Verstärkeranschluss an die Potentialausgleichsschiene

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RingoStarr
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Verstärkeranschluss an die Potentialausgleichsschiene

Beitrag von RingoStarr » 27.01.2010, 15:29

Guten Tag!
Ich habe seit ein paar Wochen meinen Internetanschluss von UM.Es hat auch alles ohne irgendwelche Probleme geklappt. Techniker kam nach ein paar Tagen vorbei hat alles angeschlossen und es läuft bis heute ohne Probleme.
Allerdings musste bei mir im Keller ein neuer Verstärker gesetzt werden. Dieser Verstärker muss mit einem Erdungskabel an die Potentialausgleichsschiene angeschlossen werden. Soweit so gut. Der Techniker erklärte mir, dass dies ein Elektriker erledigen muss.Als ich heute bei UM angerufen habe wurde mir gesagt, das ich diese Kosten zu tragen habe. Ich habe entgegnet, dass die komplette Installation aller Geräte für mich kostenfrei sein sollte, also wie kann es nun sein, dass ich einen Elektriker engagieren soll, der dieses Kabel anbringt!? Antwort von UM war, dass sie für die Erdung nicht zuständig sind. ABER der Verstärker ist doch erst komplett und richtig installiert, wenn die Erde angeschlossen wurde! Ich verstehe das Ganze nicht, bin sehr unzufrieden und sehe im Prinzip nicht ein dafür aufzukommen. Allerdings denke ich, dass ich wohl oder übel keine andere Wahl habe.
Gibt es hier eventuell jemanden, der das gleiche Probleme hat/hatte oder jemand mit Erfahrungswerten?

MfG
Der Ringo

manu26
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Re: Verstärkeranschluss an die Potentialausgleichsschiene

Beitrag von manu26 » 28.01.2010, 21:35

Naja, man kann ja auch nicht verlangen, dass der Techniker auch noch ne Steckdose + Leitung installiert, weil am Aufstellungsort keine vorhanden ist. Dafür muss man schon selber sorgen. Wo ist das Problem mit der Erdung? Einfach selber nen Kabel ziehen und irgendwo an die Erde dran, kann ja nicht so schwer sein. Im Keller werden doch sicherlich genug Dinge geerdert sein. Heizung, Wasserleitung, irgendwas...dann geht man da einfach mit dran...natürlich mit nem schönen Kabel in grün/gelb. Fertig...

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Bastler
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Re: Verstärkeranschluss an die Potentialausgleichsschiene

Beitrag von Bastler » 28.01.2010, 21:45

Rein theoretisch hätte der Kabelanschluss und Verstärker auch vorher schon geerdet sein müssen, was aber im Normalfall kaum Jemand macht, und in den meisten Fällen juckt es auch keinen.
Gehört zur NE4, ist also dein Bier, da UM die NE4 nicht betreibt.
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elo22
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Re: Verstärkeranschluss an die Potentialausgleichsschiene

Beitrag von elo22 » 29.01.2010, 04:16

manu26 hat geschrieben:Einfach selber nen Kabel ziehen und irgendwo an die Erde dran, kann ja nicht so schwer sein. Im Keller werden doch sicherlich genug Dinge geerdert sein. Heizung, Wasserleitung, irgendwas...dann geht man da einfach mit dran...natürlich mit nem schönen Kabel in grün/gelb. Fertig...
Das ist murks, wie schon öfters geschrieben. Metallene Rohre kann man durch Kunststoff ersetzen und damit ist der PA hin.

Lutz

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Re: Verstärkeranschluss an die Potentialausgleichsschiene

Beitrag von Dinniz » 29.01.2010, 11:27

Wir müssen dich darauf hinweisen damit die Haftung für Schäden durch Kriechstrom oder Überspannung nicht bei UM / Sub liegt.
Ob du die Anlage jetzt erdest oder nicht ist somit deine Sache, übernimmst aber dann die Haftung.
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Re: Verstärkeranschluss an die Potentialausgleichsschiene

Beitrag von RingoStarr » 29.01.2010, 14:33

Ich habe jetzt schon für Montag einen Elektriker bestellt, der das ganze dann fachmännisch installiert.
Kann den in der Zwischenzeit etwas schlimmes passieren?Eher hatte der Elektriker keine Zeit und somit lässt sich das ganze auch nicht früher realisieren.

MfG

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Re: Verstärkeranschluss an die Potentialausgleichsschiene

Beitrag von Dinniz » 29.01.2010, 16:01

derschlimmst Fall wäre ein Kontakt mit einem Spannungsführendem Kabel - 230v auf der Antennenleitung. Recht unwahrscheinlich.
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Re: Verstärkeranschluss an die Potentialausgleichsschiene

Beitrag von elo22 » 29.01.2010, 16:14

Dinniz hat geschrieben:derschlimmst Fall wäre ein Kontakt mit einem Spannungsführendem Kabel - 230v auf der Antennenleitung. Recht unwahrscheinlich.
Das kann ein defektes Gerät sein oder aber auch beim Nachbarn.

Lutz

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Re: Verstärkeranschluss an die Potentialausgleichsschiene

Beitrag von RingoStarr » 29.01.2010, 18:39

Dinniz hat geschrieben:derschlimmst Fall wäre ein Kontakt mit einem Spannungsführendem Kabel - 230v auf der Antennenleitung. Recht unwahrscheinlich.
Ok. Dann vielen Dank erstmal.
Ich denke dann brauch ich mir keine Sorgen zu machen und hoffe, dass bis Montag nix schiefgeht.

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Re: Verstärkeranschluss an die Potentialausgleichsschiene

Beitrag von Dinniz » 29.01.2010, 19:29

Viele Fernsehanlagen laufen schon seit 20 Jahren ohne Erdung .. wenn ich den Kunden den Hinweis auf die fehlende Erdung gebe, kläre ich sie kurz auf aber Druck machen ist da sinnlos.
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Re: Verstärkeranschluss an die Potentialausgleichsschiene

Beitrag von Bastler » 30.01.2010, 11:19

Das kann ein defektes Gerät sein oder aber auch beim Nachbarn.
Wobei das bei halbwegs modernen TV Geräten (seit min 25 Jahren) extrem unwahrscheinlich ist. Das Problem mit der fast halben Netzsannung auf dem Chassis und damit auch auf der Koaxmasse durch die Entstörkondensatoren dagegen ist, so lange es um Röhrengeräte geht, noch hochaktuell.
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Re: Verstärkeranschluss an die Potentialausgleichsschiene

Beitrag von scheibuman » 23.02.2010, 11:41

Sehr interessant.
Bei mir im Keller hat der UM-Techniker die Potenzialausgleichsleitung gelegt und auch angeschlossen.
Der alte Hausübergabepunkt und Verstärker war bis dahin nicht geerdet.

Bei mir im Haus lag jedoch alles sehr nah beieinander.

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Re: Verstärkeranschluss an die Potentialausgleichsschiene

Beitrag von Dinniz » 23.02.2010, 15:30

Wenn in Reichweite wird dies auch sofort erledigt.
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Re: Verstärkeranschluss an die Potentialausgleichsschiene

Beitrag von kellerkind » 24.02.2010, 11:29

manu26 hat geschrieben:Naja, man kann ja auch nicht verlangen, dass der Techniker auch noch ne Steckdose + Leitung installiert, weil am Aufstellungsort keine vorhanden ist. Dafür muss man schon selber sorgen. Wo ist das Problem mit der Erdung? Einfach selber nen Kabel ziehen und irgendwo an die Erde dran, kann ja nicht so schwer sein. Im Keller werden doch sicherlich genug Dinge geerdert sein. Heizung, Wasserleitung, irgendwas...dann geht man da einfach mit dran...natürlich mit nem schönen Kabel in grün/gelb. Fertig...
Sorry Du,

die Erdung an sich ist ziemlich kompliziert. Die VDE sagt eindeutig aus :
1. keine Erdung in flexibel--> erlebe ich aber sehr häufig diesen Fall
2. weiterhin muss geschaut werden, wie Potiausgleich aufgebaut ist. Der Querschnitt richtet sich nach der ungezählten Leitung von HAK zum Zählerschrank.
3. Ein Abgriff von Wasserleitung ist mittlerweile total untersagt
4. Ein Abgriff von einer Gefahrengutleitung (Gasleitung) ebenfalls.
5. Leitung (PE) darf nicht geschnitten werden. Wenn ich immer die 4 oder 5 Leitungen an der Schraube der Banderdungsschelle sehe, werde ich blind
6. VDE sagt, nach Möglichkeit ein grün gelber Leiter

Egal, Erdungsthema ist kompliziert geworden

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kellerkind
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Re: Verstärkeranschluss an die Potentialausgleichsschiene

Beitrag von kellerkind » 24.02.2010, 11:35

kellerkind hat geschrieben:
manu26 hat geschrieben:Naja, man kann ja auch nicht verlangen, dass der Techniker auch noch ne Steckdose + Leitung installiert, weil am Aufstellungsort keine vorhanden ist. Dafür muss man schon selber sorgen. Wo ist das Problem mit der Erdung? Einfach selber nen Kabel ziehen und irgendwo an die Erde dran, kann ja nicht so schwer sein. Im Keller werden doch sicherlich genug Dinge geerdert sein. Heizung, Wasserleitung, irgendwas...dann geht man da einfach mit dran...natürlich mit nem schönen Kabel in grün/gelb. Fertig...
Sorry Du,

die Erdung an sich ist ziemlich kompliziert. Die VDE sagt eindeutig aus :
1. keine Erdung in flexibel--> erlebe ich aber sehr häufig diesen Fall
2. weiterhin muss geschaut werden, wie Potiausgleich aufgebaut ist. Der Querschnitt richtet sich nach der ungezählten Leitung von HAK zum Zählerschrank.
3. Ein Abgriff von Wasserleitung ist mittlerweile total untersagt
4. Ein Abgriff von einer Gefahrengutleitung (Gasleitung) ebenfalls.
5. Leitung (PE) darf nicht geschnitten werden. Wenn ich immer die 4 oder 5 Leitungen an der Schraube der Banderdungsschelle sehe, werde ich blind
6. VDE sagt, nach Möglichkeit ein grün gelber Leiter

Egal, Erdungsthema ist kompliziert geworden
Erdung sollte schon vom Fachmann installiert werden. UM kann für Folgeschäden haftbar gemacht werden. Es kann im Ernstfall keine Übernahme von Kosten von Deiner Versicherung eintreten.

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Re: Verstärkeranschluss an die Potentialausgleichsschiene

Beitrag von Bastler » 25.02.2010, 09:07

Wenn in Reichweite wird dies auch sofort erledigt.
Kommt auch wieder auf die Firma an :zwinker: . "Hier" bastelt z.B. eine Firma rum, die ihre Bauteile grundsätzlich nur untereinander "erdet", selbst, wenn der richtige Potentialausgleich 30 cm neben der HVA ist.
Hat scheinbar bei denen auch noch nie einer bemängelt, denn die machen das immer noch :D .

Wobei die Installationsfirmen eh nicht mehr machen können als die Anlage einfach mit nem vorhandenem Potentialausgleich zu verbinden. Was für ein Potential daran anliegt und ob dieser wirklich korrekt geerdet ist, das kann die Firma in der Regel gar nicht messen oder gar ändern. Ist aber eigentlich auch gar nicht deren Problem...
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Re: Verstärkeranschluss an die Potentialausgleichsschiene

Beitrag von hellwaybanger666 » 25.02.2010, 20:40

neue vorschrft ist : falls keine erdung möglich ist , aus welchen gründen auch immer, muss wenigstens ein doppeltes galvanisches trennelement berührungssicher zwischen hüp und verstärker installiert werden.

mfg

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Re: Verstärkeranschluss an die Potentialausgleichsschiene

Beitrag von Dinniz » 25.02.2010, 22:01

falsch .. damit trennst du die Erde komplett ab und bleibt die Kriechspannung etc in der Anlage und kann bei Berührung lebensgefährlich werden.

Das Trennelement wird nur gesetzt wenn die HVA geerdet werden kann - der ÜP jedoch nicht.
Ansonsten muss die Erdung des HÜPs genutzt werden.
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Re: Verstärkeranschluss an die Potentialausgleichsschiene

Beitrag von hellwaybanger666 » 26.02.2010, 07:52

ja stimmt, aber der sub muss ein trennelement setzen wenn der hüp nicht mit in die poti einbezogen werden kann.
er muss aber auch für den vermieter oder eigentumer eine VDE-Card hinterlassen oder nen VDE Aufkleber auf die HVA kleben
damit damit der elektriker das fertig stellt.

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Re: Verstärkeranschluss an die Potentialausgleichsschiene

Beitrag von Dinniz » 26.02.2010, 08:26

Die Karte dient ledigich der rechtlichen Sicherheit für den Sub / UM.
Man könnte genausogut dem Eigentümer einen Brief schicken um ihn auf den Missstand hinzuweisen.
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Re: Verstärkeranschluss an die Potentialausgleichsschiene

Beitrag von kellerkind » 26.02.2010, 10:01

Bastler hat geschrieben:
Wenn in Reichweite wird dies auch sofort erledigt.
Kommt auch wieder auf die Firma an :zwinker: . "Hier" bastelt z.B. eine Firma rum, die ihre Bauteile grundsätzlich nur untereinander "erdet", selbst, wenn der richtige Potentialausgleich 30 cm neben der HVA ist.
Hat scheinbar bei denen auch noch nie einer bemängelt, denn die machen das immer noch :D .

Wobei die Installationsfirmen eh nicht mehr machen können als die Anlage einfach mit nem vorhandenem Potentialausgleich zu verbinden. Was für ein Potential daran anliegt und ob dieser wirklich korrekt geerdet ist, das kann die Firma in der Regel gar nicht messen oder gar ändern. Ist aber eigentlich auch gar nicht deren Problem...
Moin, da gebe ich Dir auf jedenfall Recht.

Ich habe mir die PE Anlage immer recht genau angeschaut. Ist z.B vom HAK nur eine Verbindung zur Potischiene und von der Potischiene wird die Grund PE Versorgung getätigt, habe ich nienmals die HVO dort mit einbezogen, sondern es nur bei der Abmeldung des Auftrages vermerkt.

Naja, auf jedenfall entscheide ich so. Damit mache nicht falsch. KD bekommt noch das schöne Zettelchen und natürlich bringe ich auch das HINWEISSCHILD an .

Gruss an Dich

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