UM vs Sat

Hier geht es um alle digitalen TV- und Radioprogramme, die von Unitymedia ins Kabelnetz eingespeist und selbst vermarktet werden (inklusive ARD Digital und ZDFvision).
Moses
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Re: UM vs Sat

Beitrag von Moses » 21.12.2010, 14:41

kris26 hat geschrieben:
chrissaso780 hat geschrieben: Die Zukunft ins Spiel zubringen ist schon wichtig.
Wer hat schon lust vor allem bei Sat zb. 1000€ für die Anlage auszugeben und dann stellt man in 5 Jahren fest das keiner mehr Sat haben will weil Sat technologisch gesehen gegenüber den anderen Kabel Anbieter nicht mehr mithalten kann.

Mich würde das schon ärgern.
Deshalb ist die frage nach der Zukunft schon wichtig.
Sicher ist die wichtig!
kris26 hat geschrieben:Jetzt lass doch einfach mal die multimedialen Aspekte außen vor und beschränke dich nur auf das Hauptthema -> Fernsehen!
Das ist die Frage, wie lange gibt es denn Fernsehen noch in der Form, wie wir es kennen? T-Entertain hat damit schon nicht mehr viel zu tun und ist IP basiertes TV. Der Vorteil liegt auf der Hand: Es wird nur übertragen, was auch empfangen wird. Damit ist auch die nächste Entwicklungsstufe schon eingeleitet (die bei T-Entertain in Form der "Bibliothek", oder wie das heißt schon angefangen hat): Es wird gesendet, was verlangt wird. Und schon ist man bei IP basiertem Video on Demand.

Sicher kann da Sat auch noch mit spielen... auch über Sat-Transponder kann man IP Pakete verschicken und dann mit seiner Schüssel im Garten empfangen. Aber hier hat Kabel ganz klar die Nase vorne: Über's Kabel ist es ungleich einfacher IP Pakete wieder zurück zu schicken. Also ist VoD viel einfacher realisierbar... für Sat braucht man einen gesonderten Rückkanal und hat dann noch zusätzlich hohe Latenzen. Im Kabel hat man den Rückkanal fast im ganzen Netz und minimalste Latenzen. Damit kann die Bandbreite viel dynamischer genutzt werden.

Ob sich das durchsetzen kann, oder nicht, hängt natürlich auch davon ab, wie viele Leute sich einfach "berieseln" lassen wollen und wie viele entscheiden wollen, wann sie was sehen. Es gibt da durchaus Leute, die damit Probleme haben, sich zu überlegen, was sie jetzt gucken wollen, und die einfach nur stupide durchzappen, bis sie irgendwo hängen bleiben. Da bietet natürlich die momentane Struktur Vorteile. ;)
kris26 hat geschrieben:Man ist einfach an niemanden gebunden und kann tun und lassen was man will.
Natürlich bist du an jemanden gebunden. Es ist ziemlich naiv, dass du das nicht wahrhaben willst: Du bist als deutscher Sat-gucker an SES Astra gebunden, eine Luxemburger Firma, die auch Gewinn erwirtschaften will. Wenn die "scheiße baut", wie z.B. Grundverschlüsselung einführen zu wollen, dann können die das machen. Zack, fertig, Ende, Aus. Wenn die sagen: Sky Deutschland, das übertragen wir nicht weiter, das geht eh bald pleite, dann ist das so, zack, Ende, fertig, aus. Ob das passiert, oder nicht, kannst du nur minimal beeinflussen... Du bist genauso an einen einzelnen Anbieter gebunden, wie bei UM. Der Unterschied ist nur, dass du auch noch hohe Investitionen tätigst, um diese Bindung einzugehen und keinerlei Druckmittel wie "Kündigung" hast.
kris26 hat geschrieben:Will ich Sky komplett, buche ich es einfach dazu. Will ich HD+, buche ich es einfach. Will ich irgendwelche ausländischen Programmpakete, buche ich sie einfach. Ich kann mir einen Satellitenreceiver aussuchen welchen ICH will, und nicht welchen UM mir vorschreibt. Zumindest was das alles angeht, tanze ich nach meiner eigenen Pfeiffe und nicht nach der von UM.
Das geht auch bei UM... dir fehlt hier nur die Fähigkeit zur Abstraktion. Du kannst aus dem kompletten Angebot aussuchen, was du haben willst und es buchen (dein erster Punkt). Du kannst alle Receiver nutzen, die du willst mit der gleichen Einschränkung: Dass sie mit dem Verschlüsselungssystem klar kommen (dein zweiter Punkt). Da besteht vom Konzept her kein Unterschied. Der Vorteil, den du hier siehst, ist der, dass das Angebot bei SAT anders (und für dich scheinbar passender) ist.

Übrigens ist es überhaupt nicht einfach möglich ausländische Programmpakete zu buchen. Sehr viele nehmen überhaupt keine Kunden aus Deutschland an (z.B. ORF, SF, die Niederländer und, soweit ich weiß, auch die Franzosen nicht)... und dann kommt noch das, was mischobo sagt, dazu: schon allein für alle deutschen Pakete bräuchtest du mehrere Smartkarten (Sky, HD+, MTV) und entsprechende Unterstützung verschiedener Verschlüsselungssysteme. Wenn dann noch ausländisches dazu kommt, musst du schon eine Batterie an Receivern haben oder eine ausgefeilte Technik dahinter stehen haben... da hat UM einen ganz klaren Vorteil, dass es eine Verschlüsselungsplattform gibt und gut ist. Das werden die Sky-Sat-Kunden auch noch schmerzlich merken, wenn HD+ sich mehr und mehr durchsetzt. ;)
kris26 hat geschrieben:Desweiteren kostet keine Satanlage 1000€. Du gehst natürlich direkt vom Extremfall aus.
Das ist Quatsch. Wenn du einfach nur irgendwie TV gucken willst, kommst du natürlich mit weniger aus... aber wenn du eine umfangreiche Verkabelung haben willst, mit mehr als 4 Endgeräten und ggf. noch mehreren Tunern in einem Raum, dann bist du schnell jenseits der 1000€. Ich bin inklusive meinen vier DVB-S2 Tunern für meinen PC, Quad-LNB, Schüssel und Halterung auch bei knapp 1000€ gelandet und da war kaum Verkabelung nötig, da die Tuner alle konzentriert im Zimmer hinter der Schüssel stehen. Wenn erst noch Strippen gezogen werden müssen...
Und Stichwort ausländische Pakete: Wenn die Schüssel dann noch "schielen" soll oder verschiedene Schüsseln für verschiedene Satelliten her sollen oder gar ein System mit Drehmotor... dann ist man auch ganz schnell in noch höheren Preisregionen. Natürlich bleibt der Vorteil: Du kannst das alles machen, und das Angebot vergrößert sich mit jeder Schüssel auch.

Aber, wenn du "einfach nur fernsehen" willst, kommst du auch problemlos mit dem Angebot und Receiver von UM klar, da muss man dann die 17,90€ gegen rechnen, klar. Da muss man schon auf derselben Ebene rechnen... aber wenn man auf der Ebene rechnet, dann ist wirtschaftlich das sinnvollste DVB-T. Fertig. ;)
kris26 hat geschrieben:Die Digitalisierungsquote liegt bei DVB-S bei knapp 80%, bei Kabel Digital nur bei knapp 38%!!!!! Die Satkunden scheinen zumindest technisch auf dem aktuelleren Stand zu sein, als die meisten Kabelkunden, die scheinbar noch immer mit analog durch die Gegend gurken. Soviel dazu das Sat keiner haben will und es technisch nicht mehr up-to-date ist. Die Kunden bremsen die Kabelanbieter, und die Kabelanbieter bremsen die Kunden.
Was hat jetzt die Digitalisierungsquote wieder damit zu tun? Warum die bei Sat höher ist, ist auch vollkommen klar: Sat-Gucker waren schon immer dazu gezwungen einen Receiver zu kaufen. Dass die schon seit > 10 Jahren digital sind, ist den allermeisten Leuten sicher nicht aufgefallen. Wahrscheinlich wissen > 50% der "digitalen" Satkunden nicht, dass sie digital gucken. Frag doch mal, wie viele Leute einen "digitalen Receiver mit Scartanschluss" für total albern halten. Und dann guckst du, wie viele von denen einen digitalen Satreceiver mit Scartanschluss an ihren alten TV gepappt haben/hatten. ;)
kris26 hat geschrieben:Das alles hier ist nur madig machen des DVB-S Empfangs. Die meisten sind halt angepisst weil sie keine anderen alternativen haben, also muss man UM halt loben und alles positiv sehen. Jeder der die Möglichkeit hätte, würde sofort auf DVB-S umsteigen.
Nein, das siehst du völlig falsch. Das zeigt ein Grundlegendes Weltbild Problem. Du machst alles richtig und alle müssen so sein, wie du, und wer irgendwas anders macht, als du, ist einfach nur doof...

Klar hat der DVB-S Empfang Vorteile. Insbesondere, wenn einem das Programm Angebot besser gefällt, ist das eine Überlegung wert umzusteigen. Auch, wenn man einen Einzelanschluss für 17,90€ gegen eine simple Ein-Zimmer-Satanlage rechnet, kommt UM da schlecht weg. Aber das heißt noch lange nicht, dass Sat für alle Leute das non plus ultra ist.
Für den ein oder anderen spielt das Programmangebot vielleicht keine so große Rolle. Der ein oder andere hat vielleicht ein größeres Haus, in dem er in > 4 Zimmern einen TV Anschluss haben will, die auch unterschiedliches gucken können. Sicher, da wird auch UM pro Monat teurer (3,90€ pro Zimmer), aber die Kosten für eine vernünftige Satanlage inklusive vernünftiger Verkabelung und Receiver explodieren da schnell, wenn man nicht alles selber machen kann / will. Beim Kabel ist die Flexibilität da viel höher... da reicht für TV sogar eine einfache Baumstruktur, was gegenüber der notwendigen Sternstruktur bei Sat schon enorm sparen kann. Das teuerste ist Kabelverlegen.

Klar gibt es Argumente für DVB-S... aber die "Unabhängigkeit" ist keins davon. Auch das Kostenargument muss man für seine eigene Situation durchrechnen. Das einzige Argument, was wirklich bleibt, ist die andere Programmauswahl und für eine begrenzte Zeit die fehlende Grundverschlüsselung bei den privaten in SD. Aber gerade, wenn PayTV für einen eine Rolle spielt, sollte man sich den Wechsel gut überlegen... da liegt bei Astra doch einiges im argen, wo man es bei UM durchaus besser hat.

Am Ende muss es jeder für sich entscheiden und deine Einstellung, dass alle Leute, die nicht auf DVB-S umsteigen "doof" sind, ist halt unerträglich falsch und einige deiner Ansichten sind fürchterlich naiv.
doubleuseven hat geschrieben:Einmal Sat immer Sat lautet meine Parole.
Quark... ich bin mit Sat groß geworden, und das mit einer durchaus potenten Sat Anlage. Als ich dann vom Dorf (kein Kabel) in die Stadt gezogen bin, hab ich den Kabelanschluss ausprobiert und möchte ihn nun nicht mehr missen. Im Moment hab ich sogar beides parallel und muss sagen: TV ist TV... ob das nun vom Sat oder aus dem Kabel kommt, ist ziemlich Wurscht. :P

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doubleuseven
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Re: UM vs Sat

Beitrag von doubleuseven » 21.12.2010, 15:42

@Moses

Ich würde es aber sehr missen da ich Sender empfangen möchte die ich über Kabel nicht empfangen kann. Z.b. XXX, Dr. Dish oder Sky HD.

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Re: UM vs Sat

Beitrag von feller6098 » 21.12.2010, 15:46

Hier werden wieder ziemlich Äpfel mit Birnen verglichen.

Wieviele Receiver hab ich bei UM zur Auswahl? Wieviele bei Sat?
Wieviele Sender bei UM? Wieviele bei Sat?

Und zu den Kosten. 1000 EUR finde ich recht viel. Geht deutlich günstiger.

Aber wenn wir mal Dein Beispiel nehmen. Mit 4 Empfangsgeräten. Dann bist Du bei UM übrigens schon bei über 400 EUR im Jahr.

P.S. Ich bin übrigens nicht grundsätzlich gegen Kabel. Es gbt sicher Kunden, für die es eine gute und vernünftige Wahl ist. Für mich ist es das nicht.

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Re: UM vs Sat

Beitrag von starchild-2006 » 21.12.2010, 16:27

Wie sieht es den bei UM mit Pro Sieben HD oder RTL HD etc. aus?

Sender die sehr viele Kunden sehen möchten, und dies sind KEINE EXOTEN SENDER WIE BON GUSTO, sondern Sender die viele Leute sehen möchten aber die Kabelanbieter nicht gebacken bekommen diese einzuspeisen :wut:

Bei Sat suche ich unter einem der zig HD+ Receiver mir den aus der mir passt und gut getestet ist und kann Sie sofort und im ersten Jahr UMSONST sehen.

Bei Unitymedia kann ich mir nur die HD Box mieten und habe keine HD+ Sender in Form von Pro Sieben HD etc und schau in die Röhre, dabei gibt es diese Sender schon ÜBER JAHR!!!!!!!!!!!!!!!!! :wut:

Soviel zu aktuellen HD Empfang bei Unitymedia :wut:

Seit 1 Jahr können SAT Kunden wenn Sie wollen und ICH will die Privaten HD Sender sehen nur UM Kunden schauen in die Röhre und wir werden nicht das erste Jahr die umsonst zu sehen bekommen, obwohl wir ja die UM Box haben.

Und kommt nicht die sind im Preis inbegriffen, viele HD* Receiver gibts nur mit den Privaten HD* und gut und ist auch gut wenn man sofort und OHNE 24 Monate ZWANGSVERTRAG wie bei UNITYMEDIA ÜBLICH sich binden muß!!

Sat Kunden können bei MM für 29€ alle SKY Sender und HD Sender bekommen und was bekommt man für 29€ bei UM die Kabelgrundgebühr und Basic und die HD Box echt Klasse :D

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Re: UM vs Sat

Beitrag von bubi09 » 21.12.2010, 16:38

starchild wie es (das Kind) leibt und lebt. Hat kurz vor Weihnachten die Fett- und Großschreibtaste wiedergefunden.
starchild-2006 hat geschrieben:Wie sieht es den bei UM mit Pro Sieben HD oder RTL HD etc. aus?

Sender die sehr viele Kunden sehen möchten, und dies sind KEINE EXOTEN SENDER WIE BON GUSTO, sondern Sender die viele Leute sehen möchten aber die Kabelanbieter nicht gebacken bekommen diese einzuspeisen :wut:
Wieviele diese Sender sehen möchten (also explizit die HD Versionen) können wir hoffentlich nächstes Jahr von der HD Plus GmbH erfahren, sofern die sich trauen, Zahlen zu veröffentlichen.

starchild-2006 hat geschrieben:Bei Sat suche ich unter einem der zig HD+ Receiver mir den aus der mir passt und gut getestet ist und kann Sie sofort und im ersten Jahr UMSONST sehen.
Seit wann gibt es HD+ Receiver geschenkt?

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Re: UM vs Sat

Beitrag von kris26 » 21.12.2010, 16:41

Mal Spaß bei Seite Starchild. Wie oft muss man dir eigentlich sagen, das auch im ersten Jahr die HD+ Sender nicht wirklich kostenlos sind?? Ich gehe mal davon aus das du ein erwachsener Mann bist, naja mehr oder weniger, aber selbst zu dir müsste es doch nach 20 mal sagen durchgedrungen sein, das die HD+ Sender im ersten Jahr NICHT KOSTENLOS sind!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!
Equipment:
TV: Panasonic TH42-PZ700
Player: Playstation 3
Receiver: Dreambox DM800SE
Empfang: TechniSat Multytenne (Astra 19.2°, Hotbird 13°, Astra 23.5°, Astra 28,2°, Eurobird 28.5°)

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Re: UM vs Sat

Beitrag von Regius » 21.12.2010, 16:55

starchild-2006 hat geschrieben:Bei Unitymedia kann ich mir nur die HD Box mieten und habe keine HD+ Sender in Form von Pro Sieben HD etc und schau in die Röhre , dabei gibt es diese Sender schon ÜBER JAHR!!!!!!!!!!!!!!!!! :wut:

Soviel zu aktuellen HD Empfang bei Unitymedia :wut:

Seit 1 Jahr können SAT Kunden wenn Sie wollen und ICH will die Privaten HD Sender sehen nur UM Kunden schauen in die Röhre und wir werden nicht das erste Jahr die umsonst zu sehen bekommen, obwohl wir ja die UM Box haben.
Wen du eh immer in die Röhre schaust bringen dir die HD+ Sender im Kabelnetz eh nichts, weil ein Röhrenfernseher meines wissens nicht in der lage ist HDTV wiederzugeben. :smile:
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Moses
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Re: UM vs Sat

Beitrag von Moses » 21.12.2010, 17:06

feller6098 hat geschrieben:Wieviele Receiver hab ich bei UM zur Auswahl? Wieviele bei Sat?
Die Zahl ist kleiner, aber auch durchaus ansehnlich... es gibt schon einen ganzen Haufen DVB-C Receiver mit CI Slot und darunter auch für ziemlich exotische Wünsche Geräte.
feller6098 hat geschrieben: Aber wenn wir mal Dein Beispiel nehmen. Mit 4 Empfangsgeräten. Dann bist Du bei UM übrigens schon bei über 400 EUR im Jahr.
Wie kommst du auf über 400? Ich rechne (17,90 + 3,90 + 3,90 + 3,90) * 12 = 355.20. Dabei ist noch nicht eingerechnet, dass man bei jährlicher Zahlungsweise auf alles einen 3% Rabatt bekommt. Mit dem Rabatt kann man 3 Jahre lang Kabel TV gucken statt 1000€ in eine Schüssel + Empfangsgeräte zu investieren.

Wobei es ja bei Sat auch nur eine Momentaufnahme ist, dass man da nichts zahlen muss. Wahrscheinlicher ist, dass man "in Zukunft" (wer weiß schon, wie weit die weg ist... Nach dem Willen der Sender wäre das schon heute so) mindestens die 50€ (oder 60€?) im Jahr pro Receiver rechnen muss, also immerhin schon 200€ im Jahr. Und dann ist die Preisdifferenz zur Sat-Anlage schon deutlich kleiner... Zugegeben, in den 3,90€ ist auch kein HD drinnen, aber wie die Privaten HD Programme geschaltet werden, steht ja auch noch nicht fest. Dafür ist aber auch überhaupt nicht klar, wie lange die SD Programme auf Astra noch unverschlüsselt sind, wenn sich HD+ erstmal als Plattform etabliert.
Und mit Abo Sendern sollten wir jetzt nicht anfangen zu rechnen. Das darf dann doch jeder persönlich durchrechnen. ;)

Gerade, wenn man auf lange Zeit rechnet (was man halt bei der höheren Anfangsinvestition eher tut), sind bei der Sat Anlage doch schon einige Unsicherheiten mit drinnen. Und die hängen halt an genau einem Unternehmen (wie im Kabelnetz auch), und dass dieses Unternehmen weniger sichtbar ist, macht die Sache schlimmer, nicht besser.

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Re: UM vs Sat

Beitrag von doubleuseven » 21.12.2010, 18:06

Wie witzig doch enige hier sind.

Immer diese Rechenbeispiele was billiger und günstiger ist.

1000 Euro für Sat, LNB,HD Receicer,Kabel unsw.?

Da hat man den aber sowas von reingelegt.

Ich komme grade mal auf 700 Euro Schüssel 100 cm, HD+ Receiver + 4 LNBs.

Naja man sollte sowas auch nicht alles im Satladen kaufen sondern bei ebay.

Sollte ich irgendwann mal einen kleinen Vorgarten besitzrn dann hängen die 4 LNBs nicht an einer Schüssel sondern jeweils 1 LNB an jeweils einer 100 cm Schüssel.

So hat nunmal jeder sein Hobby was nunmal Geld kostet und Sat gehört eines zu meinen Hobbies wo ich auch gerne mal Geld für ausgebe.

Immer noch besser als sich jedes WE in einer Disco oder Kneipe die Kante zu geben.

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Re: UM vs Sat

Beitrag von Porky1 » 21.12.2010, 18:48

Haste denn alles bedacht?Twin tuner.Doppelt Kabel verlegen und so weiter.Wenn man es richtig machen
will kostet es doch was.Mna kann es günstig machen wenn es selber verlegt und nicht alles
vom Fachbetrieb machen läst.Wenn schon Sat dann würde ich es gleich richtig alles verlegen lassen
und nicht so halbe halbe.

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Re: UM vs Sat

Beitrag von chrissaso780 » 21.12.2010, 19:26

Die 1000 Euro von mir waren vielleicht etwas hochgegriffen.
Ich wollte hier auch nicht irgendeiner weise Sat schlecht machen und Kabelfernsehen als das ultimative hinstellen.

Wollte doch nur wissen welches Potential in der Sat Technologie noch vorhanden ist.
Was die Kabeltechnologie insbesondere die Glasfaserleitung noch zu leisten vermarg ist mir bekannt.

Auch wenn einer geschrieben hat bitte nur Fernsehen und nicht Multimedia. Ich zweifel ob man das in der Zukunft noch voneinander getrennt werden kann.
Welcher Zuschauer währe nicht gerne sein eigener Programmchef. Wo man nicht nur sich den Sender aussuchen kann sondern auch bestimmen k ann wan man was zu welcher Uhrzeit sehen möchte.

Das ist doch vielleicht etwas zu sehr Zukunfts Orientiert.

Im moment würden mir viel eher die DSL Anbieter sorge bereiten.
Wenn die weiter in den TV Markt vorstoßen und ihre Kombipakete verkaufen dann werde wohl der ein oder andere Satseher wechseln.

Kombipakete wo man dann zum Internet und telefon kostenlos Fernsehen dazu bekommt. Dann wir natürlich die Investitionen in einer Sat Schüssel stark hinterfragt und bestimmt auch nicht getätigt.

Vor allem mit der Wlan Technologie ist dann Fernsehen vom Standort aus sehr flexibel, ohne ein blödes Kabel verlegen zu müssen.

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Re: UM vs Sat

Beitrag von doubleuseven » 21.12.2010, 19:35

@Porky1

Meinst du ehrlich ich stehe auf Kabel,F-Stecker und Receiver mit Schüssel aus dem Baumarkt für 100€? :brüll:

Und Sehr gute und Profesionelle Sat-Finder Kann man sich ausleihen gegen Geld oder vom Kollegen wenn einer sowas besitzt ausleihen. :kafffee:

Habe doch geschrieben Sat gehört eines zu meinen Hobbies und da sollte für mich ein Kabel verlegen wohl das wenigste Problem sein.


Aber der Sat pennt auch nicht die stellen grade auch wieder so langsam um.

Es gibt jetzt mitlerweile schon optische Glasfaser LNBs.

Ist leider nur noch alles etwas zu teuer.

http://www.eg-sat.net/product_info.php/ ... -lwl-.html
Zuletzt geändert von doubleuseven am 21.12.2010, 19:43, insgesamt 1-mal geändert.

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Re: UM vs Sat

Beitrag von SpaceRat » 21.12.2010, 19:41

Nu, bei der Berechnung der Kosten einer Sat-Anlage scheiden sich die Geister.

Richtig gemacht sind die 1000 EUR schon realistisch, und das ist - außer bei ganz kleinen Anlagen - noch ohne Receiver. Man kriegt natürlich auch eine Ein-Empfänger-Anlage für 170 EUR an den Balkon gerotzt, aber dann stimmen die Ammenmärchen, die die Kabelnetzbetreiber über Sat verbreiten, wirklich.

Eine "Wohnungsinstallation" sieht etwas anders aus (Balkonhalter, Fensterdurchführung u.ä.), bei einer Installation ab EFH wäre die Installation aber grundsätzlich modular und vom Grundaufbau eigentlich immer:
100 EUR für den Spiegel (100cm) plus Quad-LNB
100 EUR für den Multischalter (8 Ausgänge)
50 EUR für vier Dreiloch-Antennendosen
150 EUR für 250m Twin-Coax-Kabel
200 EUR für Mast, Masthalterung, etc.
= 600 EUR

Dafür hätte man dann eine Installation, bei der an vier Stellen mit je einem Twin-Receiver alle Sender von einem Satelliten angeschaut/aufgenommen werden können.

Da können sich die Sat-Türken jetzt gerne sparen, einzelne Posten zu zerpflücken. Evtl. kommt man an die 4 Kathrein ESD32 auch für 44 EUR, evtl. braucht man aber eben auch mal 'ne Stange Rohr dazu. Und natürlich sind 250m Kabel üppig bemessen, aber wenn es am Ende nur 100m sind, so ist das 1x16mm² grün/gelb für den Potentialausgleich auch nicht umsonst.
Mit etwas Hirn sollte nachvollziehbar sein, was gemeint ist. Jedenfalls tauchen die an einem Punkt wegdiskutierten Cents an einem anderen eh wieder auf.

Bei größeren Anlagen werden dann im Bereich der eigentlich Sat-Anlage ein paar Sachen getauscht:
Multischalter mit mehr Ausgängen für mehr gleichzeitig anschließbare Geräte
und/oder
Multischalter mit je vier Eingängen zusätzlich je weiterem Satelliten (zzgl. je einem LNB je Sat und einer geeigneten Multifeed-Halterung)

Diese Zusatzgimmicks sind dann aber deutlich günstiger zu haben als der o.g. Grundstock:
So ein LNB kostet ~ 40 EUR, der Preisunterschied Multifeed-Halter zu Einfach-Halter kann komplett vernachlässigt werden, ein 17:16 Multischalter (17 Eingänge = 4 Satelliten + 1 terrestrisch, 16 Teilnehmer = 8 Twin-Receiver) kostet dann halt das Doppelte des o.g. 5/8ers und für die vorher schon eingeplanten Anschlüsse bleibt alles beim Alten.
Der Unterschied zwischen der Grundanlage "Nur Astra, max 4 Twin-Receiver" und der Sorglos-Anlage "Eurobird 9°E, Hotbird 13°E, Astra 1 19.2°E, Astra 3 23.5°E, max. 8 Twin-Receiver" beträgt also gerade mal knapp 250 EUR zzgl. 12 EUR (Kathrein ESD32) + Kabel für jede tatsächlich zusätzlich angeschlossene Dose. Bei noch mehr Teilnehmern kommt einfach nur ein kaskadierbarer Multischalter dazu ...

Die Nennung von Astra 3A/3B auf 23.5"E ist natürlich etwas frech ... der einzige Grund, sich darauf auszurichten, ist nämlich, daß man dort das gesamte Programm von Kabel Deutschland abgreifen kann, ansonsten findet man da primär Kasköppe.

Eine so geplante Anlage ist solide und realistisch gerechnet, wohl allerdings nur bei Eigenleistung. Dafür stört die sich allerdings auch nicht an Sturm, Regen und Schnee, auf die von den KNB angedrohten Empfangsprobleme muß man also verzichten. Auf die ständigen Ausfälle, weil mal wieder ein Kabel angebaggert wurde, allerdings auch. Für weite Teile NRWs und für Göttingen würde ich ohne mit der Wimper zu zucken eine deutlich höhere Verfügbarkeit garantieren, als es sie in der Vergangenheit bei ish/Unitymedia gab! Auf ganze Tage Ausfall wie in weiten Teilen NRWs letztes Jahr kommt man per Sat in Jahren nicht!

Wer mit umwerfend niedrigeren Zahlen um sich wirft, arbeitet so:
Schon im Katalog rostende Baumarkt-Schüssel am Besenstiel, Fensterdurchführung, Kabel in die Ecke gepfeffert und direkt per F-Stecker auf den Receiver.
So hat mir das ganz im Ernst jemand auf OK vorgerechnet ... "Sat-Schüssel habe ich ja schon genug in der Garage" (Das muß dann für jeden gelten ...), statt Sat-Dosen zu verwenden baumeln die Strippen lose aus der Wand (Sorry, Türken-Installation kann ich da nur sagen), etc. pp.
So installiert schafft man es evtl. tatsächlich, den Preis auf 500 EUR inkl. vom LKW gefallenen Twin-HD-Receiver zu drücken.
Receiver/TV:
  • Vu+ Duo² 4xS2+2xC / OpenATV 6.1@Samsung 50" Plasma
  • AX Quadbox HD2400 2xS2+2xC / OpenATV 6.1@Samsung 32" TFT
  • 2xVu+ Solo² / OpenATV 6.1
  • DVBSky S2-Twin PCIe@SyncMaster T240HD (PC)
  • TechniSat SkyStar HD2@17" (2.PC)
Pay-TV: Schwarzfunk, Redlight Elite Superchic, SCT 10, HD-, Sky
Fon: VF Komfort-Classic (ISDN), 2xFritz!Fon C4+Siedle DoorCom Analog@F!B 7390
Internet: UM 1play 100 / Cisco EPC3212+Linksys WRT1900ACS / IPv4 (UM) + IPv6 (HE)
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Re: UM vs Sat

Beitrag von doubleuseven » 21.12.2010, 19:50

Bitte keine Fensterdurchführung das ist das schlimmste was man machen kann.

200 EUR für Mast, Masthalterung???

Wer braucht 250 Meter Kabel für 150€?

Das nennt man mal abzocke pur.

Also ich habe sowas um sonst bekommen 4000 mm x 40 mm Durchmesser Stahlrohr.

Also die 200 € wie du geschrieben hast für Mast, Masthalterung kann man sich auch um sonst besorgen wenn man genug Leute kennt.

Nur wissen wie,wann,wo.

Das beste von dir sind ja die 16 Teilnehmer :brüll:

Die meisten hier Haben eine Familie und da reicht ein Single oder Twin LNB.

Wir wollen keine Hartz 4 Wohnungen verkabeln.

Mir reicht 4x ein Single LNB.
Zuletzt geändert von doubleuseven am 21.12.2010, 20:00, insgesamt 1-mal geändert.

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Re: UM vs Sat

Beitrag von doubleuseven » 21.12.2010, 19:59

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Re: UM vs Sat

Beitrag von SpaceRat » 21.12.2010, 20:25

chrissaso780 hat geschrieben:Die 1000 Euro von mir waren vielleicht etwas hochgegriffen.
Nö.
Sobald wir von mehr als einer Balkon-Antenne für nur ein Gerät reden, ist das realistisch.
chrissaso780 hat geschrieben:Im moment würden mir viel eher die DSL Anbieter sorge bereiten.
Wenn die weiter in den TV Markt vorstoßen und ihre Kombipakete verkaufen dann werde wohl der ein oder andere Satseher wechseln.
Ganz sicher nicht.
chrissaso780 hat geschrieben:Kombipakete wo man dann zum Internet und telefon kostenlos Fernsehen dazu bekommt. Dann wir natürlich die Investitionen in einer Sat Schüssel stark hinterfragt und bestimmt auch nicht getätigt.

Vor allem mit der Wlan Technologie ist dann Fernsehen vom Standort aus sehr flexibel, ohne ein blödes Kabel verlegen zu müssen.
Bloße Theorie.
Die Realität ist die, das der überwiegende Teil der Bevölkerung nicht einmal DSL16000 kriegen kann und das wird auch auf absehbare Zeit so bleiben.
Entertain mit DSL16000 kann gar nix: Ein Programm sehen, eines aufnehmen, das war's.

Für extrem Anspruchslose mag das reichen, aber sobald ein Fernseher im Kinderzimmer oder Schlafzimmer dazukommt, wird's schon duster.
Dabei ist noch gar nicht berücksichtigt, daß natürlich das Internet dabei in die Knie geht oder das Internet den Fernsehempfang stört, man hat also einen Entweder/Oder-Anschluß ...

Erst ab VDSL25 wird es für einen Single oder ein Pärchen langsam interessant ... sofern man mit der begrenzten Senderauswahl glücklich wird.

Die Werte aus der Praxis:
DSL 16 plus: 2 SD-Streams (oder ein 1 HD-Stream im TV-Archiv/ Videoload)
VDSL25: 3 SD-Streams / 1 SD-Stream und 1 HD-Stream
VDSL50: 4 SD-Streams / 3 SD-Streams und 1 HD-Stream / 2 HD-Streams

Das mag dem ein oder anderen reichen (In etwa 1% der Fernsehzuschauer nutzen IPTV, es könnten aber bestimmt auch doppelt oder dreimal so viele werden, also 3% :> ), aber über eine nette Spielerei kommt IPTV ohne vernünftige Internet-Anschlüsse nicht hinaus.
Die 4 SD-Streams nehme ich allein auf meinem einen iCord HD auf und davon könnte ich hier noch 11 Stück hinstellen!
Wenn ich auf dem iCord zwei HD-Streams aufnehme, dann kann ich trotzdem noch im Schlafzimmer 2 weitere SD-Streams nutzen, im Bad einen und mein Opa in seinem Zimmer noch einen und das sind alles auch nur Beschränkungen durch die Anzahl der Empfangsgeräte, die ich habe. Ich kann mir aber nahezu beliebig welche dazukaufen und auch nutzen.

Mit zunehmender Verbreitung von HD (Immerhin sind alle gängigen Hauptprogramme, also RTL, Pro7, Sat1, ARD, ZDF, ..., inzwischen prinzipiell in HD empfangbar) wird auch der Verweis auf die bis zu 4 SD-Streams immer mehr zu einem billigen Workaround und die nur 2 HD-Streams zählen. Sat ist es nämlich (nahezu) egal, ob ich HD oder SD gucke und die Anzahl der Endgeräte (im realistischen Rahmen) unbegrenzt.

Dabei darf man nie vergessen: VDSL50 ist ein Exotenprodukt, das nur ein Bruchteil der Bevölkerung kriegen kann. Vielmehr gibt es am anderen Ende ca. 20%, die nicht einmal Youtube-Videos ruckelfrei angucken können, ohne üppig vorab zu puffern (Kein DSL, DSL384, DSL768, DSL1000, DSL1500)!

Und eine halbwegs flächendeckende Versorgung mit wirklich breitbandigem DSL, wie es für IPTV nötig wäre, würde Abermilliarden kosten, immerhin habe ich Kabel-Internet nur deswegen, weil VDSL um's Verrecken nicht möglich ist!

Da ich auf echtes Festnetz (ISDN) nicht verzichten will, würde ich mit VDSL25 oder VDSL50 nämlich deutlich günstiger fahren:
Für 63,95 EUR/mtl. gibt's den kompletten Spaß, also ISDN+VDSL50, Telefon+Internet als Flat. Weil das ein Entertain-Paket ist (C&S VDSL erlaubt nach den AGB eine Geschwindigkeitsdrosselung) wäre sogar die IPTV-Spielerei dabei.
Mit VDSL25 wären es sogar nur 58,95 EUR und ich vergleiche mein 1play 64000 eher mit VDSL25 als mit VDSL50, denn die 64 MBit/s brauche ich nie, wohl aber ständig die 5 MBit/s Upstream.
So wie jetzt kostet mich der Spaß 28,95 EUR (Vaderfone ISDN plus DSL16000) plus 35 EUR für 1play 64000 = 63,95 EUR ... und das auch erst, wenn ich bei der Telekom weg darf, um zu Vaderfone zu wechseln.

Bei VDSL-Verfügbarkeit wäre ich eher nicht bei Kabel-Internet gelandet, sondern nutze es vorrangig eben deshalb, weil DSL eine unzureichend ausgebaute Alternativtechnologie ist.
Solange das so ist, stellt IPTV über DSL auch keinerlei Bedrohung für die KNB dar, da ist ja selbst DVB-T "mächtiger".
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  • 2xVu+ Solo² / OpenATV 6.1
  • DVBSky S2-Twin PCIe@SyncMaster T240HD (PC)
  • TechniSat SkyStar HD2@17" (2.PC)
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Fon: VF Komfort-Classic (ISDN), 2xFritz!Fon C4+Siedle DoorCom Analog@F!B 7390
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Re: UM vs Sat

Beitrag von SpaceRat » 21.12.2010, 21:10

doubleuseven hat geschrieben:Bitte keine Fensterdurchführung das ist das schlimmste was man machen kann.
Ich weiß :)
doubleuseven hat geschrieben:200 EUR für Mast, Masthalterung???
Wer braucht 250 Meter Kabel für 150€?
Ah, wie vorhergesagt, die Cent-Hin-und-Her-Schieber.

Zieh halt Deine paar Euro beim Mast, beim Masthalter und beim Coax-Kabel ab und ich sage Dir:
- Dachpfanne mit Mastdurchführung oder Blei, um eine zu formen
- Schelle für Potentialausgleich
- 1x16mm² (laufender Meter nienicht unter 1 EUR, realistischer 2 EUR)
- Hier 'n Stangenröhrchen, da 'n Stangenröhrchen
- Steckdose für die Multischalter
doubleuseven hat geschrieben:Das nennt man mal abzocke pur.
Nein, das nennt man solide kalkuliert.
Nicht-Abzocker mit "Wegen Betriebsaufgabe geschlossen" im Fenster gibt's natürlich immer.
doubleuseven hat geschrieben:Also ich habe sowas um sonst bekommen 4000 mm x 40 mm Durchmesser Stahlrohr.
Also die 200 € wie du geschrieben hast für Mast, Masthalterung kann man sich auch um sonst besorgen wenn man genug Leute kennt.
Und wenn man lange genug den Kopf gegen die Wand hämmert, kann man sich auch noch weiter selbst bescheißen.
Das ist wie mit der kostenlosen Freizeit, die man opfert. Freizeit hat immer mindestens den Wert, den man als Erlös durch Ableisten einer Überstunde erzielen könnte, nicht umsonst kannst Du bei der Kalkulation eines Hausbaus auch die Eigenleistung in den Kreditantrag reinkloppen!

Ein Luft- und Raumfahrtingenieur z.B. wäre schön blöd, wenn er auch nur einen Meter Kabel selber legen würde. Da sind nämlich die max. 50 EUR Stundensatz für den Elektrickser billiger als das vermeintliche "kostenlos" für den Ingenieur: In der Zeit, in der er die Arbeit "kostenlos" macht, die der Elektrickser in der einen Stunde a 50 EUR macht, hätte der nämlich mehr Geld netto verdient, als er dem Elektrickser zahlen muß.
doubleuseven hat geschrieben:Nur wissen wie,wann,wo.
Jor. Jeder kennt grundsätzlich jemanden, der in der Garage noch ein Stück passendes Rohr als Mast hat, das kostenlos hergibt und auch keinen anderen Gefallen dafür haben will.
Du erfüllst 100% das vorhergesagte Stereotyp von der Nuß aus OK, die Gratis-Satschüsseln verbaut, weil er die ja "schon in der Garage" hat.

Damit bist Du auch einer derjenigen, die nicht begreifen, wieso auch der Sprit teurer wird, der schon seit Tagen im Tank an der Tankstelle ist, obwohl der doch schon vor dem Preisanstieg in Rotterdam eingekauft wurde ...

Alles "Brauchbare" hat einen Wert, auch wenn Du es in einem geerbten Haus in der Garage findest.
Und sollte ich meine Anlage von 2 auf 4 Satelliten aufrüsten, dann gibt es deswegen auch keine "kostenlosen" Multischalter mit 9 Eingängen, nur weil ich die dann übrig habe.
doubleuseven hat geschrieben:Das beste von dir sind ja die 16 Teilnehmer :brüll:
Die Grundkonstellation enthielt 8 Teilnehmer, also 4 Twin-Receiver.
Durchaus realistisch: Wohnzimmer, Schlafzimmer, 2 Kinderzimmer oder 1 Kinderzimmer + 1 PC, usw. usf.
doubleuseven hat geschrieben:Wir wollen keine Hartz 4 Wohnungen verkabeln.
Angenehm. Wußte gar nicht, daß ich Hartz-IV-beziehe. Wir haben kaskadierte Multischalter für 24 Teilnehmer = 12 Dosen.
Logisch, nicht alle Dosen sind wirklich in Benutzung, sondern teilweise auch einfach nur als Reserve bei der Haussanierung vorgesehen worden oder nur einfach belegt. Es macht aber keinen nennenswerten Unterschied, ob ich Ausgänge für alle Dosen vorsehe oder ob ich auf den Speicher krabbeln und Kabel umstecken muß, wenn ich wirklich mal eine andere Dose belegen will.

Tatsächlich belegt sind momentan: Wohnzimmer durch Twin-Receiver = 2 Teilnehmer, Schlafzimmer durch Twin-Receiver = 2 Teilnehmer, Bad durch einfachen Receiver = 1 Teilnehmer, DG durch einfachen Receiver = 1 Teilnehmer, Büro durch eine Einfach-DVB-S-Karte = 1 Teilnehmer, macht 7 Teilnehmer.

Es würde also ein Multischalter mit 8 Ausgängen reichen, aber durch den ausreichend dimensionierten Multischalter brauche ich eben auch dann nicht
1. im DG den Schrank abrücken, damit ich
2. auf den Speicher krabbeln und
3. die Ausgänge für's Wohnzimmer mit den Kabeln zur Dose auf der gegenüberliegenden Seite des Wohnzimmers verbinden kann,
wenn ich das Wohnzimmer mal umstellen sollte.

Oder wenn ich mir eine Twin-Tuner-Karte für den PC gönne ...
Oder meiner Frau eine TV-Karte im PC spendiere ...
Oder wenn im Dachgeschoß auch mal ein Twin-Receiver zu stehen kommt ...
oder oder oder

Genauso ist das Haus auch (Cat6-)vernetzt, mit Telefonleitungen bestückt und die Klingelanlage angebunden: Mit Reserven.

Nichtsdestotrotz ändert sich auch bei einer Minimalausstattung mit "Nur Astra" und 8 Teilnehmern, von mir aus auch nur 6, nichts am Preis für die grundlegende Sat-Anlage aus meinem Beispiel. Es sei denn man prötelt rum.

Und weil wir mit etwas Hirn und vorausschauend arbeiten, haben wir auch für den Bund und die Länder, TV-Sender, etc. pp. gearbeitet und nicht für Hein Blöd den Herd angeschlossen.
Immerhin kann ich sagen, daß mindestens einer unserer ehemaligen Bundespräsidenten über "meine" Leitungen ferngesehen hat :)
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Re: UM vs Sat

Beitrag von doubleuseven » 21.12.2010, 21:49

Verstehe nur nicht was du mir damit jetzt sagen willst?!

Was du nennst an Preisen oder so Sachen wie Dachpfannen unsw. sowas brauche ich alles nicht.

Ich rede hier nicht von Hausbesitzer oder Eigentumswohnungen. Ich meine damit so wie es bei mir der Fall ist als Mieter in einer stinknormalen Mietwohnung.

Mir würde im Traum nicht einfallen in der ganzen Wohnung und im jedem Zimmer Kabel zu verlegen so wie deine verlegung Schlafzimmer, 2 Kinderzimmer oder 1 Kinderzimmer + 1 PC, usw. usf.
Im Wohnzimmer steht der 58" + Leinwand und gut ist.

Die Mehrzahl braucht ja nur im Wohnzimmer empfang und gut ist.

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Re: UM vs Sat

Beitrag von SpaceRat » 21.12.2010, 23:37

doubleuseven hat geschrieben:Ich rede hier nicht von Hausbesitzer oder Eigentumswohnungen.
Ich schon:
SpaceRat hat geschrieben:Eine "Wohnungsinstallation" sieht etwas anders aus (Balkonhalter, Fensterdurchführung u.ä.), bei einer Installation ab EFH wäre die Installation aber grundsätzlich modular und vom Grundaufbau eigentlich immer:
Und genau dieser Kostenaufstellung hast Du widersprochen und deshalb mußte ich davon ausgehen, daß Du auch ein EFH meinst.

Ich bin einfach zu höflich, um davon auszugehen, daß Du Postings beantwortest ohne sie zu lesen.
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Re: UM vs Sat

Beitrag von doubleuseven » 22.12.2010, 00:53

Was willst du mir (uns) eigentlich jetzt verklickern?

Du schreibst so lange Romane wenn ich unten angekommen bin habe ich die hälfte um diese Uhrzeit eh wieder vergessen.

Jetzt mal lieber zum eigentlichen Thema zurück UM vs. Sat.

Wäre besser man würde den Text umbennen in UM Kabel TV vs. Sat TV.

chrissaso780
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Re: UM vs Sat

Beitrag von chrissaso780 » 22.12.2010, 08:22

doubleuseven hat geschrieben:Was willst du mir (uns) eigentlich jetzt verklickern?

Du schreibst so lange Romane wenn ich unten angekommen bin habe ich die hälfte um diese Uhrzeit eh wieder vergessen.

Jetzt mal lieber zum eigentlichen Thema zurück UM vs. Sat.

Wäre besser man würde den Text umbennen in UM Kabel TV vs. Sat TV.
OK kommen wir zum Thema zurück.

Potential.
Wieviele HD Sender könnte Astra 19,2 Ost maximal aufschalten?
Mir ist bewusst das die Sender verschiedene Bit raten haben.

Ich hab mal gezählt das bei Sat 19,2 im Moment 74 Transponder fürs Fernsehen und Radio genutzt werden.
4 HD Sender pro Transponder das macht eine gesamt Anzahl von 296 HD Sender.

Im moment sind aber 1027 Fernseh Sender aufgeschaltet.

Nach meiner Rechnung müssten etwa 750 Fernseh Programme wegfallen weil die kein Platz mehr darauf haben.
Bei den Radio Programme da wird sich immer mal Platz finden wo noch was hin kann.

Was für weiter entwicklungen gibt es um diese massive Anzahl an Sender zu erhalten.
Vielleicht hat Astra 19,2 noch irgendwo 150 Transponder brach liegen die darauf warten genutzt zu werden.

Im Kabel gibt es auch dieses Problem aber die Anzahl ist weiten nicht so groß und das Zauber Wort heißt hier DVB-C2.
Das mit der Modulation noch mehr Kapazität erzeugt werden kann.

Moses
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Re: UM vs Sat

Beitrag von Moses » 22.12.2010, 10:48

chrissaso780 hat geschrieben:Wieviele HD Sender könnte Astra 19,2 Ost maximal aufschalten?
Mir ist bewusst das die Sender verschiedene Bit raten haben.
Grob geschätzt:
Im Moment nutzt Astra 19.2° Ost 85 Transponder. Wenn man die alle brutal auf DVB-S2 mit einer Symbolrate von 27500 und FEC 9/10 betreiben würde, würde jeder davon 50Mbit/s an Daten liefern. Bei einer Symbolrate von 22000 wären es immer noch etwas bei 42MBit/s.

Das wären also Momentane Kapazitäten von 4250Mbit/s, bzw. 4 * 85 = 340 HD Sender (normalerweise "passen" 4 HD Sender auf einen 50Mbit/s Transponder).

Dazu kommen noch die 38 im Moment analog genutzten Transponder, wären dann also insgesamt 123 Transponder, also eine Datenrate von 6150 Mbit/s oder 492 HD Sender.
Was da noch an zusätzlichen Satelliten durch zusätzliche Transponder möglich ist, durchblicke ich gerade nicht, da ich dazu im Netz gerade nur widersprüchliche Aussagen finde... vielleicht weiß da ja einer der Sat-Experten hier weiter... ;)
Ich komme irgendwie auf ca 130 Transponder Maximum für das komplette Ku Band von 10,7 Mhz bis 12,7 Mhz. Ich weiß aber nicht, ob das richtig gerechnet ist. Weitere Erweiterungen wären dann nur über zusätzliche Frequenzen (Freigabe Problem, LNB Tausch) oder Positionen möglich.

Im Kabel hat man den Frequenzbereich ca 60Mhz bis 862Mhz, also 800Mhz Bandbreite, geteilt in 8Mhz Kanäle mit Modulation QAM256 kommt man da auch auf 50Mbit/s pro Kanal, was also bei 100 Kanälen mit 50Mbit/s theoretisch 5000Mbit/s machen würde, oder halt 200 HD Sender. Aber eben mit dem Vorteil, dass es hier nur Kapazität für deutsche Kunden ist, Astra kümmert sich neben Deutschland noch um Frankreich, Italien, Spanien, Holland und Polen.

Die Zahlen sind alle mit Vorsicht zu genießen und dürften in der Realität um einiges kleiner sein, da man nicht alle Transponder und Kanäle mit der vollen Bandbreite fahren kann. Im Kabel kommt auch noch dazu, dass einige der Kanäle länger für analog TV genutzt werden und andere für Internet und Telefonie Dienste.

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Re: UM vs Sat

Beitrag von kris26 » 22.12.2010, 10:53

chrissaso780 hat geschrieben: Potential.
Wieviele HD Sender könnte Astra 19,2 Ost maximal aufschalten?
Mir ist bewusst das die Sender verschiedene Bit raten haben.

Ich hab mal gezählt das bei Sat 19,2 im Moment 74 Transponder fürs Fernsehen und Radio genutzt werden.
4 HD Sender pro Transponder das macht eine gesamt Anzahl von 296 HD Sender.

Im moment sind aber 1027 Fernseh Sender aufgeschaltet.

Nach meiner Rechnung müssten etwa 750 Fernseh Programme wegfallen weil die kein Platz mehr darauf haben.
Bei den Radio Programme da wird sich immer mal Platz finden wo noch was hin kann.

Was für weiter entwicklungen gibt es um diese massive Anzahl an Sender zu erhalten.
Vielleicht hat Astra 19,2 noch irgendwo 150 Transponder brach liegen die darauf warten genutzt zu werden.

Im Kabel gibt es auch dieses Problem aber die Anzahl ist weiten nicht so groß und das Zauber Wort heißt hier DVB-C2.
Das mit der Modulation noch mehr Kapazität erzeugt werden kann.
Und du glaubst nicht das auch dort die Technik fortschreitet und es wohlmöglich in Zukunft leistungsfähigere Satelliten geben wird?? An sowas hast du wohl in deiner These nicht gedacht. Meinst du echt die Satellitentechnik heute stammt aus dem Jahre 1980 oder wie??? Du stellst es so hin als ob die Technologie im Kabelnetz boomt, und die Satellitentechnik stagniert und dort nichts mehr passiert.

Satelliten sind für eine Lebensdauer von 10-15 Jahren konzipiert. Erlischt die Lebensdauer kommen die guten Stücke in den Friedhofsorbit und ein neuer Leistungsfähigerer Satellit kommt an diese Stelle. Eine aktuelle Meldung extra für dich:

"Mittlerweile wurde bekannt, dass ASTRA den Bau des Satelliten Astra 1N in Auftrag gegeben hat, der im Jahr 2011 auf der Position 19,2° Ost den Satelliten Astra 1H (28 Transponder) ersetzen soll. Astra 1N wird über 55 Transponder mit paneuropäischer Abdeckung verfügen und im Ku-Frequenzband operieren."

Der alte Satellit hatte 28 Transponder, der neue wird 55 haben. Du siehst also auch dort schreitet die Technik fort. Weisst du also ob in 20 Jahren ein Satellit nicht 100 Transponder haben wird???
Hier mal ein Ausschnitt von der Leistungsfähigkeit alter und neuer Satelliten, chronologisch aufgelistet von 1988-2011:

Astra 1A (1988) -> 16 Transponder
Astra 1B (1991) -> 16 Transponder
Astra 1F (1996) -> 20 Transponder
Astra 1H (1999) -> 28 Transponder
Astra 1L (2007) -> 32 Transponder
Astra 1M (2008) -> 36 Transponder
Astra 1N (2011) -> 55 Transponder

Du siehst, auch hier wird nicht geschlafen und die Technik schreitet vorran. Die Kapazitäten eines Satelliten haben sich in den letzten 20 Jahren knapp vervier

Desweiteren weiss ich nicht wie du auf aktuell 74 Transponder kommst, ich zähle auf der Position 19,2 (Astra 1H/1KR/1L/1M) knapp 128 Transponder.
Aber auch diese sind nur aktuell und werden ab nächstes Jahr erweitert. Du musst auch betrachten das die Position 19,2 primär nur den deutschen Markt bedient. Es gibt ja für andere Teile Europas auch noch andere Positionen wie 13°, 23,5°, 28,5°, 28,3° usw. usw.
Es ist also sehr nett das du dich um den Platzmangel sorgst, aber diese Angst ist absolut unbegründet ;-)
Zuletzt geändert von kris26 am 22.12.2010, 11:06, insgesamt 1-mal geändert.
Equipment:
TV: Panasonic TH42-PZ700
Player: Playstation 3
Receiver: Dreambox DM800SE
Empfang: TechniSat Multytenne (Astra 19.2°, Hotbird 13°, Astra 23.5°, Astra 28,2°, Eurobird 28.5°)

Moses
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Re: UM vs Sat

Beitrag von Moses » 22.12.2010, 11:00

Deine Ausführungen ändern nichts daran, dass die Bandbreite des Ku-Bandes beschränkt ist. Wie viel man da aktuell genau rein bekommt, müsste mal jemand ausrechnen (wie gesagt, ich komme auf ca 133, bin mir aber nicht sicher, dass ich horizontale und vertikale Polarisation richtig beachtet habe und das meine angenommene Bandbreite von 30Mhz richtig ist).

Beliebig aufbohren kann man die Bandbreite in einem Spektrum halt nicht... chrissaso780 auch nicht mit Technik der 80er, sondern mit ganz aktueller. Wenn es sich um Technik der 80er handeln würde, wäre ein Fortschritt ja viel wahrscheinlicher. Aber man ist ja gerade erst auf DVB-S2 umgestiegen, was sicherlich noch ein wenig benutzt werden wird... es hat sich ja bis jetzt noch nicht flächendeckend durchgesetzt und wenn jetzt direkt DVB-S3 kommt, dann warten die Leute lieber auf DVB-S4 mit dem kaufen und zwingen den Betreiber dazu weiter DVB-S zu nutzen... so. ;)

Deine Antwort ist viel zu aggressiv und emotional... und auch dementsprechend nicht wirklich gut durchdacht. Können wir die Emotionen vielleicht etwas runter fahren? Das würde dem Themenbereich HDTV grundsätzlich sehr gut tun.

kris26
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Re: UM vs Sat

Beitrag von kris26 » 22.12.2010, 11:26

Moses hat geschrieben:Deine Ausführungen ändern nichts daran, dass die Bandbreite des Ku-Bandes beschränkt ist. Wie viel man da aktuell genau rein bekommt, müsste mal jemand ausrechnen (wie gesagt, ich komme auf ca 133, bin mir aber nicht sicher, dass ich horizontale und vertikale Polarisation richtig beachtet habe und das meine angenommene Bandbreite von 30Mhz richtig ist).
Das ist richtig, natürlich haben Kapazitäten ihre Grenzen. Wollte damit lediglich aufzeigen, das momentan nichtmal alle Kapazitäten über 19,2 genutzt werden, und die Kapazitäten durch neuere Satelliten verdoppelt werden können. Wie stark zukünftige Satelliten sein werden, weiss man nicht. Eng wird es wenn von jetzt auf gleich 400 neue deutsche Sender auf den Astra wollen (Bespielhaft). Da dies aber sehr unwahrscheinlich ist mache ich mir da keine sorgen ;).

Also ich stimme dir zu, das Satellitenkapazitäten ihre Grenzen haben. Aber es ist doch sehr unwahrscheinlich das diese Kapazitäten jemals an ihre Grenze kommen. Will damit nur sagen das man sich hier unnötig über etwas Gedanken macht, worüber man sich keine Gedanken machen muss. :zwinker:
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