Routerzwang bleibt

In vielen Netzen von Unitymedia sind Internet und Telefonie bereits verfügbar.
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Leseratte10
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Re: Routerzwang bleibt

Beitrag von Leseratte10 » 18.08.2015, 05:49

Teurere Tarife mag sein. Aber zusätzliche Gebühren für die Anmeldung eines eigenen Endgeräts wird wohl nach dem Gesetz nicht erlaubt sein.

mauszilla
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Re: Routerzwang bleibt

Beitrag von mauszilla » 18.08.2015, 08:34

Warum sollten die Tarife teurer werden?
Eher im gegenteil, durch eigene Hardware fallen kosten weg für die gesponserte und noch mehr kosten für Service.
Wenn ich daran denke, das UM bei mir 3 Modems verbraten hat, bis sie endlich mal ein taugliches hingestellt hatten. Das kostet alles Geld inkl der drei Technikereinsätze die auch nicht für lau arbeiten.

Laut Gesetz wird verlangt, das der Kunde Zugangsdaten bekommt, mit denen er sich Anmelden kann. Dafür dürfen sie wenn überhaupt lediglich an Anfang eine Einrichtungsgebühr verlangen und die gibt es jetzt schon.

Wartet doch einfach mal ab, wenn das Gesetz gültig wurde. Dann werden wir schon sehen was passiert.
Kann mir nicht vorstellen, das sie deswegen die Preise anziehen, das würde sie nur Kunden kosten.
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Chrisl
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Re: Routerzwang bleibt

Beitrag von Chrisl » 18.08.2015, 22:16

herzlichwillkommen hat geschrieben: - ein guter Teil der Technik zur Bereitstellung von Telefonie und Rufnummern hängt auch vom eingesetzten Router/Modem/FB/Horizon ab - in den AVM-Boxen ist es ja SIP, aber was ist mit all den anderen Routern und Modems? Für SIP-Anschlüsse ist eine Routerfreigabe kein Problem, aber ich weiß nicht, ob man in Kabelmodems, die dem Kabelanbieter nicht bekannt sind, Telefonleitungen freischalten kann.

- der Zugang zum Netz wird bisher über die MAC-Adressen geregelt, was dann künftig nicht mehr möglich wäre. Noch dazu fehlt ja im Unterschied zu Telefonanschlüssen eine netzseitige Steuerung und Kontrolle der individuellen Anschlussleitung in die Wohnung. Das zieht zwangsläufig irgendwelche Benutzerdaten mit Passwort nach sich, oder hat jemand eine andere Idee?

- die bereitgestellte Bandbreite wird bisher durch Konfigurationsdateien begrenzt, die UM-seitig ins Gerät geschrieben werden bzw. bei einem Upgrade neu eingespielt werden - auch nicht mehr möglich bei einer Routerfreigabe. Man bräuchte also auch dazu eine Benutzerverwaltung, die das regelt.
Zum ersten der zitierten Punkte:
Es wird alles auf SIP umgestellt.
Zum zweiten und dritten Punkt:
Bei Anschluss eines Modems wird beim ersten Zugriffsversuch auf das Internet eine Seite angezeigt, in der man seine Login-Daten eingeben muss, dabei wird in der Datenbank die MAC-Adresse gespeichert und eine ggf. vorhandene gelöscht, ähnlich wie bei der Nutzung von registrierungspflichtigen WLAN-Hotspots. Nach Eingabe der Daten wird die passende Konfigurationsdatei auf das Modem geladen, wie bisher eben auch. Technisch ist das relativ leicht zu realisieren, UM muss nur entsprechende Konfigurationsdateien für alle Modems bereit halten.

hajodele
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Re: Routerzwang bleibt

Beitrag von hajodele » 19.08.2015, 09:25

Wenn man der Presseaussage von UM in onlinekosten.de Glauben schenken darf, braucht man gar nichts ändern:
"Von unserer Seite gab es nie einen 'Routerzwang'. Unitymedia stellt seinen Kunden Kabelmodems zur Verfügung, hinter denen Kunden beliebige Router betreiben können", betont ein Unitymedia-Sprecher.
Quelle: http://www.onlinekosten.de/news/artikel ... zbetreiber

Kennt nun die Pressestelle ihre eigenen Produkte nicht :wein:
oder sind die Kunden zu blöd, korrekt zu bestellen :wut:
oder hat der Blogger die Frage falsch gestellt :confused:

In diversen Schulungen haben wir auch so Routerspielchen gemacht:
Jeder Teilnehmer hat auf seine VMs geroutet und dann hat man noch ein Classroom-Routing gemacht.
Ins Internet kamen wir aber erst, als wir den Tutor-PC selbst integrieren durften.

So gesehen kann man das auch so mit dem UM-Netz machen. :heul:

Joe_M.
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Re: Routerzwang bleibt

Beitrag von Joe_M. » 19.08.2015, 10:28

Wieso, ist doch nicht gelogen, als Business-Kunde kann man ein im Bridgemodus laufendes TC 7200 erhalten...
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Re: Routerzwang bleibt

Beitrag von Dinniz » 19.08.2015, 10:34

Joe_M. hat geschrieben:Wieso, ist doch nicht gelogen, als Business-Kunde kann man ein im Bridgemodus laufendes TC 7200 erhalten...
Businesskunden haben keine TC7200.
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Re: Routerzwang bleibt

Beitrag von JPDribbler » 20.08.2015, 10:21

Ist schon wieder April?
Die Aufregung um den angeblichen Routerzwang versteht auch der Kabelnetzbetreiber Unitymedia (http://www.unitymedia.de) nicht: "Von unserer Seite gab es nie einen 'Routerzwang'.
Quelle: http://www.onlinekosten.de/news/artikel ... zbetreiber
:brüll: :wand:

Genau solche Antworten bekomme ich von Unitymedia per Facebook oder per Mail. Deshalb habe ich gekündigt! Good Bye Unitymedia.

Die könnten den Pofalla als Vorstandsvorsitzenden einstellen. Der wäre perfekt für Unitymedia!
Bug in Intels Puma-6-Chip
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Re: Routerzwang bleibt

Beitrag von Porco » 20.08.2015, 10:33

Ist doch gut das aufgehoben, jetzt natürlich die grosse Frage wie teuer eine wirklich gutes Kabelmodem ist. Kenne nur die von AVM !

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Re: Routerzwang bleibt

Beitrag von hajodele » 20.08.2015, 10:47

Porco hat geschrieben:Ist doch gut das aufgehoben, jetzt natürlich die grosse Frage wie teuer eine wirklich gutes Kabelmodem ist. Kenne nur die von AVM !
UM setzte in der Vergangenheit Cisco 3208/3212 ein. Diese werden immer noch bis 200 Mbit verwendet. Aktuell gibt es nur Konfigurationen für IPv4, obwohl beide auch IPv6 können.
Diese kosten bei Amazon Neupreis rund 110 Euro.

mauszilla
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Re: Routerzwang bleibt

Beitrag von mauszilla » 20.08.2015, 10:53

Das Cisco 3212 bekommst neu für 109€ auf Amazon ;)

Warte noch was, wenn das Gesetz durch ist purzeln neu Geräte auf den Markt.
TP-Link hat schon eins vorgestellt
http://www.tp-link.com/en/products/deta ... CR700.html
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Re: Routerzwang bleibt

Beitrag von strelnikov » 20.08.2015, 11:00

BTW
Da Unitymedia keine Neukunden mehr auf IPv4 schaltet, mangels verfügbarer Adressen, dürften Modem / Router, die nur IPv4 only können, nicht ohne weiteres angeschaltet werden. Nun meine Frage kann das CISCO 3208 bzw. CISCO 3212 auch IPv6 (DS Lite)?

:kafffee:


Anmerkung und Nachtrag
Och da hat jemand vor kurzem geschrieben, dass die Dimger IPv6 können... werden bloß nicht geschaltet... Warum?
Volkskommissar für Telekommunikation

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Re: Routerzwang bleibt

Beitrag von Exiver » 20.08.2015, 11:09

Leseratte10 hat geschrieben:Teurere Tarife mag sein. Aber zusätzliche Gebühren für die Anmeldung eines eigenen Endgeräts wird wohl nach dem Gesetz nicht erlaubt sein.
Wo steht das im Gesetz?
Für den Anbieter ist es ganz klar mehr Aufwand ein "fremdes Gerät" im Netz zu provisionieren, als die Modems aus dem eigenen Lager (bei denen übrigens sehr lange getestet wurde, wie stabil die ins Netz passen).
Ich bin mir relativ sicher, dass für eigene Modems eine saftige Gebühr aufgeschlagen wird - einfach um die Leute davon abzuhalten ein eigenes Modem ins Netz zu hängen.
Viele Dinge die aktuell über das Bootfile gesteuert werden fallen dann nämlich weg (z.B. QoS, PacketCable aka VoC, Firewall-Regeln usw) da nun jeder ein "geöffnetes" Modem dazu nutzen könnte diese Parameter zu manipulieren.
Als Kabelnetzbetreiber ist diese Entscheidung eher ungünstig, da vor allem nun in den nächsten 6 Monaten größere Änderungen am Netz anstehen..

@strelnikov:
Das Cisco 3208 kann DS-Lite(sowie DualStack) da es ein Router mit integriertem Modem ist. Das EPC 3212 ist ein einfaches Modem - da ginge auch DS-Lite sowie Dualstack, wenn der Router hinten dran dies beherrscht.

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Re: Routerzwang bleibt

Beitrag von GoaSkin » 20.08.2015, 11:25

Dass verschiedene Dinge über das Bootfile steuerbar sind, ist Teil der DOCSIS-Spezifikation. Wenn jemand versuchen würde, das Config-File zu manipulieren, könnte das der Netzbetreiber sofort und automatisiert wieder korrigieren (so wie auch die Versuche, den Bridge-Modus des TC7200 zu aktivieren, ein erneutes Einspielen des Config-Files binnen einer Minute bewirken).

Natürlich kann man jetzt auch versuchen, an einem eigenen Modem richtig rumzuhacken. Dazu braucht es aber keinen abgeschafften Routerzwang, sondern lediglich ein am freien Markt gekauftes und von Unitymedia nicht freigeschaltetes Modem, dass man mit seiner Multimedia-Dose verbindet, um dann die Unitymedia-Admins mit experimentellen Konfigurationen zu bespaßen.

Mißbrauch ist Mißbrauch - egal ob mit einem dem Netzbetreiber unbekannten Fremdgerät, akzeptierter eigener Hardware oder manipulierten Leihgeräten. Basteln ist nichts Verbotenes, hat aber seine Grenzen, wie beim Auto auch.
Es gibt drei Fleischsorten: Beef, Chicken und Veggie. Von welchem Tier die kommen? Von garkeinem, sondern aus der Packung.

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Re: Routerzwang bleibt

Beitrag von Leseratte10 » 20.08.2015, 11:52

@Exiver das EPC3208 ist auch nur ein Modem...

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Re: Routerzwang bleibt

Beitrag von mauszilla » 20.08.2015, 11:55

Exiver hat geschrieben:
Leseratte10 hat geschrieben:Teurere Tarife mag sein. Aber zusätzliche Gebühren für die Anmeldung eines eigenen Endgeräts wird wohl nach dem Gesetz nicht erlaubt sein.
Wo steht das im Gesetz?
Hier
2. § 11 Absatz 3 wird wie folgt gefasst:
„(3) Die Betreiber öffentlicher Telekommunikationsnetze und die Anbieter von öffentlich zugänglichen Telekommunikationsdiensten dürfen den Anschluss von Telekommunikationsendeinrichtungen an das öffentliche Telekommunikationsnetz nicht verweigern, wenn die Telekommunikationsendeinrichtungen die grundlegenden Anforderungen nach § 3 Absatz 1 erfüllen.
Sie können dem Teilnehmer Telekommunikationsendeinrichtungen überlassen, dürfen aber deren Anschluss und Nutzung nicht zwingend vorschreiben. Notwendige Zugangsdaten und Informationen für den Anschluss von Telekommunikationsendeinrichtungen und die Nutzung der Telekommunikationsdienste haben sie dem Teilnehmer in Textform, unaufgefordert
und kostenfrei bei Vertragsschluss zur Verfügung zu stellen.
http://www.bmwi.de/BMWi/Redaktion/PDF/G ... b=true.pdf
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hajodele
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Re: Routerzwang bleibt

Beitrag von hajodele » 20.08.2015, 11:58

Exiver hat geschrieben:Das Cisco 3208 kann DS-Lite(sowie DualStack) da es ein Router mit integriertem Modem ist. Das EPC 3212 ist ein einfaches Modem - da ginge auch DS-Lite sowie Dualstack, wenn der Router hinten dran dies beherrscht.
Das ist nicht ganz richtig:
Cisco 3208 = Modem
Cisco 3208G = Gateway

Beide können IPv6 (es gibt aktuell nur keine Config dazu).
Das "Lite" ist Sache des Routers, nicht des Modems.

Die ursprüngliche Variante der Bundesnetzagentur war übrigens Kabel- und Kundenfreundlicher.
Da war Sinngemäß von einer Liste die Rede, welche Geräte (Modems) benutzt werden können.
Ich glaube, dass es zum Schluß auch wieder auf so was rausläuft.

mauszilla
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Re: Routerzwang bleibt

Beitrag von mauszilla » 20.08.2015, 12:03

Das wäre ja schon wieder gegen den freien Wettbewerb. Es werden Voraussetzungen festgelegt (im Gesetzt Anforderungen genannt) die Hersteller einhalten müssen.
Wie diese im Einzelnen aussehen, interessiert mich als Kunde ja nicht. Für mich wichtig, Zugangsdaten, mit denen ich das von mir gewählte Gerät anschließen und nutzen kann, Egal ob Modem oder Gateway.
Wobei ich mit meiner momentanen Lösung zufrieden bin. Modem (3212) von UM und eigener Router.
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Re: Routerzwang bleibt

Beitrag von Exiver » 20.08.2015, 13:42

hajodele hat geschrieben:
Exiver hat geschrieben:Das Cisco 3208 kann DS-Lite(sowie DualStack) da es ein Router mit integriertem Modem ist. Das EPC 3212 ist ein einfaches Modem - da ginge auch DS-Lite sowie Dualstack, wenn der Router hinten dran dies beherrscht.
Das ist nicht ganz richtig:
Cisco 3208 = Modem
Cisco 3208G = Gateway

Beide können IPv6 (es gibt aktuell nur keine Config dazu).
Das "Lite" ist Sache des Routers, nicht des Modems.

Die ursprüngliche Variante der Bundesnetzagentur war übrigens Kabel- und Kundenfreundlicher.
Da war Sinngemäß von einer Liste die Rede, welche Geräte (Modems) benutzt werden können.
Ich glaube, dass es zum Schluß auch wieder auf so was rausläuft.
Sorry, wir hatten bisher nur die "G" Variante im Einsatz, wusste gar nicht, dass es da noch ein Modem-only Gerät gibt ;-) Wieder was gelernt.

IPv6 ist vom Docsis 3.0 Standard her vorgeschrieben - ist aber bei reinen Modems relativ egal, da wie ich oben (und du hier auch) beschrieben hast, dass dies der Router hintendran entscheidet bzw dafür konfiguriert sein muss.
mauszilla hat geschrieben:
Exiver hat geschrieben:
Leseratte10 hat geschrieben:Teurere Tarife mag sein. Aber zusätzliche Gebühren für die Anmeldung eines eigenen Endgeräts wird wohl nach dem Gesetz nicht erlaubt sein.
Wo steht das im Gesetz?
Hier
2. § 11 Absatz 3 wird wie folgt gefasst:
„(3) Die Betreiber öffentlicher Telekommunikationsnetze und die Anbieter von öffentlich zugänglichen Telekommunikationsdiensten dürfen den Anschluss von Telekommunikationsendeinrichtungen an das öffentliche Telekommunikationsnetz nicht verweigern, wenn die Telekommunikationsendeinrichtungen die grundlegenden Anforderungen nach § 3 Absatz 1 erfüllen.
Sie können dem Teilnehmer Telekommunikationsendeinrichtungen überlassen, dürfen aber deren Anschluss und Nutzung nicht zwingend vorschreiben. Notwendige Zugangsdaten und Informationen für den Anschluss von Telekommunikationsendeinrichtungen und die Nutzung der Telekommunikationsdienste haben sie dem Teilnehmer in Textform, unaufgefordert
und kostenfrei bei Vertragsschluss zur Verfügung zu stellen.
http://www.bmwi.de/BMWi/Redaktion/PDF/G ... b=true.pdf
Da steht nur, dass Zugangsdaten für Einwahlverbindungen (DSL) sowie für Telefonie (VoIP) kostenlos zur Verfügung gestellt werden müssen. Entgeld für das provisionieren fremder Geräte ist hier nicht festgelegt und kann daher vom Anbieter selbst entschieden werden.

GoaSkin hat geschrieben:Dass verschiedene Dinge über das Bootfile steuerbar sind, ist Teil der DOCSIS-Spezifikation. Wenn jemand versuchen würde, das Config-File zu manipulieren, könnte das der Netzbetreiber sofort und automatisiert wieder korrigieren (so wie auch die Versuche, den Bridge-Modus des TC7200 zu aktivieren, ein erneutes Einspielen des Config-Files binnen einer Minute bewirken).

Natürlich kann man jetzt auch versuchen, an einem eigenen Modem richtig rumzuhacken. Dazu braucht es aber keinen abgeschafften Routerzwang, sondern lediglich ein am freien Markt gekauftes und von Unitymedia nicht freigeschaltetes Modem, dass man mit seiner Multimedia-Dose verbindet, um dann die Unitymedia-Admins mit experimentellen Konfigurationen zu bespaßen.

Mißbrauch ist Mißbrauch - egal ob mit einem dem Netzbetreiber unbekannten Fremdgerät, akzeptierter eigener Hardware oder manipulierten Leihgeräten. Basteln ist nichts Verbotenes, hat aber seine Grenzen, wie beim Auto auch.
Ein einfach angestecktes Modem ohne Provisioning auf der CMTS bringt dir an einem Unitymedia Anschluss nichts, denn du wirst an deinem Anschluss keine freischaltung erhalten. Da kannst du zwar an der Config manipulieren, da du aber in einem abgespeckten Netz bist hast du nichts davon.
Wer sagt dir denn, dass gehackte Modems nicht in der Lage sind der CMTS vorzuspielen, dass sie die Bootfile Config angenommen haben - trotzdem aber etwas anderes ausführen? Es werden ja z.B. Firewall Rules oder QoS Einstellungen festgelegt. Wenn das Modem diese Bootfile nun zum Teil ignoriert - wie will die CMTS das mitbekommen und wer sagt dir, dass das Modem die Annahme des Bootfiles nicht einfach verweigert ;-)
Da gibt es genug Möglichkeiten zu tricksen und den Admins einen spaßigen Tag zu bescheren.

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Re: Routerzwang bleibt

Beitrag von hajodele » 20.08.2015, 13:44

Das würde aber nur unter der Vorraussetzung funktionieren, wenn z.B. die Konfig "generic_10000_1000_ipv4_sip_wifi-on.bin" (von einer 6360) ohne weitere Modifikationen auf einem hypothetischen Gateway von LG läuft.

Darüber habe ich leider keinen Kenntnisstand.

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Re: Routerzwang bleibt

Beitrag von Exiver » 20.08.2015, 13:54

hajodele hat geschrieben:Das würde aber nur unter der Vorraussetzung funktionieren, wenn z.B. die Konfig "generic_10000_1000_ipv4_sip_wifi-on.bin" (von einer 6360) ohne weitere Modifikationen auf einem hypothetischen Gateway von LG läuft.

Darüber habe ich leider keinen Kenntnisstand.
Aktuell wird soweit ich weiß bei Unity für jeden Kunden ein eigenes Bootfile generiert. Deshalb schon würde eine allgemein gültige Config für verschiedene Modems nicht funktionieren. Mal schauen ob man das jetzt umstellt und nurnoch Bootfiles für Gerätemodelle erstellt.

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Re: Routerzwang bleibt

Beitrag von hajodele » 20.08.2015, 13:57

Exiver hat geschrieben:Da steht nur, dass Zugangsdaten für Einwahlverbindungen (DSL) sowie für Telefonie (VoIP) kostenlos zur Verfügung gestellt werden müssen.
Wo steht das konkret?

Bei der Suche nach "DSL" bin ich im Besonderen Teil zu Artikel 2 auf folgendes gestossen:
Gemeint ist, dass der Netzabschlusspunkt hinter der letzten Leitwegebestimmung des Netzbetreibers liegen muss, mit der die mit der Nummer des Teilnehmers verknüpfte Endeinrichtung erreichbar ist.
Wäre das konkret ohne Kabel-Modem überhaupt realisierbar?
Oder umgekehrt: Der Netzabschlusspunkt befindet sich nach dem Modem?

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Re: Routerzwang bleibt

Beitrag von mauszilla » 20.08.2015, 14:11

Exiver hat geschrieben:
hajodele hat geschrieben:Da steht nur, dass Zugangsdaten für Einwahlverbindungen (DSL) sowie für Telefonie (VoIP) kostenlos zur Verfügung gestellt werden müssen. Entgeld für das provisionieren fremder Geräte ist hier nicht festgelegt und kann daher vom Anbieter selbst entschieden werden.
Zeigst du mir bitte mal den Absatz, wo zwischen Kabel und DSL unterschieden wird?
In dem Gesetz wird die Dose als passiver Abschlusspnkt des öffentlichen Telekommunikationsnetz bei Kabel und DSL deklariert und beide müssen Zugangsdaten rausrücken womit sich der Kunde mit dem von ihm gewählten oder gekauften Gerät (sofern es die Anforderungen erfüllt) Kostenfrei einwählen kann.
In Belgien hat das auch geklappt. So wurde da sogar der Markt im Kabelnetz frei gemacht für andere Anbieter, die sich Netzkapazitäten einkauften.

Klar will UM Kabel-D usw ihre Netze nicht für andere freigeben, bedeutet es doch Konkurrenz, nur werden sie sich nicht mehr lange wehren können.
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Re: Routerzwang bleibt

Beitrag von Exiver » 20.08.2015, 14:19

mauszilla hat geschrieben:
Exiver hat geschrieben:
hajodele hat geschrieben:Da steht nur, dass Zugangsdaten für Einwahlverbindungen (DSL) sowie für Telefonie (VoIP) kostenlos zur Verfügung gestellt werden müssen. Entgeld für das provisionieren fremder Geräte ist hier nicht festgelegt und kann daher vom Anbieter selbst entschieden werden.
Zeigst du mir bitte mal den Absatz, wo zwischen Kabel und DSL unterschieden wird?
In dem Gesetz wird die Dose als passiver Abschlusspnkt des öffentlichen Telekommunikationsnetz bei Kabel und DSL deklariert und beide müssen Zugangsdaten rausrücken womit sich der Kunde mit dem von ihm gewählten oder gekauften Gerät (sofern es die Anforderungen erfüllt) Kostenfrei einwählen kann.
In Belgien hat das auch geklappt. So wurde da sogar der Markt im Kabelnetz frei gemacht für andere Anbieter, die sich Netzkapazitäten einkauften.

Klar will UM Kabel-D usw ihre Netze nicht für andere freigeben, bedeutet es doch Konkurrenz, nur werden sie sich nicht mehr lange wehren können.

Hast du Infos zu Belgien und deren Modell? Würde mich echt mal interessieren, wie die das technisch umsetzen. Heute in Zeiten von Nodes mit 500 und mehr Usern wird das echt schwierig, den ein oder anderen Down- und Upstream für Fremdanbieter freizumachen..

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Re: Routerzwang bleibt

Beitrag von mauszilla » 20.08.2015, 14:32

Leider nicht, bin ja auch kein Techniker.
Weiß nur, das dort der Markt 2013 geöffnet wurde und sie alternative Anbieter im Netz zulassen müssen.
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GoaSkin
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Re: Routerzwang bleibt

Beitrag von GoaSkin » 20.08.2015, 14:51

mauszilla hat geschrieben:Zeigst du mir bitte mal den Absatz, wo zwischen Kabel und DSL unterschieden wird?
In dem Gesetz wird die Dose als passiver Abschlusspnkt des öffentlichen Telekommunikationsnetz bei Kabel und DSL deklariert und beide müssen Zugangsdaten rausrücken womit sich der Kunde mit dem von ihm gewählten oder gekauften Gerät (sofern es die Anforderungen erfüllt) Kostenfrei einwählen kann.
In Belgien hat das auch geklappt. So wurde da sogar der Markt im Kabelnetz frei gemacht für andere Anbieter, die sich Netzkapazitäten einkauften.
Es gibt keine Zugangsdaten bei DOCSIS. Das ist in den Spezifikationen nicht vorgesehen. Die Vorgehensweise, dass der Provider das Modem provisioniert, wird so bleiben müssen. Die Vorgehensweise, wie der Kabelanbieter das Kundenmodem findet und provisioniert, sind jedoch standardkonform. Sofern der Kabelanbieter sich keine Späße erlaubt, wie das WLAN abzuschalten, falls der Kunde kein WLAN gebucht hat, sollten die selben Konfigfiles herstellerübergreifend funktionieren.

Sinngemäßer Zweck des Provisionings ist es, das reine Modem-Verhalten auf den OSI-Layern 1 und 2 zu konfigurieren, also bis zur MAC-Ebene und nicht, das Verhalten in Bezug TCP/IP und Netzwerkdienste. Parameter, die bei keinem Modem über das Webinterface konfiguriert werden können.

Viel zu lesen: http://www.cablelabs.com/specs/specific ... docsis-3-1
Es gibt drei Fleischsorten: Beef, Chicken und Veggie. Von welchem Tier die kommen? Von garkeinem, sondern aus der Packung.

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