Vergabe der IPv6 Adressen

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H4nSolo
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Vergabe der IPv6 Adressen

Beitrag von H4nSolo » 02.01.2013, 19:48

Hi Leute,

erst mal frohes neues auch von mir.

Folgende Frage:

Ist die vergabe von den ipv6 adressen die meine Geräte bekommen dynamisch oder werden diese Statisch vergeben?

Habe ein Cisco ecp3208g und dahinter einen Netgear wgr614v9 angeschlossen als Switch.


Zusatzfrage (weiss aber nicht ob die hierher gehört)

gibt es einen ähnlichen Anbieter wie dyndns oder no-ip.com der wo man seine subdomains per ipv6 einstellen kann und das kostenlos?

lg H4nSolo

THX1138
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Re: Vergabe der IPv6 Adressen

Beitrag von THX1138 » 02.01.2013, 20:56

H4nSolo hat geschrieben:Ist die vergabe von den ipv6 adressen die meine Geräte bekommen dynamisch oder werden diese Statisch vergeben?
..
gibt es einen ähnlichen Anbieter wie dyndns oder no-ip.com der wo man seine subdomains per ipv6 einstellen kann und das kostenlos?
Die Adressen der Clients im LAN werden dynamisch vergeben. Das Verfahren heißt "Stateless Address Autoconfiguration" (SLAAC). Dabei wird der Netzwerkteil der Adresse (die vorderen 64-Bit) von dem Cisco verteilt und jeder Client erzeugt sich den Hostteil (oder Interface-ID, die hinteren 64-Bit) selbst.

Dabei gibt es verschiedene Verfahren. Windows-Rechner (ab Vista) erzeugen 2 Adressen.
Eine feste, bei der der Hostteil sich niemals ändert (sofern man nicht neu installiert oder die Netzwerkkarte tauscht). Diese Adresse kann für das Ansprechen von Serverdiensten auf dem Client genutzt werden.
Bei der anderen Adresse (TEMP) wird täglich ein neuer Hostteil zufällig erzeugt. Diese Adresse wird für alle ausgehenden Verbindungen genutzt. Damit soll ein gewisses Maß an Privatheit sichergestellt werden, da Tracking nur auf Ebene des Netzwerks und nicht des einzelnen Rechners erfolgen kann. Insbesondere bei mobilen Rechnern, die in verschiedenen Netzen "auftauchen", macht das schon Sinn.

Bei DynDNS kann man auch eine IPv6 Adresse zu einem Host hinterlegen. Manuell im WebInterface oder auch über die URL-Schnittstelle per Programm. Auch bei der kostenlosen Variante. Nur muss das jetzt nicht mehr der Router (Cisco) machen, sondern der Rechner, dessen Dienste per IPv6 angesprochen werden sollen.

H4nSolo
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Re: Vergabe der IPv6 Adressen

Beitrag von H4nSolo » 03.01.2013, 10:19

Danke dir erst mal für deine ausführliche Erklärung ;)

Habe meinen Haubtrechner erst mal mit Windows 7 aufgerüstet von daher sollte das dann wohl mit ipv6 erst mal vom tisch sein ;)
THX1138 hat geschrieben:Bei DynDNS kann man auch eine IPv6 Adresse zu einem Host hinterlegen. Manuell im WebInterface oder auch über die URL-Schnittstelle per Programm. Auch bei der kostenlosen Variante. Nur muss das jetzt nicht mehr der Router (Cisco) machen, sondern der Rechner, dessen Dienste per IPv6 angesprochen werden sollen.
Gut ich danke dir auch erst nal für diese Information.
Muss mich dann wohl mal mit dem Registrierungsformular bei dyndns auseinander setzen und gucken wie ich was wo hinfrimeln kann ;)

lg H4nSolo

swebdan
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Re: Vergabe der IPv6 Adressen

Beitrag von swebdan » 03.01.2013, 20:23

Hallo H4nSolo,

was hast du getan um eine native ipv6 Adresse zu erhalten?

Ich bin nun seit Mai 2012 Kunde bei Unitymedia in Köln und erhalte nur eine ipv4 Adresse. Als Hardware habe ich von das Cisco Modem EPC3208 erhalten, woran mein Linksys E4200 Router hängt.

Muss ich dafür Unitymedia anschreiben, den Tarif wechseln oder bloß abwarten?

Gruß swebdan

H4nSolo
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Re: Vergabe der IPv6 Adressen

Beitrag von H4nSolo » 05.01.2013, 11:43

Hallo swebdan,

An sich habe ich nicht viel getan.
Habe mich Ende Nov bei unitymedia angemeldet und 2 wochen später kam Techniker und hat mir alles soweit fertig gemacht
(Neuen Kabelstrang inmeine wohnung gezogen, Dose installiert, Hardware angeschlossen und geprüft)

Wie gesagt ich habe einen 2play 50 Tarif und habe daher nur den Cisco Router bekomen.
Mich haben die also gleich auf DS-Lite umgestellt.

Um aber meine anderen Geräte in meinem Netzwerk (Shuttle-PC [Linux] als MediaServer / Webserver / NAS, Workstation [Win7], Laptop[WinXP/Linux]) einzubinden, habe ich noch einen Netgear WGR614v9 als Switch / Wlan AP hinter dem Cisco angeschlossen.
Da diese Geräte sich aber sozusagen die IP vom Cisco Moden / Router holen (habe also DHCP im Netgear Router abgeschaltet), erhalten diese auch automatisch eine IPv6 Adresse.

Wie und ob du umgestellt wirst, hängt glaube ich von deinem Tarif ab. Einfach mal bei UM nachfragen wie der stand der Dinge ist.

Lass dir aber eines gesagt sein: IPv6 bei UM hat vor und Nachteile (einfach mal im Forum durchgucken)

Habe mir auch nächtelang den Kopf zerbrochen wie ich meine Technik so hinbekomme wie sie jetzt funktioniert.

lg H4nSolo

Creep89
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Re: Vergabe der IPv6 Adressen

Beitrag von Creep89 » 05.01.2013, 13:07

Verwirft der Cisco-"Router" eingehende IPv6 Verbindungen oder lässt der die durch? Weißt du das?
3Play 100MBit - Cisco 3208 - pfSense Router: Intel Atom C2558 Quadcore @ 2,4Ghz + 4GB RAM - Supermicro 19" 1U Chassis :kiss:

piotr
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Re: Vergabe der IPv6 Adressen

Beitrag von piotr » 05.01.2013, 13:09

Seit Juli 2012 gibt es in Hessen fuer UM Neukunden mit 10 Mbit/s IPv6.
Seit ca Nov 2012 wurde es auch fuer Bestandskunden (NRW+Hessen) beim Wechsel zum 50 Mbit/s eingefuehrt.
Dazwischen irgendwann, wurde es in NRW beim 10 + 50 Mbit/s sowie auch in Hessen beim 50 Mbit/s fuer Neukunden eingefuehrt.

Der UM IPv6 Anschluss mit IPv4 ueber DS-Lite, gibt Dir keine eigene, oeffentliche IPv4 IP mehr. Du teilst Dir diese IPv4 IP mit vielen anderen Usern.

Alle Deine IPv4 Verbindungen gehen dann ueber ein bei UM zentral aufgestelltes NAT Gateway (AFTR) und es gibt derzeit keine Moeglichkeit, dass Du ueber IPv4 Portweiterleitungen einrichten kannst.

Brauchst Du so dringend IPv6?

Creep89
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Re: Vergabe der IPv6 Adressen

Beitrag von Creep89 » 05.01.2013, 14:26

piotr hat geschrieben:Brauchst Du so dringend IPv6?
Jetzt vermutlich nicht mehr :brüll:
3Play 100MBit - Cisco 3208 - pfSense Router: Intel Atom C2558 Quadcore @ 2,4Ghz + 4GB RAM - Supermicro 19" 1U Chassis :kiss:

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Re: Vergabe der IPv6 Adressen

Beitrag von leachim » 05.01.2013, 15:57

Nunja, was die IP Portweiterleitungen angeht so muss doch aber eine Lösung efunden werden, oder?
Irgend wann werden doch alle auf IPv6 umgestellt. Was machen die Leute, die ihre Netzwerkgeräte mit IPv4 konfiguriert haben?

Beispiel:

Aktuell habe ich das Cisco Modem ECP3208 + Fritzbox 7390. Ich habe noch eine native IPv4. Alle meine Geräte im Netzwerk haben eine IPv4-Adresse ala 192.168.178.X. Wenn ich irgend wann umgestellt werde, gehe ich stark davon aus, dass das Modem gegen das ECP3208g-Model getauscht wird, da anscheinend nur dieses IPv6 kann. Muss ich dann die internen IPs an meinen Netzwerkgeräten ändern?

Grüße
leachim
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Re: Vergabe der IPv6 Adressen

Beitrag von THX1138 » 05.01.2013, 17:38

leachim hat geschrieben:Nunja, was die IP Portweiterleitungen angeht so muss doch aber eine Lösung efunden werden, oder?
Irgend wann werden doch alle auf IPv6 umgestellt. Was machen die Leute, die ihre Netzwerkgeräte mit IPv4 konfiguriert haben?
Im LAN kannst Du natürlich weiter mit IPv4 fahren. D.h. Drucker o.Ä. können wie bisher benutzt werden. Der braucht i.d.R. aber auch nicht aus dem Internet angesprochen zu werden.

Alle einigermaßen modernen Rechner sind IPv6-fähig und haben dann IPv4- und IPv6-Adresse. Für Serverdienste wird dann nur noch die IPv6-Adresse genutzt.

Ein Problem stellen bestimmte Geräte wie die XBox360 oder andere Konsolen dar. Sie sind nicht IPv6-fähig, müssen aber für z.B. XBox-live von außen erreichbar sein. Die sinnvollste Lösung wäre es, wenn die Konsolen auch IPv6-fähig gemacht würden - aber ob das bei einem bald 8 Jahre alten Produkt geschieht, wird man abwarten müssen. Zudem ja wohl bald der Nachfolger zu erwarten ist.
leachim hat geschrieben:Muss ich dann die internen IPs an meinen Netzwerkgeräten ändern?
Wenn Du die Adressen nicht statisch vergeben hast, sondern DHCP nutzt, dann werden die Geräte wieder automatisch eine gültige IPv4-Adresse aus u.U. einem anderen Netz erhalten (die 192.168.178.x ist eine AVM-Spezialität. Ich weiß nicht, welches Netz Cisco standardmäßig verwendet).

Zusätzlich erhält jedes IPv6-fähige Gerät noch eine (oder mehrere) IPv6-Adressen per SLAAC (siehe den 2. Post in diesem Thread - da ist das näher beschrieben).

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Re: Vergabe der IPv6 Adressen

Beitrag von leachim » 05.01.2013, 22:00

Ich betreibe hier ein Mischnetzwerk mit statischen und dynamischen via DHCP der Fritzbox.
Genauer Gesagt. 192.168.178.2/50 sind bzw. werden manuell vergeben und 192.168.178.51/200 vergibt der DHCP.

Ich habe nur eine Synology NAS, mit Torrent Client und die automatische Aktuellisierung der Firmware. Desweiteren habe ich noch ein Samsung BlueRay Player über dem ich Maxdome schaue. Diese sind z. B. manuell konfiguriert. Haben aber Zugriff aufs Internet. Was würde sich beispielsweise bei diesen Geräten ändern?
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Re: Vergabe der IPv6 Adressen

Beitrag von THX1138 » 06.01.2013, 01:00

Statt des 192.168.178.0/24 Netzwerkes, hast Du mit einem Cisco standardmäßig soweit ich weiß ein 192.168.0.0/24 Netzwerk.
Da gibt es zwei Möglichkeiten:
1. Du änderst die Netzadresse des Cisco und den Adressbereich des eingebauten DHCP-Servers auf das alte Netz, oder
2. Du trägst die neuen Adressen auf den Knoten ein, die statische Adressen verwenden. Z.B.: 192.168.178.5 -> 192.168.0.5

Damit ist der Verkehr lokal im LAN gesichert. Die Softwareaktualisierung des NAS und des Blu-ray-Players sollten weiterhin funktionieren. Was aber, wie hier im Forum oft beschrieben, nicht mehr funktioniert, ist verm. Bittorrent oder der Zugriff auf das NAS aus dem Internet mit IPv4.

Da hilft dann auf die Dauer nur IPv6 - abhängig davon, ob die "Gegenstelle" auch IPv6 hat.

(Übrigens die Schreibweise 192.168.178.2/50 ist etwas missverständlich. Ich vermute, Du meinst damit 2 - 50. Normalerweise bezeichnet die Zahl hinter dem "/" die Anzahl der Bits, die in der Adresse den Netzwerkteil bilden. Z.B. bei 192.168.178.0/24 identifizieren die ersten 24 Bit das Netzwerk und die übrigen 8 Bit den Rechner im Netzwerk.)

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Re: Vergabe der IPv6 Adressen

Beitrag von leachim » 06.01.2013, 01:57

Ja, ich meinte 192.168.178.2 - 50 bei meiner Schreibweise. Aber warum muss ich irgend was an dem Cisco Kabelmodem ändern? Das Kabelmodem ist an LAN1 der Fritzbox angeschlossen und die FB baut die Internet Verbindung selbst auf. Für meine Begriffe ändert sich doch in der Fritzbox nur die öffentliche IP. Diese ist dann eine IPv6 Adresse. Die FB 7390 kann IPv6.

Grüße
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Re: Vergabe der IPv6 Adressen

Beitrag von piotr » 06.01.2013, 05:35

Neben Deiner Fritzbox muessen auch Deine Geraete IPv6 beherrschen, wenn sie mit der Welt IPv6 sprechen wollen.
Wenn sie kein IPv6 koennen, nutzen sie weiter nur IPv4.

Und das heisst an einem UM IPv6 Anschluss, dass nicht mehr alles moeglich ist:

Wenn Dein Geraet, was kein IPv6 sondern nur IPv4 kann, eine aus dem Internet eingehende Verbindung mit Portfreigaben benoetigt... das geht derzeit an einem UM IPv6 Anschluss nicht mehr.

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Re: Vergabe der IPv6 Adressen

Beitrag von H4nSolo » 06.01.2013, 13:57

Stimmt das eigentlich das switches eigentlich nur die ipv6 ip vom router zum endgerät durchschleifen?

Beispiel:

Router [Cisco EPC] <--------> Switch [Netgear WGR614v9] <--------> Rechner


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Re: Vergabe der IPv6 Adressen

Beitrag von swebdan » 06.01.2013, 14:56

piotr hat geschrieben:Brauchst Du so dringend IPv6?
Naja nicht dringend, aber ich habe einen VServer der nur über IPv6 erreichbar ist, und fände es schön wenn ich ihn ohne Tunnel ansprechen kann. Da mein Heimnetz schon IPv6 fähig ist sehe ich da keine Probleme für meinen Anwendungsbereich.

Von UM habe ich nur 1play mit der 10er Leitung, also müsste ich nun mal bei UM nachfragen ob die mich automatisch umstellen oder ich auf die 50er wechsle.

Vielen Dank euch allen, dieses Forum ist sehr informativ :)

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