Routerzwang bleibt

In vielen Netzen von Unitymedia sind Internet und Telefonie bereits verfügbar.
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Dinniz
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Re: Routerzwang bleibt

Beitrag von Dinniz » 03.04.2015, 01:06

Pssssst
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mauszilla
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Re: Routerzwang bleibt

Beitrag von mauszilla » 03.04.2015, 09:16

Trotz allem sollten die Herren da mal klar Tacheles reden und diverse Dinge richtig beim Namen nennen.
Es gibt schon einen gewaltigen Unterschied zwischen Router und Modem. Wenn sie dies einmal erkennen könnte man durchaus das Modem als Übergabepunkt behalten. Derzeit wollen sie es ja dahingehend ändern, das die Dose in der Wand der Übergabepunkt wäre.

Manipulationen und somit Störungen sind immer Möglich. Das diese nicht legal sind ist ja mal Irrelevant.
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Joerg
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Re: Routerzwang bleibt

Beitrag von Joerg » 03.04.2015, 11:37

Bleibt die Tatsache, dass viele Billigrouter auch 2015 noch nicht mit IPv6 + DSLite klarkommen. Allein das wird zu einem deutlichen Anstieg des Supportaufwandes führen...

Jörg

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Re: Routerzwang bleibt

Beitrag von mauszilla » 03.04.2015, 11:49

Welcher Supportaufwand für selbst gekaufte Router? Selbst gekauft kein Support oder Kostenpflichtig.
Wer keine Ahnung von der Materie hat kann je weiterhin freiwillig die komplette Hardware von UM nehmen mit Support. Nur sollten nicht alle dazu gezwungen werden.
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hajodele
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Re: Routerzwang bleibt

Beitrag von hajodele » 03.04.2015, 11:57

Joerg hat geschrieben:Bleibt die Tatsache, dass viele Billigrouter auch 2015 noch nicht mit IPv6 + DSLite klarkommen. Allein das wird zu einem deutlichen Anstieg des Supportaufwandes führen...
Warum? Diese Geräte gehören wirklich nicht zum Support des Providers.
Wir hatten erst im Spätjahr einen Ähnlichen Fall mit den 200Mbit-Verträgen via 3208/3212, als viele feststellen mussten, dass ihre vorhandenen Router die Speed einfach nicht packen.
Auch das ging den UM-Support zurecht nix an.
Es wäre allerdings seitens UM angebracht, doch endlich mal schon im Vorfeld IPv6/DS-Lite beim Namen zu nennen. Das aber unabhängig von der Zwangsrouter-Geschichte.

hajodele
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Re: Routerzwang bleibt

Beitrag von hajodele » 03.04.2015, 12:01

mauszilla hat geschrieben:Wer keine Ahnung von der Materie hat kann je weiterhin freiwillig die komplette Hardware von UM nehmen mit Support
Zu Modemzeiten, die ja noch gar nicht so lange Geschichte sind, wurden gerne DLink-Produkte mit verhökert. Selbst da war der Support sehr klein geschrieben.
Die Speed kommt am Modem an und das Telefon geht, also gut ist. Alles andere geht uns nichts an.

mauszilla
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Re: Routerzwang bleibt

Beitrag von mauszilla » 03.04.2015, 12:11

nun ja, die wurden nicht verhöker sondern verschenkt ;)
Zumindest war das in meinem Fall so.
Meine damit auch die Heutige Zeit wo man die Wahl zwischen Modem und Komplettlösung wie Horizon oder TC haben sollte, statt diesem beschissenen Zwang deren Router nehmen zu müssen.
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GoaSkin
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Re: Routerzwang bleibt

Beitrag von GoaSkin » 03.04.2015, 14:57

mauszilla hat geschrieben:Trotz allem sollten die Herren da mal klar Tacheles reden und diverse Dinge richtig beim Namen nennen.
Es gibt schon einen gewaltigen Unterschied zwischen Router und Modem. Wenn sie dies einmal erkennen könnte man durchaus das Modem als Übergabepunkt behalten. Derzeit wollen sie es ja dahingehend ändern, das die Dose in der Wand der Übergabepunkt wäre..
Wie gesagt ist der NTBA beim ISDN auch ein Übergangspunkt - in Form einer Dose an der Wand mit Technik drin, die von der Telekom kommt. Eine standardisierte Komponente, die u.A. verhindert, dass hier eigene Technik das Netz stören könnte, aber den Benutzer nicht einschränkt. So etwas in der Art wäre auch für das Kabel-Internet denkbar, sodass der Unity Media Techniker eine Art Modem installiert, das lediglich eine DOCSIS-LAN-Brücke darstellt. Für Bestandskunden wäre das kleinste Übel, auf Wunsch die ganzen Router in den Bridge-Modus umzukonfigurieren, was ja prinzipiell auch alle von Unity Media ausgelieferten Geräte unterstützen, aber künstlich verhindert wird.

Joerg hat geschrieben:Bleibt die Tatsache, dass viele Billigrouter auch 2015 noch nicht mit IPv6 + DSLite klarkommen. Allein das wird zu einem deutlichen Anstieg des Supportaufwandes führen...
Für den Support von gekaufter Hardware ist der Netzbetreiber nicht zuständig. Dafür ist der Hersteller zuständig. So ist das auch bei den vielen DSL-Anbietern: Support gibt es für die Hardware nur dann, wenn man OEM-Produkte vom Netzbetreiber genommen hat, die ja auch die Kabelanbieter nach wie vor anbieten können, aber nicht zwingend genommen werden müssen.
Es gibt drei Fleischsorten: Beef, Chicken und Veggie. Von welchem Tier die kommen? Von garkeinem, sondern aus der Packung.

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Re: Routerzwang bleibt

Beitrag von SpaceRat » 03.04.2015, 15:49

Joerg hat geschrieben:Bleibt die Tatsache, dass viele Billigrouter auch 2015 noch nicht mit IPv6 + DSLite klarkommen. Allein das wird zu einem deutlichen Anstieg des Supportaufwandes führen...
Das liegt aber dann allein im Verantwortungsbereich des Kunden.

War übrigens schon immer so:
- Analoge Telefone laufen ohne weiteres nicht am ISDN-Anschluß
- ISDN-Telefone laufen ohne weiteres nicht am analogen Anschluß
- Verbleiter Otto-Kraftstoff zerstört Katalysatoren
- ADSL1-Router laufen nicht am ADSL2-Anschluß
- ADSL-Router laufen nicht am VDSL-Anschluß
- Allohol macht Birne hohl
- Fast Food macht fett

Wir müssen endlich mal wieder weg von diesem Gefängnis Vollkasko-Mentalität.

Wenn man sich dieses Forum so durchliest dann merkt man, daß sich die Provider Kunden heranziehen die denselben Supportaufwand nur anders hervorrufen.
Da wird dann bei der Hotline angerufen wenn einem der Router nicht mehr gefällt und für selbstverständlich genommen, daß einem der Provider einen neuen schenkt.
Ich muß wohl auch mal bei Audi anrufen, mein Tank ist leer ...

Die Provider sollten mal überlegen, daß es in ihrem eigenen Interesse liegt, nur möglichst rudimentäre Anschlüsse bereitzustellen und es dem Kunden zu überlassen, was er daraus macht!
Es dauert nämlich nicht mehr lange, dann rufen die Kunden auch an, wenn ihnen ihr Tablet zu klein, der PC zu langsam, ... geworden sind ...
... und wenn der Provider sich erdreistet, dem Kunden Hardware aufzuzwingen, die eigentlich ganz klar zum Heimnetz des Kunden und damit seinem Verantwortungsbereich angehört, dann sogar irgendwie mit Recht.

Übrigens:
AVM ist zwar bei den Gegnern eines Routerzwangs dabei, aber eigentlich ist der Routerzwang zu einem guten Stück auch einfach nur die Kehrseite der Medaille, daß 1&1 jedem Kunden eine Fritz!Box mehr oder minder schenkt.
Die Kunden haben es dankend angenommen und damit letztlich alle Provider in Zugzwang gebracht. Zwischenzeitlich gab es ja auch bei der Telekom die Router zum Anschluß dazu, bis sich die Telekom wieder an die alte Unsitte der Mietgeräte erinnert hat.

Ich wäre gerne bereit, auf das Abgreifen eines Routers zu verzichten, wenn das der Preis für einen vollwertigen Anschluß wäre. Aber wie man an o.g. Klientel sieht, die für 25 EUR/mtl. erwartet daß ihnen der Provider auch PC, Tablet und SmartTV hinstellt, gibt es durchaus auch "die anderen Kunden".
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GoaSkin
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Re: Routerzwang bleibt

Beitrag von GoaSkin » 03.04.2015, 21:30

Nicht zu vergessen: Das mitgelieferte Windows zu einem Computer wird wie eine feste Komponente empfunden. Hat der Nutzer das Betriebssystem geschossen, empfindet er, dass ein Computer kaputt ist und ist der Meinung, sein PC hätte einen Garantiefall. Kümmert sich der Lieferant nicht (mehr) drum, dass die Software wieder in Ordnung ist, ist das für Viele der Zeitpunkt, wann sie über einen neuen PC nachdenken.

Manche Kunden brauchen die Marktpraxis, dass man sich möglichst ein Gerät samt Software mieten kann, bei dem der Internet-Zugang schon im Mietpreis mit drin ist und am besten der Touchscreen als Netzabdeckungspunkt definiert ist. Aber es kann eben nicht sein, dass alle User zwangsläufig so behandelt werden, als könnte man ihnen kein Stück Mündigkeit und Verantwortung zumuten.
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hajodele
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Re: Routerzwang bleibt

Beitrag von hajodele » 16.04.2015, 13:16

Und wieder gibt es was zum Thema zu lesen: http://www.heise.de/netze/meldung/Route ... 09043.html
Ganz unten gibt es auch noch einen Link zur Fassung, die an die EU ging.

Aquilaxiii
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Re: Routerzwang bleibt

Beitrag von Aquilaxiii » 21.04.2015, 11:03

Ich komme irgendwie durcheinander mit dem Routerzwang.

Nochmal bitte für mein Verständnis, kann ich nun einen privaten Router kaufen, zum Beispiel einen TP-Link und ihn ganz normal für alles nutzen? Ein Freund hat nämlich ein Cisco als Modem und seinen Privatrouter dahinter und kann alles ganz normal nutzen.

Was genau verstehe ich denn jetzt nicht?

Vielen Dank im voraus

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Re: Routerzwang bleibt

Beitrag von xysvenxy » 21.04.2015, 11:25

Wenn du zu denen gehörst die noch ein reines Modem von UM haben kannst du da jeden beliebigen Router dranhängen. Wenn du schon eine Modem/Router Kombination vie den Technicolor hast, kannst du zwar auch einen Router dahinter benutzen - aber die erste Routingfunktion hat immer das Ding von UM. Dein Router würde dann nur im Bridgemode Sinn machen.

Aquilaxiii
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Re: Routerzwang bleibt

Beitrag von Aquilaxiii » 21.04.2015, 11:29

Das heißt man kommt nicht mehr "nur" an ein reines Modem heran?

Und welche Nachteile/Einschränkungen habe ich, wenn ich einen Router im Bridgemodus nutze?

Joerg
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Re: Routerzwang bleibt

Beitrag von Joerg » 21.04.2015, 11:48

Aquilaxiii hat geschrieben:Das heißt man kommt nicht mehr "nur" an ein reines Modem heran?

Und welche Nachteile/Einschränkungen habe ich, wenn ich einen Router im Bridgemodus nutze?
Ein Router im Bridge-Mode ist de facto ein Modem. Nur modifiziert UM bei den aktuell an Privatkunden ausgelieferten Routern oder Möchtegern-Routern (wie z.B. dem TC7200) die Firmware so, dass sie sich nicht in den Bridge-Mode schalten lassen.

Jörg

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Re: Routerzwang bleibt

Beitrag von Aquilaxiii » 21.04.2015, 11:51

Ok verstehe und wie kommt man nun an ein reines Modem?

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Re: Routerzwang bleibt

Beitrag von Joerg » 21.04.2015, 12:07

Aquilaxiii hat geschrieben:Ok verstehe und wie kommt man nun an ein reines Modem?
Wenn man nicht schon eins hat, aber unbedingt eins braucht oder will, bleibt einem bei UM m.W. nicht anderes übrig als einen Business-Vertrag abzuschließen und dort eine feste IP zu buchen.

Jörg

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Re: Routerzwang bleibt

Beitrag von Aquilaxiii » 21.04.2015, 12:20

Wenn es ja einfach wäre, dann würden ja alle in diesem Thread diesen Weg gehen.

Joerg
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Re: Routerzwang bleibt

Beitrag von Joerg » 21.04.2015, 12:22

Naja, es ist nicht "schwierig", nur teuer...

Jörg

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Re: Routerzwang bleibt

Beitrag von Aquilaxiii » 21.04.2015, 12:49

Ok vielen Dank für die Infos, habe auch das hier gefunden, wo es genau darum geht.
Jetzt verstehe ich die Problematik, ist aber echt ein Witz, dass man nicht einfach nur ein Modem haben kann

http://www.mactechnews.de/forum/discuss ... 21950.html

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Re: Routerzwang bleibt

Beitrag von SpaceRat » 21.04.2015, 14:25

GoaSkin hat geschrieben:Nicht zu vergessen: Das mitgelieferte Windows zu einem Computer wird wie eine feste Komponente empfunden. Hat der Nutzer das Betriebssystem geschossen, empfindet er, dass ein Computer kaputt ist und ist der Meinung, sein PC hätte einen Garantiefall.
Das ist rein juristisch betrachtet nicht einmal soo abwegig:
Kauf doch heute mal einen (Marken-)PC, auf dem nicht irgendein Windows vorinstalliert ist und das auch so - also explizit mit "vorinstalliert" - beworben wird.
Man kann durchaus argumentieren, daß in dem Moment das lauffähig installierte Betriebssystem eine zugesicherte Eigenschaft des Gesamtkunstwerks geworden ist.

Nicht einmal historisch ist das absurd:
Wenn Du einen C64 einschaltest und es steht dann nicht "Commodore BASIC V2" auf dem Monitor oder Du schaltest einen Schneider/Amstrad CPC ein und es steht nicht sofort "Locomotive BASIC v1.0" (oder v1.1) auf dem Monitor, dann sind die Dinger tatsächlich ein Garantie- oder Reparaturfall.

Kaum anders sieht es mit der Beigabe von CP/M oder später DR DOS/MS-DOS aus:
Der Benutzer erhielt hier von vornherein meist nur Installationsmedien (und keine Vorinstallation), aber auch ein dickes Handbuch in dem er auch ausdrücklich darauf hingewiesen wurde, daß er Sicherungskopien davon anlegen soll.
Zu dieser Zeit war also die Vorinstallation des Systems auch gar nicht zugesagt.

Die Anspruchshaltung, daß das lauffähig installierte Betriebssystem Bestandteil des Gesamtpaketes sein könnte wird erst dadurch genährt, daß PCs heutzutage bereits nach dem Auspacken mehr tun als einen Bootfehler zu melden (Weil ein System vorinstalliert ist) und eine Sicherung/Selbstinstallation dadurch erschwert wird, daß kein Installationsmedium mehr beiliegt, sondern im besten Fall eine Recovery-Partition auf der Festplatte eingerichtet wurde.
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Re: Routerzwang bleibt

Beitrag von mauszilla » 21.04.2015, 14:45

SpaceRat hat geschrieben:Nicht einmal historisch ist das absurd:
Wenn Du einen C64 einschaltest und es steht dann nicht "Commodore BASIC V2" auf dem Monitor oder Du schaltest einen Schneider/Amstrad CPC ein und es steht nicht sofort "Locomotive BASIC v1.0" (oder v1.1) auf dem Monitor, dann sind die Dinger tatsächlich ein Garantie- oder Reparaturfall.
Das hinkt jedoch ganz gewaltig, denn die von dir genannten Systeme haben das BS unveränderlich auf ein ROM gebrannt und für ein Update musste das ROM getauscht werden. Wäre allenfalls noch mit dem Bios zu vergleichen.

Windoof, Linux usw könnten sich vor so abwegigen Klagen schützen und ich bin mir sicher, das in den AGB irgendwo so ein Passus besteht, das der reibungslose Betrieb nach der Installation von Fremdsoftware nicht mehr gewährleistet werden kann.
Denn diese Software greift in das System ein.

Historisch gesehen, durftest nicht mal RAM aufrüsten ohne die Garantie zu verlieren, weil man das Siegel verletzten musste (Amiga) bis ein Gericht anders entschieden hat.
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Re: Routerzwang bleibt

Beitrag von GoaSkin » 22.04.2015, 01:45

Eben... die ROMs der klassischen Computer waren schließlich auch wirklich ROMs im Sinne von "Read-Only-Memory". Da war nichts mit Flashen und wenn die ROMs nicht mehr den Basic-Interpreter ausgegeben haben, waren sie von der Hardware her defekt.

Was die kommerziellen Betriebssysteme betrifft, kann man davon ausgehen, dass in den Verwaltungen der Software-Firmen ganze Abteilungen von Juristen sitzen, die sich damit beschäftigen, in den AGBs auf Alles hinzuweisen, worauf hingewiesen werden muss. Da geht es um mehr als den banalen Hinweis, dass ein reibungsloser Betriebsablauf bei Nutzung von Fremdsoftware nicht mehr gewährleistet ist. Da liest man Dinge, wie dass es nicht gestattet sei, das System in Kernkraftwerken einzusetzen, weil dies zu verheerenden Katastrophen führen könnte.
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Re: Routerzwang bleibt

Beitrag von bootrom » 22.04.2015, 03:54

Aquilaxiii hat geschrieben:Jetzt verstehe ich die Problematik, ist aber echt ein Witz, dass man nicht einfach nur ein Modem haben kann
Nein, Du verstehst immer noch nicht: ein Modem bedeutet das man eine <reale IPv4 Addresse> bekommt. Und das gibt es nicht mehr um sonst.

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Re: Routerzwang bleibt

Beitrag von Joerg » 22.04.2015, 06:29

bootrom hat geschrieben:Nein, Du verstehst immer noch nicht: ein Modem bedeutet das man eine <reale IPv4 Addresse> bekommt. Und das gibt es nicht mehr um sonst.
Das ist aber auch nur so, weil zufällig nur Alt- und Businesskunden "echte Modems" von UM bekommen und genau diese auch eine v4-Adresse erhalten. Technisch notwendig ist das nicht, und wenn der Routerzwang fällt, werden die Kunden zwar ein Modem bekommen, aber weiterhin DS-Lite (zwangsläufig, da UM schlicht nicht mehr genug v4-Adressen für alle Kunden hat). Der Kunde muss sich dann selber um einen IPv6- und DS-Lite-fähigen Router kümmern, andernfalls bekommt er gar keine Konnektivität.

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