Andauerndes "fremdes Störsignal"

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Fnordson
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Andauerndes "fremdes Störsignal"

Beitrag von Fnordson » 08.11.2018, 00:45

Hallo,

ich habe seit Mai immer wieder in unregelmäßigen Abständen Probleme mit meinem Anschluss.
Der übliche Ablauf sieht so aus, dass die Leitung sehr langsam wird, massiv Pakete verloren gehen, das Telefon nicht erreichbar ist und dann bricht die Leitung zusammen (falls die Leitung noch steht während ich anrufe, und angewiesen werde das Modem neuzustarten, verbindet dieses überhaupt nicht mehr nach dem Neustart).

Ein traceroute zu google.de sieht dann z.B. so aus:

Code: Alles auswählen

traceroute to 172.217.18.3 (172.217.18.3) from 109.90.xxxx, 30 hops max, 38 byte packets
1 * * *
2 * * *
3 * * *
4 * 84.116.138.237 30.000 ms *
5 * * *
6 213.46.177.42 0.000 ms * *
7 * 108.170.251.129 0.000 ms 108.170.252.1 10.000 ms
8 * * *
9 172.217.18.3 10.000 ms * 20.000 ms
[trace_route finish !]

Code: Alles auswählen

traceroute to 172.217.18.3 (172.217.18.3) from 109.90.xxxx, 30 hops max, 38 byte packets
1 * * *
2 80.69.105.48 0.000 ms 0.000 ms *
3 84.116.197.245 10.000 ms * *
4 * 84.116.138.237 490.000 ms *7
5 * * *
6 * * *
7 * * 108.170.251.129 0.000 ms
8 74.125.37.99 0.000 ms 0.000 ms 74.125.37.125 0.000 ms
9 172.217.18.3 10.000 ms * 10.000 ms
[trace_route finish !]

von einem Ping kommen dann ggf. 3 aus 10 durch.

Ich habe bisher jedes Mal das Problem gemeldet und bekommen jedes Mal eine andere Theorie zum Problem.

Manchmal (vor allem Anfangs) heißt es aus der SMS:
...in Ihrem Anschlussbereich liegt eine Beeinträchtigung durch ein fremdes Stoersignal vor....
Laut SMS wurde das Problem dann immer angeblich beseitigt. Trat jedoch weiterhin in den letzten Monaten auf. Es dauert unregelmäßig lang und als ich es mal nicht gemeldet hatte, hörte es auch nach einigen Stunden auf.
Zwischendurch waren Sie der Meinung es sei mein altes Cisco, das wurde dann gegen die ConnectBox getauscht. Hat jedoch das Problem nicht gelöst.

Ich hatte einmal Techniker draußen an dem Verteiler getroffen die auch wegen dem Problem da waren, sie konnten aber zu dem Moment nichts feststellen.
Es waren auch Techniker im Haus, haben alles vermessen. Keine Störquellen gefunden.

Ich verzweifle so langsam. Da ich von zu hause arbeite, bin ich auf eine stabile Leitung angewiesen. Habe jedoch das Gefühl als würde ich jedes Mal wenn ich dort anrufe bei Null anzufangen.
Gibt es etwas was ich da noch tun kann damit da ernsthaft an einer Lösung gearbeitet wird? Ich nehme an, dass diese Störsignal-Theorie zutrifft und das Problem in einem Nachbarhaus hervorgerufen wird (ich glaube sie hatten sogar einmal eine Hausnummer genannt, finde die SMS aber nicht mehr, erwähne es aber jedes Mal wenn ich da anrufe).
Können die da nichts machen? Wie kommen solche Störsignale überhaupt zustande? Was muss ich mir darunter vorstellen?

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Andreas1969
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Re: Andauerndes "fremdes Störsignal"

Beitrag von Andreas1969 » 08.11.2018, 06:05

Fnordson hat geschrieben:
08.11.2018, 00:45
Gibt es etwas was ich da noch tun kann damit da ernsthaft an einer Lösung gearbeitet wird? Ich nehme an, dass diese Störsignal-Theorie zutrifft und das Problem in einem Nachbarhaus hervorgerufen wird (ich glaube sie hatten sogar einmal eine Hausnummer genannt, finde die SMS aber nicht mehr, erwähne es aber jedes Mal wenn ich da anrufe).
Du selbst kannst da nichts tun, auuser Du wechselst den Provider (DSL) :traurig:
Fnordson hat geschrieben:
08.11.2018, 00:45
Können die da nichts machen?
Ja klar können die was machen, UM könnte das Haus, aus dem die Einstrahlungen kommen, komplett vom Netz nehmen :winken:
Denken gehört zu den schwersten Dingen, die man tun kann. Vielleicht ist das der Grund, warum es so Wenige tun. :kratz:
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Re: Andauerndes "fremdes Störsignal"

Beitrag von Exiver » 08.11.2018, 12:19

Dazu muss UM aber auch wissen, wer der Störer ist. Wenn die Störquelle unregelmäßig und nicht dauerhaft auftritt hat man dann immer das Problem, dass man zum Zeitpunkt des Problems vor Ort sein muss. Dann kommt noch dazu, dass dir in dem entsprechenden Haus irgendjemand Zugang zum Technikraum gewähren muss. Ingresssuche ist echt nicht spaßig. Noch weniger spaßig ist es für die Kunden, die am Node oder VrP hängen..

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Re: Andauerndes "fremdes Störsignal"

Beitrag von boba » 08.11.2018, 15:26

Das "Störsignal" dürfte eine Einstrahlung sein. Sowas kann passieren, wenn irgendwo die Abschirmung der Koax-Leitung beschädigt ist. Auch wenn an einem Stecker oder Verteiler die Abschirmung nicht rundum geht. Früher hat manchmal jemand mit einem kurzen Draht statt mit einem Koax-Kabel ein paar cm überbrückt. An den Stellen, an denen die Abschirmung fehlt, wirkt der Draht bzw. Innenleiter wie eine Antenne und empfängt HF-Signale von außen, die im Kabel dann zu Störungen mit dem Kabel-Internet Signal führen. Beispielsweise DVB-T liegt auf demselben Frequenzbereich wie Kabel-Internet, das kann stören. Möglicherweise auch Microwellenöfen mit defekter Abschirmung, aber da weiß ich nicht ob die Frequenzen übereinstimmen. Letzteres bzw. irgendein anderes elektrisches Gerät mit HF-Abstrahlung würde allerdings deine periodischen Störungen erklären. Wäre es etwas kontinuierliches wie DVB-T, dann wäre die Störung permanent vorhanden.

Kabel ist ein shared medium, d.h. alle Häuser und Wohnungen in einem größeren Bereich hängen an demselben Kabelstrang. Irgendwo in dem Bereich ist die Ursache der Störung. Der Suchbereich ist also sehr groß. Den Ort der Einstrahlung zu finden gleicht einer Sisyphusarbeit, von daher ist es nicht verwunderlich, wenn die Techniker bisher nichts gefunden haben. Wenn die Störung gerade nicht aktiv ist, dann ist da einfach nichts zu finden.

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Re: Andauerndes "fremdes Störsignal"

Beitrag von Menano » 08.11.2018, 15:38

Meistens sind die Einstrahlungen aber im Netz von Unitymedia. Zumindest hier waren des Öfteren schon Rückkanalstörungen (Partial Service und so) und schuld war eigentlich immer ein Verstärker im VrP auf der Straße von Unitymedia. Bis Unitymedia das aber merkt vergehen meist ein paar Wochen. Ich mache einfach immer, wenn ich nur noch 2-3 Upstreamkanäle (sprich nur noch 20-30 Mbits) die mit 2Tb Uploads zu mit der Hoffnung, dass dann mehr Leute im Ort Störungen melden.
Zuletzt geändert von Menano am 08.11.2018, 15:43, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Andauerndes "fremdes Störsignal"

Beitrag von Andreas1969 » 08.11.2018, 15:40

Menano hat geschrieben:
08.11.2018, 15:38
Ich mache einfach immer wenn ich nur noch 2-3 Upstreamkanäle (sprich nur noch 20-30 Mbits) die zu mit 2Tb Uploads mit der Hoffnung dass dann mehr Leute im Ort Störungen melden.
Nicht schlecht Herr Specht, gute Idee :super: :mussweg:
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Re: Andauerndes "fremdes Störsignal"

Beitrag von Fnordson » 09.11.2018, 09:13

Das mit dem DL werde ich auch mal angehen.
Ich verstehe auch, dass das viel Arbeit ist den Fehler zu finden und, dass man sich Zugänge zu den anderen Häusern verschaffen muss etc. aber das sollte ja trotzdem machbar und nicht mein Problem sein oder sehe ich das falsch?
Ich meine, da haben ja Leute einen Job solche Sachen zu fixen....

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Re: Andauerndes "fremdes Störsignal"

Beitrag von Andreas1969 » 09.11.2018, 09:23

Fnordson hat geschrieben:
09.11.2018, 09:13
aber das sollte ja trotzdem machbar und nicht mein Problem sein oder sehe ich das falsch?
Das siehst Du genau richtig.
Denken gehört zu den schwersten Dingen, die man tun kann. Vielleicht ist das der Grund, warum es so Wenige tun. :kratz:
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Re: Andauerndes "fremdes Störsignal"

Beitrag von boba » 09.11.2018, 12:31

Im Prinzip hast du Recht. Du bist der Kunde und hast Anspruch auf einen einwandfreien Anschluss. Du kannst und solltest darauf bestehen. Die Erklärung soll nur verdeutlichen, wieso das nicht im Handumdrehen behoben wird.

Man bekommt, wofür man bezahlt: einen hunderte-Megabit-Anschluss für eine Handvoll Euro ist halt nur dann anzubieten, wenn auch der Betrieb und die Instandhaltung des Netzes nur eine Handvoll Euro kostet. Das beinhaltet eine so dünne Besetzung mit Technikern wie nur irgend möglich. Die kommen gerade hinterher, die Standardprobleme zu bearbeiten. Aufwendige Probleme wie deines stehen dann hinten an, bzw. werden nicht umfassend bearbeitet, weil die Zeit nicht reicht. Das soll eine Nichtlösung nicht entschuldigen, nur erklären. Wenn so eine Störung bei mir auftreten würde, würde ich jedenfalls so lange der Hotline auf die Nerven gehen, mindestens 1x täglich, bis das behoben ist. Dabei zwar bestimmt auftreten, aber immer freundlich bleiben - mit Höflichkeit kommt man immer weiter.

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Re: Andauerndes "fremdes Störsignal"

Beitrag von Fnordson » 09.11.2018, 13:00

Ich rufe brav immer an wenn es auftritt, bewerte immer den Support entsprechend dem geleisteten Service und fülle die Umfragen aus die mir geschickt werden.
Ich wurde auch schon von einem QM Manger angerufen.
Leider hat das nicht wirklich geholfen.

Ich frage mich ob es möglich wäre nach all der Zeit vielleicht um eine finanzielle Erstattung zu bitten.
Vielleicht würde das irgendwo höher Anklang finden.
Hat da jemand Erfahrung damit gemacht? Kann man das bei der Hotline anfragen oder lieber schriftlich?

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Re: Andauerndes "fremdes Störsignal"

Beitrag von boba » 09.11.2018, 13:57

Das mit den Erstattungen scheint komisch geregelt zu sein. Ich hatte vor einigen Monaten einen Ausfall, der irgendwann nachts begann und mittags behoben wurde. Ich rief vormittags bei der Hotline an und wurde über einen bereits bekannten globalen Ausfall informiert, irgendwo durch irgendwelche Kabelarbeiten verursacht, und dass das in Arbeit wäre und im Laufe des Tages wieder gehen würde. Wäre für mich mit der Info bereits in Ordnung gewesen. Kaputte Kabel kann es immer mal geben.
Mir wurde allerdings 15 Euro als Entschuldigung von selbst von der Hotline zugesagt und auch gutgeschrieben. Möglicherweise weil ich, um (bevor ich das mit dem globalen Ausfall wusste) der Sache ein klein wenig Schub zu geben, erwähnte, dass dadurch mein Tagesplan komplett durcheinander gegangen sei, weil ich Home Office geplant hatte, was nun nicht möglich war, und stattdessen in die Firma fahren musste.

Dein Problem scheint mir deutlich schwerwiegender zu sein. Du hast bisher keine Gutschrift als Entschuldigung angeboten bekommen?

Das mit der Bewertung nach einem Anruf übrigens hilft dir nicht bei einer möglichen Eskalation eines ungelösten Problems. Du bewertest hier vor allem die Leistung der Hotline, nicht die Leistung eines Technikereinsatzes. Also das Gespräch. Das geht in einen großen Statistik-Topf, um berechnen zu können, ob die Firma, die den Callcenter-Support stellt, ihre SLAs einhält. Das technischste, was dort herauskommt, ist eine Statistik über die häufigsten Probleme oder die mit den längsten Gesprächsdauern. Aber individuelle Störungen, egal wie schlimm sie sind, werden da eher nicht extrahiert und berichtet.

Ich würde mal irgendwo auf der Unitymedia-Webseite schauen, ob es einen Menüpunkt gibt, bei dem man eine Beschwerde einreichen kann.
Ich habe sowas bei der Telekom mal gemacht, nachdem sich eine Störung trotz mehrfacher Meldungen über Monate hingezogen hat, und die Sache wurde am Tag danach final und zu meiner vollsten Zufriedenheit gelöst - in einer Art und Weise, die man bereits am ersten Tag der Störung hätte tun können.

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