QAM 64 im Upload

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Andreas1969
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Re: QAM 64 im Upload

Beitrag von Andreas1969 » 13.09.2016, 08:37

MartinP_Do hat geschrieben:Das kommt mir sehr bekannt vor - findet man bei den Meldungen unter dem Reiter "Weitere Informationen" auch t3 Timeouts o. Ä.?
Jawoll, z.B. der hier:
12.09.16 09:33:22 No Ranging Response received - T3 time-out

Gruß Andreas
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MartinP_Do
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Re: QAM 64 im Upload

Beitrag von MartinP_Do » 13.09.2016, 09:10

Ich habe diese Seuche ungefähr vom Jahreswechsel bis in den Mai hinein gehabt. Die Fritzbox war nie länger, als ein paar Tage am Stück mit dem Internet verbunden. Manchmal hat sie sich dann selbst resetted, manchmal musste man das Steckernetzteil abziehen, und wieder einstecken.

Ablauf war jedesmal: Irgendwann begannen die nicht behebbaren Fehler anzusteigen, die T3-Timeouts und andere Meldungen häuften sich, und die Internet-Verbindung brach letztendlich ganz zusammen.

Ein Ticket bei Unitymedia führte dazu, daß ein Techniker kam, ein paar Messungen machte, die 6360 gegen eine 6490 tauschte, und wieder abzog.

Danach habe ich dann selber angefangen zu basteln, weil der Tausch die Probleme nicht behoben hatte...

Als erstes habe ich festgestellt, daß die kleine Erdungsschiene für die gelb-grünen Leitungen an der BK-Hausverteilung wackelig auf der metallischen Grundplatte des Hausverteilers saß. Ich konnte durch Wackeln an der Schiene die Fritzbox zum Absturz bringen - Für sauberen Kontakt gesorgt. Keine Besserung, außer das Wackeln keinen Effekt mehr hatte.

Danach habe ich mir in der Firma ein Zangen-Amperemeter geliehen, und über den Schirm des Unitymedia-Erdkabels einen Strom von 1 .... 1,5 A gemessen.
Ein kleiner HIlfserder, durch den dünnen Estrich des Kellerbodens in den darunterliegenden Lehmboden geschlagen, und mit der obigen Erdungsschiene verbunden brachte nur geringe Verbesserungen - ich wähnte mich aber auf der richtigen Spur.
Habe mir dann bei Ebay einen zweiteiligen V4A Erder besorgt (3m Gesamtlänge), und neben der Haupterdungsschiene (die Große für das ganze Haus) 2 Meter abseits des 16 Jahre alten Kreuzerders aus verzinktem Stahl (den ich für vergammelt erachtete) in den Kellerboden getrieben und mit der HES verbunden. -> Keine gravierende Verbesserung.
Inzwischen war es Mitte Mai. Die Internet Störungen traten immer noch alle paar Tage auf...

Ende Mai gab es dann ein sehr starkes Gewitter mit einigen hörbaren Einschlägen in der Nähe. Danach war Ruhe! Keine Störungen mehr! Hätte nicht ein überladener Wäschetrockner den FI ausgelöst, wäre die Fritzbox wohl seitdem durchgelaufen.

So hat sie inzwischen eine Verbindungsdauer von 57 Tagen ohne Störung. Die nicht behebbaren Fehler sind über alle Kanäle ziemlich gleichmäßig auf ca 3000 angewachsen, ich vermute aber durch ein einmaliges Ereignis - irgendwann waren die Zähler plötzlich auf dem Stand, und änderten sich nicht weiter.

Bis auf den Umstand, dass sich die FB standhaft weigert, einen fünften Up-Kanal zu benutzen, bin ich zufrieden.

Letztendlich ist meine Theorie, daß sich ein störendes Gerät in meinem Kabelsegment befunden hat, und das Gewitter dieses Gerät "gegrillt" hat. Jetzt ist jedenfalls Ruhe.

Zu den T3-Timeouts - mein laienhaftes Verständnis: Die FB und der CMTS "unterhalten" sich über die Qualität der empfangenen Signale. Die Messwerte werden vom jeweiligen Gerät genutzt, und die Pegel auf den einzelnen Kanälen nachzuregeln.
Ein Timeout tritt wohl immer dann auf, wenn diese "Unterhaltung" einmal nicht stattfinden konnte. Tritt das sehr sporadisch auf, sollte die Regelung trotzdem noch funktionieren. Gib es da andauernde Probleme (eine Flut von Timeouts) wird die Verbindung wohl irgendwann ganz abbrechen, weil nicht Nachgeregelt werden kann ...
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Re: QAM 64 im Upload

Beitrag von Andreas1969 » 13.09.2016, 09:35

Ich würde da jetzt eher auf ein Gerät im gesamten Segment tippen, welches massiv Störungen einstrahlt.
Teilweise habe ich 10 Tage am Stück keinerlei Fehler,
dann häuft sich das auf einmal. Wenn es dann zuviel wird,
reagiert die Box mit einem Reboot.
Meistens geht das Sonntags Abend los,
und da hängen wahrscheinlich schlagartig mehr Geräte im Segment, da zu diesem Zeitpunkt die ganzen Studenten in der Stadt wieder einfallen nach dem Heimatkurzurlaub.

Schirmstrom ist bei mir nicht der Fall, habe das mit einer Leckstromzange (das ist eine spezielle Schirmstromzange) schon gemessen.
Da fließen nur wenige mycro Ampere.
Ausserdem habe ich die komplette Elektroinstallation incl. Potentialausgleich vor 9 Jahren komplett erneuert, die
ist definitiv sauber.

Gruß Andreas
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Re: QAM 64 im Upload

Beitrag von MartinP_Do » 13.09.2016, 10:33

Doppelposting
Zuletzt geändert von MartinP_Do am 13.09.2016, 10:35, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: QAM 64 im Upload

Beitrag von MartinP_Do » 13.09.2016, 10:34

In diesem "geerdeten" Plastik-Gehäuse links oberhalb der Multimediadose sitzt ein doppelt galvanisches Trennglied (für Schirm und Seele). "Geerdet" ist dort die Abgangsseite des Trenngliedes.

Die gesamte Strecke vom UM-Erdkabel bis zu diesem Plastik-Gehäuse - insbesondere das weiße Verbindungskabel inclusive angebauter Stecker zwischen BK-Hausanschlusskasten und diesem Trenngliedgehäuse - hat keinerlei Verbindung zum Haus Potentialausgleich.
Deshalb können bei Dir keine Ausgleichsströme über den Mantel des Erdkabels fließen.

Da ist der Blitz-Aufkleber auf dem Berührungsschutz-Gehäuses des Trenngliedes gerechtfertigt - Anfassen des Kabelschirms oder Steckergehäusen im Bereich zwischen Trennglied und Kellerwand könnte gefährlich werden, wenn außerhalb des Hauses irgendetwas nicht stimmt....
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Re: QAM 64 im Upload

Beitrag von Andreas1969 » 13.09.2016, 12:58

Die Messung hatte ich seinerzeit schon gemacht, als das galvanisch Trennglied noch nicht vorhanden war. Das wurde erst bei der letzten Störungsmeldung Ende 2015 nachgerüstet. Der Fehler lag aber an einer defekten Muffe in der Strasse und der Techniker hat das nur nachgerüstet, da es neuerdings Vorschrift wäre und er aufgrund meiner Störungsmeldung eh im Haus war, hatte aber nichts mit dem eigentlichen Fehler zu tun.

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Re: QAM 64 im Upload

Beitrag von Bastler » 13.09.2016, 20:59

MartinP_Do hat geschrieben: Der Monteur hatte wohl keine Blech-Grundplatte mehr - dafür aber eine ganze Menge orangene Aufkleber mit Blitzen :D :D :D

Zumindest ist ein doppeltes galvanisches Trennglied installiert ...

Was mich irritiert ist, daß zwischen dem Erdungsblock und der Multimediadose kein Abzweiger montiert..

Bei mir ist der TAP/Abzweiger ein technetix ET-1-8+/N mit einer Auskoppeldämpfung von 8,5 dB.
Am Stammausgang hängt der NIF und dahinter ein Abschlusswiderstand.
Am Abzweig hängt dann wiederum die Multimediadose.
Dafür hat bei mir der Techniker das doppelt galvanische Trennglied "vergessen"...
An der Menge der Blitzaufkleber, und auch an der Tatsache, dass diese auch auf Bauteilen angebracht sind, wo sie absolut nichts zu suchen haben und sogar irrefühend sind (PA-Schiene!) kann man sofort erkennen, welche Firma das gebaut hat (ich sag nix :zwinker: ).
In das genannte Gebiet komme ich aber nicht mehr so oft, aber es war schon auffällig dort...

Welchen Sinn soll ein Abzweiger zwischen Dose und Verstärker haben, wenn nichts abgezweigt wird? Nichts, also ist das so schon korrekt, wenn eine Dose mit passender Auskoppeldämpfung verbaut ist.
Das mit dem "Blind"-Abzweiger macht man nur dann, wenn der Verstärker zu groß gewählt ist für die nachfolgende Hausdämpfung um den Verstärker nicht im Eingang dämpfen zu müssen.
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Re: QAM 64 im Upload

Beitrag von Andreas1969 » 13.09.2016, 21:31

Bastler hat geschrieben:An der Menge der Blitzaufkleber, und auch an der Tatsache, dass diese auch auf Bauteilen angebracht sind, wo sie absolut nichts zu suchen haben und sogar irrefühend sind (PA-Schiene!) kann man sofort erkennen, welche Firma das gebaut hat (ich sag nix ).
Dann sag ich's mal:
Das war Einkabel :D

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Re: QAM 64 im Upload

Beitrag von addicted » 14.09.2016, 09:11

Ging aus dem Bild ja auch schon hervor ;)

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Re: QAM 64 im Upload

Beitrag von Andreas1969 » 14.09.2016, 09:21

:bumper:
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Re: QAM 64 im Upload

Beitrag von MartinP_Do » 14.09.2016, 10:42

Andreas1969 hat geschrieben:Die Messung hatte ich seinerzeit schon gemacht, als das galvanisch Trennglied noch nicht vorhanden war. Das wurde erst bei der letzten Störungsmeldung Ende 2015 nachgerüstet. Der Fehler lag aber an einer defekten Muffe in der Strasse und der Techniker hat das nur nachgerüstet, da es neuerdings Vorschrift wäre und er aufgrund meiner Störungsmeldung eh im Haus war, hatte aber nichts mit dem eigentlichen Fehler zu tun.

Gruß Andreas
Daß da gravierende Mantel-Ströme auftreten, kann an der Netzform des lokalen Energieversorgers liegen. Hier bei mir liegt ein TNC-S Netz vor. Da kommt nur ein vieradriges Kabel ins Haus, mit kombinierten PE/N - Leiter..
Da sind die Ausgleichsströme über das vermaschte Erdungssystem schon einmal deutlich höher, als in moderneren Netzformen...
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Re: QAM 64 im Upload

Beitrag von Andreas1969 » 26.09.2016, 21:34

Heute ist´s mal wieder ganz schlimm mit den unkorrigierbaren Fehlern.
Die Internetseiten laden auch sehr träge, Speedtest zeigt aber die vollen 200 Mbit´s an.

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Re: QAM 64 im Upload

Beitrag von Andreas1969 » 26.09.2016, 22:01

Bei meiner 6360, die an einem Standort 5 km weiter steht, ist die Zahl der unkorrigierbaren Fehler weitaus geringer, obwohl die schon 30 Tage ohne Resync läuft.

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Gruß Andreas
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Re: QAM 64 im Upload

Beitrag von Sailes » 13.05.2017, 23:31

Kann mir einer sagen was man denn da machen kann wenn der rückwegkanal störend läuft.
Und wieso ich ab und an 64 qam habe und alles perfekte läuft und wenn alle auf 16 wieder fallen alles schlecht läuft kann mir einer sagen wieso die immer schwanken?
Kann man deshalb kündigen weil ich zahle für ne 120 mbits leitung und brauche in der nacht um etwas zu laden von 10 gb ungefähr 5 std.
Wäre nett wenn jmd antwortet.
Danke im voraus

Reiner_Zufall
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Re: QAM 64 im Upload

Beitrag von Reiner_Zufall » 14.05.2017, 08:14

Was verstehst du unter "läuft schlecht".

Ein bisschen mehr Infos wären vorteilhaft.
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Re: QAM 64 im Upload

Beitrag von addicted » 14.05.2017, 11:06

Sailes hat geschrieben:
13.05.2017, 23:31
Und wieso ich ab und an 64 qam habe und alles perfekte läuft und wenn alle auf 16 wieder fallen alles schlecht läuft kann mir einer sagen wieso die immer schwanken?
Das hängt von der Signalqualität des Rückweges in Deinem Segment ab. Unter welchen Bedingungen genau umgeschaltet wird ist nicht öffentlich bekannt; die Information bringt aber auch nichts, weil Du die Faktoren dafür als Endkunde nicht beeinflussen kannst.

Irgendein Download kann schon mal langsam sein. Du solltest mit verschiedenen Speedtests (ideal der von UM und Speedtest.net) zu verschiedenen Uhrzeiten testen und ausserdem Deine Signalwerte (Signalstärke und Qualität der einzelnen Kanäle und Fehlerraten/-zahlen) überprüfen. Du kannst auch gut einen neuen Thread dafür aufmachen.

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Re: QAM 64 im Upload

Beitrag von GoaSkin » 14.05.2017, 18:57

Bei mir ist es schon länger der Fall, dass manche Upload-Kanäle mit 64 QAM moduliert sind. Aber wie manche Leute hier schon erkannt haben, sind vielphasige Modulationen nur möglich, wenn die Leitungsqualität bis zur (COAX-)Gegenstelle dies her gibt. Je mehr QAM, desto eher sorgen Störfaktoren dafür, dass das Signal am anderen Ende nicht mehr verwertbar ist, zu denen u.A. die Anzahl der Verbindungselemente und die Kabellänge der COAX-Strecke zählen. Es wird Übergabepunkte geben, an denen eine Modulation mit 64 QAM nicht möglich ist.

Dass in die Downlink-Richtung mit 256 QAM gearbeitet werden kann, liegt vor allem daran, dass die Hardware in der Kopfstelle von vorne herein ein viel saubereres Signal zurecht modulieren kann, als das popelige Endgerät beim Kunden zu Hause.
Es gibt drei Fleischsorten: Beef, Chicken und Veggie. Von welchem Tier die kommen? Von garkeinem, sondern aus der Packung.

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Re: QAM 64 im Upload

Beitrag von MartinP_Do » 15.05.2017, 09:01

Neben der hochwertigeren Hardware im CMTS ist die Situation für das CMTS im Kabelsegment auch günstiger: Es ist auf den Downstream Kanälen der einzige Sender im Kabelsegment. Die Kabelmodems sollten sich die Bandbreite als Sender im Upstream zwar reihum teilen, aber ob das immer so gut klappt ...
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