Sonderkündigungsrecht bei schlechter Leitung?

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Moses
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Re: Sonderkündigungsrecht bei schlechter Leitung?

Beitrag von Moses » 26.03.2013, 09:12

Bei den Speedtests zu KabelBW und UPC bist du in genau derselben Argumentationsfalle, wie bei allem anderen, was nicht im UM Netz direkt liegt. Kannst du versuchen zu argumentieren, UM kann aber einfach sagen, wäre nicht in deren Einflussbereich und fertig. Das einzige, was da m.E. hilft ist Geschwindigkeitstests (entweder hübsch bunt oder FTP) von möglichst vielen verschiedenen Quellen zu machen und zu dokumentieren, dass keiner davon ordentliche Werte liefert.

conscience
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Re: Sonderkündigungsrecht bei schlechter Leitung?

Beitrag von conscience » 26.03.2013, 10:54

Eine andere Möglichkeit, die ich sehe, ist folgende: sich schriftlich an Unitymedia zu wenden, dabei genau schildern, wie es zu dem GK Tarif gekommen ist und dabei zu unterstreichen, dass man die Geschwindigkeit nicht erreichen kann. Um dann eventuell in einen PK Tarif zu wechseln, damit von von den Kosten runter kommt.

Das wäre meines Erachtens allerdings reine Kulanz seitens Unitymedia.
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piotr
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Re: Sonderkündigungsrecht bei schlechter Leitung?

Beitrag von piotr » 26.03.2013, 16:08

Moses hat geschrieben:Bei den Speedtests zu KabelBW und UPC bist du in genau derselben Argumentationsfalle, wie bei allem anderen, was nicht im UM Netz direkt liegt.
Noe, nicht wirklich.

Seit 2012 sind die von mir genannten Unternehmen alle im selben Konzern.
Und das zeigen UM und KBW sehr deutlich in ihrem Auftreten, indem sie sich mit demselben Logo schmuecken, die Markenbezeichnung in derselben Schriftart darstellen, dieselbe GF haben und auch so gut wie einheitliche Produkte haben.


UM moechte gern in der Profiliga spielen, dann sollte UM beim Speedtest schon unterscheiden koennen ob es sich um einen im eigenen Konzern handelt oder nicht...

Es muss mich hier als Kunde nicht interessieren, wie die einzelnen Marken im UM KBW Konzern miteinander verbunden sind.

Genausowenig wie die einzelnen Verbindungen von UM KBW zum Eigentuemer Liberty Global bzw. zu anderen Unternehmen im selben Konzern sind.
Das ist auch alles eine Suppe.

eazrael
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Re: Sonderkündigungsrecht bei schlechter Leitung?

Beitrag von eazrael » 26.03.2013, 17:54

Das ist leider alles nur Kulanz, aber wenn UM nichtmal ne ordentliche Verbindung ins konzerneigene Nachbarnetz hinkriegt, wird's zu anderen wohl kaum besser sein. Wobei man zig Argumente für und wider finden könnte.
Ich hab mir bei sowas mittlerweile schon fast angewöhnt zu erwähnen dass ich solche Sachen in Blogs, Foren und Communities als Erfahrungsbericht verbreiten werde. Ist vielleicht das einzige was einem als Kunde noch bleibt. Schlechte Mund-zu-Mundpropaganda. Wird aber eh in der untersten Supportebene rausgefiltert.
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jcoder
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Re: Sonderkündigungsrecht bei schlechter Leitung?

Beitrag von jcoder » 26.03.2013, 20:34

Ich würde als erstes einen Widerruf schreiben, in dem ich darauf verweise, dass mir dieser Vertrag als Privatkunden angeboten wurde, um die IPv6/D-Lite-Problematik zu umgehen, ich diesen Vertrag als Privatkunde abgeschlossen habe und damit "§312d BGB - Widerrufsrecht bei Fernabsatzverträgen" Anwendung findet.

Sollte Unitymedia dem nicht zustimmen, kannst Du immer noch entscheiden, wie Du weiter vorgehst.

TOMillr
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Re: Sonderkündigungsrecht bei schlechter Leitung?

Beitrag von TOMillr » 26.03.2013, 22:06

jcoder hat geschrieben:Ich würde als erstes einen Widerruf schreiben, in dem ich darauf verweise, dass mir dieser Vertrag als Privatkunden angeboten wurde, um die IPv6/D-Lite-Problematik zu umgehen, ich diesen Vertrag als Privatkunde abgeschlossen habe und damit "§312d BGB - Widerrufsrecht bei Fernabsatzverträgen" Anwendung findet.
Genau den Weg bin ich jetzt auch gegangen und habe eine "Kündigungsbestätigung" erhalten. Werde morgen mal die Hotline anrufen und die Sache klären.

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Re: Sonderkündigungsrecht bei schlechter Leitung?

Beitrag von TOMillr » 03.04.2013, 08:16

jcoder hat geschrieben:Ich würde als erstes einen Widerruf schreiben, in dem ich darauf verweise, dass mir dieser Vertrag als Privatkunden angeboten wurde, um die IPv6/D-Lite-Problematik zu umgehen, ich diesen Vertrag als Privatkunde abgeschlossen habe und damit "§312d BGB - Widerrufsrecht bei Fernabsatzverträgen" Anwendung findet.

Sollte Unitymedia dem nicht zustimmen, kannst Du immer noch entscheiden, wie Du weiter vorgehst.
So, nachdem ich auf meinen Widerruf letzten Monat eine "Kündigungsbestätigung" erhalten habe, in dem mir die Deaktivierung zum 20.03.2013 bestätigt worden war, habe ich heute ein weiteres Schreiben erhalten. Darin teilt mir Unitymedia mit, dass für Geschäftskundenverträge kein Widerrufsrecht besteht.

Wetter
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Re: Sonderkündigungsrecht bei schlechter Leitung?

Beitrag von Wetter » 03.04.2013, 14:06

TOMillr hat geschrieben:
jcoder hat geschrieben:Ich würde als erstes einen Widerruf schreiben, in dem ich darauf verweise, dass mir dieser Vertrag als Privatkunden angeboten wurde, um die IPv6/D-Lite-Problematik zu umgehen, ich diesen Vertrag als Privatkunde abgeschlossen habe und damit "§312d BGB - Widerrufsrecht bei Fernabsatzverträgen" Anwendung findet.

Sollte Unitymedia dem nicht zustimmen, kannst Du immer noch entscheiden, wie Du weiter vorgehst.
So, nachdem ich auf meinen Widerruf letzten Monat eine "Kündigungsbestätigung" erhalten habe, in dem mir die Deaktivierung zum 20.03.2013 bestätigt worden war, habe ich heute ein weiteres Schreiben erhalten. Darin teilt mir Unitymedia mit, dass für Geschäftskundenverträge kein Widerrufsrecht besteht.
Ist ja auch logisch, TOMillr schrieb extra "Für Privatkunden" - du hast ein Geschäftskundenvertrag - das da die § anders liegen, ist nicht neu.
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jcoder
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Re: Sonderkündigungsrecht bei schlechter Leitung?

Beitrag von jcoder » 03.04.2013, 18:24

Wetter hat geschrieben: Ist ja auch logisch, TOMillr schrieb extra "Für Privatkunden" - du hast ein Geschäftskundenvertrag - das da die § anders liegen, ist nicht neu.
Logisch ist daran nichts- höchstens, bei dem Bild, dass ich mir von Unitymedia machen durfte, Erwartungskonform.

Unitymedia bietet diese ursprünglich für Geschäftskunden vorgesehenen Verträge bewusst und vorsätzlich Privatkunden an.

Privatkunden stehen aber unter einem höheren Schutz als Geschäftskunden. Dieser Schutz lässt sich nicht einfach vertraglich aushebeln.

Wenn Du Rechtsschutzvesrchert bist, kostet es Deinen Anwalt wahrscheinlich nur ein nett formuliertes Schreiben, um UM das klar zu machen. Wenn nicht, dürfte es über einen Anruf oder ein Schreibens der für Dich zuständigen Verbraucherschützer zu regeln sein.
Das kostet Dich ca. eine Monatsgebühr für Deinen Business-Vertrag. Ich denke, das lohnt sich auf jeden Fall.

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Re: Sonderkündigungsrecht bei schlechter Leitung?

Beitrag von conscience » 03.04.2013, 18:54

jcoder hat geschrieben:Unitymedia bietet diese ursprünglich für Geschäftskunden vorgesehenen Verträge bewusst und vorsätzlich Privatkunden an.
Beweise?
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jcoder
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Re: Sonderkündigungsrecht bei schlechter Leitung?

Beitrag von jcoder » 03.04.2013, 19:42

conscience hat geschrieben:
jcoder hat geschrieben:Unitymedia bietet diese ursprünglich für Geschäftskunden vorgesehenen Verträge bewusst und vorsätzlich Privatkunden an.
Beweise?
s.o.

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Re: Sonderkündigungsrecht bei schlechter Leitung?

Beitrag von conscience » 03.04.2013, 19:53

Also keine Bewiese für deine Aussage vorhanden.
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jcoder
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Re: Sonderkündigungsrecht bei schlechter Leitung?

Beitrag von jcoder » 03.04.2013, 21:09

conscience hat geschrieben:Also keine Bewiese für deine Aussage vorhanden.
Wir reden in diesem Thread von einem konkreten Fall, in dem es exakt so geschehen ist.

Wenn Du niemandem unterstellen möchtest, dass er lügt, sollte das wohl reichen:
TomMillr hat geschrieben: Habe nie einen Gewerbeschein vorzeigen müssen. Bin auch erst bei der Business-Hotline gelandet nachdem ich wegen der ip4 Geschichte meine 3play Bestellung widerrufen hatte.
Und wenn Du es doch tuen möchtest, gibt es in diesem Forum einige Berichte von Kunden, denen dasselbe zur Lösung der IPv6/DS-Lite-Problematik angeboten wurde.

Mir übrigens auch: Ich bin nur nicht weiter darauf eingegangen, weil ich das Angebot für absolut inakzeptabel halte. Ein Zweitanschluss beim Wettbewerb- bis ich aus diesem unsäglichen UM-Vertrag endlich raus bin- ist da oft günstiger.

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Re: Sonderkündigungsrecht bei schlechter Leitung?

Beitrag von HariBo » 03.04.2013, 21:22

das erwähnst du ja des öfteren .......

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Re: Sonderkündigungsrecht bei schlechter Leitung?

Beitrag von TOMillr » 03.04.2013, 21:39

jcoder hat geschrieben:
conscience hat geschrieben:Also keine Bewiese für deine Aussage vorhanden.
Wir reden in diesem Thread von einem konkreten Fall, in dem es exakt so geschehen ist.
Mir hat die Unitymedia Privatkunden-Hotline den Geschäftskunden Vertrag explizit als "Lösung" angeboten, um damit die hier oft schon beschriebene ip6/DS-lite Problematik zu umgehen. Ich habe nichtmal selbst die Geschäftskunden-Hotline angerufen, sondern wurde von denen (ganz offensichtlich auf Veranlassung der Privatkunden-Hotline) für den Vertragabschluss angerufen.

Es war also allen Beteiligten klar, dass ich als Privatperson auftrete, kein eigenes Gewerbe besitze und auch nie nach einem entsprechenden Nachweis angesprochen worden bin.

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Re: Sonderkündigungsrecht bei schlechter Leitung?

Beitrag von Knifte » 04.04.2013, 08:07

HariBo hat geschrieben:das erwähnst du ja des öfteren .......
:D :D :D

@jcoder: Nur weil das hier jemand schreibt ist es aber noch kein Beweis, sondern eine Aussage bzw. bestenfalls ein Indiz. Ein Beweis wäre hier sicherlich z.B. eine interne Arbeitsanweisung von UM, die besagt, dass Kunden die unbedingt eine IPv4 haben wollen auf den Geschäftskundentarif zu wechseln haben (mit den damit verbundenen Nachteilen wie fehlendem Widerrufsrecht).

@TOMillr: Das würde ich so auch noch einmal schriftlich formulieren und mit deinem Kündigungswunsch per Einschreiben mit Rückschein an die GF von UM schicken und eine Frist von 14 Tagen setzen und es danach an deinen Anwalt übergeben (und das auch in dem Schreiben erwähnen)
Viele Grüße

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Re: Sonderkündigungsrecht bei schlechter Leitung?

Beitrag von TOMillr » 09.04.2013, 20:39

Update: Hatte UM schriftlich eine 14-tägige Frist gesetzt und darauf erneut eine Absage erhalten. Werde dann die Tage mal bei der Verbraucherberatung vorbeischauen und mir dort für €50 die Rechtsvertretung in Anspruch nehmen. Ist zwar schade um das Geld, aber jetzt werde ich schon aus Prinzip nicht mehr Kunde bei UM bleiben wollen und werde zusätzlich auch noch mein Pay-TV Abo kündigen.

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Re: Sonderkündigungsrecht bei schlechter Leitung?

Beitrag von TOMillr » 13.04.2013, 22:48

Habe noch einige Zeit bis ich meinen Termin bei der Verbraucherberatung zur Rechtsvertretung habe - aber in der Zwischenzeit habe ich ein neues Schreiben von Unitymedia bekommen, in dem sie behaupten, ich hätte den Geschäftskundenvertrag schriftlich bei ihnen bestellt und hätte deshalb kein Widerrufsrecht.

Nachdem ich ihnen offenbar klar gemacht habe, den Vertrag als Privatperson von ihnen angeboten bekommen zu haben, greifen sie also jetzt ganz schön tief in die Trickkiste... Putziger Laden!

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Re: Sonderkündigungsrecht bei schlechter Leitung?

Beitrag von Knifte » 14.04.2013, 07:41

Dann lass dir doch eine Kopie deiner schriftlichen Bestellung zuschicken, dürfte dann für UM kein Problem sein.
Viele Grüße

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