2Play, gelieferte Hardware und DynDNS

In vielen Netzen von Unitymedia sind Internet und Telefonie bereits verfügbar.
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gerdos
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2Play, gelieferte Hardware und DynDNS

Beitrag von gerdos » 27.01.2014, 12:59

Hallo Gemeinde,

ich bin in Bezug auf 2Play ein absoluter Neuling und habe hier absolut keine Ahnung. Ich würde gerne von meinem jetzigen Anbieter für Telefon und Internet wechseln. Aktuell habe ich Vodafone 16000 (real bekomm ich aber nur 6000) mit Komfort Packet (3 Telefonen).

In Zukunft habe ich nur eine Telefonnummer und wollte so um die 10 Mbit. Das reicht mir.
Ich habe ein Portforwarding in meiner Easybox auf meine IP-Kamera und auf meinen SolarLog um meine PV-Anlage auch von aussen zu sehen. Zukünftig möchte ich auch von aussen auf meine Heizung zugreifen können.

Bei 2Play ohne Komfort bekomm ich ja nur eine TC7200, die kurz gesagt schrott ist oder? Wenn ich jetzt die Komfortversion buche dann gibts ja eine Fritzbox dazu. Wie ist das mit IPV4 und IPV6? Mein Equipment hinter meiner EasyBox ist aktuell IPV4. Was müsste ich denn nun bei Unitymedia bestellen und was muss ich evtl. dazu kaufen????

Gruß Gerdos

hajodele
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Re: 2Play, gelieferte Hardware und DynDNS

Beitrag von hajodele » 27.01.2014, 13:04

Mit "Komfort" bekommst du die Fritzbox 6360, aber das IPv6-Problem bleibt.
Da gibt es hübsche "Umgehungs-Szenarien" im Forum

gerdos
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Re: 2Play, gelieferte Hardware und DynDNS

Beitrag von gerdos » 27.01.2014, 20:15

Hi,

also Umgehungsszenarien möchte ich nicht. Ich habe ja einen Account bei DynDNS und ich könnte da anscheinend auch eine IPv6 eingeben. Die Frage ist nur ob ich bei der gelieferten Fritzbox oder auch be Kabelmodem eine DynDNS Account eintragenkann um NAT und Portforwardingnutzen zu können. Kann mir da einer helfen und mir sagen ob das geht oder ob damit Unitymedia für mich gestorben ist.

Gruß Gerdos

bumbklaatt
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Re: 2Play, gelieferte Hardware und DynDNS

Beitrag von bumbklaatt » 27.01.2014, 21:37

Deine Vorhaben sind, zumindest derzeit, mit IPv6 relativ schwer zu realisieren und bei UM hat man idR, auch wenn man wochenlang bettelt, fast keine Chance, auf IPv4 umgestellt zu werden.

Um dem ganzen Gefrickel und Ärger aus dem Weg zu gehen solltest Du dir mal die Businesstarife von UM anschauen. Für knapp 36 Euro im Monat bekommst Du dort beispielsweise ein 2play Paket mit 50 Mbit down und 5 Mbit up. Hardwaretechnisch gibt es es ohne Aufpreis die Fritzbox 6360 und das Wichtigste: Eine eigene IPv4-Adresse, auf Wunsch sogar statisch.

Vorteile gegenüber den Privatkundenverträgen:

- IPv4
- 5 Mbit Upload sogar im kleinsten Vertrag
- Fritzbox 6360

Nachteile:

- Verbraucherschutzgesetze wie z.B. das Fernabsatzgesetz (Rücktritt vom Vertrag innerhalb von 14 Tagen) gelten nicht
- Einrichtungsgebühr von 95 Euro

smuper
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Re: 2Play, gelieferte Hardware und DynDNS

Beitrag von smuper » 27.01.2014, 23:14

- Verbraucherschutzgesetze wie z.B. das Fernabsatzgesetz (Rücktritt vom Vertrag innerhalb von 14 Tagen) gelten nicht
Das wage ich im Ernstfall zu bezweifeln, du bist und bleibst weiterhin eine Privatperson.

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Re: 2Play, gelieferte Hardware und DynDNS

Beitrag von gerdos » 28.01.2014, 16:46

Hallo an die Spezialisten,

also bei DynDNS kann ich bei meinem Account eine IPv6 Adresse einem "host" zuweisen. Somit würde ich zumindest die FritzBox von aussen ansprechen können, wenn die FritzBox die aktuell zugewiesene IPv6 DynDNS mitteilen kann. Dann könnte ich ja vermutlich auch auf meine internen IPv4 Geräte über die Fritzbox zugreifen.

Ich brauch halt nur von den SPezialisten eine Auskunft ob die FritzBox das kann und ob das so funktionieren würde.

Gruß

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Re: 2Play, gelieferte Hardware und DynDNS

Beitrag von hajodele » 28.01.2014, 17:21

Mit einem IPv4-Client kommst du nicht mal bis auf die Box :smile:

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Re: 2Play, gelieferte Hardware und DynDNS

Beitrag von SpaceRat » 28.01.2014, 17:28

gerdos hat geschrieben:also bei DynDNS kann ich bei meinem Account eine IPv6 Adresse einem "host" zuweisen. Somit würde ich zumindest die FritzBox von aussen ansprechen können, wenn die FritzBox die aktuell zugewiesene IPv6 DynDNS mitteilen kann. Dann könnte ich ja vermutlich auch auf meine internen IPv4 Geräte über die Fritzbox zugreifen.

Ich brauch halt nur von den SPezialisten eine Auskunft ob die FritzBox das kann und ob das so funktionieren würde.
Du machst es Dir etwas einfach ...

Also:
Meines Wissens nach geht es durchaus, daß die Fritz!Box einen DynDNS-Anbieter mit ihrer IPv6-Adresse aktualisiert.
Das ist aber das Irrelevanteste überhaupt an der ganzen Angelegenheit.

Die eigentlichen Punkte sind:
  • Sprechen Deine Geräte und Dienste im Heimnetz IPv6 oder hast Du noch veralteten Kram, der nur IPv4 kann?
    So wie Du Dir das vorstellst, also per IPv6 auf die Fritz!Box zugreifen und von dort aus per IPv4 auf die Geräte/Dienste im Heimnetz geht ohne Hilfsmittel nicht.
  • Normale DynDNS-Dienste bieten nur einen einzigen Host und das wäre bei einem Update durch den Router auch nur genau dieser.
    IPv6 bietet by Design genug IP-Adressen für jedes Sandkorn auf der Welt, also auch für all Deine Geräte im Heimnetz.
    Entsprechend hat am Ende auch jedes (IPv6-taugliche) Gerät seine eigene IPv6-Adresse und kann/muß auch über diese angesprochen werden. Der DynDNS-Host für die Fritz!Box bringt Dich da nicht weiter, Du brauchst einen für das Gerät, das Du wirklich erreichen willst und das ist ja eben nicht die Fritz!Box.
    Das ist aber das kleinste Problem, da die Fritz!Box einen Dienst namens "MyFritz!" mitbringt, der u.a. genau dies leistet.
  • Für den Zugriff auf Dein Heimnetz über IPv6 mußt Du auch dort, wo Du Dich beim Zugriff befindest, IPv6 haben.
    Da in Deutschland immer diejenigen den Job kriegen, die am wenigsten Ahnung aber dafür den tollsten Titel haben, ist das leider in vielen Netzen nicht der Fall:
    - Mobilfunk
    - viele DSL-Anschlüsse
    - Alt-Anschlüsse der Kabel-Internet-Anbieter (!)
    - div. WLAN-Hotspots und Firmennetzwerke
    Im Mobilfunk, mit eigener Hardware an WLAN-Hotspots und an leitungsgebundenen Endkunden-Internetanschlüssen ist es i.d.R. kein Problem, die dort fehlende IPv6-Anbindung über einen kostenlosen Tunnel (z.B. SixXS oder Hurricane Electric) zu beschaffen, in Bezug auf Mobilfunk mit der Einschränkung, daß man keinen Apple-Müll sein Eigen nennen sollte, sondern einen Androiden, aber das gilt ja grundsätzlich.
    Im Firmennetzwerk müßte man schon die IT-Abteilung anbetteln, daß die sich mal bewegen. Also eher unwahrscheinlich, daß man Erfolg hat.
Receiver/TV:
  • Vu+ Duo² 4xS2+2xC / OpenATV 6.1@Samsung 50" Plasma
  • AX Quadbox HD2400 2xS2+2xC / OpenATV 6.1@Samsung 32" TFT
  • 2xVu+ Solo² / OpenATV 6.1
  • DVBSky S2-Twin PCIe@SyncMaster T240HD (PC)
  • TechniSat SkyStar HD2@17" (2.PC)
Pay-TV: Schwarzfunk, Redlight Elite Superchic, SCT 10, HD-, Sky
Fon: VF Komfort-Classic (ISDN), 2xFritz!Fon C4+Siedle DoorCom Analog@F!B 7390
Internet: UM 1play 100 / Cisco EPC3212+Linksys WRT1900ACS / IPv4 (UM) + IPv6 (HE)
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Re: 2Play, gelieferte Hardware und DynDNS

Beitrag von gerdos » 28.01.2014, 19:12

Hallo,

ich bin jetzt nicht der Netzwerkspezialist, deshalb frage ich ja hier nach. Aktuell habe ich hier nur IPv4 Geräte, aber das funktioniert ja jetzt auch mit Portforwarding. Ich bekomm von meinem Anbieter eine WAN IP im IPv4 Format. Meine aktuelle EasyBox gibt die WAN an DynDNS wo sie meinem Hostnamen zugewiesen wird. Rufe ich nun meinen Host auf mit einem entsprechenden Port, dann geht diese Anfrage ja an meine EasyBox mit dem Port und die Easybox leitet auf Basis des Ports an dass entsprechende Gerätin meinem IPv4 Netz.

Ich dachte so könnte es ja auch mit IPv6 funktionieren bis zur Fritzbox und dann löst die Fritzbox entsprechend auf und routet von IPv6 in das IPv4 Netz.

Ist das zu einfach gedacht?

Gruß

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Re: 2Play, gelieferte Hardware und DynDNS

Beitrag von SpaceRat » 28.01.2014, 19:45

gerdos hat geschrieben:Ich bekomm von meinem Anbieter eine WAN IP im IPv4 Format. Meine aktuelle EasyBox gibt die WAN an DynDNS wo sie meinem Hostnamen zugewiesen wird. Rufe ich nun meinen Host auf mit einem entsprechenden Port, dann geht diese Anfrage ja an meine EasyBox mit dem Port und die Easybox leitet auf Basis des Ports an dass entsprechende Gerätin meinem IPv4 Netz.
Im Prinzip funktioniert das mit IPv6 auch genau so, nur nicht so umständlich:
Du bekommst von Deinem Anbieter ein riesiges Subnetz mit IPv6-Adressen, aus dem jedes Gerät mit einer IP-Adresse versorgt wird unter der es dann auch direkt erreichbar ist, ohne daß da irgendein Mittelsmann (Der Router) noch was dran rumfummeln muß.

Soweit die Theorie, die aber darauf basiert ...
gerdos hat geschrieben:Ich dachte so könnte es ja auch mit IPv6 funktionieren bis zur Fritzbox und dann löst die Fritzbox entsprechend auf und routet von IPv6 in das IPv4 Netz.
... daß die Migration auf IPv6 als gradueller Übergang geplant war:

Somit war man davon ausgegangen, daß bis zu dem Moment, in dem die IPv4-Adressen komplett verbraten sind, längst alle Geräte, Dienste und Provider IPv6 beherrschen.

Da in diesem Szenario für den Tag X keine IPv4-only-Geräte und -Dienste mehr vorkommen, hat man sich einen Übergangsmechanismus, um IPv4-only-Geräte und -Dienste auch dann noch ansprechen zu können wenn das "Fernleitungsnetz" nur noch IPv6 kann, gespart. Diese Geräte und Dienste hatten ja nun auch immerhin 15 Jahre Zeit zum Aussterben!

Daß man diesen Übergangsmechanismus im IPv4-zu-IPv6-Migrationsszenario nicht berücksichtigt hat, heißt allerdings nicht, daß es ihn nicht gibt.
Man kann durchaus (die von außen ankommenden) IPv6-Pakete auch auf IPv4 (für ein IPv4-only-Gerät im Heimnetz) umsetzen, indem man einen Portproxy benutzt. Da das aber eben nicht zum normalen Migrationspfad gehört, wirst Du eine solche Funktion allerdings in keinem normalen Router finden.

Du kannst einen solchen Port-Proxy prinzipiell auf jedem Gerät in Deinem Heimnetz aufsetzen, welches sowohl IPv6 als auch IPv4 beherrscht (Dual Stack), also ein Rechner (Der natürlich laufen muß, wenn auf das IPv4-only-Gerät zugegriffen werden soll) mit einem aktuellen Betriebssystem (Windows ab XP, besser Vista oder höher; jedes halbwegs aktuelle Linux; Apple Murks OS X), ein NAS, ein Linux-Receiver, eine "freie" Fritz!Box, o.ä.

Sollte ein solches Gerät nicht vorhanden sein, bietet sich ein Raspberry Pi an, welcher komplett für ~ 50 EUR zu haben ist. Den kann man sogar für diesen Einsatzzweck vorkonfiguriert kaufen, z.B. hier.

Der Austausch/die Aufrüstung derart veralteter Dienste und Geräte sollte allerdings immer vorrangig versucht werden.

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Re: 2Play, gelieferte Hardware und DynDNS

Beitrag von gerdos » 28.01.2014, 20:00

Hi,
SpaceRat hat geschrieben: Du kannst einen solchen Port-Proxy prinzipiell auf jedem Gerät in Deinem Heimnetz aufsetzen, welches sowohl IPv6 als auch IPv4 beherrscht (Dual Stack), also ein Rechner (Der natürlich laufen muß, wenn auf das IPv4-only-Gerät zugegriffen werden soll) mit einem aktuellen Betriebssystem (Windows ab XP, besser Vista oder höher; jedes halbwegs aktuelle Linux; Apple Murks OS X), ein NAS, ein Linux-Receiver, eine "freie" Fritz!Box, o.ä.
wäre denn die FritBox von Unitymedia dann eine solche "freie" FritzBox oder ist dann dort die Funktion gesperrt?

Gruß

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Re: 2Play, gelieferte Hardware und DynDNS

Beitrag von SpaceRat » 28.01.2014, 20:17

gerdos hat geschrieben:wäre denn die FritBox von Unitymedia dann eine solche "freie" FritzBox oder ist dann dort die Funktion gesperrt?
"Frei" heißt in diesem Zusammenhang
a.) daß sie Dir gehört
b.) daß man sie mit eigener Firmware flashen kann (um per Freetz die erwähnte Funktion zufügen zu können)

Beides ist bei den von Unitymedia gestellten Fritz!Boxen nicht der Fall.

Die Funktion ist auch nicht "gesperrt", sondern nicht vorhanden:
Wie erwähnt, im Migrationspfad von IPv4 zu IPv6 kommen für den gegenwärtigen Zeitpunkt bereits keine IPv4-only-Geräte mehr vor, die sowas brauchen würden.

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Re: 2Play, gelieferte Hardware und DynDNS

Beitrag von gerdos » 28.01.2014, 20:54

OK, so langsam komm ich dahinter. Also die FritzBox von Unitymedia kann man nicht in den vollen Zügen parametrieren wie eine gekaufte. Da man keine fremde FritzBox von Unitymedia freigeschaltet bekommt, bleibt wohl nur der Businessvertrag oder ein anderer Anbieter mit IPv4 für mich. Wobei der Businessvertrag wird bestimmt in den nächsten 1 - 3 Jahren auch auf IPv6 umgestellt, denke ich mal.

Wie kann man denn einen neuen Standard (IPv6) einführen, aber den alten für eine Übergangsfrist von x Jahren nicht beachten. Das frag ich mich.

Gruß

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Re: 2Play, gelieferte Hardware und DynDNS

Beitrag von SpaceRat » 29.01.2014, 14:16

gerdos hat geschrieben:Also die FritzBox von Unitymedia kann man nicht in den vollen Zügen parametrieren wie eine gekaufte.
Prinzipiell schon, aber man kann eben keine eigene Firmware einspielen.
Und über eigene, modifizierte Firmwares kann man halt eben auch Funktionen zufügen, die von AVM ursprünglich nicht vorgesehen waren.
gerdos hat geschrieben:Wobei der Businessvertrag wird bestimmt in den nächsten 1 - 3 Jahren auch auf IPv6 umgestellt, denke ich mal.
In 1-3 Jahren sind wir auch 1-3 Jahre weiter.
Die Probleme mit IPv6 haben die Benutzer ja nur, weil es für sie, genauso wie für die Provider, Hard- und Softwarehersteller, usw., so überraschend kam wie Weihnachten jedes Jahr ...
gerdos hat geschrieben:Wie kann man denn einen neuen Standard (IPv6) einführen, aber den alten für eine Übergangsfrist von x Jahren nicht beachten.
Hat man. Sozusagen.
Die Zeit zwischen 1998 und 2011 war diese Übergangsphase.
Für die meisten Programme und Geräte entspricht das mehreren Lebenszyklen, nach denen man diese jeweils durch IPv6-taugliche Versionen hätte ersetzen können.

1998 wurde IPv6 standardisiert und 2011 sind in Asien die IPv4-Adressen ausgegangen.
Die Zeit zwischen Normung von IPv6 und Ausgehen der IPv4-Adressen war als Übergangsphase vorgesehen, in der nach und nach alle Programme und Geräte auf Dual Stack (Also IPv6 und IPv4 gleichzeitig) aufgerüstet werden sollten, so daß es niemanden mehr ernsthaft betroffen hätte, wenn dann Anschlüsse ohne oder mit eingeschränkter IPv4-Anbindung auskommen müssen.

Daß die schlecht genutzt wurde (Selbst AVM hat IPv6 ja auch erst seit ~2009 in den Routern drin) und sogar immer noch wird steht auf einem anderen Blatt.

Da das Kind aber nun einmal in den Brunnen gefallen ist, bleibt zumindest zu hoffen, daß die nahe Zukunft besser genutzt wird.

Obwohl ... wenn man mal beobachtet, was diejenigen, die noch irgendwie an IPv4 gekommen sind (Business-Vertrag, Kabel-BW-Kulanz-Umstellung, ...) so äußern, dann scheinen die Meisten nichts gelernt zu haben.

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Re: 2Play, gelieferte Hardware und DynDNS

Beitrag von gerdos » 10.02.2014, 21:00

Hallo SpaceRat,

erstmal danke für Deine ausführlichen Hilfestellungen. Da ich einen Raspberrybesitze mit dem ich über 1-wire temperaturen meiner Fussboenheizung auslese, wäre diese Variante dann eine für die ich ein bisschen Starthilfe bräuchte.

Was muss ich denn alles auf dem Raspberry laufen lassen das mit bei einem Wechsel zu Unitymedia immer noch auf meinen Solarlogger, meine Heizungssteuerung usw. zugreifen kann. All die aufgezählten Geräte sind reine IPv4 Geräte, für die auch kein IPv6 Update zur Verfügung stehen wird.

Kannst Du mir da so ein bisschen weiter helfen?

Gruß Gerdos

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Re: 2Play, gelieferte Hardware und DynDNS

Beitrag von SpaceRat » 10.02.2014, 22:22

gerdos hat geschrieben:erstmal danke für Deine ausführlichen Hilfestellungen. Da ich einen Raspberrybesitze mit dem ich über 1-wire temperaturen meiner Fussboenheizung auslese, wäre diese Variante dann eine für die ich ein bisschen Starthilfe bräuchte.

Was muss ich denn alles auf dem Raspberry laufen lassen das mit bei einem Wechsel zu Unitymedia immer noch auf meinen Solarlogger, meine Heizungssteuerung usw. zugreifen kann. All die aufgezählten Geräte sind reine IPv4 Geräte, für die auch kein IPv6 Update zur Verfügung stehen wird.

Kannst Du mir da so ein bisschen weiter helfen?
Die sicherste Variante und die mit den wenigsten Arbeitsschritten wäre die, auf dem Raspberry Pi OpenVPN zu installieren, als Server einzurichten und dann von außen ein VPN zu eben diesem aufzubauen.

OpenVPN unterstützt IPv6 sowohl als Payload (Also als das, was durch den Tunnel fließt ...) als auch als Trägernetz, was für Deinen Anwendungszweck der entscheidende Punkt ist.

Du brauchst dann also schlimmstenfalls:
1. OpenVPN als Server auf dem Raspberry Pi
2. OpenVPN clients
3. ggf. einen Tunnel auf dem/den Client(s), um dort überhaupt IPv6 zur Verfügung zu haben, sofern noch nicht vorhanden (Also besonders im Mobilfunk, öffentlicher WLAN-Hotspot, ...)

Das OpenVPN-VPN läuft dann über IPv6 als Trägernetz, kann aber - je nach Konfiguration - sowohl IPv4 als auch IPv6 durch den Tunnel transportieren, womit bei aufgebautem VPN alles im Heimnetz direkt per IPv4 erreichbar wäre.

Frag mich aber bitte nicht nach Hilfe beim Einrichten des OpenVPN-Tunnels an sich, ich bin da kein Profi.



Die zweite Möglichkeit wäre die, von außen - ohne die Hilfe des Pi - direkt über IPv6 mit den Geräten im Heimnetz zu sprechen. Das geht natürlich nur mit solchen Geräten/Diensten, die auch IPv6 können.
Für die Geräte, die kein IPv6 können, kann man sich mittels 6tunnel, HAproxy, socat oder diversen anderen Tools auch einen IPv6-zu-IPv4-Proxy auf dem Raspberry Pi einrichten. In dem Fall kommuniziert man von außen ebenfalls per IPv6 mit dem Heimnetz, allerdings eben mit dem Rasberry Pi statt dem eigentlichen Ziel. Der Raspberry Pi bzw. der Portproxy auf diesem leitet die Anfragen dann per IPv4 ins Heimnetz weiter.

Diese zweite Lösung sollte man aber nur für Dienste nutzen, die auch sicher nach außen zu öffnen sind (ssh, https, ftp(e)s, ...) aber z.B. nicht http, ftp, telnet. Man beachte einfach mal den Thread "Fritz!Box gehackt", um einen Eindruck davon zu gewinnen, welchem Risiko man sich aussetzt, wenn man ungepflegte und unsichere Dienste ins Netz öffnet.


Eine schon fast furchtbar banale und im Grundsatz sichere Methode ist übrigens ein OpenSSH als ssh-Server. Diesen kann man dann clientseitig als "SOCKSv5"-Proxy eintragen. Zusätzlich muß der Client noch so eingerichtet werden, daß der SOCKS-Proxy für lokale Adressen nicht ignoriert werden soll.
Für z.B. Chrome gibt es zum schnellen Umschalten zwischen Proxies bzw. "keinem Proxy" und "dem heimischen Proxy" Erweiterungen wie Proxy SwitchySharp.

Dort wäre dann, angenommen auf dem Raspberry Pi läuft OpenSSH auf Port 22, einfach nur als Profil einzutragen:

[New profile]
Profile Name: Home Proxy
SOCKS Host: login:password@IPv6-DynDNS-Host für den Raspberry Pi
Port: 22
SOCKS v5
No Proxy for: Den Teil "<local>" streichen.

Nach dem Umstellen auf dieses eigene Profil kann man dann http/ftp-Server im Heimnetz direkt unter ihrer gewohnten lokalen IPv4 ansprechen.
Ähnliche Erweiterungen gibt es natürlich auch für Firefox.

Auch in vielen anderen Programme kann man SOCKSv5-Proxies einstellen ...

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