Routerzwang bleibt

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hajodele
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Re: Routerzwang bleibt

Beitrag von hajodele » 27.11.2015, 18:14

Das Gesetz hat den Bundesrat passiert:
http://www.bundesrat.de/DE/plenum/plenu ... tml#top-11
Das Gesetz wird nun dem Bundespräsidenten zur Unterschrift zugeleitet und tritt sieben Monate nach seiner Verkündung im Bundesgesetzblatt in Kraft.

lolametro
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Re: Routerzwang bleibt

Beitrag von lolametro » 27.11.2015, 18:24

Sieben Monate? Also Juni 2016?
2play COMFORT 120, BW, Connect Box (vorher: 2play PLUS 50, KabelBW, Fritz!Box 6340)
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Taxi Driver
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Re: Routerzwang bleibt

Beitrag von Taxi Driver » 29.11.2015, 20:19

Immerhin wird es kommen.

NeoloeN
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Re: Routerzwang bleibt

Beitrag von NeoloeN » 19.12.2015, 16:54

Bleibt die Frage, was der Netzbetreiber dann als Übergabepunkt definiert. An meine Fb6360cable kann ich ja schon heute meine eigene FB7390 anschließen und als Router inkl. WLAN nutzen. Anschluss erfolgt über einen gebridgeten LAN Port an der 6360 (geht beim Business-Anschluss ja)

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Re: Routerzwang bleibt

Beitrag von Leseratte10 » 19.12.2015, 16:59

Was der Netzbetreiber definiert, ist mir egal. Der Gesetzgeber definiert "passiv" und passiv meint schon mal auf jeden Fall "keine Stromversorgung". Also keine Fritzbox.

hajodele
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Re: Routerzwang bleibt

Beitrag von hajodele » 19.12.2015, 17:01

Also die MM-Dose :D

Joerg
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Re: Routerzwang bleibt

Beitrag von Joerg » 19.12.2015, 17:13

Leseratte10 hat geschrieben:passiv meint schon mal auf jeden Fall "keine Stromversorgung"
Echt? Also kein Hausanschlussverstärker, der ja aktuell absolut Pflicht ist (was auch absolut sinnvoll ist)? Ganz sicher mit dem "ohne Stromversorgung"? Oder ist das scheinbar offensichtliche - wie so oft - dann doch zu simpel gedacht? :cool:

Jörg

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Re: Routerzwang bleibt

Beitrag von Leseratte10 » 19.12.2015, 17:18

Den würde man wohl eher zum Netz zählen, weil sich den mehrere Kunden teilen (zumindest in einem Mehrfamilienhaus).

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Re: Routerzwang bleibt

Beitrag von Joerg » 19.12.2015, 17:19

Leseratte10 hat geschrieben:Den würde man wohl eher zum Netz zählen, weil sich den mehrere Kunden teilen (zumindest in einem Mehrfamilienhaus).
Wohne im Einfamilienhaus, der ist nur für uns (=ein Kunde) und läuft auch über unseren Stromzähler. "Netz" endet für mich am HÜP, darum heisst der ja auch Übergabepunkt...

Jörg

hajodele
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Re: Routerzwang bleibt

Beitrag von hajodele » 19.12.2015, 19:36

und wenn du in dein Ein-Familienhaus eine Einliegerwohnung einbaust?

mauszilla
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Re: Routerzwang bleibt

Beitrag von mauszilla » 19.12.2015, 20:09

Joerg hat geschrieben:
Leseratte10 hat geschrieben:passiv meint schon mal auf jeden Fall "keine Stromversorgung"
Echt? Also kein Hausanschlussverstärker, der ja aktuell absolut Pflicht ist (was auch absolut sinnvoll ist)? Ganz sicher mit dem "ohne Stromversorgung"? Oder ist das scheinbar offensichtliche - wie so oft - dann doch zu simpel gedacht? :cool:

Jörg
Warum ärgerst denn die armen hier :D
Ich weiß das du es eigentlich weißt. ;) im Beschluss ist der passive Anschluss klar als Dose in der Wand benannt worden.
Der Verstärker zählt nicht, weil er ja keine Kommunikationsverbindung aufbaut sondern "nur" die Signale verstärkt. Wäre ja sonst auch ein Modem
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conscience
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Re: Routerzwang bleibt

Beitrag von conscience » 19.12.2015, 20:19

Man kann sich zurechtlegen, was man will; man kann es wenden, wie man will - der, der die Gesetze erlässt, meint Dose.
--
Wie immer keine Zeit

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Joerg
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Re: Routerzwang bleibt

Beitrag von Joerg » 19.12.2015, 21:08

Das ist richtig, der Beschluss meint die Dose in der Wand. Hat nur nix mit Stromanschluss zu tun :P

Jörg

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Re: Routerzwang bleibt

Beitrag von Joerg » 20.12.2015, 20:58

Strelnikov hat da übrigens einen guten Punkt in einem anderen Thread angeführt; aktuell behalten Bestandskunden aus Kulanz auch bei Tarifänderungen ihre IPv4; UM könnte aber z.B. bei Kunden, die auf eigene Hardware bestehen, endgültig auf IPv6 und DS-Lite umstellen. Ich halte das für alles andere als unwahrscheinlich...

Jörg

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Re: Routerzwang bleibt

Beitrag von GoaSkin » 20.12.2015, 23:11

Ist doch nicht schlimm. Irgendwann wirds eh Zeit, einen Schluss-Strich unter das alte Protokoll IPv4 zu ziehen. Der Mensch muss mal aufhören, ein Gewohnheitstier zu sein, das am liebsten in 20 Jahren noch mit IPv4 unter Windows XP 32 Bit ohne EFI-BIOS ins Internet gehen möchte.
Es gibt drei Fleischsorten: Beef, Chicken und Veggie. Von welchem Tier die kommen? Von garkeinem, sondern aus der Packung.

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Re: Routerzwang bleibt

Beitrag von Joerg » 20.12.2015, 23:23

Im Prinzip richtig, aber aktuell gibt's noch zu viele IPv4-only-Netze, incl dem meines Brötchengebers sowie meines Mobilfunkproviders. SixxS-Tunnel auf meinem Handy funktioniert zwar einigermaßen, ist aber nur einr Notlösung.

Jörg

manu26
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Re: Routerzwang bleibt

Beitrag von manu26 » 21.12.2015, 02:28

Ich hätte lieber IPv6 heute als morgen, weil es einfach noch eine Menge andere Dinge leichter macht. Aber wie Joerg schon sagt, momentan ist es noch ein bisschen ein Henne-Ei-Problem.

mauszilla
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Re: Routerzwang bleibt

Beitrag von mauszilla » 21.12.2015, 08:42

Ist wie mit dem Rumgeheule bei den Analogen Sendern.
Das Problem ist Hausgemacht. Solange IPv4 kein Verfallsdatum bekommt kümmern sich nur wenige darum kompatible zu 6 zu werden.
Würde endlich mal heißen 4 wird xx.xx.xxxx abgeschaltet, würde es auch schnell laufen. Vielleicht mit ein paar anfänglichen Schluckaufs, die jedoch auch schnell behoben werden können und werden.
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Joerg
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Re: Routerzwang bleibt

Beitrag von Joerg » 21.12.2015, 08:49

Mit einem kleinen, aber entscheidenden Unterschied für den Kunden: Gegen die Analogabschaltung hilft ein simpler Austausch des TV-Geräts (oder eine DVB-C-Box für 20€), die Problemlösung liegt also im Einflussbereich des Kunden; einen Mobilfunkprovider zu finden, der IPv6 "macht" oder den eigenen Arbeitgeber zum Umstieg zu bewegen ist i.d.R. quasi unmöglich. Daher kann man das m.E. nicht miteinander vergleichen.

Jörg

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Re: Routerzwang bleibt

Beitrag von mauszilla » 21.12.2015, 09:11

Jörg, würde IPv4 auch an einem Fixen Termin abgeschaltet, müsstest du keinen Arbeitgeber suchen der auch 6 unterstützt. Es müssten alle umsteigen.
So lange 4 weiter mitgeschliffen wird, sehen eben viele Firmen keinen Bedarf Geld in die Hand zu nehmen und um zu rüsten. Genau da liegt doch der Hase im Pfeffer.
Siehe Business Anschluss UM, da wird sogar mit IPv4 geworben. Statt diesen Herren für den Übergang echtes DS zu geben, bleibt es beim alten 4.
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Re: Routerzwang bleibt

Beitrag von Joerg » 21.12.2015, 14:34

Das ist aber unrealistisch, da es keinen "Besitzer" des Internets gibt, der zu einem bestimmten Termin eine zwangsweise Abschaltung von IPv4 bestimmen könnte. Die kommerziellen Beteiligten haben daran kein Interesse, da sie es sich - als Content-Anbieter - nicht leisten können, die IPv4-only-Kunden auszusperren und - als Zugangsprovider - nicht leisten können, ihren Kunden den Zugriff auf IPv4-only-Anbieter zu verweigeren. Auch die Anbieter der globalen Backbones oder die Infrastrukturausrüster werden sich hüten, einen Teil ihrer Kundschaft ohne Not zu verprellen.

Daher ist es zwar extrem ärgerlich, dass z.B. UM den aktuellen v4-Kunden nicht direkt echtes DualStack anbietet - ich wüsste aber nicht, wer (ausser den Kunden, die es aber zum größten Teil wohl nicht stört) dagegen vorgehen könnte.

Jörg

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Re: Routerzwang bleibt

Beitrag von mauszilla » 21.12.2015, 14:51

Es müssten sich nur die großen Knoten einig sein und sagen, wir routen nur noch IPv6 und alle anderen müssten mitziehen.
Und wer so Uralthardware in seinen Serverräumen stehen hat das IPv6 nicht möglich ist, der hat eh andere Probleme.
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Re: Routerzwang bleibt

Beitrag von Joerg » 21.12.2015, 14:57

Dann werd' doch mal konkret und sag, welche "großen Knoten" freiwillig auf einen Teil des Traffics - und damit Umsatzes - verzichten und Kunden vor den Kopf stoßen sollten? Einen signifikanten Vorteil ziehen sie daraus natürlich nicht, da ihre moderne Hardware problemlos sowohl v4 als auch v6 handlen kann...

Jörg

PS: Um den aktuellen Stand nochmal gradezurücken: Wenn man auf die Homepages der alphabetisch ersten 10 Unternehmen im DAX einen AAAA-DNS-Lookup ausführt bekommt man *kein einziges* Ergebnis; ich hab schon gedacht ich mach' was falsch, aber für www.google.de bekommt man sehr wohl eine v6-Adresse, daran liegt es also nicht.

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Re: Routerzwang bleibt

Beitrag von MartinDJR » 22.12.2015, 18:29

mauszilla hat geschrieben:Nun ja, wie wollen sie denn den Privatverkauf von Kabelfritten durch AVM verhindern?
Behaupten die wären nicht geeignet geht ja schlecht :D
Genauso mit Cisco Modems ;)
Ist die Frage, ob du die gepatchte Firmware bekommst oder nicht.

Der einzige Grund, den ich mir vorstellen kann, warum die Kabelprovider gepatchte Firmware einsetzen, ist, dass Geräte "von der Stange" nicht am entsprechenden Netz laufen.

Was nützt es dir, wenn du eine FritzBox oder ein Cisco-Modem hast, dank fehlender Softwarepatches aber kein IPv4 und kein VoIP funktioniert?

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Re: Routerzwang bleibt

Beitrag von Leseratte10 » 22.12.2015, 18:37

Es gibt für die Fritzboxen keine unterschiedliche Firmware. In 10 Minuten Arbeit kann man eine ganz normale Unitymedia-6360 in eine AVM-6360 umwandeln, wo dann sogar das Bridge-Menü auftaucht (was allerdings natürlich nicht funktioniert).

Das ist alles eine Firmware die in Abhängigkeit von einer Einstellung bestimmtes ein- oder ausblendet.

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