Wichtig: Fritzbox 6360/6490 bei Ebay oder anderen Händlern

In diesem Forum geht es um die Router für Kabel Internet FRITZ!Box 6320, FRITZ!Box 6340, FRITZ!Box 6360, FRITZ!Box 6490 & FRITZ!Box 6590 Cable der Firma AVM.
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Re: Wichtig: Fritzbox 6360 bei Ebay oder anderen Händlern

Beitrag von tirah5 » 02.12.2013, 10:25

Es muss dringend, auch von Ebay,untersagt werden,derartige Hardware anzubieten.Es ist im höchsten Maße illegal und strafbar. Da gibt es auch,wie in diesem Forum vielfach erwähnt, keine Ausnahmen.
Jedes dieser Gerät ist und bleibt ein Mietgerät.Dafür und nur zu diesem Zweck wurde die Kabelbox entwickelt.
Verdanken können wir das der Kommunikationslobby,aber auch den Datenschutzrichlinien.

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Re: Wichtig: Fritzbox 6360 bei Ebay oder anderen Händlern

Beitrag von Kabelzecke » 02.12.2013, 11:27

tirah5 hat geschrieben:Es ist im höchsten Maße illegal und strafbar.
Kannst Du bitte den Paragraphen des Strafgesetzbuches nennen, gegen den hier verstoßen wird?

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Re: Wichtig: Fritzbox 6360 bei Ebay oder anderen Händlern

Beitrag von Jarry » 02.12.2013, 11:55

Die Dinger sind Hehlerware. Du kannst als Käufer an den Kisten kein Eigentum erwerben weil der "Verkäufer" das schon nicht hatte.
Und wenn man davon ausgehen konnte, dass das Hehlerware ist machst du dich der Beihilfe schuldig.

Einem Bekannten ist mal was ähnliches mit ner Hilti passiert. ER hatte da aber noch Glück, weil er die zu einem relativ normalen Preis bei ebay ersteigert hatte.

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Re: Wichtig: Fritzbox 6360 bei Ebay oder anderen Händlern

Beitrag von Kabelzecke » 02.12.2013, 12:05

Jarry hat geschrieben:Die Dinger sind Hehlerware.
Die Dinger sind vielleicht unbrauchbar, aber sicherlich keine "Hehlerware". Die Kabelfirma kann Schadenersatz für die Fritz-Box fordern, aber mit einer strafbaren Handlung hat das nichts zu tun.

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Re: Wichtig: Fritzbox 6360 bei Ebay oder anderen Händlern

Beitrag von Jarry » 02.12.2013, 15:51

Wenn ich mir bei Sixt ein Auto miete (nichts anderes sind die Kabel Fritzen, nämlich Mietgeräte) und das dann an irgendjemanden "verkaufe", mache ich mich der Unterschlagung Strafbar (§246 StGB)

Nichts anderes ist der "Verkauf" von gemieteten Kabelfritzen.

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Re: Wichtig: Fritzbox 6360 bei Ebay oder anderen Händlern

Beitrag von soniccaller » 11.08.2014, 15:33

Wenn ein Kunde seine Hardware nicht zurücksendet berechnet der Netzbetreiber dafür zum Beispiel 50€. Damit geht dann die Box in das Eigentum des Kunden über!!

Somit kann der diese verkaufen.

Somit ist die nicht unbedingt illegal!

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Re: Wichtig: Fritzbox 6360 bei Ebay oder anderen Händlern

Beitrag von tq1199 » 11.08.2014, 15:50

soniccaller hat geschrieben:Damit geht dann die Box in das Eigentum des Kunden über!!
Es gibt Netzbetreiber/Provider, die verkaufen bei Vertragsbeginn die FritzBox-cable an den Kunden. D. h. die FritzBox-cable ist und bleibt Eigentum des Kunden und darf/kann nach Vertragsende verkauft werden (... zwecks Benutzung z. B. als Briefbeschwerer).
Office Internet & Phone 50, AVM FRITZ!Box 6360 Cable (kbw) - FRITZ!OS 06.52 - , an Arris-CMTS, zusätzlich eine feste (statische, nicht per DHCP) IPv4-Adresse für meinen Server, am Bridge-Anschluss (kein Bridge-Modus, FB6360-cable wird ohne feste IPv4-Adresse als Router verwendet.)
Konfigurationsdatei der FritzBox: b2b-staticip1_50000_5000_ipv4_sip_wifi-on.bin
NTP_Provider_Interface_Spec_Unitymedia

AVM - IPv6 technical note

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Re: Wichtig: Fritzbox 6360 bei Ebay oder anderen Händlern

Beitrag von Bastler » 11.08.2014, 21:24

soniccaller hat geschrieben:Wenn ein Kunde seine Hardware nicht zurücksendet berechnet der Netzbetreiber dafür zum Beispiel 50€. Damit geht dann die Box in das Eigentum des Kunden über!!

Somit kann der diese verkaufen.

Somit ist die nicht unbedingt illegal!
Da stimmt nicht. Die 50 Euro sind Strafgebühr, damit kauft man die FB aber nicht...
Genau so wie Du beim Falschparken ein Knöllchen bekommst, aber dennoch unverzüglich wegfahren musst, obwohl du bereits "bezahlt" hast.
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Re: Wichtig: Fritzbox 6360 bei Ebay oder anderen Händlern

Beitrag von frankmuc » 01.02.2015, 02:40

Nicht alles, was hinkt, ist ein Vergleich. Ein noch unpassenderes Beispiel wie die Parkuhr gibt's ja schon gar nicht mehr.

Eine "Strafgebühr" von 50 € für eine gebrauchte FB 6360, die dann aber nicht gleichzeitig eine Eigentumsübertragung auf den Kunden vorsieht, ist meines Erachtens nicht mit dem BGB vereinbar, weil das eine unangemessene Benachteiligung des Kunden darstellen würde. Das nimmt jedes Gericht auseinander.

Man müßte sich die AGB des jeweiligen Anbieters durchlesen, ich würde bei einer Strafgebühr in dieser Höhe aber vom Zeitwert der Box und von einer Eigentumsaufgabe durch den Anbieter ausgehen und damit erwirbt der Kunde dann logischerweise eben doch Eigentum an der Box. Ansonsten würden die Anbieter die Boxen zurückfordern und gegen die o.g. Regelung könnte der Kunde auch rechtlich vorgehen.

Last but not least, wenn mir ein Ebayler eine Box mit unklarer Eigentumssituation verkauft oder gar Hehlerware, dann weiß ich davon nichts und kann in diesem Falle mein Geld zurück fordern. Strafbar macht sich der Käufer da so oder so nicht.

Bei Ebay werden zahlreiche 6360 als Neugerät und von gewerblichen Anbietern verkauft. Was man mit einer 6360 dann tatsächlich machen kann, hat mit der Fragestellung überhaupt nichts zu tun. Man muß das interne Kabelmodem ja nicht nutzen, hat dann aber trotzdem eine schnelle Fritzbox z.B. HINTER dem Kabelmodem des Anbieters.

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Re: Wichtig: Fritzbox 6360 bei Ebay oder anderen Händlern

Beitrag von Bastler » 01.02.2015, 09:46

Hier hinkt nichts und der Vergleich passt sehr genau. Ich habe auch noch einen anderen, den Du (extra für diesen einen Beitrag hier in einem 5 Monate altem Thema angemeldet) vielleicht auch kapierst.
Last but not least, wenn mir ein Ebayler eine Box mit unklarer Eigentumssituation verkauft oder gar Hehlerware, dann weiß ich davon nichts und kann in diesem Falle mein Geld zurück fordern. Strafbar macht sich der Käufer da so oder so nicht.
Man kann an Hehlerware kein Eigentum erwerben. Konnte man noch nie und kann man auch heute nicht.
Selbst wenn man nicht weiß, dass es Hehlerware ist, ändert das nichts daran. Man macht sich dann eventuell nicht strafbar, aber der Verkauf ist dennoch ungültig, sprich die Ware geht an den Eigentümer zurück und auf dem Schaden bleibt man sitzen.

Nun zum Beispiel, das noch besser passt:
Z.B. Autoverleih. Du leihst dir ein Auto, die AGB sehen vor, dass bei nichtrückgabe eine Strafgebühr gezahlt werden muss.
Mit Zahlung der Strafgebühr erwirbst du den Leihwagen auch nicht.
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Re: Wichtig: Fritzbox 6360 bei Ebay oder anderen Händlern

Beitrag von mauszilla » 01.02.2015, 10:52

Finde es sehr belustigend, das hier immer wieder behauptet wird, das ALLE FB-Cabel Helerware wäre.
Leute, man kann die durchaus neu mit Garantie erwerben
http://www.amazon.de/AVM-FRITZ-Box-6360 ... B0058SVNM8
Diese so erworbenen kann man somit genauso legal weiter verkaufen.

Das es sich bei Ebay beim Großteil um Mietgeräte handelt kann man durchs anschauen allenfalls daran erkennen, wenn auf dem Foto auf der Box UM oder KBW steht.
Nur ist selbst das nicht unbedingt ein Indiz für eine Illegale Handlung.
Bei den FB weiß ich es nicht, jedoch kann man bei UM diverse Hardware auch Käuflich erwerben wie z.B. die Horizon Box. Da steht auch UM drauf und ist doch Eigentum, was ich verkaufen darf.

Das diese Geräte bei UM oder KBW nicht Provisiert werden ist wieder ein anderes Thema und persönliches Pech des Käufers, der einfach kauft ohne Vorher nachzufragen ob das Sinn macht.
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Re: Wichtig: Fritzbox 6360 bei Ebay oder anderen Händlern

Beitrag von Bastler » 01.02.2015, 11:17

Das diese Geräte bei UM oder KBW nicht Provisiert werden ist wieder ein anderes Thema und persönliches Pech des Käufers, der einfach kauft ohne Vorher nachzufragen ob das Sinn macht.
Das ist eben KEIN anderes Thema, genau darum wurde dieses Thema gestartet!

Aber wieder mal ein Beispiel dafür, wie ein eigentlich gut gemeinter Thread (eben um unwissende Käufer vor bösen Überraschungen zu warnen, wenn UM die "irgendwie" selbst besorgte FB nicht freischaltet) zerredet wird...
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Re: Wichtig: Fritzbox 6360 bei Ebay oder anderen Händlern

Beitrag von mauszilla » 01.02.2015, 12:19

Dann warnt doch einfach davor, das die selbst gekaufte Hardware nicht nutzbar ist bei UM KBW.
Statt alle Verkäufe fälschlich als Illegal zu bezeichnen. Könnte man auch als üble Nachrede und im Fall von gewerblichen Händlern auch als Geschäftsschädigung bezeichnen.
Beides auch Straftaten ;)

Immer nach den Grundsatz, das Gegenteil von gut ist nicht schlecht, sondern gut gemeint ;)
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Re: Wichtig: Fritzbox 6360 bei Ebay oder anderen Händlern

Beitrag von frankmuc » 01.02.2015, 20:46

Eine "Strafgebühr" muss trotzdem dem vermeintlichen Schaden angemessen sein und darf keine Fantasiesumme sein. Solche Praktiken werden in den letzten Jahren in allen Bereichen durch die Gerichte in der Luft zerrissen. Wie z.B. auch die Bearbeitungsgebühren bei Krediten, das Verfallen von Telefonguthaben und und und.

Wie gesagt, bei 50 € gehe ich vom taxierten Zeitwert der Althardware aus und einer damit verbundenen Eigentumsaufgabe (Dereliktion § 959 BGB), was durch die Handlungen des Anbieters auch plausibel wird. Wäre die Box viel mehr als 50 € wert, würde der Anbieter diese mit ggf. rechtlichen Schritten zurückfordern. Anderenfalls steht Kunden der Rechtsweg offen und das mit guten Aussichten, die Summe nicht zu zahlen oder die Eigentumsverhältnisse in positivem Sinne geklärt zu bekommen. Hier liegt es am Kunden, die Sache zu klären. Ich als Kunde ginge davon aus, dass die Box mit Zahlung der 50 € in mein Eigentum übergeht (alleine schon bedingt durch die Höhe der Summe) und habe durch das kongruente Handeln des Anbieters auch keinen Grund, anderes zu vermuten.

Das Thema ist unter rechtlichen Aspekten sicher noch weiter auseinanderzunehmen, praktisch aber recht irrelevant. Ob und was man mit so einer Box anfangen kann, hängt vom Anbieter und den eigenen Anforderungen ab. Ich als Käufer so eines Gerätes würde mir hinsichtlich der Eigentumsverhältnisse keine Gedanken machen. Es steht dem Anbieter frei, die Box zurückzufordern und dem Kunden die 50 € zu erstatten - ansonsten ist davon auszugehen, dass der ehemalige Kunde Eigentum erworben hat.

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Re: Wichtig: Fritzbox 6360 bei Ebay oder anderen Händlern

Beitrag von frankmuc » 01.02.2015, 20:52

@Bastler:

Dein Vergleich mit dem Autoverleih hinkt schon wieder gewaltig. Du versuchst hier, mit immer unpassenderen Beispielen, deinen Standpunkt zu untermauern. Vielleicht kapierst du hier auch einfach nicht, daß der Verkauf/Kauf von solchen Geräten eben MITNICHTEN illegal ist.

Ein Leihwagen ist xx Tausend € wert und durch eine nicht ordnungsgemäße Zurückgabe z.B. an einem falschen Ort werden weitere BETRIEBS- und Personalkosten verursacht. Diese Gebühren haben dann sowas von überhaupt nichts mit einer gebrauchten Hardware zu tun, bei der es lediglich um den Zeitwert und ggf. Rückgabe geht.

Dem Anbieter entstehen bei der Fritzbox im Falle der Nichtrückgabe NUR die Kosten in Form des Zeitwertes - und die wird meines Erachtens in Form der 50 € (in diesem Bereich bewegen sich auch die Auktionserlöse auf Ebay) in Rechnung gestellt und damit ohne explizite Bestätigung das Eigentum an den Kunden übertragen.

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Re: Wichtig: Fritzbox 6360 bei Ebay oder anderen Händlern

Beitrag von conscience » 01.02.2015, 21:24

Dem Anbieter entstehen bei der Fritzbox im Falle der Nichtrückgabe NUR die Kosten in Form des Zeitwertes - und die wird meines Erachtens in Form der 50 € (in diesem Bereich bewegen sich auch die Auktionserlöse auf Ebay) in Rechnung gestellt und damit ohne explizite Bestätigung das Eigentum an den Kunden übertragen.

Falsch, es entstehen hier weitere Kosten für den Anbieter, z.B. in den Kundensystemen; Gehälter usw.

Ich (meine persönliche Meinung) gehe davon aus, da Unitymedia den Kunden darauf hinweißt, dass die Fritz Box nur ein Mietgerät ist, der Kunde das Gerät nicht legal weiterverkaufen kann (es ist nur in seinem Besitz); durch die Zahlung von 50€ geht m.E. die Box nicht in sein Eigentum über. Der Käufer kann daher dieser Ware nicht legal erwerben; eventuell kommt hier der Befriff "gutgläubig" in Betracht (meine Meinung).

Wenn es sich tatsächlich so verhalten sollte, dass nämlich die Box "ohne explizite Bestätigung (in) das Eigentum an den Kunden übertragen" wird, dann kann der Kunde nie sicher sein, Eigentum erworben zu haben!!
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Re: Wichtig: Fritzbox 6360 bei Ebay oder anderen Händlern

Beitrag von frankmuc » 01.02.2015, 21:38

"Falsch, es entstehen hier weitere Kosten für den Anbieter, z.B. in den Kundensystemen; Gehälter usw."

Das ist unter rechtlichen Aspekten wiederum auch genau falsch. Laufende Fixkosten wie Gehälter, Buchhaltung etc. sind keine berechnungsfähigen Mehrkosten. Daher dürfen solche Kosten z.B. auch bei Mahnungen EBEN NICHT aufgeschlagen werden, da diese Kosten normale Betriebskosten sind. Ich bleibe dabei, es entstehen dem Unternehmen keine berechnungsfähigen Unkosten außer dem Zeitwert der Hardware. Den Kundendatensatz zu aktualisieren und alle administrativen Vorgänge wären so oder so angefallen. Für ein Schreiben per Post 50 € zu fordern, das zerreißt dir jedes Gericht in der Luft. Ich wiederhole mich.

Und wie gesagt, es liegt am betroffenen Kunden, die Sache zu klären, wenn er es denn unbedingt geklärt haben möchte. Ich würde den Anbieter um eine Stellungnahme hinsichtlich der Eigentumsverhältnisse bitten und darauf hinweisen, dass ich eine Strafgebühr in Höhe von 50 € ohne Eigentumsübertragung als nicht mit dem BGB vereinbar ansehe und dagegen mit rechtlichen Schritten vorgehen würde.

Aber das ist nur Theorie, denn ich bin nicht betroffen. Und was hier ohnehin gilt, ist der alte Grundsatz: wo kein Kläger, da auch kein Richter. Ich möchte nicht wissen, in welchem Werte Hardware fälschlicherweise verschickt und dann nicht zurückgefordert wird. Das ist dann weder "Hehlerware" noch gibt es da ein echtes Problem.

Ich kenne mich mit rechtlichen Dingen aus beruflichen Gründen ganz gut aus und hätte als betroffener Kunde fast schon Spaß daran, diesen Fall zu bearbeiten. Meine Rechtschutzversicherung würde diesen Fall sicher äußerst gerne übernehmen. Aber leider bin ich nicht betroffen ;-)

hoffes
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Re: Wichtig: Fritzbox 6360 bei Ebay oder anderen Händlern

Beitrag von hoffes » 02.02.2015, 00:18

übrigens...
Es stimmt nicht, dass eine bei eBay ersteigerte Box nicht freigeschaltet werden kann.
Es stimmt jedoch, dass der Support diese eigentlich nicht freischalten möchte.
...wenn es anders wäre, könnte ich diese Nachricht jetzt nicht hier eintragen :-)

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Re: Wichtig: Fritzbox 6360 bei Ebay oder anderen Händlern

Beitrag von conscience » 02.02.2015, 00:21

keine berechnungsfähigen Mehrkosten

Aber das hast Du später eingeführt,und aus betriebswirtschaftlicher Sicht dürfte das Aufwand sein :winken:

Und ich habe nie von Hehlerware gesprochen.
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Re: Wichtig: Fritzbox 6360 bei Ebay oder anderen Händlern

Beitrag von frankmuc » 02.02.2015, 00:42

Was meinst du mit "später eingeführt"? Wer hat was später eingeführt?

Und nein, reguläre Fixkosten wie Gehälter, Buchhaltung, Korrespondenz sind generell _nicht_ als Mehrkosten anzusehen, die dem Kunden in Rechnung gestellt werden können. Grundsatzurteile dazu gibt es genug.
Dazu bedarf es keiner weiteren Grundsatzdebatte.

Im konkreten Falle geht es um ein einziges Anschreiben mit der Aufforderung zur Rückgabe der Hardware, das von einem fest angestellten Mitarbeiter erstellt wird. Die berechnungsfähigen Kosten wären hier, wie bei einer Mahnung, im Bereich von 62 Cent für das Porto bis meinetwegen 2-3 €, wenn man den Umschlag etc. einberechnet.

Davon abgesehen: wenn vertraglich vereinbart ist, daß die Hardware nach Vertragsende zurückgegeben werden muß, dann ist das zunächst einmal für beide Seiten bindend. Kommt der Kunde dieser Forderung nicht nach, dann wäre das normale Vorgehen, die Rücksendung einzufordern, den Warenwert in Rechnung zu stellen bzw. den Rechtsweg einzuschlagen. Um dem zu entgehen und den Aufwand zu begrenzen, wird eine Pauschale von 50 € erhoben und die Box damit quasi abgeschrieben. Gleiches wäre auch der Fall, wenn der Kunde die Box z.B. beim Umzug verliert, beschädigt oder sonstige Ereignisse passieren.

Ich bleibe dabei, daß der Kunde in diesem Falle nach Treu und Glauben von einer Eigentumsübertragung ausgehen kann. Bei diesem Betrag ist alles andere nicht plausibel und auch nicht mit dem BGB vereinbar.

Und außerdem: a) zwingt den Kunden niemanden, die Box einzubehalten und die 50 € zu zahlen. Und b) hindert niemanden den Anbieter daran, die Rückgabe auf rechtlichem Wege zu erzwingen.

Last but not least kann ich Betroffenen nur empfehlen, es einmal auszuprobieren. Wer die 50 € bezahlt hat, kann a) nach der Eigentumssituation fragen oder b) die Rückgabe der Box nach Rückzahlung der 50 € anzubieten. Eine Strafgebühr in Höhe von 50 € für nichts ist sicher für jeden Anwalt einen herzlichen Lacher wert.

Von meiner Seite aus ist der Käse damit gegessen. Ich bin nicht betroffen und die rechtliche Seite ist für mich ziemlich eindeutig. Wer dazu andere Meinungen vertritt, kann das tun, was aber für die rechtliche Seite so relevant wie der Sack Reis in China ist :smile:

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Re: Wichtig: Fritzbox 6360 bei Ebay oder anderen Händlern

Beitrag von mauszilla » 02.02.2015, 07:22

Steitet euch nicht, ein Blick in die AGB reicht und es gibt keine Strafgebühren, sondern lediglich wie frankmuc anführte ein Zeitwerter Schadenersatz.
b) Soweit der Kunde aufgrund eines von ihm zu vertretenden Umstandes seiner Rückgabeverpflichtung
gemäß Ziff er 4.15 der AGB nicht nachkommt sowie bei Verlust, den der Kunde zu vertreten hat,
ist der Kunde verpflichtet, dem Kabelnetzbetreiber pauschaliert Schadensersatz für jede nicht an den
Kabelnetzbetreiber zurückgesandte FRITZ!Box gemäß Preisliste sowie für jedes andere Stück Hardware
Wertersatz in Höhe des jeweils im Zeitpunkt der Rückgabeverpflichtung bestehenden Restwertes der
jeweiligen Hardware zu leisten. Es ist dem Kunden unbenommen, geltend zu machen, dass dem Kabelnetzbetreiber
ein niedrigerer oder überhaupt kein Schaden entstanden ist.
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Re: Wichtig: Fritzbox 6360 bei Ebay oder anderen Händlern

Beitrag von hajodele » 02.02.2015, 07:55

hoffes hat geschrieben:übrigens...
Es stimmt nicht, dass eine bei eBay ersteigerte Box nicht freigeschaltet werden kann.
Es stimmt jedoch, dass der Support diese eigentlich nicht freischalten möchte.
...wenn es anders wäre, könnte ich diese Nachricht jetzt nicht hier eintragen :-)
Wie hast du denn das geschafft?
Du bist der Erste, der das berichtet!

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Re: Wichtig: Fritzbox 6360 bei Ebay oder anderen Händlern

Beitrag von mauszilla » 02.02.2015, 08:11

Die Frage ist eher, welche Nachteile man davon hat.
Möchte mir den Servicestreit um die Kosten bei einer Störung gar nicht erst vorstellen. Eigene Hardware = eigenes Risiko. Zur Verfügung gestellte Hardware = kein Risiko.
Kommt aus dem gemieteten Modem nicht das was ich gebucht habe, nerve ich solange bis es geht. Eigene Hardware, immer der Streit wer schuld ist.
Denke da nur an die Odyssee bis die 100 Mbit hier ankamen und die "netten" SMS das es an meinem Router liegen würde.
Mindestens 14 Tickets und 3 Technikereinsätze die ich sonst wohl hätte selber Zahlen müssen. Nein Danke.
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frankmuc
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Re: Wichtig: Fritzbox 6360/6490 bei Ebay oder anderen Händle

Beitrag von frankmuc » 02.02.2015, 21:52

Was das Konfigurieren der Box angeht, geht es doch nur darum, ob man die nötigen Einstellungen vom Anbieter mitgeteilt bekommt und diese selbst eintragen kann oder nicht. Außerdem könnte es auch noch sein, daß der Anbieter die Seriennummer des Gerätes, MAC oder ähnliches erst freischalten muß, so daß die Box erst gar keine Verbindung bekommt.

Für mein Cisco EPC3212 gibt es z.B. einen Login, den ich aber nicht kenne, die Standard-Logins aus dem Internet nicht funktionieren und den mir der Anbieter auch nicht mitteilt. Insofern könnte ich diese Einstellungen eben nicht einfach 1:1 in eine Fritzbox übertragen, weil mir die Zugangsdaten fehlen. Ein Blick ins Handbuch der 6360 zeigt auch, daß für die Kabelmodem-Einstellungen überhaupt keine Benutzereingaben möglich sind, d.h. das kann nur über Auto Provisioning oder Export/Import gehen.

Was aber funktionieren sollte wäre ein Export der kompletten Einstellungen aus einer Kabelbox vom Anbieter und aus dem Export kann man die Einstellungen ja auslesen, da das Klartext ist. Das müßte man einfach ausprobieren. Man könnte eine 6360 für einen Monat mieten, die Einstellungen auslesen und in die eigene 6360 importieren und das Mietgerät wieder kündigen ;-)

Außerdem kommen Firmware-Updates bei den Kabelboxen vom Anbieter selbst und nicht von AVM. D.h. die FW-Version muß dann sicher auch passen.

Technisch gesehen also viel Gefrickele mit offenem Ausgang. Ob's den Aufwand wert ist, sei mal dahingestellt.

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Re: Wichtig: Fritzbox 6360/6490 bei Ebay oder anderen Händle

Beitrag von Bastler » 02.02.2015, 22:34

Was aber funktionieren sollte wäre ein Export der kompletten Einstellungen aus einer Kabelbox vom Anbieter und aus dem Export kann man die Einstellungen ja auslesen, da das Klartext ist. Das müßte man einfach ausprobieren. Man könnte eine 6360 für einen Monat mieten, die Einstellungen auslesen und in die eigene 6360 importieren und das Mietgerät wieder kündigen ;-)
Nein, das geht nicht. Das Config-File für den Modemteil wird nicht mit gespeichert.
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