Routerzwang bleibt

In vielen Netzen von Unitymedia sind Internet und Telefonie bereits verfügbar.
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mauszilla
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Re: Routerzwang bleibt

Beitrag von mauszilla » 19.12.2015, 20:09

Joerg hat geschrieben:
Leseratte10 hat geschrieben:passiv meint schon mal auf jeden Fall "keine Stromversorgung"
Echt? Also kein Hausanschlussverstärker, der ja aktuell absolut Pflicht ist (was auch absolut sinnvoll ist)? Ganz sicher mit dem "ohne Stromversorgung"? Oder ist das scheinbar offensichtliche - wie so oft - dann doch zu simpel gedacht? :cool:

Jörg
Warum ärgerst denn die armen hier :D
Ich weiß das du es eigentlich weißt. ;) im Beschluss ist der passive Anschluss klar als Dose in der Wand benannt worden.
Der Verstärker zählt nicht, weil er ja keine Kommunikationsverbindung aufbaut sondern "nur" die Signale verstärkt. Wäre ja sonst auch ein Modem
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conscience
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Re: Routerzwang bleibt

Beitrag von conscience » 19.12.2015, 20:19

Man kann sich zurechtlegen, was man will; man kann es wenden, wie man will - der, der die Gesetze erlässt, meint Dose.
--
Wie immer keine Zeit

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Joerg
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Re: Routerzwang bleibt

Beitrag von Joerg » 19.12.2015, 21:08

Das ist richtig, der Beschluss meint die Dose in der Wand. Hat nur nix mit Stromanschluss zu tun :P

Jörg

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Re: Routerzwang bleibt

Beitrag von Joerg » 20.12.2015, 20:58

Strelnikov hat da übrigens einen guten Punkt in einem anderen Thread angeführt; aktuell behalten Bestandskunden aus Kulanz auch bei Tarifänderungen ihre IPv4; UM könnte aber z.B. bei Kunden, die auf eigene Hardware bestehen, endgültig auf IPv6 und DS-Lite umstellen. Ich halte das für alles andere als unwahrscheinlich...

Jörg

GoaSkin
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Re: Routerzwang bleibt

Beitrag von GoaSkin » 20.12.2015, 23:11

Ist doch nicht schlimm. Irgendwann wirds eh Zeit, einen Schluss-Strich unter das alte Protokoll IPv4 zu ziehen. Der Mensch muss mal aufhören, ein Gewohnheitstier zu sein, das am liebsten in 20 Jahren noch mit IPv4 unter Windows XP 32 Bit ohne EFI-BIOS ins Internet gehen möchte.
Es gibt drei Fleischsorten: Beef, Chicken und Veggie. Von welchem Tier die kommen? Von garkeinem, sondern aus der Packung.

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Re: Routerzwang bleibt

Beitrag von Joerg » 20.12.2015, 23:23

Im Prinzip richtig, aber aktuell gibt's noch zu viele IPv4-only-Netze, incl dem meines Brötchengebers sowie meines Mobilfunkproviders. SixxS-Tunnel auf meinem Handy funktioniert zwar einigermaßen, ist aber nur einr Notlösung.

Jörg

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Re: Routerzwang bleibt

Beitrag von manu26 » 21.12.2015, 02:28

Ich hätte lieber IPv6 heute als morgen, weil es einfach noch eine Menge andere Dinge leichter macht. Aber wie Joerg schon sagt, momentan ist es noch ein bisschen ein Henne-Ei-Problem.

mauszilla
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Re: Routerzwang bleibt

Beitrag von mauszilla » 21.12.2015, 08:42

Ist wie mit dem Rumgeheule bei den Analogen Sendern.
Das Problem ist Hausgemacht. Solange IPv4 kein Verfallsdatum bekommt kümmern sich nur wenige darum kompatible zu 6 zu werden.
Würde endlich mal heißen 4 wird xx.xx.xxxx abgeschaltet, würde es auch schnell laufen. Vielleicht mit ein paar anfänglichen Schluckaufs, die jedoch auch schnell behoben werden können und werden.
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Re: Routerzwang bleibt

Beitrag von Joerg » 21.12.2015, 08:49

Mit einem kleinen, aber entscheidenden Unterschied für den Kunden: Gegen die Analogabschaltung hilft ein simpler Austausch des TV-Geräts (oder eine DVB-C-Box für 20€), die Problemlösung liegt also im Einflussbereich des Kunden; einen Mobilfunkprovider zu finden, der IPv6 "macht" oder den eigenen Arbeitgeber zum Umstieg zu bewegen ist i.d.R. quasi unmöglich. Daher kann man das m.E. nicht miteinander vergleichen.

Jörg

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Re: Routerzwang bleibt

Beitrag von mauszilla » 21.12.2015, 09:11

Jörg, würde IPv4 auch an einem Fixen Termin abgeschaltet, müsstest du keinen Arbeitgeber suchen der auch 6 unterstützt. Es müssten alle umsteigen.
So lange 4 weiter mitgeschliffen wird, sehen eben viele Firmen keinen Bedarf Geld in die Hand zu nehmen und um zu rüsten. Genau da liegt doch der Hase im Pfeffer.
Siehe Business Anschluss UM, da wird sogar mit IPv4 geworben. Statt diesen Herren für den Übergang echtes DS zu geben, bleibt es beim alten 4.
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Re: Routerzwang bleibt

Beitrag von Joerg » 21.12.2015, 14:34

Das ist aber unrealistisch, da es keinen "Besitzer" des Internets gibt, der zu einem bestimmten Termin eine zwangsweise Abschaltung von IPv4 bestimmen könnte. Die kommerziellen Beteiligten haben daran kein Interesse, da sie es sich - als Content-Anbieter - nicht leisten können, die IPv4-only-Kunden auszusperren und - als Zugangsprovider - nicht leisten können, ihren Kunden den Zugriff auf IPv4-only-Anbieter zu verweigeren. Auch die Anbieter der globalen Backbones oder die Infrastrukturausrüster werden sich hüten, einen Teil ihrer Kundschaft ohne Not zu verprellen.

Daher ist es zwar extrem ärgerlich, dass z.B. UM den aktuellen v4-Kunden nicht direkt echtes DualStack anbietet - ich wüsste aber nicht, wer (ausser den Kunden, die es aber zum größten Teil wohl nicht stört) dagegen vorgehen könnte.

Jörg

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Re: Routerzwang bleibt

Beitrag von mauszilla » 21.12.2015, 14:51

Es müssten sich nur die großen Knoten einig sein und sagen, wir routen nur noch IPv6 und alle anderen müssten mitziehen.
Und wer so Uralthardware in seinen Serverräumen stehen hat das IPv6 nicht möglich ist, der hat eh andere Probleme.
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Re: Routerzwang bleibt

Beitrag von Joerg » 21.12.2015, 14:57

Dann werd' doch mal konkret und sag, welche "großen Knoten" freiwillig auf einen Teil des Traffics - und damit Umsatzes - verzichten und Kunden vor den Kopf stoßen sollten? Einen signifikanten Vorteil ziehen sie daraus natürlich nicht, da ihre moderne Hardware problemlos sowohl v4 als auch v6 handlen kann...

Jörg

PS: Um den aktuellen Stand nochmal gradezurücken: Wenn man auf die Homepages der alphabetisch ersten 10 Unternehmen im DAX einen AAAA-DNS-Lookup ausführt bekommt man *kein einziges* Ergebnis; ich hab schon gedacht ich mach' was falsch, aber für www.google.de bekommt man sehr wohl eine v6-Adresse, daran liegt es also nicht.

MartinDJR
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Re: Routerzwang bleibt

Beitrag von MartinDJR » 22.12.2015, 18:29

mauszilla hat geschrieben:Nun ja, wie wollen sie denn den Privatverkauf von Kabelfritten durch AVM verhindern?
Behaupten die wären nicht geeignet geht ja schlecht :D
Genauso mit Cisco Modems ;)
Ist die Frage, ob du die gepatchte Firmware bekommst oder nicht.

Der einzige Grund, den ich mir vorstellen kann, warum die Kabelprovider gepatchte Firmware einsetzen, ist, dass Geräte "von der Stange" nicht am entsprechenden Netz laufen.

Was nützt es dir, wenn du eine FritzBox oder ein Cisco-Modem hast, dank fehlender Softwarepatches aber kein IPv4 und kein VoIP funktioniert?

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Re: Routerzwang bleibt

Beitrag von Leseratte10 » 22.12.2015, 18:37

Es gibt für die Fritzboxen keine unterschiedliche Firmware. In 10 Minuten Arbeit kann man eine ganz normale Unitymedia-6360 in eine AVM-6360 umwandeln, wo dann sogar das Bridge-Menü auftaucht (was allerdings natürlich nicht funktioniert).

Das ist alles eine Firmware die in Abhängigkeit von einer Einstellung bestimmtes ein- oder ausblendet.

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Re: Routerzwang bleibt

Beitrag von mauszilla » 22.12.2015, 20:44

Genau da liegt der Hase im Pfeffer, wer will denn eine gepatchte Software?
Docsis ist schon ein Standard der einzuhalten ist, da müsste UM nix nachpatchen. Das machen sie nur um Funktionen zu beschneiden, sprich den Kunden zu bevormunden.
Z.B. der Bridgemode. Hat nix mit der Priorisierung des Modems zu tun. Verhindert nur, das jemand einen anderen Router verwendet. Zumindest als Router, als Client geht es ja.
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Re: Routerzwang bleibt

Beitrag von Leseratte10 » 23.12.2015, 12:39

Schon wieder ne gigantische Sicherheitslücke bei Vodafone / KD: http://www.heise.de/newsticker/meldung/ ... 54052.html

Hoffentlich ist der Routerzwang bald weg ...

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Re: Routerzwang bleibt

Beitrag von rv112 » 25.12.2015, 13:48

KabelBW Internet seit 2003

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- 2 Play 400 FLY IPv4 / VDSL 50 Dual Stack
- Technicolor TC4400 / DrayTek Vigor130
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Re: Routerzwang bleibt

Beitrag von MartinDJR » 25.12.2015, 19:30

mauszilla hat geschrieben:Genau da liegt der Hase im Pfeffer, wer will denn eine gepatchte Software?
Wenn ein Provider (es muss ja nicht UnityMedia sein) sein Netz so auslegt, dass bei Routern ohne gepatchte Software bestimmte Funktionen nicht gehen - sei es absichtlich, um die Kunden zu verärgern oder weil sich dadurch tatsächlich Kosten sparen lassen - hast du nur zwei Möglichkeiten:
  • Spezielle ("gepatchte") Firmware (wobei natürlich Hersteller den entsprechenden "Patch" auch ab Werk einbauen können) und volle Funktionalität oder
  • Standard-Firmware und bestimmte Funktionen funktionieren eben nicht (z.B. kein IPv4, keine (VoIP-)Telefonie, ...)
Ich gehe nicht davon aus, dass du nur weil du keinen Softwarepatch haben willst, auf Telefonie oder IPv4 verzichten würdest.

mauszilla
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Re: Routerzwang bleibt

Beitrag von mauszilla » 25.12.2015, 21:20

Das Netz welches UM oder auch andere Bereitstellen, hat nur eine Funktion. Daten von A nach B zu bringen.
Welche Funktionen willst du sperren ohne gegen die Netzneutralität zu verstoßen oder besser wie willst du durch sperren Geld sparen?
Letzteres wird durch Drosselung die ganze Zeit versucht.
Die Regierung versucht verzweifelt den Leuten Spezialdienst glaubhaft zu machen. Um Überholspuren zu rechtfertigen.

Firmware auf dem Router verhindert allenfalls Funktionen in MEINEM Netzwerk und da hat kein Provider was verloren. Genauso wenig wie es ihn zu interessieren hat welche Daten ich transportiere (solange ich gegen kein Gesetz verstoße).

Wäre in etwa so wenn plötzlich nur noch Mercedes, BMW und VW auf die Autobahn dürften weil ja in Deutschland gebaut und alle anderen nicht mehr, weil zu unsicher.
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Re: Routerzwang bleibt

Beitrag von MartinDJR » 25.12.2015, 21:40

mauszilla hat geschrieben:Welche Funktionen willst du sperren ... wie willst du durch sperren Geld sparen?
Ich könnte mir zum Beispiel vorstellen, dass der DS-Lite AFTR nur TCP-Pakete mit gesetztem "SYN"- und nicht-gesetztem "ACK"-Bit akzeptiert und dann ein nicht-standardisiertes Paket an den B4-Router zurückschickt, welches angibt, welche IPv6-Adresse für den AFTR tatsächlich zu verwenden ist. Andere Pakete werden verworfen.

Es wäre nur ein relativ kleiner Firmwarepatch notwendig und der Provider könnte mehrere AFTRs wesentlich besser auslasten, da die Möglichkeit besteht, die Router beim Kunden "anzuweisen", den Traffic gleichmäßig auf die AFTRs zu verteilen.

Gegen die Netzneutralität verstößt ein Provider dadurch nicht - es werden ja alle IPv4-TCP-Verbindungen mit gleicher Priorität geroutet.

Ein Router mit nicht-gepatchter Firmware würde in diesem Szenario keine IPv4-Verbindungen mehr hinbekommen, so dass Kunden mit einem Router, der keinen Firmware-Patch hat, "IPv6-only" dastünden - es sei denn man findet einen anderen IPv6-to-IPv4-Dienst (der aber wahrscheinlich nicht kostenlos ist).

Laut Gesetz ist es übrigens die freie Entscheidung des Providers, ob er solche Protokollerweiterungen einsetzen will oder nicht.

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Re: Routerzwang bleibt

Beitrag von mauszilla » 25.12.2015, 22:50

Egal wie ihr das dreht und wendet, das sind Infos die die Provider den Herstellern zur Verfügung stellen müssen, damit dies Kompatible Geräte bauen können.
Mir als Kunde kann es da egal sein was für Protokolle beachtet werden müssen oder auch nicht. Was ich als Eigentümer nicht dulden muss und von keinem Verlangt werden darf, das andere auf meine Hardware zugreifen und Veränderungen durchführen.
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Re: Routerzwang bleibt

Beitrag von hajodele » 25.12.2015, 23:09

Welchen geldwerten Vorteil hat der Provider X davon, wenn er von allen vorhandenen Standards abweicht, nur um dem Routerzwang doch zu entgehen?
Da kann er gleich Schilder mit "DAUERHAFT GESCHLOSSEN" drucken lassen.

Alles was er tut muss möglichst dicht am vorhandenen Procedere sein, sonst geht Ruckzuck gar nichts mehr.

sebr
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Re: Routerzwang bleibt

Beitrag von sebr » 26.12.2015, 01:43

hajodele hat geschrieben:Welchen geldwerten Vorteil hat der Provider X davon, wenn er von allen vorhandenen Standards abweicht, nur um dem Routerzwang doch zu entgehen?
Never change a running System. Wenn alles so bleibt wie bisher entstehen keine Kosten für Umstellung, Umstrukturierungen, Zusammenarbeit mit Hardwareherstellern, Anpassung AGB, Tests neuer Geräte, Erarbeitung von Schnittstellen und unzählige andere Dinge.
Viele User werden in ihrer hoffnungslosen Naivität überrascht werden wenn im Sommer nämlich nicht die Möglichkeit besteht einfach ein Kabelmodem auf dem freien Markt zu kaufen und freischalten zu lassen :D Nur weil es ein Gestz gibt wird das fristgerecht umgesetzt? Sorry aber das ist realitätsfern. Denn: wo kein Kläger, da kein Richter. Zudem ist den Providern ein erstklassiges Schlupfloch geboten in dem neuen Gesetz wo es sinngemäß heißt, dass nur Hardware zugelassen wird die die Netzstabilität nicht gefährdet. Das haben schon noch die Provider in der Hand was zugelassen wird und können den Hardwareherstellern die Entwicklung schwer machen.
Aber selbst wenn es eine überschaubare Anzahl zugelassener Hardware gibt; bis dahin kann UM trotzdem untätig bleiben und auf dem Standpunkt, den der Pressesprecher ja vor einigen Wochen kundgetan hat, bleiben dass es nie einen Routerzwang gegeben habe und man daher von dem Gesetz nicht betroffen sei. Man könnte so argumentieren, dass je nach Tarif verschiedene Hardware geliefert wird oder man bietet eine freie Wahl der Mietgeräte unabhängig vom Tarif an. Ich weiß, das ist Haarspalterei aber ich denke UM hat da schon seinen Standpunkt deutlich gemacht und wird da auch einer rechtlichen Konfrontation nicht aus dem Wege gehen. Dass sowas gerne mal einige Jahre dauern kann und währenddessen "alles beim alten bleibt" dürfte bekannt sein. :super:
Office Internet & Phone 50
Hardware:
Fritz!Box 6490 Cable (UM) FW: FRITZ!OS 06.50

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Re: Routerzwang bleibt

Beitrag von GoaSkin » 26.12.2015, 04:06

So wild wird das schon nicht werden. Es stimmt zwar, dass wo kein Kläger da kein Richter; aber unter den Kunden der großen Kabelanbieter gibt es Abermillionen potenzielle Kläger.

Was die erwähnte Lücke betrifft, können die Kabelanbieter lediglich Selbstzertifizierungskriterien festlegen, die eingehalten werden müssen, damit ein Hersteller einen "geeignet für Kabelanbieter XYZ"-Aufkleber draufkleben dürfen - ähnlich wie bei PayTV-Receivern. Würden nur Geräte zugelassen werden, die der Kabelanbieter selbst getestet hat, dieser aber garkeine Lust zum Testen haben, dann wäre die Anforderung der freien Routerwahl nicht gegeben.

Und selbst wenn Unitymedia sich gegen alles sperrt; zumindest die beiden CISCO-Modems, die immernoch im Umlauf sind und Geschäftskunden auch noch neu erhalten können, müssen zugelassen sein. Dann kauft man sich im Zweifelsfall ein Solches.
Es gibt drei Fleischsorten: Beef, Chicken und Veggie. Von welchem Tier die kommen? Von garkeinem, sondern aus der Packung.

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