Netgear Router defekt - wer ist zuständig?

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Konfident
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Netgear Router defekt - wer ist zuständig?

Beitrag von Konfident » 17.03.2008, 20:19

Hallo zusammen,

bei einem Freund (3PLAY 10.000) ist der mitgelieferte Netgear-Router vermutlich defekt. Sendereichweite quasi = 0.
Direkt ans Modem angeschlossen funktioniert, und auch ein anderer Router aus dessen Familie tuts... nur der mitgelieferte will keinen Mucks machen.

Die UM-Hotline sagt, UM wäre nicht zuständig, sondern Netgear. Richtig so? Oder wem muss man Dampf machen, damit der defekte (ist jetzt schon 3 Wochen (seit Lieferung) defekt am rumgammeln, der Kumpel hatte noch keine Zeit zum reklamieren...jaja...) Router ausgetauscht wird?
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2bright4u
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Re: Netgear Router defekt - wer ist zuständig?

Beitrag von 2bright4u » 17.03.2008, 20:33

Wenn Du das Gerät bei UM gekauft hättest, wäre die Antwort einfach: UM müsste als Händler gerade stehen.

Da das gGrät aber als "Dreingabe" verteilt wird, bin ich mir nicht sicher. Ich würde zumindest versuchen, mit Netgear in Kontakt zu treten.
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Re: Netgear Router defekt - wer ist zuständig?

Beitrag von Konfident » 17.03.2008, 20:39

Klar, ist ja nicht "gekauft", schon klar.
Dennoch... wenn mir UM bei der Werbung verspricht: "hier, kriegste auch kostenlos noch das Equipment, was Du ja auch eigentlich brauchst", bei Nichtfunktion dann aber direkt bei defekt auf den Hersteller in Timbuktu zeigt und sagt "ja, nee, daaaaa haben wir ja nix mit zu tun, das mach man schön selber..." - ist natürlich schade, warum sollte da nicht mal ein Techniker hinfahren (von mir aus noch 20 EUR dafür bekommen) und den Router austauschen können.

Hab ihm aber auch schon empfohlen, die Hotline von Netgear zu belästigen - er ist da etwas lahm und muss angetrieben werden ;)
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Re: Netgear Router defekt - wer ist zuständig?

Beitrag von Moses » 17.03.2008, 21:53

Netgear ist zuständig. Das hat nichts damit zu tun, dass UM sich drückt, sondern damit, dass UM sinnvollerweise mit Netgear einen Vertrag abgeschlossen, dass der Hersteller, der das viel besser kann als UM selber, den Support für seine Geräte im Auftrag von UM übernimmt.

Das gilt so übrigens für alle Geräte, die man von UM bekommt (bis auf das Modem, was ja immer im Besitz von UM bleibt), also Router egal ob D-Link oder Netgear, Reciever von TT und Samsung... immer direkt an den Hersteller wenden, die müssen weiterhelfen, nach dem Hinweis, dass man das Gerät von UM bekommen hat.

Und dass Geräte per Techniker ausgetauscht werden? Geht's noch? Wo gibt's das denn? Wenn man Glück hat, bekommt man so einen Service noch bei "Großgeräten", also Waschmaschiene, Kühlschrank und anderem, was man nicht schleppen kann... aber für alles andere gibt's sowas schon seit Jahren nicht mehr oder man zahlt mindestens 50€ extra explizit oben drauf. :)

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Re: Netgear Router defekt - wer ist zuständig?

Beitrag von 2bright4u » 17.03.2008, 21:56

Dass Geräte ausgetauscht werden, ist 1. Verhandlungssache beim Einkauf und ist 2. beim Kauf von TFT-Monitoren ABSOLUT normal...
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Re: Netgear Router defekt - wer ist zuständig?

Beitrag von Bastler » 18.03.2008, 19:52

"hier, kriegste auch kostenlos noch das Equipment, was Du ja auch eigentlich brauchst"
Der war gut. Als ob man diesen komischen Router wirklich brauchen würde :zwinker:

Hat jetzt nichts mehr mit UM zu tun, aber dazuz muss ich kurz was sagen, da ich ja acuh in der Branche längere Zeit gearbeitet habe:
Dass Geräte ausgetauscht werden, ist 1. Verhandlungssache beim Einkauf und ist 2. beim Kauf von TFT-Monitoren ABSOLUT normal...
Das ist nicht nur Verhandlunssache, sondern auch einzig und allein Sache des Händlers. Er kann das so machen, wie er will und ist keinesfalls zum Austausch bei Defekt verprflichtet.
Es kommt darauf an, was der Händler für ein "Abkommen" mit dem Hersteller / Lieferanten hat - sprich, ob er für das Defekte Gerät selbst ein neues Gerät ersetzt bekommt, dass er dann in den Verkauf stellen kann (weil er da ja dein Tauschgerät hergenommen hat), oder ob er das defekte Gerät einschicken / reparieren muss und dann später das reparierte Gerät in der Verkauf stellen und als "neu" verkaufen muss.
Dass man letzeres als Händler ungern macht, dürfte klar sein. Darum würde ich als Händler in so einem Fall nicht einfach die Geräte auf eigene Faust tauschen.
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Re: Netgear Router defekt - wer ist zuständig?

Beitrag von NIN » 24.03.2008, 15:07

Hallo,

ich möchte mich ganz kurz zu Wort melden, weil ich denke, dass die vorangegangenen Antworten auf die Frage nicht ganz korrekt sind.

Der Vertrag wurde mit UM geschlossen, mit niemandem sonst. Netgear ist überhaupt kein Vertragspartner hier. (Wer wirklich Lust hat, kann man im "§478 Rückgriff des Unternehmers" lesen. UM hat Regressansprüche als Händler gegenüber seinem Zulieferer. Das tut aber hier gar nichts zur Sache.)
Nochmals genauer zu den vertraglichen Beziehungen: Es geht vertraglich neben Dienstleistungen (Internet, Telefonie etc.) ebenfalls um die Lieferung von Endgeräten, die für die Bereitstellung dieser Dienste erforderlich sind. Obwohl UM für diese Geräte kein gesondertes Entgelt verlangt, erfolgt dieser Erwerb dennoch entgeltlich, denn das Entgelt macht einen Teil der monatlich wiederkehrenden Zahlungen (Mindestvertragslaufzeit) aus. Eine Leihe oder gar Schenkung kann man ausschließen. Insofern: JA, es liegen Kaufverträge über IT-geräte vor! Und JA, UM ist als Verkäufer ein gesetzlich Verpflichteter (Haupt- und Nebenpflichten) aus Kaufverträgen.

Nun handelt es sich hier um einen Verbrauchsgüterkauf, weil ein Verbraucher bei einem Unternehmer (UM) (eine bewegliche Sache) einkauft. Das Kaufrecht ist zugunsten des Verbrauchers. Bei Vorliegen eines Sachmangels (Routerdefekt) hat man als Käufer sogar eine ganze Reihe an Rechten gegen UM als Verkäufer. Es gilt z. B. zwingend die zweijährige Verjährungsfrist für neue Sachen (Gewährleistungsrechte). Besonders interessant ist auch, dass wenn sich der Mangel in den ersten sechs Monaten bereits gezeigt hat, gesetzlich sogar vermutet wird, dass der Mangel schon bei der Übergabe der Kaufsache vorgelegen hat (Beweislastumkehr!). Insofern müsste UM nämlich dem Käufer das Gegenteil beweisen, nämlich dass die Sache bei Übergabe mangelfrei war, was quasi praktisch niemals gelingt.

Also Bitte: Möglichst rasch an UM wenden (notfalls Anwalt) und nicht jeden Mist glauben, den die Hotline erzählt!

Viele Grüße
NIN

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Re: Netgear Router defekt - wer ist zuständig?

Beitrag von Grothesk » 24.03.2008, 16:06

Abgesehen vom rechtlichen Rahmen:
Ich habe einen von UM gelieferten microTT 254 direkt bei Technotrend getauscht.

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Dinniz
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Re: Netgear Router defekt - wer ist zuständig?

Beitrag von Dinniz » 24.03.2008, 20:19

Ähm .. der Router ist für den Betrieb nicht erforderlich und fällt damit nicht in die Aussage der AGBs.
Der Router ist eine Gratisbeigabe und mehr nicht.
Also bitte hör auf mit Rechten und Anwalt.

DigitalReciever werden über den Hersteller ausgetauscht.
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Re: Netgear Router defekt - wer ist zuständig?

Beitrag von Moses » 24.03.2008, 20:41

NIN hat geschrieben:Hallo,

ich möchte mich ganz kurz zu Wort melden, weil ich denke, dass die vorangegangenen Antworten auf die Frage nicht ganz korrekt sind.

Der Vertrag wurde mit UM geschlossen, mit niemandem sonst. Netgear ist überhaupt kein Vertragspartner hier. (Wer wirklich Lust hat, kann man im "§478 Rückgriff des Unternehmers" lesen. UM hat Regressansprüche als Händler gegenüber seinem Zulieferer. Das tut aber hier gar nichts zur Sache.)
Nochmals genauer zu den vertraglichen Beziehungen: Es geht vertraglich neben Dienstleistungen (Internet, Telefonie etc.) ebenfalls um die Lieferung von Endgeräten, die für die Bereitstellung dieser Dienste erforderlich sind. Obwohl UM für diese Geräte kein gesondertes Entgelt verlangt, erfolgt dieser Erwerb dennoch entgeltlich, denn das Entgelt macht einen Teil der monatlich wiederkehrenden Zahlungen (Mindestvertragslaufzeit) aus. Eine Leihe oder gar Schenkung kann man ausschließen. Insofern: JA, es liegen Kaufverträge über IT-geräte vor! Und JA, UM ist als Verkäufer ein gesetzlich Verpflichteter (Haupt- und Nebenpflichten) aus Kaufverträgen.

Nun handelt es sich hier um einen Verbrauchsgüterkauf, weil ein Verbraucher bei einem Unternehmer (UM) (eine bewegliche Sache) einkauft. Das Kaufrecht ist zugunsten des Verbrauchers. Bei Vorliegen eines Sachmangels (Routerdefekt) hat man als Käufer sogar eine ganze Reihe an Rechten gegen UM als Verkäufer. Es gilt z. B. zwingend die zweijährige Verjährungsfrist für neue Sachen (Gewährleistungsrechte). Besonders interessant ist auch, dass wenn sich der Mangel in den ersten sechs Monaten bereits gezeigt hat, gesetzlich sogar vermutet wird, dass der Mangel schon bei der Übergabe der Kaufsache vorgelegen hat (Beweislastumkehr!). Insofern müsste UM nämlich dem Käufer das Gegenteil beweisen, nämlich dass die Sache bei Übergabe mangelfrei war, was quasi praktisch niemals gelingt.

Also Bitte: Möglichst rasch an UM wenden (notfalls Anwalt) und nicht jeden Mist glauben, den die Hotline erzählt!

Viele Grüße
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Tja, schön das du aufzeigst, wie schwachsinnig die Deutschen Gesetze da sind... Wem kann ein Händler schon irgendwelchen Support geben für das, was er verkauft?

Im Fall von UM ist es tatsächlich deutlich einfacher sich direkt an den Hersteller zu wenden. Sobald man denen gesagt hat, dass das Gerät von UM ist, ist der Austausch quasi schon unterwegs... warum sollte man auch mit UM kommunizieren? Die wissen halt nichts über die Geräte. Die Kommunikation kann man sich als reine Zeitverschwendung getrost sparen. Das gilt so auch für viele anderen Hersteller bzw. Händler... es wäre schöner wenn das Gesetz die Hersteller zu einem vernünftigen Support bringen würde, als einem irgendwelche nutzlosen Rechte gegen über Händlern einzuräumen...

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Re: Netgear Router defekt - wer ist zuständig?

Beitrag von NIN » 25.03.2008, 12:17

@ Moses
Stell Dir mal folgendes vor: Hersteller nur in CN, Händler aber in DE. Ich glaube, mehr braucht man nicht zu sagen.
Dass Händler heutzutage immer weniger am Gerät selbst tun können, ist doch nicht das Problem der Käufer oder?
Dann müssen die Händler sich halt behelfen (Reparatur outsourcen, Austauschgeräte etc.). Tun sie das nicht, sind sie nicht lange am Markt.

@ Dinniz
Sorry für meine Offenheit, aber Deine Antwort rauscht ziemlich. :-)
AGB? Also gesetzlich zwingende Verpflichtungen (Haftung etc.) kann man gar nicht abbedingen. OB/was in AGB steht ist diesbezüglich ziemlich uninteressant. "Gratisbeigabe"? :) Hehe. Da fallen mir noch mehr Samariterfirmen ein, z.B. 0-Euro-Handy-Vodafone. *lacht*

Man sollte sich _immer_ an den Händler wenden und das nachweisbar. Wendet man sich nämlich kurz vor dem Ende der 2 Jahre Gewährleistungsfrist zB an Netgear und nicht an UM, hat man ggf. verloren. Wenn es praktisch super läuft mit Netgear, warum nicht. Aber zuständig bleibt UM. Schließlich kann das für Konfident (1. Poster) erheblich sein. Ihm ist nicht geholfen, wenn er den Eindruck bekommt, er hätte keine Rechte ggü. UM, weil das nämlich einfach Quatsch ist.

Grüße
NIN

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Re: Netgear Router defekt - wer ist zuständig?

Beitrag von Dinniz » 25.03.2008, 17:03

Kannst du mir denn ein Gesetz zeigen dass jemand verpflichtet kostenlose Hardware zu ersetzen?
Auf gekaufte Ware hat man immer Garantie - klar.
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Re: Netgear Router defekt - wer ist zuständig?

Beitrag von Moses » 25.03.2008, 22:03

NIN hat geschrieben:@ Moses
Stell Dir mal folgendes vor: Hersteller nur in CN, Händler aber in DE. Ich glaube, mehr braucht man nicht zu sagen.
Dass Händler heutzutage immer weniger am Gerät selbst tun können, ist doch nicht das Problem der Käufer oder?
Dann müssen die Händler sich halt behelfen (Reparatur outsourcen, Austauschgeräte etc.). Tun sie das nicht, sind sie nicht lange am Markt.
Doch, wenn man sich allein auf den Händler als Ansprechpartner verlässt, dann ist es ganz klar das Problem des Käufers. Ein Händler, der einem bei Problemen nicht helfen kann, außer einfach alles austauschen, ist auch nicht das wahre...

Wenn's nicht anders geht, weil der Hersteller keinen ordentlichen Support hat in Deutschland (wobei es oft auch kein Problem ist über einen Internationalen Support Hilfe zu bekommen, das gilt natürlich für billig Produkten nur eingeschränkt), kann man sich auch an den Händler wenden, trotzdem sollte man sich ruhig daran gewöhnen erstmal beim Hersteller nachzufragen, das kann einem sehr viel Streß und/oder unnötig lange Wartezeiten sparen.

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Re: Netgear Router defekt - wer ist zuständig?

Beitrag von NIN » 26.03.2008, 17:21

Hallo Diniz,
Dinniz hat geschrieben:Kannst du mir denn ein Gesetz zeigen dass jemand verpflichtet kostenlose Hardware zu ersetzen?
Was ich in meiner ersten Antwort eigentlich sagen wollte ist, dass das gar nicht unentgeltlich (kostenlos) ist.
Wäre es wirklich unentgeltlich, dann wäre das in der Tat kein Kauf, sondern eine Leihe oder eine Schenkung.
Nun, man muss sich das genau ansehen.

Da steht zum Beispiel folgendes:

"Wireless-LAN-Router gratis.*"
ganz klein steht dann:
"* Nur für Kunden, die in den letzten 3 Monaten keinen ish/iesy/Unitymedia Internetanschluss hatten. Mit Ablauf der Mindestvertragslaufzeit gehört der WLAN-Router Ihnen."

Wäre es unentgeltlich, brauchte man doch den Vertrag über die Dienstleistung nicht abzuschließen oder? Es ist entgeltlich. Natürlich. :) Wo bekommt man schon etwas geschekt. :) Ich hatte das eingangs ausführlicher schon erklärt. Das heißt, es gelten die § des BGB, die sich um den Kauf drehen inkl. Haftung für Sach- und Rechtsmängel und so weiter. Eine Miete scheidet übrigens auch aus.
Dinniz hat geschrieben:Auf gekaufte Ware hat man immer Garantie - klar.
Um ehrlich zu sein, das stimmt leider auch nicht. Garantie ist eine freillige Sache des Herstellers. Die hat man eher selten eigentlich. Was man bei neuen Sachen immer hat, sind Gewährleistungsrechte. Das sind gesetzliche Rechte des Käufers.

Viele Grüße
NIN

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Re: Netgear Router defekt - wer ist zuständig?

Beitrag von Odious1978 » 26.03.2008, 18:00

Den Netgear Router erhält ein Kunde als Geschenk, somit hat der Kunde keinerlei Garantie oder Gewährleistungsansprüche gegenüber UM, da er für dieses Gerät keinen einzigen Cent zahlen musste.
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Re: Netgear Router defekt - wer ist zuständig?

Beitrag von NIN » 26.03.2008, 19:14

Odious1978 hat geschrieben:Den Netgear Router erhält ein Kunde als Geschenk, somit hat der Kunde keinerlei Garantie oder Gewährleistungsansprüche gegenüber UM, da er für dieses Gerät keinen einzigen Cent zahlen musste.
Sorry aber das ist kompletter Unfug.
Maßgebliches Abgrenzungskriterium zwischen Kauf und Schenkung ist die Unentgeltlichkeit.
Unentgeltlich ist eine Zuwendung dann, wenn sie unabhängig von einer Gegenleistung geschieht.
Garantie hat überdies auch gar nichts damit zu tun, denn eine Garantie kann auch der Beschenkte erhalten.

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Re: Netgear Router defekt - wer ist zuständig?

Beitrag von Odious1978 » 26.03.2008, 19:34

Garantie und Gerwährleistung erhält nur der, der einen Kaufbeleg oder Bon hat für dieses Endgerät, oder durch Zeugen beweisen kann, das er dieses Endgerät in einem besagten Laden zu einem bestimmten Termin gekauft hat.

Hat der Kunde einen Kaufbeleg oder Bon über dieses Endgerät von UM erhalten? Nein, hat er nicht.

Ist UM verpflichtet dem Kunden Garantie oder Gewährleistung einzuräumen für dieses Endgerät, da dieses nicht zum Anschluss gehört? Nein.

UM wird diesen Netgear Router nicht austauschen oder ersetzen, da es eine Schenkung ist und der Hersteller selber ist für Garantie und Gewährleistung zuständig. So ist leider die Realität.
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Re: Netgear Router defekt - wer ist zuständig?

Beitrag von Moses » 26.03.2008, 21:02

Hm.. also irgendwie kritisch finde ich die Formulierung: "Mit Ablauf der Mindestvertragslaufzeit gehört der WLAN-Router Ihnen."

Das würde ja implizieren, dass der Router während der MVLZ noch UM gehört, was dann auch bedeuten würde, dass sie während der Zeit zur Ausbesserung verpflichtet wären, oder nicht? ;)

Die ganze Diskussion ist allerdings hinfällig, da keiner einem Händler (oder was auch immer UM in dem Fall sein mag) jemand anderen (z.B. den Hersteller) mit der Bearbeitung von Support-Fällen zu beauftragen. Ob das jetzt ein extra Callcenter von UM ist, oder direkt der Hersteller, der Bescheid weiß, was UM Kunden an geht, ist da ziemlich egal. Wenn man die UM Hotline Anruft und ein Problem mit dem Router hat, leiten die einen an die Hotline des Herstellers weiter, der UM Geräte auch Problemlos austauscht. So funktioniert die Gewährleistung gut, bis jetzt gab's da außer, dass die Leute eine andere Nummer wählen mussten (womit der ein oder andere dann scheinbar doch überfordert war) keine Probleme.

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Re: Netgear Router defekt - wer ist zuständig?

Beitrag von NIN » 26.03.2008, 22:01

Odious1978 hat geschrieben:Garantie und Gerwährleistung erhält nur der, der einen Kaufbeleg oder Bon hat für dieses Endgerät, oder durch Zeugen beweisen kann, das er dieses Endgerät in einem besagten Laden zu einem bestimmten Termin gekauft hat. Hat der Kunde einen Kaufbeleg oder Bon über dieses Endgerät von UM erhalten? Nein, hat er nicht.
Man kann einen Kauf über bewegliche Sachen rechtswirksam auch mündlich abschließen (natürlich auch ohne Zeugen).
Normalerweise hat man dann keinen Beleg aber dennoch die gleichen Rechte und Pflichten.
Odious1978 hat geschrieben:Ist UM verpflichtet dem Kunden Garantie oder Gewährleistung einzuräumen für dieses Endgerät, da dieses nicht zum Anschluss gehört? Nein.
Ich kann nicht erkennen, inwieweit der Zweck des Gerätes kaufrechtlich von Bedeutung sein sollte.
Odious1978 hat geschrieben:UM wird diesen Netgear Router nicht austauschen oder ersetzen, da es eine Schenkung ist und der Hersteller selber ist für Garantie und Gewährleistung zuständig.
Es ist _keine_ Schenkung, da eine Gegenleistung vorliegt. Ohne Dienstleistungsvertrag, nicht einmal Router-Besitz. Zum Router-Eigentum: "Mit Ablauf der Mindestvertragslaufzeit gehört der WLAN-Router Ihnen." Das bedeutet auf deutsch, UM behält sich sogar das Eigentum daran bis zum Ablauf der Mindestvertragslaufzeit des Dienstleistungsvertrages vor. Zu diesem Zeitpunkt ist dann das Entgelt erst völlig entrichtet.
Immernoch von einer Schenkung überzeugt?
Odious1978 hat geschrieben:So ist leider die Realität.
Nun, wessen Realität das auch sein mag. Es hat jedenfalls mit Recht nicht viel gemeinsam. :brüll:

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Re: Netgear Router defekt - wer ist zuständig?

Beitrag von Odious1978 » 26.03.2008, 23:18

Garantie- oder Gewährleistungsansprüche gelten zu machen, obliegt dem Nachweis des Kaufes, durch einen Kaufbeleg oder Zeugen mit Angabe das genauen Termin des Kaufes. So könnte ja jeder daher kommen. Schaue in die BGB, so in etwa steht es dort.

Ich weiss selber was in der AGB steht der UM, aber UM tauscht den Router aber leider nunmal nicht aus, da dieser nicht zum Anschluss gehört. Zum Anschluss gehört die MM-Dose, MTA und UM-Receiver und die werden bei einem Defekt von UM ausgetauscht. Bei einem Defekt des Routers ist der Hersteller zuständig und auf den verweist UM immer wenn man dort anruft.
Die Kunden rufen auch uns an, weil unsere Techniker ja den Router bei der Montage des MM-As übergeben und wir sollen laut UM sagen, dass sich der Kunde an den Hersteller wenden muss.

Zitat:
Die Garantieerklärung bindet denjenigen, der die Erklärung abgibt. Geschieht dies durch den Hersteller, steht dieser dem Käufer neben dem Verkäufer zur Verfügung. Der Gegenstand der Garantie, z.B. eine bestimmte Produkteigenschaft wie die wahrscheinliche Laufleistung, muss in der Garantieerklärung festgelegt sein.
Die Rechte aus der Garantie sind in den Garantiebedingungen festzulegen. Diese sind gesondert von den Rechten aus dem Kaufvertrag zu behandeln. Die Garantie sollte eine Geltungsdauer enthalten.
Dabei sieht § 443 Abs. 2 BGB eine Beweislastumkehr vor, d.h., bei einem während der Garantiezeit auftretenden Mangel wird vermutet, dass dieser auch zur Inanspruchnahme der Leistungen aus der Garantie berechtigt.
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Re: Netgear Router defekt - wer ist zuständig?

Beitrag von trueblue » 27.03.2008, 16:58

Für meinen defekten D-Link Router hatte mir D-Link problemlos und umgehend einen neuen geschickt.
Konnte den alten sogar unfrei zurückschicken. Das ist wirklich ein 1a-Service :super:

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Re: Netgear Router defekt - wer ist zuständig?

Beitrag von NIN » 28.03.2008, 20:15

Odious1978 hat geschrieben:Zitat: Die Garantieerklärung [...]
Hier geht es aber überhaupt nicht um Garantien, sondern um gesetzliche Rechte (Gewährleistung) des Käufers. Das sind vollkommen verschiedene Sachen.

Viele Grüße
NIN

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Re: Netgear Router defekt - wer ist zuständig?

Beitrag von Odious1978 » 28.03.2008, 20:28

Selbst um den Gewährleistungsanspruch geltent zu machen, muss der Käufer nachweisen können das er Anspruch darauf hat. So läuft es leider in Deutschland!
Diesen Anspruch hat der Käufer aber nicht gegenüber UM, denn dieser verweist auf den Hersteller, was legitim ist.
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Re: Netgear Router defekt - wer ist zuständig?

Beitrag von maggie » 29.03.2008, 00:08

hallo,

wenn man bedenkt, daß Du das Teil frei versenden musst zum Garantietausch oder ähnliches, dann wird es für Dich einfacher sein, das Teil bei Ebay für 1-2 Euro zuschiessen. Insgesamt kommt es Dich kaum teurer, aber Du hast es schnell am Laufen :zwinker:
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Re: Netgear Router defekt - wer ist zuständig?

Beitrag von Konfident » 31.03.2008, 08:08

so, sorry, dass ich hier gar nicht mehr geantwortet habe.
Mittlerweile hat mein phlegmatischer Kumpel tatsächlich dann die Hotline von NetGear bemüht, und die meinten, er solle den Router einschicken, die würden ihm einen neuen zuschicken. Gespräch von 3 Minuten und ein Problem weniger...
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