Kann ich ruhigen Gewissens auf 2PLAY 32.000 umsteigen?

In vielen Netzen von Unitymedia sind Internet und Telefonie bereits verfügbar.
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Kann ich ruhigen Gewissens auf 2PLAY 32.000 umsteigen?

Beitrag von Matzuko » 18.02.2011, 21:16

Erstmal Hallo! Hoffe, ich habe meine Anfrage gleich ins richtige Forum gestellt. Ansonsten bitte verschieben! :super:

Da ich nun seit mehreren Jahren nur unbefriedigende Bandbreiten von der Telekom bekomme, sprich, keinen 6 bis 16 MBit Tarif bestellen kann, spiele ich vor Ablauf meiner Kündigungsfrist mit dem Gedanken ins Kabelnetz zu wechseln! Ich wohne in NRW. Nun habe ich ein wenig gesucht und sehr viele "negative" Kommentare gefunden, die aber auch zum größten Teil alle schon 1 bis 2 Jahre alt sind. Sicherlich kann sich da schon einiges intern verbessert haben, was vielleicht noch andere Unitymediakunden vor 1 oder 2 Jahren "bitter aufgestoßen" ist. Nun wollte ich hier mal ganz aktuell fragen, was ihr von meiner Idee haltet?

In Frage kommen würde nur: 2PLAY mit 32MBit. Laut Verfügbarkeitscheck steht mir bis zu 3PLAY 128 MBit zur Verfügung. TV will ich nicht (bleibe bei Sat), die 17,90 Euro für den TV Anschluss will ich auch sparen, 32 MBit reichen mir bereits, verdoppele nur den Upload von 1 Mbit auf 2 MBit für 5 Euro im Monat. So meine Vorstellung.

Nun ist es so, in der Straße, zum Haus und im Haus liegen alte Leitungen. Laut Unitymedia spielt das aber keine Rolle, wenn der Verfügbarkeitscheck mir sagt, es stünde zur Verfügung, würde ich auch die volle Bandbreite uneingeschränkt bekommen, auch die Pingzeiten wären unbeeinträchtigt! Angeblich stünden mir wie bereits sogar 128 MBit zur Verfügung, obwohl im Haus und in der Straße kein Glasfasernetz liegt. Kann das stimmen? Ich habe mehrmals gefragt, ob ich mich darauf verlassen kann, es hieß immer: Das geht! Sie bekommen, was Sie auch bestellen! Und 128 Mbit könnte ich verstellen, da angeblich verfügbar. Begnügen würde ich mich dennoch erst mit 32 Mbit. Wie gesagt, bin etwas skeptisch. Was sagt ihr?

Bei der Telekom habe ich Telefon und Internet und das funktioniert einwandfrei! Pings liegen bei ~80ms, Bandbreite ganz knapp unter 2 MBit!

Würde mir jemand ernsthaft und begründet abraten auf Unitymedia 2PLAY 32MBit zu wechseln?

Wenn ich 32 MBit bestelle, möchte ich das auch natürlich bekommen, mit annehmbaren Pingzeiten unter mindestens 50ms, denke ich mal. Ist das realistisch? Oder mit welchen Pingzeiten könnte ich rechnen?

Wie sind eure jüngsten Erfahrungen?

Danke für alle Beiträge! :smile:

Grothesk
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Re: Kann ich ruhigen Gewissens auf 2PLAY 32.000 umsteigen?

Beitrag von Grothesk » 18.02.2011, 21:23

Bei MIR läuft eine 32MBit-Leitung bombig.
Wie das bei DIR sein KÖNNTE kann dir natürlich keiner mit Gewissheit vorhersagen.
Generell ist aber Internet via Kabel nicht so störungsanfällig wie DSL. Die Entfernung zur Vermittlungsstelle spielt auch keine Rolle.
Kurz: Im Allgemeinen kann ich Internet via Kabel ohne Einschränkungen empfehlen.

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Re: Kann ich ruhigen Gewissens auf 2PLAY 32.000 umsteigen?

Beitrag von ernstdo » 18.02.2011, 21:24

In diversen Foren wirst Du auch eher die negativen Erfahrungen als die positiven lesen.
Es gibt immer mal Probleme, nicht nur bei UM.
Habe jetzt seit über 2 Jahren Inet und Telefon, z. Z. mit 32000, und bin vollauf zufrieden.
Ich sitze natürlich nicht nur vorm PC und mache alle paar Minuten einen Speedtest (der meist sowieso nicht Aussagekräftig ist) aber wenn ich mal was runterlade fluppt es eigentlich immer mit über 3 MB/s.
Glasfaser braucht bei Breitbandkabel nicht bis ins Haus liegen und das Koax das ins Haus kommt schafft auch mehr als 128 Mbit/s und von da aus geht es ja per Koaxkabel weiter bis zum Modem, also der Flschenhals ist meist nachher die eigene Hardware ...

Ups, Grothesk war wieder schneller aber ich empfehle es auch ....

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Re: Kann ich ruhigen Gewissens auf 2PLAY 32.000 umsteigen?

Beitrag von Matrix110 » 18.02.2011, 22:00

Pings von unter 30 sind normal.

Die Bandbreite ist bei Kabel nicht abhängig von der Leitungslänge, da das Koaxialnetz anders aufgebaut ist und man eh schon alle paar hundert Meter Verstärker eingebaut hat, die das Signal wieder etwas anheben, sodass es überall Störungsfrei mit dem richtigen Pegel ankommt. Die Verstärkung des Signals ist hier so unproblematisch, da nur ein Kabel vorhanden ist und nicht mehrere hundert oder tausend Doppeladern, welche alle jeweils einen Verstärker benötigen würden.

Die Bandbreite hat bei Kabelinternet jedoch einen anderen Feind, Kabel ist ein Shared Medium. Bei Kabel teilt man sich innerhalb des Kabelstrangs(kann eine Straße, ein Ortsteil oder auch nur ein Haus sein) die zur Verfügung stehende Bandbreite.
Je nachdem wie groß dein Kabelstrang ist und wieviele Menschen UM Internet darüber haben kann es zu Bandbreiten Engpässen kommen. Ob diese auftreten kann man jedoch niemals voraussagen, denn wenn dein Nachbar sie hat musst du sie nicht haben selbst wenn ihr beide den gleichen Kabelstrang habt, da die Bandbreite über Kanäle von je 50MBit bereitgestellt wird, davon sind je nach Ort ca. 8Stück in Verwendung, manchmal mehr manchmal weniger. Ein DOCSIS 3 Modem vom Unitymedia verwendet davon maximal 4. Ein DOCSIS 2 Modem nur einen. Jetzt ist das ganze ein Glücksspiel ob man mit den ganzen Internet"opas" auf den/die Kanal/Kanäle kommt oder mit den Dauersaugenden Jugendlichen....

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Re: Kann ich ruhigen Gewissens auf 2PLAY 32.000 umsteigen?

Beitrag von Matzuko » 18.02.2011, 22:19

Bei den kommunizierten Downloadgeschwindigkeiten handelt es sich um die zur Verfügung gestellte Bandbreite pro Kabelmodem. Es handelt sich nicht um die technisch maximale Geschwindigkeit pro Hausanschluss oder pro Übergabepunkt. Somit muss sich kein Kunde um seine Internet Geschwindigkeit Sorgen machen, nur weil in einem Haus oder einer Strasse mehrere Haushalte einen Unitymedia Internetanschluss nutzen. Jeder Anschluss in einem Wohngebiet hängt an einer sogenannten "Kopfstelle", die mehrere hundert Kunden versorgen kann und durch Erweiterung und Verteilung der Kapazitäten jederzeit dem aktuellen Bandbreitenbedarf angepasst werden kann.
Das ist das was Unitymedia dazu sagt. Das verwirrt mich dann etwas. Insbesondere:
Somit muss sich kein Kunde um seine Internet Geschwindigkeit Sorgen machen (...)
Muss ich mir also doch um meine 32MBit sorgen machen, wenn noch ein anderer dranhängt, der gleichzeitig was zieht? :confused:

Gibts da eine Möglichkeit herauszufinden wie die Lage hier ist oder gibt Unitymedia darüber keine Auskunft?

Stimmt es denn, dass man 14 Tage widerrufen kann? Gilt das ab Bestellung oder ab Aktivierung/Installation?

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Re: Kann ich ruhigen Gewissens auf 2PLAY 32.000 umsteigen?

Beitrag von Grothesk » 18.02.2011, 22:38

Wenn noch einer dranhängt ist das kein Problem.
Wenn natürlich mehrere Hundert Dauernuckler dranhängen ist es schon ein Problem.
Hier in Köln habe ich kein Problem damit. Und alleine bei mir im Haus haben mindestens 3 weitere Parteien Internet via Kabel.
Auch hier im Forum finden sich relativ wenige Probleme, die sich auf überlastete Leitungen zurückführen lassen würden.

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Re: Kann ich ruhigen Gewissens auf 2PLAY 32.000 umsteigen?

Beitrag von Matzuko » 18.02.2011, 22:45

Wie siehts mit Drosselungen aus, gibts sowas bei Unitymedia, irgendwelche Berichte dazu? Bei Kabeldeutschland gabs da ja schonmal Berichte zu.

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Re: Kann ich ruhigen Gewissens auf 2PLAY 32.000 umsteigen?

Beitrag von Grothesk » 18.02.2011, 22:58

Drosselung wegen wahnwitziger Auslastung der Leitung?
Bislang nicht.
Ich würde aber dennoch nicht ohne Sinn und Verstand runterzubbeln wie der Teufel.
Damit das auch ohne Drosselung bleibt.

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Re: Kann ich ruhigen Gewissens auf 2PLAY 32.000 umsteigen?

Beitrag von Matzuko » 18.02.2011, 23:34

Okay, und wie siehts hiermit aus? :)
Matzuko hat geschrieben:Stimmt es denn, dass man 14 Tage widerrufen kann? Gilt das ab Bestellung oder ab Aktivierung/Installation?

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Re: Kann ich ruhigen Gewissens auf 2PLAY 32.000 umsteigen?

Beitrag von Matzuko » 18.02.2011, 23:54

Und noch was, habe im anderen Thread "Für Mieter" noch das hier gelesen:
Wie mir von meinem Techniker auch bestätigt wurde, kann man davon ausgehen, dass nur einfach geschirmte Kabel in eure Wohnung gezogen wurden. Die Abschirmung dieser Kabel ist allerdings nicht ausreichend wenn mehr als nur Fernsehen genutzt werden soll. Daher könnt ihr schonmal davon ausgehen, dass auch in modernen Häusern das Neulegen eines Kabels zur Wohnung fällig wird.
Gilt das auch, wenn man nur Telefon und Internet bezieht? Oder reicht da noch ein einfach geschirmtes Kabel?

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Re: Kann ich ruhigen Gewissens auf 2PLAY 32.000 umsteigen?

Beitrag von Grothesk » 18.02.2011, 23:59

Widerruf wie üblich ab Bestellung. Wenn der Kram installiert wurde kannst du das natürlich mehr widerrufen.
Die Verkabelung sollte schon mehrfach geschirmt sein. Prüft der Techniker aber ggf
Zuletzt geändert von Grothesk am 19.02.2011, 00:54, insgesamt 2-mal geändert.

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Re: Kann ich ruhigen Gewissens auf 2PLAY 32.000 umsteigen?

Beitrag von Matzuko » 19.02.2011, 00:03

Hm. Mir wurde gesagt, "Wenn Sie mit der Leitung nicht zufrieden sind, können Sie widerrufen". Nun sagen wir, es kommt erst nach 14 Tagen der Techniker... Und dann? :D

Und sagen wir, er kommt nach 6 Tagen, installiert alles und Internet ist geschaltet und ich bin nach 10 Tagen nicht zufrieden. Geht der Widerruf dann immer noch? "Nüchtern mehr widerrufen" verstehe ich nicht so ganz. Oder sollte das "nicht mehr" heißen? Nach deren Aussage müsste es dann ja auch noch gehen.

Wegen des Kabels, kann im Moment nicht viel zu sagen, ist halt ein "Antennenkabel". Kann man das von außen erkennen? An der Dicke vllt.? Mit "ein neues in die Wohnung ziehen", ist das mal nicht gerade getan. Hoffe das reicht. :mussweg:

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Re: Kann ich ruhigen Gewissens auf 2PLAY 32.000 umsteigen?

Beitrag von Grothesk » 19.02.2011, 00:53

Vertippt...
Wenn installiert wurde hat dein Vertragspartner geliefert. Soweit Ich weiß gibt es eine Klausel, dass bei vorzeitiger Lieferung die Widerrufsfrist vorbei ist.

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Re: Kann ich ruhigen Gewissens auf 2PLAY 32.000 umsteigen?

Beitrag von Matzuko » 19.02.2011, 19:45

Noch ein paar Fragen:

Wie oft wechselt denn die IP bei Unitymedia Internet?

Wird der Ping durch die Bandbreite beeinflusst?
Wirkt sich die Uploadverdoppelung positiv, negativ oder gar nicht auf den Ping aus?

Beeinträchtigt Telefonieren die Bandbreite oder die Pingzeiten?

Beeinträchtigt das Surfen das Telefonieren?

Speichert Unitymedia die Verbindungsdaten, also wo man wann mit seiner IP war?

Wie lang sind die Kabel bei der gelieferten Hardware?

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Re: Kann ich ruhigen Gewissens auf 2PLAY 32.000 umsteigen?

Beitrag von Knifte » 20.02.2011, 14:45

Also ich habe hier auch seit Ende 2009 2play 32.000. Lebe auf dem Land in einem 2000 Einwohner-Dorf.

Ganz am Anfang gabs mal an 2 oder 3 Tagen zeitweise Ausfälle, weil da noch am Kabelnetz gearbeitet wurde, seitdem ist mir kein Ausfall mehr aufgefallen und ich habe hier immer die volle Bandbreite.

Unser Haus ist von 1985, da dürften auch nur einfach geschirmte Kabel rumliegen und das funktioniert einwandfrei. Allerdings ist es bei uns auch so, dass das Modem direkt im Keller am HÜP installiert ist, so dass die Hausverkabelung ja eigentlich nur noch fürs Fernsehen genutzt wird, was aber problemlos funktioniert. Ich weiss nicht, wie es aussähe, wenn das Modem nicht direkt am HÜP angeshlossen wäre, sondern erst nach einigen Metern Hausverkabelung.

Das Telefonieren beeinflusst das Surfen (Downloadraten sowie Ping) nicht (umgekehrt auch nicht). Allerdings habe ich kein Telefon+, da könnte es evtl. anders aussehen, da Telefon+ über Voice over IP realisiert wird.

Die IPs wechseln recht selten, habe aber noch nie drauf geachtet, wie oft.

Bzgl. der Widerrufsfrist kann ich dir keine Angaben machen, da Widerruf nicht in Frage kam. Und mal ehrlich: Was hast du denn für ne Alternative? 2 MBit DSL? Dann doch lieber Internet über Kabel, selbst wenn nicht die vollen 32 MBit ankämen (wovon ich aber noch nie gehört habe - Wenn, dann wars immer ein Problem mit dem Netzwerk des Benutzers). Und sollte Internet bei dir überhaupt nicht funktionieren, dann kommt der Vertrag ja gar nicht erst zustande.

Die Kabel der mitgelieferten Hardware sind nicht übermäßig lang. vielleicht so 1,5-2 Meter.

Ich gehe mal davon aus, dass UM deine IPs über einen gewissen Zeitraum speichern muss, wie meines Wissens auch alle anderen Internet-Anbieter. Wenn du was illegales machen willst, dann ist UM wahrscheinlich genauso gut bzw. schlecht geeignet wie alle anderen deutschen Anbieter.
Viele Grüße

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Re: Kann ich ruhigen Gewissens auf 2PLAY 32.000 umsteigen?

Beitrag von SpaceRat » 20.02.2011, 15:34

Laß Dich nicht verrückt machen.

Das Internet ist immer ein shared medium!
Es gibt Tausend Flaschenhälse und bei Kabel-Internet ist halt einer davon, daß Du in einem sog. "Cluster" wohnen könntest, in dem auch Dutzende Power-Sauger wohnen und Kabel-Internet nutzen. Das ist aber bei DSL kaum anders, da ist auch ein DSLAM (Da sind dann 48, 96, ... LineCards drin, über die die einzelnen Kunden angebunden sind) nur mit einem Bruchteil dessen angebunden, was die Kunden daran gebucht haben.

Und das Coax-Kabel laß mal getrost Sorge des Technikers sein. Entweder es geht (Und das dürfte die Regel sein), oder es kann gängig gemacht werden (Das macht dann der Techniker) oder es geht gar nicht. Wenn's nicht geht, dann geht's halt nicht. Aber wenn Du Dir hier vorab Gedanken um das Gesülze der Kabelfetischisten machst, endest Du damit, daß Du selber prophylaktisch vergoldetes und 20fach geschirmtes Kabel legst und Dich der Techniker dann fragt, wozu Du das gemacht hast, das alte {Zeigt auf den Haufen mit dem alten} hätte es doch auch getan ...

Aber: 32000 ist nicht unbedingt die beste Wahl. Das wird noch per DOCSIS 2.0 realisiert, 64000 hingegen per DOCSIS 3.0.
Bei DOCSIS 3.0 holt sich das Kabel-Modem seine Bandbreite, also bei 2play 64000 eben 64 MBit/s, aus einem Pool von 4 Kanälen a 50 MBit/s. Die 32 MBit/s von 2play 32000 versucht das Kabel-Modem aus einem einzigen Kanal zu 50 MBit/s Gesamtübertragungsrate zu erzielen.
Logischerweise ist die Wahrscheinlichkeit, die volle Bandbreite zu bekommen, bei 4x50 MBit/s insgesamt anliegender Geschwindigkeit besser, als bei nur 50 MBit/s:
64 MBit/s sind 1/3 von 200 MBit/s, aber 32 MBit/s sind 2/3 von 50 MBit/s.
D.h. selbst wenn z.B. einer der 4 Kanäle durch Powersauger rotzedicht ist, hast Du gute Chancen, daß die 64 MBit/s auf den restlichen drei noch zusammenkommen. Bei dem einen Kanal für die 32 MBit/s reicht es schon, wenn dieser eine Kanal zur Hälfte ausgelastet ist, damit Du Deine Geschwindigkeit nicht mehr kriegst.

Außerdem kostet 64000 auch nur 5 EUR mehr als 32000 mit erhöhtem Upstream. Und wenn Du bereit bist, 5 EUR für 1 MBit/s mehr Upstream zu zahlen, hast Du offenbar eine gewisse Wertschätzung für mehr Upstream. Halte Dir einfach vor Augen, daß bei 64000 eben nicht nur 64 MBit/s Downstream, sondern auch 5 MBit/s Upstream (statt 1 oder 2) zur Verfügung stehen, das ist IMHO der bessere Deal.
Ich selber habe die 64000er Leitung auch nur wegen des Upstreams, der Downstream von 32000 hätte mir auch gereicht.
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Re: Kann ich ruhigen Gewissens auf 2PLAY 32.000 umsteigen?

Beitrag von piotr » 20.02.2011, 18:07

SpaceRat hat geschrieben: Aber: 32000 ist nicht unbedingt die beste Wahl. Das wird noch per DOCSIS 2.0 realisiert, 64000 hingegen per DOCSIS 3.0.
Richtig ist, dass fuer 64000 und 128000 Docsis 3.0 zwingend erforderlich ist.

16000 und 32000 koennen genausogut auch ueber Docsis 3.0 realisiert sein, zumindest in den Gebieten wo man auch 64000 und 128000 buchen kann.

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Re: Kann ich ruhigen Gewissens auf 2PLAY 32.000 umsteigen?

Beitrag von Matzuko » 20.02.2011, 19:33

5 Euro mehr für 64 MBit? Anfangs nicht. 2PLAY 32.000 kostet in der ersten Vertragslaufzeit 25 Euro (regulär 30 Euro) monatlich, 2PLAY 64.000 hingegen feste 40 Euro (bereits regulär). 2PLAY 32.000 mit erhöhtem Upload kostet also 30 Euro (regulär später 35 Euro). Das sind immerhin noch 10 Euro weniger pro Monat. Wenn die regulären Preis anfallen, wäre mein Paket wieder 5 Euro teurer und erst dann nur noch 5 Euro billiger, dann stimmt die Aussage, aber bis dahin habe ich 120 Euro gespart und das ist doch schon ein ganz schönes Sümmchen? 3PLAY kostet zwar auf dem ersten Blick "genauso viel", da kommen aber für mich noch die 17,90 Euro drauf, deswegen nur 2PLAY + Digital Sat (letzteres ist schon installiert). :confused:

Die Frage nach den Pingzeiten ist für mich noch interessant. Sind die mit von der Bandbreite abhängig? Oder wirkt sich die Erhöhung des Up- oder Downstreams darauf nicht aus? Ich schätze mal eher weniger, aber wer weiß, hab von der Technik mit Docsis keine Ahnung. ;)

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Re: Kann ich ruhigen Gewissens auf 2PLAY 32.000 umsteigen?

Beitrag von Matrix110 » 20.02.2011, 20:06

Pingzeiten sind bei absolut ohne Ausnahme jedem Anschluss von der ausgenutzten Bandbreite abhängig, sofern keinerlei QoS oder Traffic Shaping eingesetzt wird(Oder vom ISP verwendet wird)
Traffic Shaping bzw. QoS sind mittlerweile in vielen Routern integriert(Fritzboxen z.B.) oder durch alternative Firmwares (OpenWRT/DD-WRT/Tomato etc.) auf recht vielen Modellen flashbar.
Auch auf OS Ebene ist das ganze mit Programmen wie cFos Speed(kenne leider keine anderen) möglich.

Ohne jegliches Traffic Shaping oder QoS hat man bei benutzen des vollen Upstreams IMMER einen stark erhöhten Ping, genau dafür gibt es ja auch Traffic Shaping, das den Priority Traffic und den Bulk Traffic von einander trennt.
Gleiches beim Downstream, ohne Traffic Shaping verlangsamen sich Seitenaufrufe extremst wenn du gleichzeitig ne Datei mit DL am Anschlag saugst.

Mit Traffic Shaping(bei mir durch cFos Speed, welches ich wegen DSL mal vor X Jahren gekauft habe) ist es jedoch kein Problem bei 32.000 mit 3,3MB/sec zu saugen mit 110kb/sec upzuloaden und dabei nebenbei mit 30er Ping zu zocken...
Je nach Qualität des QoS kann die maximale Leitungsauslastung anders aussehen.

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Re: Kann ich ruhigen Gewissens auf 2PLAY 32.000 umsteigen?

Beitrag von Grothesk » 20.02.2011, 20:12

Auf meinen Linux-Systemen habe ich ähnliche Werte ohne zusätzlichen Trafficshape-Kram.

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Re: Kann ich ruhigen Gewissens auf 2PLAY 32.000 umsteigen?

Beitrag von Matzuko » 20.02.2011, 20:40

Ups, da hab ich mich wohl missverständlich ausgedrückt. Dass ich bei voller Auslastung des Uploads einen schlechten Ping habe, ist mir klar. :)

Ich wollte nur wissen, ob sich die Pingzeiten bei unterschiedlichen Paketen bereits verändern, wenn auch nur leicht?

Habe ich bei 64 statt 32 MBit Down und bei 5 statt 2 oder bei 2 statt 1 Mbit Up (leicht) andere Pingzeiten?

Hier war ja unter anderem die Rede von Docsis 3.0 was bei 64 MBit zwingend sei und theoretisch schonmal "mehr" Bandbreite (bei Extremsüchtlingen am selben Verteiler) verspricht. Da könnte manch einer vllt. auf die Idee kommen, dass sich das dann auch (positiv) auf den Ping auswirkt. Ist da vielleicht was dran oder ist das egal ob man nun 32 Mbit mit 1 oder 2 Mbit Upstream oder gleich 64 Mbit mit 5 Mbit Upstream bezieht?

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Re: Kann ich ruhigen Gewissens auf 2PLAY 32.000 umsteigen?

Beitrag von Matrix110 » 20.02.2011, 21:32

Habe ich bei 64 statt 32 MBit Down und bei 5 statt 2 oder bei 2 statt 1 Mbit Up (leicht) andere Pingzeiten?
Nicht das ich wüsste. Ich kenne zwar nur den Sprung von 20 auf 32MBit aber es haben sich bei mir die Pingzeiten nicht verändert.

Der Ping schwankt leicht, auch abhängig davon wo man sich befindet und wie der CMTS/Knotenpunkt ausgelastet ist. Aber er ist immer besser als mit DSL, selbst mit Fastpath, solange die Gegenstelle und das Routing es zulässt.


Wenn man mehr Upload hat wirkt sich das ganze nur indirekt auf die Pingzeiten aus, du kannst gleichzeitig mehr DS/US verursachen und hast immernoch den selben Ping, aber niedriger als vorher wird er nicht.
Der Ping hat keinerlei Zusammenhang mit der Bandbreite ansich. Der Ping hängt nur mit Übertragungsweg, Routing zum Ziel und den Verarbeitungswegen der Sende und Empfangseinrichtungen und den jeweiligen HOPs zusammen.
Wenn ich eine 2TB Festplatte zu meinem 1h entfernten Verwandten fahre habe ich eine Übertragungsgeschwindigkeit von über 4GBit/s trotzdem habe ich einen "Ping" von einer Stunde...

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Re: Kann ich ruhigen Gewissens auf 2PLAY 32.000 umsteigen?

Beitrag von SpaceRat » 20.02.2011, 23:31

piotr hat geschrieben:16000 und 32000 koennen genausogut auch ueber Docsis 3.0 realisiert sein, zumindest in den Gebieten wo man auch 64000 und 128000 buchen kann.
Und? Tut Unitymedia das in der Praxis auch?
Ich weiß es nicht, als ich 64000 bestellt habe, war das hier so neu, daß der Techniker noch gar kein DOCSIS-3.0-Modem dabei hatte und am nächsten Tag wiederkommen mußte.
Nun gut, bei Telefon Plus gibt's ja die Witz!Box 6360 dazu und die kann DOCSIS 3.0 ... aber wird dann auch wirklich DOCSIS 3.0 geschaltet?

Naja, jedenfalls bleibe ich auch bei 10 EUR Differenz dabei, daß 64000 der bessere Deal ist.
Das erste MBit/s Upstream zusätzlich kostet bei 16000/32000 ja 5 EUR, bei 64000 sind es aber eben noch weitere 3 ... was allein schon einem fiktiven Aufpreis von nochmals 15 EUR entspräche ...
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Re: Kann ich ruhigen Gewissens auf 2PLAY 32.000 umsteigen?

Beitrag von gordon » 20.02.2011, 23:43

Ist das hier Raketenwissenschaft oder wil der TE doch nur einen Internetanschluss bestellen? :confused: :zwinker:

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Re: Kann ich ruhigen Gewissens auf 2PLAY 32.000 umsteigen?

Beitrag von piotr » 21.02.2011, 19:30

SpaceRat hat geschrieben:
piotr hat geschrieben:16000 und 32000 koennen genausogut auch ueber Docsis 3.0 realisiert sein, zumindest in den Gebieten wo man auch 64000 und 128000 buchen kann.
Und? Tut Unitymedia das in der Praxis auch?
Es ist nur abhaengig vom Modem und ob im Gebiet Docsis 3.0 verfuegbar ist.
Da wird nichts extra "geschaltet".
Sobald ein Docsis 3.0 Modem Docsis 3.0 anhand der speziellen Docsis 3.0 Nachrichten im Downstream erkennt, versucht es das auch zu nutzen.
Es ist unabhaengig von den Geschwindigkeiten im Modemprofil.

Deshalb verteilen Kabelnetzbetreiber bei 32000 sehr oft auch bereits Docsis 3.0-faehige Modemtypen.
Z.B. bei UM das Cisco EPC3212 und die Fritzbox 6360.

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