Optimale Einstellungen für D-Link DIR-300

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ulli1961
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Re: Optimale Einstellungen für D-Link DIR-300

Beitrag von ulli1961 » 02.01.2011, 20:28

Hi,
doch,MEINE TASTATUR HAT GROSSBUCHSTABEN.
bin aber zu faul diese zu benutzen. :D :D

Grothesk
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Re: Optimale Einstellungen für D-Link DIR-300

Beitrag von Grothesk » 02.01.2011, 20:46

Trifft sich gut. Ich bin nämlich immer zu faul auf solche Fragen zu antworten.

G00fY
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Re: Optimale Einstellungen für D-Link DIR-300

Beitrag von G00fY » 03.01.2011, 21:46

Mal ein Statement zu diesen Thread. Die optimale Einstellung gibt es nicht! Daher ist das alles mit Vorsicht zu genießen. Ich hab meinen Router zB ganz anders (und für mich optimal konfiguriert :zwinker: ).

Ich nutze den Dir 300 ausschließlich im Lan und daher hab ich das WLAN deaktiviert QoS und RTSP halte ich für sehr nützlich usw. Wie du siehst ganz andere Einstellungen.

Grothesk
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Re: Optimale Einstellungen für D-Link DIR-300

Beitrag von Grothesk » 04.01.2011, 01:09

Korrekt.
Der Thread wendet sich ja auch primär an die WLAN-Fummler die möglichst viel Bandbreite rausfummeln wollen. Und für die ist QoS eine Bremse.

G00fY
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Re: Optimale Einstellungen für D-Link DIR-300

Beitrag von G00fY » 04.01.2011, 01:12

Ist vielleicht für Leute mit etwas Wissen schnell ersichtlich, jedoch solltest du das vielleicht dazu schreiben. :zwinker:

lienot1
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Re: Optimale Einstellungen für D-Link DIR-300

Beitrag von lienot1 » 08.02.2011, 19:54

Hi, nochwas altes zu QoS:

Ich erinnere mich noch an die gute alte XP Zeit, da hies es auch immer man soll QoS im Betriebssystem ausschalten, weil es Bandbreite "festhalten" würde.
Bis dann alle gesagt haben "Bullshit, es ändert nichts an der Bandbreite..."
Ob es hier in diesem Fall auch so ist weiß ich nicht, aber 2000 bei XP war es aufjedenfall ein ganz anderes Problem...
Es ging sich darum, wenn man erst im WWW unterwegs ist, dann gleichzeitig mails zieht, dann gleichzeitig Realplayer benutzt nicht der WWW Zugang alle Resourcen für sich vereinnahmt und der realplayer keine chance hat zu streamen, also es ging sich ums gerechte aufteilen von Bandbreite im eigenen System.

Hier nochmal der Text von Microsoft:
Erläuternde Hinweise zu QoS bei Windows XP-Computern
Wie in Windows 2000 erfolgt die Nutzung von QoS in Windows XP auch über die QoS-API (Application Programming Interface). Hundert Prozent der Netzwerkbandbreite stehen für die gemeinsame Nutzung durch alle Programme zur Verfügung, sofern kein Programm explizit eine höhere Bandbreitenpriorität anfordert. Diese "reservierte" Bandbreite ist weiterhin für andere Programme verfügbar, wenn das anfragende Programm nicht gleichzeitig Daten sendet. Standardmäßig können Programme bis zu 20 Prozent der Bandbreite der verwendeten Verbindungsgeschwindigkeit auf jeder Schnittstelle eines Endgeräts reservieren. Wird die reservierte Bandbreite nicht durch das Programm ausgeschöpft, so steht der nicht benutzte Teil der reservierten Bandbreite für andere Datenströme auf demselben Host zur Verfügung.

Weitere Informationen zum QoS-Paketplaner finden Sie in der Hilfe von Windows XP. Zusätzliche Informationen zu QoS unter Windows 2000 finden Sie auf den technischen Informationsseiten zu Windows 2000.


Viele Grüße

lienot

7Layers
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Re: Optimale Einstellungen für D-Link DIR-300

Beitrag von 7Layers » 08.02.2011, 21:49

Na ja, in Anbetracht der Tatsache, dass Ciscos Beschreibung von QoS hundert Seiten locker und deutlich übersteigt, sind die drei Seiten "detaillierte" Aleitung von (z.B.) D-Links "automatischem QoS" wenig Vertrauen erweckend. Dann wohl lieber ausschalten. Dazu kommt, dass QoS nur beim Upload wirksam werden kann. Beim Download dagegen liegen die Frames schon fast komplett auf dem Draht, wenn das erste Bit in den Router einläuft. Da kann nicht einer rausgekickt werden und die anderen rücken in Nullzeit nach, denn die Bitzeit steht ebenfalls fest.

piotr
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Re: Optimale Einstellungen für D-Link DIR-300

Beitrag von piotr » 12.02.2011, 12:30

Deine Beschreibung, dass es bei Downloads nicht wirkt, hat nur einen entscheidenden Haken ...

TCP-basierte Downloadmoeglichkeiten wie z.B. HTTP oder FTP

Denn dann wirkt QoS auch, weil die bei TCP notwendigen Bestaetigungspakete (TCP ACK) ueber den Upstream an die Quelladresse zurueckgesendet werden. Auch die Beschleunigung/Verzoegerung der Bestaetigungspakete hat Auswirkungen auf die Downloadgeschwindigkeit.

7Layers
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Re: Optimale Einstellungen für D-Link DIR-300

Beitrag von 7Layers » 12.02.2011, 19:20

Ja, Upload ist missverständlich, ich hätte wohl besser auch "upstream" geschrieben.
Warum und um wieviel ändert sich die d/l-Rate bei voll ausgelasteter upstream-Verbindung?
Und ändert das QoS von D-Link etwas daran?

piotr
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Re: Optimale Einstellungen für D-Link DIR-300

Beitrag von piotr » 13.02.2011, 11:01

Schau Dir mal die TCP-Mechanismen an, v.a. Flowcontrol/Slidingwindow.

Wieviel das ausmacht, kann man nicht pauschal sagen.

Es haengt in jeden Einzelfall von diesen Faktoren ab:
- wie schnell beide Seiten angebunden sind
- wie die Latenz zwischen beiden Seiten ist
- welche TCP RWIN Groessen eingesetzt werden koennen
- ob TCP-Erweiterungen wie z.B. selective TCP ACK oder ECN genutzt werden koennen
etc.

Keine Ahnung, ob D-Links QoS daran etwas aendert.

7Layers
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Re: Optimale Einstellungen für D-Link DIR-300

Beitrag von 7Layers » 13.02.2011, 12:33

Die TCP-Kontrollnachrichten erzeugt der Client (auf den downstream bezogen), und er kann sie erst dann erzeugen, wenn die Situation eingetreten ist, die zu der Kontrollnachricht führt. Er kann nur einen Frame gleichzeitig auf den Draht legen, der entweder ein Payload-Paket (für die upstream-Last) oder ein Kontrollpaket (für den downstream) enthält. Ich sehe nicht, wo es dort zu messbaren Einflüssen auf den Durchsatz beim Download kommt.

piotr
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Re: Optimale Einstellungen für D-Link DIR-300

Beitrag von piotr » 13.02.2011, 12:54

Untersuche doch mal wie sich verlorene -d.h. nicht rechtzeitig empfangene- TCP Bestaetigungspakete auf den Download auswirken. D.h. wenn der Upstream durch andere Anwendungen bereits ausgeschoepft wird und dadurch TCP Bestaetigungspakete erst spaeter eintreffen koennen als erwartet.

Einmal im original TCP und dann mit den einzelnen TCP-Erweiterungen (Slow-Start, Fast Retransmit, selective TCP ACK und ECN).

oxygen
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Re: Optimale Einstellungen für D-Link DIR-300

Beitrag von oxygen » 13.02.2011, 13:28

Slow-Start eine TCP-Erweiterung? Sei besser vorsichtig mit solchen Posts wenn du nicht weißt wovon du sprichst.

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Re: Optimale Einstellungen für D-Link DIR-300

Beitrag von piotr » 13.02.2011, 14:16

oxygen hat geschrieben:Slow-Start eine TCP-Erweiterung? Sei besser vorsichtig mit solchen Posts wenn du nicht weißt wovon du sprichst.
Richtig, Slow-Start ist schon lange im TCP drin (genauer: seit RFC 1122, 1989).
Es war im urspruenglichen TCP aber nicht drin (RFC 761, 1980).
Zuletzt geändert von piotr am 13.02.2011, 15:12, insgesamt 2-mal geändert.

7Layers
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Re: Optimale Einstellungen für D-Link DIR-300

Beitrag von 7Layers » 13.02.2011, 14:20

piotr hat geschrieben:Untersuche doch mal wie sich verlorene -d.h. nicht rechtzeitig empfangene- TCP Bestaetigungspakete auf den Download auswirken. D.h. wenn der Upstream durch andere Anwendungen bereits ausgeschoepft wird und dadurch TCP Bestaetigungspakete erst spaeter eintreffen koennen als erwartet.
RTT ist typischerweise im zweistelligen Millisekunden-Bereich, wenn das keinen Einfluss auf die Download-Rate hat, warum sollte dann die kleinere Verzögerung im Router einen haben? Das erscheint mir nicht schlüssig. Gedropte Pakete ist etwas anderes, aber TCP erlaubt es den Protokollen, bandbreitenadaptiv zu arbeiten, so dass eben keine Pakete gedropt werden müssen. Wie schon gesagt, warum sollte der Client das Senden einer TCP-Kontrollnachricht verzögern? Und während er die Kontrollnachricht schickt, kann er keine Upload-Daten schicken, weil es geht nur eins, also ist auch der timeslot vorhanden. Ich sehe hier keinen Unterschied im Durchsatz, egal, ob ich nebenher einen ftp-Upload mache oder nicht.

piotr
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Re: Optimale Einstellungen für D-Link DIR-300

Beitrag von piotr » 13.02.2011, 15:00

Der Client verzoegert dann das Senden der TCP Acks, wenn der Sende-Buffer, der vor dem "auf den Draht gehen" kommt, bereits sehr gut gefuellt ist.

Hast Du selbst beschrieben.. es geht nur eins gleichzeitig auf den Draht.;)

Teste es doch mal, indem Du Deinen Upstream mit anderen Anwendungen auslastet und lade dann mal mit HTTP oder FTP (jeweils ohne Downloadmanager, ohne TrafficShaping und auch ohne andere QoS-Mechanismen) etwas herunter.

Je nachdem welches OS Du nutzt, wirst Du Unterschiede mehr oder weniger gut sehen.

Bei aelteren Systemen wie z.B. beim noch von Microsoft unterstuetzten XP kann es hier zum beschriebenen Verhalten mit der Herabsetzung der Downloadrate des HTTP/FTP kommen, weil XP in der Werkseinstellung (nachtraeglich aenderbar) die TCP RWIN Groesse nicht hoch genug (=passende TCP window scaling Werte fuer heute ueblichen Leitungsgeschwindigkeiten unter Beruecksichtigung typischer RTT-Werte) setzen kann.

Beim bei wenigen Usern noch eingesetzten Win98 siehst Du es noch besser, weil dort auch die Moeglichkeit der Selective TCP Ack fehlen.
Zuletzt geändert von piotr am 13.02.2011, 17:27, insgesamt 1-mal geändert.

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Re: Optimale Einstellungen für D-Link DIR-300

Beitrag von 7Layers » 13.02.2011, 17:27

Hab' ich doch geschrieben, dass beim Test kein Unterschied rauskommt, egal ob ein Upload läuft oder nicht. Ich habe mehr Schwankung von Messung zu Messung als mit oder ohne parallelen Upload.

Statistisch gesehen wird vom upload-Prozess zu 49/50 der Zeit nichts gesendet, das gleiche Verhältnis müsste dann auch für eine Kollision der Prozesse beim Schreiben in den Puffer gelten, weil die Bandbreite im LAN 50 mal größer ist, als die im WAN (in meinem Fall).

Darüber hinaus kommen alle Kontrollnachrichten, selbst wenn sie immer hinten an die Warteschlange angehängt werden, mit dem gleichen Abstand voneinander, nur eben insgesamt verzögert, so dass maximal nur die ersten Kontrollnachrichten "zu spät" (tcpRtoMin ist per default 1000 ms) beim Sender einträfen. Danach läuft alles wie gehabt. Die aktuelle RTT wird meines Wissens dynamisch bestimmt, also ist aus Sicht des Servers kein Unterschied zu sehen, wenn der Abstand der Kontrollnachrichten stimmt.

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Re: Optimale Einstellungen für D-Link DIR-300

Beitrag von piotr » 13.02.2011, 21:53

Teste es mal mit einem schmalbandigen Upstream, z.B. mit ADSL 2000 (US idR 192 kbit/s) oder ADSL light (US idR 64 kbit/s).

Wenn Du schon tcprtomin in den Raum wirfst...
Erklaere den Wert mal und zwar bezogen auf den bei Deiner verwendeten TCP-Implementation genutzten Algorithmus fuer die Berechnung des Retransmission Timeout (RTO).
Es gibt bzw. gab da nicht nur 1 Moeglichkeit.

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Re: Optimale Einstellungen für D-Link DIR-300

Beitrag von 7Layers » 13.02.2011, 23:37

Die Bandbreite macht m. E. keinen Unterschied, weil die Verzögerung konstant ist, was sich dann so auswirkt, als wäre die Verbindung lediglich ein paar tausend Kilometer länger. Ob ein Paket in einer queue wartet oder einen längeren Weg zu laufen hat, ist für den Server nicht zu unterscheiden. Nach Deiner Argumentation hätte ich bei einem Download von Auckland grundsätzlich einen schlechteren Durchsatz als von Berlin, was so nicht zutrifft. Welcher Algorithmus für die RTO-Berechung zur Anwendung kommt, ist im Grunde genommen egal. Worauf ich eigentlich hinaus wollte, ist, dass eine Sekunde eine vergleichsweise lange Zeit ist, im Verhältnis zur Verzögerung, die tatsächlich erfolgt. Selbst wenn eine Kontrollnachricht gedropt würde, würde das spätere ACK kumulativ wirken und die vorhergehende Sequenz mit bestätigen. Auch das bekräftigt mich in meiner Ansicht, dass die RTT den Durchsatz nicht beeinflusst (im Rahmen der Bandbreite), nicht beeinflussen darf.

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Re: Optimale Einstellungen für D-Link DIR-300

Beitrag von piotr » 14.02.2011, 03:05

7Layers hat geschrieben:Auch das bekräftigt mich in meiner Ansicht, dass die RTT den Durchsatz nicht beeinflusst (im Rahmen der Bandbreite), nicht beeinflussen darf.
Dann lies mal das bandwidth delay product und das tcp scaling window (RFC 1323) nach.

Das TCP scaling window ist nicht auf jedem Betriebssystem aktiviert.

Prominentes Bsp: Ein frisch installiertes Windows XP.
Dort ist es frisch nach einer Installation nicht aktiviert, d.h. Du hast dann max 65535 Byte fuer das TCP receive window.

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Re: Optimale Einstellungen für D-Link DIR-300

Beitrag von 7Layers » 14.02.2011, 06:42

Das mag sein. (Windows XP liefert auf meinem PC das gleiche Ergebnis wie der erste Test unter Linux.) Nur hat das auf die Bestimmung der RTO keinen Einfluss, ausser Du zeigt mir, an welcher Stelle der Implementierung.

Edit: eigentlich ist das Dein vermeintliches Argument eins für mich, denn das Protokoll kann das durchaus. Nur die fehlerhafte Parametrierung durch das Betriebssystem verhindert es. Dein Argument vertauscht Ursache und Wirkung.

RFC1323 äussert sich auch nicht weiter dazu, sondern beschreibt zwei neue Optionen, um mit der _wachsenden_ Bandbreite Schritt zu halten. Hier dagegen geht es um minimierte Bandbreite - in diesem Fall durch Vollauslastung. (Nebenbei bemerkt sind dort Satelliten-Links mit ihrer hohen RTT explizit erwähnt.) RTTM erfolgt in RFC1323 nach dem Algorithmus von Jacobsen, als Quelle zitiert, aber nicht weiter ausgeführt. In der Net/3-Implementierung von TCP, RTTM ebenfalls auf Jacobsen basierend, ist RTO dann: RTO = srtt + 2 * rttvar - die Varianz fliesst dabei mit doppelter Gewichtung ein, was als Grundlage wohl die Annahme einer symmetrischen Bandbreite hatte.

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Re: Optimale Einstellungen für D-Link DIR-300

Beitrag von piotr » 14.02.2011, 19:25

Um zu Deiner Frage zurueckzukommen, wann, warum und wie lange maximal ein Sender Bestaetigungspakete verzoegert...

siehe RFC 1122 (bzw. auch in RFC 813, in RFC 2001 sowie im RFC 2581)

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Re: Optimale Einstellungen für D-Link DIR-300

Beitrag von 7Layers » 14.02.2011, 20:04

Tut mir leid, aber mit der Antwort kann ich nichts anfangen. Irgendwelche RFC googeln kann ich auch selbst. Aber egal, Du hast Recht, es geht nicht, es kann nicht gehen und wird nie gehen (ausser vielleicht bei mir). Das führt in diesem Thread sowieso schon zu weit vom Thema ab.

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Re: Optimale Einstellungen für D-Link DIR-300

Beitrag von piotr » 15.02.2011, 13:50

Um das Ganze mal aufzuloesen eine stark vereinfachte Erklaerung:

Die genannten Performanceeinbrueche bei TCP-basierten Downloads sind eine Wechselwirkung zwischen dem delayed tcp ack Mechanismus (RFC 1122), dem Nagle Algorithmus (RFC 896) und der Unfaehigkeit mancher Betriebssysteme die Erweiterung tcp scaling window (Definition in RFC 1323) zu nutzen.

Delayed tcp ack kann ein Bestaetigungspaket bis zu 499 ms verzoegern (nicht muss) und liegt vor dem Minimum des Retransmission Timeout 1s (RTO-Berechnung siehe RFC 2581).

Nagle laesst Nutzdaten erst weiter versenden, wenn das von der vorhergehenden Sequenz ausstehende Bestaetigungspaket angekommen ist.

Beide Mechanismen sind sehr frueh (delayed tcp ack mit der RFC813 im Jahre 1982 bzw. Nagle 1984) eingefuehrte TCP-Mechanismen zur Ueberlaststeuerung, um die -im Vgl. zu heute- damals extrem schmalbandigen Leitungen nicht unnoetig zu belasten.

Gruende waren diese urspruenglichen Ueberlegungen:
- Den Empfang weiterer, "fast" angekommener Nutzdaten abzuwarten und diese dann mit einem gemeinsamen Bestaetigungspaket kumulativ zu bestaetigen. Eine weitere Ueberlegung war hier auch die Zusammenfassung mit Updatenachrichten bzgl. der Fenstergroesse des slidingwindow (beides delayed tcp ack)

sowie

- Den Versand von sehr kleinen Nutzdaten zu optimieren. Der TCP-Header ist im Vgl. zu sehr kleinen TCP-Nutzdaten ein "Wasserkopf".
Z.B. trifft es bei der Uebermittlung von Tastatureingaben bei telnet und ssh zu. Dort wird idR die meiste Zeit auf die Eingaben des Menschen am Terminal gewartet.
Dabei wurde auch eingefuehrt, dass erst auf das Bestaetigungspaket gewartet wird bevor der Versand der Nutzdaten fortgesetzt wird. (Nagle)

Beide Mechanismen sind auch bei heute ueblichen Betriebssystemen aktiv, muessen es aber zwingend nicht sein.
Z.B. ist Nagle temporaer bei putty und anderen telnet/ssh-clients abschaltbar sowie in vielen Betriebssystemen auch dauerhaft. Es kann (muss nicht) bei Abschaltung von Nagle aber auch Nebenwirkungen geben, z.B. Ueberlastung der Leitung.

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Re: Optimale Einstellungen für D-Link DIR-300

Beitrag von 7Layers » 15.02.2011, 23:10

Und wo ist das Problem, das im Kundenrouter mit QoS gelöst werden muss, wenn bei zwei TCP-Verbindungen der Durchsatz sowohl downstream als auch upstream die zur Verfügung stehende Bandbreite voll auslastet? Das war und ist meine Frage.

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