Kabel zu alt! Was nun?

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Klee93
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Kabel zu alt! Was nun?

Beitrag von Klee93 » 25.10.2013, 11:29

Hallo liebes Forum,

ich bin Neukunde bei KabelBW und habe leider ein Problem. Letzte Woche habe ich in einer Filiale einen Vertrag für Kabel-TV und Internet+Telefon für meine neue Wohnung abgeschlossen. In meiner Wohnung ist ein Kabelanschluss bereits vorhanden und der Mitarbeiter hat meine Adresse überprüft und gesagt, dass alles okay sei.
Gestern kamen dann die Techniker und haben festgestellt, dass sie das Kabel nicht verwenden können, es sei zu alt (er sprach immer davon, das Kabel sei nur "einfach ...", habe ihn leider sehr schlecht verstehen können).
Nun ja, dann wollte er wissen, ob es im Haus einen alten Kamin oder Leerrohre gäbe. Habe dann bei der (erwachsenen) Tochter der Vermieterin, die im Haus wohnt, geklingelt. Sie verneinte die Frage. Dann erklärte der Techniker, dass man dann ein neues Kabel über der Fassade legen müsste. Die Tochter meinte jedoch, dass die Fassade erst neu gemacht wurde und dass die Vermieterin mit Sicherheit nicht damit einverstanden wäre, grundsätzlich nicht mit irgendwelchen Veränderungen. (Grundsätzlich entscheidet und kümmert sich die Tochter um das Haus, da die Vermieterin schon sehr alt ist, von daher denke ich nicht, dass die Vermieterin was anderes sagen würde)
Dann haben die Techniker nur noch den Fernseher angeschlossen und das Bild ist echt richtig schlecht, also so kann es auf keinen Fall bleiben.
Super... Habe dann bei KabelBW angerufen und denen alles geschildert. Die wollten zurückrufen, sobald sie wieder mit dem Techniker gesprochen haben. :gsicht:

Die anderen Mieter haben alle bei einem anderen Anbieter Internet+Telefon, Kabelfernsehen haben die anderen jedoch auch. Verstehe also nicht, warum ich so eine schlechte Qualität habe!

Hatte schonmal jemand das selbe Problem oder weiß jemand, wie es nun weitergehen wird? Wird der Vertrag dann von KabelBW wieder storniert ? Habe natürlich Mindestlaufzeit, aber wenn die Vermieterin mit einer Erneuerung nicht einverstanden sein wird...


Liebe Grüße und danke :pcfreak:

flakeo
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Re: Kabel zu alt! Was nun?

Beitrag von flakeo » 25.10.2013, 12:16

Hallo,

ich hatte die gleiche Situation mit meinen Großeltern und Unitymedia. Die Kabel in der Wand waren marode und es bestanden weder Austauschmöglichkeiten noch standen andere Wege für eine neue Zuleitung zur Verfügung. Nachdem wir das dem Techniker mitgeteilt hatten, wurde der Vertrag storniert. Der Anbieter kann dir ja die versprochene Leistung dann nicht erbringen. Deshalb wird es auch bei dir auf einen Storno hinauslaufen.

Grüße

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esci
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Re: Kabel zu alt! Was nun?

Beitrag von esci » 25.10.2013, 12:19

Ja, dein neuer Auftrag würde dann komplett storniert, dir entstehen keine Kosten.

ABER: Du zahlst sicherlich mit der Miete den Kabelanschluss. Und an dieser Stelle würde ich dann mal bei der Vermieterin Druck machen, wenn du ein so schlechtes Bild hast. Wenn das dann dazu führt, dass doch neue Leitungen gelegt werden müssen, dann kannst du danach wieder Internet+Telefon via Kabel bestellen. :zwinker:
Einen Versuch wäre es wert.
Gruß, esci
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Klee93
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Re: Kabel zu alt! Was nun?

Beitrag von Klee93 » 25.10.2013, 12:41

Danke für die Antworten!

Leider ist der Anschluss nicht in den NK enthalten, er war verplombt. Im Mietvertrag steht, dass der Mieter selbst einen Vertrag mit KabelBW abschließen muss.
Aber mich ärgert das jetzt sehr, ich möchte eigentlich schon Fernsehen in meiner Wohnung haben. Ich nehme mal an, dass die anderen Mieter gute Qualität beim Fernsehen haben, wieso ist bei mir denn nur so ein schlechtes Bild? Der Techniker sagte noch zu mir, dass ich mir einen Verstärker kaufen könnte und eine Enddose einbauen lassen könnte. Ich habe keine Ahnung, was es damit auf sich hat... Kennt sich jemand aus? Was gibt es denn für Alternativen?

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Re: Kabel zu alt! Was nun?

Beitrag von Knifte » 25.10.2013, 14:08

Wenn TV-Empfang via Kabel bei dir die einzige Möglichkeit ist und du in einer Mietwohnung wohnst, dann ist der Vermieter sicherlich auch dazu verpflichtet, dass der Kabelempfang bei dir auch möglich ist. Alternativen für TV wären ja nur Sat-Empfang oder DVB-T (wobei das meines Erachtens nicht wirklich eine Alternative ist). Da wird dann wohl nur helfen, sich beim Vermieter über den schlechten Kabelempfang zu beschweren und um Behebung des Problems zu bitten.

Normalerweise müssen Koaxialkabel aber in Leerrohren verlegt werden, dann wäre es ja relativ einfach, das Kabel auszutauschen.
Viele Grüße

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Re: Kabel zu alt! Was nun?

Beitrag von robbe » 25.10.2013, 16:09

Also was der techniker dir sagen wollte, "Das Kabel ist 1-Fach Geschirmt." Heutige Kabel sind min. doppelt geschirmt. Je schlechter die Schirmung desto anfälliger ist das Kabel für Störeinflüsse und desto mehr Verliert sich das Signal auf Länge.
Prinzipiell kann man auch 1-Fach geschirmte noch problemlos verwenden, sollten dieser aber zuviel Signalverlust aufweisen ( zu lang, Porös, oder sonst was) geht es natürlich nicht. Mit wenig Signal lässt sich vielleicht noch einigermaßen Fernsehen, Internet fällt dann aber flach. Da bleibt dann wirklich nur ein neues Kabel. Am einfachsten wäre natürlich durch den Kamin. Andere Möglichkeiten wären Leerohre (evt. auch vom Telefonkabel), Außenfassade oder durchs Treppenhaus.

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Re: Kabel zu alt! Was nun?

Beitrag von phoenixx4000 » 27.10.2013, 10:01

robbe hat geschrieben: Außenfassade oder durchs Treppenhaus.
Außenfassade ist aber zumindest von UM nicht unbedingt erwünscht außerdem gibt es dort Probleme mit dem Arbeitsschutz bei Installationen über einer bestimmten Höhe.
Da ist dann mindestens ein Hubsteiger erforderlich.

Treppenhaus ist gemäß TAB 2012 und VDE nicht unbedingt zulässig.
Im Treppenhaus dürfen nur Leitungen verlegt werden, welche unbedingt zum Betrieb des Treppenhauses notwendig sind.
Antennenanlagen gehören da eigentlich nicht zu.

Sollte allerdings ein abgeschotteter Revisionsschacht durch das Treppenhaus verlaufen sieht die Sache da wieder anders aus.

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Re: Kabel zu alt! Was nun?

Beitrag von Klee93 » 27.10.2013, 19:53

Okay, danke euch für die Infos. Es ist ein altes Haus, nach Aussage der Vermiterin/deren Tochter und Schwiegersohn, sind keinerlei Leerrohre, alte Kamine o.ä. vorhanden. Es war ziemlich deutlich, dass keine baulichen Veränderungen akzeptiert würden.
Habe eigentlich keine Lust mehr dadrauf. DieVermieter haben nun gleich gesagt, dass sie schon viel Geld ins Haus investiert haben und nun nicht noch mehr da rein stecken können.
Passt jetzt zwar nicht so ganz hier rein, aber muss der Vermieter eigentlich dafür sorgen, dass der Anschluss, zumindest für Kabel-TV, funktioniert? Kann sich KabelBW in diesem Falle darauf "berufen", dass der Vermieter das zur Verfügung stellen muss?
Internet und Telefon werde ich definitiv jetzt woanders holen, aber beim TV gibts ja keine wirkliche Alternative, oder? Ich besorge mir jetzt erstmal eine DVB-T Antenne, vielleicht reicht mir das. Aber knapp 20 € im Monat für ein unzumutbares Bild sehe ich natürlich nicht ein, von daher möchte ich jetzt eigentlich garkeine Leistung mehr von KabelBW in Anspruch nehmen. Hat jemand ähnliche Erfahrungen?

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Re: Kabel zu alt! Was nun?

Beitrag von Knifte » 27.10.2013, 20:26

Wenn du für den Kabelanschluss was zahlst (über die Nebenkosten) dann hat der Vermieter auch dafür zu sorgen, dass du dann auch was empfangen kannst.

DVB-T ist m.E. keine Alternative. Bleibt einzig noch Sat, was aber auch gewisse bauliche Veränderungen erfordert.
Viele Grüße

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Re: Kabel zu alt! Was nun?

Beitrag von Klee93 » 28.10.2013, 08:28

Leider nein. Im Mietvertrag steht, dass ich selbst einen Vertrag mit KabelBW abschließen muss oder den Anschluss auf eigene Kosten verplomben lassen muss.

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Re: Kabel zu alt! Was nun?

Beitrag von Knifte » 28.10.2013, 08:47

Naja, wenn aber Kabel die einzig zilässige MEthode ist, TV zu empfangen, dann ist der Vermieter m.E. schon verpflichtet das auch technisch zu ermöglichen. Sonst soll er dir erlauben eine Sat-Schüssel zu installieren ;-) (wenn du damit kommst, wird der wahrscheinlich sehr schenll dazu bereit sein, dass da ein neues Kabel gelegt wird)
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Re: Kabel zu alt! Was nun?

Beitrag von ratcliffe » 28.10.2013, 14:47

Wenn Du in der Wohnung DVB-T-Empfang hast, ist dein Grundversorgungsrecht damit erfüllt und Du hast keine weiteren Ansprüche gegen den Vermieter.
Weiter gehende Rechte (z.B. auf selbst installierte Sat-Anlage) gibt es m.W. für Leute mit Migrationshintergrund.
Falls Du einen passend ausgerichteten Balkon hast, könnte so etwas helfen:
http://www.amazon.de/A-S-SAT-SAT-CHAIR- ... B008F5TAZ8
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Re: Kabel zu alt! Was nun?

Beitrag von SpaceRat » 28.10.2013, 20:08

ratcliffe hat geschrieben:Wenn Du in der Wohnung DVB-T-Empfang hast, ist dein Grundversorgungsrecht damit erfüllt und Du hast keine weiteren Ansprüche gegen den Vermieter.
Weiter gehende Rechte (z.B. auf selbst installierte Sat-Anlage) gibt es m.W. für Leute mit Migrationshintergrund.
Falls Du einen passend ausgerichteten Balkon hast, könnte so etwas helfen:
http://www.amazon.de/A-S-SAT-SAT-CHAIR- ... B008F5TAZ8
Leicht teuer, was?

Es gibt keinen Grund, die Sat-Anlage zu verstecken. Das einzige Problem ist es, sie so zu montieren, daß sie rückstandsfrei wieder demontiert werden kann.

Das geht aber eben auch deutlich preisgünstiger:
Halterung für (Balkon-)Geländer
Halterung für bohrerlose Montage am Fenster
Sat-Antenne mit diversen bohrlochlosen Montagemöglichkeiten
Receiver/TV:
  • Vu+ Duo² 4xS2+2xC / OpenATV 6.1@Samsung 50" Plasma
  • AX Quadbox HD2400 2xS2+2xC / OpenATV 6.1@Samsung 32" TFT
  • 2xVu+ Solo² / OpenATV 6.1
  • DVBSky S2-Twin PCIe@SyncMaster T240HD (PC)
  • TechniSat SkyStar HD2@17" (2.PC)
Pay-TV: Schwarzfunk, Redlight Elite Superchic, SCT 10, HD-, Sky
Fon: VF Komfort-Classic (ISDN), 2xFritz!Fon C4+Siedle DoorCom Analog@F!B 7390
Internet: UM 1play 100 / Cisco EPC3212+Linksys WRT1900ACS / IPv4 (UM) + IPv6 (HE)
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Re: Kabel zu alt! Was nun?

Beitrag von Klee93 » 30.10.2013, 11:51

Die Sat-Antenne, die SpaceRat gepostet hat, fände ich gut. Allerdings bin ich mir nicht sicher, wie die Montage funktioniert. Ich habe ein Dachschrägenfenster ohne Fensterbank jeweils ungefähr nach Süden und Norden und 2 "normale Fenster nach Westen. Wenn ich richtig gelesen habe, ist eine freie Sicht nach Süden nötig. Die hätte ich. Welche Instalationsmöglichkeiten gibt es denn für aufs Dach? Kann so eine Antenne "liegend" befestigt werden? Kann ich vorher irgendwie prüfen, ob es überhaupt funktioniert? Wenn ich für 100 Euro eine Sat-Antenne kaufe und dann noch für 30 Euro (?) einen Receiver soll das ja schon funktionieren. Habe natürlich schon die Suchmaschine bemüht, aber irgendwie verstehe ich nur Bahnhof. Vielleicht kann mich ja mal jemand aufklären! :confused:

Liebe Grüße :winken:

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Re: Kabel zu alt! Was nun?

Beitrag von SpaceRat » 30.10.2013, 12:53

Klee93 hat geschrieben:Die Sat-Antenne, die SpaceRat gepostet hat, fände ich gut.
Es muß klar sein, daß die gezeigten Befestigungsmöglichkeiten nur Notlösungen sind, wenn man Sat nutzen möchte, aber seitens Vermieter keinerlei Kooperation erfolgt.
Diese Halterungen erfüllen dann schon die Vorurteile von eingeschränktem Empfang bei schlechtem Wetter, was bei "normaler" Montage kein Problem wäre. Wir hatten hier die Tage einen Sturm bis Orkanstärke, mit umgekippten Lastern, Bäumen, Toten und Verletzten, aber trotzdem Sat-Empfang auf unserer Anlage.
Diesen losen Kram hingegen müßte man dann eigentlich allein schon vorsorglich abbauen, da man nun einmal eine Sicherungspflicht hat. Man möchte sich nicht vorstellen, was passiert, wenn jemandem so ein Sat-Spiegel aus dem 4. Stock an den Kopf geflogen kommt!
Klee93 hat geschrieben:Allerdings bin ich mir nicht sicher, wie die Montage funktioniert. Ich habe ein Dachschrägenfenster ohne Fensterbank jeweils ungefähr nach Süden und Norden und 2 "normale Fenster nach Westen. Wenn ich richtig gelesen habe, ist eine freie Sicht nach Süden nötig. Die hätte ich. Welche Instalationsmöglichkeiten gibt es denn für aufs Dach?
Normalerweise verwendet man auf einem Schrägdach Aufsparrenhalter, so wie diesen hier.
Im Gegensatz zur von mir bevorzugten Rahmenhalterung wird dabei auch die Dachhaut nicht beschädigt (Dafür ist die Rahmenhalterung stabiler). Wenn man die durch die Manschette ersetzte Dachziegel aufhebt, ist auch ein Rückbau ohne sichtbare Rückstände möglich, von daher wird es da wohl nicht so viele Alternativen geben.

Sofern der Neigungswinkel bei dieser Antennenhalterung weit genug verstellt werden kann, könnte es aber sein, daß man die auch an einem Dachschrägenfenster montiert kriegt, wenn dessen Rahmen das zuläßt.
Klee93 hat geschrieben:Kann ich vorher irgendwie prüfen, ob es überhaupt funktioniert? Wenn ich für 100 Euro eine Sat-Antenne kaufe und dann noch für 30 Euro (?) einen Receiver soll das ja schon funktionieren. Habe natürlich schon die Suchmaschine bemüht, aber irgendwie verstehe ich nur Bahnhof. Vielleicht kann mich ja mal jemand aufklären! :confused:
Wenn Du von der Materie keine Ahnung hast, solltest Du schon jemanden fragen, der sich damit auskennt und die Umstände vor Ort kennt.
Ideal wäre es schon, wenn Dir der Vermieter erlauben würde, einen ggf. noch aus Terrestrik-Zeiten vorhandenen Mast zu recyclen oder eine Aufsparrenhalterung zu montieren (Ggf. mit der Auflage, diese beim Auszug auch wieder rückstandslos zu beseitigen).
Ansonsten müßte man schon etwas vor einem handwerklichen Hintergrund tüfteln und das geht ganz schlecht vom Bürostuhl aus :)

Je nach örtlichen Gegebenheiten kommst Du mit einem Schlosser weiter als mit einem Elektrickser ...
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Re: Kabel zu alt! Was nun?

Beitrag von Knifte » 30.10.2013, 13:09

Ich kann dir aus eigener Erfahrung nur raten, keinen Elektriker zu fragen, sondern jemand, der sich primär mit der Installation von Satellitenanlagen beschäftigt. Früher hiessen die wohl mal Radio- und Fernsehtechniker. Keine Ahnung, wie das Berufsbild heute heisst.
Viele Grüße

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Re: Kabel zu alt! Was nun?

Beitrag von ratcliffe » 30.10.2013, 13:26

SpaceRat hat geschrieben:Es gibt keinen Grund, die Sat-Anlage zu verstecken.
Doch! Bei vorhandener Grundversorgung (DVB-T oder Kabel) darf der Vermieter die Montage einer Antenne komplett verbieten und z.B. mit Verschandelung der Fassadenoptik argumentieren.
Einen Stuhl auf dem Balkon kann er dagegen nicht verbieten.

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Re: Kabel zu alt! Was nun?

Beitrag von SpaceRat » 30.10.2013, 13:59

Knifte hat geschrieben:Ich kann dir aus eigener Erfahrung nur raten, keinen Elektriker zu fragen,
Nanana, Du sprichst mit einem.
Knifte hat geschrieben:sondern jemand, der sich primär mit der Installation von Satellitenanlagen beschäftigt. Früher hiessen die wohl mal Radio- und Fernsehtechniker. Keine Ahnung, wie das Berufsbild heute heisst.
Prinzipiell ist der Beruf untergegangen.
Und deren Aufgabe war es, Radios und Fernseher zu reparieren.

Es gibt zwar noch den "Informationselektroniker", aber mal ganz ehrlich: Wenn ein Fernseher vor vier Jahren 1200 EUR (Samsung PS50A756) gekostet hat, dann kostet dessen Nach-Nach-Nachfolgemodell heute unter 800 EUR (Samsung PS51F5570 und hat gegenüber dem Modell von vier Jahren jetzt auch 3D, DVB-S, DVB-C, ...
Da repariert doch keiner das alte Teil, vor allem, weil von Reparatur auch keine Rede mehr sein kann. Den Radio- und Fernsehtechniker aus den 80ern, der im Hinterzimmer des Fernsehladens in den Schwaden aus Lötzinn-Dämpfen über Platinen hockte, gibt es gar nicht mehr. Da wird ein Protokoll abgearbeitet und dann das daraus als fehlerhaft resultierende Modul getauscht.

Die Errichtung von elektrotechnischen Anlagen ist durchaus die ureigenste Aufgabe des Elektro-Installateurs bzw. - wie er heute heißt - dem Elektroniker für Energie- und Gebäudetechnik.
Dazu gehören durchaus auch Patientenrufanlagen in Krankenhäusern/Altenheimen, Brand- und Rauchmeldeanlagen, sonst. Gebäudeleittechnik, Netzwerk- und Kommunikationsinfrastruktur und eben auch BK-Netz- und Antennenanlagen. Daß man immer wieder auch mal auf Exemplare dieser Gattung trifft, die schon mit einer Kreuzschaltung überfordert sind, heißt nicht, daß sie es nicht prinzipiell können müssen.

Bei einem Neubau oder einer Sanierung wird dieser Punkt, also die Sat- oder BK-Netz-Anlage, in aller Regel wohl mit im Gewerk des E-Installateurs liegen.
Der Radio- und Fernsehfachhandel bietet es praktisch nur als Service-Leistung mit an damit der Kunde dort alles aus einer Hand kriegt und beschäftigt dafür nicht selten Elektro-Installateure.

Der Grund warum ich in diesem Fall zum Schlosser geraten habe ist der, daß es sich ja eher um ein Befestigungsproblem handelt als um ein elektrotechnisches. Außerdem klappen sich jeder Elektro-Fachkraft bei dem Gedanken an die erforderliche Fensterdurchführung und den ggf. erforderlichen Blitzschutz die Fußnägel hoch ...

Ein schlechter Elektriker ist zwar immer noch ein guter Schlosser, aber in diesem Fall dürfte ihm das Equipment (Eine Abkantbank) fehlen. Ich habe mir nämlich mal unser Velux-Fenster angeguckt und dabei ein interessantes Blech am unteren Teil des Fensterrahmens vorgefunden. Würde man dieses demontieren (einfach abschrauben), könnte man es durch ein passend abgekantetes Blech ersetzen, das dann eben nicht im Rahmen endet, sondern nach unten auf's Dach hinausragt und dort aufliegt, wo dann ein entsprechendes Rohr als Masthalterung aufgeschweißt werden könnte.
Ein paar Momente (Hebelmomente) wären allerdings zu berücksichtigen.
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Re: Kabel zu alt! Was nun?

Beitrag von Knifte » 30.10.2013, 14:14

Damit wollte ich in keinster Weise die elektriker verunglipmfen.

Aber ich selber habe die Erfahrung gemacht, dass der Elektriker es nicht geschafft hat hier eine Sat-Schüssel nebst LNB ordentlich zu installieren.

Nach einem Tipp von Bekannten habe ich mir einen Fachmann aus dem Nachbarort kommen lassen, der eigentlich den ganzen Tag nix anderes macht, als Sat-Anlagen usw. zu installieren. Dann hat es auf einmal an der selben Stelle problemlos funktioniert.

Wenn man einen Elektriker kennt, der oft Sat-Schüsseln und Zubehör installeirt, dann mag das ja auch ordentlich funktionieren. Es gibt aber anscheinend auch viele Elektriker, die erstmal sagen, dass sie es können und dann bei der Umsetzung kläglich versagen;-)
Viele Grüße

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Re: Kabel zu alt! Was nun?

Beitrag von SpaceRat » 30.10.2013, 14:51

ratcliffe hat geschrieben:
SpaceRat hat geschrieben:Es gibt keinen Grund, die Sat-Anlage zu verstecken.
Doch! Bei vorhandener Grundversorgung (DVB-T oder Kabel) darf der Vermieter die Montage einer Antenne komplett verbieten und z.B. mit Verschandelung der Fassadenoptik argumentieren.
Einen Stuhl auf dem Balkon kann er dagegen nicht verbieten.
Nun, ich muß einräumen, in diesem Bezug im Irrtum gewesen zu sein.
Die eigene Sat-Anlage ist tatsächlich nach wie vor ein Punkt, in dem der Mieter über jede Gebühr der Gelackmeierte ist. In den meisten anderen Punkten hingegen gilt selbst dann "gemietet = gekauft" (Zitat eines Anwalts mit der Bedeutung, daß der Vermieter praktisch gar nichts darf, der Mieter hingegen alles), wenn es mit gesundem Menschenverstand nicht mehr nachzuvollziehen ist.

Allerdings habe ich in den nachgeschlagenen Urteilen schon über die Jahre hinweg eine Tendenz hin zur Vernunft gefunden.
Mit der von Klee angedachten Befestigung am Dach und bei fehlendem DVB-C dürfte das Prozessrisiko für den Vermieter schon erheblich sein, so er denn überhaupt klagt.

Für den Vermieter ist es ja oft der letzte Ausweg für Gehässigkeiten, die Montage der Schüssel auf dem Dach vorzuschreiben. Ausländische Mitbürger haben nämlich gute bis sehr gute Chancen, die Möglichkeit zur Montage einer Schüssel zu erzwingen. In diesem Fall kann der Vermieter dann nur noch die Montage auf dem Dach vorschreiben "um die Fassade nicht zu verschandeln" (Eigentlich: Um die Kosten für den Mieter hochzuschrauben).

Wenn ein Vermieter wirklich nur die Verschandelung der Fassade verhindern wollte, könnte er das nämlich viel einfacher haben, indem er einfach selber Sat-Spiegel - neben Astra auch ausgerichtet auf "die üblichen Verdächtigen" wie z.B. TurkSat und Sirius - montiert, wie hier im Bild zu sehen:
Bild
(Ich meine die Häuser der Gemeinnützigen Wohnungsgenossenschaft Bonn in der Hunsrückstraße, hier von der Viktoriabrücke aus betrachtet)

Die gezeigten Häuser hatten vor der Modernisierung an fast jeder Wohnung einen Sat-Spiegel, da der Anteil an Türken und Russen unter den Bewohnern doch erheblich ist.
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Re: Kabel zu alt! Was nun?

Beitrag von Ritter » 30.10.2013, 15:37

Kurze Frage, ist der DVB-T-Empfang bei dir denn wirklich so schlimm, dass du eine Sat-Anlage brauchst? Das wird ja schon ein ganz schöner Aufwand. Ich habe in allen meinen früheren Wohnungen (sowohl Groß- als auch Kleinstadt) DVB-T genutzt und nie Probleme damit gehabt. Ok, manchmal gab es kurze Störungen, wenn der Nachbar sein Radio eingeschaltet hat, aber das konnte ich gut verkraften bei der Geldersparnis. :zwinker: Jetzt bin ich leider in eine Erdgeschosswohnung in der Pampa gezogen und vermisse es dort schmerzlich.
Ignorieren ist noch keine Toleranz. (Theodor Fontane)

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Re: Kabel zu alt! Was nun?

Beitrag von Knifte » 30.10.2013, 18:50

Selbst wenn der Empfang noch einigermassen hinhaut, wird die Zahl der Sender doch tendenziell immer kleiner.
Viele Grüße

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Re: Kabel zu alt! Was nun?

Beitrag von SpaceRat » 30.10.2013, 18:58

Knifte hat geschrieben:Selbst wenn der Empfang noch einigermassen hinhaut, wird die Zahl der Sender doch tendenziell immer kleiner.
Oder kurz gesagt:
DVB-T ist tot. Mausetot.

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Re: Kabel zu alt! Was nun?

Beitrag von Knifte » 30.10.2013, 19:13

Wobei man ja immer nochmal irgendwas von DVB-T2 liest....
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Re: Kabel zu alt! Was nun?

Beitrag von SpaceRat » 30.10.2013, 20:17

Knifte hat geschrieben:Wobei man ja immer nochmal irgendwas von DVB-T2 liest....
In meinen Augen eine politische Mißgeburt und ein Fall für's Schwarzbuch vom Bund der Steuerzahler.

Mal ehrlich:
Es mag eine kleine Minderheit geben, die tatsächlich nicht nur vorne "Pfui" sagen sondern auch tatsächlich kein Privatfernsehen gucken. Für die breite Masse ist aber ein Übertragungsweg, auf dem man nur Staatsfernsehen empfangen kann, nichts weiter als eine nette Spielerei.
In den meisten Sendegebieten ist man über den "Probebetrieb" mit reinen Staatsfernsehsendern nie hinausgekommen und selbst dort, wo es derzeit noch die Privaten gibt, wird das nicht auf Dauer so bleiben, RTL steigt aus.

D.h. mittelfristig wird man nur noch Staatsfernsehen und mit viel Glück noch die Sender der ProSiebenSat.1-Gruppe kriegen. Hier im Raum Aachen braucht man dafür aber schon eine Dachantenne, um die Sender Köln oder Düsseldorf einzufangen, denn das DVB-T-Gebiet Aachen gehört zu eben den Gebieten mit reinem Staatsfernsehen.
Die Abdeckungskarte für DVB-T lügt sich das auch schön zurecht, indem die Abdeckung mit Dachantenne angegeben wird ...

Und: Selbst wenn man mit der Senderauswahl des nächstgelegenen Senders eigentlich zufrieden wäre ... mit einer Zimmerantenne alleine kommt man selbst dafür noch lange nicht überall aus.

Wer sich allerdings eine DVB-T-Dachantenne montiert, setzt sich auch den Hut mit'm Hammer auf, denn da kann man auch gleich einen Sat-Spiegel montieren.
Receiver/TV:
  • Vu+ Duo² 4xS2+2xC / OpenATV 6.1@Samsung 50" Plasma
  • AX Quadbox HD2400 2xS2+2xC / OpenATV 6.1@Samsung 32" TFT
  • 2xVu+ Solo² / OpenATV 6.1
  • DVBSky S2-Twin PCIe@SyncMaster T240HD (PC)
  • TechniSat SkyStar HD2@17" (2.PC)
Pay-TV: Schwarzfunk, Redlight Elite Superchic, SCT 10, HD-, Sky
Fon: VF Komfort-Classic (ISDN), 2xFritz!Fon C4+Siedle DoorCom Analog@F!B 7390
Internet: UM 1play 100 / Cisco EPC3212+Linksys WRT1900ACS / IPv4 (UM) + IPv6 (HE)
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