinter den Zwangsrouter zu schalten und den anderen Provider zu verwenden. Du musst allerdings bedenken, dass der andere VoIP-Provider wahrscheinlich nicht kostenlos ist und du nicht billiger davon kommst als mit ISDN-Option. VoIP über IPv4 würde aber so oder so nicht funktionieren.
  • Ein Provider (soviel ich weiß gehört UnityMedia dazu) verbietet die Verwendung eines anderen VoIP-Providers explizit; in diesem Fall ist es sehr wahrscheinlich, dass die SIP-Pakete nach Ende des Routerzwangs beim Provider herausgefiltert werden und die Verwendung eines anderen VoIP-Providers nicht möglich ist
In beiden Fällen ändert sich durch das Ende des Routerzwangs rein gar nichts.
magnitka hat geschrieben: Nun zu Lösungsalternative: wenn ich bie KBW ohne ISDN-Option ab April 2016 bleibe...
Hast du den Vertrag bereits gekündigt?

Falls nein: Warte doch so lange ab, bis Kauf-Geräte am Netz tatsächlich erlaubt sind und es erste Erfahrungen gibt, welcher Router denn wirklich richtig funktioniert.

In einem anderen Post habe ich darauf hingewiesen, dass nicht jeder Router an jedem Netz zwangsläufig korrekt funktionieren muss. Das Gesetz erlaubt den Providern auch, ihre Netze so aufzubauen, dass nur Router mit bestimmten Softwarepatches auch korrekt funktionieren.

Ich selbst plane auch mir mit dem Wechsel zu IPv6 neue Hardware zu kaufen (habe noch einen Altvertrag mit IPv4 und reinem Modem). Ich werde aber abwarten, bis die ersten Erfahrungsberichte mit fehlerfrei funktionierenden "Kauf-Modems" (und -Routern) vorhanden sind.
magnitka hat geschrieben: Und da habe ich eine zweite Frage: wie lange wird es bei UM/KBW dauern, bis sie gestatten eigene Geräte für den Zugang in Kabelnetz zu verwenden? Vielleicht kommt die Kabel-BW auf die Idee die bestehende Hardware an die Kunden zu verkaufen?
Bestimmt nicht vor Sommer, wenn sie gesetzlich dazu verpflichtet sind, Kauf-Geräte zuzulassen.

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Re: Wegfall vom Router-Zwang im Sommer 2016

Beitrag von hajodele » 25.12.2015, 18:58

MartinDJR hat geschrieben:
magnitka hat geschrieben: Nun meine erste Frage: unterstelle ich mal, dass die Gerätebindung wegfällt, wie würde dies auf die Tarifstruktur auswirken? Dann wäre die ISDN-Option von KBW eher hinfällig, da man über eine eigen beschaffene Kabel-FB andere VOIP-PRovider (z. B. Sipgate) für den geliehen Monatsentgelt ordern könnte um die gleiche/bessere Funktionalität (Mehrere Nummer, Parallelruf, günsitge Anruf zu Mobilfunk, etc.) zu erhalten.
Da muss man zwei Fälle unterscheiden:
  • Ein Provider (z.B. UnityMedia) erlaubt die Verwendung eines anderen VoIP-Providers; in diesem Fall wäre es bereits jetzt möglich, eine Hardware hinter den Zwangsrouter zu schalten und den anderen Provider zu verwenden. Du musst allerdings bedenken, dass der andere VoIP-Provider wahrscheinlich nicht kostenlos ist und du nicht billiger davon kommst als mit ISDN-Option. VoIP über IPv4 würde aber so oder so nicht funktionieren.
  • Ein Provider (soviel ich weiß gehört UnityMedia dazu) verbietet die Verwendung eines anderen VoIP-Providers explizit; in diesem Fall ist es sehr wahrscheinlich, dass die SIP-Pakete nach Ende des Routerzwangs beim Provider herausgefiltert werden und die Verwendung eines anderen VoIP-Providers nicht möglich ist
In beiden Fällen ändert sich durch das Ende des Routerzwangs rein gar nichts.
Das stimmt so nicht.
UM untersagt nur die Nutzung fremder SIPS auf den UM-Geräten (in Hessen und NRW nur durch die AGB, in BW auch technisch).
Auf eigenen Geräten darf man sie selbstverständlich einsetzen.
Die technische Sperrung fremder SIPS wäre schon rechtlich nicht zulässig.

Ob man für 5 Euro/Monat irgendwo 3 Rufnummern mit Deutschland-Flat bekommt halte ich für fraglich.
Mir ist dazu kein Provider bekannt.

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Re: Wegfall vom Router-Zwang im Sommer 2016

Beitrag von MartinDJR » 25.12.2015, 19:55

hajodele hat geschrieben: Das stimmt so nicht.
UM untersagt nur die Nutzung fremder SIPS auf den UM-Geräten (in Hessen und NRW nur durch die AGB, in BW auch technisch).
Auf eigenen Geräten darf man sie selbstverständlich einsetzen.
Leider kenne ich den UM-Zwangsrouter nicht. Die FritzBox hat eine IPv6-Firewall. Aber der TechniColor??

Falls es ein einfacher IPv6-Router ist, müsste man (im Gegensatz zu IPv4-Routern mit NAT) ein VoIP-Telefon an einen Ethernet-Port anschließen können und dann über einen anderen IPv6-SIP-Provider telefonieren können.

Da das UnityMedia-Netz (zumindest für Privatkunden ab 2013) nur noch IPv6 unterstützt, kann man IPv4-SIP-Provider so oder so nicht verwenden.
hajodele hat geschrieben: Die technische Sperrung fremder SIPS wäre schon rechtlich nicht zulässig.
Bei einigen mobilen Internet-Anbietern ist die Nutzung bestimmter Dienste (z.B. VoIP) explizit im Vertrag untersagt. Ich gehe davon aus, dass so etwas auch bei Festnetzverträgen erlaubt wäre. Wie es bei laufenden Verträgen ist, kann ich nicht beurteilen.
hajodele hat geschrieben: Ob man für 5 Euro/Monat irgendwo 3 Rufnummern mit Deutschland-Flat bekommt halte ich für fraglich.
Mir ist dazu kein Provider bekannt.
Aus genau dem Grund glaube ich auch nicht, dass die plötzliche Möglichkeit, andere SIP-Provider zu verwenden, von all zu vielen Leuten genutzt werden wird.

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Re: Wegfall vom Router-Zwang im Sommer 2016

Beitrag von GoaSkin » 26.12.2015, 04:15

MartinDJR hat geschrieben: Falls es ein einfacher IPv6-Router ist, müsste man (im Gegensatz zu IPv4-Routern mit NAT) ein VoIP-Telefon an einen Ethernet-Port anschließen können und dann über einen anderen IPv6-SIP-Provider telefonieren können.

Da das UnityMedia-Netz (zumindest für Privatkunden ab 2013) nur noch IPv6 unterstützt, kann man IPv4-SIP-Provider so oder so nicht verwenden.
Das stimmt nicht. SIP funktioniert prinzipiell auch über DS-Lite oder NAT. Sipgate taugte bei mir an einem DS-Lite Anschluss sogar zum Faxen, bevor der Anbieter IPv6-fähig wurde. Und wenn man kein echtes IP-Telefon verwenden möchte: Eine DECT-Basis mit LAN-Anschluss oder ein einfacher SIP-Router für Analogtelefone kosten nur nen Appel und ein Ei.
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Re: Wegfall vom Router-Zwang im Sommer 2016

Beitrag von MartinDJR » 26.12.2015, 07:03

GoaSkin hat geschrieben: Das stimmt nicht. SIP funktioniert prinzipiell auch über DS-Lite oder NAT.
Kommt auf den NAT an:

Es gibt NATs, die nur TCP unterstützen und bei denen, die UDP untestützen gibt es symmetrische NATs, Cone-NATs, ...

Hinter einem NAT, der nur TCP unterstützt, funktioniert VoIP nicht.

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Re: Wegfall vom Router-Zwang im Sommer 2016

Beitrag von hajodele » 26.12.2015, 08:57

Bleib doch einfach mal im realen Leben.
Voip ging bisher und wird wird auch später gehen.
Wieviel beliebige Anwendungen würden sonst auch nicht mehr funktionieren?

Da mich diese provokante Art stört die zu nichts führt, lasse ich mal alleine.

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Re: Wegfall vom Router-Zwang im Sommer 2016

Beitrag von MartinDJR » 26.12.2015, 09:57

hajodele hat geschrieben:Bleib doch einfach mal im realen Leben.
Voip ging bisher und wird wird auch später gehen.
Die Behauptung war nicht, dass VoIP nicht mehr funktionieren wird, sondern dass nach Ende des Routerzwangs nichts möglich sein wird, was jetzt nicht auch schon geht.

Im von mir kommentierten Post wurde hingegen behauptet, dass es die Zwangsrouter wären, die verhindern, dass man fremde SIP-Dienste verwenden kann. Und das stimmt nun mal nicht:

Provider wie UnityMedia, KabelDeutschland, m-net und andere, die DS-Lite einsetzen ...
  • ... verwenden entweder VoIP über IPv6
  • ... oder routen alle IPv4-Pakete von DS-Lite-Anschlüssen nur im lokalen Netz
In beiden Fällen wäre es bereits jetzt möglich, fremde IPv6-SIP-Dienste für VoIP über IPv6 zu nutzen, indem man ein VoIP-Telefon an einen Ethernet-Port des Zwangsrouters anschließt. Das einzige, was sich durch einen selbstgekauften Router ändert, ist, dass man danach nur noch eines anstatt zwei Geräten benötigt.

In beiden Fällen wäre es auch mit eigener Hardware nicht möglich, fremde SIP-Server für VoIP über IPv4 zu nutzen, da man dazu eine globale IPv4-Adresse brauchen würde - und die bekommt man bei UM und KD nur noch mit einem Bussiness-Vertrag und bei m-net für 4,99 Euro/Monat Aufpreis!

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Re: Wegfall vom Router-Zwang im Sommer 2016

Beitrag von GoaSkin » 26.12.2015, 15:43

MartinDJR hat geschrieben: In beiden Fällen wäre es auch mit eigener Hardware nicht möglich, fremde SIP-Server für VoIP über IPv4 zu nutzen, da man dazu eine globale IPv4-Adresse brauchen würde - und die bekommt man bei UM und KD nur noch mit einem Bussiness-Vertrag und bei m-net für 4,99 Euro/Monat Aufpreis!
SIP-Dienste, die nur über IPv4 laufen, brauchen aber keine globale IPv4-Adresse. Sie funktionieren über DS-Lite genauso wie in einem Hotel-WLAN oder direkt von einem Telefon hinter dem Router aus, in dem die SIP-Verbindungsdaten direkt im Telefon hinterlegt sind SIP ist auch nur ein normaler Internet-Dienst wie jeder andere und nichts, was unten drunter auf einem abartigen Protokoll statt UDP und TCP aufbaut.

Du kannst an einem DS-Lite Anschluss in der Fritzbox somit auch SIP-Zugänge eines beliebigen SIP-Anbieters eintragen, der kein IPv6 kann -> funktioniert.
Es gibt drei Fleischsorten: Beef, Chicken und Veggie. Von welchem Tier die kommen? Von garkeinem, sondern aus der Packung.

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Re: Wegfall vom Router-Zwang im Sommer 2016

Beitrag von MartinDJR » 27.12.2015, 09:52

GoaSkin hat geschrieben: SIP-Dienste, die nur über IPv4 laufen, brauchen aber keine globale IPv4-Adresse. Sie funktionieren über DS-Lite genauso wie in einem Hotel-WLAN oder direkt von einem Telefon hinter dem Router aus, in dem die SIP-Verbindungsdaten direkt im Telefon hinterlegt sind SIP ist auch nur ein normaler Internet-Dienst wie jeder andere und nichts, was unten drunter auf einem abartigen Protokoll statt UDP und TCP aufbaut.
Aber auch selbst wenn das der Fall ist, ändert sich durch das Ende des Routerzwangs nichts:

Ob ich mein IPv4-VoIP-Telefon an den Zwangsrouter oder an einen selbstgekauften Router anschließe, ist völlig egal, denn bei DS-Lite wird die gesamte Firewall-Funktionalität (Portweiterleitung, sperren von Ports, NAT, ...) in der Regel vom AFTR (einem Rechner im Rechenzentrum des Providers) und nicht vom Router zuhause erledigt.

Ich habe mal kurz die Begriffe "VoIP hinter NAT" in Google eingegeben und mir den allerersten Treffer angeschaut:

http://www.tecchannel.de/kommunikation/ ... _firewall/

In der Einleitung heißt es dort:
... oder es kommt überhaupt kein Anruf zu Stande. Nach ein paar Änderungen an der Firewall funktioniert es.
Ob die AFTRs von UnityMedia bereits heute "VoIP-Ready" eingestellt sind, weiß ich nicht. Da ich noch einen IPv4-only-Altvertrag habe, kann ich es auch nicht ausprobieren.

Falls nein: Glaubst du wirklich, die Provider machen Änderungen an ihren Servern, nur weil einige Kunden fremde SIP-Server erreichen wollen?

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Re: Wegfall vom Router-Zwang im Sommer 2016

Beitrag von Leseratte10 » 27.12.2015, 10:19

Nur mal als Information: Ich konnte vor ~1 Jahr, als ich noch Privatkunde mit DS-Lite war, problemlos SIP-Accounts von nicht-IPv6-fähigen VoIP-Anbietern in meiner eigenen Fritzbox (hinter der 6320) nutzen.

Ich wüsste auch nicht wieso ich dazu ne öffentliche IPv4 bräuchte. Wofür gibts STUN?

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Re: Wegfall vom Router-Zwang im Sommer 2016

Beitrag von hajodele » 27.12.2015, 11:00

Ich kann mich auch an keinen Thread erinnern, bei dem es im Zusammenhang mit DS-Lite zu Problemen kam.
I.d.R. musste man den BaWü-Kunden nur erklären, wie sie ihre alte Fritzbox anschließen müssen und wie dann die Übergabe der Telefonnr vom UM-Gerät zur DSL-Fritzbox geht.

Mal ganz davon abgesehen ist das doch eher ein Problem meines gewählten externen Providers (der soll gefälligst auch IPv6 unterstützen) als ein Problem des Router-Zwangs.
Das halbe Forum ist mit Problemen rund ums DS-Lite belegt.
Um vernünftig spielen zu können, muss der Kunde fast zwangsläufig entweder einen Business- oder 3play-Vertrag abschließen, damit er eine IPv4 erhält.
Hier beginnt vielleicht auch der Irrglaube vieler Kunden: Durch einen eigenen Router beseitige ich dieses Problem nicht.

Andere Probleme lassen sich aber beseitigen.
Die Geräte, die man bisher als Neukunde von UM als Standard bekommen hat, waren einfach nur schlecht:
Ubee: Probleme, einen HP-Drucker zu installieren
TC7200: Whatsapp
6390/6490: Keine Updates von Fritz!Phones, manche Apps lassen sich nicht benutzen (verursacht durch veraltete FW).
6490: Manche 1GB-Switches funktionieren nur mit 100 Mbit
....

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