Fragen zu UM

In vielen Netzen von Unitymedia sind Internet und Telefonie bereits verfügbar.
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XPommes
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Beitrag von XPommes » 01.07.2007, 20:50

Hallo, alle Verbindungsdaten werden laut der gesetzlichen Fristen gespeichert.
Welchen gesetzlichen Fristen? aktuellen oder zukünftigen?
Aktuell darf mann es bei nem Flatratetarif garnicht.
-> Ich würde mir eine Zeitangabe wünschen.
Deine Aussage: Deswegen suche ich einen Provider der wenigstens nur kurz speichert^^

sagt für mich aus das du irgendwelche illegalen Sachen machen möchtest. So würde ich das interpretieren.
Hmm interessant: Aufgrund der Tatsache, dass ich einen Provider suche, der nicht oder nur wenig gegen gegenweriges Recht verstößt verdächtigst du mich, dass ich "irgendwelche illegalen Sachen machen möchte"?

Das Gesetz zur Vorratsdatenspeicherung tritt erst zum 1. September in Kraft, bis dahin ist es weiterhin illegal, Daten für andere Sachen als Abrechnungen zu verwenden, bei einer Flatrate müssen die Daten nach Disconnect also sofort wieder gelöscht werden.
Und IP´s müssen sogar gespeichert werden! Um bei Rechts Angelegenheiten alles nach vollziehen zu können.
siehe http://www.heise.de/newsticker/meldung/80614

NetGear
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Beitrag von NetGear » 01.07.2007, 21:45

Nichts desto trotz muss die IP gespeichert werden.

Wenn du damit illegale sachen machst, wirst dir das zu lasten gelegt. Egal op die Ip speicherung legal oder illegal war.

Aber Sie ist legal!

Oft genug mit der Staatsanwaltschaft telefoniert wegen solcher fällen wo es eine IP zurück verfolgung gab.

Und da sind wir verpflichtet dies mitzuteilen wem die IP gehört!

Also wenn die ja nicht gespeichert würden, warum findet man den die ganzen recht unagenehme personen im netz oder bei illegalen downloads.

Selbst hier im Forum wird garantiert deine IP gespeichert wie bei jeder Community um gegen dich vorzugehen, wenn etwas illegales passiert!

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Mustimax
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Beitrag von Mustimax » 01.07.2007, 22:34

NetGear hat geschrieben:[...]Selbst hier im Forum wird garantiert deine IP gespeichert[...]
unter anderem zu sehen unter Loginsicherheit ;)

XPommes
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Beitrag von XPommes » 01.07.2007, 22:46

NetGear hat geschrieben: Egal op die Ip speicherung legal oder illegal war.
Aber Sie ist legal!
Quelle? Laut Urteil ist die Speicherung illegal.
Oft genug mit der Staatsanwaltschaft telefoniert wegen solcher fällen wo es eine IP zurück verfolgung gab.
Und da sind wir verpflichtet dies mitzuteilen wem die IP gehört!
Das ihr (also arbeitets du bei UM nehm ich an) verpflichtet seid vorhandene Daten an die STAATSanwaltschaft zu schicken hat auch niemand bestritten.
Selbst hier im Forum wird garantiert deine IP gespeichert wie bei jeder Community um gegen dich vorzugehen, wenn etwas illegales passiert!
Natürlich wird im Forum die IP gespeichert, aber ein Forum ist ungleich einem Provider.
Also wenn die ja nicht gespeichert würden, warum findet man den die ganzen recht unagenehme personen im netz oder bei illegalen downloads.
Sie werden ja gespeichert, bei einer Flatrate ist dies allerings nicht legal, Belege siehe gepostete Links.

Um aufs eigendliche Thema zurück zu kommen: Kannst du mit nun den Zeitraum nennen, in dem bei UM Daten gespeichert werden oder nicht?

NetGear
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Beitrag von NetGear » 01.07.2007, 23:20

Natürlich wird im Forum die IP gespeichert, aber ein Forum ist ungleich einem Provider.
Wie soll den später der Provider festelfen wem die IP gehört, wenn sie nicht gespeichert werden darf?!

Ich finde das Widerspricht sich etwas!

Und ich gehe auch davon aus das du was ganz anderes meinst als die IP!

Ich denke du meinst deinen Verlauf der Seitenaufrufe, die werden nicht gespeichert!

XPommes
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Beitrag von XPommes » 01.07.2007, 23:37

Ich zitiere die entsprechende Stelle mal:
Der Rechtsstreit zwischen Voss und seinem Provider begann Anfang 2003, nachdem Voss wegen eines Forumsbeitrags für das Online-Magazin Telepolis angeklagt worden war. Nachdem Voss diesen Rechtsstreit gewonnen hatte, ging er gegen den Provider T-Online vor, der seine Verbindungsdaten entgegen den Bestimmungen des Telekommunikationsgesetzes über einen Zeitraum von 80 Tagen abgespeichert und der Staatsanwaltschaft zur Verfügung gestellt hatte. Voss argumentierte, dass der Provider seine IP-Daten nicht für die Rechnungslegung benötige, da er per Flatrate im Internet surfe.
Weiterer Input unter http://www.daten-speicherung.de

Es geht also ausdrücklich um IPs!

Beim Verlauf der Seitenaufrufe wären wir bei Stasi 2.0, aber das ist ein anderes Thema...

Und nochmal möchte ich auf meine Frage hinweisen: Kannst du mir sagen wie lange UM diese Datenspeicherung betreibt?

NetGear
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Beitrag von NetGear » 02.07.2007, 00:14

Zum Schutz Ihrer durch uns erhobenen und verarbeiteten Daten vor unberechtigtem Zugriff und Missbrauch haben wir umfangreiche technische und organisatorische Sicherheitsmaßnahmen getroffen. Diese werden regelmäßig überprüft und dem technologischen Fortschritt angepasst.

Wenn Sie weitere Fragen hinsichtlich der Verarbeitung Ihrer Daten haben, können Sie sich direkt an den betrieblichen Datenschutzbeauftragten von Unitymedia wenden, der Ihnen auch im Falle von Auskunftsersuchen, Beschwerden oder Widerrufen zur Verfügung steht.

Unitymedia
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Quelle: http://www.unitymedia.de/datenschutz/index.html

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Beitrag von NetGear » 02.07.2007, 00:16

Ich denke aber auch, wer nichts zu verbergen hat macht sich um sowas keine sorgen! Meine persönliche Meinung dazu!

Vielleicht sollte man das Thema aber auch Verschieben zu Internet und Telefon

XPommes
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Beitrag von XPommes » 02.07.2007, 00:43

Erstmal danke für die Mailadresse, bin auf die Antwort gespannt.
Ich denke aber auch, wer nichts zu verbergen hat macht sich um sowas keine sorgen! Meine persönliche Meinung dazu!
Das kann doch nicht wirklich dein Ernst sein oder?
Wer sich um "sowas" keine Sorgen macht läuft blind durch die Welt.

Sollte das ernsthaft deine Meinung sein, tu mir den Gefallen und lies dir die Seite durch: http://janschejbal.wordpress.com/2007/0 ... ergen-hat/

NetGear
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Beitrag von NetGear » 02.07.2007, 00:46

Und da interpretierst du was falsch! Das war auf das internet bezogen!

Wenn ich nichts illegales mache, brauch ich mir darum keine Sorgen zu machen was da auf mich zu kommen könnte.

Aber du hast an allem was auszusetzen.

Daher werde ich jetzt zu dem Thema nichts mehr sagen!

XPommes
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Beitrag von XPommes » 02.07.2007, 00:59

Auch da kanns dir was passieren -> offenes W-Lan und Kinderpornos...
Wenn ich diesen Spruch lese (Wer nichts zu verbergen hat...) Krig ich immer ein ungutes gefühl in der Magengegend.

Davon ab bleibt das Prinzip, dass sich jeder, auch Unternehmen und der Staat selbst an geltendes Recht zu halten hat.

Wenn du dich nichtmehr dazu äußerst ist das dein gutes Recht.
Und: Ja ich habe an allem etwas auszusetzen, was nicht mit rechten Dingen zugeht.

schönen Abend noch

edit: najo wie man die löschanfrage bewerten soll ist ebenfalls fraglich...

Moses
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Beitrag von Moses » 02.07.2007, 01:57

Wie du selber sagst, ändert sich das ganze doch eh am 1.9. :P

Und wer ein offenes WLAN betreibt, handelt grob fahrlässig und kann einen kleinen Denkzettel mehr als vertragen. Im Prinzip sollte man sich durch sowas schon strafbar machen, "Verleitung zu Straftaten" heißt sowas. Wenn du deine Haustür offen stehen lässt ist das genau dasselbe. Wenn hinterher einer was klaut, hat der sich natürlich strafbar gemacht, du dich aber genauso, weil die offene Tür dazu verleitet hat. Warum sollte man da mit zweierlei Maß messen?

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Beitrag von XPommes » 02.07.2007, 02:15

Moses hat geschrieben:Wie du selber sagst, ändert sich das ganze doch eh am 1.9. :P
Und deswegen ists egal? merkwürdige Rechtsauffassung...
Und wer ein offenes WLAN betreibt, handelt grob fahrlässig und kann einen kleinen Denkzettel mehr als vertragen. Im Prinzip sollte man sich durch sowas schon strafbar machen, "Verleitung zu Straftaten" heißt sowas. Wenn du deine Haustür offen stehen lässt ist das genau dasselbe. Wenn hinterher einer was klaut, hat der sich natürlich strafbar gemacht, du dich aber genauso, weil die offene Tür dazu verleitet hat. Warum sollte man da mit zweierlei Maß messen?
Da hast du selbstverständlich Recht - es war auch nur ein Beispiel um diesen Phrase ad absurdum zu stellen - ich gebe zu ein wenig missglückt.

Dennoch bleibt der Spruch - ob online oder offline - entschuldigung . zum kotzen.

Moses
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Beitrag von Moses » 02.07.2007, 02:31

Naja.. die Unternehmen sollten sich schon an das Urteil halten. Irgendwie finde ich es interessant, dass das nicht passiert und sie auch scheinbar keine Konsequenzen zu tragen haben. :kratz:
Allerdings muss ich sagen, dass der Zeitraum da jawohl dann eher egal ist, wenn man sich darum sorgt, dass die Unternehmen sich ans Gesetz halten müssen... (Kurz speichern ist genauso verboten, wie lang speichern...) ;)

Persönlich würde ich die Speicherung nicht unbedingt als Kriterium für meine Anbieter Auswahl nehmen, besonders halt, wenn sich das ganze eh in absehbarer Zeit ändert. Da würd ich mich dann eher bei UM beschweren und ggf. mit Anzeige drohen oder sowas... wobei es dann auch sehr Fragwürdig ist, ob da bis zum September (bzw. 1.1.2008, wenn die Gesetze in Kraft treten sollen) noch was ändert. -> Die Mühlen des Gesetzes mahlen langsam...

Persönlich find ich, dass man IP Daten speichern sollte (also das Gesetz in die Richtung angepasst werden sollte), da man sich im Internet sonst völlig Anonym bewegen könnte. Und wie man weiß, sind die Möglichkeiten da Unfug zu treiben doch schon erheblich. Das Wissen, dass man nicht völlig Anonym ist, ist da sicher zuträglich.
Da gibt's andere Dinge, die ich als viel kritischer bewerte...

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Beitrag von XPommes » 02.07.2007, 03:05

7 Tage is die goldene Grenze: http://www.daten-speicherung.de/index.p ... zulaessig/

Ich bin jemand, der ein wenig auf die Moral (jaja Moral in der Geschäftswelt, ich weis der war gut *g*) der Unternehmen achtet, daher meine entscheidung dahingehend. Und wenn UM sich so verhält wie 1und1, Versatel oder der allseits beliebte Rosa Riese dann werden die nicht an mir verdienen, punkt.

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Beitrag von ralfk » 02.07.2007, 12:32

Hallo zusammen,

ich wollte mich auch mal kurz zu diesem Thema äußern und XPommes Schützenhilfe geben. Jedenfalls teile ich die Äußerungen von Xpommes zu Datenschutz, Anonymität und Speicherung von personenbezogenen Daten.

Wenn jemand möglichst wenig Daten hinterlassen will bei Firmen, beim Bewegen im Internet (oder bei anderen Kommunikationsformen) oder auf die rechtmäßige Löschung der personenbezogenen Daten (z.B. IP-Adresse) hinweist, hat das in 99,99% der Fälle nichts damit zu tun, dass man etwas Böses im Schilde führt. Ich könnte hier eine Menge zum Thema Datenschutz und Bürgerrechte schreiben, da ich mich damit in letzter Zeit doch sehr beschäftigt habe (ich möchte nämlich kein Stasi 2.0).
Fazit ist, dass es nicht so sehr um den einzelnen geht, sondern um die Entwicklung der Gesellschaft insgesamt. Jeder sollte etwas zu verbergen haben, wer es nicht glaubt, der siehe mal hier: https://www.datenschutzzentrum.de/press ... bergen.jpg
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Beitrag von XPommes » 02.07.2007, 15:17

Genau darum geht es - sehr nettes Bild im übrigen.
Leider kümmern sich viele nicht darum, weil sie sich dessen nicht bewusst sind. Vieles was heute geltendes Recht ist wird in vielen kleinen Schritten Stück für Stück abgebaut und es bewegt sich langsam aber sicher zu einem totalitären Überwachsungsstaat. Das schlimmste ist, dass es fast niemand merkt bzw interessiert. Schlimmer noch: Diejenigen, die auf sich ihrer Rechte bewusst sind und sie verteigen wollen werden von anderen kritisiert.
Wenn man dann irgendwann aufwacht ist es zu spät, Hier sei einmal das Beispiel mit dem Frosch im kochenden Wasser erwähnt: Setzt man einen Frosch in kochendes Wasser wird er sofort wieder herausspringen. Setzt man einen Frosch ins kalte Wasser und ändert ganz langsam, °C für °C die Temperatur nach oben, der Frosch gewöhnt sich daran, und wenn er dann irgendwann im kochenden Wasser sitzt ist es zu spät.

Naja, um mal wieder aufs Topic zu kommen: Ich werde die Antwort, sollte ich eine bekommen, hier posten, für alle, die es sonst noch interessiert.

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Beitrag von Moses » 02.07.2007, 18:54

XPommes hat geschrieben:7 Tage is die goldene Grenze: http://www.daten-speicherung.de/index.p ... zulaessig/

Ich bin jemand, der ein wenig auf die Moral (jaja Moral in der Geschäftswelt, ich weis der war gut *g*) der Unternehmen achtet, daher meine entscheidung dahingehend. Und wenn UM sich so verhält wie 1und1, Versatel oder der allseits beliebte Rosa Riese dann werden die nicht an mir verdienen, punkt.
In dem Artikel steht doch gerade, dass es laut Urteil auch nicht zulässig ist die Daten 7 Tage zu speichern.... ?
Da steht nix von ner Goldenenregel... 7 Tage sind genauso gesetzteswiedrig wie 70 Tage und rein moralisch genauso verwerflich. Nur weil der Bundesdatenschutzbeauftragte sich im Gesetz nicht auskennt, ändert das ja noch kein Gesetz ;)

Wahrscheinlich bin ich wieder zu naiv, aber man könnte auch die Verwendung der Daten anzweifeln. Z.B. gab es lange Diskussionen über den "Gläsernen Patienten". Ich persönlich wäre froh, wenn auf meiner blöden Krankenkassen Karte alle meine Krankheitsdaten gespeichert wären, weil ich sie dann nicht jedem Arzt an den ich weitergereicht werde wieder neu erzählen muss.
Auch wenn man umzieht, z.B. in ein anderes Bundesland.. da muss man schön von Behörde zu Behörde latschen und hier abmelden da anmelden usw.... wenn das Einwohnermeldeamt das alles für mich übernehmen würde, wäre ich dem durchaus nicht abgeneigt gegenüber. ;)

Man müsste halt für bestimmte Daten den Zugriff genau bestimmen. Dann ist es in meinen Augen sinvoll die zu speichern. Aber das hat halt zu passieren, bevor ich die Daten speicher und sollte auch vernünftig geschützt sein.
Das ist eigentlich ein ganz anderes Problem, wie mit Daten umgegangen wird. Egal ob rechtmässig gespeichert, oder nicht. Mit ein wenig Überzeugungskunst kann man mit einem einfachen Telefon an fast alle Daten kommen.

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Beitrag von mischobo » 02.07.2007, 23:53

... gem. Telekommuniktionsgesetz darf jeder Anbieter von Telekommunikationsdienstleistung die Verkehrsdaten zu Abrechnungszwecken und zum Schutz vor Mißbrauch speichern. Das eine Speicherung von Verkehrsdaten bei einer Flatrate zu Abrechnungszwecken nicht notwendig ist, bedarf keiner Diskussion. Anders sieht es aber mit dem Schutz vor Mißbrauch aus, denn der Anbiter muß einen Missbrauch nachweisen können und das ist nur möglich, wenn die Verkehrsdaten nicht unmittelbar nach dem Trennen der Verbindung gelöscht werden. Die Verkehrsdaten zum Schutze des Mißbrauchs gespeichert wird, ist mehr oder weniger Ermessenssache, im Streitfall muß das Telekommunikationsunternehmen belegen, aus welchen Grund die Verkehrsdaten wie lange gespeichert wird.

Arcor z.B. behält sich gem. den eigenen Datenschutzhinweisen eine Speicherung der Verkehrsdaten für einen Zeitraum von 6 Monaten vor. Ohne Speicherung von Verkehrsdaten könnte es nicht solche Artikel geben: -> Editorial: Arcor sägt am eigenen Ast
Arcor muß nachweisen können, dass der Kunde seine Telefonflat "mißbräuchlich" nutzt und ohne die gespeicherten Verkehrsdaten wäre das gar nicht möglich. ...

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Beitrag von XPommes » 03.07.2007, 00:03

Und nochmal: Die Tatsache, dass es gemacht wird heißt nicht, dass es legal ist.

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Beitrag von ralfk » 30.07.2007, 18:18

Hallo XPommes,

hast Du eine Antwort von Unitymedia bekommen ?

Siehe auch Anfrage in http://www.unitymediaforum.de/viewtopic.php?t=1443.
Internet: 3play 50M/2.5M, Modem EPC3208
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Beitrag von XPommes » 02.08.2007, 23:01

Ich habe keine Antwort von UM erhalten.

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Beitrag von ralfk » 03.08.2007, 08:37

:wein: Es ist nicht überraschend.
Ich glaube, dass viele Carrier bzw. ISPs keine vernünftige Auskunft darüber geben können oder wollen, wie, wann, und wo die Verbindungsdaten der Kunden gespeichert werden. Vielleicht sollte man mal eine Anfrage über einen (Landes-)Datenschutzbeauftragten oder eine Verbraucherzentrale initiieren.

[Update 03.08.2007] Einen Anspruch auf Auskunft wird wohl nur ein Kunde haben. Trotzdem wäre es IMHO besser, auch Interessenten Auskunft über die Speichergewohnheiten zu geben. Zur Klärung wäre eine Anfrage eines Kunden nötig.
Internet: 3play 50M/2.5M, Modem EPC3208
Betriebssystem: Linux, Router: FRITZ!Box 7390 oder Draytek Vigor2130
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Beitrag von XPommes » 04.08.2007, 05:46

ralfk hat geschrieben: Einen Anspruch auf Auskunft wird wohl nur ein Kunde haben.
Wenn dem wirklich so ist, ist es ein Armutszeugnis fürs Unternehmen, so viel zum Thema Transparenz.

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Beitrag von ralfk » 04.08.2007, 09:39

Nun ja, streng genommen: Wie soll Dir ein Unternehmen mitteilen, welche personenbezogenen Daten dort von Dir gespeichert und verarbeitet werden, wenn das Unternehmen keine Daten von Dir hat, weil Du gar kein Kunde bist und auch anderweitig keine Daten von Dir dort vorliegen ?
Im Bundesdatenschutzgesetz (BDSG) wird beim Recht auf Auskunft vom "Betroffenen" gesprochen (§34).
Eine allgemeine Auskunft (z.B. in den AGBs) wird dann wohl meist mit der Aussage gegeben, dass man die Daten "gemäß BDSG" schütze.
Trotzdem sollte - wie Du schon sagst - besonders im TK-Umfeld das Unternehmen transparent die Behandlung des Datenschutzes darlegen, auch für Interessenten. Bei ISPs wäre das eben vor allem die Speicherung der IP-Adresse.
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