Routerzwang fällt Anfang August

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l3art
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Re: Routerzwang fällt Anfang August

Beitrag von l3art » 28.01.2016, 21:02

Es langt doch eine Modemempfehlung (Cisco?) für Bestandskunden die einen eigenen Router betreiben möchten.
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MartinDJR
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Re: Routerzwang fällt Anfang August

Beitrag von MartinDJR » 28.01.2016, 21:28

Leseratte10 hat geschrieben: Ob das auch für Bestandskunden gilt, werden wir wohl auch erst Anfang August erfahren. Aber mal ehrlich, die Provider haben dann eh schon "verloren", dann haben sie auch keinen Grund die Bestandskunden noch weiter zu quälen.
In einem Interview gegenüber "teltarif.de" gibt UnityMedia zu, technische Probleme damit zu haben, kundeneigene Modems ans Netz zu lassen.

Da man bei UnityMedia kein Geld für die Routermiete bezahlt (zumindest ich mit meinem Altvertrag nicht), können wirtschaftliche Interessen schon einmal nicht der Grund dafür sein, dass die Kabelbetreiber gegen kundeneigene Modems sind.
Leseratte10 hat geschrieben: zweitens könnte UM für den Anfang, bevor das alles automatisiert ist, einfach die Hotlinemitarbeiter die MAC eintragen lassen, genau wie wenn die ein neues Gerät verschicken würden.
Ähm - Gesetze richtig lesen:

Rein rechtlich (§5, Abs. 1 Satz 1, Abs. 2 FTEG) darf der Provider sogar davon ausgehen, dass der Kunde ein Modem mit einstellbarer MAC-Adresse verwendet und dem Kunden die zu verwendende MAC-Adresse vorschreiben. Diese ist natürlich rein zufällig dieselbe ist wie die vom TC7200, das der Kunde gegen eine geringe Gebühr mieten kann. Was für Zufälle es gibt!

Das "extra-Feature", dass jemand eine "kundenspezifische MAC-Adresse" verwenden kann, könnte ein Provider gegen Zusatzgebühren oder nur unter bestimmten Bedingungen anbieten.

Korrekt ist, dass die Modemhersteller in diesem Fall irgendwann Modems auf dem Markt bringen, bei denen man die MAC-Adresse einstellen kann. Aber das wird einige Zeit dauern und je nach dem, wie viele Leute überhaupt ein eigenes Kabelmodem haben wollen, werden es die Hersteller auch ganz bleiben lassen.
irrtum1 hat geschrieben: ich denke UM wird erst ende Juli Details rausrücken,
ich werde auf Nummer sicher gehen und meinen bereits gekündigten Vertrag nicht verlängern.
Falls UM tatsächlich technische Probleme hat, ist dann aber fraglich, ob man bis diese gelöst sind, einen neuen Vertrag bekommen kann.

Wenn du den Provider wechseln willst, kann dir das aber egal sein.

Reiner_Zufall
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Re: Routerzwang fällt Anfang August

Beitrag von Reiner_Zufall » 28.01.2016, 21:52

Ja, dann warten wir mal bis die ersten Problemthreads hier erstellt werden weil irgendwelche Router vom Kunden nicht so tun wie es der Kunde wünscht. Der Routerzwang bisher hatte auch seine Vorteile... Der Kunde konnte bei Problemen sich direkt an den Anbieter wenden und auch Support einfordern. Wenn aber der eigene dran hängt, werden mit Sicherheit einige Anbieter sagen... PECH, sieh zu wie Du klar kommst bei Problemen.
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Toxic
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Re: AW: Routerzwang fällt Anfang August

Beitrag von Toxic » 28.01.2016, 21:57

Die selbst gekauften Router können bestimmt nicht mehr Probleme verursachen, als der Schrott, der von UM als Hightech an die Kunden ausgegeben wird.
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mauszilla
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Re: Routerzwang fällt Anfang August

Beitrag von mauszilla » 28.01.2016, 22:05

Oh man, gehen die Spekulationen wieder los.

Im Gesetz ist klar und deutlich die Dose in der Wand als Netzabschlusspunkt deklariert und zwar für alle Kunden. Somit darf auch jeder Kunde eigene Hardware nutzen. Bestandskunden können nur nicht vor Ablauf die Gemietete Hardware zurückgeben (Telefon Komfort mit Fritte z.B.).

Auch heißt der Wegfall des Routerzwands nicht gleichzeitig das jeder eigene Hardware nutzen muss. Wer keine Ahnung hat kann weiterhin die Hardware von UM nutzen und hat den Service. Andere die mit den Gerätschaften nicht zufrieden sind können jedoch wählen andere Hardware zu nutzen.

Ist das wirklich so schwer zu verstehen?
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xysvenxy
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Re: Routerzwang fällt Anfang August

Beitrag von xysvenxy » 28.01.2016, 22:35

:super: @ mauszilla

johnnyboy
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Re: Routerzwang fällt Anfang August

Beitrag von johnnyboy » 28.01.2016, 23:23

MartinDJR hat geschrieben:... Rein rechtlich (§5, Abs. 1 Satz 1, Abs. 2 FTEG) darf der Provider sogar davon ausgehen, dass der Kunde ein Modem mit einstellbarer MAC-Adresse verwendet und dem Kunden die zu verwendende MAC-Adresse vorschreiben. Diese ist natürlich rein zufällig dieselbe ist wie die vom TC7200, das der Kunde gegen eine geringe Gebühr mieten kann. Was für Zufälle es gibt!

Das "extra-Feature", dass jemand eine "kundenspezifische MAC-Adresse" verwenden kann, könnte ein Provider gegen Zusatzgebühren oder nur unter bestimmten Bedingungen anbieten. ...
Kannst du mir mal auf die Sprünge helfen, was/wie du das genau meinst?
Hast du das hier raus gelesen?:
http://www.gesetze-im-internet.de/fteg/__5.html

Ich denke aber auch, z.B. hier bei teltarif ist ja von einer "Gesetzesänderung" die Rede.
D.h. die entsprechenden Gesetze würden dann erst (ab morgen?) geändert, so wie ich das verstehe.

Des Weiteren äußert sich teltarif auch noch mal in Bezug auf Bestandskunden:
Update, 18:45 Uhr: Inzwischen hat uns das Ministerium auf unsere Rückfrage zur Situation von Bestandskunden geantwortet. In der Stellungnahme bekräftigt eine Sprecherin die zuvor geäußerten Informationen: Der Zugang zum Internet muss demnach als passiver Netzabschlusspunkt ausgestaltet sein. "Diese Regelung berührt dabei jedoch nicht die Wirksamkeit bestehender vertraglicher Regelungen", heißt es weiter. Diesen Aussagen zufolge muss der Netzabschlusspunkt also vor dem Router liegen. Bestandskunden profitieren nicht automatisch von der Gesetzesänderung.
Wenn das Bundeswirtschaftsministerium nochmal den "passiven Netzabschlusspunkt" hervorhebt, wird's wohl so sein. Wenn es dann doch wieder auf eine Zwangs-Hardware (Modem) des Netzbetreibers hinaus liefe, hinter das man dann seine eigene klemmen müsste, wäre das ganze ja witzlos!

Ansonsten würde ich mal vermuten, dass Bestandskunden wohl tatsächlich auf die Kulanz des Unternehmens angewiesen sind. Und, da sich UM wahrscheinlich nicht mehr Arbeit mit der ganzen unliebsamen Sache machen wird, als notwendig, wird man da womöglich tatsächlich knallhart sein. Halt typisch unflexibel - wie immer! :wand:

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Re: Routerzwang fällt Anfang August

Beitrag von xysvenxy » 28.01.2016, 23:45

Wenn es dann doch wieder auf eine Zwangs-Hardware (Modem) des Netzbetreibers hinaus liefe, hinter das man dann seine eigene klemmen müsste, wäre das ganze ja witzlos!
Wo ist dein Problem mit einem reinen Kabelmodem (also einem Modulator/Demodulator) mit einem WAN und exakt einem LAN Port und ansonsten ohne weitere Funktion? Internetverbindung herstellen ist das einzige was das Ding kann.
So war das früher bei Ish und teilweise bei UM noch... man klemmt seinen Router dahinter und ist glücklich.

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Re: Routerzwang fällt Anfang August

Beitrag von conscience » 29.01.2016, 00:13

xysvenxy hat geschrieben:
Wenn es dann doch wieder auf eine Zwangs-Hardware (Modem) des Netzbetreibers hinaus liefe, hinter das man dann seine eigene klemmen müsste, wäre das ganze ja witzlos!
Wo ist dein Problem mit einem reinen Kabelmodem (also einem Modulator/Demodulator) mit einem WAN und exakt einem LAN Port und ansonsten ohne weitere Funktion? Internetverbindung herstellen ist das einzige was das Ding kann.
So war das früher bei Ish und teilweise bei UM noch... man klemmt seinen Router dahinter und ist glücklich.
Die "Problematik" könnte daran liegen, dass die HW-Hersteller so ein simples Gerät gar nicht mehr im Programm haben, sondern eher auf Modem-Router setzen - wegen des Kommerz versteht sich.
:kafffee:
Zuletzt geändert von conscience am 29.01.2016, 08:21, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Routerzwang fällt Anfang August

Beitrag von Leseratte10 » 29.01.2016, 05:59

Ein "Zwangs-MODEM" wäre für mich auch kein Problem, solange das Teil eben nicht routet.

Aber ich könnte mir durchaus vorstellen dass andere Kunden / AVM / usw. da was gegen haben weil dann eben keine eigene 6320/6340/6360/6490 genutzt werden kann.

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Re: Routerzwang fällt Anfang August

Beitrag von Reiner_Zufall » 29.01.2016, 06:09

Toxic hat geschrieben:Die selbst gekauften Router können bestimmt nicht mehr Probleme verursachen, als der Schrott, der von UM als Hightech an die Kunden ausgegeben wird.
Das ist richtig... Aber du weißt ja, es gibt auch Kunden, die Null Ahnung haben. Viele wollen das Ding anschließen und es soll danach funktionieren, ohne das man groß was machen muss... Das die Hw von UM Technikschrott ist, ist ja kein Geheimnis. Nicht nur Router sondern auch sonst was die so haben wie z
B. Horizon...
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Re: Routerzwang fällt Anfang August

Beitrag von Leseratte10 » 29.01.2016, 06:28

Und meinst du, diese Kunden, die null Ahnung haben, kaufen sich ein eigenes Modem? Die schließen weiterhin den TC an und fertig.

MartinDJR
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Re: Routerzwang fällt Anfang August

Beitrag von MartinDJR » 29.01.2016, 06:38

mauszilla hat geschrieben: Bestandskunden können nur nicht vor Ablauf die Gemietete Hardware zurückgeben (Telefon Komfort mit Fritte z.B.).
Nicht nur, dass sie die Hardware nicht zurück geben können: Sie können auch keine eigene Hardware anschließen.

Das zuständige Ministerium hat bestätigt, dass nur Neukunden einen Anspruch auf die Zugangsdaten vom Provider haben.

(Quelle: http://www.teltarif.de/routerzwang-absc ... 62612.html)

rv112
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Re: Routerzwang fällt Anfang August

Beitrag von rv112 » 29.01.2016, 07:28

Sobald ich einen Tarifwechsel mache (z.B. auf 400 Mbit/s) sollte dies dann jedoch auch für mich gelten, da mein Cisco Modem dies nicht unterstützt und ich dann ein schnelleres Modem kaufen muss.
KabelBW Internet seit 2003

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Re: Routerzwang fällt Anfang August

Beitrag von MartinDJR » 29.01.2016, 07:28

johnnyboy hat geschrieben: Kannst du mir mal auf die Sprünge helfen, was/wie du das genau meinst?
Hast du das hier raus gelesen?:
http://www.gesetze-im-internet.de/fteg/__5.html
Gerne doch:
§5, Abs. 1 Satz 1 FTEG hat geschrieben: Betreiber öffentlicher Telekommunikationsnetze sind verpflichtet,
1. genaue und angemessene technische Beschreibungen ihrer Netzzugangsschnittstellen bereitzustellen und zu veröffentlichen sowie der Bundesnetzagentur für Elektrizität, Gas, Telekommunikation, Post und Eisenbahnen unmittelbar mitzuteilen und ...
Diese "Schnittstellenbeschreibungen" kann bei einem Provider folgendermaßen aussehen:
... Die ersten sechs Bytes von Ethernet-Paketen, die zum Kunden gehen (im DOCSIS-Standard wäre dies die "Destination MAC address") und Bytes sechs bis elf von Ethernet-Paketen, die vom Kunden kommen (im DOCSIS-Standard wäre dies die "Source MAC address") enthalten nicht die entsprechende MAC-Adresse, sondern die vom Provider zugewiesene Kundennummer, die dem Kunden mit den Zugangsdaten mitgeteilt wird ...
Wenn es auch nur ein einziges Modem irgendwo zu kaufen gibt, bei dem man die MAC-Adresse einstellen kann, wird man noch nicht einmal argumentieren können, dass dies nur ein Trick vom Provider ist, um weiterhin "quasi-Zwangsmodems" zu haben.

Der Router, den ich seit 2007 habe, hat übrigens das Feature, dass sich seine MAC-Adresse automatisch an diejenige anpasst, die das Kabelmodem erwartet - weil dieser Trick wohl schon bei Providern genutzt worden ist, die die Kombination Zwangsmodem+Zwangsrouter vorgeschrieben haben!

So abwegig ist es also nicht, dass es bereits jetzt Modems gibt, bei denen man die MAC-Adresse einstellen kann.
johnnyboy hat geschrieben: Wenn das Bundeswirtschaftsministerium nochmal den "passiven Netzabschlusspunkt" hervorhebt, wird's wohl so sein. Wenn es dann doch wieder auf eine Zwangs-Hardware (Modem) des Netzbetreibers hinaus liefe, hinter das man dann seine eigene klemmen müsste, wäre das ganze ja witzlos!
"Passiver Netzabschlusspunkt" bedeutet lediglich, dass du an die Dose jedes geeignete Modem anschließen darfst (falls du denn eines bekommst). Dass du auch ein Recht darauf hast, irgendwo ein geeignetes Modem zu bekommen, steht nirgends.
johnnyboy hat geschrieben: Wenn es dann doch wieder auf eine Zwangs-Hardware (Modem) des Netzbetreibers hinaus liefe, hinter das man dann seine eigene klemmen müsste, wäre das ganze ja witzlos!
Es gibt viele Gesetze, die ihr Ziel zu 100% verfehlt haben:

Damit sich der Chef eines Unternehmens nicht kurz vor der Pleite noch bereichert, wurde ein Gesetz erlassen, nachdem Mitarbeiter unter bestimmten Umständen die letzten Monatsgehälter bei einer Firmenpleite zurückzahlen müssen.

Treffen sollte das vor allem die Chefs, die sich kurz vor der Pleite noch einmal einen fetten Bonus gegönnt haben.

Tatsächlich trifft es aber die einfache Putzfrau, von der man nach der Pleite ihres Arbeitgebers (und somit dem Verlust ihres Jobs) dann auch noch das Gehalt zurückfordert.

In wiefern das Gesetz das Ziel verfehlt hätte, wenn es wieder auf ein quasi-Zwangsmodem des Providers hinausläuft, ist aber sowieso fraglich: Ziel des Gesetzes war es, den Modemherstellern Märkte zu erschließen; es war nicht das Ziel des Gesetzes, irgend etwas für die Kunden zu tun!

hajodele
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Re: Routerzwang fällt Anfang August

Beitrag von hajodele » 29.01.2016, 07:50

MartinDJR hat geschrieben:"Passiver Netzabschlusspunkt" bedeutet lediglich, dass du an die Dose jedes geeignete Modem anschließen darfst (falls du denn eines bekommst). Dass du auch ein Recht darauf hast, irgendwo ein geeignetes Modem zu bekommen, steht nirgends.
Nehmen wir doch ein praktisches Beispiel, auf das es in vielen Fällen rauslaufen wird:
Kunde X will den Standardrouter nicht, hätte aber gerne eine Fritzbox 6490, die man dann als Neugerät in jedem Laden kaufen kann.

Leseratte10
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Re: Routerzwang fällt Anfang August

Beitrag von Leseratte10 » 29.01.2016, 10:17

Falls es interessiert, hier ist das neue Gesetz: http://www.bgbl.de/xaver/bgbl/media/73C ... 140647.pdf

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Re: Routerzwang fällt Anfang August

Beitrag von tomas » 29.01.2016, 10:41

Leseratte10 hat geschrieben:Falls es interessiert, hier ist das neue Gesetz: http://www.bgbl.de/xaver/bgbl/media/73C ... 140647.pdf
Der Link geht bei mir nicht.
Anschluss: Unitymedia, 3 Play Smart 50
Hardware: FritzBox 6320, Synology DiskStation DS213+

Daniel Ventura
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Re: Routerzwang fällt Anfang August

Beitrag von Daniel Ventura » 29.01.2016, 11:18

ich bin ja so gespannt ob ich meine private 6490 endlich ans netz nehmen kann :-) ich glaub ich ruf da gleich mal an und frag wie sie das machen bzw ob ich ihnen schonmal mac und Serial durchgeben kann.
Wird auch interessant werden ob AVM evtl aktuelle Firmwares rausrückt bzw ne Möglichkeit die 6490 von aussen zu flashen/upzugraden.

domserv
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Re: Routerzwang fällt Anfang August

Beitrag von domserv » 29.01.2016, 11:36

Link funktioniert nicht
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Re: Routerzwang fällt Anfang August

Beitrag von mauszilla » 29.01.2016, 11:41

http://www.bgbl.de/xaver/bgbl/start.xav ... 4064023338
Ist doch nicht so schwer selbst im Bundesgesetzeblatt nach zu schauen ;)
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Re: Routerzwang fällt Anfang August

Beitrag von johnnyboy » 29.01.2016, 12:36

MartinDJR hat geschrieben:...
§5, Abs. 1 Satz 1 FTEG hat geschrieben: Betreiber öffentlicher Telekommunikationsnetze sind verpflichtet,
1. genaue und angemessene technische Beschreibungen ihrer Netzzugangsschnittstellen bereitzustellen und zu veröffentlichen sowie der Bundesnetzagentur für Elektrizität, Gas, Telekommunikation, Post und Eisenbahnen unmittelbar mitzuteilen und ...
Diese "Schnittstellenbeschreibungen" kann bei einem Provider folgendermaßen aussehen:
... Die ersten sechs Bytes von Ethernet-Paketen, die zum Kunden gehen (im DOCSIS-Standard wäre dies die "Destination MAC address") und Bytes sechs bis elf von Ethernet-Paketen, die vom Kunden kommen (im DOCSIS-Standard wäre dies die "Source MAC address") enthalten nicht die entsprechende MAC-Adresse, sondern die vom Provider zugewiesene Kundennummer, die dem Kunden mit den Zugangsdaten mitgeteilt wird ...
Verstehe. Ist das ein Fallbeispiel oder konstruiert?
MartinDJR hat geschrieben:Wenn es auch nur ein einziges Modem irgendwo zu kaufen gibt, bei dem man die MAC-Adresse einstellen kann, wird man noch nicht einmal argumentieren können, dass dies nur ein Trick vom Provider ist, um weiterhin "quasi-Zwangsmodems" zu haben.

Der Router, den ich seit 2007 habe, hat übrigens das Feature, dass sich seine MAC-Adresse automatisch an diejenige anpasst, die das Kabelmodem erwartet - weil dieser Trick wohl schon bei Providern genutzt worden ist, die die Kombination Zwangsmodem+Zwangsrouter vorgeschrieben haben!

So abwegig ist es also nicht, dass es bereits jetzt Modems gibt, bei denen man die MAC-Adresse einstellen kann.
In dem oben verlinkten "Gesetz zur Auswahl und zum Anschluss von Telekommunikationsendgeräten" wurden ein paar Paragrafen hinzugefügt oder geändert. Den von dir genannten §5 scheint das aber nicht zu betreffen. Demnach könnte dieses "Schlupfloch" bestehen bleiben.
Für mich klingt das aber ein wenig arg konstruiert.
Vielleicht wird es aber auch tatsächlich darauf hinaus laufen, dass die Geräte dann eine frei einstellbare MAC-Adresse haben müssen.
MartinDJR hat geschrieben:... "Passiver Netzabschlusspunkt" bedeutet lediglich, dass du an die Dose jedes geeignete Modem anschließen darfst (falls du denn eines bekommst). Dass du auch ein Recht darauf hast, irgendwo ein geeignetes Modem zu bekommen, steht nirgends.
...
Das ist aber jetzt etwas wortklauberisch! Wäre natürlich theoretisch möglich. Genauso wie man zwar einen Autoführerschein machen darf, es aber theoretischh sein könnte, dass es keine Autos zu kaufen gäbe. Es ist ja nicht so, dass Kabel-Anschlüsse ein kleiner Nischen-Markt wären. Und außerdem produzieren ja Hersteller wie AVM schon seit Jahren Geräte mit dem DOCSIS 3.0 Standard. Womöglich müssten diese nur geringfügig angepasst werden (vielleicht reicht sogar eine neue Firmware) und sind dann für den Endkundenmarkt (im freien Verkauf) tauglich.
MartinDJR hat geschrieben:In wiefern das Gesetz das Ziel verfehlt hätte, wenn es wieder auf ein quasi-Zwangsmodem des Providers hinausläuft, ist aber sowieso fraglich: Ziel des Gesetzes war es, den Modemherstellern Märkte zu erschließen; es war nicht das Ziel des Gesetzes, irgend etwas für die Kunden zu tun!
Jein. Erzählt haben uns damals die Politiker, dass sie das für "uns" ändern wollen (wenn ich das richtig in Erinnerung habe!). Tatsächlich stehen dahinter - wie immer - natürlich auch wirtschaftliche Interessen. Diese beschränken sich aber sicher nicht rein auf "Modemhersteller", weil kaum ein Mensch heute noch ein reines Modem will , sondern vor allem auf Hersteller von Kominationsgeräten (Modem und Router in einem, auch ich will da keine zwei Geräte rumstehen haben).

PS: Bei mir funktioniert der Link!(http://www.bgbl.de/xaver/bgbl/media/73C ... 140647.pdf)

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Re: Routerzwang fällt Anfang Augus

Beitrag von conscience » 29.01.2016, 12:55

Vielleicht wird es aber auch tatsächlich darauf hinaus laufen, dass die Geräte dann eine frei einstellbare MAC-Adresse haben müssen.

Kann ich mir nicht vorstellen, da eine MAC Adresse immer eindeutig sein muss / sollte

Viel eher dürfte / könnte es so sein, dass der Nutzer eines privaten Modem dem Anbieter seine MAC Adresse mitteilen muss... eventuell kann ein System des ISP die MAC auch automatisch erkennen.
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Re: Routerzwang fällt Anfang August

Beitrag von Leseratte10 » 29.01.2016, 12:58

Klar kann der Provider die MAC automatisch erkennen - dann aber leider nicht mehr einem Kunden zuordnen, weil man die Endgeräte ja nur an der MAC unterscheiden kann.

Und wieso sollte es keine Geräte mit einstellbarer MAC geben? Solange das entsprechende Provider-Gerät mit der gleichen MAC eh nur im Schrank liegt ...

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Re: Routerzwang fällt Anfang August

Beitrag von GoaSkin » 29.01.2016, 15:19

Hier hatte mal ein User berichtet, dass in Australien eine Variante umgesetzt ist, wonach unbekannte Modems so provisioniert werden, dass der User auf eine Landing-Page geleitet wird. Auf dieser lassen sich dann die Daten zur richtigen Freischaltung des Gerätes eingeben. Das wäre auch für deutsche Kabelanbieter eine denkbare Variante.
Es gibt drei Fleischsorten: Beef, Chicken und Veggie. Von welchem Tier die kommen? Von garkeinem, sondern aus der Packung.

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