Routerzwang bleibt

In vielen Netzen von Unitymedia sind Internet und Telefonie bereits verfügbar.
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Re: Routerzwang bleibt

Beitrag von strelnikov » 20.08.2015, 11:00

BTW
Da Unitymedia keine Neukunden mehr auf IPv4 schaltet, mangels verfügbarer Adressen, dürften Modem / Router, die nur IPv4 only können, nicht ohne weiteres angeschaltet werden. Nun meine Frage kann das CISCO 3208 bzw. CISCO 3212 auch IPv6 (DS Lite)?

:kafffee:


Anmerkung und Nachtrag
Och da hat jemand vor kurzem geschrieben, dass die Dimger IPv6 können... werden bloß nicht geschaltet... Warum?
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Re: Routerzwang bleibt

Beitrag von Exiver » 20.08.2015, 11:09

Leseratte10 hat geschrieben:Teurere Tarife mag sein. Aber zusätzliche Gebühren für die Anmeldung eines eigenen Endgeräts wird wohl nach dem Gesetz nicht erlaubt sein.
Wo steht das im Gesetz?
Für den Anbieter ist es ganz klar mehr Aufwand ein "fremdes Gerät" im Netz zu provisionieren, als die Modems aus dem eigenen Lager (bei denen übrigens sehr lange getestet wurde, wie stabil die ins Netz passen).
Ich bin mir relativ sicher, dass für eigene Modems eine saftige Gebühr aufgeschlagen wird - einfach um die Leute davon abzuhalten ein eigenes Modem ins Netz zu hängen.
Viele Dinge die aktuell über das Bootfile gesteuert werden fallen dann nämlich weg (z.B. QoS, PacketCable aka VoC, Firewall-Regeln usw) da nun jeder ein "geöffnetes" Modem dazu nutzen könnte diese Parameter zu manipulieren.
Als Kabelnetzbetreiber ist diese Entscheidung eher ungünstig, da vor allem nun in den nächsten 6 Monaten größere Änderungen am Netz anstehen..

@strelnikov:
Das Cisco 3208 kann DS-Lite(sowie DualStack) da es ein Router mit integriertem Modem ist. Das EPC 3212 ist ein einfaches Modem - da ginge auch DS-Lite sowie Dualstack, wenn der Router hinten dran dies beherrscht.

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Re: Routerzwang bleibt

Beitrag von GoaSkin » 20.08.2015, 11:25

Dass verschiedene Dinge über das Bootfile steuerbar sind, ist Teil der DOCSIS-Spezifikation. Wenn jemand versuchen würde, das Config-File zu manipulieren, könnte das der Netzbetreiber sofort und automatisiert wieder korrigieren (so wie auch die Versuche, den Bridge-Modus des TC7200 zu aktivieren, ein erneutes Einspielen des Config-Files binnen einer Minute bewirken).

Natürlich kann man jetzt auch versuchen, an einem eigenen Modem richtig rumzuhacken. Dazu braucht es aber keinen abgeschafften Routerzwang, sondern lediglich ein am freien Markt gekauftes und von Unitymedia nicht freigeschaltetes Modem, dass man mit seiner Multimedia-Dose verbindet, um dann die Unitymedia-Admins mit experimentellen Konfigurationen zu bespaßen.

Mißbrauch ist Mißbrauch - egal ob mit einem dem Netzbetreiber unbekannten Fremdgerät, akzeptierter eigener Hardware oder manipulierten Leihgeräten. Basteln ist nichts Verbotenes, hat aber seine Grenzen, wie beim Auto auch.
Es gibt drei Fleischsorten: Beef, Chicken und Veggie. Von welchem Tier die kommen? Von garkeinem, sondern aus der Packung.

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Re: Routerzwang bleibt

Beitrag von Leseratte10 » 20.08.2015, 11:52

@Exiver das EPC3208 ist auch nur ein Modem...

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Re: Routerzwang bleibt

Beitrag von mauszilla » 20.08.2015, 11:55

Exiver hat geschrieben:
Leseratte10 hat geschrieben:Teurere Tarife mag sein. Aber zusätzliche Gebühren für die Anmeldung eines eigenen Endgeräts wird wohl nach dem Gesetz nicht erlaubt sein.
Wo steht das im Gesetz?
Hier
2. § 11 Absatz 3 wird wie folgt gefasst:
„(3) Die Betreiber öffentlicher Telekommunikationsnetze und die Anbieter von öffentlich zugänglichen Telekommunikationsdiensten dürfen den Anschluss von Telekommunikationsendeinrichtungen an das öffentliche Telekommunikationsnetz nicht verweigern, wenn die Telekommunikationsendeinrichtungen die grundlegenden Anforderungen nach § 3 Absatz 1 erfüllen.
Sie können dem Teilnehmer Telekommunikationsendeinrichtungen überlassen, dürfen aber deren Anschluss und Nutzung nicht zwingend vorschreiben. Notwendige Zugangsdaten und Informationen für den Anschluss von Telekommunikationsendeinrichtungen und die Nutzung der Telekommunikationsdienste haben sie dem Teilnehmer in Textform, unaufgefordert
und kostenfrei bei Vertragsschluss zur Verfügung zu stellen.
http://www.bmwi.de/BMWi/Redaktion/PDF/G ... b=true.pdf
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Re: Routerzwang bleibt

Beitrag von hajodele » 20.08.2015, 11:58

Exiver hat geschrieben:Das Cisco 3208 kann DS-Lite(sowie DualStack) da es ein Router mit integriertem Modem ist. Das EPC 3212 ist ein einfaches Modem - da ginge auch DS-Lite sowie Dualstack, wenn der Router hinten dran dies beherrscht.
Das ist nicht ganz richtig:
Cisco 3208 = Modem
Cisco 3208G = Gateway

Beide können IPv6 (es gibt aktuell nur keine Config dazu).
Das "Lite" ist Sache des Routers, nicht des Modems.

Die ursprüngliche Variante der Bundesnetzagentur war übrigens Kabel- und Kundenfreundlicher.
Da war Sinngemäß von einer Liste die Rede, welche Geräte (Modems) benutzt werden können.
Ich glaube, dass es zum Schluß auch wieder auf so was rausläuft.

mauszilla
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Re: Routerzwang bleibt

Beitrag von mauszilla » 20.08.2015, 12:03

Das wäre ja schon wieder gegen den freien Wettbewerb. Es werden Voraussetzungen festgelegt (im Gesetzt Anforderungen genannt) die Hersteller einhalten müssen.
Wie diese im Einzelnen aussehen, interessiert mich als Kunde ja nicht. Für mich wichtig, Zugangsdaten, mit denen ich das von mir gewählte Gerät anschließen und nutzen kann, Egal ob Modem oder Gateway.
Wobei ich mit meiner momentanen Lösung zufrieden bin. Modem (3212) von UM und eigener Router.
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Re: Routerzwang bleibt

Beitrag von Exiver » 20.08.2015, 13:42

hajodele hat geschrieben:
Exiver hat geschrieben:Das Cisco 3208 kann DS-Lite(sowie DualStack) da es ein Router mit integriertem Modem ist. Das EPC 3212 ist ein einfaches Modem - da ginge auch DS-Lite sowie Dualstack, wenn der Router hinten dran dies beherrscht.
Das ist nicht ganz richtig:
Cisco 3208 = Modem
Cisco 3208G = Gateway

Beide können IPv6 (es gibt aktuell nur keine Config dazu).
Das "Lite" ist Sache des Routers, nicht des Modems.

Die ursprüngliche Variante der Bundesnetzagentur war übrigens Kabel- und Kundenfreundlicher.
Da war Sinngemäß von einer Liste die Rede, welche Geräte (Modems) benutzt werden können.
Ich glaube, dass es zum Schluß auch wieder auf so was rausläuft.
Sorry, wir hatten bisher nur die "G" Variante im Einsatz, wusste gar nicht, dass es da noch ein Modem-only Gerät gibt ;-) Wieder was gelernt.

IPv6 ist vom Docsis 3.0 Standard her vorgeschrieben - ist aber bei reinen Modems relativ egal, da wie ich oben (und du hier auch) beschrieben hast, dass dies der Router hintendran entscheidet bzw dafür konfiguriert sein muss.
mauszilla hat geschrieben:
Exiver hat geschrieben:
Leseratte10 hat geschrieben:Teurere Tarife mag sein. Aber zusätzliche Gebühren für die Anmeldung eines eigenen Endgeräts wird wohl nach dem Gesetz nicht erlaubt sein.
Wo steht das im Gesetz?
Hier
2. § 11 Absatz 3 wird wie folgt gefasst:
„(3) Die Betreiber öffentlicher Telekommunikationsnetze und die Anbieter von öffentlich zugänglichen Telekommunikationsdiensten dürfen den Anschluss von Telekommunikationsendeinrichtungen an das öffentliche Telekommunikationsnetz nicht verweigern, wenn die Telekommunikationsendeinrichtungen die grundlegenden Anforderungen nach § 3 Absatz 1 erfüllen.
Sie können dem Teilnehmer Telekommunikationsendeinrichtungen überlassen, dürfen aber deren Anschluss und Nutzung nicht zwingend vorschreiben. Notwendige Zugangsdaten und Informationen für den Anschluss von Telekommunikationsendeinrichtungen und die Nutzung der Telekommunikationsdienste haben sie dem Teilnehmer in Textform, unaufgefordert
und kostenfrei bei Vertragsschluss zur Verfügung zu stellen.
http://www.bmwi.de/BMWi/Redaktion/PDF/G ... b=true.pdf
Da steht nur, dass Zugangsdaten für Einwahlverbindungen (DSL) sowie für Telefonie (VoIP) kostenlos zur Verfügung gestellt werden müssen. Entgeld für das provisionieren fremder Geräte ist hier nicht festgelegt und kann daher vom Anbieter selbst entschieden werden.

GoaSkin hat geschrieben:Dass verschiedene Dinge über das Bootfile steuerbar sind, ist Teil der DOCSIS-Spezifikation. Wenn jemand versuchen würde, das Config-File zu manipulieren, könnte das der Netzbetreiber sofort und automatisiert wieder korrigieren (so wie auch die Versuche, den Bridge-Modus des TC7200 zu aktivieren, ein erneutes Einspielen des Config-Files binnen einer Minute bewirken).

Natürlich kann man jetzt auch versuchen, an einem eigenen Modem richtig rumzuhacken. Dazu braucht es aber keinen abgeschafften Routerzwang, sondern lediglich ein am freien Markt gekauftes und von Unitymedia nicht freigeschaltetes Modem, dass man mit seiner Multimedia-Dose verbindet, um dann die Unitymedia-Admins mit experimentellen Konfigurationen zu bespaßen.

Mißbrauch ist Mißbrauch - egal ob mit einem dem Netzbetreiber unbekannten Fremdgerät, akzeptierter eigener Hardware oder manipulierten Leihgeräten. Basteln ist nichts Verbotenes, hat aber seine Grenzen, wie beim Auto auch.
Ein einfach angestecktes Modem ohne Provisioning auf der CMTS bringt dir an einem Unitymedia Anschluss nichts, denn du wirst an deinem Anschluss keine freischaltung erhalten. Da kannst du zwar an der Config manipulieren, da du aber in einem abgespeckten Netz bist hast du nichts davon.
Wer sagt dir denn, dass gehackte Modems nicht in der Lage sind der CMTS vorzuspielen, dass sie die Bootfile Config angenommen haben - trotzdem aber etwas anderes ausführen? Es werden ja z.B. Firewall Rules oder QoS Einstellungen festgelegt. Wenn das Modem diese Bootfile nun zum Teil ignoriert - wie will die CMTS das mitbekommen und wer sagt dir, dass das Modem die Annahme des Bootfiles nicht einfach verweigert ;-)
Da gibt es genug Möglichkeiten zu tricksen und den Admins einen spaßigen Tag zu bescheren.

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Re: Routerzwang bleibt

Beitrag von hajodele » 20.08.2015, 13:44

Das würde aber nur unter der Vorraussetzung funktionieren, wenn z.B. die Konfig "generic_10000_1000_ipv4_sip_wifi-on.bin" (von einer 6360) ohne weitere Modifikationen auf einem hypothetischen Gateway von LG läuft.

Darüber habe ich leider keinen Kenntnisstand.

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Re: Routerzwang bleibt

Beitrag von Exiver » 20.08.2015, 13:54

hajodele hat geschrieben:Das würde aber nur unter der Vorraussetzung funktionieren, wenn z.B. die Konfig "generic_10000_1000_ipv4_sip_wifi-on.bin" (von einer 6360) ohne weitere Modifikationen auf einem hypothetischen Gateway von LG läuft.

Darüber habe ich leider keinen Kenntnisstand.
Aktuell wird soweit ich weiß bei Unity für jeden Kunden ein eigenes Bootfile generiert. Deshalb schon würde eine allgemein gültige Config für verschiedene Modems nicht funktionieren. Mal schauen ob man das jetzt umstellt und nurnoch Bootfiles für Gerätemodelle erstellt.

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Re: Routerzwang bleibt

Beitrag von hajodele » 20.08.2015, 13:57

Exiver hat geschrieben:Da steht nur, dass Zugangsdaten für Einwahlverbindungen (DSL) sowie für Telefonie (VoIP) kostenlos zur Verfügung gestellt werden müssen.
Wo steht das konkret?

Bei der Suche nach "DSL" bin ich im Besonderen Teil zu Artikel 2 auf folgendes gestossen:
Gemeint ist, dass der Netzabschlusspunkt hinter der letzten Leitwegebestimmung des Netzbetreibers liegen muss, mit der die mit der Nummer des Teilnehmers verknüpfte Endeinrichtung erreichbar ist.
Wäre das konkret ohne Kabel-Modem überhaupt realisierbar?
Oder umgekehrt: Der Netzabschlusspunkt befindet sich nach dem Modem?

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Re: Routerzwang bleibt

Beitrag von mauszilla » 20.08.2015, 14:11

Exiver hat geschrieben:
hajodele hat geschrieben:Da steht nur, dass Zugangsdaten für Einwahlverbindungen (DSL) sowie für Telefonie (VoIP) kostenlos zur Verfügung gestellt werden müssen. Entgeld für das provisionieren fremder Geräte ist hier nicht festgelegt und kann daher vom Anbieter selbst entschieden werden.
Zeigst du mir bitte mal den Absatz, wo zwischen Kabel und DSL unterschieden wird?
In dem Gesetz wird die Dose als passiver Abschlusspnkt des öffentlichen Telekommunikationsnetz bei Kabel und DSL deklariert und beide müssen Zugangsdaten rausrücken womit sich der Kunde mit dem von ihm gewählten oder gekauften Gerät (sofern es die Anforderungen erfüllt) Kostenfrei einwählen kann.
In Belgien hat das auch geklappt. So wurde da sogar der Markt im Kabelnetz frei gemacht für andere Anbieter, die sich Netzkapazitäten einkauften.

Klar will UM Kabel-D usw ihre Netze nicht für andere freigeben, bedeutet es doch Konkurrenz, nur werden sie sich nicht mehr lange wehren können.
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Re: Routerzwang bleibt

Beitrag von Exiver » 20.08.2015, 14:19

mauszilla hat geschrieben:
Exiver hat geschrieben:
hajodele hat geschrieben:Da steht nur, dass Zugangsdaten für Einwahlverbindungen (DSL) sowie für Telefonie (VoIP) kostenlos zur Verfügung gestellt werden müssen. Entgeld für das provisionieren fremder Geräte ist hier nicht festgelegt und kann daher vom Anbieter selbst entschieden werden.
Zeigst du mir bitte mal den Absatz, wo zwischen Kabel und DSL unterschieden wird?
In dem Gesetz wird die Dose als passiver Abschlusspnkt des öffentlichen Telekommunikationsnetz bei Kabel und DSL deklariert und beide müssen Zugangsdaten rausrücken womit sich der Kunde mit dem von ihm gewählten oder gekauften Gerät (sofern es die Anforderungen erfüllt) Kostenfrei einwählen kann.
In Belgien hat das auch geklappt. So wurde da sogar der Markt im Kabelnetz frei gemacht für andere Anbieter, die sich Netzkapazitäten einkauften.

Klar will UM Kabel-D usw ihre Netze nicht für andere freigeben, bedeutet es doch Konkurrenz, nur werden sie sich nicht mehr lange wehren können.

Hast du Infos zu Belgien und deren Modell? Würde mich echt mal interessieren, wie die das technisch umsetzen. Heute in Zeiten von Nodes mit 500 und mehr Usern wird das echt schwierig, den ein oder anderen Down- und Upstream für Fremdanbieter freizumachen..

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Re: Routerzwang bleibt

Beitrag von mauszilla » 20.08.2015, 14:32

Leider nicht, bin ja auch kein Techniker.
Weiß nur, das dort der Markt 2013 geöffnet wurde und sie alternative Anbieter im Netz zulassen müssen.
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Re: Routerzwang bleibt

Beitrag von GoaSkin » 20.08.2015, 14:51

mauszilla hat geschrieben:Zeigst du mir bitte mal den Absatz, wo zwischen Kabel und DSL unterschieden wird?
In dem Gesetz wird die Dose als passiver Abschlusspnkt des öffentlichen Telekommunikationsnetz bei Kabel und DSL deklariert und beide müssen Zugangsdaten rausrücken womit sich der Kunde mit dem von ihm gewählten oder gekauften Gerät (sofern es die Anforderungen erfüllt) Kostenfrei einwählen kann.
In Belgien hat das auch geklappt. So wurde da sogar der Markt im Kabelnetz frei gemacht für andere Anbieter, die sich Netzkapazitäten einkauften.
Es gibt keine Zugangsdaten bei DOCSIS. Das ist in den Spezifikationen nicht vorgesehen. Die Vorgehensweise, dass der Provider das Modem provisioniert, wird so bleiben müssen. Die Vorgehensweise, wie der Kabelanbieter das Kundenmodem findet und provisioniert, sind jedoch standardkonform. Sofern der Kabelanbieter sich keine Späße erlaubt, wie das WLAN abzuschalten, falls der Kunde kein WLAN gebucht hat, sollten die selben Konfigfiles herstellerübergreifend funktionieren.

Sinngemäßer Zweck des Provisionings ist es, das reine Modem-Verhalten auf den OSI-Layern 1 und 2 zu konfigurieren, also bis zur MAC-Ebene und nicht, das Verhalten in Bezug TCP/IP und Netzwerkdienste. Parameter, die bei keinem Modem über das Webinterface konfiguriert werden können.

Viel zu lesen: http://www.cablelabs.com/specs/specific ... docsis-3-1
Es gibt drei Fleischsorten: Beef, Chicken und Veggie. Von welchem Tier die kommen? Von garkeinem, sondern aus der Packung.

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Re: Routerzwang bleibt

Beitrag von JurgenS » 20.08.2015, 15:22

GoaSkin hat geschrieben:Es gibt keine Zugangsdaten bei DOCSIS. Das ist in den Spezifikationen nicht vorgesehen. Die Vorgehensweise, dass der Provider das Modem provisioniert, wird so bleiben müssen.
Du hast in Bezug auf DOCSIS technisch recht, aber man kann es trotzdem mit Zugangsdaten machen.
Ich kenne es aus meinem Jahr in Australien. Man steckt sein Zugangsgerät (Modem, Modemrouter etc. egal) einfach an. Ich hatte konkret das Cisco 3925. Man bekam eine generische Verbindung zu genau nur einer Internetseite von Telstra. Dort gab man seine Benutzerdaten ein und die haben sich die Zuordnung des Zugangsgerätes zu dem Benutzer gemerkt. Nach Neustart bekam man dann sein passendes Profil etc. wie auch bei UM und war online.

Das war total einfach und in 5min. und einem Restart erledigt.
Billiger war es für Telstra evtl. auch, da so quasi der Kunde die Provisonierung seiner Hardware selbst über diese Webseite erledigt hat.

Grüße
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Re: Routerzwang bleibt

Beitrag von Dinniz » 20.08.2015, 15:36

JurgenS hat geschrieben:
GoaSkin hat geschrieben:Es gibt keine Zugangsdaten bei DOCSIS. Das ist in den Spezifikationen nicht vorgesehen. Die Vorgehensweise, dass der Provider das Modem provisioniert, wird so bleiben müssen.
Du hast in Bezug auf DOCSIS technisch recht, aber man kann es trotzdem mit Zugangsdaten machen.
Ich kenne es aus meinem Jahr in Australien. Man steckt sein Zugangsgerät (Modem, Modemrouter etc. egal) einfach an. Ich hatte konkret das Cisco 3925. Man bekam eine generische Verbindung zu genau nur einer Internetseite von Telstra. Dort gab man seine Benutzerdaten ein und die haben sich die Zuordnung des Zugangsgerätes zu dem Benutzer gemerkt. Nach Neustart bekam man dann sein passendes Profil etc. wie auch bei UM und war online.

Das war total einfach und in 5min. und einem Restart erledigt.
Billiger war es für Telstra evtl. auch, da so quasi der Kunde die Provisonierung seiner Hardware selbst über diese Webseite erledigt hat.

Grüße
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Das ist im Grunde auch nur eine Provisionierung durch den Kunden und auch hier denkbar.
Gemeint war eine Verbindung nur mit Einwahldaten.
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Re: Routerzwang bleibt

Beitrag von mauszilla » 20.08.2015, 15:38

Dann eben Zugangsdaten für die HP wo du MAC und Seriennummer eingeben kannst und das Teil automatisch freigeschaltet wird.
Man kann aus allen ein Problem machen wenn man will und das ist typisch Deutsch. Statt in Lösungen in Problemen zu denken.
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Re: Routerzwang bleibt

Beitrag von andy45 » 21.08.2015, 13:33

http://www.onlinekosten.de/news/artikel ... zbetreiber

Besonders Interessant die Stellungnahme von Unitymedia ,sind die noch im Jahre 2011 :D

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Re: Routerzwang bleibt

Beitrag von GoaSkin » 21.08.2015, 14:03

andy45 hat geschrieben:http://www.onlinekosten.de/news/artikel ... zbetreiber

Besonders Interessant die Stellungnahme von Unitymedia ,sind die noch im Jahre 2011 :D
Als Journalist sollte man besser nochmal nachhaken, wenn man eine schwache Antwort erhält. Wahrscheinlich hat die Anfrage ein Callcenter mit Halbwissen bearbeitet.
Es gibt drei Fleischsorten: Beef, Chicken und Veggie. Von welchem Tier die kommen? Von garkeinem, sondern aus der Packung.

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Re: AW: Routerzwang bleibt

Beitrag von Joerg » 21.08.2015, 21:39

mauszilla hat geschrieben:Klar will UM Kabel-D usw ihre Netze nicht für andere freigeben, bedeutet es doch Konkurrenz, nur werden sie sich nicht mehr lange wehren können.
Die deutschen Kabelnetze wurden mit privatem Geld von privaten Firmen vom damaligen Staatskonzern Bundespost bzw Telekom gekauft und dann - wieder mit privaten Investitionen - modernisiert und ausgebaut. Würden die Eigentümer nun gezwungen andere Anbieter da "draufzulassen" käme das einer Teilenteignung gleich - und die es m.E. keinesfalls geben.

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Re: AW: Routerzwang bleibt

Beitrag von ervau » 21.08.2015, 22:35

[/quote]Die deutschen Kabelnetze wurden mit privatem Geld von privaten Firmen vom damaligen Staatskonzern Bundespost bzw Telekom gekauft und dann - wieder mit privaten Investitionen - modernisiert und ausgebaut. Würden die Eigentümer nun gezwungen andere Anbieter da "draufzulassen" käme das einer Teilenteignung gleich - und die es m.E. keinesfalls geben.[/quote]


Naja, wenn ich mir aber vor Augen führe, welche Summen an Steuergeld Bund; Länder und selbst Gemeinden in den schnellen Netzausbau investieren, weil die privaten Firmen nur am Jammern sind, frage ich mich, wo der return aus diesen Steuergeldern hängen bleibt; doch wahrscheinlich wohl beiden eben diesen privaten Firmen. Irgendwie gehört aber doch der eine oder andere cm auch mir/ uns Steuerzahlern, denn ich/ wir haben ihn ja mitfinanziert. Nur als Miteigentümer habe ich leider keinerlei Mitspracherecht z.B. über die Abschlußgeräte, oder?/ wohl eher nicht!

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Re: Routerzwang bleibt

Beitrag von Joerg » 21.08.2015, 22:44

Nope, aus Subventionen ergibt sich kein Eigentumsanspruch für den Staat. Zum Glück, sonst würde dem Staat auch - dank Eigenheimzulage, die inzwischen allerdings abgeschafft wurde - ein Teil meines Hauses gehören :P

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Re: Routerzwang bleibt

Beitrag von mauszilla » 22.08.2015, 08:14

Sie müssen sie ja nicht kostenlos rauf lassen und somit ist das auch keine Enteignung.
Bezahlen die Netzbetreiber an den Staat miete für das Land wo die Kabel liegen? Nö.
Die Telekom hat übrigens kein Netz gekauft, es wurde ihr überlassen. In meinen Augen ein grober Fehler.
Ich persönlich finde, das der Staat sich um die Infrastruktur kümmern müsste und alle Dienstanbieter mieten sich ein, das wäre deutlich Fairer und könnte zu einem besseren Ausbau auch in ländlichen Bereichen führen.
So lange einer Firma die Kabel gehören, wird es nie wirklich einen Fairen Wettbewerb geben.
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Re: Routerzwang bleibt

Beitrag von Joerg » 22.08.2015, 08:45

mauszilla hat geschrieben:Sie müssen sie ja nicht kostenlos rauf lassen und somit ist das auch keine Enteignung.
Eine Einschränkung des Nutzungsbestimmungsrechts über die beim Kauf hinaus festgelegten Regeln hinaus wäre sehr wohl eine Art von Teilenteignung. Etwa so, also würde mich der Staat zwingen einen Teil meines Hauses zu vermieten.
mauszilla hat geschrieben:Bezahlen die Netzbetreiber an den Staat miete für das Land wo die Kabel liegen? Nö.
War davon die Rede, als sie das Netz gekauft haben? Nö.
mauszilla hat geschrieben:Die Telekom hat übrigens kein Netz gekauft, es wurde ihr überlassen. In meinen Augen ein grober Fehler.
Der Fehler war, die Telekom als "ein Unternehmen" bestehen zu lassen. Es hätte zwei geben müssen - eines, dass sich ausschließlich um das Netz kümmert und dieses den Telcos vermietet, und ein davon komplett getrenntes, das dann selber als Telco auftritt. Und ja, das Netz wurde nicht verkauft, u.a. deshalb hat sich die Telekom den Anordnungen der RegTP zu beugen.
Ich persönlich finde, das der Staat sich um die Infrastruktur kümmern müsste und alle Dienstanbieter mieten sich ein, das wäre deutlich Fairer und könnte zu einem besseren Ausbau auch in ländlichen Bereichen führen.
So lange einer Firma die Kabel gehören, wird es nie wirklich einen Fairen Wettbewerb geben.
Für die Telekomnetze - die mit Steuern bezahlt und niemals verkauft wurden - stimmt ich Dir zu, s.o. Ansonsten steht es jeder Firma im Prinzip frei selber zu buddeln, so wie hier in der Region beispielsweise BORnet das tut.

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