UM und IPv6

In vielen Netzen von Unitymedia sind Internet und Telefonie bereits verfügbar.
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olba
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UM und IPv6

Beitrag von olba » 12.11.2008, 16:33

Hi,

nachdem ich heute mal wieder nachgefragt habe bei der technischen Hotline, werde ich langsam müde.
Diesmal wusste die Dame nichtmal was IPv6 ist. Mich mit jemanden sprechen lassen der wenigstens ein wenig Ahnung hat wollte sie aber auch nicht.
Sie verwieß immer auf eine 0900 Nummer für 0,99€/Min.
Aber warum soll ich denn Geld ausgeben wenn UM ein seit 10 Jahren existiernendes Protokoll nicht "unterstützt".

Naja, meine komplette Hardware ist IPv6 fähig, das Netz von Unitymedia selbst auch.
Ich erwarte ja nichtmal besonders viel engagment, einfach einschalten reicht mir ja.
Einfach so wie bisher IPv4.

Wann meint ihr könnte bei UM ein Sinneswandel stattfinden und ich meine IPv6 Tunnel abschalten und endlich IPv6 native nutzen?

Gruß,

Olaf

Red-Bull
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Re: UM und IPv6

Beitrag von Red-Bull » 12.11.2008, 16:37

Ruf in 2-3 Jahre nochmal an

Moses
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Re: UM und IPv6

Beitrag von Moses » 12.11.2008, 19:58

olba hat geschrieben:Ich erwarte ja nichtmal besonders viel engagment, einfach einschalten reicht mir ja.
Naja.. erstmal müsste man ja mal IPv6 Adressen kaufen...

conscience
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Re: UM und IPv6

Beitrag von conscience » 12.11.2008, 20:02

Red-Bull hat geschrieben:Ruf in 2-3 Jahre nochmal an

Ich lach mit tot :brüll:

Der war jut Red Bull.
--
Wie immer keine Zeit

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olba
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Re: UM und IPv6

Beitrag von olba » 12.11.2008, 22:31

Moses hat geschrieben:Naja.. erstmal müsste man ja mal IPv6 Adressen kaufen...
Da muss man nichts kaufen.
Da sagt man dem RIPE "Hallo Ripe, wir haben hier ein Netz mit 1234567890 Kunden, gib uns bitte mal IPv6 Adressen".
Da wird nichts gekauft. So wie früher mit den IPv4 Adressen.

In Zukunft wird es einen "Prozess" geben wie man IPv4 Adressen verkauft/kauft da dies ja eine endliche Ressource ist.

kju
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Re: UM und IPv6

Beitrag von kju » 13.11.2008, 02:33

olba hat geschrieben:
Moses hat geschrieben:Naja.. erstmal müsste man ja mal IPv6 Adressen kaufen...
Da muss man nichts kaufen.
Da sagt man dem RIPE "Hallo Ripe, wir haben hier ein Netz mit 1234567890 Kunden, gib uns bitte mal IPv6 Adressen".
Da wird nichts gekauft. So wie früher mit den IPv4 Adressen.
Naja, auch wenns nicht direkt "kaufen" ist, zahlt eine LIR indirekt durchaus etwas für Adresszuteilungen. Anhand der Zuteilungen sie sie hat bestimmt sich nämlich ihre "Größe" und damit der jährliche RIPE-Mitgliedsbeitrag. UM ist allerdings schon jetzt die zweithöchste Stufe und eine v6 Allocation würde wahrscheinlich keine Auswirkungen haben.

powder8
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Re: UM und IPv6

Beitrag von powder8 » 13.11.2008, 09:52

Hy,

da ich mich mit dem Thema IPv& noch nicht ganz so auseinandergesetzt habe, folgende Frage:

Glaubst Du wirklich du bekommst von UM (oder andere Home Provider) mehr als 1 Adresse?

Gruß
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Re: UM und IPv6

Beitrag von ralfk » 13.11.2008, 10:21

powder8 hat geschrieben: Glaubst Du wirklich du bekommst von UM (oder andere Home Provider) mehr als 1 Adresse?
IPv6 sieht eigentlich immer vor, dass dem Endkunden ein ganzes Subnetz gegeben wird. Zuweisung von Einzeladressen wäre zwar möglich aber technisch und organisatorisch unsinnig. Denn mit IPv6 will man schließlich viele Hosts adressieren und NAT wird es (in der heutigen Form) nicht mehr geben. Siehe diesen Thread.

Im übrigen bezweifele ich ein wenig, dass im UM-Netz technisch alles schon für IPv6 vorbereitet ist. Dazu kommt, dass man erstmal ein Konzept für eine Migration benötigt und auch dem Kunden erklärt. Und das möglichst einheitlich unter den Providern. Ein Dual-Stack-Verfahren (IPv4 und IPv6 gleichzeitig) wird wohl kommen. Ich rechne aber auch mit 2-3 Jahren, zumindest bei UM, die meiner Ansicht nach eher nicht Vorreiter sein werden.
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Re: UM und IPv6

Beitrag von Moses » 13.11.2008, 10:38

Außerdem bräuchte man beim Kunden ein Gerät was für IPv4 NAT Router ist und für IPv6 Router (wenn man denn tatsächlich so viele IPs verteilen will, dass NAT keinen Sinn mehr macht). Oder sollen die Kunden ständig umstöpseln?

Der größte Teil des Internets ist mit reinem IPv6 noch nicht zu erreichen, was der CCC brav jedes Jahr testet... ;)

Und dann stellt sich schnell die Frage: wenn man für das meiste eh noch eine der raren IPv4 Adressen braucht, wo hat man dann mit IPv6 einen Vorteil? Ganz abgesehen von dem riesigen Sicherheitsloch, da die Geräte plötzlich alle direkt im Internet hängen und gleichzeitig die meisten Consumer-Firewall Lösungen mit IPv6 noch überhaupt nix am Hut haben.

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Re: UM und IPv6

Beitrag von olba » 13.11.2008, 13:34

Hrm, ich glaube ich habe einen unterschiedlichen Ansatz.
Ich frage mich nicht was IPv6 für Vorteile hat, welchen Nutzen ich habe.
Ich parallelisiere das einfach. Alles was ich anbiete (Web, mail, irc, usw. usf.) nutze/biete ich per v4 und v6 an.
99% der Programme die ich nutze bevorzugen IPv6 gegenüber IPv4.

Selbst Windows Vista hat per default mittlerweile 6to4 aktiviert und nutzt es auch (es sei denn jemand kurzsichtiges deaktivierte es ;).

Kurz: Anstatt "Warum IPv6?" einfach "Warum nicht IPv6?"

http://www.iks-jena.de/ipv6_access.html

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Re: UM und IPv6

Beitrag von Moses » 13.11.2008, 14:23

Wer sich mal darüber aufregen will für welche "qualitativ hochwertigen" Beiträge GEZ Gebühren verbrannt werden, sollte zu dem Thema mal das hier lesen: http://www.heute.de/ZDFheute/inhalt/11/ ... 99,00.html :traurig:

An olba: es ist schön, dass du das so siehst... aber ein Unternehmen muss eine Kosten/Nutzen-Analyse machen... und wenn die zu dem Ergebniss kommt, dass es Kosten gibt, aber keinen nennbaren mehr Nutzen (Kostensenkung oder zumindest in Form von: "Das können wir den Kunden teuer verkaufen"), dann ist das ganze damit automatisch auf Eis gelegt... sobald sich das ändert, wird man auch IPv6 einführen...

Davon, dass die Hardware bei UM IPv6 fähig ist, bin ich auch absolut nicht von überzeugt... woher hast du die Information?

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Re: UM und IPv6

Beitrag von ralfk » 13.11.2008, 15:01

olba hat geschrieben:Selbst Windows Vista hat per default mittlerweile 6to4 aktiviert und nutzt es auch
6to4 ist aber nur für das Tunneln von IPv6 durch IPv4-Netze zuständig und macht nur für den Übergang Sinn. Zu echtem IPv6 gehört mehr, z.B. der von Moses angesprochene Router.
olba hat geschrieben:99% der Programme die ich nutze bevorzugen IPv6 gegenüber IPv4.
Hm, bevorzugen wundert mich. Ich würde eher sagen "sprechen mittlerweile IPv6".
Moses hat geschrieben:...wenn die zu dem Ergebnis kommt, dass es Kosten gibt, aber keinen nennbaren mehr Nutzen...
Die Einführung von echtem IPv6 halte ich für die nahe Zukunft schon für sehr sinnvoll und unausweichlich. Gerade auch für die Provider werden sich beim Netzmanagement (Routing, Adresszuweisung etc.) Vorteile ergeben, die auch der Wirtschaftlichkeit dienen sollten. Auch könnte man neue Dienste für IPv6-Netze anbieten, da wäre mal ein wenig Erfindergeist nötig. Natürlich wird es dauern, bis IPv6 seine Vorteile ausspielt. Und vor allem ein Parallelbetrieb mit IPv4 ist sicherlich erstmal aufwendig. Je eher man aber anfängt, z.B. mit einem groß angelegten Friendly-User-Trial, desto besser.
Moses hat geschrieben:Ganz abgesehen von dem riesigen Sicherheitsloch, da die Geräte plötzlich alle direkt im Internet hängen...
Sehe ich auch besonders für den Endkunden kritisch. Neue Sicherheitskonzepte müssen her. Plötzlich wird nämlich eine gute IPv6-Firewall auf dem (Kabel-)Router wichtig. Und umgehen können muss man damit auch.
Ich hatte bereits in Foren Diskussionen mit Leuten, die meinten, dass NAT mit Sicherheit nichts zu tun hätte und IPv6 diesbezüglich keine Nachteile hätte. Das ist aber nur rein theoretisch richtig. NAT ist zwar nicht zu Sicherheitszwecken eingeführt worden, bringt aber schon dadurch mehr Sicherheit, dass meine Hosts im Heimnetz nicht direkt erreichbar sind aus dem Internet. Schon aus dem Grund, dass die internen Hosts private Adressen haben. Mit einer IPv6-Firewall, die per default alles sperrt, wäre schon die gleiche Sicherheit gewährt. Nur aufpassen muss man mehr, sonst kann vielleicht jeder den Zustand des Kühlmöbels sehen oder den Strom-Zählerstand ablesen ...
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Re: UM und IPv6

Beitrag von kju » 13.11.2008, 17:27

ralfk hat geschrieben:
olba hat geschrieben:Selbst Windows Vista hat per default mittlerweile 6to4 aktiviert und nutzt es auch
6to4 ist aber nur für das Tunneln von IPv6 durch IPv4-Netze zuständig und macht nur für den Übergang Sinn. Zu echtem IPv6 gehört mehr, z.B. der von Moses angesprochene Router.
Jein. 6to4 erlaubt jedem der eine IPv4-Adresse hat, diese für IPv6 zu nutzen. Wenn das Windows also eine öffentliche IP hat und 6to4 aktiviert, kann es IPv6 nutzen und ist darüber erreichbar. Aber es muss halt eben selber unter dieser IPv4-Adresse erreichbar sein.

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Re: UM und IPv6

Beitrag von ralfk » 13.11.2008, 18:34

kju hat geschrieben:
ralfk hat geschrieben:
olba hat geschrieben:Selbst Windows Vista hat per default mittlerweile 6to4 aktiviert und nutzt es auch
6to4 ist aber nur für das Tunneln von IPv6 durch IPv4-Netze zuständig und macht nur für den Übergang Sinn. Zu echtem IPv6 gehört mehr, z.B. der von Moses angesprochene Router.
Jein. 6to4 erlaubt jedem der eine IPv4-Adresse hat, diese für IPv6 zu nutzen. Wenn das Windows also eine öffentliche IP hat und 6to4 aktiviert, kann es IPv6 nutzen und ist darüber erreichbar. Aber es muss halt eben selber unter dieser IPv4-Adresse erreichbar sein.
Ja, und genau das ist mit Tunneln gemeint.
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Re: UM und IPv6

Beitrag von olba » 13.11.2008, 21:13

Moses hat geschrieben:Davon, dass die Hardware bei UM IPv6 fähig ist, bin ich auch absolut nicht von überzeugt... woher hast du die Information?
Cisco, Juniper, Huawei, HP, xtreme, Force10, Redback, usw. usf. ... egal was UM letztendich einsetzt, das kann alles IPv6.
Bei den Netzen in denen ich, beruflich, involviert bin ist v6 ebenso aktiv wie es auch an Kunden gegeben wird.

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