Fritz.Box wurde gehackt

In diesem Forum geht es um die Router für Kabel Internet FRITZ!Box 6320, FRITZ!Box 6340, FRITZ!Box 6360, FRITZ!Box 6490 & FRITZ!Box 6590 Cable der Firma AVM.
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Re: Fritz.Box wurde gehackt

Beitrag von kuhnemann1 » 02.02.2014, 21:59

Konnten die "Hacker" dann auch auf Endgeräte zugreifen, wie PC´s und Smartphones, welche in dieser Zeit mit der Fritz verbunden waren ?

Traumichnich
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Re: Fritz.Box wurde gehackt

Beitrag von Traumichnich » 02.02.2014, 22:13

Ich denke das interesse der "Kollegen" lag an der Verbindung via IP Telefon.
Der schaden entstaht dann durch die angewählte Rufnummer die dann wohl in Afrika liegt.
Wer da wohl alles mitkassiert..;)

Traumichnich
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Re: Fritz.Box wurde gehackt

Beitrag von Traumichnich » 02.02.2014, 23:51

Na komisch als ich gerade den UM Mitarbeiter am Telefon fragte ob er einverstanden ist das ich das Gespräch aufzeichne.. legte er auf..hmmm

Riplex
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Re: Fritz.Box wurde gehackt

Beitrag von Riplex » 03.02.2014, 05:05

Was haben die Leute eigentlich davon ? Mal angenommen die hacken eine Fritzbox und telefonieren einmal um
die ganze Welt, da haben die doch nichts von ? Ich meine die verdienen doch nichts dabei, ausser das sie für lau
telefonieren.
Das Team kann leider keine Support-Anfragen per PN oder Mail beantworten. Solche Nachrichten werden von uns kommentarlos gelöscht!
Bitte stellt eure Fragen in den dafür vorgesehenen Foren-Bereichen. Danke!


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Re: Fritz.Box wurde gehackt

Beitrag von sjaekel » 03.02.2014, 05:52

Riplex hat geschrieben:Was haben die Leute eigentlich davon ? Mal angenommen die hacken eine Fritzbox und telefonieren einmal um
die ganze Welt, da haben die doch nichts von ? Ich meine die verdienen doch nichts dabei, ausser das sie für lau
telefonieren.
Anscheinend werden da irgendwelche "Mehrwertdienste" angerufen bei denen der Angerufene kräftig mitverdient.
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marty7
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Re: Fritz.Box wurde gehackt

Beitrag von marty7 » 03.02.2014, 07:28

Traumichnich hat geschrieben:Kann ich eigentlich jegliche Auslandsanrufe bei UM sperren lassen?
Hm gute Frage? Werde heute mal anrufen ob das geht. Oder hat das schon einer veranlasst?
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Re: Fritz.Box wurde gehackt

Beitrag von kuhnemann1 » 03.02.2014, 09:37

Traumichnich hat geschrieben:Ich denke das interesse der "Kollegen" lag an der Verbindung via IP Telefon.
Der schaden entstaht dann durch die angewählte Rufnummer die dann wohl in Afrika liegt.
Wer da wohl alles mitkassiert..;)

Aber technisch wäre es möglich ?

marty7
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Re: Fritz.Box wurde gehackt

Beitrag von marty7 » 03.02.2014, 10:07

Sperren ist kostenlos möglich :

Lassen sich für meinen Telefonanschluss Nummern (z.B. 0900er) sperren?
Ja, Sie können bestimmte Nummernkreise (beispielsweise 0900, 118x, 018 1-9, 0137, 012, Mobilfunkdienste, Auslandstelefonate, etc.) gezielt blockieren lassen. Für alle Unitymedia Telefonanschlüsse sind 8 Kategorien von festen Anschlussperren auf Kundenwunsch verfügbar. Die Aktivierung und Deaktivierung ist kostenlos und können Sie gerne bei der Kundenhotline unter 0800 / 700 11 77 (kostenfrei aus dem Unitymedia-Festnetz) vornehmen.


Gleich nach der Arbeit sofort mal schalten lassen :super:
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Re: Fritz.Box wurde gehackt

Beitrag von SpaceRat » 03.02.2014, 10:21

marty7 hat geschrieben:Ja, Sie können bestimmte Nummernkreise (beispielsweise 0900, 118x, 018 1-9, 0137, 012, Mobilfunkdienste, Auslandstelefonate, etc.) gezielt blockieren lassen. Für alle Unitymedia Telefonanschlüsse sind 8 Kategorien von festen Anschlussperren auf Kundenwunsch verfügbar. Die Aktivierung und Deaktivierung ist kostenlos und können Sie gerne bei der Kundenhotline unter 0800 / 700 11 77 (kostenfrei aus dem Unitymedia-Festnetz) vornehmen.


Gleich nach der Arbeit sofort mal schalten lassen :super:
Was in diesem Zusammenhang vielleicht mal einer Erwähnung wert wäre:

Schon vor zig Jahren gab es bei der Deutschen Telekom u.a. die Möglichkeit, seinen Anschluß über das Kundencenter umfassend selber zu konfigurieren, incl. einer White- und/oder einer Blacklist für Telefonnummern. Auf diese Weise konnte man ganz einfach vernünftig einstellen, welche Anrufe gesperrt sein sollen.
Diese ganzen Features hat die Deutsche Telekom - wie z.B. auch den Parallelruf - als Vorbereitung zum Downgrade auf VoIP dann alle abgeschaltet, damit VoIP (Insbesondere die Krüppelimplementation, z.B. ohne T.38, die hierzulande üblich ist) gegenüber ISDN nicht ganz so sche1sse aussieht und die anderen Provider haben sich dann beim Leistungsumfang von VoIP an diesem Kellermaß orientiert.
Was nutzt eine Sperre für Auslandsgespräche, wenn man - wie wir z.B. - direkt an der Grenze zu Belgien und den Niederlanden wohnt und auch Kollegen hat, die dort wohnen? Selbst eine Sperre für "exotische Ziele" wäre Schwachfug, Ägypten, Kenia und Südafrika sind ja nun auch nicht so seltene Reiseziele, wo dann eben auch mal Verwandtschaft aushängen kann.

Das jedes Mal in "Kategorien" über die Hotline regeln zu müssen ist schon Schrott.

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Re: Fritz.Box wurde gehackt

Beitrag von hajodele » 03.02.2014, 10:53

Bei meinem Anschluß (vdsl über 1und1/Telekom) kann man im Kundencenter selbst Sperren einrichten.
Das geht zwar nur rudimentär (z.B. entweder Ausland gesperrt oder offen), stört mich aber nicht weiter, da ich für die Auslandsgespräche sowieso einen externen Prepaid-Provider ohne automatische Aufladung verwende (Da sind nicht mal irgendwelche Bankdaten hinterlegt).
Wenn bei mir lokal jemand einbricht kann er maximal 10 Euro verballern. Ich bekomme dann zwar wegen des Einbruchs einen Schock, muss mir aber wegen des finanziellen Verlustes keine grauen Haare wachsen lassen.

marty7
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Re: Fritz.Box wurde gehackt

Beitrag von marty7 » 03.02.2014, 12:59

@SpaceRat
Hm weil ich diesen Auslandmist schon in meinem. Mobilfunkvertrag dabei hab. Das sollte reichen :zwinker:
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Quacks_koeln
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Re: Fritz.Box wurde gehackt

Beitrag von Quacks_koeln » 03.02.2014, 14:38

Es muss doch aber möglich sein die IP bis zum Ursprung zurück verfolgen zu können, wer die IP Telefone eingerichtet hat!?!


Joerg123
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Re: Fritz.Box wurde gehackt

Beitrag von Joerg123 » 03.02.2014, 16:43

hajodele hat geschrieben:Sind eigentlich alle Opfer von UM oder hat es auch welche von Kabelbw erwischt?
Ich frage, weil sich beide grundlegend in der Komfort-Option unterscheiden:
Kabelbw hält die Accountdaten für die Tel-Nr. unter Verschluß.
Ohne das jetzt genau zu wissen, denke ich mal, dass da kein Unterschied besteht
die Angreifer interessieren sich ja auch nicht für deine UM-VoIP-Accounts (welche sie von extern/nicht-UM-Internetzugang eh nicht nutzen könnten)
und sie richten dir auch keine neuen VoIP-Accounts ein (dann hätten sie ja nix davon, wenn sie ihre eigenen VoIP-Accounts nutzen würden *g*)
der Trick liegt doch wohl darin, dass als Telefonie-Gerät ein VoIP-Anschluss eingerichtet wird mit der Option diesen vom Internet aus zu nutzen - und dieses Feature sollte doch auch bei KabelBW und den anderen Providern wie KabelDeutschland funzen, auch wenn man selber keine SIP-Accounts einrichten/bearbeiten kann

Die IP-Adressen der Angreifer müssten wenn dann in der eigenen Fritzbox zu sehen sein. Ich nutze diese Features nicht, weiss daher nicht, was so im Log zu finden ist, aber UM wird diese Daten nicht speichern, weil sie das auch garnix angeht. Von dieser Hack-Situation abgesehen würde wohl auch keiner Spass daran finden, wenn UM solche Zugriffsdaten seinerseits speichert für von mir gewollte, also selbst eingerichtete/zugelassene Verbindungen.
Aber eine Verfolgung der IP im Laufe einer strafrechtlichen Ermittlung würde dann mehr als Wahrscheinlich eh irgendwo im Ausland enden, wo eine weitere Verfolgung nicht möglich sein wird

bislang sehe ich unter dem aktuellen Kontostand/Verbrauchsübersicht noch keine aussergewöhnlichen Anrufe/Kosten und Zugriff auf meine Fritzbox von aussen war eh nicht aktiv (keine Fernwartung, kein MyFritz-Zeugs, nur ein paar Portfreigaben auf lokale PCs), allerdings ist mir nach dem Update auf das FritzOS6.0 aufgefallen, dass ich ein weiteres lokales VoIP-Konto unter meinen Telefoniegeräten eingerichtet hatte (eines hatte ich eh schon, das war auch OK). Da es so hiess wie mein DECT-Telefon und sich einige andere Sachen mit dem Update auch verstellt hatten (z.B. eingehende Faxnummer war nicht mehr aktiv und meine Vorwahl war aus der Konfiguration verschwunden und noch 2-3 Dinge), hab ich das damals als Update-Problem gesehen und ohne genauere Überprüfung das lokale VoIP-Konto einfach nur gelöscht. Kann ich auch nicht im geringsten sagen, ob das ungewünschte lokale VoIP-Konto bereits vor dem Update eingerichtet war, oder erst hinterher aufgetaucht ist - Fakt ist zumindest, dass es nach dem Update vorhanden war.
Office Internet&Phone 50/5 Mbit/s via Fritzbox 6360 mit Fritz!OS 06.52
2x DECT (Siemens S67h + S68h, HDfähig) via Fritzbox

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Re: Fritz.Box wurde gehackt

Beitrag von Tuxtom007 » 03.02.2014, 16:44

Quacks_koeln hat geschrieben:Es muss doch aber möglich sein die IP bis zum Ursprung zurück verfolgen zu können, wer die IP Telefone eingerichtet hat!?!
Wenn die irgentwo im Ausland sitzt ( davon ist mal auszugehen ), das bringt das eh nichts.

Ich habe meinen MYFritz Account komplett gelöscht und vorsichtshalber auch direkt die Passwörter der Box geändert und externe Zugriffe abgeschaltet, mehr kann man nicht machen.
Provider: UM 3Play - 400/20 MBitj, Fritbox UM 6590, 2x SNOM D765 VoIP-Telefon, 3 AVM-Dect-Telefone, Mikrotik CoreRouter, 2 x AVM Fritz-Repeater 1750E

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werner9
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Re: Fritz.Box wurde gehackt

Beitrag von werner9 » 03.02.2014, 17:09


M@rtin
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Re: Fritz.Box wurde gehackt

Beitrag von M@rtin » 03.02.2014, 17:24

Ich denke, da haben diejenigen einen Vorteil, die nur einen IPv6-Anschluss mit IPv4 über DS-Lite-Tunnel haben, denn von Außen kommt man nur per IPv6-Netz. Und noch ist ein durchgängiges IPv6-Netz der Provider nicht der Fall... :D

Irgendeinen Vorteil muss die Verstümmelung des IP-Protokolls ja haben! :super:

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Re: Fritz.Box wurde gehackt

Beitrag von TelTel » 04.02.2014, 14:42

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overtaker
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Re: Fritz.Box wurde gehackt

Beitrag von overtaker » 04.02.2014, 15:17

Das ist nicht richtig was in dem Artikel steht. Bei mir hatten die das neue IP Telefon in die Konfig gesetzt, aber nicht damit telefoniert. Ich hatte die Fernwartung einschaltet, jedoch unterschiedliche Paßwörter für MyFritz und die Oberfläche der Box.
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Re: Fritz.Box wurde gehackt

Beitrag von toppi » 04.02.2014, 15:39

Moin,

meine Hirnanhangdrüse schrubbt sich grade einen Wolf dabei zu verstehen, wie das ablaufen soll.

Die richten also ein IP-Telefon ein. Und dann? Wie benutzen die das?

Ich denke man kann die IP-Telefone nicht von außen erreichen. Sonst könnte ich mich ja auch z.B. direkt über meine Dyndns-Adresse mit der Fritz-Fon App auf meinem Handy zur Box verbinden und damit unterwegs drauf los telefonieren.

TelTel
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Re: Fritz.Box wurde gehackt

Beitrag von TelTel » 04.02.2014, 15:39

overtaker hat geschrieben:Das ist nicht richtig was in dem Artikel steht. Bei mir hatten die das neue IP Telefon in die Konfig gesetzt, aber nicht damit telefoniert. Ich hatte die Fernwartung einschaltet, jedoch unterschiedliche Paßwörter für MyFritz und die Oberfläche der Box.
Das ist die Aussage von Unitymedia, wiedergegeben im Artikel. Möglicherweise war es in vielen, aber nicht allen Fällen so.
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Helge
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Re: Fritz.Box wurde gehackt

Beitrag von Helge » 04.02.2014, 21:17

Hallo zusammen,

als einer der Pressesprecher von Unitymedia KabelBW möchte ich von offizieller Seite aus etwas Licht ins Dunkel bringen:

Vorab: Nach aktuellem Kenntnisstand können wir ein generelles Problem mit dem Fritzbox-Kabelmodem nicht bestätigen; uns liegen keine Erkenntnisse darüber vor, dass das Fritzbox-Kabelmodem generell gehackt wurde.

Aber:
Über das Wochenende wurden bei einer begrenzten Anzahl von Unitymedia-Kunden über die Fritzbox automatisiert Telefonate ins Ausland geführt. Die Anrufe sind in diesen Fällen also nicht durch den Anschlussinhaber erfolgt. Genaueres dazu im Folgenden:

Wir empfehlen unseren Telefon-Kunden, die eine Fritzbox verwenden und den Fernzugang aktiviert haben, vorerst den Fernzugang abzuschalten und auf die Nutzung des in den Router integrierten Vermittlungsservice „MyFRITZ!“ zu verzichten. Falls im Router ein unbekanntes (IP-) Telefon eingerichtet ist, sollte dieses unbedingt gelöscht werden. Zudem raten wir der betroffenen Kundengruppe, die Zugangsdaten zum Router und zu „MyFritz“ umgehend zu ändern und ein neues neues, sicheres und anderweitig nicht verwendetes Passwort zu setzen.

Hintergrund: Über das Wochenende wurden bei einer begrenzten Anzahl von Unitymedia-Kunden über die Fritzbox automatisiert Telefonate ins Ausland geführt. Untersuchungen haben ergeben, dass bei den betroffenen Kunden der Remote-Zugang beziehungsweise der „MyFRITZ!“ Dienst aktiviert ist. Mit Hilfe der den Angreifern bekannten Zugangsdaten ist es Unbekannten gelungen, auf der Fritzbox ein virtuelles IP-Telefon einzurichten und über dieses abgehende Telefonate zu führen.

Wir haben nach der Entdeckung sofort Maßnahmen ergriffen und die identifizierten Kunden telefonisch kontaktiert. Einige Kunden haben wir bislang telefonisch nicht erreicht - die persönliche Kontaktaufnahme wird fortgesetzt. Betroffen waren ausschließlich Anwender, die den Fernzugang oder den Dienst „MyFRITZ!“ nutzen. Vorsorglich haben wir bei den betroffenen Kunden eine temporäre Sperre für Auslandstelefonate eingerichtet und die Kunden über diesen Schritt informiert.

Allgemein gilt: Sollten in der Konfiguration der Fritzbox ungewöhnliche Telefoniegeräte aufgeführt sein, sind diese sofort zu entfernen. Grundsätzlich empfehlen wir allen Kunden, ihre Passwörter regelmäßig zu ändern und bei der Wahl des Passworts sichere Kombinationen von Buchstaben, Zahlen und Sonderzeichen zu wählen. Auf keinen Fall sollte ein Passwort für mehrere Dienste genutzt werden. Diese Empfehlung gilt insbesondere für den Fritzbox-Internetzugriff sowie den „MyFRITZ!“-Zugang. Ebenfalls sollten alle im Einsatz befindlichen Rechner auf Schadsoftware, etwa Trojaner, überprüft werden.

Ein generelles Problem mit dem Fritzbox-Kabelmodem des Berliner Herstellers AVM oder einen Hack des Fritzbox-Kabelmodems können wir nach derzeitigem Kenntnisstand nicht bestätigen. Ob ein Zusammenhang zu dem kürzlich vom BSI veröffentlichten Diebstahl von 16 Millionen digitalen Identitäten besteht, ist in Klärung.

Weitere Infos gibt es hier: http://www.unitymedia.de/hilfe_service/ ... nderungen/
Oder direkt bei AVM: http://www.avm.de/de/News/artikel/2014/ ... urznotiert

Viele Grüße, Helge
(Pressesprecher Unitymedia KabelBW)
Für Anfragen zu eurem Vertrag oder bei einer technischen Störung wendet Euch bitte direkt an den Kundenservice. Weitere Informationen findet Ihr hier:
Unitymedia: unitymedia.de/hilfe_service
Kabel BW: kabelbw.de/service
Bitte postet zu Eurer eigenen Sicherheit keine personenbezogenen Informationen im Forum.

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Re: Fritz.Box wurde gehackt

Beitrag von SpaceRat » 04.02.2014, 21:49

toppi hat geschrieben:Ich denke man kann die IP-Telefone nicht von außen erreichen. Sonst könnte ich mich ja auch z.B. direkt über meine Dyndns-Adresse mit der Fritz-Fon App auf meinem Handy zur Box verbinden und damit unterwegs drauf los telefonieren.
Genau das kannst Du, wenn Du die Anmeldung von außerhalb zuläßt.

Dazu einfach mal unter "Telefonie -> Telefoniegeräte" bei einem IP-Telefon (z.B. einem per WLAN angemeldeten Smartphone) auf das Notizbuch klicken, um zu dessen Eigenschaften zu kommen.
Dort dann auf dem Reiter "Anmeldedaten" schauen, was dort steht:

Registrar fritz.box
Benutzername xxx
[ ] Anmeldung aus dem Internet erlauben

Ist bei "Anmeldung aus dem Internet erlauben" ein Haken, dann kann dieses Gerät sich auch von extern, also z.B. über die MyFritz!-Adresse oder einen DynDNS-Host, an der Fritz!Box anmelden.

Ich persönlich würde das generell vermeiden und wenn diese Funktion erwünscht wird, stattdessen zuerst ein VPN aufbauen. Aus dem VPN heraus kann man sich ja dann ebenfalls mit FritzApp!Fon oder einem anderen SIP-Client an der Fritz!Box anmelden, da man ja dann genauso im Netzwerk der Fritz!Box ist wie lokal.

Einen großen Wert hat es allerdings nicht, den Haken wegzulassen:
Da die Angreifer in diesem Fall die SIP-Konten in der Fritz!Box selber angelegt haben, konnten sie den Haken natürlich auch für das von ihnen angelegte Konto nach Wunsch reinmachen, unabhängig davon, ob er bei den legitimen Konten drin war oder nicht.

Der Aufbau der Verbindung ohne VPN, also direkt über über's Internet, bedingt, daß irgendjemand (z.B. der WLAN-Hotspot-Betreiber oder irgendjemand sonst in dem Netzwerk) den Anmeldevorgang protokollieren kann.

Aus demselben Grund sollte man es vermeiden, unsichere Dienste auf dem LAN nach außen hin zu öffnen, also z.B. ftp, http, telnet u.ä.
Für diese Dienste werden die Anmeldedaten unverschlüsselt über das Internet übertragen und können problemlos protokolliert werden. Insbesondere an öffentlichen WLAN-Hotspots ist das ein absolutes no-go.

Wenn man nun einen solchen Dienst auf einer Sicherheitskrücke wie z.B. einem Enigma2-Receiver freigibt, gewährt man jedem der Wireshark bedienen kann Vollzugriff auf das gesamte Heimnetz!
Bei Enigma2-Receivern erfolgt die Anmeldung (Wenn überhaupt eine erfolgt, meine Änderung, daß OpenWebIf ein Passwort erfordert, wurde z.B. aus dem Kasperlegrund reverted, weil Leute damit nicht klar kamen!!!!!!!) an den meisten Diensten (ftp, http) über das root-Konto.
Kann ein MITM (man-in-the-middle) nun einen Web-Login protokollieren, so kann er problemlos auch per telnet oder ssh vollständige Kontrolle über den Receiver übernehmen.

Da so ein E2-Receiver wiederum ein nahezu vollwertiger Linux-Rechner ist, kann ein Angreifer auf diesem alles tun, was er auch tun könnte, wenn man - um es mal deutlich zu beschreiben - ihn direkt an einen PC im LAN setzen würde.

Das gilt vergleichbar auch für den Zugriff auf ein NAS im Heimnetz, besonders wenn dort das root-Passwort identisch dem ist, welches man auch als unterprivilegierter Nutzer nutzt.

Man kann es nur immer wieder wiederholen:
Für ein Auto braucht man einen Führerschein, um einen PC ins Internet zu stellen leider nicht.

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Re: Fritz.Box wurde gehackt

Beitrag von rudy102 » 05.02.2014, 07:49

UM 2 Play 120Mbit
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Re: Fritz.Box wurde gehackt

Beitrag von toppi » 05.02.2014, 12:18

Hi SpaceRat,

vielen Dank für Deine ausführliche Erklärung!

Btw...mit Enigma2 Receivern kenne ich mich auch bestens aus ;)

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