Teilt man sich die Bandbreite innerhalb des Hauses?

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Teilt man sich die Bandbreite innerhalb des Hauses?

Beitrag von dr.house » 18.10.2013, 19:39

Hallo,

wenn mein Nachbar bereits einen 150 MBit Anschluss hat und ich jetzt noch z.B. mit 50 MBit dazugeschaltet werde, geht dann seine effektive Bandbreite runter, oder hat der Hausanschluss genug Reserven?

VG,
Dr.House

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Re: Teilt man sich die Bandbreite innerhalb des Hauses?

Beitrag von HariBo » 18.10.2013, 19:56

du teilst deine Banbreite nicht nur mit deinem Nachbarn im Haus, sondern noch mit vielen anderen. Dein direkter Nachbar ist das geringste Problem.

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Re: Teilt man sich die Bandbreite innerhalb des Hauses?

Beitrag von SpaceRat » 18.10.2013, 23:43

Ein beliebtes Mißverständnis, dieses "shared medium".

Also:

Man teilt sich nicht die gebuchte Bandbreite, man hängt aber in einem gemeinsamen Segment mit einer gewissen maximalen Gesamtbandbreite. Das ist bei DSL nicht anders, da teilen sich auch alle einzelnen Linecards die gemeinsame Anbindung des DSLAMs in dem sie sich befinden.

Das heißt: Nur weil Du Dir einen 50 MBit/s-Tarif buchst, heißt das nicht, daß Dein Nachbar von seinen vormals 150 MBit/s nur noch 100 MBit/s nutzen kannst und Du die restlichen 50 Mbit/s. Vielmehr hängt Ihr an einer gemeinsamen Leitung mit 400 MBit/s, von denen Ihr entsprechend Eures Tarif Bandbreite nutzen dürft (Das Ihr nicht mehr nutzt, regelt das Kabel-Modem).
Und weil es praktisch nicht vorkommt, daß alle Kunden zur selben Zeit ihre Maximalgeschwindigkeit ausreizen, kann man diese Gesamtbandbreite auch mit einem gewissen Faktor überbuchen, genauso wie ein DSLAM grundsätzlich überbucht ist, wenn man dessen eigene Anbindung zur Gesamtbandbreite aller Abgänge ins Verhältnis setzt.

Zudem haben die Anbieter wie jetzt z.B. Telekom oder Unitymedia einen Backbone, der wiederum nicht in der Lage ist, den Traffic abzuarbeiten, der entstünde, wenn alle Segmente bzw. DSLAMs voll ausgelastet wären. Selbst wenn das eigene Segment gar nicht überlastet ist, dafür aber andere, dann kann die Geschwindigkeit zu Spitzenlastzeiten bereits einknicken.

Es gibt auch durchaus Segmente (Cluster), in denen diese Überbuchungs-Kalkulation nicht aufgeht, genauso wie es auch derartige DSLAMs gibt. Wenn sich im eigenen Segment viele Powersauger oder einfach nur zu viele Anschlüsse befinden, dann kann die Geschwindigkeit der Anschlüsse durchaus einsacken.

Will heißen:
Das gesamte Internet ist ein shared-medium, davon ist ein anständig dimensionierter Kabel-Internet-Cluster noch das geringste Problem.

Allerdings ist der Aufwand zur Kapazitätserweiterung, wenn so ein Cluster doch mal nicht anständig dimensioniert ist, bei Kabel-Internet meist höher als bei DSL, weshalb es tendenziell länger dauert, bis das Problem behoben wird, bzw. manchmal auch gar nichts geschieht.

Ob das allerdings wirklich ein Problem ist, kann man nur rausfinden, indem man im Idealfall einen Bestandskunden fragt oder es im ungünstigeren Fall selber ausprobiert.

In meinem Segment gibt es, außer einem leichten Verlust zu Spitzenlastzeiten, keine Probleme (Langsamer als VDSL50 wird's nie). Andere Segmente sind dem Hörensagen nach eine reine Katastrophe.
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conscience
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Re: Teilt man sich die Bandbreite innerhalb des Hauses?

Beitrag von conscience » 19.10.2013, 01:29

Richtiger :brüll: ist, wenn man sagt, dass sich alle user eines Segments die zur Verfügung stehenden Kanäle teilen, dass heißt die Anzahl der Kanäle multipliziert mit 50 MB (je Kanal) ergibt, die zur Verfügung stehende Bandbreite (Download). Die Zahl der Kanäle ist nicht unbedingt auf 8 begrenzt. :streber:

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Re: Teilt man sich die Bandbreite innerhalb des Hauses?

Beitrag von SpaceRat » 19.10.2013, 08:18

conscience hat geschrieben:Richtiger :brüll: ist, wenn man sagt, dass sich alle user eines Segments die zur Verfügung stehenden Kanäle teilen, dass heißt die Anzahl der Kanäle multipliziert mit 50 MB (je Kanal) ergibt, die zur Verfügung stehende Bandbreite (Download). Die Zahl der Kanäle ist nicht unbedingt auf 8 begrenzt. :streber:
Das ist korrekt.

Wobei das Ende der Fahnenstange jetzt nicht soo weit weg ist. Momentan könnte man wohl noch auf bis zu 16 Kanäle gehen, damit gibt es aber zwei Probleme:
Erstens sind meines Wissens nach z.B. immer noch nicht alle sky-Sender im Kabel verfügbar und im Dezember kommen nochmal einige ARD-Sender in HD hinzu, die auch gerne einen Platz hätten.
Zweitens ist der begrenzende Faktor eh der Upstream und daß der Null bis negative Reserven hat, sieht man an der beständigen Beschneidung des Upstreams in den Paketen - erst schleichend z.B. von 5,37 MBit/s auf 4,88 MBit/s bei den 64 bzw. 100 MBit/s-Tarifen, dann von real ca. 8 MBit/s bei dem 150 MBit/s-Tarif auf ~ 5 MBit/s und schlußendlich eine glatte Halbierung bei den neuen 2play- und 3play-Tarifen.
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Re: Teilt man sich die Bandbreite innerhalb des Hauses?

Beitrag von Bully » 19.10.2013, 08:48

... im Dezember kommen nochmal einige ARD-Sender in HD hinzu,
Bei UM?? Das glaube ich erst, wenn ich sie sehe. Aber für die Dritten in HD dürfte meine Bandbreite ruhig etwas schwächeln ..

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Re: Teilt man sich die Bandbreite innerhalb des Hauses?

Beitrag von SpaceRat » 19.10.2013, 08:56

Bully hat geschrieben:Aber für die Dritten in HD dürfte meine Bandbreite ruhig etwas schwächeln ..
Guter Witz :)
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Re: AW: Teilt man sich die Bandbreite innerhalb des Hauses?

Beitrag von Joerg » 19.10.2013, 23:00

Bully hat geschrieben:
... im Dezember kommen nochmal einige ARD-Sender in HD hinzu,
Bei UM?? Das glaube ich erst, wenn ich sie sehe. Aber für die Dritten in HD dürfte meine Bandbreite ruhig etwas schwächeln ..
Bloss nicht, für mich ist der Internetzugang das Hauptprodukt. Fernsehen... naja, ganz nette Dreingabe, aber mMn eher ein Auslaufmodell.

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Re: Teilt man sich die Bandbreite innerhalb des Hauses?

Beitrag von dr.house » 19.10.2013, 23:40

Vielen Dank für die Info. Gelten die 8 Kanäle á 50 MBit eigentlich auch für Business-Kunden, wenn im gesamten Bürohaus kein TV genutzt wird? Dann wäre es doch sinnvoll, weitere Kanäle freizugeben, oder lässt das die Technik nicht zu?

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Re: Teilt man sich die Bandbreite innerhalb des Hauses?

Beitrag von conscience » 20.10.2013, 01:36

dr.house hat geschrieben:Vielen Dank für die Info. Gelten die 8 Kanäle á 50 MBit eigentlich auch für Business-Kunden, wenn im gesamten Bürohaus kein TV genutzt wird? Dann wäre es doch sinnvoll, weitere Kanäle freizugeben, oder lässt das die Technik nicht zu?
Die technischen Gegebenheiten gelten grundsätzlich für alle, da sind alle Kunden gleich :D

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