Nach dem 01.08. mit eigenem Router kein Telefon mehr?

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Re: Nach dem 01.08. mit eigenem Router kein Telefon mehr?

Beitrag von Leseratte10 » 18.05.2016, 14:33

AVM hat doch schon Router bei um im Einsatz, deren Firmware die selber entwickelt und nur auf Wunsch von Umitymedia angepasst haben.

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Re: Nach dem 01.08. mit eigenem Router kein Telefon mehr?

Beitrag von hajodele » 18.05.2016, 15:28

Leseratte10 hat geschrieben:AVM hat doch schon Router bei um im Einsatz, deren Firmware die selber entwickelt und nur auf Wunsch von Umitymedia angepasst haben.
IMHO unterscheiden sich die Versionen lediglich im verwendeten Konfig-File.
Davon mal abgesehen:
In weit dürfen diese dann frei verkäuflichen Geräte frei sein?
Also Themen wie: DVB-C-Streaming, FW-Updates und SIP. Vobei SIP wohl das kleinste Problem ist.
Allerdings müssten dann diese freien Geräte klar von den gemieteten Geräte unterschieden werden.
Bei den FW-Updates kann das leicht zu einem Chaos ausarten.

So eine ganz einfache Sache: "AVM liefert doch schon", ist es nicht.
Wenn ich ein selbst gekauftes Gerät benutze, mache ich das ja, um den Einschränkungen des Mietgerätes zu entgehen.

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Re: Nach dem 01.08. mit eigenem Router kein Telefon mehr?

Beitrag von Leseratte10 » 18.05.2016, 16:12

Ja, aber das bedeutet, AVM hat schon eine fertige Firmware fürs UM-Netz und muss nur die Umitymedia-"Gängelungen" wieder ausbauen.

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Re: Nach dem 01.08. mit eigenem Router kein Telefon mehr?

Beitrag von darkbrain85 » 18.05.2016, 16:40

Die sollen sich mal alle nicht so anstellen. Im DSL Bereich gibt es seit Jahren einige Provider die Problemlos mit fremden Modems funktionieren. Das sollte auch im Kabelnetz machbar sein.
Grundsätzlich darf UM ja auch weiterhin den DAU mit der Connect Box versorgen. Für 90% der Kunden ist das sicher auch die beste Wahl.

Ich möchte mir allerdings nicht vorschreiben lassen, welchen Router mit welcher Firewall ich benutze. In Zeiten in denen man das ganze Haus übers Internet steuern kann, halte ich es für sehr grenzwertig wenn der Provider Zugriff auf meinen Router hat.

Aktuell wird eh schon bei jeden Pups ein Techniker geschickt obwohl es meistens nicht nötig ist. Wenn man diese unnötigen Einsätze für die Entstörung bei Kunden mit fremden Modems nutzt ist das Geld besser investiert...

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Re: Nach dem 01.08. mit eigenem Router kein Telefon mehr?

Beitrag von darkbrain85 » 18.05.2016, 17:09

hajodele hat geschrieben:
Leseratte10 hat geschrieben:AVM hat doch schon Router bei um im Einsatz, deren Firmware die selber entwickelt und nur auf Wunsch von Umitymedia angepasst haben.
IMHO unterscheiden sich die Versionen lediglich im verwendeten Konfig-File.
Davon mal abgesehen:
In weit dürfen diese dann frei verkäuflichen Geräte frei sein?
Also Themen wie: DVB-C-Streaming, FW-Updates und SIP. Vobei SIP wohl das kleinste Problem ist.
Allerdings müssten dann diese freien Geräte klar von den gemieteten Geräte unterschieden werden.
Bei den FW-Updates kann das leicht zu einem Chaos ausarten.

So eine ganz einfache Sache: "AVM liefert doch schon", ist es nicht.
Wenn ich ein selbst gekauftes Gerät benutze, mache ich das ja, um den Einschränkungen des Mietgerätes zu entgehen.
Streaming wird doch bei UM eh über die Horizon mit eigenem Modem geregelt. Das würde ja weiterhin auch so funktionieren.
FW Updates wären auch kein Thema, da diese Fritzboxen eine anderen Konfig erhalten könnten mit abweichendem Server für die Firmware. Bzw. hätten die "freien" boxen dann halt eben keine Updatefunktion übers TV-Kabel. Ich will ja nicht das UM auf meiner eigenen FB irgendwelche Updates installiert. Das könnte AVM ja auch entsprechend festlegen. Der Kunde wird das Update ja in der Regel über das Webinterface durchführen. Telefonie müsste auch nicht über SIP laufen. Man könnte das genauso wie jetzt über VoC bereitstellen und die entsprechende Konfig an die Box des Kunden schicken.
Bei Horizon Kunden könnte man ja sogar die Telefonie über die Horizon laufen lassen. Die Config Datei fällt ja bei der eigenen Box nicht weg...

Technisch ist das alles überhaupt kein Problem. UM muss es nur wollen.

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Re: Nach dem 01.08. mit eigenem Router kein Telefon mehr?

Beitrag von hajodele » 18.05.2016, 17:26

darkbrain85 hat geschrieben:Technisch ist das alles überhaupt kein Problem. UM muss es nur wollen.
und muss es zumindest AVM gegenüber sagen, wie es laufen soll.
Ich weiss z.B. nicht, wie das Rollout einer neuen Fritzbox-FW aktuell funktioniert. Beim letzten Rollout hat z.B. meine Mutter auf einer 6340 entsprechende Meldungen erhalten, sie wurden aber zurecht nicht ausgeführt. Wie man das aber realisiert, wenn das gleiche Modell in unterschiedlichen Ausführungen vorhanden ist, ist mir nicht endgültig klar. (Aber ich muss auch nicht alles wissen) :D

Das Problem DVB-C-Streaming ist für UM deutlch heikler.
Mit der Horizon geht das nicht. Das wäre ja dann die gestoppte Multiroom-Lösung.
Ein 2-play-Benutzer könnte so aber nach belieben "schwarz" schauen, wenn UM nicht massive Sperren bei den Kunden einbaut, die kein Kabel-TV bezahlen. Auf diesen Kosten würde wohl UM sitzen bleiben.

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Re: Nach dem 01.08. mit eigenem Router kein Telefon mehr?

Beitrag von GoaSkin » 18.05.2016, 18:03

hajodele hat geschrieben: Das Problem DVB-C-Streaming ist für UM deutlch heikler.
Mit der Horizon geht das nicht. Das wäre ja dann die gestoppte Multiroom-Lösung.
Ein 2-play-Benutzer könnte so aber nach belieben "schwarz" schauen, wenn UM nicht massive Sperren bei den Kunden einbaut, die kein Kabel-TV bezahlen. Auf diesen Kosten würde wohl UM sitzen bleiben.
Ja und? Das kann er doch sowieso. Gibt doch massig TV-Streaming Geräte auf dem Markt. Unter Anderem von AVM. Und die kann sich auch jeder 2Play-Kunde anschließen und damit schwarz sehen. Schon seit es 2Play gibt. Ganz unabhängig davon tut es schon ein normales Fernsehkabel von der fürs Fernsehen nicht gedachten Multimedia-Dose zum Fernseher. Evtl. mit dazwischen geschaltetem Signal-Splitter.
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Reiner_Zufall
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Re: Nach dem 01.08. mit eigenem Router kein Telefon mehr?

Beitrag von Reiner_Zufall » 20.05.2016, 13:32

Ist doch nix neues, dass der Routerzwang nur für Neukunden ab 1.8. entfällt...
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Daniel Ventura
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Re: Nach dem 01.08. mit eigenem Router kein Telefon mehr?

Beitrag von Daniel Ventura » 20.05.2016, 14:13

dh muss man echt hoffen dass die das so kundenfreundlich wie vodafone halten :-( ansonsten gibt's halt ne Kündigung und wechsel zu nem anderen anbieter...

Reiner_Zufall
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Re: Nach dem 01.08. mit eigenem Router kein Telefon mehr?

Beitrag von Reiner_Zufall » 20.05.2016, 15:39

Steht dir frei zu kündigen. Ich sehe das weniger schlimm mit der Routergeschichte. Meine Anforderungen an den Router sind: Einfach zu bedienen und stabiles Wlan. Von wem der Router kommt, ist mir wumpe, ebenso wie irgendwelche SIP Einstellungen. Wozu habe ich ein Handy mit All Net Flat, was keine 10 EUR kostet? Ins Ausland telefoniere ich per Viber / WhatsApp für umme.

Daher tangiert mich persönlich der Routerzwang wenig.
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Re: Nach dem 01.08. mit eigenem Router kein Telefon mehr?

Beitrag von johnripper » 20.05.2016, 16:08

golem.de hat geschrieben: (...)
Nach anfänglicher Verwirrung sollen aber nun auch Bestandskunden von Unitymedia die Zugangsdaten erhalten.
(...)
Nachtrag vom 20. Mai 2016, 15:15 Uhr
Unitymedia will nun doch allen Bestandskunden die Zugangsdaten geben. Wir haben den Text entsprechend geändert.
Also ist doch alles supi.
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Re: Nach dem 01.08. mit eigenem Router kein Telefon mehr?

Beitrag von rv112 » 21.05.2016, 07:00

Endlich eine klare Aussage. Damit steht einem Upgrade bei UM ab August nichts mehr im Wege.
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hajodele
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Re: Nach dem 01.08. mit eigenem Router kein Telefon mehr?

Beitrag von hajodele » 21.05.2016, 08:09

rv112 hat geschrieben:Endlich eine klare Aussage. Damit steht einem Upgrade bei UM ab August nichts mehr im Wege.
Außer dass dem Willen Taten folgen müssen.
Womöglich kommen noch "besondere Geschäftsbedingungen", die ala "Wifispot" von einem Normalbürger kaum zu durchschauen sind.

rv112
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Re: Nach dem 01.08. mit eigenem Router kein Telefon mehr?

Beitrag von rv112 » 21.05.2016, 10:30

Bevor ich auf 400 MBit/s gehe, kaufe ich mir ein passendes Modem. Erst wenn das läuft, gibts das Upgrade. Wenn sie kein Upgrade wollen wegen irgendwelchem WifiSchrott Quatsch, bleib ich halt bei 200, fertig.
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Re: Nach dem 01.08. mit eigenem Router kein Telefon mehr?

Beitrag von GoaSkin » 21.05.2016, 23:14

hajodele hat geschrieben:Womöglich kommen noch "besondere Geschäftsbedingungen", die ala "Wifispot" von einem Normalbürger kaum zu durchschauen sind.
Ein Gesetz gilt auch dann, wenn dessen Inhalt vertraglich anders geregelt ist. Wenn eine Vertragsklausel einem Gesetz widerspricht, dann gilt das Gesetz und nicht umgekehrt. In sofern kann Unitymedia in den besonderen Geschäftsbedingungen vereinbaren, was man will. Wifispots taugt nicht als Falle, um die Aufhebung des Routerzwangs zu umgehen.
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Re: Nach dem 01.08. mit eigenem Router kein Telefon mehr?

Beitrag von relaxxer » 22.05.2016, 18:12

Also nach meinem Verständnis heisst das, wenn UM die Zugangsdaten herausgibt, keine Kopplung des Modems über eine MAC Adresse mehr bestehen darf, oder?
Somit könnte jedes Kabelmodem genutzt werden...also KÖNNTE??

Vielleicht liege ich auch total falsch...

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Re: Nach dem 01.08. mit eigenem Router kein Telefon mehr?

Beitrag von MartinDJR » 22.05.2016, 19:40

relaxxer hat geschrieben:Also nach meinem Verständnis heisst das, wenn UM die Zugangsdaten herausgibt, keine Kopplung des Modems über eine MAC Adresse mehr bestehen darf, oder?
Bisher ist nichts in dieser Richtung klar.

Laut Gesetz entscheiden die Provider, wie die Datenübermittlung zwischen Kunde und Provider aussieht.

Ein Provider könnte die DOCSIS-Spezifikation nehmen und per Suchen-und-Ersetzen den Begriff "MAC-Adresse des Modems" durch "vom Provider zugewiesene MAC-Adresse" ersetzen.

Der Kunde wäre dann verpflichtet, sich ein Modem mit einstellbarer MAC-Adresse zu kaufen - wenn es so etwas überhaupt gibt. (Mein Router hat eine einstellbare MAC-Adresse - technisch möglich ist es also.)

... zufälligerweise hat der TC7200, der gerade im Lager rumliegt, genau die MAC-Adresse, die dir dein Provider zugewiesen hat - was für ein Zufall!

hajodele
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Re: Nach dem 01.08. mit eigenem Router kein Telefon mehr?

Beitrag von hajodele » 22.05.2016, 20:13

Mit deinen Spezialtheorien wird es sehr einsam um Unitymedia werden.
Weder die Hardwarehersteller noch der Gesetzgeber noch der Kunde läßt sich dauerhaft so offensichtlich von einem relativ kleinen Provider verarschen.

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Re: Nach dem 01.08. mit eigenem Router kein Telefon mehr?

Beitrag von M@rtin » 22.05.2016, 20:33

MartinDJR hat geschrieben:....
Der Kunde wäre dann verpflichtet, sich ein Modem mit einstellbarer MAC-Adresse zu kaufen - wenn es so etwas überhaupt gibt. (Mein Router hat eine einstellbare MAC-Adresse - technisch möglich ist es also.)...
Das ist nicht im Sinne einer MAC-Adresse! Die MAC-Adresse ist eine eindeutige, nur einmal existierende Nummer, die die Schnittstelle eindeutig zugeordnet ist. Also sowas wie eine Fahrgestellnummer bei Fahrzeugen. Das, was du beschriebst, nennt sich Spoofing und ist alles andere als eine technisch sinnvolle Lösung und grenzt an Legalität. Sowas machen vielleicht "Script-Kiddies" in dunklen Hinterhöfen, aber kein Provider!

Deine Theorien sind gelinde gesagt sehr abenteuerlich! :kratz: :kratz: :kratz:

johnripper
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Re: Nach dem 01.08. mit eigenem Router kein Telefon mehr?

Beitrag von johnripper » 22.05.2016, 20:38

hajodele hat geschrieben:Mit deinen Spezialtheorien wird es sehr einsam um Unitymedia werden.
"Spezialtheorien" passt gut : )
hajodele hat geschrieben:Weder die Hardwarehersteller noch der Gesetzgeber noch der Kunde läßt sich dauerhaft so offensichtlich von einem relativ kleinen Provider verarschen.
Denke ich auch.

Letztlich hat man es schon an der Frage ob das Gesetz auch für Bestands- oder nur für Neukunden gelten soll gesehen. Hier im Forum war man sich relativ einige, dass Bestandskunden wenn es nach dem Gesetzeswortlaut geht außen vor sind. Das ist auch immer noch so gültig, auch wenn einige flachhirnige Politiker und die Verbraucherzentrale das jetzt anders sehen mögen. UM wird aber trotzdem (vielleicht nach Anrollen den Shitstorms) dazu entschlossen dies auch für Bestandskunden gelten zu lassen -- in meinen Augen die einzige richtige und sinnvolle Alternative. So erspart man sich einen wuchtigen Berg an Anfragen zu immer der selben Thematik, schlechte PR, Kündigungen und ggf. Klagen (=mehr schlechte PR).

Natürlich kann UM jetzt versuche auf Teufel komm raus, das ganze so zu stricken, dass faktisch der Betrieb eines eigenen Endgeräts ab 1. August nicht möglich ist, aber letztlich würden sie nur wieder mit "einem wuchtigen Anfragen zu immer der selben Thematik, schlechte PR, Kündigungen und ggf. Klagen (=mehr schlechte PR)" rechnen müssen. Und irgendwann wird das Recht (per Gesetz oder Rechtsprechung) doch so angepasst, dass man den Willen des Gesetzgebers durchgesetzt.

Letztendlich wären sie also mE gut beraten es einfach direkt, einfach umzusetzen.
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Re: AW: Nach dem 01.08. mit eigenem Router kein Telefon mehr

Beitrag von Toxic » 22.05.2016, 20:56

M@rtin hat geschrieben:
MartinDJR hat geschrieben:....
Der Kunde wäre dann verpflichtet, sich ein Modem mit einstellbarer MAC-Adresse zu kaufen - wenn es so etwas überhaupt gibt. (Mein Router hat eine einstellbare MAC-Adresse - technisch möglich ist es also.)...
Das ist nicht im Sinne einer MAC-Adresse! Die MAC-Adresse ist eine eindeutige, nur einmal existierende Nummer, die die Schnittstelle eindeutig zugeordnet ist. Also sowas wie eine Fahrgestellnummer bei Fahrzeugen. Das, was du beschriebst, nennt sich Spoofing und ist alles andere als eine technisch sinnvolle Lösung und grenzt an Legalität. Sowas machen vielleicht "Script-Kiddies" in dunklen Hinterhöfen, aber kein Provider!

Deine Theorien sind gelinde gesagt sehr abenteuerlich! :kratz: :kratz: :kratz:
Ich habe schon seit Ewigkeiten Router im Betrieb, bei denen sich die MAC-Adresse ändern lässt. Ganz offiziell im Handel erworbene Router.

Was soll daran illegal sein???

Bei UM übrigens eine der wenigen Möglichkeiten eine neue/andere IP zu bekommen...

Zu meiner aktiven Gamer-Zeit mußte man schon mal seine IP ändern, um einen besseren Ping zu bekommen und damit konkurrenzfähig zu sein.
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Leseratte10
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Re: Nach dem 01.08. mit eigenem Router kein Telefon mehr?

Beitrag von Leseratte10 » 22.05.2016, 21:31

@M@rtin: Bestimmte, nicht-globale MACs sind im Standard tatsächlich vorgesehen: https://de.wikipedia.org/wiki/MAC-Adresse#Vergabestelle

Damit ließe sich das ohne "Verletzung" der Eindeutigkeit von MACs lösen - denn diese MACs kann jeder selber vergeben.

hajodele
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Re: Nach dem 01.08. mit eigenem Router kein Telefon mehr?

Beitrag von hajodele » 22.05.2016, 21:55

Es geht ja nicht um die Legalität oder Machbarkeit (falls sich das so kurzfristig seitens UM überhaupt lösen lässt).
So eine Aktion wäre ein Affront gegen alle. Und das nur um den eigenen Dickkopf durchzusetzen.
Wie eine rechtliche Wertung aussieht, wenn dieses Verfahren die eigenen Zwangsrouter nicht beherrschen, kann ich nicht beurteilen.

MartinDJR
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Re: Nach dem 01.08. mit eigenem Router kein Telefon mehr?

Beitrag von MartinDJR » 23.05.2016, 08:18

hajodele hat geschrieben: Mit deinen Spezialtheorien wird es sehr einsam um Unitymedia werden. Weder die Hardwarehersteller...
Denen bleiben zwei Möglichkeiten:
  • Modems bauen, die mit einem Provider mit besonderem Protokoll kompatibel sind
  • Gar keine Modems an Kunden des entsprechenden Providers verkaufen
Die Hardware-Hersteller müssen dann eben entscheiden, ob die Entwicklungskosten für eine spezielle Firmware (z.B. einstellbare MAC-Adresse) höher oder niedriger sind als der entgangene Gewinn.

Die Provider, die jährlich > 10.000 eines bestimmten Routermodells bei den Herstellern kaufen, werden mit Sicherheit die gewünschten Firmware-Änderungen (z.B. einstellbare MAC-Adresse) bekommen - das kann man beim TC7200 und den UM-FritzBoxen ganz eindeutig sehen.
hajodele hat geschrieben: ... noch der Gesetzgeber ...
Wenn ich die Diskussionen um "Routerzertifizierung" richtig verstanden habe, dann darf ein Provider nicht verlangen, dass ein Hersteller seine MAC-Adressen bei der Privatorganisation IEEE bezieht.

Was passiert, wenn ein Routerhersteller seine MAC-Adressen bei der Indischen, Chinesischen oder Russischen Konkurrenzorganisation zur IEEE bezieht, die nach Deutschem Recht denselben Status wie die IEEE haben und die dieselben MAC-Adressen vergeben, die bereits von der IEEE an AVM und TechniColor vergeben worden sind?

Dann gibt es wenn's dumm läuft vier Kabelrouter, die dieselbe "weltweit einmalige" MAC-Adresse haben - wenn's dumm läuft zwei davon im selben Haus!

Spätestens dann, wenn solche Router und Modems auf den Markt kommen, muss der Provider sogar auf Modems mit einstellbaren MAC-Adressen bestehen, um die gesetzlichen Vorgaben erfüllen zu können.

Von Anfang an Modems mit einstellbarer MAC-Adresse zu verlangen, wäre laut §5 FTEG übrigens eindeutig legal.
hajodele hat geschrieben: ... noch der Kunde läßt sich dauerhaft so offensichtlich von einem relativ kleinen Provider verarschen.
Den meisten Kunden ist es egal, welchen Router sie haben. Ich könnte drauf wetten, dass selbst im DSL-Bereich 99% der Kunden den Router verwenden, den sie beim Provider gekauft haben. Maximal 1% der Kunden würde den Provider wechseln, weil sie keinen eigenen Router bekommen.

Alleine schon die Kosten, die einem Provider durch Modems mit einer nicht-individuellen MAC-Adresse (s. oben) entstehen könnten, werden höher sein als die Einnahmen, die er von diesen 1% der Kunden bekommt.
hajodele hat geschrieben: Es geht ja nicht um die Legalität oder Machbarkeit (falls sich das so kurzfristig seitens UM überhaupt lösen lässt).
So eine Aktion wäre ein Affront gegen alle. Und das nur um den eigenen Dickkopf durchzusetzen.
Wie eine rechtliche Wertung aussieht, wenn dieses Verfahren die eigenen Zwangsrouter nicht beherrschen, kann ich nicht beurteilen.
Nun ja. Stell dir folgende Situation vor:
  • Die Firma "China ACME Industries" (Name erfunden) bezieht ihre MAC-Adressen nicht bei der IEEE, sondern bei der CEEE (Name erfunden), die rechtlich gesehen in Deutschland denselben Status hat wie die IEEE.
  • Diese Firma bringt 2017 für nur 200 Euro einen tollen Kabelrouter auf den Markt, der super Features hat und den daher jeder haben will.
  • Die CEEE hat der Firma denselben MAC-Adressenbereich zugeteilt, der der Firma TechniColor von der IEEE zugeteilt worden ist.
  • Die Kabelrouter von "China ACME" haben dieselben MAC-Adressen wie TC7200, die bei UnityMedia im Einsatz sind
  • Aufgrund des wirklich billigen Preises kaufen sich massenhaft UnityMedia-Kunden diesen Router
Die Folgen:
  • Es kommt zu Störungen, da es mehrere Kunden gibt, die dieselbe MAC-Adresse verwenden
  • UnityMedia muss den entsprechenden Kunden verbieten, die entsprechenden Router einzusetzen
  • Dies ist in diesem Fall laut §11 FTEG zwar erlaubt, zieht aber laut §11 Abs. 6 Ärger mit der Bundesnetzagentur nach sich
  • UnityMedia wäre in diesem Fall verpflichtet, den Kunden ein gleichwertiges Endgerät zur Verfügung zu stellen. Da es sich beim "China ACME"-Router um ein besonders hochwertiges Modell handelt, würde "gleichwertig" wohl den teuersten Router bedeuten, den UnityMedia im Sortiment hat!
  • Wenn sich "China ACME" in einem Gerichtsverfahren auf den Standpunkt stellt, dass die von der CEEE vergebenen MAC-Adressen "gleichwertig" wie die von der IEEE sind, könnte es sogar sein, dass UnityMedia einen nagelneu gekauften TC7200 wegschmeißen muss, weil der TC7200 dieselbe MAC-Adresse wie ein "China ACME"-Router hat, den ein Kunde bereits verwendet.
Vor diesem Hintergrund wird jeder Provider gerne bereit sein, einen "Affront gegen alle" zu riskieren, zumal Modemhersteller wohl gar nicht so traurig darüber wären:

Die Modemhersteller würden bereits einen Monat später Modelle mit einstellbarer MAC-Adresse auf dem Markt haben. Die Tatsache, dass man die alten Geräte mit nicht-einstellbarer MAC-Adresse nicht mehr verwenden kann, kommt den Herstellern gerade recht: Dadurch machen die alten "Gebrauchtgeräte" den "Neugeräten" keine Konkurrenz!

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