Kleiner IPv6-Workshop

In vielen Netzen von Unitymedia sind Internet und Telefonie bereits verfügbar.
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Re: Kleiner IPv6-Workshop

Beitrag von Hody » 11.10.2013, 16:50

SpaceRat hat geschrieben:
Hody hat geschrieben:Bin bisher sehr zufrieden damit, was muss ich denn bei WAN Netzwerkvorwahl als Adresse für KabelBW eingeben?
Nix.

Das Teil ist nicht wirklich IPv6-fähig.
Möglicherweise könnte man das Teil dazu überreden, an einem Anschluß mit statischem IPv6-Präfix zu arbeiten (Das man aber bei dt. Providern i.d.R. nicht hat) oder einen 6to4-Kotztunnel aufzubauen, das kann man aber auch genauso gut bleiben und dem PC über-lassen.

Für dynamische Präfixe oder managed tunnel (6in4) taugt das Teil nix.
Und mit "nur von 6 zu 4" und nur "Nur IPv6 einheimisch" kann ich keine IPv6 Verbindung aufbauen?

topmad
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Re: Kleiner IPv6-Workshop

Beitrag von topmad » 12.10.2013, 14:28

Hy

habe den Workshop und bei nslookup erscheint bei mir folgendes:

Server: unknow
Adress: 213.24.116.160

Nicht autorisierende Antwort:
Name: mypc.ps...myfritz.net
Adresse: 2a03:908:d224:1800:4c7d:5966:5b09:a54
Aliases: mypc.chickenkiller.com

Habe eine Fitzbox 6360 Cable und bei afraid auch einen Account.
Kann mir jemand sagen, was ich falsch mache

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Re: Kleiner IPv6-Workshop

Beitrag von SpaceRat » 12.10.2013, 15:45

topmad hat geschrieben:Nicht autorisierende Antwort:
Name: mypc.ps...myfritz.net
Adresse: 2a03:908:d224:1800:4c7d:5966:5b09:a54
Aliases: mypc.chickenkiller.com

Habe eine Fitzbox 6360 Cable und bei afraid auch einen Account.
Kann mir jemand sagen, was ich falsch mache
Wieso falsch?
Sieht doch gut aus.
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Re: Kleiner IPv6-Workshop

Beitrag von Web-Junkie » 12.10.2013, 20:45

Hallo zusammen,

wahrscheinlich kann mir eh keiner helfen, aber ich werfe meine zwei Fragen trotzdem mal in den Raum.

1) Wir hängen in der Firma hinter einem Proxy an einem IPv4-Netz und alle benötigten Ports für sixxs sind gesperrt. Gibt es ggf. eine Möglichkeit sixxs über benutzerdefinierte Ports zu betreiben? Ich habe dazu nichts finden können und gehe daher von einem "Nein" aus.

2) Kann es sein, dass sixxs über das Mobilfunknetz von T-Mobile ebenfalls, wahrscheinlich auf Grund der IP-Adresse aus dem privaten Adressbereich, ebenfalls nicht funktioniert?

Falls beide Fragen wirklich mit "Nein" beantwortet werden müssen, dann hänge ich mit dem IPv6 Anschluss echt blöd in der Luft.

Danke vorweg für Eure Hilfe.

Glück Auf!
Matthias
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Re: Kleiner IPv6-Workshop

Beitrag von SpaceRat » 12.10.2013, 22:46

Web-Junkie hat geschrieben:1) Wir hängen in der Firma hinter einem Proxy an einem IPv4-Netz und alle benötigten Ports für sixxs sind gesperrt. Gibt es ggf. eine Möglichkeit sixxs über benutzerdefinierte Ports zu betreiben? Ich habe dazu nichts finden können und gehe daher von einem "Nein" aus.

2) Kann es sein, dass sixxs über das Mobilfunknetz von T-Mobile ebenfalls, wahrscheinlich auf Grund der IP-Adresse aus dem privaten Adressbereich, ebenfalls nicht funktioniert?
In solch kritischen Fällen sollte man es mit einem Tunnel vom Typ ayiya (Nicht heartbeat) versuchen.
Das steht nicht umsonst für "Anything In Anything" und arbeitet "verbindungslos" (UDP).

Zumindest in Fall 2, also Internet über Mobilfunk und damit eben auch CGN, funktioniert das auch.
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Re: Kleiner IPv6-Workshop

Beitrag von Fiego » 15.10.2013, 10:27

Hallo,

ich habe nach der Anleitung einen myfritz Zugang (FB 6360) und einen dyndns dienst (afraid.org) für meinen Nas (Medion P89631, MD86729) eingerichtet. Allerdings kann weder über die myfritz Addresse noch über die afraid.org Adresse darauf zugreifen (von einem ipv6 Zugang). Aufgefallen ist mir das in der fritzbox beim nas keine Interface id steht. Muss ich noch irgendwas einstellen oder ändern?

Gibt es noch eine andere Möglichkeit einen sixx Tunnel einzurichten? Das beschriebene Menü Zugangsdaten ist bei mir nicht vorhanden.

Danke

Und großes Lob für den Workshop, hat viel geholfen!

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Re: Kleiner IPv6-Workshop

Beitrag von SpaceRat » 15.10.2013, 14:25

Fiego hat geschrieben:ich habe nach der Anleitung einen myfritz Zugang (FB 6360) und einen dyndns dienst (afraid.org) für meinen Nas (Medion P89631, MD86729) eingerichtet. Allerdings kann weder über die myfritz Addresse noch über die afraid.org Adresse darauf zugreifen (von einem ipv6 Zugang). Aufgefallen ist mir das in der fritzbox beim nas keine Interface id steht. Muss ich noch irgendwas einstellen oder ändern?
Es wäre durchaus möglich, daß das NAS kein IPv6 kann. Zutrauen würde ich es Medion.
Das würde auch erklären, wieso die Fritz!Box beim Anlegen einer Freigabe keine Interface-ID dafür anzeigt.
Fiego hat geschrieben:Gibt es noch eine andere Möglichkeit einen sixx Tunnel einzurichten? Das beschriebene Menü Zugangsdaten ist bei mir nicht vorhanden.
Wenn der native Internet-Zugang über IPv6 erfolgt, dann versteckt Unitymedia den Unterpunkt für die IPv6-Zugangsdaten in der Fritz!Box, genauso wie man den IPv4-Zugang grundsätzlich nicht konfigurieren kann.
In diesem Fall dürfte dort auch gar kein Tunnel eingetragen werden, weil man sich ja damit gleichzeitig den nativen Internet-Zugang unter'm Hintern wegziehen würde.
Andererseits braucht man dann aber auch keinen Tunnel, weil man ja eben natives IPv6 hat.

Solltest Du hingegen von einer anderen Fritz!Box 6360 an einem alten, nativen IPv4-Zugang reden:
Dort sollte das Menü für die IPv6-Zugangsdaten eigentlich vorhanden sein, wenn nicht, kann man es durch eine kleine Änderung an der gespeicherten Konfiguration freischalten.

Und nur um das klar zu stellen:
Anders als ein VPN, wie das in der Fritte eingebaute VPN oder OpenVPN, verbindet ein 6in4-Tunnel nicht zwei abgeschlossene LANs/einzelne Rechner miteinander, sondern ein LAN bzw. einen Rechner mit dem Internet, genauer: dem IPv6-Internet.
1. Da die Fritz!Box 6360 an einem aktuellen Unitymedia-Anschluß bereits mit dem IPv6-Internet verbunden ist, braucht sie keinen Tunnel.
2. Der mit einem Tunnel zu versorgende native IPv4-Zugang ist der einzige zu konfigurierende Tunnel-Endpunkt. Der andere Tunnel-Endpunkt sitzt beim Tunnelanbieter und eröffnet der erstgenannten Seite das gesamte IPv6-Internet, also auch aber eben nicht nur den Unitymedia-Zugang aus Punkt 1.
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Re: Kleiner IPv6-Workshop

Beitrag von Fiego » 15.10.2013, 16:32

Also muss der Nas auch ipv6 können?

Hab den Anschluss gerade neu, also natives ipv6?

Wie kann ich von einem ipv4 Zugang zugreifen, wenn das mit dem Tunnel nicht geht?

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Re: Kleiner IPv6-Workshop

Beitrag von SpaceRat » 15.10.2013, 17:42

Fiego hat geschrieben:Also muss der Nas auch ipv6 können?
Ja.
Die gängigen Markengeräte können das auch, bei dem Medion-Teil weiß ich es nicht.
Fiego hat geschrieben:Hab den Anschluss gerade neu, also natives ipv6?
Ja.
Fiego hat geschrieben:Wie kann ich von einem ipv4 Zugang zugreifen, wenn das mit dem Tunnel nicht geht?
Das mit dem Tunnel geht ja.
Der Tunnel muß aber an dem nativen IPv4-Zugang eingerichtet werden, Dein eigener Zugang hat ja schon IPv6 (aber kein von außen erreichbares IPv4) ...

Wenn Du z.B. vom Zugang eines Bekannten oder Verwandten aus auf Dein Heimnetz zugreifen willst und dort gibt es nur IPv4, dann geht das nicht, weil Du Dein Heimnetz nicht per IPv4 erreichen kannst. Über IPv6 geht es aber auch nicht, weil diese Zugänge bei Bekannten/Verwandten kein IPv6 beherrschen.

Anders ausgedrückt: Dein Netz spricht nur Englisch, das Netz, von dem aus Du zugreifen willst, nur Deutsch.
Wenn sich diese beiden Netze verständigen wollen, muß mind. eines davon die Sprache des anderen lernen. Deinem Netz Deutsch, also IPv4, beizubringen ist nur mit unverhältnismäßigem Aufwand möglich (Kostenpflichtige Tunnel, hoher Konfigurationsaufwand). Also bietet es sich an, den anderen Netzen Englisch, also IPv6, beizubringen, denn dafür gibt es kostenlose Sprachkurse (Tunnel, eben SixXS oder Hurricane Electric).

Sobald dort der Tunnel eingerichtet ist, können diese "deutschen" (Also IPv4-) Netze auch mit Engländern (Also IPv6-Gegenstellen) reden, denn sie können ja jetzt auch Englisch. Und das gilt dann eben für alle Engländer (Also auch jeden anderen Unitymedia/KabelBW-Anschluß mit IPv6/DS-lite, die IPv6-Server von Google/Youtube und Facebook, usw. usf.) und nicht nur Dein Heimnetz.
Im Unterschied zu einem VPN-Tunnel, bei dem eine Geheimsprache vereinbart wird, die nur von den beiden Gesprächspartnern (Tunnel-Endpunkten) verstanden werden soll, muß daher der Englischsprachkurs/IPv6-Tunnel auch nur bei demjenigen eingerichtet werden, der nicht schon von Haus aus Englisch bzw. IPv6 kann. Der Engländer kann ja schon Englisch ...


Bei besagten Verwandten und Bekannten sollte es kein großes Problem sein, die nach und nach mit IPv6-Tunneln zu versorgen, insbesondere wenn diese anständige Router wie z.B. Fritz!Boxen ab 7270v2 haben, wo man ganz einfach IPv6-Tunnel eintragen kann. Etwas schwieriger wird es da schon, wenn man sich in häufig wechselnden Netzen aufhält, also z.B. WLAN-Hotspots von Cafes, Restaurants, etc. pp.
Da müßte man sich dann ein entsprechendes Wörterbuch Deutsch<>Englisch, also einen Tunnel, auf dem Gerät mitnehmen, das man dort benutzen möchte.


Anders gesagt;
Dort, wo man Einfluß auf den Zugang nehmen kann, sich häufig aufhält und der verwendete Router diese Möglichkeit bietet, sollte man dafür sorgen, daß IPv6-Tunnel für das ganze Netzwerk eingerichtet werden, dann hat man dort auch immer IPv6, auch wenn man sich mit mitgebrachten Geräten ins Netzwerk einloggt.
Wenn man sich hingegen mit eigenen Geräten (Notebook, Smartphone, Tablet, etc. pp.) öfter in fremden Netzen aufhält (öffentliche WLAN-Hotspots, Mobilfunknetz, ...), dann kann man auch Tunnel direkt auf diesen Geräten vorkonfigurieren, um sie im Bedarfsfall nutzen zu können, wenn das Netz in dem man eingebucht ist keine eigene IPv6-Konnektivität hat.
Gef... ist man allerdings dann, wenn man in fremden Netzen und an fremden Rechnern hantiert, also weder das ganze Netz noch den einzelnen Rechner mit einem Tunnel anbinden kann.

Ich handhabe das so:
Bei Familie, Freunden und bei mir selber richte ich nach Möglichkeit direkt in den Fritz!Box einen SixXS-Tunnel (heartbeat) ein (Bei Asus-Routern würde man einen Hurricane Electric Tunnel nehmen, da diese Router werkseitig nicht mit SixXS-Tunneln arbeiten können).
Auf meinem Smartphone habe ich mittels androiccu ebenfalls einen SixXS-Tunnel (ayiya) eingerichtet, den ich bei Bedarf einfach einschalten kann. In meinem eigenen Heimnetz und in denen der Familie und Freunde hat das Smartphone bereits per WLAN IPv6, somit brauche ich androiccu dort nicht. Bin ich aber unterwegs, also im Mobilfunk oder fremden WLANs, dann kann ich ganz einfach den SixXS-Tunnel über androiccu einschalten und habe ebenfalls IPv6. Über den WLAN-Hotspot des Smartphones oder USB-Tethering kann ich dann auch mein Notebook mit IPv6 versorgen. Natürlich kann ich auch noch einen aiccu/SixXS-Tunnel direkt auf dem Notebook einrichten, das ist aber nicht nötig, solange ich das Notebook über das Smartphone ins Netz bringe.
Zuletzt geändert von SpaceRat am 15.10.2013, 18:10, insgesamt 1-mal geändert.
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Fiego
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Re: Kleiner IPv6-Workshop

Beitrag von Fiego » 15.10.2013, 17:49

Ok. Danke. Dann sollte ich das hinbekommen.

egonbalder
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Re: Kleiner IPv6-Workshop

Beitrag von egonbalder » 16.10.2013, 10:16

Hallo zusammen,

ich komme eigentlich sehr gut zurecht mit dem Workshop und den dort vorgestellten Hinweisen, aber ich habe für mich unerklärliche Probleme bei den IPv6-Freigaben.

Folgendes Szenario:

FritzBox 6360, DS-Lite Anschluss. Ich versuche in meinem Heimnetz von meinem Notebook auf meinen iMac per SSH zuzugreifen. Diesbezüglich bin ich wie folgt vorgegangen:

1. MyFritz-Konto angelegt.
2. Neue MyFritz-Freigabe für meinen iMac mit der Anwendung "HTTPS-Server" erstellt. In der Übersicht der der MyFritz!-Freigaben ist dann das Gerät entsprechend zu sehen. Gerätename imac / MyFritz!-Adresse https://imac.xyz.myfritz.net:443/ / Bezeichnung HTTPS-Server.
3. Bei afraid.org registriert und einen neuen Eintrag angelegt. Als Type CNAME, Bei Destination entsprechend nur den imac.xyz.myfritz.net Teil eingefügt.
4. nslookup meinesubdomain.crabdance.com löst dann auch entsprechend auf imac.xyz.myfritz.net auf - daher gehe ich davon aus, dass hier alles korrekt abläuft.
5. Unter "IPv6-Freigaben" habe ich dann den dort vorhanden Eintrag bearbeitet und weitere Protokolle geöffnet. Und zwar Port 22 für jeweils TCP und UDP (da ich wie gesagt auf SSH zugreifen will). Funktioniert auch hier nach meinem Empfinden ohne Probleme.

Damit sollte ich eigentlich fertig sein und es sollte klappen. Tut es aber nicht.

Ich kann mich aus meinem eigenen Heimnetz nicht per SSH mit meinem iMac verbinden. Mein Verdacht lag zuerst beim DynDNS-Dienst, da ich es zu Beginn immer mit

Code: Alles auswählen

ssh User@meinesubdomain.crabdance.com
probiert hatte. Aber eine Anmeldung per

Code: Alles auswählen

ssh User@imac.xyz.myfritz.net
funktioniert ebenfalls nicht, was mich vermuten lässt, dass dort etwas schiefgegangen ist - aber was?

Zu guter Letzt: Per

Code: Alles auswählen

ssh User@imac.fritz.box
kann ich mich problemlos verbinden, was meinen Verdacht erhärtet dass die MyFritz-Freigabe das Problem ist, da anscheinend die imac.xyz.myfritz.net Adresse nicht richtig aufgelöst wird. Aber warum? Habe ich dort einen Schritt übersehen? Wäre super wenn mir da jemand auf die Sprünge helfen könnte.

Vielen Dank!

Leseratte10
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Re: Kleiner IPv6-Workshop

Beitrag von Leseratte10 » 16.10.2013, 13:52

Per "imac.fritz.box" wird meines Wissens nach die private IPv4-Adresse genutzt.

Kommst du denn mit der direkten IP auf den Server?

(ssh user@2a02:908:...)

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Re: Kleiner IPv6-Workshop

Beitrag von SpaceRat » 16.10.2013, 17:03

egonbalder hat geschrieben:4. nslookup meinesubdomain.crabdance.com löst dann auch entsprechend auf imac.xyz.myfritz.net auf - daher gehe ich davon aus, dass hier alles korrekt abläuft.
Wie sieht das Ergebnis denn aus?

So sollte es in etwa so aussehen:

Code: Alles auswählen

Name:    imac.blahlaber.myfritz.net
Addresses:  2001:4dd0:ff00:affe:c0co:29ff:fe7d:1234
Aliases:  imac.crabdance.com
egonbalder hat geschrieben:Ich kann mich aus meinem eigenen Heimnetz nicht per SSH mit meinem iMac verbinden. Mein Verdacht lag zuerst beim DynDNS-Dienst, da ich es zu Beginn immer mit

Code: Alles auswählen

ssh User@meinesubdomain.crabdance.com
probiert hatte. Aber eine Anmeldung per

Code: Alles auswählen

ssh User@imac.xyz.myfritz.net
funktioniert ebenfalls nicht, was mich vermuten lässt, dass dort etwas schiefgegangen ist - aber was?
Es kommt leider, und das gar nicht mal so selten, vor, daß MyFritz! die IPv6 einer MyFritz!-Freigabe nicht richtig aktualisiert.
Außerdem scheint er die IPv6 auch erst beim nächsten Neustart des freigegebenen Gerätes zu "lernen".

Von daher muß erst einmal sicher sein, daß sich imac.deineafraid-domain über imac.blahlaber.myfritz.net auch wirklich zu einer IPv6 auflösen läßt.

Ich habe das Szenario übrigens mal nachgespielt:
1. Dreck OS X in VMWare Workstation 10.x installiert
2. VMWare-Netzwerk auf "Bridged", so daß mein virtueller Dreck "direkt" an der Fritz!Box zu hängen scheint
3. Dreck OS X erhält auch brav eine lokale IPv4 und eine IPv6 von der Fritz!Box
4. MyFritz!-Freigabe für das neue Gerät "iMac" angelegt
5. afraid.org-CNAME imac.sülz.com auf imac.laber.myfritz.net angelegt.
6. SSH in Dreck OS X unter Systemeinstellungen -> Internet und kommunikationsloser Draht -> Freigabe -> Entfernte Anmeldung aktiviert
7. SSH mittels ZOC geht, sowohl per IPv6 als auch per afraid-Hostname.

Allerdings mußte ich tatsächlich den virtuellen Dreck nach Einrichtung der MyFritz!-Freigabe neu starten, bevor eine Auflösung der myfritz-Adresse auf die IPv6 möglich war.
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Re: Kleiner IPv6-Workshop

Beitrag von egonbalder » 16.10.2013, 18:26

SpaceRat hat geschrieben:
egonbalder hat geschrieben:4. nslookup meinesubdomain.crabdance.com löst dann auch entsprechend auf imac.xyz.myfritz.net auf - daher gehe ich davon aus, dass hier alles korrekt abläuft.
Wie sieht das Ergebnis denn aus?

So sollte es in etwa so aussehen:

Code: Alles auswählen

Name:    imac.blahlaber.myfritz.net
Addresses:  2001:4dd0:ff00:affe:c0co:29ff:fe7d:1234
Aliases:  imac.crabdance.com
Nein, so sieht es nicht aus.

Code: Alles auswählen

Server: 192.168.178.1
Address: 192.168.178.1#53

Non-authorative answer:
blablaimac.crabdance.com
canonical name = blablaimac.xyz.fritz.net
Egal ob ich nur nslookup mache oder nslookup -q=any wie zuvor hier im Thread erwähnt. Evtl. handelt es sich hier aber auch um ein Betriebssystemproblem? Versuche den Zugriff von OS X Lion 10.7.5

In den Netzwerkeinstellungen (vom zugreifenden Notebook) ist unter IPv6 konfigurieren Automatisch eingetragen und neben einem Routerpräfix sind auch zwei 64Bit IPv6-Adressen zu sehen (ich nehme an, eine davon meine globale und die andere meine lokale?). Scheint für mich aber erst einmal zu stimmen.

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Re: Kleiner IPv6-Workshop

Beitrag von SpaceRat » 16.10.2013, 19:07

egonbalder hat geschrieben:

Code: Alles auswählen

Server: 192.168.178.1
Address: 192.168.178.1#53

Non-authorative answer:
blablaimac.crabdance.com
canonical name = blablaimac.xyz.fritz.net
Also kurz und knapp:

Der Lookup ergibt lediglich, daß blablaimac.crabdance.com ein Alias (CNAME) von blablaimac.xyz.fritz.net ist, mehr nicht. Also vor allem keine dazugehörige IP-Adresse.
Du kannst Dich zur Überprüfung mal direkt auf http://www.myfritz.net einloggen (Vor dem Login "Mehr -> Geräteübersicht" auswählen), um nachzusehen, ob es einfach nur am auflösenden Rechner liegt. Wenn Du auf http://www.myfritz.net den iMac mit einer IPv6 siehst, auf dem zugreifenden Rechner aber nicht, hat der zugreifende Rechner ein Problem. Wenn auch auf MyFritz! der iMac nicht mit IPv6 aufgeführt wird, liegt es an der MyFritz!-Freigabe oder dem iMac selber.

Um Probleme der Fritz!Box auszuschließen, könntest Du ausprobieren:
  • Den iDreck runterfahren/ausschalten.
  • Mittels eines anderen Rechners den iDreck komplett aus der Fritte löschen:
    • aus der Übersicht der Netzwerkgeräte in der Fritz!Box
    • die MyFritz!-Freigabe
    • sofern danach noch vorhanden auch noch übrig gebliebene Portfreigaben (IPv4 und IPv6) auf den iDreck
  • den iDreck hochfahren, damit die Fritz!Box ihn wieder kennenlernt
  • MyFritz!-Freigabe für den iDreck neu anlegen.
  • iDreck neu starten
Wenn es dann immer noch nicht geht, in der Übersicht über die Geräte im Heimnetz nachsehen, ob der iMac überhaupt eine IPv6 bezieht. Das sieht man, wenn man in die Detailansicht geht, also das Notizbuch neben dessen Eintrag in der Liste anklickt.
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JoVo
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Re: Kleiner IPv6-Workshop

Beitrag von JoVo » 16.10.2013, 20:28

egonbalder hat geschrieben: Nein, so sieht es nicht aus.

Code: Alles auswählen

Server: 192.168.178.1
Address: 192.168.178.1#53

Non-authorative answer:
blablaimac.crabdance.com
canonical name = blablaimac.xyz.fritz.net
Egal ob ich nur nslookup mache oder nslookup -q=any wie zuvor hier im Thread erwähnt. Evtl. handelt es sich hier aber auch um ein Betriebssystemproblem? Versuche den Zugriff von OS X Lion 10.7.5

In den Netzwerkeinstellungen (vom zugreifenden Notebook) ist unter IPv6 konfigurieren Automatisch eingetragen und neben einem Routerpräfix sind auch zwei 64Bit IPv6-Adressen zu sehen (ich nehme an, eine davon meine globale und die andere meine lokale?). Scheint für mich aber erst einmal zu stimmen.
Ich kämpfe im Moment auch noch mit der Erreichbarkeit meines Netzwerkes von außen über IPv6.
Einige Erkenntnisse sind für dich vielleicht auch hilfreich:

nslookup ist unter Mac OS X vielleicht nicht mehr die beste Option (vgl http://blog.smalleycreative.com/linux/n ... -and-host/).

Versuche mal den host Befehl.

Damit bekomme ich bei mir auch die zugewiesene IPv6 Adresse raus.
Aus einem IPv6 Netz kann ich meine Netzwerkgeräte auch erreichen.
Jetzt muß ich es noch schaffen, sie auch aus einem IPv4 Netz zu erreichen. Das nehm ich mir mal für's Wochenende vor.

egonbalder
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Re: Kleiner IPv6-Workshop

Beitrag von egonbalder » 16.10.2013, 23:52

@JoVo:

Danke für den Tipp mit host. Dort bekomme ich dann auch eine zufriedenstellende Antwort:

Code: Alles auswählen

blablaimac.crabdance.com is an alias for blablaimac.xyz.myfritz.net.
blablaimac.xyz.myfritz.net has IPv6 address 2a02:usw:usf
Wäre super wenn du uns auch noch informieren könntest, wenn deine weiteren Aktivitäten von Erfolg gekrönt sind!

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ssh User@2a02:usw:usf
war nicht von Erfolg gekrönt. "Host is down".

Habe dann SpaceRats Tipps verfolgt.
Auf http://www.myfritz.net vom Notebookk eingeloggt. Konnte dort den iMac sehen mit einer IPv6 (exakt die, die beim obigen host Befehl ausgespuckt wurde) und auch der entsprechenden myfritz.net-Adresse.

Ein Check vom Notebook auf http://test-ipv6.com/ brachte auch keine Störungen zu Tage. 10/10. Keine negativen Hinweise.

Also dann den iMac heruntergefahren. Komplett aus der Fritz!Box gelöscht. iMac hochgefahren.
MyFritz! und IPv6 Freigaben erstellt für Port 22. Eintrag bei afraid.org aktualisiert - was nicht nötig war, da die myfritz.net-Adresse die gleiche blieb. Ein blick per host blablaimac.crabdance.com zeigte, dass die IPv6-Adresse sich aber geändert hatte.

Dann der erneute Versuch mit

Code: Alles auswählen

ssh User@blablablaimac.crabdance.com
Und siehe da: Es funktioniert! :D

Eine Erklärung habe ich keine, aber essentiell war eventuell das Löschen aus der Netzwerkgeräteliste (das hatte ich zuvor noch nicht ausprobiert gehabt). Danke jedenfalls an alle Beteiligten für die vielen Ratschläge!

timo2607
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Re: Kleiner IPv6-Workshop

Beitrag von timo2607 » 19.10.2013, 21:03

Hallo zusammen,

erstmal vielen Dank für diese Anleitung, klasse Arbeit!

Ich hänge nun allerdings ein einer Stelle! Die Adresse https://blabla.blabla.myfritz.net:5001/ ist aus meinen Netz nun erreichbar, dass ist ja schonmal ein Teilerfolg!

Das Problem ist nun die CNAME Adresse von bla.crabdance.com. Darüber ist die o.g Adresse nicht aufrufbar. Auch nicht in den verschiedensten Ausführungen:

bla.crabdance.com
bla.crabdance.com:5001
https://bla.crabdance.com:5001
etc...

Angezeigt wird mir beim nslookup genau das, was in dem Guide stehen sollte!

Habe ich vll. noch irgendwas wichtiges vergessen?
Hat jemand einen Tipp?

marty7
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Re: Kleiner IPv6-Workshop

Beitrag von marty7 » 20.10.2013, 13:18

Super gemacht.Testen konnte ich es leider noch nicht.Aber ist unter FAV schon mal gespeichert :super:
Danke :super:
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krutojmax
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Re: Kleiner IPv6-Workshop

Beitrag von krutojmax » 18.11.2013, 21:57

Vielen Dank für den Workshop.
Es hat fast alle meine Fragen / Probleme beantwortet.

Ich bin jedoch leicht verwirrt und weiß nicht, ob ich alles richtig verstanden / eingerichtet habe.

Folgendes:
- FritzBox 6360 mit IPv4 über DS Lite
- Virtualisierungsserver mit Win7 und XAMPP
- Homepage in XAMPP eingerichtet / freigegeben
- Ports in der FritzBox soweit freigegeben (Port 80 bei V4 und V6 an den Rechner, wo XAMPP läuft)
- SIXXS Acc gemacht, AYIYA Tunnel angefordert, alles erhalten
- Unter Win7 alles installiert, AICCU läuft

Soweit so gut. Ich muss doch jetzt die Gegenstelle, die mit einer IPv4 versucht auf meine Homepage zuzugreifen, mit einer V6 "versorgen", damit die "Kommunikation" zwischen IPv4 und IPv6 funktioniert, oder?

Wenn ich jetzt z.B. die IPv6 des Tunnels im Browser eingebe, erreiche ich meine Seite, ist ja auch logisch, da ich erstens im Netzwerk bin und zweitens eine IPv6 bereits besitze, somit merke ich wenig von.
Wenn aber andere User mit einer IPv4 darauf zugreifen möchten, erreichen sie nichts.

Was fehlt mir / was hab ich falsch gemacht.


Ich hoffe, dass mir einer helfen kann und bedanke mich im Voraus. :)

Lg,
Max
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Re: Kleiner IPv6-Workshop

Beitrag von SpaceRat » 19.11.2013, 17:59

krutojmax hat geschrieben:Soweit so gut. Ich muss doch jetzt die Gegenstelle, die mit einer IPv4 versucht auf meine Homepage zuzugreifen, mit einer V6 "versorgen", damit die "Kommunikation" zwischen IPv4 und IPv6 funktioniert, oder?
Ob das Deine Aufgabe ist oder nicht, hängt ja davon ab, ob Du auch die Gegenstelle bist oder aber Du Dich dieser verpflichtet fühlst ... :hammer:
krutojmax hat geschrieben:Wenn ich jetzt z.B. die IPv6 des Tunnels im Browser eingebe, erreiche ich meine Seite, ist ja auch logisch, da ich erstens im Netzwerk bin und zweitens eine IPv6 bereits besitze, somit merke ich wenig von.
Wenn aber andere User mit einer IPv4 darauf zugreifen möchten, erreichen sie nichts.

Was fehlt mir / was hab ich falsch gemacht.
Dir fehlt nichts, nur der IPv4-only-Gegenstelle, die Dich zu erreichen versucht:

Wenn ich nach Hamburg will, dann muß ich mich ja auch darum kümmern, wie ich das anstelle.
Normalerweise kommt der Hund nämlich zum Knochen und nicht umgekehrt.
Prinzipiell liegt es an demjenigen, der die IPv6-Seite erreichen will, wie er das macht.
In dem Moment, in dem Du die bei Dir laufenden Dienste über IPv6 erreichbar gemacht hast, hast Du bereits alles getan, was von Deiner Seite aus nötig ist, um den Knochen für den Hund erreichbar zu machen.

Ich habe es schon mehrfach angesprochen:
Der grundlegende Punkt zur Lösung der Probleme mit IPv6 ist der, einzusehen, daß es nicht der DS-lite-Anschluß ist, der verkrüppelt ist, sondern der IPv4-only-Anschluß.
Keine Arme = keine Kekse, keine IPv6-Konnektivität = keine Erreichbarkeit von IPv6-Seiten.

Daß ich überhaupt beschreibe, wie man einen 6in4- bzw. SixXS-Tunnel einrichtet, hat damit zu tun, daß man nicht selten selber der Knochen und der Hund in Personalunion ist.
Zum Beispiel kann Dein Web-Server, NAS oder Enigma-Receiver zuhause der Knochen sein, während Du gleichzeitig auch der Hund bist, der den Knochen von seinem Smartphone aus von unterwegs erreichen können will.

Da das Problem der IPv4-only-Anschluß ist, muß es auch dort gelöst werden, indem der Anschluß auf Dual-Stack aufgerüstet wird und genau dazu kann man einen 6in4-/SixXS-Tunnel nutzen, wenn der Anschluß-Anbieter kein Dual-Stack ermöglicht.

Oder anders:
Den Tunnel hat derjenige einzurichten, der den kastrierten (IPv4-only) Anschluß hat.
Receiver/TV:
  • Vu+ Duo² 4xS2+2xC / OpenATV 6.1@Samsung 50" Plasma
  • AX Quadbox HD2400 2xS2+2xC / OpenATV 6.1@Samsung 32" TFT
  • 2xVu+ Solo² / OpenATV 6.1
  • DVBSky S2-Twin PCIe@SyncMaster T240HD (PC)
  • TechniSat SkyStar HD2@17" (2.PC)
Pay-TV: Schwarzfunk, Redlight Elite Superchic, SCT 10, HD-, Sky
Fon: VF Komfort-Classic (ISDN), 2xFritz!Fon C4+Siedle DoorCom Analog@F!B 7390
Internet: UM 1play 100 / Cisco EPC3212+Linksys WRT1900ACS / IPv4 (UM) + IPv6 (HE)
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Re: Kleiner IPv6-Workshop

Beitrag von krutojmax » 19.11.2013, 18:17

SpaceRat hat geschrieben: Ob das Deine Aufgabe ist oder nicht, hängt ja davon ab, ob Du auch die Gegenstelle bist oder aber Du Dich dieser verpflichtet fühlst ... :hammer:
Naja :) ich möchte ja, dass die Gegenstelle (IPv4 only) mich erreicht. :D
SpaceRat hat geschrieben:Da das Problem der IPv4-only-Anschluß ist, muß es auch dort gelöst werden, indem der Anschluß auf Dual-Stack aufgerüstet wird und genau dazu kann man einen 6in4-/SixXS-Tunnel nutzen, wenn der Anschluß-Anbieter kein Dual-Stack ermöglicht.

Oder anders:
Den Tunnel hat derjenige einzurichten, der den kastrierten (IPv4-only) Anschluß hat.
Danke auf jeden Fall erst mal für alles.
Da ich aber weiß, dass meine Freunde / Bekannte nichts an ihrem System / an ihrer Verbindung verändern möchten, dachte ich, dass ich mich um alles kümmere, damit es funktioniert.

Anders ausgedrückt: Gibt es irgendwie eine Möglichkeit mich (IPv6, v4 über DS Lite Tunnel) von außen (keine IPv6, v4 only) erreichbar zu machen und das ohne, dass die, die zugreifen, etwas installieren / verändern müssen?

Ich dachte mit irgendeinem SIXXs Tunnel könnte ich das schaffen, jedoch habe ich anscheinend falsch gedacht.

Lg, Max
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Re: Kleiner IPv6-Workshop

Beitrag von SpaceRat » 19.11.2013, 19:09

krutojmax hat geschrieben:
SpaceRat hat geschrieben:Ob das Deine Aufgabe ist oder nicht, hängt ja davon ab, ob Du auch die Gegenstelle bist oder aber Du Dich dieser verpflichtet fühlst ... :hammer:
Naja :) ich möchte ja, dass die Gegenstelle (IPv4 only) mich erreicht. :D
Dann mußt Du sie auf Dual-Stack aufrüsten.
Wenn ich mich um die Anschlüsse in der Familie, bei Freunden und Bekannten kümmere, dann mache ich das grundsätzlich von vornherein gleich mit.
krutojmax hat geschrieben:
SpaceRat hat geschrieben:Da das Problem der IPv4-only-Anschluß ist, muß es auch dort gelöst werden, indem der Anschluß auf Dual-Stack aufgerüstet wird und genau dazu kann man einen 6in4-/SixXS-Tunnel nutzen, wenn der Anschluß-Anbieter kein Dual-Stack ermöglicht.

Oder anders:
Den Tunnel hat derjenige einzurichten, der den kastrierten (IPv4-only) Anschluß hat.
Da ich aber weiß, dass meine Freunde / Bekannte nichts an ihrem System / an ihrer Verbindung verändern möchten, dachte ich, dass ich mich um alles kümmere, damit es funktioniert.

Anders ausgedrückt: Gibt es irgendwie eine Möglichkeit mich (IPv6, v4 über DS Lite Tunnel) von außen (keine IPv6, v4 only) erreichbar zu machen und das ohne, dass die, die zugreifen, etwas installieren / verändern müssen?
Prinzipiell schon:
Es gibt natürlich auch Tunnel mit denen man einem DS-lite-Anschluß eine öffentliche IPv4 verschafft.
Der Einrichtungsaufwand ist allerdings erheblich höher und die kosten zudem auch noch etwas.
krutojmax hat geschrieben:Ich dachte mit irgendeinem SIXXs Tunnel könnte ich das schaffen
Kannst Du ja auch, aber den Tunnel braucht derjenige, der noch kein IPv6 hat und es auch von seinem Anbieter nicht kriegen kann:

- Telekom AllIP-Anschlüsse (Also Telefonie über Internet statt analog/ISDN) sind Dual-Stack-tauglich.
- An Vodafone-Anschlüssen läßt sich auch ohne Anmeldung ein 6rd-Tunnel aufbauen
- NetCologne fährt Dual Stack im Testbetrieb (Kostenlose Anmeldung erforderlich)

An diesen Anschlüssen genügt es, in einer ggf. vorhandenen Fritz!Box unter "Zugangsdaten -> IPv6" IPv6 zu aktivieren:
  • IPv6-Unterstützung
    [X] Unterstützung für IPv6 aktiv
  • (*) Immer eine native IPv4-Anbindung nutzen (empfohlen)
Mit diesen Einstellungen nutzt die Fritz!Box den nativen Dual Stack an Telekom- und NetCologne-Anschlüssen bzw. findet und nutzt den 6rd-Server bei Vodafone.
Andere Router mit IPv6-Unterstützung wären analog dazu zu konfigurieren.

Ausprobieren kann man es natürlich auch an anderen Anschlüssen, aber bisher sieht es eher mau aus.

Wenn das nicht geht, dann ist der SixXS- oder Hurricane Electric-Tunnel mit Sicherheit die bessere Wahl:
+ Er ist kostenlos
+ Er kann in allen aktuellen Fritz!Boxen einfach eingerichtet werden und wird danach auch durch die eingebaute Firewall abgesichert (Empfohlen: SixXS-Tunnel, weil einfacher einzurichten)
+ Ein 6in4-Tunnel wie Hurricane Electric ist auch in diversen anderen Routern relativ einfach einzurichten
+ Er verschafft den damit versorgten Netzen uneingeschränkten Zugriff auf das IPv6-Internet, nicht nur auf Deinen Rechner
- Er muß auf allen IPv4-only-Zugängen eingerichtet werden, die Zugriff über IPv6 erhalten sollen und dies nicht vom Provider selber kriegen können

Demgegenüber sähe es mit einem Tunnel auf Deinem Server so aus:
- Kostet Geld (z.B. uVPN oder Portunity)
- Erhöhter Konfigurationsaufwand (Man muß ein geeignetes Gerät als Tunnelendpunkt einrichten, das zumindest immer dann läuft, solange der Tunnel benötigt wird)
- Der Tunnel wird, selbst wenn er auf einem modifizierten Router (Freetz, DD-WRT,..) betrieben wird, nicht durch die vorhandene Firewall und Funktionalität für Port-Freigaben erfaßt
+ Einmalig eingerichtet, ermöglicht er es allen IPv4-only-Gegenstellen, auf die freigegebenen Dienste zuzugreifen und nicht nur einer.

Jetzt wägen wir einmal den einzigen Nachteil der IPv6-Tunnel-Lösung auf den Clients gegenüber der einer IPv4-Tunnel-Lösung auf dem Server ab:
Die Anzahl der IPv6-/DS-lite- und auch Dual Stack Anschlüsse steigt stetig. Das bedeutet für die Inhaber der bisherigen IPv4-only-Gegenstellen, daß auch die Wahrscheinlichkeit, in Zukunft weitere IPv6-Hosts erreichen können zu müssen, ansteigt. Früher oder später wird dann auch ein IPv6-Host dabei sein, der nicht einsieht, für die Erreichbarkeit von verkrüppelten Anschlüssen aus zu sorgen, so daß der IPv4-only-Nutzer den IPv6-Tunnel sowieso braucht. Gleichzeitig wird es auch immer weniger IPv4-only-Anschlüsse geben, die dazu noch einen Tunnel benötigen, was die Motivation des IPv6-Hosts, für den Rest sein eigenes Geld auszugeben, noch weiter senken wird.

D.h. über den weiteren Zeitverlauf betrachtet, wird der Vorteil der IPv4-Tunnel-Lösung immer geringer.
Wenn Du Dir also einen IPv4-Tunnel gegen Bezahlung zulegst, dann doktert das nur an den Symptomen herum, löst aber nicht das Problem.

Würdest Du Dir einen eigenen Wald zum Abholzen kaufen, damit Du für ein paar Bekannte mit Holzvergaser-Autos Brennholz bereithalten kannst, weil die Dich nicht besuchen können, da es kaum Tankstellen mit Brennholz im Umkreis Deines Wohnortes gibt?
Exakt das selbe tust Du, wenn Du Dich mit einem solchen kostenpflichtigen, schwierig aufzusetzenden Tunnel abmühst, damit die Leute keinen Finger krumm machen müssen, wenn deren Anschluß ein Problem hat.
Receiver/TV:
  • Vu+ Duo² 4xS2+2xC / OpenATV 6.1@Samsung 50" Plasma
  • AX Quadbox HD2400 2xS2+2xC / OpenATV 6.1@Samsung 32" TFT
  • 2xVu+ Solo² / OpenATV 6.1
  • DVBSky S2-Twin PCIe@SyncMaster T240HD (PC)
  • TechniSat SkyStar HD2@17" (2.PC)
Pay-TV: Schwarzfunk, Redlight Elite Superchic, SCT 10, HD-, Sky
Fon: VF Komfort-Classic (ISDN), 2xFritz!Fon C4+Siedle DoorCom Analog@F!B 7390
Internet: UM 1play 100 / Cisco EPC3212+Linksys WRT1900ACS / IPv4 (UM) + IPv6 (HE)
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Re: Kleiner IPv6-Workshop

Beitrag von myshad » 03.12.2013, 09:11

Mal ne ganz kurze, wohlmöglich blöde Frage ohne hier alles durchlesen zu müssen.

Wenn ich jetzt von 3Play 32 mit IPv4 auf 3Play 150 (mit Ipv6?) wechsle hab ich dann irgendwelche Nachteile? Im Grunde will ich nur normal im Netz surfen, natürlich runter- und hochladen, Online zocken (Battlefield 4 etc.) und auch selbst streamen (twitch).

Gibt es diesbezüglich irgendwelche Nachteile? Ich les immer nur das viele Leute keine Lust auf Ipv6 haben und kann das nicht so ganz nachvollziehen
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Re: Kleiner IPv6-Workshop

Beitrag von Knifte » 03.12.2013, 10:28

Beim Onlinezocken insbesondere mit Battlefield 4 kann es schon zu Problemen kommen. Battlefield 4 scheint mit IPv6 besondere Probleme zu haben. Guck dazu am besten im Battlelog Forum mal nach Rubberbanding.

Aber als Bestandskunde kannst du ja auf IPv4 bestehen. Allerdings wirst du wohl ein anderes Modem bekommen, aber das könnten wir dir auch genau sagen, wenn du uns Hersteller und Modellnummer des Modems gibst.
Viele Grüße

Knifte
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