Kleiner IPv6-Workshop

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Re: Kleiner IPv6-Workshop

Beitrag von SpaceRat » 19.11.2013, 17:59

krutojmax hat geschrieben:Soweit so gut. Ich muss doch jetzt die Gegenstelle, die mit einer IPv4 versucht auf meine Homepage zuzugreifen, mit einer V6 "versorgen", damit die "Kommunikation" zwischen IPv4 und IPv6 funktioniert, oder?
Ob das Deine Aufgabe ist oder nicht, hängt ja davon ab, ob Du auch die Gegenstelle bist oder aber Du Dich dieser verpflichtet fühlst ... :hammer:
krutojmax hat geschrieben:Wenn ich jetzt z.B. die IPv6 des Tunnels im Browser eingebe, erreiche ich meine Seite, ist ja auch logisch, da ich erstens im Netzwerk bin und zweitens eine IPv6 bereits besitze, somit merke ich wenig von.
Wenn aber andere User mit einer IPv4 darauf zugreifen möchten, erreichen sie nichts.

Was fehlt mir / was hab ich falsch gemacht.
Dir fehlt nichts, nur der IPv4-only-Gegenstelle, die Dich zu erreichen versucht:

Wenn ich nach Hamburg will, dann muß ich mich ja auch darum kümmern, wie ich das anstelle.
Normalerweise kommt der Hund nämlich zum Knochen und nicht umgekehrt.
Prinzipiell liegt es an demjenigen, der die IPv6-Seite erreichen will, wie er das macht.
In dem Moment, in dem Du die bei Dir laufenden Dienste über IPv6 erreichbar gemacht hast, hast Du bereits alles getan, was von Deiner Seite aus nötig ist, um den Knochen für den Hund erreichbar zu machen.

Ich habe es schon mehrfach angesprochen:
Der grundlegende Punkt zur Lösung der Probleme mit IPv6 ist der, einzusehen, daß es nicht der DS-lite-Anschluß ist, der verkrüppelt ist, sondern der IPv4-only-Anschluß.
Keine Arme = keine Kekse, keine IPv6-Konnektivität = keine Erreichbarkeit von IPv6-Seiten.

Daß ich überhaupt beschreibe, wie man einen 6in4- bzw. SixXS-Tunnel einrichtet, hat damit zu tun, daß man nicht selten selber der Knochen und der Hund in Personalunion ist.
Zum Beispiel kann Dein Web-Server, NAS oder Enigma-Receiver zuhause der Knochen sein, während Du gleichzeitig auch der Hund bist, der den Knochen von seinem Smartphone aus von unterwegs erreichen können will.

Da das Problem der IPv4-only-Anschluß ist, muß es auch dort gelöst werden, indem der Anschluß auf Dual-Stack aufgerüstet wird und genau dazu kann man einen 6in4-/SixXS-Tunnel nutzen, wenn der Anschluß-Anbieter kein Dual-Stack ermöglicht.

Oder anders:
Den Tunnel hat derjenige einzurichten, der den kastrierten (IPv4-only) Anschluß hat.
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Re: Kleiner IPv6-Workshop

Beitrag von krutojmax » 19.11.2013, 18:17

SpaceRat hat geschrieben: Ob das Deine Aufgabe ist oder nicht, hängt ja davon ab, ob Du auch die Gegenstelle bist oder aber Du Dich dieser verpflichtet fühlst ... :hammer:
Naja :) ich möchte ja, dass die Gegenstelle (IPv4 only) mich erreicht. :D
SpaceRat hat geschrieben:Da das Problem der IPv4-only-Anschluß ist, muß es auch dort gelöst werden, indem der Anschluß auf Dual-Stack aufgerüstet wird und genau dazu kann man einen 6in4-/SixXS-Tunnel nutzen, wenn der Anschluß-Anbieter kein Dual-Stack ermöglicht.

Oder anders:
Den Tunnel hat derjenige einzurichten, der den kastrierten (IPv4-only) Anschluß hat.
Danke auf jeden Fall erst mal für alles.
Da ich aber weiß, dass meine Freunde / Bekannte nichts an ihrem System / an ihrer Verbindung verändern möchten, dachte ich, dass ich mich um alles kümmere, damit es funktioniert.

Anders ausgedrückt: Gibt es irgendwie eine Möglichkeit mich (IPv6, v4 über DS Lite Tunnel) von außen (keine IPv6, v4 only) erreichbar zu machen und das ohne, dass die, die zugreifen, etwas installieren / verändern müssen?

Ich dachte mit irgendeinem SIXXs Tunnel könnte ich das schaffen, jedoch habe ich anscheinend falsch gedacht.

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Re: Kleiner IPv6-Workshop

Beitrag von SpaceRat » 19.11.2013, 19:09

krutojmax hat geschrieben:
SpaceRat hat geschrieben:Ob das Deine Aufgabe ist oder nicht, hängt ja davon ab, ob Du auch die Gegenstelle bist oder aber Du Dich dieser verpflichtet fühlst ... :hammer:
Naja :) ich möchte ja, dass die Gegenstelle (IPv4 only) mich erreicht. :D
Dann mußt Du sie auf Dual-Stack aufrüsten.
Wenn ich mich um die Anschlüsse in der Familie, bei Freunden und Bekannten kümmere, dann mache ich das grundsätzlich von vornherein gleich mit.
krutojmax hat geschrieben:
SpaceRat hat geschrieben:Da das Problem der IPv4-only-Anschluß ist, muß es auch dort gelöst werden, indem der Anschluß auf Dual-Stack aufgerüstet wird und genau dazu kann man einen 6in4-/SixXS-Tunnel nutzen, wenn der Anschluß-Anbieter kein Dual-Stack ermöglicht.

Oder anders:
Den Tunnel hat derjenige einzurichten, der den kastrierten (IPv4-only) Anschluß hat.
Da ich aber weiß, dass meine Freunde / Bekannte nichts an ihrem System / an ihrer Verbindung verändern möchten, dachte ich, dass ich mich um alles kümmere, damit es funktioniert.

Anders ausgedrückt: Gibt es irgendwie eine Möglichkeit mich (IPv6, v4 über DS Lite Tunnel) von außen (keine IPv6, v4 only) erreichbar zu machen und das ohne, dass die, die zugreifen, etwas installieren / verändern müssen?
Prinzipiell schon:
Es gibt natürlich auch Tunnel mit denen man einem DS-lite-Anschluß eine öffentliche IPv4 verschafft.
Der Einrichtungsaufwand ist allerdings erheblich höher und die kosten zudem auch noch etwas.
krutojmax hat geschrieben:Ich dachte mit irgendeinem SIXXs Tunnel könnte ich das schaffen
Kannst Du ja auch, aber den Tunnel braucht derjenige, der noch kein IPv6 hat und es auch von seinem Anbieter nicht kriegen kann:

- Telekom AllIP-Anschlüsse (Also Telefonie über Internet statt analog/ISDN) sind Dual-Stack-tauglich.
- An Vodafone-Anschlüssen läßt sich auch ohne Anmeldung ein 6rd-Tunnel aufbauen
- NetCologne fährt Dual Stack im Testbetrieb (Kostenlose Anmeldung erforderlich)

An diesen Anschlüssen genügt es, in einer ggf. vorhandenen Fritz!Box unter "Zugangsdaten -> IPv6" IPv6 zu aktivieren:
  • IPv6-Unterstützung
    [X] Unterstützung für IPv6 aktiv
  • (*) Immer eine native IPv4-Anbindung nutzen (empfohlen)
Mit diesen Einstellungen nutzt die Fritz!Box den nativen Dual Stack an Telekom- und NetCologne-Anschlüssen bzw. findet und nutzt den 6rd-Server bei Vodafone.
Andere Router mit IPv6-Unterstützung wären analog dazu zu konfigurieren.

Ausprobieren kann man es natürlich auch an anderen Anschlüssen, aber bisher sieht es eher mau aus.

Wenn das nicht geht, dann ist der SixXS- oder Hurricane Electric-Tunnel mit Sicherheit die bessere Wahl:
+ Er ist kostenlos
+ Er kann in allen aktuellen Fritz!Boxen einfach eingerichtet werden und wird danach auch durch die eingebaute Firewall abgesichert (Empfohlen: SixXS-Tunnel, weil einfacher einzurichten)
+ Ein 6in4-Tunnel wie Hurricane Electric ist auch in diversen anderen Routern relativ einfach einzurichten
+ Er verschafft den damit versorgten Netzen uneingeschränkten Zugriff auf das IPv6-Internet, nicht nur auf Deinen Rechner
- Er muß auf allen IPv4-only-Zugängen eingerichtet werden, die Zugriff über IPv6 erhalten sollen und dies nicht vom Provider selber kriegen können

Demgegenüber sähe es mit einem Tunnel auf Deinem Server so aus:
- Kostet Geld (z.B. uVPN oder Portunity)
- Erhöhter Konfigurationsaufwand (Man muß ein geeignetes Gerät als Tunnelendpunkt einrichten, das zumindest immer dann läuft, solange der Tunnel benötigt wird)
- Der Tunnel wird, selbst wenn er auf einem modifizierten Router (Freetz, DD-WRT,..) betrieben wird, nicht durch die vorhandene Firewall und Funktionalität für Port-Freigaben erfaßt
+ Einmalig eingerichtet, ermöglicht er es allen IPv4-only-Gegenstellen, auf die freigegebenen Dienste zuzugreifen und nicht nur einer.

Jetzt wägen wir einmal den einzigen Nachteil der IPv6-Tunnel-Lösung auf den Clients gegenüber der einer IPv4-Tunnel-Lösung auf dem Server ab:
Die Anzahl der IPv6-/DS-lite- und auch Dual Stack Anschlüsse steigt stetig. Das bedeutet für die Inhaber der bisherigen IPv4-only-Gegenstellen, daß auch die Wahrscheinlichkeit, in Zukunft weitere IPv6-Hosts erreichen können zu müssen, ansteigt. Früher oder später wird dann auch ein IPv6-Host dabei sein, der nicht einsieht, für die Erreichbarkeit von verkrüppelten Anschlüssen aus zu sorgen, so daß der IPv4-only-Nutzer den IPv6-Tunnel sowieso braucht. Gleichzeitig wird es auch immer weniger IPv4-only-Anschlüsse geben, die dazu noch einen Tunnel benötigen, was die Motivation des IPv6-Hosts, für den Rest sein eigenes Geld auszugeben, noch weiter senken wird.

D.h. über den weiteren Zeitverlauf betrachtet, wird der Vorteil der IPv4-Tunnel-Lösung immer geringer.
Wenn Du Dir also einen IPv4-Tunnel gegen Bezahlung zulegst, dann doktert das nur an den Symptomen herum, löst aber nicht das Problem.

Würdest Du Dir einen eigenen Wald zum Abholzen kaufen, damit Du für ein paar Bekannte mit Holzvergaser-Autos Brennholz bereithalten kannst, weil die Dich nicht besuchen können, da es kaum Tankstellen mit Brennholz im Umkreis Deines Wohnortes gibt?
Exakt das selbe tust Du, wenn Du Dich mit einem solchen kostenpflichtigen, schwierig aufzusetzenden Tunnel abmühst, damit die Leute keinen Finger krumm machen müssen, wenn deren Anschluß ein Problem hat.
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Re: Kleiner IPv6-Workshop

Beitrag von myshad » 03.12.2013, 09:11

Mal ne ganz kurze, wohlmöglich blöde Frage ohne hier alles durchlesen zu müssen.

Wenn ich jetzt von 3Play 32 mit IPv4 auf 3Play 150 (mit Ipv6?) wechsle hab ich dann irgendwelche Nachteile? Im Grunde will ich nur normal im Netz surfen, natürlich runter- und hochladen, Online zocken (Battlefield 4 etc.) und auch selbst streamen (twitch).

Gibt es diesbezüglich irgendwelche Nachteile? Ich les immer nur das viele Leute keine Lust auf Ipv6 haben und kann das nicht so ganz nachvollziehen
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Knifte
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Re: Kleiner IPv6-Workshop

Beitrag von Knifte » 03.12.2013, 10:28

Beim Onlinezocken insbesondere mit Battlefield 4 kann es schon zu Problemen kommen. Battlefield 4 scheint mit IPv6 besondere Probleme zu haben. Guck dazu am besten im Battlelog Forum mal nach Rubberbanding.

Aber als Bestandskunde kannst du ja auf IPv4 bestehen. Allerdings wirst du wohl ein anderes Modem bekommen, aber das könnten wir dir auch genau sagen, wenn du uns Hersteller und Modellnummer des Modems gibst.
Viele Grüße

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Re: Kleiner IPv6-Workshop

Beitrag von myshad » 03.12.2013, 10:44

Also ich kann definitiv auf Ipv4 bestehen? Lese halt immer nur das auch Bestandskunden umgestellt werden. Mit meiner jetzigen Leitung läuft nämlich bei Battlefield (bis auf die üblichen Ausfälle im Spiel) alles rund ohne Laggs oder sonstiges.

Und da ich gerade BF4 quasi täglich spiele wäre das definitiv ein Grund (notfalls) nicht den Tarif zu wechseln
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Re: Kleiner IPv6-Workshop

Beitrag von Knifte » 03.12.2013, 10:55

Darauf bestehen kannst du selbstverständlich, nur ob UM das akzeptiert ist ja die andere Frage.

Ich habe damals beim Wechsel auf den 150 MBit-Tarif den Kontakt zum Kundenservice über Facebook gesucht. Habe denen all meine Kundendaten inkl. Adresse und Kundennummer sowie meinen Wunsch auf 2play 150 zu wechseln und IPv4 sowie mein aktuelles Modem zu behalten, mitgeteilt und daraufhin wurde ich auch so umgestellt.

Wie sich das ganze jetzt genau bei 3play verhält weiss ich nicht genau, du bekommst ja m.W. sowieso die Horizon-Box, die aktuell ja eh nur IPv4 kann. Ich würde aber bei der Bestellung explizit darauf eingehen und das ganze schriftlich fixieren.

Keine Ahnung, was da für Umstellungs- oder Aktivierungskosten auf dich zukommen, aber das kann man ja auch beim Facebook-Support erfragen.
Viele Grüße

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Re: Kleiner IPv6-Workshop

Beitrag von myshad » 03.12.2013, 11:12

Naja (wie ja schonmal im anderen Thema erwähnt) muss ich laut Bestellseite einmal 50€ für den Horizon HD Recorder bezahlen, 10€ für den Versand + 10€ für die vorzeitige Änderung weil mein Vertrag noch ein Jahr läuft.

Als Modem im Wohnzimmer hab ich scheinbar das Cisco EPC3208.

Weißt du eigentlich was es mit den ganzen Problemen auf der Unitymedia Hilfe Facebook Seite auf sich hat? Da sagen viele das sie nach der Umstellung auf Horizon ewig kein Telefon, Internet etc. mehr hätten und sie auch keine Hilfe bekommen würden. War das ein Grund warum du deine alte Box behalten wolltest oder hängt das damit nicht zusammen?
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Re: Kleiner IPv6-Workshop

Beitrag von Knifte » 03.12.2013, 12:01

Wenn du das 3208 hast, würde ich an deiner Stelle auch darauf bestehen, dass du das behalten kannst. Das funktioniert ja einwandfrei.

Ich wollte mein 3208 auch primär aus dem Grund behalten, weil es gut läuft und mit IPv4 und 150 MBit funktioniert. Never change a running system.
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Re: Kleiner IPv6-Workshop

Beitrag von SpaceRat » 03.12.2013, 12:16

Ich fänd's schön, wenn dieser Thread "frei" bliebe für Fragen und Antworten zur Konfiguration mit IPv6.
Es gibt genug, die darauf angewiesen sind.

Fragen zur Vertragsumstellung und wie man bei selbiger eine Umstellung auf IPv6 vermeidet, gehören nicht wirklich dazu.
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Re: Kleiner IPv6-Workshop

Beitrag von noktanone » 06.12.2013, 13:22

Hallo,

Ich verwende einen Unitymedia DS-Lite Anschluss.
Versuche grade mit dem hier vorgestellten Skript meine IPv6 IP an freedns.afraid.org zu übermitteln.

Mein Problem besteht darin, dass mir das Skript jedes mal die IPv4 IP zu freedns überträgt und nicht die IPv6 IP.

Lasse ich mir in der Console via ipconfig /all meine IPv6 IP anzeigen wird mir aber meine richtige IPv6 IP angezeigt.

Wo könnte das Problem liegen?

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Re: Kleiner IPv6-Workshop

Beitrag von SpaceRat » 06.12.2013, 14:34

noktanone hat geschrieben:Mein Problem besteht darin, dass mir das Skript jedes mal die IPv4 IP zu freedns überträgt und nicht die IPv6 IP.
Hast Du denn auch die richtige Registry-Datei angepaßt und importiert?

Für einen DS-lite-Anschluß mußt Du die Datei "freedns_IPv6.reg" anpassen (Das ".reg" wird unter Windows ggf. nicht angezeigt) und durch Doppelklick in die Registry importieren.
Mit den Einstellungen aus freedns_DualStack.reg würden zwei getrennte afraid.org-DynDNS-Hosts gepflegt, einer für IPv4 (Den Du ja nicht hast) und einer für IPv6. freedns_IPv4.reg pflegt entsprechend einen reinen IPv4-DynDNS-Host.

Die freedns_IPv6 sieht so aus ...
REGEDIT4
[HKEY_LOCAL_MACHINE\SYSTEM\CurrentControlSet\Services\inadyn-mt\Parameters]
"AppParameters"="--dyndns_system default@freedns.afraid.org --background --update_period 60000 --alias meinpc.mooo.com,KRyPTiScHerHaSHGEHOERTHiERHeREInGEFuEGt....= ip6 --log_file inadyn_srv.log --ip_server_name dhis.org /"
... und muß an den grün bzw. rot und fett markierten Stellen angepaßt werden.

Grün = Dein DynDNS-Hostname bei afraid.org, also z.B. meinpc.mooo.com
Rot = Der "Hash" aus der Update-URL zu diesem Hostname

Lautet die Update-URL also z.B.

Code: Alles auswählen

http://freedns.afraid.org/dynamic/update.php?MFF2Q0Y5NjBMbjFTGFhQcnllMnpZaWM5Ojk8NDg0NPQ=
dann ist an der rot markierten Stelle "MFF2Q0Y5NjBMbjFTGFhQcnllMnpZaWM5Ojk8NDg0NPQ=" einzusetzen.

Meiner Erinnerung nach ist inadyn-mt bzw. afraid.org ohne Murren in der Lage, einen DynDNS-Host durch "falsche" Updates zu konvertieren, also vom A-Record (IPv4) in einen AAAA-Record (IPv6), wenn ein IPv4-Host mit einer IPv6-Adresse aktualisiert wird und umgekehrt. Dementsprechend fällt es auch gar nicht direkt auf, wenn man die falsche Registry-Datei mit den richtigen afraid.org-Parametern füttert ...
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Re: Kleiner IPv6-Workshop

Beitrag von noktanone » 06.12.2013, 15:20

Vielen Dank für deine schnelle Antwort.
Ich glaube Ich habe dich da aber auf die falsche Fährte gelockt.
Ich benutze den QuD FreeDNS Updater und nicht inadyn-mt.

Starte Ich die UpdateIPv6.cmd von Hand zeigt er mit folgendes an:

Code: Alles auswählen

Die IPv6 dieses Rechners ist
Die mit dem Hostname verknuepfte IPv6 ist bereits aktuell.
....
Sollte er mir hier nicht auch die richtige IPv6 anzeigen?

Für mich sieht es derzeit so aus, dass er die IPv6 Adresse nicht auslesen kann, liege Ich da richtig?

Im übrigen ändert er nun auch nicht mehr die IP bei FreeDNS.afraid.org in die IPv4 Adresse um sondern belässt die alte IP dort.

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Re: Kleiner IPv6-Workshop

Beitrag von SpaceRat » 06.12.2013, 16:00

noktanone hat geschrieben:Vielen Dank für deine schnelle Antwort.
Ich glaube Ich habe dich da aber auf die falsche Fährte gelockt.
Ich benutze den QuD FreeDNS Updater und nicht inadyn-mt.
Oh Gott.
noktanone hat geschrieben:Starte Ich die UpdateIPv6.cmd von Hand zeigt er mit folgendes an:

Code: Alles auswählen

Die IPv6 dieses Rechners ist
Die mit dem Hostname verknuepfte IPv6 ist bereits aktuell.
....
Sollte er mir hier nicht auch die richtige IPv6 anzeigen?
Eigentlich schon.
noktanone hat geschrieben:Für mich sieht es derzeit so aus, dass er die IPv6 Adresse nicht auslesen kann, liege Ich da richtig?
Das ist korrekt und kann viele Ursachen haben.
Unter Kennern meiner Scripts bekanntes Phänomen ist, daß sie nicht funktionieren ;)

Ursache ist die, daß ich auf meinem Rechner jede Menge Dienstprogramme aus der Unix-Welt habe (In diesem Fall werden z.B. sed, grep und wget verwendet) und 4NT bzw. Take Command von JPSoft als Kommandozeileninterpreter (CMD.EXE-Ersatz) verwende.
Wann immer ich irgendeines meiner Scripte, welches natürlich bei mir einwandfrei funktioniert, anderen zur Verfügung stelle, muß ich auch immer gucken, daß die auch mit dem werksmäßigen CMD.EXE laufen und alle Dienstprogramme mit dabei sind.

Zudem habe ich das Script auch noch so geschrieben, daß es nur mit IPv6-Adressen von SixXS, KDG, Kabel BW und Unitmedia funktioniert (Damit der nicht irgendwelche sonstwoher stammenden anderen IPv6-Adressen verwendet).

Insgesamt also relativ unzuverlässig.

Schmeiß den QuD FreeDNS-Updater also besser wieder runter (Einfach löschen, nachdem Du "DelTask" durch Doppelklick ausgeführt hast, um die "geplante Aufgabe" zu löschen) und verwende inadyn-mt.
Mit dem später erstellten Paket inadyn-mt für Windows fährst Du besser.

Das ist der originale inadyn-mt, von mir für Windows kompiliert (Das Original-Kompilat läuft nicht mit Windows 64-Bit, meines schon) und etwas stringenterer Konfiguration:

1. Auspacken, z.B. nach C:\Programme\inadyn-mt
2. Die geeignete Konfigurationsdatei (Registry-Datei) anpassen und in die Registry importieren, wie habe ich ja schon beschrieben.
freedns_DualStack.reg ist für echte Dual-Stack-Anschlüsse mit öffentlichen IPv4- und IPv6-Adressen und dementsprechend zwei freedns-Hosts auf einmal.
freedns_IPv6.reg ist für IPv6-only und DS-lite-Anschlüsse
freedns_IPv4.reg ist für IPv4-only-Anschlüsse
3. Danach den inadyn-mt-Dienst durch Doppelklick von install_inadyn-mt_service.bat installieren.
4. Rechner neustarten oder den inadyn-mt-Dienst unter Systemsteuerung -> Verwaltung -> Dienste starten (Doppelklick auf "Dienste.bat" im inadyn-mt-Verzeichnis öffnet ebenfalls die Management-Konsole zur Verwaltung der Dienste)

Auf Rechnern, auf denen die Benutzerkontensteuerung (UAC) von Windows nicht deaktiviert wurde, kann es im 3. und 4. Schritt nötig sein, statt einem Doppelklick einen "Rechtsklick -> Ausführen als Administrator" zu verwenden.
Receiver/TV:
  • Vu+ Duo² 4xS2+2xC / OpenATV 6.1@Samsung 50" Plasma
  • AX Quadbox HD2400 2xS2+2xC / OpenATV 6.1@Samsung 32" TFT
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noktanone
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Re: Kleiner IPv6-Workshop

Beitrag von noktanone » 06.12.2013, 16:22

Danke dir für deine Mühe!
Habe inadyn-mt jetzt installiert. (War ja kein riesen Aufwand bei der super Erklärung ;) )
Weißt du wie oft das Programm die IP aktualisiert?

EDIT:

Die IP wird jetzt wunderbar aktualisiert.

Nun zu dem was Ich eigentlich hiermit bezwecke.
Bis jetzt war der Rechner via VF 16k DSL über das IPv4 Protokoll erreichbar.
Von außen war es möglich darauf zuzugreifen.
Hierbei handelt es sich um einen VLC-Stream und um einen HTTP-Server der eine Website abbildet.

Ich verwende nun bei Unitymedia einen TC7200 und habe bereits eine Portweiterleitung für meinen VLC-Stream Port (Port 8080) und für den HTTP-Server (Port 80) erstellt.
Via IPv6 IP und dem entsprechenden Port kann ich wie gewohnt auf den VLC Stream zugreifen, allerdings nicht mit der konfigurierten freedns Domain.

Beim HTTP-Server funktioniert selbst die Verbindung über die IPv6 Adresse nicht, obwohl die Portweiterleitung eingerichtet ist.

Eine Idee woran das liegen kann?

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Re: Kleiner IPv6-Workshop

Beitrag von SpaceRat » 06.12.2013, 17:10

noktanone hat geschrieben:Weißt du wie oft das Programm die IP aktualisiert?
Ja.
So oft es nötig ist ;)

In den Konfigurationsdateien befindet sich folgender Abschnitt

Code: Alles auswählen

--update_period 60000
Der Wert hinter update_period ist die Zeit in Millisekunden, die zwischen zwei Prüfungen vergeht.
Also gilt:
60000 ms / 1000 ms/s = 60s = 1 Minute

Das ist eigentlich verdammt oft, wenn man berücksichtigt, daß das Präfix bei Kabel-Internet tagelang unverändert bleibt. Da könnte man also locker noch eine 0 anhängen, um 10 Minuten einzustellen.
An sich sollten sogar noch längere Zeiten problemlos möglich sein, da altes und neues Präfix für eine gewisse Zeit gleichzeitig gültig sind.
noktanone hat geschrieben:Bis jetzt war der Rechner via VF 16k DSL über das IPv4 Protokoll erreichbar.
Der Rechner = ?
Betriebssystem?
noktanone hat geschrieben:Ich verwende nun bei Unitymedia einen TC7200 und habe bereits eine Portweiterleitung für meinen VLC-Stream Port (Port 8080) und für den HTTP-Server (Port 80) erstellt.
Die Portweiterleitungen des DK7200 sind irrelevant, die beziehen sich auf IPv4.

Bei IPv6 sind keine Portweiterleitungen im Sinne von Umleitungen wie bei IPv4-NAT mehr nötig, sondern nur Portfreigaben in der IPv6-Firewall. Eine solche hat das DK7200 allerdings nicht, jedenfalls nicht in dem Sinne. Um irgendwas per IPv6 von außerhalb erreichen zu können, muß die IPv6-Firewall im DK7200 komplett ausgeschaltet werden.
noktanone hat geschrieben:Via IPv6 IP und dem entsprechenden Port kann ich wie gewohnt auf den VLC Stream zugreifen, allerdings nicht mit der konfigurierten freedns Domain.
Ich tippe auf ein DNS-Problem, wie immer bei Unitymedia.
Die Unitymedia-DNS-Server sind anscheinend nicht in der Lage, IPv6-only-Hosts aufzulösen. Ändere im DK7200 die DNS-Server in die von Google:
Für IPv4:
8.8.8.8
und
8.8.4.4
sowie für IPv6:
2001:4860:4860::8888
und
2001:4860:4860::8844
noktanone hat geschrieben:Beim HTTP-Server funktioniert selbst die Verbindung über die IPv6 Adresse nicht, obwohl die Portweiterleitung eingerichtet ist.

Eine Idee woran das liegen kann?
Welcher Web-Server und welches Betriebssystem?
Bei Apache und/oder Windows XP kenne ich das Problem schon :)

EVA-01
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Re: Kleiner IPv6-Workshop

Beitrag von EVA-01 » 07.12.2013, 00:51

Ich hab ein neues NAS und hab versucht, nach altbewährter Methode aus deinem Tutorial das Ding in meiner 6320 einzurichten. Es ging... über Tricks. :kratz:

Also: Ich hab damit angefangen, dem NAS in der Auflistung unter "Heimnetz" einen festen Namen zu geben. Dann hab ich bei "Internet" unter Myfritz eine neue Myfritz-Freigabe auf das Teil gebaut. Und jetzt wurde es komisch. Bei den Freigaben war unter IPv4 eine Portfreigabe von MyFritz! zu sehen (die mir nichts nutzt). Nun hab ich unter IPv6 auch eine erwartet - nur dass da eben keine MyFritz-Freigabe war. Sondern eine leere Freigabe auf den Namen meines NAS - mit leerer Interface-ID! Dementsprechend hat das ganze nicht funktioniert. Allerdings hats auch nachdem ich manuell in die von MyFritz! gebaute IPv6-Freigabe unter dem Namen des NAS die Interface-ID eingegeben hab nicht funktioniert. Ich hab's dann zum Laufen gekriegt, aber nur indem ich das Ding überlistet hab...

Ich hab die Freigabe wieder gelöscht. Dann hab ich eine manuelle IPv6-Portfreigabe auf das NAS erstellt. Und DANN hab ich erst die MyFritz-Freigabe gebaut. Und JETZT erst ist unter der IPv6-Freigabenübersicht eine zweite MyFritz!-Freigabe mit der Interface-ID des NAS aufgetaucht. Und nachdem ich die vorher manuell erstellte Port-Freigabe auf das NAS gelöscht hab, funktionierte diese auch. Jetzt frag ich mich nur... wieso?????

conscience
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Re: Kleiner IPv6-Workshop

Beitrag von conscience » 07.12.2013, 06:22

@EVA
Das scheint mir etwas verkompliziert und ungewöhnlich zu sein. Vielleicht hast Du unbewusst das "Richtige" getan :cool:

noktanone
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Re: Kleiner IPv6-Workshop

Beitrag von noktanone » 07.12.2013, 10:16

Der Rechner = ?
Betriebssystem?
Es handelt sich um einen Laptop, genauer gesagt um ein IBM Thinkpad T40 mit Win XP SP3
Um irgendwas per IPv6 von außerhalb erreichen zu können, muß die IPv6-Firewall im DK7200 komplett ausgeschaltet werden.
Die Firewall des TC7200 ist komplett ausgeschaltet.
Die Unitymedia-DNS-Server sind anscheinend nicht in der Lage, IPv6-only-Hosts aufzulösen. Ändere im DK7200 die DNS-Server in die von Google:
Für IPv4:
8.8.8.8
und
8.8.4.4
sowie für IPv6:
2001:4860:4860::8888
und
2001:4860:4860::8844
Das habe Ich gerade einmal versucht.
Ich gehe davon aus, dass diese auch hier eingetragen werden müssen?
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Ich habe die IPv6 IPs dort eingetragen. Allerdings kann mein Rechner dann keine Hosts mehr auflösen. Der DNS Server wird dann anscheinend nicht erreicht?

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Re: Kleiner IPv6-Workshop

Beitrag von SpaceRat » 07.12.2013, 14:59

noktanone hat geschrieben:
Der Rechner = ?
Betriebssystem?
Es handelt sich um einen Laptop, genauer gesagt um ein IBM Thinkpad T40 mit Win XP SP3
Warum der Apache unter XP nur eingeschränkt geht, siehe hier.
noktanone hat geschrieben:
Für IPv4:
8.8.8.8
und
8.8.4.4
sowie für IPv6:
2001:4860:4860::8888
und
2001:4860:4860::8844
Das habe Ich gerade einmal versucht.

Ich habe die IPv6 IPs dort eingetragen. Allerdings kann mein Rechner dann keine Hosts mehr auflösen. Der DNS Server wird dann anscheinend nicht erreicht?
Hast Du ganz sicher die doppelten Doppelpunkte vor dem letzten Teil der IPv6-Adressen übernommen?
2001:4860:4860::8888
steht für
2001:4860:4860:0000:0000:0000:0000:8888

Die Nullblöcke kann man kürzer schreiben:
2001:4860:4860:0:0:0:0:8888
und auch ganz weglassen:
2001:4860:4860::8888

In diesem Fall markieren die direkt aufeinanderfolgenden Doppelpunkte, wo die Nullblöcke weggelassen wurden.

Anscheinend waren die Felder aber vorher leer, also versuche es mal allein mit den IPv4-DNS-Servern von Google.
Wie man den DNS-Server erreicht, also per IPv4 oder IPv6, spielt keine Rolle, die IPv4-DNS-Server von Google können Hosts auch in IPv6-Adressen auflösen.
Receiver/TV:
  • Vu+ Duo² 4xS2+2xC / OpenATV 6.1@Samsung 50" Plasma
  • AX Quadbox HD2400 2xS2+2xC / OpenATV 6.1@Samsung 32" TFT
  • 2xVu+ Solo² / OpenATV 6.1
  • DVBSky S2-Twin PCIe@SyncMaster T240HD (PC)
  • TechniSat SkyStar HD2@17" (2.PC)
Pay-TV: Schwarzfunk, Redlight Elite Superchic, SCT 10, HD-, Sky
Fon: VF Komfort-Classic (ISDN), 2xFritz!Fon C4+Siedle DoorCom Analog@F!B 7390
Internet: UM 1play 100 / Cisco EPC3212+Linksys WRT1900ACS / IPv4 (UM) + IPv6 (HE)
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Re: Kleiner IPv6-Workshop

Beitrag von SpaceRat » 07.12.2013, 15:31

EVA-01 hat geschrieben:Ich hab ein neues NAS und hab versucht, nach altbewährter Methode aus deinem Tutorial das Ding in meiner 6320 einzurichten. Es ging... über Tricks. :kratz:

Also: Ich hab damit angefangen, dem NAS in der Auflistung unter "Heimnetz" einen festen Namen zu geben. Dann hab ich bei "Internet" unter Myfritz eine neue Myfritz-Freigabe auf das Teil gebaut. Und jetzt wurde es komisch. Bei den Freigaben war unter IPv4 eine Portfreigabe von MyFritz! zu sehen (die mir nichts nutzt).
Richtig, die legt MyFritz! trotz DS-lite zusätzlich an, sofern der Port noch nicht anderweitig genutzt wird.
EVA-01 hat geschrieben:Ich hab die Freigabe wieder gelöscht. Dann hab ich eine manuelle IPv6-Portfreigabe auf das NAS erstellt. Und DANN hab ich erst die MyFritz-Freigabe gebaut. Und JETZT erst ist unter der IPv6-Freigabenübersicht eine zweite MyFritz!-Freigabe mit der Interface-ID des NAS aufgetaucht. Und nachdem ich die vorher manuell erstellte Port-Freigabe auf das NAS gelöscht hab, funktionierte diese auch. Jetzt frag ich mich nur... wieso?????
Gut zu wissen.

Wieso es nicht direkt funktioniert hat, weiß ich beim besten Willen nicht, aber ich hatte das selbe Problem bei einem WD MyBook Live eines Bekannten. In der Heimnetzübersicht war die NAS zu sehen, aber in den Details stand keine IPv6-Adresse.
Ich hatte dann schon befürchtet, daß die WD-NAS kein IPv6 kann. Dann mußte ich erst einmal ausknobeln, wie man ssh auf einer WD NAS freischaltet, denn ssh ist da normal deaktiviert und in der GUI nicht sichtbar.

Es geht - nach dem Login auf die NAS - über die URL

Code: Alles auswählen

http://mybooklive.local/UI/ssh
also z.B.

Code: Alles auswählen

http://192.168.1.20/UI/ssh
Mittels ssh eingelogged konnte ich dann über ifconfig sehen, daß die WD NAS durchaus IPv6-fähig ist und auch IPv6-Adressen hatte. Nur wollte die Fritz!Box davon nichts wissen.

Bei mir bzw. dem Bekannten hat es dann geklappt, nachdem ich auf der NAS gezielt ausgehenden IPv6-Traffic verursacht hatte, z.B. per

Code: Alles auswählen

ping6 www.google.com
und sowohl die NAS als auch die Fritz!Box neu gestartet hatte.
Danach war dann für die NAS auch eine IPv6 in der Heimnetzübersicht zu sehen und es konnte auch eine korrekte MyFritz!-Freigabe mit IPv6 erzeugt werden und die funktioniert auch seitdem.

Es scheint also, daß die Fritz!Box die IPv6-Adressen der angeschlossenen Geräte erst erfaßt, wenn diese auch irgendwas über IPv6 machen, was auf einem "geschlossenen" System teilweise ohne ein bißchen Nachhilfe nie passiert.


An sich sogar relativ logisch, da sich die Geräte ihre IPv6 (innerhalb des advertised prefix) ja selber geben. Da die Fritz!Box sie also nicht vergibt, sie aber auch nicht "erraten" kann (Nicht alle Geräte verwenden eine saubere IPv6-Adresse aus Präfix+(modifizierter) EUI-64 (MAC), Stichwort "Privacy Extensions"), muß sie anders davon erfahren und dazu gibt es zwei Möglichkeiten:
- Neighbor Discovery Protocol, welches unter anderem dazu benutzt wird, um doppelte Adressen zu erkennen
- Vergleich der Absendeadressen zwischen Paketen und den sie umgebenden Frames im Heimnetz (Im Frame wird die MAC-Adresse genutzt, im Paket die IP-Adresse)

Entweder die Fritte nutzt letzteren Weg oder manche Geräte implementieren NDP unzureichend.

Wie dem auch sei: Es hilft anscheinend sowohl der Ansatz, der Fritz!Box die Erkennung zu erleichtern (Durch IPv6-Traffic vom/zum noch nicht erkannten Gerät), als auch das "Reinhacken" der Interface-ID. Deine Fritz!Box scheint ja nach der manuellen IPv6-Freigabe die Interface-ID korrekt dem neuen NAS zugeordnet zu haben.
Receiver/TV:
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Re: Kleiner IPv6-Workshop

Beitrag von noktanone » 07.12.2013, 17:00

Webserver/afraid.org Problem
Warum der Apache unter XP nur eingeschränkt geht, siehe hier.
Den Portproxy habe Ich eingerichtet.
Hast Du ganz sicher die doppelten Doppelpunkte vor dem letzten Teil der IPv6-Adressen übernommen?
Also Ich habe die IPv6 DNS Server gerade nochmal mit den ganzen 0-Zeilen eingetragen. Diese wurden dann automatisch auf die von dir angegebenen IPs mit zweifachem Doppelpunkt gekürzt.
Seiten wie Youtube/Google wurden sehr schnell aufgelöst so wie ich es auch vorher gewohnt war.
Alle anderen Internetseiten wie auch dieses Forum/Faebook etc. wurden erst nach ca. 1 Minute laden aufgelöst oder oft sogar überhaupt nicht.

DIe Ipv4 Google DNS Server kann Ich nirgends angeben weil es dafür keine Felder gibt.. Ich nehme an da ich mit DS-Lite ja an IPv6 gebunden bin und kein Dual Stack vorhanden ist.

piotr
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Re: Kleiner IPv6-Workshop

Beitrag von piotr » 07.12.2013, 21:28

SpaceRat hat geschrieben: Ich tippe auf ein DNS-Problem, wie immer bei Unitymedia.
Die Unitymedia-DNS-Server sind anscheinend nicht in der Lage, IPv6-only-Hosts aufzulösen.
Das erkläre mal genauer was Dich zu dieser Annahme bewegt.
Ich kann problemlos IPv6 only Hosts auflösen.
Ändere im DK7200 die DNS-Server in die von Google:
Für IPv4:
8.8.8.8
und
8.8.4.4
sowie für IPv6:
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und
2001:4860:4860::8844
Du schreibst doch selbst, dass es den Google DNS egal ist über welche IP-Protokollversion die Namensauflösung erfolgt.
Warum hier beide Google DNS jeweils als IPv6 und als IPv4 Variante?
An einem DS Lite Anschluss reicht doch eigentlich bereits nur die IPv6 Variante aus.

krutojmax
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Re: Kleiner IPv6-Workshop

Beitrag von krutojmax » 08.12.2013, 01:31

Mal wieder paar Fragen von mir.

- Freunde, die noch IPv4 von Unity haben, sich aber eine IPv6 in der FritzBox einstellen lassen können, können über die IPv6 Adresse des AYIYA-Sixxs Tunnels ohne Probleme auf meinen Rechner zugreifen. Wieso können die, ohne auf die IPv6 des Tunnels sondern direkt die IPv6 des Rechners, nicht darauf zugreifen, während die Freunde, die wie ich IPv6 haben und IPv4 über DS-Lite direkt über die IPv6 des Rechners zugreifen können und keine Probleme haben?

- Freunde, die nur IPv4 haben und keine IPv6 - Einstellung in der Fritz Box haben brauchen ja auch eine IPv6.
Müssen sie sich dazu ebenfalls einen Acc bei Sixxs erstellen lassen und dann ebenfalls einen AYIYA-Tunnel beantragen?
Oder wie löse ich am besten deren Problem, dass sie keine IPv6 haben? :zerstör:

Liebe Grüße,
Max
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Re: Kleiner IPv6-Workshop

Beitrag von SpaceRat » 08.12.2013, 02:39

krutojmax hat geschrieben:Mal wieder paar Fragen von mir.

- Freunde, die noch IPv4 von Unity haben, sich aber eine IPv6 in der FritzBox einstellen lassen können, können über die IPv6 Adresse des AYIYA-Sixxs Tunnels ohne Probleme auf meinen Rechner zugreifen. Wieso können die, ohne auf die IPv6 des Tunnels sondern direkt die IPv6 des Rechners, nicht darauf zugreifen, während die Freunde, die wie ich IPv6 haben und IPv4 über DS-Lite direkt über die IPv6 des Rechners zugreifen können und keine Probleme haben?
Wie? Was?
Beim besten Willen, diese Frage kann ich nicht entziffern.

Das einzige, was ich in der Frage sehe, ist ein Fehler in der Vorgehensweise: In einer Fritz!Box an einem IPv4-Anschluß stellt man einen Heartbeat-Tunnel ein. Ich weiß nicht, ob die Fritz!Box mit AYIYA-Tunneln korrekt arbeitet.

krutojmax hat geschrieben:- Freunde, die nur IPv4 haben und keine IPv6 - Einstellung in der Fritz Box haben brauchen ja auch eine IPv6.
Du meinst Freunde mit anderen Routern, also keiner Fritz!Box?
krutojmax hat geschrieben:Müssen sie sich dazu ebenfalls einen Acc bei Sixxs erstellen lassen und dann ebenfalls einen AYIYA-Tunnel beantragen?
Oder wie löse ich am besten deren Problem, dass sie keine IPv6 haben? :zerstör:
Hängt vom verwendeten Router ab:
Der SixXS-Tunnel ist eigentlich nur in einer Fritz!Box am einfachsten einzurichten, ansonsten ist der 6in4-Tunnel von Hurricane Electric (www.tunnelbroker.net) einfacher einzurichten, wenn es denn überhaupt im Router vorgesehen ist.
Knifte hat einen 6in4-Tunnel in seinem Asus-Router eingerichtet und kann Dir da besser helfen, wenn wir von einem Asus-Router reden.

Wenn der verwendete Router gar keine IPv6-Tunnel unterstützt, dann - aber wirklich erst dann - kommt ein AYIYA-Tunnel direkt auf einem Rechner im Heimnetz in Frage.
Der ist dann allerdings etwas aufwendiger einzurichten, dazu braucht man nämlich den aiccu-Client und das ist eine Konsolenanwendung.

Bei der ganzen Tunnel- und Kontenrequesterei bei SixXS solltest Du übrigens eines ganz dringend beachten:
Niemals ein neues Konto von einem Anschluß aus beantragen, der bereits mit einem SixXS-Tunnel versehen ist. Kommt eine Anfrage für ein neues Konto nämlich von einer SixXS-IPv6 oder von einer IPv4, die SixXS als Tunnelendpunkt kennt, dann werten die das als unzulässiges Mehrfachkonto und sperren ALLE Konten, also das neu beantragte und auch das, von dem aus die Anfrage kommt.
Receiver/TV:
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  • AX Quadbox HD2400 2xS2+2xC / OpenATV 6.1@Samsung 32" TFT
  • 2xVu+ Solo² / OpenATV 6.1
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  • TechniSat SkyStar HD2@17" (2.PC)
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