Kleiner IPv6-Workshop

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Re: Kleiner IPv6-Workshop

Beitrag von noktanone » 06.12.2013, 13:22

Hallo,

Ich verwende einen Unitymedia DS-Lite Anschluss.
Versuche grade mit dem hier vorgestellten Skript meine IPv6 IP an freedns.afraid.org zu übermitteln.

Mein Problem besteht darin, dass mir das Skript jedes mal die IPv4 IP zu freedns überträgt und nicht die IPv6 IP.

Lasse ich mir in der Console via ipconfig /all meine IPv6 IP anzeigen wird mir aber meine richtige IPv6 IP angezeigt.

Wo könnte das Problem liegen?

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Re: Kleiner IPv6-Workshop

Beitrag von SpaceRat » 06.12.2013, 14:34

noktanone hat geschrieben:Mein Problem besteht darin, dass mir das Skript jedes mal die IPv4 IP zu freedns überträgt und nicht die IPv6 IP.
Hast Du denn auch die richtige Registry-Datei angepaßt und importiert?

Für einen DS-lite-Anschluß mußt Du die Datei "freedns_IPv6.reg" anpassen (Das ".reg" wird unter Windows ggf. nicht angezeigt) und durch Doppelklick in die Registry importieren.
Mit den Einstellungen aus freedns_DualStack.reg würden zwei getrennte afraid.org-DynDNS-Hosts gepflegt, einer für IPv4 (Den Du ja nicht hast) und einer für IPv6. freedns_IPv4.reg pflegt entsprechend einen reinen IPv4-DynDNS-Host.

Die freedns_IPv6 sieht so aus ...
REGEDIT4
[HKEY_LOCAL_MACHINE\SYSTEM\CurrentControlSet\Services\inadyn-mt\Parameters]
"AppParameters"="--dyndns_system default@freedns.afraid.org --background --update_period 60000 --alias meinpc.mooo.com,KRyPTiScHerHaSHGEHOERTHiERHeREInGEFuEGt....= ip6 --log_file inadyn_srv.log --ip_server_name dhis.org /"
... und muß an den grün bzw. rot und fett markierten Stellen angepaßt werden.

Grün = Dein DynDNS-Hostname bei afraid.org, also z.B. meinpc.mooo.com
Rot = Der "Hash" aus der Update-URL zu diesem Hostname

Lautet die Update-URL also z.B.

Code: Alles auswählen

http://freedns.afraid.org/dynamic/update.php?MFF2Q0Y5NjBMbjFTGFhQcnllMnpZaWM5Ojk8NDg0NPQ=
dann ist an der rot markierten Stelle "MFF2Q0Y5NjBMbjFTGFhQcnllMnpZaWM5Ojk8NDg0NPQ=" einzusetzen.

Meiner Erinnerung nach ist inadyn-mt bzw. afraid.org ohne Murren in der Lage, einen DynDNS-Host durch "falsche" Updates zu konvertieren, also vom A-Record (IPv4) in einen AAAA-Record (IPv6), wenn ein IPv4-Host mit einer IPv6-Adresse aktualisiert wird und umgekehrt. Dementsprechend fällt es auch gar nicht direkt auf, wenn man die falsche Registry-Datei mit den richtigen afraid.org-Parametern füttert ...
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Re: Kleiner IPv6-Workshop

Beitrag von noktanone » 06.12.2013, 15:20

Vielen Dank für deine schnelle Antwort.
Ich glaube Ich habe dich da aber auf die falsche Fährte gelockt.
Ich benutze den QuD FreeDNS Updater und nicht inadyn-mt.

Starte Ich die UpdateIPv6.cmd von Hand zeigt er mit folgendes an:

Code: Alles auswählen

Die IPv6 dieses Rechners ist
Die mit dem Hostname verknuepfte IPv6 ist bereits aktuell.
....
Sollte er mir hier nicht auch die richtige IPv6 anzeigen?

Für mich sieht es derzeit so aus, dass er die IPv6 Adresse nicht auslesen kann, liege Ich da richtig?

Im übrigen ändert er nun auch nicht mehr die IP bei FreeDNS.afraid.org in die IPv4 Adresse um sondern belässt die alte IP dort.

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Re: Kleiner IPv6-Workshop

Beitrag von SpaceRat » 06.12.2013, 16:00

noktanone hat geschrieben:Vielen Dank für deine schnelle Antwort.
Ich glaube Ich habe dich da aber auf die falsche Fährte gelockt.
Ich benutze den QuD FreeDNS Updater und nicht inadyn-mt.
Oh Gott.
noktanone hat geschrieben:Starte Ich die UpdateIPv6.cmd von Hand zeigt er mit folgendes an:

Code: Alles auswählen

Die IPv6 dieses Rechners ist
Die mit dem Hostname verknuepfte IPv6 ist bereits aktuell.
....
Sollte er mir hier nicht auch die richtige IPv6 anzeigen?
Eigentlich schon.
noktanone hat geschrieben:Für mich sieht es derzeit so aus, dass er die IPv6 Adresse nicht auslesen kann, liege Ich da richtig?
Das ist korrekt und kann viele Ursachen haben.
Unter Kennern meiner Scripts bekanntes Phänomen ist, daß sie nicht funktionieren ;)

Ursache ist die, daß ich auf meinem Rechner jede Menge Dienstprogramme aus der Unix-Welt habe (In diesem Fall werden z.B. sed, grep und wget verwendet) und 4NT bzw. Take Command von JPSoft als Kommandozeileninterpreter (CMD.EXE-Ersatz) verwende.
Wann immer ich irgendeines meiner Scripte, welches natürlich bei mir einwandfrei funktioniert, anderen zur Verfügung stelle, muß ich auch immer gucken, daß die auch mit dem werksmäßigen CMD.EXE laufen und alle Dienstprogramme mit dabei sind.

Zudem habe ich das Script auch noch so geschrieben, daß es nur mit IPv6-Adressen von SixXS, KDG, Kabel BW und Unitmedia funktioniert (Damit der nicht irgendwelche sonstwoher stammenden anderen IPv6-Adressen verwendet).

Insgesamt also relativ unzuverlässig.

Schmeiß den QuD FreeDNS-Updater also besser wieder runter (Einfach löschen, nachdem Du "DelTask" durch Doppelklick ausgeführt hast, um die "geplante Aufgabe" zu löschen) und verwende inadyn-mt.
Mit dem später erstellten Paket inadyn-mt für Windows fährst Du besser.

Das ist der originale inadyn-mt, von mir für Windows kompiliert (Das Original-Kompilat läuft nicht mit Windows 64-Bit, meines schon) und etwas stringenterer Konfiguration:

1. Auspacken, z.B. nach C:\Programme\inadyn-mt
2. Die geeignete Konfigurationsdatei (Registry-Datei) anpassen und in die Registry importieren, wie habe ich ja schon beschrieben.
freedns_DualStack.reg ist für echte Dual-Stack-Anschlüsse mit öffentlichen IPv4- und IPv6-Adressen und dementsprechend zwei freedns-Hosts auf einmal.
freedns_IPv6.reg ist für IPv6-only und DS-lite-Anschlüsse
freedns_IPv4.reg ist für IPv4-only-Anschlüsse
3. Danach den inadyn-mt-Dienst durch Doppelklick von install_inadyn-mt_service.bat installieren.
4. Rechner neustarten oder den inadyn-mt-Dienst unter Systemsteuerung -> Verwaltung -> Dienste starten (Doppelklick auf "Dienste.bat" im inadyn-mt-Verzeichnis öffnet ebenfalls die Management-Konsole zur Verwaltung der Dienste)

Auf Rechnern, auf denen die Benutzerkontensteuerung (UAC) von Windows nicht deaktiviert wurde, kann es im 3. und 4. Schritt nötig sein, statt einem Doppelklick einen "Rechtsklick -> Ausführen als Administrator" zu verwenden.
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Re: Kleiner IPv6-Workshop

Beitrag von noktanone » 06.12.2013, 16:22

Danke dir für deine Mühe!
Habe inadyn-mt jetzt installiert. (War ja kein riesen Aufwand bei der super Erklärung ;) )
Weißt du wie oft das Programm die IP aktualisiert?

EDIT:

Die IP wird jetzt wunderbar aktualisiert.

Nun zu dem was Ich eigentlich hiermit bezwecke.
Bis jetzt war der Rechner via VF 16k DSL über das IPv4 Protokoll erreichbar.
Von außen war es möglich darauf zuzugreifen.
Hierbei handelt es sich um einen VLC-Stream und um einen HTTP-Server der eine Website abbildet.

Ich verwende nun bei Unitymedia einen TC7200 und habe bereits eine Portweiterleitung für meinen VLC-Stream Port (Port 8080) und für den HTTP-Server (Port 80) erstellt.
Via IPv6 IP und dem entsprechenden Port kann ich wie gewohnt auf den VLC Stream zugreifen, allerdings nicht mit der konfigurierten freedns Domain.

Beim HTTP-Server funktioniert selbst die Verbindung über die IPv6 Adresse nicht, obwohl die Portweiterleitung eingerichtet ist.

Eine Idee woran das liegen kann?

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Re: Kleiner IPv6-Workshop

Beitrag von SpaceRat » 06.12.2013, 17:10

noktanone hat geschrieben:Weißt du wie oft das Programm die IP aktualisiert?
Ja.
So oft es nötig ist ;)

In den Konfigurationsdateien befindet sich folgender Abschnitt

Code: Alles auswählen

--update_period 60000
Der Wert hinter update_period ist die Zeit in Millisekunden, die zwischen zwei Prüfungen vergeht.
Also gilt:
60000 ms / 1000 ms/s = 60s = 1 Minute

Das ist eigentlich verdammt oft, wenn man berücksichtigt, daß das Präfix bei Kabel-Internet tagelang unverändert bleibt. Da könnte man also locker noch eine 0 anhängen, um 10 Minuten einzustellen.
An sich sollten sogar noch längere Zeiten problemlos möglich sein, da altes und neues Präfix für eine gewisse Zeit gleichzeitig gültig sind.
noktanone hat geschrieben:Bis jetzt war der Rechner via VF 16k DSL über das IPv4 Protokoll erreichbar.
Der Rechner = ?
Betriebssystem?
noktanone hat geschrieben:Ich verwende nun bei Unitymedia einen TC7200 und habe bereits eine Portweiterleitung für meinen VLC-Stream Port (Port 8080) und für den HTTP-Server (Port 80) erstellt.
Die Portweiterleitungen des DK7200 sind irrelevant, die beziehen sich auf IPv4.

Bei IPv6 sind keine Portweiterleitungen im Sinne von Umleitungen wie bei IPv4-NAT mehr nötig, sondern nur Portfreigaben in der IPv6-Firewall. Eine solche hat das DK7200 allerdings nicht, jedenfalls nicht in dem Sinne. Um irgendwas per IPv6 von außerhalb erreichen zu können, muß die IPv6-Firewall im DK7200 komplett ausgeschaltet werden.
noktanone hat geschrieben:Via IPv6 IP und dem entsprechenden Port kann ich wie gewohnt auf den VLC Stream zugreifen, allerdings nicht mit der konfigurierten freedns Domain.
Ich tippe auf ein DNS-Problem, wie immer bei Unitymedia.
Die Unitymedia-DNS-Server sind anscheinend nicht in der Lage, IPv6-only-Hosts aufzulösen. Ändere im DK7200 die DNS-Server in die von Google:
Für IPv4:
8.8.8.8
und
8.8.4.4
sowie für IPv6:
2001:4860:4860::8888
und
2001:4860:4860::8844
noktanone hat geschrieben:Beim HTTP-Server funktioniert selbst die Verbindung über die IPv6 Adresse nicht, obwohl die Portweiterleitung eingerichtet ist.

Eine Idee woran das liegen kann?
Welcher Web-Server und welches Betriebssystem?
Bei Apache und/oder Windows XP kenne ich das Problem schon :)

EVA-01
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Re: Kleiner IPv6-Workshop

Beitrag von EVA-01 » 07.12.2013, 00:51

Ich hab ein neues NAS und hab versucht, nach altbewährter Methode aus deinem Tutorial das Ding in meiner 6320 einzurichten. Es ging... über Tricks. :kratz:

Also: Ich hab damit angefangen, dem NAS in der Auflistung unter "Heimnetz" einen festen Namen zu geben. Dann hab ich bei "Internet" unter Myfritz eine neue Myfritz-Freigabe auf das Teil gebaut. Und jetzt wurde es komisch. Bei den Freigaben war unter IPv4 eine Portfreigabe von MyFritz! zu sehen (die mir nichts nutzt). Nun hab ich unter IPv6 auch eine erwartet - nur dass da eben keine MyFritz-Freigabe war. Sondern eine leere Freigabe auf den Namen meines NAS - mit leerer Interface-ID! Dementsprechend hat das ganze nicht funktioniert. Allerdings hats auch nachdem ich manuell in die von MyFritz! gebaute IPv6-Freigabe unter dem Namen des NAS die Interface-ID eingegeben hab nicht funktioniert. Ich hab's dann zum Laufen gekriegt, aber nur indem ich das Ding überlistet hab...

Ich hab die Freigabe wieder gelöscht. Dann hab ich eine manuelle IPv6-Portfreigabe auf das NAS erstellt. Und DANN hab ich erst die MyFritz-Freigabe gebaut. Und JETZT erst ist unter der IPv6-Freigabenübersicht eine zweite MyFritz!-Freigabe mit der Interface-ID des NAS aufgetaucht. Und nachdem ich die vorher manuell erstellte Port-Freigabe auf das NAS gelöscht hab, funktionierte diese auch. Jetzt frag ich mich nur... wieso?????

conscience
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Re: Kleiner IPv6-Workshop

Beitrag von conscience » 07.12.2013, 06:22

@EVA
Das scheint mir etwas verkompliziert und ungewöhnlich zu sein. Vielleicht hast Du unbewusst das "Richtige" getan :cool:

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Re: Kleiner IPv6-Workshop

Beitrag von noktanone » 07.12.2013, 10:16

Der Rechner = ?
Betriebssystem?
Es handelt sich um einen Laptop, genauer gesagt um ein IBM Thinkpad T40 mit Win XP SP3
Um irgendwas per IPv6 von außerhalb erreichen zu können, muß die IPv6-Firewall im DK7200 komplett ausgeschaltet werden.
Die Firewall des TC7200 ist komplett ausgeschaltet.
Die Unitymedia-DNS-Server sind anscheinend nicht in der Lage, IPv6-only-Hosts aufzulösen. Ändere im DK7200 die DNS-Server in die von Google:
Für IPv4:
8.8.8.8
und
8.8.4.4
sowie für IPv6:
2001:4860:4860::8888
und
2001:4860:4860::8844
Das habe Ich gerade einmal versucht.
Ich gehe davon aus, dass diese auch hier eingetragen werden müssen?
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Ich habe die IPv6 IPs dort eingetragen. Allerdings kann mein Rechner dann keine Hosts mehr auflösen. Der DNS Server wird dann anscheinend nicht erreicht?

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Re: Kleiner IPv6-Workshop

Beitrag von SpaceRat » 07.12.2013, 14:59

noktanone hat geschrieben:
Der Rechner = ?
Betriebssystem?
Es handelt sich um einen Laptop, genauer gesagt um ein IBM Thinkpad T40 mit Win XP SP3
Warum der Apache unter XP nur eingeschränkt geht, siehe hier.
noktanone hat geschrieben:
Für IPv4:
8.8.8.8
und
8.8.4.4
sowie für IPv6:
2001:4860:4860::8888
und
2001:4860:4860::8844
Das habe Ich gerade einmal versucht.

Ich habe die IPv6 IPs dort eingetragen. Allerdings kann mein Rechner dann keine Hosts mehr auflösen. Der DNS Server wird dann anscheinend nicht erreicht?
Hast Du ganz sicher die doppelten Doppelpunkte vor dem letzten Teil der IPv6-Adressen übernommen?
2001:4860:4860::8888
steht für
2001:4860:4860:0000:0000:0000:0000:8888

Die Nullblöcke kann man kürzer schreiben:
2001:4860:4860:0:0:0:0:8888
und auch ganz weglassen:
2001:4860:4860::8888

In diesem Fall markieren die direkt aufeinanderfolgenden Doppelpunkte, wo die Nullblöcke weggelassen wurden.

Anscheinend waren die Felder aber vorher leer, also versuche es mal allein mit den IPv4-DNS-Servern von Google.
Wie man den DNS-Server erreicht, also per IPv4 oder IPv6, spielt keine Rolle, die IPv4-DNS-Server von Google können Hosts auch in IPv6-Adressen auflösen.
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Re: Kleiner IPv6-Workshop

Beitrag von SpaceRat » 07.12.2013, 15:31

EVA-01 hat geschrieben:Ich hab ein neues NAS und hab versucht, nach altbewährter Methode aus deinem Tutorial das Ding in meiner 6320 einzurichten. Es ging... über Tricks. :kratz:

Also: Ich hab damit angefangen, dem NAS in der Auflistung unter "Heimnetz" einen festen Namen zu geben. Dann hab ich bei "Internet" unter Myfritz eine neue Myfritz-Freigabe auf das Teil gebaut. Und jetzt wurde es komisch. Bei den Freigaben war unter IPv4 eine Portfreigabe von MyFritz! zu sehen (die mir nichts nutzt).
Richtig, die legt MyFritz! trotz DS-lite zusätzlich an, sofern der Port noch nicht anderweitig genutzt wird.
EVA-01 hat geschrieben:Ich hab die Freigabe wieder gelöscht. Dann hab ich eine manuelle IPv6-Portfreigabe auf das NAS erstellt. Und DANN hab ich erst die MyFritz-Freigabe gebaut. Und JETZT erst ist unter der IPv6-Freigabenübersicht eine zweite MyFritz!-Freigabe mit der Interface-ID des NAS aufgetaucht. Und nachdem ich die vorher manuell erstellte Port-Freigabe auf das NAS gelöscht hab, funktionierte diese auch. Jetzt frag ich mich nur... wieso?????
Gut zu wissen.

Wieso es nicht direkt funktioniert hat, weiß ich beim besten Willen nicht, aber ich hatte das selbe Problem bei einem WD MyBook Live eines Bekannten. In der Heimnetzübersicht war die NAS zu sehen, aber in den Details stand keine IPv6-Adresse.
Ich hatte dann schon befürchtet, daß die WD-NAS kein IPv6 kann. Dann mußte ich erst einmal ausknobeln, wie man ssh auf einer WD NAS freischaltet, denn ssh ist da normal deaktiviert und in der GUI nicht sichtbar.

Es geht - nach dem Login auf die NAS - über die URL

Code: Alles auswählen

http://mybooklive.local/UI/ssh
also z.B.

Code: Alles auswählen

http://192.168.1.20/UI/ssh
Mittels ssh eingelogged konnte ich dann über ifconfig sehen, daß die WD NAS durchaus IPv6-fähig ist und auch IPv6-Adressen hatte. Nur wollte die Fritz!Box davon nichts wissen.

Bei mir bzw. dem Bekannten hat es dann geklappt, nachdem ich auf der NAS gezielt ausgehenden IPv6-Traffic verursacht hatte, z.B. per

Code: Alles auswählen

ping6 www.google.com
und sowohl die NAS als auch die Fritz!Box neu gestartet hatte.
Danach war dann für die NAS auch eine IPv6 in der Heimnetzübersicht zu sehen und es konnte auch eine korrekte MyFritz!-Freigabe mit IPv6 erzeugt werden und die funktioniert auch seitdem.

Es scheint also, daß die Fritz!Box die IPv6-Adressen der angeschlossenen Geräte erst erfaßt, wenn diese auch irgendwas über IPv6 machen, was auf einem "geschlossenen" System teilweise ohne ein bißchen Nachhilfe nie passiert.


An sich sogar relativ logisch, da sich die Geräte ihre IPv6 (innerhalb des advertised prefix) ja selber geben. Da die Fritz!Box sie also nicht vergibt, sie aber auch nicht "erraten" kann (Nicht alle Geräte verwenden eine saubere IPv6-Adresse aus Präfix+(modifizierter) EUI-64 (MAC), Stichwort "Privacy Extensions"), muß sie anders davon erfahren und dazu gibt es zwei Möglichkeiten:
- Neighbor Discovery Protocol, welches unter anderem dazu benutzt wird, um doppelte Adressen zu erkennen
- Vergleich der Absendeadressen zwischen Paketen und den sie umgebenden Frames im Heimnetz (Im Frame wird die MAC-Adresse genutzt, im Paket die IP-Adresse)

Entweder die Fritte nutzt letzteren Weg oder manche Geräte implementieren NDP unzureichend.

Wie dem auch sei: Es hilft anscheinend sowohl der Ansatz, der Fritz!Box die Erkennung zu erleichtern (Durch IPv6-Traffic vom/zum noch nicht erkannten Gerät), als auch das "Reinhacken" der Interface-ID. Deine Fritz!Box scheint ja nach der manuellen IPv6-Freigabe die Interface-ID korrekt dem neuen NAS zugeordnet zu haben.
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Re: Kleiner IPv6-Workshop

Beitrag von noktanone » 07.12.2013, 17:00

Webserver/afraid.org Problem
Warum der Apache unter XP nur eingeschränkt geht, siehe hier.
Den Portproxy habe Ich eingerichtet.
Hast Du ganz sicher die doppelten Doppelpunkte vor dem letzten Teil der IPv6-Adressen übernommen?
Also Ich habe die IPv6 DNS Server gerade nochmal mit den ganzen 0-Zeilen eingetragen. Diese wurden dann automatisch auf die von dir angegebenen IPs mit zweifachem Doppelpunkt gekürzt.
Seiten wie Youtube/Google wurden sehr schnell aufgelöst so wie ich es auch vorher gewohnt war.
Alle anderen Internetseiten wie auch dieses Forum/Faebook etc. wurden erst nach ca. 1 Minute laden aufgelöst oder oft sogar überhaupt nicht.

DIe Ipv4 Google DNS Server kann Ich nirgends angeben weil es dafür keine Felder gibt.. Ich nehme an da ich mit DS-Lite ja an IPv6 gebunden bin und kein Dual Stack vorhanden ist.

piotr
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Re: Kleiner IPv6-Workshop

Beitrag von piotr » 07.12.2013, 21:28

SpaceRat hat geschrieben: Ich tippe auf ein DNS-Problem, wie immer bei Unitymedia.
Die Unitymedia-DNS-Server sind anscheinend nicht in der Lage, IPv6-only-Hosts aufzulösen.
Das erkläre mal genauer was Dich zu dieser Annahme bewegt.
Ich kann problemlos IPv6 only Hosts auflösen.
Ändere im DK7200 die DNS-Server in die von Google:
Für IPv4:
8.8.8.8
und
8.8.4.4
sowie für IPv6:
2001:4860:4860::8888
und
2001:4860:4860::8844
Du schreibst doch selbst, dass es den Google DNS egal ist über welche IP-Protokollversion die Namensauflösung erfolgt.
Warum hier beide Google DNS jeweils als IPv6 und als IPv4 Variante?
An einem DS Lite Anschluss reicht doch eigentlich bereits nur die IPv6 Variante aus.

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Re: Kleiner IPv6-Workshop

Beitrag von krutojmax » 08.12.2013, 01:31

Mal wieder paar Fragen von mir.

- Freunde, die noch IPv4 von Unity haben, sich aber eine IPv6 in der FritzBox einstellen lassen können, können über die IPv6 Adresse des AYIYA-Sixxs Tunnels ohne Probleme auf meinen Rechner zugreifen. Wieso können die, ohne auf die IPv6 des Tunnels sondern direkt die IPv6 des Rechners, nicht darauf zugreifen, während die Freunde, die wie ich IPv6 haben und IPv4 über DS-Lite direkt über die IPv6 des Rechners zugreifen können und keine Probleme haben?

- Freunde, die nur IPv4 haben und keine IPv6 - Einstellung in der Fritz Box haben brauchen ja auch eine IPv6.
Müssen sie sich dazu ebenfalls einen Acc bei Sixxs erstellen lassen und dann ebenfalls einen AYIYA-Tunnel beantragen?
Oder wie löse ich am besten deren Problem, dass sie keine IPv6 haben? :zerstör:

Liebe Grüße,
Max
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Re: Kleiner IPv6-Workshop

Beitrag von SpaceRat » 08.12.2013, 02:39

krutojmax hat geschrieben:Mal wieder paar Fragen von mir.

- Freunde, die noch IPv4 von Unity haben, sich aber eine IPv6 in der FritzBox einstellen lassen können, können über die IPv6 Adresse des AYIYA-Sixxs Tunnels ohne Probleme auf meinen Rechner zugreifen. Wieso können die, ohne auf die IPv6 des Tunnels sondern direkt die IPv6 des Rechners, nicht darauf zugreifen, während die Freunde, die wie ich IPv6 haben und IPv4 über DS-Lite direkt über die IPv6 des Rechners zugreifen können und keine Probleme haben?
Wie? Was?
Beim besten Willen, diese Frage kann ich nicht entziffern.

Das einzige, was ich in der Frage sehe, ist ein Fehler in der Vorgehensweise: In einer Fritz!Box an einem IPv4-Anschluß stellt man einen Heartbeat-Tunnel ein. Ich weiß nicht, ob die Fritz!Box mit AYIYA-Tunneln korrekt arbeitet.

krutojmax hat geschrieben:- Freunde, die nur IPv4 haben und keine IPv6 - Einstellung in der Fritz Box haben brauchen ja auch eine IPv6.
Du meinst Freunde mit anderen Routern, also keiner Fritz!Box?
krutojmax hat geschrieben:Müssen sie sich dazu ebenfalls einen Acc bei Sixxs erstellen lassen und dann ebenfalls einen AYIYA-Tunnel beantragen?
Oder wie löse ich am besten deren Problem, dass sie keine IPv6 haben? :zerstör:
Hängt vom verwendeten Router ab:
Der SixXS-Tunnel ist eigentlich nur in einer Fritz!Box am einfachsten einzurichten, ansonsten ist der 6in4-Tunnel von Hurricane Electric (www.tunnelbroker.net) einfacher einzurichten, wenn es denn überhaupt im Router vorgesehen ist.
Knifte hat einen 6in4-Tunnel in seinem Asus-Router eingerichtet und kann Dir da besser helfen, wenn wir von einem Asus-Router reden.

Wenn der verwendete Router gar keine IPv6-Tunnel unterstützt, dann - aber wirklich erst dann - kommt ein AYIYA-Tunnel direkt auf einem Rechner im Heimnetz in Frage.
Der ist dann allerdings etwas aufwendiger einzurichten, dazu braucht man nämlich den aiccu-Client und das ist eine Konsolenanwendung.

Bei der ganzen Tunnel- und Kontenrequesterei bei SixXS solltest Du übrigens eines ganz dringend beachten:
Niemals ein neues Konto von einem Anschluß aus beantragen, der bereits mit einem SixXS-Tunnel versehen ist. Kommt eine Anfrage für ein neues Konto nämlich von einer SixXS-IPv6 oder von einer IPv4, die SixXS als Tunnelendpunkt kennt, dann werten die das als unzulässiges Mehrfachkonto und sperren ALLE Konten, also das neu beantragte und auch das, von dem aus die Anfrage kommt.
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Re: Kleiner IPv6-Workshop

Beitrag von SpaceRat » 08.12.2013, 02:50

piotr hat geschrieben:
SpaceRat hat geschrieben: Ich tippe auf ein DNS-Problem, wie immer bei Unitymedia.
Die Unitymedia-DNS-Server sind anscheinend nicht in der Lage, IPv6-only-Hosts aufzulösen.
Das erkläre mal genauer was Dich zu dieser Annahme bewegt.
Ich habe mal aus Jux und Dollerei die Unitymedia-IPv6-DNS mit in meine dnsmasq-Konfiguration übernommen und konnte danach einige Dual-Stack-Hosts nur noch in IPv4-Adressen auflösen und einige IPv6-only-Hosts gar nicht mehr.
Also letztlich die gleichen Probleme, wie sie auch DK7200-User nach dem (vor)letzten Firmware-Update noch haben ...

Die falsche Namensauflösung bei Dual-Stock-Hosts fällt natürlich nur auf, wenn man sich eine Erweiterung wie z.B. IPvFoo im Browser installiert, der einem dann anzeigt, über welches Protokoll man z.B. auf Facebook zugreift.

Oder aber, man hat Dual-Stack-Gegenstellen, die über IPv4 anders reagieren als über IPv6!
Das wären z.B. meine Sat-Receiver:
Über IPv6 kann ich die direkt über http://sat-receiver-dyndns erreichen, über IPv4 nicht, da muß ich die per NAT "verbogenen" Ports mit angeben ... und daran merke ich sofort, wenn der DNS-Server streikt.

piotr hat geschrieben:Du schreibst doch selbst, dass es den Google DNS egal ist über welche IP-Protokollversion die Namensauflösung erfolgt.
Warum hier beide Google DNS jeweils als IPv6 und als IPv4 Variante?
Einfach nur, weil ich sicher sein wollte, daß keine Unitymedia-DNS mehr im Spiel sind.
piotr hat geschrieben:An einem DS Lite Anschluss reicht doch eigentlich bereits nur die IPv6 Variante aus.
Das weißt Du, das weiß ich, aber wenn ich nicht "beide" gesagt hätte, hätte wahrscheinlich unter IPv4 noch ein Unitymedia-DNS gestanden, der dann dazwischen funkt.

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Re: Kleiner IPv6-Workshop

Beitrag von SpaceRat » 08.12.2013, 02:58

noktanone hat geschrieben:Seiten wie Youtube/Google wurden sehr schnell aufgelöst so wie ich es auch vorher gewohnt war.
Alle anderen Internetseiten wie auch dieses Forum/Faebook etc. wurden erst nach ca. 1 Minute laden aufgelöst oder oft sogar überhaupt nicht.

DIe Ipv4 Google DNS Server kann Ich nirgends angeben weil es dafür keine Felder gibt.. Ich nehme an da ich mit DS-Lite ja an IPv6 gebunden bin und kein Dual Stack vorhanden ist.
Sehr seltsam. Wie lösen denn dann die Leute die URLs auf, wenn sie am Rechner IPv6 abschalten?
Machen ja beim DK7200 manche, weil es seltsamer Weise so manchmal besser läuft ...

Bis dato hat doch das DK7200 einfach nur die IPs der DNS-Server 1:1 an die Clients im LAN weitergerecht ... enthielt also - anders als fast alle anderen Router - keinen DNS-Proxy ... welche IPs reicht es dann weiter, wenn man IPv6 am Rechner deaktiviert und der Router keine IPv4-DNS kennt?
Fragen über Fragen ... eine echte Wunderkiste, dieses DK7200 ...

Aber zurück zum DNS-Problem:

Versuch mal alternativ diese hier:
2620:0:ccc::2
2620:0:ccd::2

Du kannst auch mischen, also einen Google-DNS drin lassen und als zweiten einen von diesen hier nehmen.

Falls Du doch noch Felder zum Eintragen von IPv4-DNS-Servern findest, das hier sind die Äquivalente zu den o.g.:
208.67.222.222
208.67.220.220


Bei mir auf der Fritte läuft dnsmasq, da kann ich noch einige DNS-Server mehr eingeben ... da verwende ich die OpenDNS-Server (IPv6 und IPv4) sowie die Google-DNS (Ebenfalls IPv4 und IPv6) und ich habe Null Probleme ... es sei denn, ich nehme noch die Unitymedia-DNS mit oder ersatzweise rein .... *g*

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Re: Kleiner IPv6-Workshop

Beitrag von kyle » 08.12.2013, 11:47

SpaceRat hat geschrieben: ... da verwende ich die OpenDNS-Server (IPv6 und IPv4) sowie die Google-DNS (Ebenfalls IPv4 und IPv6) und ich habe Null Probleme ... es sei denn, ich nehme noch die Unitymedia-DNS mit oder ersatzweise rein .... *g*
DNS scheint für Unitymedia sowieso ein rotes Tuch zu sein. Ich erinnere mich, dass ich mal Probleme mit Bildern bei Amazon hatte (wurden nicht vergrößert). Gelöst habe ich es, indem ich in der Fritte andere DNS-Server eingetragen habe, die nicht von UM stammen.
*ironie* Das scheint schon was sehr kompliziertes zu sein, was wir als Endkunden gar nicht überblicken... */ironie* :brüll: :wand: :hammer2:

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Re: Kleiner IPv6-Workshop

Beitrag von noktanone » 08.12.2013, 16:07

Aber zurück zum DNS-Problem:

Versuch mal alternativ diese hier:
2620:0:ccc::2
2620:0:ccd::2
Also Ich habe jetzt mal die alternativen DNS-Server eingetragen und diese funktionieren wunderbar.
Allerdings funktioniert nach einem Neustart des Rechners inadyn-mt anscheinend nicht mehr.
Die IP Adresse bei freedns.afraid wird nicht erneuert, auch wenn ich den Dienst manuell starte.
Starte Ich den Dienst manuell gibt er mir auch eine Warnmeldung aus:
Der Dienst XXX wurde auf XXX Computer gestartet und dann angehalten. Einige Dienste
werden automatisch angehalten, wenn sie sich im Leerlauf befindet, wie z.B. Leistungsprotokoll- und Alarmdienste.
Ich habe also mal manuell die richtige IP eingetragen.
Ein VLC Streaming mittels der .mooo.com-Adresse funktioniert aber immer noch nicht. Ein Streaming mittels der kompletten IP funktioniert wunderbar

Ich kann mir nicht recht erklären warum der inadyn-mt auf einmal nicht mehr läuft, denn es funktionierte ja wunderbar.

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Re: Kleiner IPv6-Workshop

Beitrag von Kinzal » 12.12.2013, 04:03

Hallo, ich habe eine Dreambox 800se mit einem aktuellen Image. Leider habe ich eine IPv6 Adresse bekommen. Ich möchte meine Dreambox von außen über das Webinterace, aber hauptsächlich per FTP (21) erreichen können, ist das möglich?


Danke

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Re: Kleiner IPv6-Workshop

Beitrag von SpaceRat » 12.12.2013, 06:32

Kinzal hat geschrieben:Hallo, ich habe eine Dreambox 800se mit einem aktuellen Image. Leider habe ich eine IPv6 Adresse bekommen. Ich möchte meine Dreambox von außen über das Webinterace,
Z.B. mit einem aktuellen OpenPLi 4.0 (OpenPLi - Download DM800 SE) sollte das "out-of-the-box" funktionieren:

Das OpenWebif ist zu 100% IPv6-tauglich, die Linux-Kernel an sich sind es schon lange und in OpenPLi 4.0 wurde auch Python/Twisted mit IPv6-Support gebaut.
Kinzal hat geschrieben:aber hauptsächlich per FTP (21) erreichen können,
Das wiederum ist schwer und auch nicht sinnvoll:
  • Die meisten Enigma2-Images verwenden vsftpd als FTP-Server und der ist - zumindest in den überwiegend verwendeten Versionen - nur in der Lage, entweder IPv4 oder IPv6 zu unterstützen (Muß in dessen Konfiguration angepaßt werden), aber eben nicht beides zugleich.
    Würde man den vsftpd auf IPv6 konfigurieren, dann könnte man den Receiver auch über IPv6 von außerhalb erreichen, allerdings ist es wahrscheinlich, daß dann auch im Heimnetz einige der eher schlecht gepflegten Tools wie Dreambox Editor, Bouquet Editor Suite, etc. pp. nicht mehr funktionieren.
  • FTP ist per se ein unsicheres Protokoll und sollte nicht für den Zugriff von außen genutzt werden
    Bei klassischem FTP werden die "Credentials" (Benutzername und Kennwort) unverschlüsselt übertragen, ebenso sämtliche Nutzdaten.
    Sicheres, also verschlüsseltes FTP (z.B. sftp, ftps/ftpes), wird aber von Web-Browser i.d.R. nicht unterstützt und erfordert einen entsprechend geeigneten FTP-Client, wie z.B. FileZilla.
    Wenn man aber eh schon FileZilla o.ä. verwenden muß, dann kann man auf der Box auch gleich SSH für Dateiaustausch "mißbrauchen".
Mein Tip für den Dateiaustausch mit der Box ist OpenSSH:
Auf den meisten Enigma2-Receivern ist standardmäßig DropBear als einfacher SSH-Server vorhanden oder gar kein SSH-Server. Der ist leider nicht als SFTP-Server geeignet (Nur SCP), kann aber i.d.R. durch OpenSSH ersetzt werden.

Dazu folgende Schritte befolgen:
  1. Einloggen auf der Box per Telnet
  2. Wenn noch kein Passwort gesetzt wurde, dies nun nachholen:

    Code: Alles auswählen

    passwd
    eingeben und man wird nach einem neuen Passwort gefragt.
    Dieses Passwort sollte wirklich sicher sein (Groß-/Kleinbuchstaben, Ziffern und Sonderzeichen, keine Namen oder lexikalischen Begriffe, kein Geburtsdatum, etc. pp.), denn man kann später damit Vollzugriff auf die Box erlangen und die ist nun einmal ein "normaler" Linux-Rechner, man könnte als Angreifer also von dort aus im ganzen Heimnetz Schaden anrichten!
  3. Nachsehen, ob OpenSSH auf dem Feed verfügbar ist:

    Code: Alles auswählen

    opkg list *openssh*
    Das Ergebnis sollte in etwa so aussehen:

    Code: Alles auswählen

    root@ultimo:~# opkg list *openssh*
    openssh - 5.9p1-r5 - Secure rlogin/rsh/rcp/telnet replacement
     Secure rlogin/rsh/rcp/telnet replacement (OpenSSH) Ssh (Secure Shell) is
    openssh-dev - 5.9p1-r5 - Secure rlogin/rsh/rcp/telnet replacement - Development files
     Secure rlogin/rsh/rcp/telnet replacement (OpenSSH) Ssh (Secure Shell) is
    openssh-keygen - 5.9p1-r5 - Secure rlogin/rsh/rcp/telnet replacement
     Secure rlogin/rsh/rcp/telnet replacement (OpenSSH) Ssh (Secure Shell) is
    openssh-misc - 5.9p1-r5 - Secure rlogin/rsh/rcp/telnet replacement
     Secure rlogin/rsh/rcp/telnet replacement (OpenSSH) Ssh (Secure Shell) is
    openssh-scp - 5.9p1-r5 - Secure rlogin/rsh/rcp/telnet replacement
     Secure rlogin/rsh/rcp/telnet replacement (OpenSSH) Ssh (Secure Shell) is
    openssh-sftp - 5.9p1-r5 - Secure rlogin/rsh/rcp/telnet replacement
     Secure rlogin/rsh/rcp/telnet replacement (OpenSSH) Ssh (Secure Shell) is
    openssh-sftp-server - 5.9p1-r5 - Secure rlogin/rsh/rcp/telnet replacement
     Secure rlogin/rsh/rcp/telnet replacement (OpenSSH) Ssh (Secure Shell) is
    openssh-ssh - 5.9p1-r5 - Secure rlogin/rsh/rcp/telnet replacement
     Secure rlogin/rsh/rcp/telnet replacement (OpenSSH) Ssh (Secure Shell) is
    openssh-sshd - 5.9p1-r5 - Secure rlogin/rsh/rcp/telnet replacement
     Secure rlogin/rsh/rcp/telnet replacement (OpenSSH) Ssh (Secure Shell) is
    openssh-sshd-systemd - 5.9p1-r5 - Secure rlogin/rsh/rcp/telnet replacement
     Secure rlogin/rsh/rcp/telnet replacement (OpenSSH) Ssh (Secure Shell) is  
    Darunter den "Daemon" (Systemdienst) lokalisieren, also nach "sshd" Ausschau halten.
  4. Wenn wir fündig werden, sollten wir noch sicherstellen, daß ein ggf. schon vorhandener DropBear zuvor deinstalliert wird:
    1. Prüfen, ob dropbear installiert ist

      Code: Alles auswählen

      opkg list_installed *dropbear*
    2. Wenn das Ergebnis so bzw. so ähnlich aussieht, ist DropBear installiert:

      Code: Alles auswählen

      dropbear - 2012.55-r3 - dropbear version 2012.55-r3
       Dropbear is a lightweight SSH and SCP implementation 
    3. Dropbear deinstallieren

      Code: Alles auswählen

      opkg remove dropbear
  5. Nun können wir OpenSSH installieren

    Code: Alles auswählen

    opkg install openssh-sshd
    ggf. werden automatisch weitere Pakete installiert, die für OpenSSH nötig sind.
  6. Box neustarten, um zu überprüfen, daß alles richtig installiert wurde:

    Code: Alles auswählen

    shutdown -r now
Nach dem Neustart der Box sollte es nun möglich sein, sich sowohl per IPv4 (Bei DS-lite natürlich nur aus dem Heimnetz) als auch per IPv6 mit der Enigma2-Kiste zu verbinden.
Dazu einfach in FileZilla einen neuen Server anlegen und als Protokoll "sftp" statt "ftp" auswählen, ansonsten verhält sich der Server wie ein gewöhnlicher FTP-Server.
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Re: Kleiner IPv6-Workshop

Beitrag von Embiu » 27.01.2014, 21:22

Hallo SpaceRat,

zunächst, vielen Dank für Deine Mühe und den gelieferten Input im Workshop!

Habe mittlerweile auch einen Zugang für SixXs erhalten, jedoch kann ich den Menüpunkt der FB6320 (OS 06.01 bei UM; Ansicht: erweitert) nicht wie beschrieben bzw. überhaupt nicht finden und die Parameter entsprechend nicht eintragen. Ist die Option ggf dem Firmware-update zum Opfer gefallen oder bin ich blind?

Vielen Dank für Hilfe!

BR, Embiu

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Re: Kleiner IPv6-Workshop

Beitrag von SpaceRat » 29.01.2014, 14:23

Embiu hat geschrieben:Habe mittlerweile auch einen Zugang für SixXs erhalten, jedoch kann ich den Menüpunkt der FB6320 (OS 06.01 bei UM; Ansicht: erweitert) nicht wie beschrieben bzw. überhaupt nicht finden und die Parameter entsprechend nicht eintragen. Ist die Option ggf dem Firmware-update zum Opfer gefallen oder bin ich blind?
Hast Du überhaupt einen IPv4-only-Anschluß bei Unitymedia?

Der Menüpunkt ist eigentlich nur genau dann ausgeblendet, wenn der Anschluß auf DS-lite läuft, also bereits IPv6 hat.
Würde man bei einer Fritz!Box mit DS-lite einen Tunnel für IPv6 eintragen (können), könnte diese danach gar keine Verbindung mehr herstellen, da die IPv4-Anbindung als Grundlage für einen 6in4-/6to4-/6rd-Tunnel ja erst zur Verfügung steht, wenn die native IPv6-Verbindung und der darauf aufbauende DS-lite-/AFTR-Tunnel aufgebaut wurden.

Sprich:
Eine Tunnel-Anbindung für IPv6 kann man in der Fritz!Box nur eintragen, wenn die Fritz!Box über eine native IPv4-Anbindung verfügt (IPv4 oder nativen Dual Stack).
In anderen Fällen braucht man ihn aber auch nicht, dann hat man ja schon IPv6.

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Re: Kleiner IPv6-Workshop

Beitrag von Titus » 10.02.2014, 17:37

Hallo SpaceRat,

erstmal vielen Dank für die große Mühe, die du mir mit deinem Workshop gegeben hast. :super:

Ich habe jetzt versucht, mein Synology NAS ins Netz zu bringen und bin natürlich grandios gescheitert.
Was habe ich gemacht? Die Fritzbox bei myfritz angemeldet und freigegeben. Dann eine Freigabe für die Diskstation eingerichtet und den kryptischen Namen bei afraid.org gegen einen etwas sprechenderen registriert. Jetzt fängt das Dilemma schon an: Ich kann das Gerät nicht anpingen.

Daher ist es wohl auch nicht verwunderlich, dass ich über den bei sixxs eingerichteten Tunnel auch keinen Kontakt kriege.

Wo könnte denn der Fehler liegen, dass ich von extern keinen Kontakt zur DS bekomme? So viel kann man da ja eigentlich nicht falsch machen, oder?

Grüße
Marco

tomas
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Re: Kleiner IPv6-Workshop

Beitrag von tomas » 10.02.2014, 21:01

Titus hat geschrieben:Hallo SpaceRat,

erstmal vielen Dank für die große Mühe, die du mir mit deinem Workshop gegeben hast. :super:

Ich habe jetzt versucht, mein Synology NAS ins Netz zu bringen und bin natürlich grandios gescheitert.
Was habe ich gemacht? Die Fritzbox bei myfritz angemeldet und freigegeben. Dann eine Freigabe für die Diskstation eingerichtet und den kryptischen Namen bei afraid.org gegen einen etwas sprechenderen registriert. Jetzt fängt das Dilemma schon an: Ich kann das Gerät nicht anpingen.

Daher ist es wohl auch nicht verwunderlich, dass ich über den bei sixxs eingerichteten Tunnel auch keinen Kontakt kriege.

Wo könnte denn der Fehler liegen, dass ich von extern keinen Kontakt zur DS bekomme? So viel kann man da ja eigentlich nicht falsch machen, oder?

Grüße
Marco
Ich nehme mal an, du hast DS-Lite?
Von was für einem externen Netz hast du den Zugriff probiert? Hat dieser auch IPv6? Das ist notwendig (oder du nutzt einen Sixxs-Tunnel).
Hast du bei afraid.org die komplette URL inkl. Port angegeben? Bin mir gerade nicht sicher aber ich meine man muss die URL auch als "CNAME" eintragen.
Anschluss: Unitymedia, 3 Play Smart 50
Hardware: FritzBox 6320, Synology DiskStation DS213+

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