Technicolor TC7200 als reines Modem nutzbar?

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Re: Technicolor TC7200 als reines Modem nutzbar?

Beitrag von sxe » 15.08.2014, 17:05

hehe, das ist gerade auf dem Weg zurück und wandert sicher direkt in die Müllpresse. :)
Aber genau das hatte ich einer der Damen am Telefon auch gesagt, ging natürlich auch nicht.

Die erzählen doch alle nur dummes Zeug. Fakt ist es würde gehen, auf verschiedenen Wegen aber sie wollen einfach nicht.

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Re: Technicolor TC7200 als reines Modem nutzbar?

Beitrag von reset » 15.08.2014, 17:10

Notfalls halt hier mal anklopfen: http://www.bundesnetzagentur.de/cln_143 ... -node.html :D

Gruß reset

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Re: Technicolor TC7200 als reines Modem nutzbar?

Beitrag von Theoretiker » 31.08.2014, 15:25

Hallo,

ich bin über diesen Thread auf dieses Forum gestoßen. Seit Januar 2014 bin ich Kunde bei Unitymedia in NRW und habe auch das TC7200 bekommen.

Bei mir sind die Verbindungsabbrüche mehrfach die Woche da, so dass ich vor ein paar Tagen zum dritten Mal einen Techniker da hatte. Dieser hat zwar irgendwie etwas gemacht, aber letztlich besteht das Problem weiterhin. Weil es so häufig auftritt, habe ich meinen Raspberry Pi mit Smokeping darauf eingestellt, dass er die Internetverbindung überwacht. Hier ist gut zu sehen, wie die Verbindung für eine Stunde einfach ausfällt:

Bild

Das Modem ist also noch immer erreichbar, allerdings sind weder die DNS-Server (feste IP) oder die Webserver (fester Hostname) erreichbar. Und das Telefon ist teilweise dabei auch besetzt.

Interessant fand ich diesen Post von „SpaceRat“:
SpaceRat hat geschrieben:
BaNaNaBeck hat geschrieben:Also ich habe das ganze nun so
kaputtgebastelt.

Neben dem vom reset erwähnten Punkt, daß Du nun natürlich immer noch keine IPv4-Portfreigaben machen kannst, hast Du auch noch dafür gesorgt, daß Dein Heimnetz nicht mehr mit IPv6-Konnektivität versorgt wird. Das wiederum bedeutet, daß Du auch auf solche Server per IPv4 zugreifst, die längst IPv6-tauglich sind (Google, Facebook, YouTube, ...).

[…] Trotzdem kann es am DS-lite-Anschluß nur (halbwegs) sinnvoll so betrieben werden, daß es auch selber Router bleibt und der eigene Router zum Access Point degradiert wird. Dann funktionieren wenigstens die ausgehenden IPv6-Verbindungen problemlos.
Also würde es durchaus funktionieren, das Technicolor Modem an den WAN-Port des (noch zu kaufenden) Routers zu hängen und so ein von Unitymedia abgeschottetes Netz zu bekommen, mit dem Haken, dass nur noch IPv4 funktioniert? Die Abschottung hätte ich sehr gerne, allerdings ist es ja bescheuert, ich gegenüber IPv6 selbst auszusperren, oder das zu verschlechtern.
SpaceRat hat geschrieben: Ausnahme: Router mit OpenWRT "Barrier Breaker" und neuer können auch ohne korrekte Prefix Delegation eine IPv6-Verbindung mitnutzen und an angeschlossene Geräte durchreichen, indem sie als Relais zum vorgeschalteten Router (Hier also dem DK7200) arbeiten.
Auf der Liste der von OpenWrt unterstützten Geräte scheint es ja einige zu geben, auf denen der Release Candidate von „Barrier Breaker“ läuft. Damit könnte ich dann also tatsächlich die Abschottung, einen vernünftigen Router (mit USB, evtl. WPA-Enterprise) haben, und trotzdem die von Unitymedia vergebenen IPv6 Adressen bis an meine Endgeräte weitergeben?
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Re: Technicolor TC7200 als reines Modem nutzbar?

Beitrag von lukas243 » 31.08.2014, 21:06

Ich steuere nun auch mal meine Erfahrungen zum TC7200 und Routing bei:

Ich "nutze" das TC7200 seit Ende Oktober 2013. Anfangs gabs ständig Resets und Verbindungsabbrüche, seit dem Firmware-Patch Mitte November sind diese allerdings behoben.

Hinter dem TC7200 steht ein Netgear WNDR4500v2 Router mit AP als Router.

Monatelang waren die IPv4-Subnetze wie folgt konfiguriert:
DSLite <--- 10.0.0.0/8 (Unitymedia) ---> TC7200 <--- 192.168.0.0/24 (TC7200 als DHCP-Server) ---> WNDR <--- 10.0.0.0/8 (WNDR als DHCP-Server etc.) ---> Hausnetz

Das hat ohne und mit IPv6 einwandfrei funktioniert. Aus dem Hausnetz heraus wird das 10.0.0.0/8-Netz von DSLite natürlich "verdeckt" (nicht geroutet da lokal), allerdings gibt es da eh nichts "interessantes" und das TC7200 sieht mein internes Netzwerk nicht und wird nicht beeinflusst.
Vor einigen Monaten habe ich das interne Hausnetz auf den selten verwendeten Raum 172.30.0.0/15 umgestellt (172.30.0.0-172.31.255.255), da sich mein internes Netz sonst mit Netzen von VPN-Endpunkten überschnitt (Universitätsnetz, Firmennetz etc.).


IPv6 funktioniert seit einiger Zeit nun auch im internen Netz. Dazu steht der WNDR bezgl. IPv6 auf "Durchlauf", wodurch sich der WNDR komplett aus IPv6 "raushält" und einfach passieren lässt.
Mit anderen Einstellungen (DHCP) bekommt zwar der WNDR eine IPv6-Adresse, nicht aber die Hosts dahinter.

Im Moment habe ich damit quasi "das Beste aus beiden Welten" und selten Probleme.
Ob ein komplexerer Router (z.B. mit OpenWRT) IPv6 besser händeln oder irgendwie noch was aus dem TC7200 rauskitzeln kann wage ich ganz stark zu bezweifeln, aber die Hoffnung stirbt bekanntlich zuletzt.

Schönen Abend allerseits. :)

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Re: Technicolor TC7200 als reines Modem nutzbar?

Beitrag von Theoretiker » 31.08.2014, 21:20

lukas243 hat geschrieben:IPv6 funktioniert seit einiger Zeit nun auch im internen Netz. Dazu steht der WNDR bezgl. IPv6 auf "Durchlauf", wodurch sich der WNDR komplett aus IPv6 "raushält" und einfach passieren lässt.
Mit anderen Einstellungen (DHCP) bekommt zwar der WNDR eine IPv6-Adresse, nicht aber die Hosts dahinter.

Im Moment habe ich damit quasi "das Beste aus beiden Welten" und selten Probleme.
Ob ein komplexerer Router (z.B. mit OpenWRT) IPv6 besser händeln oder irgendwie noch was aus dem TC7200 rauskitzeln kann wage ich ganz stark zu bezweifeln, aber die Hoffnung stirbt bekanntlich zuletzt.
Das klingt wirklich sinnvoll. Vor allem gibt es Hoffnung, dass auch andere Firmware als das aktuellste OpenWrt mit dem IPv6-Durchlassen klar kommen. Allerdings ist dieser Netgear Router ziemlich teuer, für mein Gefühl. Wahrscheinlich brauche ich nicht ganz so viele Funktionen. Die Frage ist, wie man bei einem gegeben Router herausfinden kann, ob das mit IPv6 gut funktioniert. Ich würde ungerne auf funktionierendes IPv6 verzichten, schließlich ist das ja die Zukunft.
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Re: Technicolor TC7200 als reines Modem nutzbar?

Beitrag von SpaceRat » 31.08.2014, 21:22

lukas243 hat geschrieben:Hinter dem TC7200 steht ein Netgear WNDR4500v2 Router mit AP als Router.
Der nutzt m.W. von Haus aus eine Variante von Wrt ...
lukas243 hat geschrieben:IPv6 funktioniert seit einiger Zeit nun auch im internen Netz. Dazu steht der WNDR bezgl. IPv6 auf "Durchlauf", wodurch sich der WNDR komplett aus IPv6 "raushält" und einfach passieren lässt.
Das ist der besagte Relais-Modus.
Faktisch wird der Router damit natürlich doch ein Access Point, denn wenn er IPv6 einfach durchläßt, fällt genau die eine Aufgabe weg, die ihn als Router definiert: Netze zu trennen.
lukas243 hat geschrieben:Im Moment habe ich damit quasi "das Beste aus beiden Welten" und selten Probleme.
Ob ein komplexerer Router (z.B. mit OpenWRT) IPv6 besser händeln oder irgendwie noch was aus dem TC7200 rauskitzeln kann wage ich ganz stark zu bezweifeln, aber die Hoffnung stirbt bekanntlich zuletzt.
Was interessant zu wissen wäre:
Ist es in diesem Modus möglich, den eigenen Router noch als IPv6-Firewall zu nutzen oder ist er wirklich nur ein reiner Access Point?

In ersterem Falle wären diese Router nämlich für DK7200-Opfer sehr interessant ...

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Re: Technicolor TC7200 als reines Modem nutzbar?

Beitrag von Theoretiker » 31.08.2014, 21:28

SpaceRat hat geschrieben:Der nutzt m.W. von Haus aus eine Variante von Wrt ...
Damit relativiert sich natürlich meine Aussage von gerade, dass auch andere Firmware das kann. lukas243, kannst Du vielleicht mal schauen, welche Firmware auf dem Router läuft?

SpaceRat hat geschrieben:Das ist der besagte Relais-Modus.
Faktisch wird der Router damit natürlich doch ein Access Point, denn wenn er IPv6 einfach durchläßt, fällt genau die eine Aufgabe weg, die ihn als Router definiert: Netze zu trennen.
Heißt, Unitymedia kann dann so tief in mein Heimnetz wie vorher? Dann kann ich mir den zweiten Router ja auch einfach sparen.

SpaceRat hat geschrieben:Was interessant zu wissen wäre:
Ist es in diesem Modus möglich, den eigenen Router noch als IPv6-Firewall zu nutzen oder ist er wirklich nur ein reiner Access Point?

In ersterem Falle wären diese Router nämlich für DK7200-Opfer sehr interessant ...
Wenn man 80 bis 100 € dafür ausgeben muss, kann man auch 16 bis 20 Monate die Option dazubuchen, die einem eine FRITZ!Box liefert. Und da ich „nur“ noch 16 Monate Vertragslaufzeit übrig habe, würde sich das gerade so rechnen. Natürlich unter der Annahme, dass ich bei einem Anbieter ernstere Hardware gestellt bekomme. Wobei bei anderen Anbietern (Telekom oder so) wahrscheinlich auch mehr Fernzugriff möglich ist, als mir lieb ist?
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Re: Technicolor TC7200 als reines Modem nutzbar?

Beitrag von SpaceRat » 31.08.2014, 23:01

Theoretiker hat geschrieben:
SpaceRat hat geschrieben:Das ist der besagte Relais-Modus.
Faktisch wird der Router damit natürlich doch ein Access Point, denn wenn er IPv6 einfach durchläßt, fällt genau die eine Aufgabe weg, die ihn als Router definiert: Netze zu trennen.
Heißt, Unitymedia kann dann so tief in mein Heimnetz wie vorher? Dann kann ich mir den zweiten Router ja auch einfach sparen.
Jain.

Natürlich wäre es schöner, man könnte den eigenen Router auch als solchen betreiben.
Wenn der Router jedoch bei dieser Einstellung noch IPv6-Firewall spielen kann, dann ist das allemal besser als nur das DK7200 oder den eigenen Router zum wirklich reinen AP degradieren zu müssen.

Vom Prinzip her wäre es dann zwar vor und hinter dem (Open)Wrt-Router immer noch ein und das selbe IPv6-Netz, aber durch eine Firewall in einen geschützten und einen ungeschützten Teil unterteilt.
Nicht Fisch, nicht Fleisch, aber besser als eine klare Brühe allemal.
Theoretiker hat geschrieben:Wenn man 80 bis 100 € dafür ausgeben muss, kann man auch 16 bis 20 Monate die Option dazubuchen, die einem eine FRITZ!Box liefert. Und da ich „nur“ noch 16 Monate Vertragslaufzeit übrig habe, würde sich das gerade so rechnen. Natürlich unter der Annahme, dass ich bei einem Anbieter ernstere Hardware gestellt bekomme. Wobei bei anderen Anbietern (Telekom oder so) wahrscheinlich auch mehr Fernzugriff möglich ist, als mir lieb ist?
Naja, ich kalkuliere bei Hardware nicht so wie Du.
Ich stelle mir den Kram hin, den ich haben will.

Die OpenWrt-Lösung wäre demnach auch als erstes was für Leute, die Spaß daran haben, mit OpenWrt rumzumachen. Diese FW bietet schon jede Menge Möglichkeiten, befolgt aber bzgl. des Bedienkomfort wirklich jede Maßgabe dazu, wie man es nicht machen sollte. Dementsprechend werde ich mir auch keinen kaufen, nur um das auszuprobieren. Das Ausprobieren überlasse ich denjenigen, die OpenWrt mögen.

Ich bin mir wohl ziemlich sicher, daß irgendjemand längst einen OpenWrt-Router so wie von mir beschrieben als IPv6-Firewall im Einsatz hat, wenn das so geht.
Anscheinend ist aber nicht jeder so "blöd" wie ich und opfert seine Zeit für andere Menschen, um mal ein How-To aufzusetzen, sonst sollte es auch eines geben und dann wüßten wir zumindestens vorher, ob sich der Einsatz dieser 80-100 EUR lohnt.
Wobei es auch billigere Router gibt, die mit OpenWrt bestückt werden können ...

Ich kann Dir sagen, was ich machen würde:
Wenn ich einen UM-Neuanschluß hätte und auf diesen angewiesen wäre (Also keine Alternative hätte), dann würde ich es vermutlich so wie beschrieben mit OpenWrt austesten.
Receiver/TV:
  • Vu+ Duo² 4xS2+2xC / OpenATV 6.1@Samsung 50" Plasma
  • AX Quadbox HD2400 2xS2+2xC / OpenATV 6.1@Samsung 32" TFT
  • 2xVu+ Solo² / OpenATV 6.1
  • DVBSky S2-Twin PCIe@SyncMaster T240HD (PC)
  • TechniSat SkyStar HD2@17" (2.PC)
Pay-TV: Schwarzfunk, Redlight Elite Superchic, SCT 10, HD-, Sky
Fon: VF Komfort-Classic (ISDN), 2xFritz!Fon C4+Siedle DoorCom Analog@F!B 7390
Internet: UM 1play 100 / Cisco EPC3212+Linksys WRT1900ACS / IPv4 (UM) + IPv6 (HE)
Bild

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Re: Technicolor TC7200 als reines Modem nutzbar?

Beitrag von Theoretiker » 01.09.2014, 19:26

Ich habe mir jetzt mal einen TP-Link WDR3600 gekauft. Morgen abend schaue ich mal, was die Firmware da so kann und wie sinnvoll ich da OpenWrt draufbekomme, wenn IPv6 nicht anständig durchgereicht wird. Falls das klappt, werde ich daraus eine Anleitung machen und online stellen :-)
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Re: Technicolor TC7200 als reines Modem nutzbar?

Beitrag von lukas243 » 02.09.2014, 05:40

SpaceRat hat geschrieben:
lukas243 hat geschrieben:Hinter dem TC7200 steht ein Netgear WNDR4500v2 Router mit AP als Router.
Der nutzt m.W. von Haus aus eine Variante von Wrt ...
lukas243 hat geschrieben:IPv6 funktioniert seit einiger Zeit nun auch im internen Netz. Dazu steht der WNDR bezgl. IPv6 auf "Durchlauf", wodurch sich der WNDR komplett aus IPv6 "raushält" und einfach passieren lässt.
Das ist der besagte Relais-Modus.
Faktisch wird der Router damit natürlich doch ein Access Point, denn wenn er IPv6 einfach durchläßt, fällt genau die eine Aufgabe weg, die ihn als Router definiert: Netze zu trennen.
lukas243 hat geschrieben:Im Moment habe ich damit quasi "das Beste aus beiden Welten" und selten Probleme.
Ob ein komplexerer Router (z.B. mit OpenWRT) IPv6 besser händeln oder irgendwie noch was aus dem TC7200 rauskitzeln kann wage ich ganz stark zu bezweifeln, aber die Hoffnung stirbt bekanntlich zuletzt.
Was interessant zu wissen wäre:
Ist es in diesem Modus möglich, den eigenen Router noch als IPv6-Firewall zu nutzen oder ist er wirklich nur ein reiner Access Point?

In ersterem Falle wären diese Router nämlich für DK7200-Opfer sehr interessant ...
Zur Firmware kann ich nicht viel sagen, außer dass die aktuellste Stock-Version 1.0.0.50_1.0.30 ist.

Ich "evaluiere" nun mal (ich würfle also aus), ob ich die DD-WRT Beta-Firmware aufspielen soll oder ob ich mir das erspare.
(ftp://ftp.dd-wrt.com/betas/2014/06-23-2 ... ndr4500v2/)
Meine ersten Versuche an eine Telnet-Shell zu kommen waren bisher leider nicht so erfolgreich.

Tatsächlich ist der WNDR nur bei IPv4 ein Router und sonst nicht viel. Ich kann also davon ausgehen, dass sämtlicher interner IPv6-Broadcast-Verkehr auch beim TC7200 ankommt, der Rest sollte schon durch die Switches im Netzwerk eigentlich gar nicht bis dahin kommen.

Momentan kann der WNDR zwar per DHCP das /64-IPv6-Subnetz vom TC7200 bekommen, allerdings kann er wohl keine Adressen daraus weiter vergeben.
Vllt. fehlt dem Router gänzlich ein DHCPv6-Server?
Was im internen Netz übrig bleibt ist Auto Configuration, intern ist damit alles in Butter, aber nach außen kommt man damit nicht. NATv6 sollte ja eigentlich durch die Masse an Adressen verschwinden, aber so oder so scheint auch kein NATv6 im WNDR implementiert zu sein.

Ich hatte überlegt mir einen kleinen Embedded-Router zuzulegen (z.B. ein Mikrotik RouterBOARD oder PC Engines APU), mal schauen wie sich der WNDR (mit DD_WRT) schlagen wird.

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Re: Technicolor TC7200 als reines Modem nutzbar?

Beitrag von Theoretiker » 03.09.2014, 19:23

Ich habe den Eindruck, dass IPv6 nicht anständig durchgereicht wird. Das hier sind die Einstellungen, die ich momentan habe:

Bild

Bei meinem Laptop kommt eine IPv6 Adresse an, mit der ich allerdings nur den WDR3600 erreichen kann. Google und Facebook werden nur über IPv4 geladen, wie befürchtet. Dem Support von TP-Link habe ich eine Email geschickt. Ansonsten werde ich es mit OpenWrt probieren.
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Re: Technicolor TC7200 als reines Modem nutzbar?

Beitrag von SpaceRat » 03.09.2014, 19:41

Die angezeigten Adressen sehen schockierend korrekt aus ;)
Aber leider nicht 100%ig ...

1. Wie sehen denn die IPv6-Adressen so im Vergleich aus, wenn Du ein Gerät mal direkt an das DK7200 und dann an den WDR hängst?
2. WIe sehen gleichzeitig die IPv6-Adressen des DK7200 aus (Falls die Schrottgurke irgendwo eine Anzeige derselben hat ...)
3. Was kannst Du denn als "WAN Connection Type" alles einstellen?
4. Hat der WDR tatsächlich die angezeigten IPv6-DNS-Server vom DK7200 bezogen?

Was mich an den Adressen irritiert ist:
Das sieht schwer nach dem ersten Subnet aus, ich vermute also mal, daß das DK7200 Dir exakt das selbe Subnet anzeigen wird, also 2a02:908:f421:7600::/64.
Der WDR hat gleichzeitig anscheinend tatsächlich eine einzelne IPv6 aus dem ersten Subnet per DHCPv6 beziehen können, nämlich die 2a02:908:f421:7600::e.

Somit hat der WDR das Subnet wohl aus der per DHCPv6 zugeteilten Adresse abgeleitet, nur daß dafür schon der DK7200 der Router ist.

Korrekt wäre die Einstellung wie auf dem Bild, aber mit
(*) Get IPv6 prefix delegation

Vom selben Ursprungspräfix (Also 2a02:908:f421:7600::/5x) ausgehend, würde der WDR dann z.B. das Subnet 2a02:908:f421:76ff::/64, 2a02:908:f421:76fc::/62 o.ä. erhalten, sofern das DK7200 auf einmal doch Prefix Delegation beherrschen würde ...

So, wie es derzeit eingerichtet ist, ist der WDR Router zwischen "zwei einem" Netzwerk ;)
Das kann nicht klappen.

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Re: Technicolor TC7200 als reines Modem nutzbar?

Beitrag von Theoretiker » 03.09.2014, 20:42

Danke für die schnelle Antwort!

Was meinst Du damit, dass sie schokierend korrekt aussehen? Datenschutz? Oder
nur, dass es merkwürdig ist, dass sie fast richtig sind?

----
1. Wie sehen denn die IPv6-Adressen so im Vergleich aus, wenn Du ein Gerät
mal direkt an das DK7200 und dann an den WDR hängst?
2. WIe sehen gleichzeitig die IPv6-Adressen des DK7200 aus (Falls die
Schrottgurke irgendwo eine Anzeige derselben hat ...)
Das hier ist das, ich über TC7200 <--> WDR3600 <--> Computer auf meinem
Rechner erhalte:

Code: Alles auswählen

inet Adresse:192.168.3.100  Bcast:192.168.3.255  Maske:255.255.255.0
inet6-Adresse: fe80::f2de:f1ff:fede:a290/64 Gültigkeitsbereich:Verbindung
inet6-Adresse: 2a02:908:f421:7600:f2de:f1ff:fede:a290/128 Gültigkeitsbereich:Global
Was mich hier extrem wundert ist, dass die nicht-lokale IPv6 Adresse auf /128
endet. Eigentlich ist doch nur die ::/128 eine derartige Adresse, oder? Warum
ist das nicht einfach /64 oder weniger?

Die anderen IP-Adressen nun von innen nach außen (ohne fe80 Adressen):

Code: Alles auswählen

2a02:908:f421:7600:f2de:f1ff:fede:a290/128  Computer LAN
2a02:908:f421:7600:ea94:f6ff:fed4:2624/64   WDR3600 LAN
2a02:908:f421:7600::e/64                    WDR3600 WAN
2a02:908:f421:7600:ce35:40ff:fee0:9498/64   TC7200 LAN
2a02:908:f400:2:31c9:7cf5:eb4:75e2/128      TC7200 WAN
Im LAN gibt das TC7200 noch 2a02:908:f421:7600::/57 als „IPv6-Vorwahl“ an.

----

In IPv4 empfinde ich das deutlich verständlicher:

Code: Alles auswählen

192.168.3.100  Computer LAN
192.168.3.1    WDR3600 LAN
192.168.0.111  WDR3600 WAN
192.168.0.1    TC7200 LAN
Dabei gibt es natürlich kein „TC7200 LAN“ wegen dem DS-Lite.

----
3. Was kannst Du denn als "WAN Connection Type" alles
einstellen?
Da geht für WAN Connection Type:
  • DHCPv6 (momentan aktiviert)
  • Static IPv6
  • PPPoEv6
  • Tunnel 6to4
Mit der Konfiguration TC7200 <--> Computer erhalte ich auf dem Computer
folgendes:

Code: Alles auswählen

inet Adresse:192.168.0.101  Bcast:192.168.0.255  Maske:255.255.255.0
inet6-Adresse: 2a02:908:f421:7600:3c4e:c650:974c:ec49/64 Gültigkeitsbereich:Global
inet6-Adresse: fe80::f2de:f1ff:fede:a290/64 Gültigkeitsbereich:Verbindung
inet6-Adresse: 2a02:908:f421:7600:f2de:f1ff:fede:a290/64 Gültigkeitsbereich:Global
Ich habe jetzt also 2 global gültige IPv6 Adressen. Und diese haben nur ein
/64, was für mich jetzt erstmal besser aussieht.

----
4. Hat der WDR tatsächlich die angezeigten IPv6-DNS-Server vom DK7200
bezogen
Ich sehe beim TK7200 leider nicht, welche IPv6-DNS-Server es benutzt. Dort sind
zwei leere Felder.

Wenn ich direkt am TC7200 hänge, gibt mir nm-tool folgende DNS-Server auf dem
Computer:

Code: Alles auswählen

2a02:908:2:110a::11
2a02:908:2:1109::11
Das sind genau die gleichen, die das WDR3600 auch angezeigt hatte. Ich gehe
also davon aus, dass diese korrekt weitergegeben werden.

----

Hast Du vielleicht eine Idee, was ich noch machen kann?

Ich habe schon mal „Get IPv6 prefix delegation.“ im Auge gehabt, laut Hilfetext
ist das folgendes:
Get IPv6 prefix delegation - Get a temporary IPv6 address and an
IPv6 prefix from the ISP, the temporary IPv6 address is set to the WAN port,
and the LAN port advertises the IPv6 address prefix by RADVD.
Diese Einstellung habe ich gerade noch mal aktiviert. Danach habe ich den
WAN-Anschluss des WDR3600 noch mal getrennt und verbunden, danach den LAN
Stecker. Am Computer noch mal per DHCP Adressen geholt. Jetzt habe ich
allerdings keine global gültige IPv6 Adresse. Daher habe ich diese Option
erstmal verworfen. Steckt da noch was sinnvolles hinter?

So sieht es im WDR3600 Admin Interface aus, wenn ich diese Option wähle:

Bild
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Re: Technicolor TC7200 als reines Modem nutzbar?

Beitrag von SpaceRat » 03.09.2014, 23:13

So, ich mußte mir eben unsere C-Mannschaft angucken, jetzt bin ich wieder da ...
Theoretiker hat geschrieben:dass es merkwürdig ist, dass sie fast richtig sind?
Das meinte ich.
Theoretiker hat geschrieben:Das hier ist das, ich über TC7200 <--> WDR3600 <--> Computer auf meinem
Rechner erhalte:
inet6-Adresse: 2a02:908:f421:7600:f2de:f1ff:fede:a290/128 Gültigkeitsbereich:Global

Mit der Konfiguration TC7200 <--> Computer erhalte ich auf dem Computer
folgendes:
inet6-Adresse: 2a02:908:f421:7600:f2de:f1ff:fede:a290/64 Gültigkeitsbereich:Global
Also die selben Adressen, aber das Subnet verkorkst (Daher einmal /128 und einmal /64)
Theoretiker hat geschrieben:„Get IPv6 prefix delegation.“
...
Diese Einstellung habe ich gerade noch mal aktiviert. Danach habe ich den
WAN-Anschluss des WDR3600 noch mal getrennt und verbunden, danach den LAN
Stecker. Am Computer noch mal per DHCP Adressen geholt. Jetzt habe ich
allerdings keine global gültige IPv6 Adresse. Daher habe ich diese Option
erstmal verworfen. Steckt da noch was sinnvolles hinter?
Die Prefix Delegation wäre die einzig korrekte Art und Weise, wie man zwei Router bei IPv6 kaskadiert und dem kaskadierten Router dabei sein eigenes/seine eigenen Subnetz(e) zur Verfügung stellt.
Leider beherrscht das DK7200 dies nicht ...

Die andere Möglichkeit, einen eigenen Router korrekt mit IPv6 zu versorgen wäre, keine Kaskade zu basteln, sondern den eigenen Router an einer Bridge zu betreiben ... auch das kann das DK7200 nicht.

Damit bleibt nun nur noch der OpenWrt-Weg, der formal nicht wirklich korrekt ist, aber immerhin auch mit so einem Schrotteil wie dem DK7200 funktioniert:
Das vorhandene IPv6-Subnetz des vorgeschalteten Routers mitnutzen.

Bei der ersten Einstellung ist so etwas in der Art zwar passiert, aber nur teilweise.
Deshalb haben die Geräte zwar Adressen bekommen, die entstandenen Routing-Informationen waren aber unbrauchbar.

Somit bleibt Dir nur, den Router auf OpenWrt Barrier Breaker zu flashen und IPv6 im Hybrid-/Relay-Modus zu konfigurieren.
Für IPv6 nutzt der Router dann das Netz des vorgeschalteten Routers mit, somit ist das eigentliche Routing in Deinem Router dann aus.

Solange der eigene OpenWrt-Router dabei ggf. noch IPv6-Firewall spielen kann, ist das immerhin besser als nix.

jtheile
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Re: Technicolor TC7200 als reines Modem nutzbar?

Beitrag von jtheile » 04.09.2014, 18:18

Hallo,

ich muss mich hier mal dranhängen, hoffe, das ist ok. Ich habe gestern das TC Modem von UM NRW geliefert bekommen. Bisher hatte ich eines von Cisco, an einem Linksys Router mit Tomato Firmware. Lief störungsfrei.

Nun würde ich gerne alles so weiternutzen, lediglich eben mit dem TC Modem, eine andere Wahl habe ich wohl nicht. Ist dies überhaupt möglich? Ich habe mal den ganzen Thread durchgelesen, aber nun bin ich noch viel verwirrter. Lt. IPv6 check habe ich wohl noch eine IPv4 IP.

Meine gestrigen Versuche, über eine "static" Internetverbindung im Netgear Router, unter Angabe der IP des TC Modems sowie der IP des Modems als Gateway sind irgendwie gescheitert, dann ging nichts mehr. Ich wollte halt gerne den DHCP Server und WLAN des Linksys Routers weiternutzen. Nun habe ich mal den DHCP auf dem Linksys deaktiviert und auf dem TC aktiviert. Dann gings etwas besser, jedoch habe ich mit dem iPhone über WLAN immer wieder Aussetzer. Heißt, ich lade eine Webseite, sie lädt ordentlich, klicke dann einen Link an und dann passiert plötzlich nichts mehr. WLAN ist immer stabil dabei.

Nun nochmal meine Frage: Lässt sich der Wunsch, den Linksys Router als DHCP, WLAN AP etc weiter zu nutzen umsetzten? Was muss ich wo einstellen?

Ein paar grobe Tipps wären schon mal toll. Danke!

LG Johannes

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Re: Technicolor TC7200 als reines Modem nutzbar?

Beitrag von Theoretiker » 04.09.2014, 18:41

@jtheile: Ich weiß es nicht so genau wie SpaceRat. Allerdings habe ich den Eindruck, dass die Antwortet lautet, dass es nicht geht, weil das TC7200 die „prefix delegation“ nicht unterstützt. Somit kann man dahinter wenig mit einem eigenen Netz mit IPv6 machen.

@SpaceRat: Sollte ich auf meinem Rechner ein /64 oder /128 haben? Es ist ja eigentlich nur ein Gerät, so dass /128 doch reichen sollte? Oder braucht man /64, damit die „privacy extensions“ funktionieren können?

Der WDR3600 hat als Option „prefix delegation“. Aber das heißt dann nur, dass er sich das Präfix holen kann, wenn es da ist? Und weil das TC7200 dies nicht bereitstellt, gibt es auch nichts zu holen?

Auf Superuser meinte jemand, dass ich beim WDR3600 im LAN ein anderes Subnetz nehmen sollte, während ich im WAN einfach per DHCP eine Adresse hole. Also habe ich im LAN 7600 durch 7601 ersetzt. Mein Computer hat aber trotzdem eine IPv6 Adresse mit 7600 erhalten. Was passiert da?
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Re: Technicolor TC7200 als reines Modem nutzbar?

Beitrag von jtheile » 04.09.2014, 18:52

@Theoretiker: Danke :-)

Kennt jemand die Aussetzer, die ich oben beschrieben habe zufällig?

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Re: Technicolor TC7200 als reines Modem nutzbar?

Beitrag von SpaceRat » 04.09.2014, 19:00

jtheile hat geschrieben:ich muss mich hier mal dranhängen, hoffe, das ist ok. Ich habe gestern das TC Modem von UM NRW geliefert bekommen. Bisher hatte ich eines von Cisco, an einem Linksys Router mit Tomato Firmware. Lief störungsfrei.
Wenn das "alte" Modem ein Cisco 3212 oder Cisco 3208 war, war der Austausch unnötig ... nur mal am Rande ...
Ciscos müssen nur ausgetauscht werden, wenn es sich um die alten Zweitausender-Modelle, also mit Modell-Nummern 2xxx, handelt, die können kein DOCSIS 3.0.

Hat man ein Cisco 3xxx, dann verteidigt man das auch, notfalls mit Waffengewalt ;)
jtheile hat geschrieben:Nun würde ich gerne alles so weiternutzen, lediglich eben mit dem TC Modem, eine andere Wahl habe ich wohl nicht. Ist dies überhaupt möglich? Ich habe mal den ganzen Thread durchgelesen, aber nun bin ich noch viel verwirrter. Lt. IPv6 check habe ich wohl noch eine IPv4 IP.
Du hast immer eine IPv4, auch bei IPv4-lite, dort hast Du sie lediglich nicht mehr für Dich alleine ...

Die Gurke DK7200 ist auch nicht gerade mein großes Steckenpferd, deshalb weiß ich auch aus dem Stegreif keine Einstellungsseite o.ä. über die sich zweifelsfrei ablesen läßt, ob man nun IPv4-only, DS-lite (IPv4-lite+IPv6) oder Dual Stack (IPv6+IPv4) hat.
jtheile hat geschrieben:Nun nochmal meine Frage: Lässt sich der Wunsch, den Linksys Router als DHCP, WLAN AP etc weiter zu nutzen umsetzten? Was muss ich wo einstellen?
Wenn man das DK7200 an einem tatsächlichen IPv4-Anschluß hat, dann kann man es sich als "Pseudo-Bridge" konfigurieren, um einen eigenen Router fast normal betreiben zu können.
Wie man das macht, habe ich hier schon mal beschrieben.

Ruhig auch die darauf folgenden Beiträge lesen, da geht es dann um die Lösung für eines der Probleme dieser Verschaltung, nämlich DynDNS-Updates durch den eigenen Router. Der sieht WAN-seitig nur eine private IPv4 und kann deshalb nur eingeschränkt DynDNS-Updates machen.
Für DynDNS-Updates muß man dann nämlich dafür sorgen, daß nicht der eigene Router die IPv4-Adresse (Die er nicht kennt) als Parameter mit in die Update-URL aufnimmt, sondern daß der DynDNS-Anbieter die IPv4 selber anhand der Adresse von der aus das Update durchgeführt wurde ermittelt.

"Normale" DynDNS-Dienste kann man so zu anständigen Updates bringen, MyFritz! jedoch leider nicht ...

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Re: Technicolor TC7200 als reines Modem nutzbar?

Beitrag von jtheile » 04.09.2014, 19:06

Ok, ich habe ein 3208. Bin bereit, die Waffen zu wetzen... Nur wie? :-)

Die anderen Beiträge lese ich mal durch, hoffe, ich werde da mal etwas schlauer. Ich bin sicher kein Anfänger, was Netzwerk, PC, Internet angeht, aber irgendwie erschließt sich mir das alles noch nicht so recht. :-(

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Re: Technicolor TC7200 als reines Modem nutzbar?

Beitrag von SpaceRat » 04.09.2014, 19:25

Theoretiker hat geschrieben:@SpaceRat: Sollte ich auf meinem Rechner ein /64 oder /128 haben? Es ist ja eigentlich nur ein Gerät, so dass /128 doch reichen sollte?
/64

Die Zahl nach dem Schrägstrich gibt das Subnet an, in dem sich das Gerät mit dieser IP befindet.
Leider ist diese - eigentlich schönere - Schreibweise bei IPv4 nicht so gängig wie bei IPv6.

Sie ist aber durchaus zulässig:
192.168.178.20/24
bezeichnet den Rechner 192.168.178.20 im Subnet 192.168.178.0 mit der Broadcast-Adresse 192.168.178.225, der Netmask 255.255.255.0 oder der Hostmask 0.0.0.255.
Also ne Menge weniger Schreiberei ...

Die Zahl gibt einfach an, wieviele Bits von links der Adresse zur Netzwerkadresse gehören und damit auch, wieviele Bits rechts noch für Hosts übrig bleiben, da die Gesamt-Anzahl ja immer gleich und bekannt ist:
32 Bits bei IPv4 (-> /24 = 24 Bits gehören zum Netzwerkteil, die restlichen 8 Bits stehen für Subnetze oder Hosts zur Verfügung)
128 Bits bei IPv6 (-> /64 = 64 Bits gehören zum Netzwerkteil, die restlichen 64 Bits stehen für Hosts (oder Subnetze) zur Verfügung)

IPv6 braucht 64 Bits für Hostadressen, um sich automagisch (Per SLAAC) konfigurieren können, kleinere Subnetze als /64 (Also höhere Werte als 64) sind nicht mehr auto-config-fähig.

Bei Deiner "Spezialadresse" mit der /128 am Ende ist sich Dein Rechner selbst das ganze Netz (Da 0 Bits für Hosts zur Verfügung stehen kann es im selben Netz keinen weiteren Rechner mehr geben und der eine Rechner verwendet bereits die Netzwerkadresse statt einer echten Hostadresse).
Die 128 taucht daher auch im Normalbetrieb nur auf dem Spezial-Interface lo/localhost auf (Das sich selbst sein ganzes Netz sein soll) und für Routen (Pakete mit dem Zielhost <eigene IPv6> können eben auch immer über <eigene IPv6> "geroutet" werden).

Also will man bei IPv6 immer ein /64er Subnet für seine Hosts, d.h. alle Rechner, deren linken 64 Bits der IPv6-Adresse gleich sind, sollen sich auch im selben Netz befinden ...
Theoretiker hat geschrieben:Der WDR3600 hat als Option „prefix delegation“. Aber das heißt dann nur, dass er sich das Präfix holen kann, wenn es da ist? Und weil das TC7200 dies nicht bereitstellt, gibt es auch nichts zu holen?
Korrekt.
Theoretiker hat geschrieben:Auf Superuser meinte jemand, dass ich beim WDR3600 im LAN ein anderes Subnetz nehmen sollte, während ich im WAN einfach per DHCP eine Adresse hole. Also habe ich im LAN 7600 durch 7601 ersetzt. Mein Computer hat aber trotzdem eine IPv6 Adresse mit 7600 erhalten. Was passiert da?
Entweder trennt der WDR die Netze nicht richtig, so daß das Router Advertisement des DK7200 immer noch durchkommt ...
... oder aber (Wahrscheinlicher) ...
... die Adresse ist einfach noch übrig.

Die Idee, für das LAN des WDR einfach ein anderes /64er Subnet aus dem /56er, /57er oder /58er Präfix zu verwenden, welches das DK7200 zugewiesen bekommen hat, ist an sich nicht verkehrt.
Dies ist aber erstens nicht wirklich machbar (Wie willst Du den Wert eintragen? Das Präfix kann sich jederzeit ändern, so daß Dein so angelegtes LAN außerhalb des Dir zugewiesenen Adressraums läge ...) und funktioniert auch nicht, weil das DK7200 den eingehenden Traffic für dieses Subnet dann auch an Deinen WDR routen müßte ... auch das wird es nicht tun.

Glaub mir, es bleibt Dir wirklich nur, den Router mit OpenWrt zu flashen, IPv6-mäßig als reines Relay zu betreiben und somit auf beiden Seiten Deines eigenen Routers das selbe /64er IPv6-Subnet zu nutzen.
Wenn Du mehr willst, bleibt Dir nur die Buchung von Telefon Komfort, dann kriegst Du eine Fritz!Box und die kann IPv6-mäßig deutlich mehr als das DK7200.

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Re: Technicolor TC7200 als reines Modem nutzbar?

Beitrag von SpaceRat » 04.09.2014, 19:30

jtheile hat geschrieben:Ok, ich habe ein 3208. Bin bereit, die Waffen zu wetzen... Nur wie? :-)
Passend zur Intellenz der UMKBW-Mitarbeiter:

Storno Deiner letzten Umstellung, verbunden mit der Forderung, den alten Zustand exakt genau so wiederherzustellen, also samt altem Modem (Dem Cisco EPC3208).
Dann erst erneut eine Vertragsumstellung beauftragen und dabei direkt darauf bestehen, daß sofort und ohne Hardwaretausch umgestellt wird.
Reine Geschwindigkeitswechsel kann Unitymedia durchaus binnen Minuten sofort erledigen, deshalb sollten da immer die Alarmglocken schrillen, wenn die was von Dauer der Umstellung, Hardwaretausch usw. faseln!

Alles andere (A la "Sie haben mir mein Cisco abgenommen, obwohl dies für die neue Geschwindigkeit geeignet wäre, ich will den neuen Tarif auf dem alten Modem haben!") wird die überfordern.

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Re: Technicolor TC7200 als reines Modem nutzbar?

Beitrag von jtheile » 04.09.2014, 20:20

Ok, schon echt traurig, wie das dort läuft. :-)

Ich hatte eben mal angerufen und klipp und klar gemacht, dass ich das alte Modem wieder will, weil mir auch niemand davon etwas beim Wechsel gesagt hatte - im Gegenteil, ich habe sogar gefragt, ob alles so bleibt. :sauer: Da meint der Herr an der Hotline doch tatsächlich, dass sie mir ein neues geschickt hätten, da ich das alte zurückgeschickt hätte. Diesen Irrtum seinerseits konnte ich dann doch schnell aufklären. :smile: Er sagte, er würde es weitergeben und sich bei mir melden, wenn es erledigt ist... Soll ich ihm glauben?

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Re: Technicolor TC7200 als reines Modem nutzbar?

Beitrag von Theoretiker » 04.09.2014, 20:45

Danke für Deine Erkläuterungen zu IPv6, jetzt ist es etwas klarer :-)
SpaceRat hat geschrieben:Glaub mir, es bleibt Dir wirklich nur, den Router mit OpenWrt zu flashen, IPv6-mäßig als reines Relay zu betreiben und somit auf beiden Seiten Deines eigenen Routers das selbe /64er IPv6-Subnet zu nutzen.
Wenn Du mehr willst, bleibt Dir nur die Buchung von Telefon Komfort, dann kriegst Du eine Fritz!Box und die kann IPv6-mäßig deutlich mehr als das DK7200.
Okay, ich glaube Dir. Gestern und heute habe ich damit herumprobiert und nichts hat eine zufriedenstellende IPv6 Konfiguration gegeben.

Da ich unabhängig von der Aktion mit dem eigenen Router momentan auch ständig Verbindungsabbrüche habe, wollte ich noch versuchen, aus dem Vertrag vielleicht ganz heraus zu kommen. Daher steht die Komfortoption etwas weiter unten auf der Liste. So sieht das bei mir aus:

Bild

Ist die FRITZ!Box denn nicht auch seitens Unitymedia so kastriert wie das TC7200? Oder ist die einfach nur etwas weniger kastriert, so dass man dann einen eigenen Router sinnvoll anschließen kann?

Welchen Unterschied macht es eigentlich, ob ich mit meinem Router das gleiche IPv6 Subnetz benutze oder nicht? Wenn es das gleiche Netz ist, kommt man vom TC7200 noch in das innerste Netz? Falls ja könnte das doch eine Firewall im WDR3600 verhindern, oder?
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Re: Technicolor TC7200 als reines Modem nutzbar?

Beitrag von SpaceRat » 05.09.2014, 03:53

Theoretiker hat geschrieben:Da ich unabhängig von der Aktion mit dem eigenen Router momentan auch ständig Verbindungsabbrüche habe, wollte ich noch versuchen, aus dem Vertrag vielleicht ganz heraus zu kommen. Daher steht die Komfortoption etwas weiter unten auf der Liste.
Das TC7200 ist nicht nur was den Komfort angeht eine Gurke, es läuft auch besch1ssener als die Fritz!Box.

Die Frage ist nun aber eher, was Dir als Alternative blüht ...
Wenn Du auch VDSL 50 anliegen hast, würde ich das an Deiner Stelle ehrlich gesagt auch nehmen und genau hier aufhören, sich den Kopf zu zerbrechen.

Da meine Alternative "DSL16000" heißt, bin ich heilfroh, einen Altvertrag mit Cisco-Modem zu haben und halte mich mit Empfehlungen für das, was Unitymedia heute bietet, sehr stark zurück.
Guten Gewissens kann man eigentlich nur noch die "Business"-Tarife oder Tarife mit "Telefon Komfort" (Was aber auch mindestens 2play nach sich zieht) empfehlen und angesichts des unrealistisch hohen Preises für die dickeren Pakete macht das ja auch nur noch dann Sinn, wenn die Alternative höchstens VDSL25 ist.
Theoretiker hat geschrieben:Ist die FRITZ!Box denn nicht auch seitens Unitymedia so kastriert wie das TC7200? Oder ist die einfach nur etwas weniger kastriert, so dass man dann einen eigenen Router sinnvoll anschließen kann?
Die Fritz!Box 6360 ist gar nicht kastriert, zumindest nicht wirklich:
Du kannst keine Firmware-Updates selber ausführen und auf den Seiten mit den Zugangsdaten keine Einstellungen vornehmen, die Dich aus dem Netz schießen würden.
Für jemanden der eh keine gefreezte Firmware aufspielen würde sind die Einschränkungen also quasi nicht existent.

Die Fritz!Box kann Prefix Delegation, sie kann also einem (oder mehreren) nachgeschalteten Routern eigene IPv6-Subnetze zuweisen!
Zumindest bis zur Firmware 6.03 hat sie dabei allerdings die Macke, daß sie diese Präfixe nicht als Ausnahmen in ihrer Firewall einrichtet, d.h. es ist nicht möglich, in diesen delegierten Präfixen nach außen hin zu öffnende Server laufen zu lassen.
Ausgehender Traffic (und natürlich auch die Antwortpakete darauf) funktioniert aber einwandfrei.
Um Serverdienste per IPv6 verfügbar zu machen gibt es derzeit sowieso nichts besseres als eine Fritz!Box ...
... wenn Du also nicht explizit darauf bestehen würdest, grundsätzlich Deinen eigenen Router benutzen zu wollen, dann wäre die Fritz!Box eh der bessere Router.
Theoretiker hat geschrieben:Welchen Unterschied macht es eigentlich, ob ich mit meinem Router das gleiche IPv6 Subnetz benutze oder nicht? Wenn es das gleiche Netz ist, kommt man vom TC7200 noch in das innerste Netz?
Da muß man nun unterscheiden zwischen "normal" einerseits und "Unitymedia" sowie OpenWrts Relay Mode andererseits:
"Normal" stellt man nicht mitten ins Netz eine Firewall, so daß sich "normal" alle Rechner eines Subnetzes natürlich gegenseitig sehen und direkt erreichen können, so daß "normal" nur noch diverse Zugangsberechtigungen auf den einzelnen Systemen greifen, also z.B. Netzwerkkennworte etc. pp. ...

... bei Unitymedia bzw. mit dem TC7200 geht's aber eben nicht anders und ob ...
Theoretiker hat geschrieben:Falls ja könnte das doch eine Firewall im WDR3600 verhindern, oder?
... OpenWrt das kann, also eine IPv6-Firewall zwischen zwei Teilen des selben Subnetzes aufbauen, das muß mir erst einmal jemand anderes sagen, z.B. Du.

Da können wir noch tagelang drüber lamentieren, ich habe keinen OpenWrt-Router und werde mir voraussichtlich auch keinen anschaffen, Du aber hast einen, bräuchtest also nur OpenWrt flashen, die klitzekleine (Ironie) Einstellungshürde meistern und dann könntest Du uns allen sagen, ob das geht.

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Re: Technicolor TC7200 als reines Modem nutzbar?

Beitrag von Theoretiker » 05.09.2014, 11:42

Danke noch mal für die lange Antwort!

Ich habe gerade einen Brief mit Sonderkündigung auf den Weg gebracht. Wenn ich so aus dem Vertrag kommen sollte, muss ich mich nicht weiter damit beschäftigen. Den Router, den ich gekauft habe, würde ich dann zurück bringen, da ich ihn hoffentlich nicht brauche, wenn ich dann zur Telekom oder einem anderen Anbieter gehe. Ich würde aber ungerne OpenWrt auf den Router packen, bevor ich weiß, dass ich ihn wirklich brauche. Denn die original Firmware da wieder draufpacken geht vielleicht nicht so einfach.

Falls Unitymedia mich nicht gehen lässt, muss ich mir überlegen, ob ich die 5€/Monat für die FRITZ!Box ausgeben mag, oder ob ich auf den Router OpenWrt flashe und das dann so betreibe.

Von daher kann ich vielleicht nicht unbedingt sagen, wie das mit OpenWrt funktioniert, wenn ich irgendwie darum herum komme.
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