Ich und mein Kabel-Provider ?

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Werner Schulz
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Ich und mein Kabel-Provider ?

Beitrag von Werner Schulz » 20.07.2012, 11:47

Bin ja mit 70 nun nicht mehr ganz so jung. Kenne aber dafür noch "Kabel-Zeiten" mit Telekom, dann kam Kabel-NRW, dann Ish und jetzt Unitymedia, die ja inzwischen dem US-Medienkonzern Liberty Global gehören. Der "Ami-Konzern" verdient sich inzwischen "dumm und dämlich" an den deutschen Kabelkunden, die ja regional keine andere Kabel-Wahl haben. Die Telekom-Chefs müßten sich inwischen selber in den Hintern treten, damals dieses "Zukunfts-Mammutgeschäft" Kabel so einfach verschenkt zu haben. Heute kämpfen sie mit ihrer verbliebenen ISDN-Technik ziemlich auf verlorenem Posten.

Was kann eigentlich der "arme" Kabel-Kunde gegen die Provider noch tun. Auch Unitymedia hat, wie alle Großkonzerne, heute keine direkten Ansprechpartner mehr. Kenne noch Zeiten, da hatte man für seine Probleme einen Namen, eine Durchwahlnummer, eine direkte Faxnummer und meine Briefe oder Mails wurden noch gelesen. Heute gibt es nur noch total unpersönliche Callcenter, die nur allgemeinen "Quark" draufhaben. Ja sogar Sub-Callcenter von Callcentern gibt es inzwischen, die sitzen dann auf Zypern und reden je nach gewählter Nummer (werden auf ihren PCs angezeigt, und der Bildschirm springt dann automatisch in das entsprechende Programm), als wären sie von Unitymedia, beim nächsten Anruf von Amazon, beim dritten von Elektrolux usw., usw. Und für jede Sparte haben sie so ihre Standardsprüche, meist will man den Kunden nur abwimmeln. Ähnlich sieht es auf der Serviceseite aus, für Unity-Installationen spricht man auch meist nur noch mit Callcentern, die beauftragen dann Subunternehmer, die meistens wiederum Subunternehmer einsetzen. Und der kommt dann, zwar mit Unity-Buch unter dem Arm und mit einem Auto, wo Unity-Logos aufgeklebt sind, aber meistens ist er ein Kleinunternehmer, durchgeschwitzt und mit den Nerven ziemlich fertig. Schaut man dem auch noch zu, fallen ihm oft sogar die Coax-Hülsen aus der Hand. Man könnte meinen, die stehen unter Drogen, aber es ist wahrscheinlich der Stress, denn ausführliche Vorab-Infos wie früher kriegen die auch nicht mehr, sie müssen am Ort schnell die jeweils unterschiedlichen technischen Situationen erfassen und sind dabei unter ständigem Zeitdruck. Kein Job für normale Leute.

Und dann der Schriftverkehr, keiner liest heute noch Briefe bei Unitymedia, auch Mails nicht, man hat ja auch keine Mail-Adressen mehr. Das Einzige, was große Firmen heute noch haben, sind Eingaben in ihrer Website, und auch von dort bekommt man fast immer vorgefertigte Standardantworten. Dazu kommt, daß die Technik sich immer schneller verändert. Also mache ich folgendes:

1) Schließe einen günstigen Neu-Vertrag mit Unitymedia ab, meist gibt es Sonderkonditionen, vorher hat mich ein Freund von mir als Kunden geworben, er bekommt was dafür.
2) Bekomme neue Geräte, die ersten 3 Monate sind für die Internet-Tel-Leistung umsonst.
3) Mindestvertragszeit ist 12 Monate und einige zunächst kostenlosen Zusatzprodukte werden einem untergejubelt
4) Nachdem vom Service-Sub-Subunternehmer alles läuft, werden per Einschreiben erst mal alle Zusatzprodukte zum Zeitpunkt, ab wann sie kostenpflichtig werden, gekündigt.
5) Nach Ablauf der ersten 3 Monate "Umsonst-Internet-Tel" wird per Einschreiben zum Ablauf der Vertragsfrist (also 12 Monate + 3 Monate "Umsonst-Leistungen" = 15 Monate nach Inbetrienahme) gekündigt.
6) Ist die Zeit vorbei, bin ich wieder Neukunde mit allen Vorteilen für Sonderleistungen und neuester Technik.

Es wird Zeit, daß sich Kunden nicht mehr pausenlos über den Tisch ziehen und für dumm verkaufen lassen ! Früher war das Verhältnis Lieferant zum Kunden anders. Auch da wurde gerne von dem Unternehmen verdient, das ist ja auch ok, aber man bemühte sich wenigsten um zufriedene Kunden. Heute scheint es überall System zu sein, sich möglichst vollständig gegen den Kunden abzuschirmen. Hat man ihn erst mal, dann interessiert nur noch der püntliche Eingang der Gebühren. Sogar spätere Kündigungen werden oft gar nicht zur Kenntnis genommen.

Grüße Werner Schulz.

PS: Natürlich war früher nicht alles besser, wie wir "Oldies" ja so gerne sagen, aber einiges schon !

Knifte
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Re: Ich und mein Kabel-Provider ?

Beitrag von Knifte » 20.07.2012, 13:07

Eigentlich sollte man dir jetzt gar nicht soviel Aufmerksamkeit schenken, aber:

1. offtopic
2. Durch diesen ganzen "Geiz ist geil"-[zensiert] ist es doch überhaupt erst soweit gekommen, weil Leute nicht bereit sind für Service-Geld zu bezahlen. Heute muss ja jeder Anbieter die Preise soweit es geht senken, da bleibt der Service nunmal auf der Strecke.
3. Wenn du dich bei UM doch so verarscht fühlst, dann such dir doch bitte einen anderen Provider, wo du dich besser aufgehoben fühlst. Allerdings bezweifle ich stark, dass du einen anderen findest, der das gleiche Preis-Leistungsverhältnis liefert.
4. Ich hatte komischerweise noch nie irgendwelche Probleme mit UM, die ich nicht mit denen klären konnte. -> Hotline. Wenn man irgendwas schriftlich macht, dann entstehen doch meistens eh Missverständnisse, die man in einem persönlichen Gespräch ausräumen kann, weil man auch merkt, ob mein Gegenüber mir noch folgen kann, oder nicht.
5. Bzgl. "Ami-Konzern" der sich dumm und dämlich verdient. Tja, da hat dann eben einer Glück gehabt und zum richtigen Zeitpunkt Mut bewiesen und investiert und erntet jetzt den unternehmerischen Erfolg. Allerdings gebe ich zu, dass ich mich nicht wirklich mit den Unternehmenszahlen von UM sowie dem dahinterstehenden Konzern beschäftigt habe und somit deine Aussage einfach mal so hinnehme. Dir würde es offensichtlich besser gefallen, wenn ein deutscher Konzern die fetten Gewinne einstreichen würde? Sorry, ich sag nur 21. Jahrhundert - wir leben in einer globalen Welt. Und ich muss mich hier jetzt echt zusammenreissen um keine blöden und vor allen Dingen bösen Kommentare abzugeben.

Und ich bin mittlerweile immerhin auch schon fast 35 und habe Kabel über die Telekom noch miterlebt. Wenn man die Preise von damals in Relation zu der heutigen Leistung setzt, dann hat da aber ein exorbitant großer Preisverfall stattgefunden. Wenn dass dann zu Lasten des Service geht, dann ist das für mich ok, da ich der Meinung bin mich anderweitig gut informieren zu können.

Und Briefe werden bei der Telekom übrigens auch nicht gelesen. Es hat damals 5 Monate gedauert, bis die Telekom einen DSL-Anschluss, den ich überhaupt nicht bestellt hatte, wieder gekündigt hatte. Ich habe trotz andauerndem Schriftverkehr nur Standardbriefe bekommen und schliesslich hat erst ein Brief, den ich an den Vorstand adressiert habe eine ordentliche Reaktion ausgelöst.

In einer Sache stimme ich dir zu: Call-Center sind (in der Regel) [zensiert]. Meine Frau arbeitet auch in einem. Neben bescheidenen Rhmenbedingungen (Gehalt, Urlaub) ist auch der Anspruch oft nicht vorhanden.

So, jetzt habe ich dem Post schon viel mehr Beachtung geschenkt, als ich eigentlich wollte.
PS: Natürlich war früher nicht alles besser, wie wir "Oldies" ja so gerne sagen, aber einiges schon !
Aber dafür auch deutlich teurer (zumindest im Telekommunikationsbereich)
Viele Grüße

Knifte
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hixtert
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Re: Ich und mein Kabel-Provider ?

Beitrag von hixtert » 20.07.2012, 14:57

Werner Schulz hat geschrieben:... Die Telekom-Chefs müßten sich inwischen selber in den Hintern treten, damals dieses "Zukunfts-Mammutgeschäft" Kabel so einfach verschenkt zu haben. ...
Tun sie auch. Sie mussten damals auf Anordnung der Kartellbehörden ihr BK-Geschäft verkaufen, sonst hätten sie in 2001 nicht das DSH von Daimler übernehmen dürfen. Allerdings macht Telekom heute >9 Mrd Umsatz mit dem Bereich.
Zuletzt geändert von hixtert am 20.07.2012, 15:03, insgesamt 1-mal geändert.

Werner Schulz
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Re: Ich und mein Kabel-Provider ?

Beitrag von Werner Schulz » 20.07.2012, 15:01

Kann eine Menge von Dir nachvollziehen. Bin kein "Ami-Gegner", eher das Gegenteil. Trotzdem mußte man nicht alles wegschenken. Einige Städte versuchen ja inzwischen, frühere Funktionen wieder teuer zurückzukaufen, die sie damals verschenkten, weil sie ihnen zu lästig waren. Global schön und gut, aber warum nicht mehr global von Deutschland aus ? Die "Amis" haben schon über ihre Satelliten-Anlagen Zugriff auf alle Daten aus der Luft, nun auch noch alle Kabel weltweit ? Gefällt mir nicht. Aber die sich abzeichnende Alternative China gefällt mir auch nicht. Hier in Deutschland wurde und wird immer noch viel erfunden. Aber die Ausführungen und das Geschäft letztendlich geht meistens woanders hin. Unsere europäische Satelliten-Anlage z.B. kommt ja seit Jahrzehnten nicht "aus dem Quark", ist nur noch zu toppen durch "Wowereit's Berliner Super-Flughafen", alles "Lachnummern". Sowas finde ich hier gar nicht so off-topic, denn Hintergründe könnten ruhig mehr on-topic werden. Technik alleine funktioniert selten, wenn man nicht auch die wirtschaftlichen Verbindungen beachtet.

Grüße von Werner.

Werner Schulz
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Re: Ich und mein Kabel-Provider ?

Beitrag von Werner Schulz » 20.07.2012, 15:27

hixtert hat geschrieben:
Werner Schulz hat geschrieben:... Die Telekom-Chefs müßten sich inwischen selber in den Hintern treten, damals dieses "Zukunfts-Mammutgeschäft" Kabel so einfach verschenkt zu haben. ...
Tun sie auch. Sie mussten damals auf Anordnung der Kartellbehörden ihr BK-Geschäft verkaufen, sonst hätten sie in 2001 nicht das DSH von Daimler übernehmen dürfen. Allerdings macht Telekom heute >9 Mrd Umsatz mit dem Bereich.
dSH = debis SystemHaus war mal bei Daimler. Die wiederum machten daraus den "größten Müll", als sie dafür die "Pleitefirma Chrysler" kauften. Alles fürchterliche "Stümperentscheidungen" deutscher Vorstandsvorsitzender, ob bei Daimler oder bei Telekom. Beide Chef's haben sich zwar persönlich saniert, sind aber Gott sei Dank von ihren Posten entfernt worden. Und wir "kleinen" technischen Anwender haben dann "den Salat".

oxygen
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Re: Ich und mein Kabel-Provider ?

Beitrag von oxygen » 20.07.2012, 15:29

Du kannst alle diese Dienstleistungen haben wenn du bereit bist den Preis aus der guten alten Zeit (+Inflationsausgleich) zu bezahlen. Entsprechende Premiumanbieter gibt es.

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Werner Schulz
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Re: Ich und mein Kabel-Provider ?

Beitrag von Werner Schulz » 20.07.2012, 15:59

oxygen hat geschrieben:Du kannst alle diese Dienstleistungen haben wenn du bereit bist den Preis aus der guten alten Zeit (+Inflationsausgleich) zu bezahlen. Entsprechende Premiumanbieter gibt es.
Ich weiss nicht, ist das mit den Preisen früher und heut wirklich immer real ?
Ertappe mich oft bei der Gleichsetzung von damals DM und heute Euro, denn da liegen ja mal locker 100% dazwischen.

Aber gundsätzlich stimmt es natürlich, es gibt keinen Industrie- und Diensleistungszweig, der wie die IT und ICT so viel mehr Power bietet als früher:

http://www.turnator.com/

Wenn ich an mein erstes Auto denke, ein vergleichbares Model kostet heute das Zehnfache und kann vielleicht das Doppelte.
Die Computer- und Kommunikationstechnik kostet heute die Hälfte und kann das Hundertfache.

Grüße von Werner.

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Re: Ich und mein Kabel-Provider ?

Beitrag von Dringi » 20.07.2012, 17:38

Werner Schulz hat geschrieben: Ich weiss nicht, ist das mit den Preisen früher und heut wirklich immer real ?
Ertappe mich oft bei der Gleichsetzung von damals DM und heute Euro, denn da liegen ja mal locker 100% dazwischen.

Wenn ich an mein erstes Auto denke, ein vergleichbares Model kostet heute das Zehnfache und kann vielleicht das Doppelte.
Die Computer- und Kommunikationstechnik kostet heute die Hälfte und kann das Hundertfache.
Und wenn ich mit meinem Vater rede, der Dein Alter hat, dann erzählt er mir, dass er in seinem ersten Gesellenjob 98 Pfennige/Stunde bekam und der Meister dann mal spontan und großzügig auf eine Mark/Stunde aufgerundet hat.
Wenn man das mal in Euro umrechnet sind das 50Cent. Vermutlich bekommt man heute selbst in den meisten Ausbeuter-Jobs 5 Euro die Stunde. Viele "normale" Angestellte werden hingegen auch locker das 20- 30- oder 40-fache von den damaligen 50 Cent verdienen. Da kann man dann auch sicher verschmerzen, dass das Auto das 10-fache kostet.
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Re: Ich und mein Kabel-Provider ?

Beitrag von jube50 » 20.07.2012, 18:12

Nun mal schön auf dem Boden bleiben.

Die Geiz-Mentalität ist keine Erfindung der Kunden. Die sind gern bereit für eine ordentliche Leistung zu bezahlen.
Da haben sich wohl eher Discounter untereinander das Leben schwer gemacht, indem Preise lfd. unterboten wurden. Man hat Kunden mit entsprechender Werbung und Dumping gelockt. Die entsprechenden Nachteile, zulasten der Mitarbeiter, kennen wir.

Wir haben heute eine andere Marktwirtschaft, die oft nicht verstanden wird. Nehmen wir den nächstliegenden Arbeitsmarkt. Der Arbeitslose wird heute mit steuerlichen Zuwendungen für die Betriebe ausgestattet, die ihn billig machen. Nach Arbeitsaufnahme zahlt der wiederum Steuern an den Staat, der dann wieder die Arbeitslosen ausstattet.
So entsteht ein wunderbarer Kreislauf und der Arbeitnehmer bezahlt sich letztendlich teilweise selbst.
Eine ganz einfache und logische Strategie.

Eine neue Technik ist in den Anfängen immer teuer. Nach breiter Markteinführung wird sie zunehmend günstiger. Heute erleben wir eine schnellere Entwicklung mit den dann folgenden Preisgefügen.

Unsere DSLer haben sich eine goldene Nase verdient, obwohl die Anschlüsse in ihrer Schnelligkeit begrenzt sind.
Man hat sich gesonnt und die weitere Entwicklung ganz einfach verpennt.
Das hat natürlich Betriebe wie UM mit ihrer Technik erhebliche Vorteile verschafft, die die jetzige Marktsituation vollkommen ausnutzen.
Ist eigentlich verständlich, oder?

UM ist sich allerdings garantiert bewusst, dass der jetzige Vorteil auch nur zeitbegrenzt ist. Die anderen Anbieter werden in die neuere Glasfaser-Technologie investieren müssen, und die Konkurrenz wird somit in absehbarer Zeit neu belebt.

Wir werden uns eben ein wenig gedulden müssen.

Über unsere tollen Manager möchte ich mich nicht weiter auslassen, da erkenntlich ist, dass viel gegen die Wände gefahren wurde.

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Re: Ich und mein Kabel-Provider ?

Beitrag von jube50 » 20.07.2012, 18:16

@Dringi,

deine letzte Ausführung dürfte eine Milchmädchenrechnung sein.

Die Lohngefüge sehen heute erheblich anders aus.

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Re: Ich und mein Kabel-Provider ?

Beitrag von eazrael » 21.07.2012, 04:02

"Race to the Bottom" ist wohl der bessere Begriff zu "Geiz ist Geil". Wenn immer einer beweist dass es noch billiger geht, dann werden die Kunden das wohl auch annehmen. Und der Kunde weiss ja auch nich wo die Grenze zwischen "So günstig wie möglich" und "Für den Preis gibt es keine Qualität" ist. Ordentliche Support-Qualität setzt man einfach voraus, oder wie soll man abschätzen, dass der Anbieter schon in die zweite Kategorie gerutscht ist. Zudem merkt man das auch er hinterher, seltenst vorher.
Es fehlt halt die (Wahl-)Möglichkeit bestimmte Mindestlevels festzulegen und dann den besten Preis dafür zu kriegen. Und ich frag mich wie Firmen wie UM und NC noch TÜV-Siegel für ihren Support bekommen.
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Re: Ich und mein Kabel-Provider ?

Beitrag von gordon » 21.07.2012, 10:00

jube50 hat geschrieben:Die Geiz-Mentalität ist keine Erfindung der Kunden. Die sind gern bereit für eine ordentliche Leistung zu bezahlen.
das behauptet zwar jeder, in der Realität sinkt die Bereitschaft dazu immer mehr.

die meisten Kunden haben aber auf der anderen Seite auch nicht die Haltung, dauernd kündigen zu müssen, um noch ein paar Euro rauszuquetschen. Selbst Sky verzeichnet bei dieser Klientel ja einen Rückgang, die Leute bleiben also länger. Und die meisten sehen ja auch ein, dass sie selbst auch schon mal von einem Promopreis profitiert haben, also auch nicht abgezockt werden.

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Re: Ich und mein Kabel-Provider ?

Beitrag von Knifte » 21.07.2012, 10:04

Werner Schulz hat geschrieben:5) Nach Ablauf der ersten 3 Monate "Umsonst-Internet-Tel" wird per Einschreiben zum Ablauf der Vertragsfrist (also 12 Monate + 3 Monate "Umsonst-Leistungen" = 15 Monate nach Inbetrienahme) gekündigt.
6) Ist die Zeit vorbei, bin ich wieder Neukunde mit allen Vorteilen für Sonderleistungen und neuester Technik.
Das stimmt so aber auch nicht, da in deinem Haushalt für mindestens 3 Monate weder UM-Internet noch Telefon vorhanden sein darf, damit du als Neukunde gilst.
Viele Grüße

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Re: Ich und mein Kabel-Provider ?

Beitrag von jube50 » 21.07.2012, 10:54

Natürlich müssen etliche Kunden aufgrund der wirtschaftschaftlichen und persönlichen Lage auf die Angebote zugreifen.

Dann kommt natürlich auch die Werbung ins Spiel.
Gerade UM bewirbt mit Fairversprechen, Kundendienst, Downloadgarantien die eigenen Produkte und stellt die Vorteile gegenüber DSL deutlich hervor.
Wenn es nach solchen Versprechen dann nicht einwandfrei funktioniert, rumort es natürlich ziemlich heftig in der Hose.
Dann kommt evtl. das berüchtigte Callcenter in den Mittelpunkt und schon fliegen die Zähne nach den *qualifizierten* Aussagen.

Ich gehe davon aus, dass die Callcenter lediglich den direkten Kundendienst möglichst billig entlasten sollen.
Ob sie letztendlich wirklich Sinn machen, stelle ich zur Debatte.

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Re: Ich und mein Kabel-Provider ?

Beitrag von strelnikov » 21.07.2012, 11:35

jube50 hat geschrieben:Natürlich müssen etliche Kunden aufgrund der wirtschaftschaftlichen und persönlichen Lage auf die Angebote zugreifen.

Die Frage ist doch die, warum "müssen" sie das. Wer oder was (von der Werbeindustrie abgesehen) zwingt jemand in diese Lage.
jube50 hat geschrieben:Dann kommt natürlich auch die Werbung ins Spiel.
Gerade UM bewirbt mit Fairversprechen, Kundendienst, Downloadgarantien die eigenen Produkte und stellt die Vorteile gegenüber DSL deutlich hervor.
Wenn es nach solchen Versprechen dann nicht einwandfrei funktioniert, rumort es natürlich ziemlich heftig in der Hose.
Dann kommt evtl. das berüchtigte Callcenter in den Mittelpunkt und schon fliegen die Zähne nach den *qualifizierten* Aussagen.
Call Center Mitarbeiter sind heute Lohnsklaven, vergleichbar mit den Arbeitern vor der "Industriellen Revolution", ungelernt, angelernt, jung und "dynamisch", wenn es in dem einen Call Center nicht geklappt hat, dann in dem anderen. Eine neue Art der Wanderarbeiter.

jube50 hat geschrieben:Ich gehe davon aus, dass die Callcenter lediglich den direkten Kundendienst möglichst billig entlasten sollen.
Ob sie letztendlich wirklich Sinn machen, stelle ich zur Debatte.
Callcenter sind tätig in Namen ihrer Herrnen (Auftraggeber), Diener und Herr, da war eine persönliche Beziehung, doch hier fehlt allerdings jede persönliche Beziehung.

Schließlich bekommt der, der die Dienstleistung einkauft, den Level, für den er bereit ist, seinen "Preis" zu zahlen. Ob Preise fair, angemssen oder sonst was sind, entscheidet der Markt.
Volkskommissar für Telekommunikation

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Re: Ich und mein Kabel-Provider ?

Beitrag von jube50 » 21.07.2012, 21:55

Die Frage ist doch die, warum "müssen" sie das. Wer oder was (von der Werbeindustrie abgesehen) zwingt jemand in diese Lage.

Schon aufgrund der stetig steigenden Hartz IV-Empfänger ist die Frage beantwortet. Hinzu kommen die Menschen, die in den Listen überhaupt nicht aufgeführt werden. Empfänger werden zur Stellensuche ins Internet gezwungen, obwohl kein Mensch in Deutschland durch die den Sätzen enthaltenen Gelder einen Telekomunikationsanschluss bewältigen kann.

Zudem haben wir immer noch schlecht angeschlossene Gebiete, und das in einem führenden Industrieland.

Der Mensch selbst wird in die Arme der Provider gezwungen. Sei es durch Produktbeschreibungen. Garantiefälle, und der nächste Clou wird eben die bargeldlose Geschäftskasse sein. Auch hier laufen bereits die Tests.
Bestellungen u.s.w. erleben einen enormen Aufschwung über das Net.

Dem Kunden selbst bleibt nichts weiter übrig als mitzumachen, weil er ansonsten ganz einfach out ist.

Man braucht nur eine Fernsehwerbung anzusehen, und man erkennt schon die ganzen Ausmaße. Weiterführende Erläuterungen laufen nur noch unter *www.......*.

Dem vorherigen Thread kann ich mich ansonsten nur anschließen.

Werner Schulz
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Re: Ich und mein Kabel-Provider ?

Beitrag von Werner Schulz » 27.07.2012, 19:00

Knifte hat geschrieben:
Werner Schulz hat geschrieben:5) Nach Ablauf der ersten 3 Monate "Umsonst-Internet-Tel" wird per Einschreiben zum Ablauf der Vertragsfrist (also 12 Monate + 3 Monate "Umsonst-Leistungen" = 15 Monate nach Inbetrienahme) gekündigt.
6) Ist die Zeit vorbei, bin ich wieder Neukunde mit allen Vorteilen für Sonderleistungen und neuester Technik.
Das stimmt so aber auch nicht, da in deinem Haushalt für mindestens 3 Monate weder UM-Internet noch Telefon vorhanden sein darf, damit du als Neukunde gilst.
Du hast recht, aber deshalb wechseln sich zukünftig jährlich auch laufend meine Frau und ich als Kunde ab. Wir sind ja schließlich zwei selbstständige Persönchen, oder ?

Die Firmen sind selbst schuld an einer kurzsichtigen Denkweise. Früher wurden Langzeitkunden noch besonders gefördert, heute bist du dagegen als gewonnener Kunde uninteressant. Nur noch mehr, mehr, mehr, schnelles Geld, immer mehr Abschlüsse, ist doch egal, wie der sich der Kunde heute fühlt. Das ist typisch für die heutige "besch...." Zeit.
Kannte noch Zeiten, da haben die Firmen gegenseitig damit angegeben, wie viele feste Mitarbeiter sie beschäftigen. Da war Siemens immer vor AEG, gefolgt von Daimler und MAN. Gewinne waren real und hatten mit tollen Auftragsabwicklungen zu tun. Heute brüsten sich die "bekloppten und geldgeilen" Juniorchefs damit, am besten mit Null-Personal, aber höchstens mit armen Endlos-Zeitarbeitern, Schein-Selbstständigen, oder mit Sub- von Subunternehmern einen unendlichen Gewinn gemacht zu haben. Viel Macht bei Null Verantwortung ! Am besten macht man heute nur noch Geld mit Geld, ohne jegliches Personal, möglichst unreale, fiktive Gewinne von Scheingeschäften. Und die Gewerkschaften sind auch nicht mehr ihren Namen wert. Seitdem deren Bosse in den Vorständen sitzen, oder sogar eigen Firmen gründeten, können die sich natürlich nicht mehr unbefangen für das Personal einsetzen. Und die jungen Leute von heute lassen sich das alles so einfach gefallen, halt amerikanische Verhältnisse. Am besten drei Jobs und null Absicherung. Alles so Entwicklungen, da hatte man früher gesagt, das Ende ist nahe und nur ein Krieg kann uns da wieder bei Null mit Chancen für alle anfangen lassen. Das würde ja auch am 21.12.2012 der Voraussage der Mayas für den Weltuntergang entsprechen :smile: , wollen wir aber trotzden nicht hoffen. Werner Schulz.

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Re: Ich und mein Kabel-Provider ?

Beitrag von Baktosh » 27.07.2012, 22:02

Werner Schulz hat geschrieben:...Alles so Entwicklungen, da hatte man früher gesagt, das Ende ist nahe und nur ein Krieg kann uns da wieder bei Null mit Chancen für alle anfangen lassen...
Das mit Verlaub war früher und ist auch heute eine sehr sagen wir umstrittene These und Denkweise. Das Wort Gefährlich behalte ich da mal für mich...

Ein Krieg ist generell für nichts eine Lösung. Er hinterläßt auf beiden Seiten nur Verlierer.

Und "nur" um die "bekloppten und geldgeilen" Juniorchefs die du global antreffen wirst und die mit Null-Personal, armen Endlos-Zeitarbeitern, Schein-Selbstständigen, oder mit Sub- von Subunternehmern ein Vermögen für sich scheffeln, auf den Boden zurückzuholen einen 3. Weltkrieg anzufangen...
Welcher uns ja dann wieder bei Null mit Chancen für alle anfangen lassen wird...

Halte ich wie o.a. bereits angeführt für eine "eigenwillige" Angehens und Denkweise.

Ein weiser Mensch (Albert Einstein) hat mal gesagt... "Ich weiß nicht, mit welchen Waffen wir im dritten Weltkrieg kämpfen werden, aber ich weiß, mit welchen im vierten: Mit Keulen und Steinen"

Werner Schulz
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Re: Ich und mein Kabel-Provider ?

Beitrag von Werner Schulz » 27.07.2012, 23:12

Baktosh hat geschrieben:
Werner Schulz hat geschrieben:...Alles so Entwicklungen, da hatte man früher gesagt, das Ende ist nahe und nur ein Krieg kann uns da wieder bei Null mit Chancen für alle anfangen lassen...
Das mit Verlaub war früher und ist auch heute eine sehr sagen wir umstrittene These und Denkweise. Das Wort Gefährlich behalte ich da mal für mich...

Ein Krieg ist generell für nichts eine Lösung. Er hinterläßt auf beiden Seiten nur Verlierer.

Und "nur" um die "bekloppten und geldgeilen" Juniorchefs die du global antreffen wirst und die mit Null-Personal, armen Endlos-Zeitarbeitern, Schein-Selbstständigen, oder mit Sub- von Subunternehmern ein Vermögen für sich scheffeln, auf den Boden zurückzuholen einen 3. Weltkrieg anzufangen...
Welcher uns ja dann wieder bei Null mit Chancen für alle anfangen lassen wird...

Halte ich wie o.a. bereits angeführt für eine "eigenwillige" Angehens und Denkweise.

Ein weiser Mensch (Albert Einstein) hat mal gesagt... "Ich weiß nicht, mit welchen Waffen wir im dritten Weltkrieg kämpfen werden, aber ich weiß, mit welchen im vierten: Mit Keulen und Steinen"
Gott oder Allah bewahre, keiner will Krieg. Aber die Geschichte lehrt, immer wenn alle Werte verloren gehen, dann fällt den Einfältigen - meist derzeit Mächtigen - nichts anderes mehr ein, als alles erst mal wieder zu zerstören und damit bei Null neu anzufangen. Das war schon in der Antike so, und gerade Griechenland steht ja bekanntlich kurz davor. Und jedes Kind - auch du - hat mal früher das Spiel "Mensch ärgere dich" frustriert so beendet, einfach alle Figuren mit einem Handschwenk umzuschubsen.

Frustrierte Grüße von Werner.

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Re: Ich und mein Kabel-Provider ?

Beitrag von Werner Schulz » 29.07.2012, 02:11

Ok, trotz aller "Nerfigkeiten", Unitymedia ist schon immer noch die beste Lösung. Nicht gerade sehr preisgunstig, aber um Gleiches per Parabonantenne und ISDN-Anschluss zu bekommen, das ist meist komplizierter, und oft nicht preisgünstiger. Aber alles wäre schöner, wenn es auch auf diesem Gebiet Konkurrenz gäbe. Das haben aber damals unsere nicht mehr steigerungsfähigen "Einfältigkeits-Politiker" versaut.
Danke dafür, Werner Schulz.

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