Upstream Power Level zu niedrig. Was machen?

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Cosmic
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Upstream Power Level zu niedrig. Was machen?

Beitrag von Cosmic » 26.01.2010, 21:06

Hallo zusammen,

vor etwa zwei Wochen wurde mein UnityMedia 3Play von einem Techniker eingerichtet nachdem ich bei der Erstinstallation 94% Fehlerrate hatte. Und das, obwohl unser Haus drei Monate zuvor von UM komplett neu verkabelt wurde. Der Techniker tauschte den Verstärker, Kabel, eine Dose und pegelte alles neu ein. Danach hatte ich einen Transmit Power Level (US) von über 40 dBmV. Der Techniker riet mir, den Wert zu beobachten, da er nicht unter 40 dBmV fallen dürfe. Bereits am nächsten Tag war der Wert knapp unter 40 dBmV, aber nicht nennenswert.
Da ich in den letzten Tagen häufig "Internet-Aussetzer" für mehrere Sekunden hatte, habe ich die Werte heute nochmals kontrolliert und musste leider feststellen, dass der Transmit Power Level (US) auf 37,7 dBmV gefallen war. Ich rief also die Technik-Hotline an und meldete dies. Ich wurde aber leider erfolglos abgewimmelt, da der Wert noch über 37,0 dBmV läge und ich angeblich nur eine Fehlerrate von unter 0,5% hätte. Es läge erst ein Problem vor, wenn der Wert unter 37,0 dBmV fällen würde.
Damit kann ich mich leider nicht zufrieden geben, da hier im Forum sogar von einem idealen Wert bei über 43,0 dBmV gesprochen wird. Was kann ich unternehmen? Muss ich warten bis nichts mehr geht?
Hier mal meine Werte:

Code: Alles auswählen

System
Name SA EPC2203
Modem Serial Number 222458132
Cable Modem MAC Address	00:22:ce:b1:cb:a4
Hardware Version 1.1
Receive Power Level 4.7 dBmV
Transmit Power Level	 37.7 dBmV
Signal to Noise Ratio 36.9 dB
Cable Modem Status Operational
Vendor Scientific-Atlanta, Inc.
Boot Revision 2.1.6lR7

Software File Name and Revisions
Firmware Name epc2203-P10-5-epc2203-P10-5-v202r1262-090225cs-090225cs.bin
Software Revision epc2203-P10-5-v202r1262-090225cs
Vielen Dank für eure Hilfe!

Gruß
Cosmic

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Re: Upstream Power Level zu niedrig. Was machen?

Beitrag von Cosmic » 28.01.2010, 10:27

Kann mir keiner Tipps geben?

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Re: Upstream Power Level zu niedrig. Was machen?

Beitrag von Dinniz » 28.01.2010, 11:40

Was wir hier im Forum sagen ist eine Sache.
Fakt ist dass 37dBmV noch keine Störungen versucht.
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Re: Upstream Power Level zu niedrig. Was machen?

Beitrag von Bastler » 28.01.2010, 17:07

Fakt ist aber auch, dass die UM-Hotline Störungen aufnimmt, wo z.B. der Sendepegel 41 dBmV ist oder der RX-Pegel 10 dBmV ist :D.
Dann kommt ein netter Techniker, pegelt das in den "korrekten Bereich" (weil das ja so im Ticket stand), beseitigt damit aber nicht die eigentliche Störung (weil die nämlich nicht daran liegt).

Passiert so täglich. Der Entstörtechniker konzentriert sich ja ohnehin inzwischen nicht auf die Beseitigung der Störung, sondern viel mehr auf die korrekten "Werte" und andere UM Vorschrfiten. Die eigentliche Entstörung ist eher aussen vor.

Kein Witz, so läuft das im Moment wirklich oft ab...
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Re: Upstream Power Level zu niedrig. Was machen?

Beitrag von CD62c » 30.01.2010, 21:55

Hallo,

ich würde in dem Fall gar nichts unternehmen, die Werte sind alle OK. Ein niedriger UpTx (und selbst wenn er bei nur bei 20dBmV liegt) macht keine Probleme, solange der erwartete Empfangspegel am CMTS eingehalten wird, hier ist auch die FAQ hier im Forum nicht ganz korrekt. Allerdings steigt die Wahrscheinlichkeit, daß Störsignale aus Deinem Hausnetz die Signalqualität des Upstreams verschlechtern, daher sollte möglichst der Sollpegel eingehalten werden.

Ich würde das höchstens neu pegeln lassen, wenn wir wieder normale Außentemperaturen haben oder um die 2dB niedriger als empfohlen. Im Sommer steigt der UpTx sonst über den Idealpegel und Du hast wieder etwas, das Dich unruhig macht ...

Rauschfreie Grüße,

CD62c

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Re: Upstream Power Level zu niedrig. Was machen?

Beitrag von Dinniz » 30.01.2010, 22:42

Unter 32dBmV kann es aber zu logouts des MTAs kommen.
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Re: Upstream Power Level zu niedrig. Was machen?

Beitrag von pilotprojekt » 01.02.2010, 18:04

Er hat aber 37.....und nicht 32dbm......Ansonsten sollte man das nicht zu eng sehen.....

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Re: Upstream Power Level zu niedrig. Was machen?

Beitrag von Dinniz » 01.02.2010, 18:22

Les dir mal meine letzten beiden Einträge nochmal durch und dann denk bitte nochmal drüber nach.
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Re: Upstream Power Level zu niedrig. Was machen?

Beitrag von CD62c » 01.02.2010, 21:23

Hallo,

ich darf auf das hier Gesagte verweisen.

DOCSIS 2.0 verlangt von den Geräten, daß sie einen Ausgangspegel bis herunter auf +8dBmV unterstützen, bei DOCSIS 3.0 sind es sogar +17dBmV. Ein spezifiziertes Gerät wird also bis zu +17dBmV stabil laufen, wenn es nicht defekt ist (das betrifft sowohl Hard- als auch Software).

Auch hier nochmal: nicht auf den UpTx als Fehlerursache versteifen, am besten beim Anruf gar nicht erwähnen. Wenn Du Probleme mit dem Anschluß hast, die zweifelsfrei nicht z.B. auf Dein Heimnetzwerk zurückzuführen sind, bestehe auf Aufnahme einer Störungsmeldung. Von alleine behebt sich das sicherlich nicht.

Übrigens: wer der Überzeugung ist, daß seine Störungen an zu niedrigem UpTx liegen, kann sich ein entsprechendes Dämpfungsglied für den Bereich von 5-65 oder 5-85 MHz besorgen (sollte leicht im Netz zu finden sein, gibt es mit 3,6,9 und 12dB Dämpfung). Die benötigte Dämpfung errechnet sich nach 46dBmV - [aktueller UpTx} = [benötigte Dämpfung]. Das Dämpfungsglied bitte NUR zwischen MTA und Dose setzen, wo es Euch am besten paßt. Falls Ihr aus Kostengründen oder weil Ihr gerade eines zur Hand habt ein breitbandig dämpfendes DGL (z.B. für wenig Geld aus der Sat-Technik, 5-2300 MHz) verwendet, müßt Ihr beachten, daß der Downstream um denselben Wert gedämpft wird.

Wenn sich danach der optimale UpTx einstellt, könnt Ihr wieder beruhigt schlafen und wenn der Fehler danach immer noch vorhanden ist, muß woanders gesucht werden ;-)

CD62c

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Re: Upstream Power Level zu niedrig. Was machen?

Beitrag von Bastler » 02.02.2010, 21:30

So ist es.
Was ich aber noch immer nicht vestehe: Warum nimmt die Hotline für uns Tickets auf, wo wir z.B. bei einem Störungskunden, der einen TX von z.B. 40 dBmV hat, nachpegeln sollen, obwohl der eigentliche Störungsgrund ein ganz anderer ist (z.B. Performanceprobleme oder was auch immer). Weil dem Kunden hilft das ja nichts, wenn ein "Techniker" vorbeikommt, den Rückkanal oder auch Vorweg um 2 dB ( :D) verdreht, sein eigentliches Problem aber gar nicht untersucht wird (und durch das Nachpegeln in der Regel auch nicht beseitigt wird)...
In den Tickets steht dann ja extra noch drin, "NE4-TK disponieren um Verstärker einzupegeln" o. ä. .
Das bei so einem Auftrag jeder "Techniker" sofort zum Verstärker rennt, ein bisschen daran rumkurbelt, und danach wieder weg ist ohne etwas an der eigentlichen Störung zu machen dürfte ja jedem klar sein ...
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Re: Upstream Power Level zu niedrig. Was machen?

Beitrag von Visitor » 02.02.2010, 21:42

Überflüssiger finde ich die Einsätze bei den FratzBoxen, so in etwa "Kunde muss täglich resetten".
Sei froh, dass es so ist. Erhält unsere Arbeitsplätze. :D

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Re: Upstream Power Level zu niedrig. Was machen?

Beitrag von CD62c » 04.02.2010, 02:18

Hallo Bastler,

das kann ich doch so pauschal gar nicht sagen, ohne den konkreten Einzelfall zu betrachten. Ich kann nicht mal sagen, ob die TTs wirklich unberechtigt waren.
Das bei so einem Auftrag jeder "Techniker" sofort zum Verstärker rennt, ein bisschen daran rumkurbelt, und danach wieder weg ist ohne etwas an der eigentlichen Störung zu machen dürfte ja jedem klar sein ...
Das sehe ich etwas anders, so handelt ein typisches Negativbeispiel von Auftragsnehmer im Handwerk. "Ich mache genau das, was mir gesagt wird, kassiere die Kohle bzw. schreibe den Stundenzettel für meinen Chef und bin weg." Jemand, der nicht zwei Male zum selben Kunden fahren will, fragt ihn erstmal, was überhaupt das Problem ist. Jeder, der länger als zwei Wochen im Geschäft ist, wird verstehen, daß man das Problem eines Kunden oft schlecht in einen Text fassen kann und daher das nochmalige Nachfassen beim Kunden vor Ort nicht nur wünschenswert, sondern in vielen Fällen Voraussetzung für das erfolgreiche Abschließen eines Auftrags ist. Daß es nicht immer möglich ist, weil z.B. der Nutzer beim Termin selbst gar nicht vor Ort ist, lasse ich mal außen vor. Ich gehe aber mal davon aus, daß Du das ganz bewußt so provokant formuliert hast und Dich nicht grundsätzlich bloß beim Kunden zeigst, damit er uns mal persönlich kennengelernt hat ;->

Visitor hat geschrieben:
Überflüssiger finde ich die Einsätze bei den FratzBoxen, so in etwa "Kunde muss täglich resetten". Sei froh, dass es so ist. Erhält unsere Arbeitsplätze.
Es gibt schon Fälle, da ist der Einsatz schon notwendig, weil der Fehler im HF-Signal begründet liegt.

Mal ganz davon ab erhöhen Eure Einsätze - wenn sie denn wirklich überflüssig sind - sicherlich nicht die Kundenzufriedenheit und ob das Sinken jenerwelcher Eure Arbeitsplätze wirklich erhält? Langfristig sicher nicht. Uns allen geht es mit zufriedenen Kunden besser, ich denke, da stimmen wir überein.

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Re: Upstream Power Level zu niedrig. Was machen?

Beitrag von Bastler » 06.02.2010, 10:55

Ich gehe aber mal davon aus, daß Du das ganz bewußt so provokant formuliert hast und Dich nicht grundsätzlich bloß beim Kunden zeigst, damit er uns mal persönlich kennengelernt hat ;->
Richtig erkannt. oft bin ich aber derzweite oder dritte TK, der zum gleichen Kunden kommt. Und die Kunden erzählen mir dann natürlich, wie die vorhergehenden Entstörversuche abgelaufen sind.
Und da wird mir eben sehr oft genau das geschildert, was ich vorher schon geschrieben habe. Anstatt irgendwie das Problem zu lösen, wurde in vielen Fällen einfach direkt ohne Rückfrage der MTA ausgelesen, ein bisschen am Verstärker gedreht und weg war er :zwinker: .
Selbst in Fällen, wo letztendlich z.B. der TAE-Adapter einfach hinüber war, habe ich das schon erlebt. Hätte der erste "Techniker" einfach mal einen Testanruf durchgeführt, hätte er das wahrscheinlich sofort bemerkt (allein schon am fehlenden Blinken der LED). Hat er aber nicht, sondern stattdessen nachgepegelt, weil der RX um 1 dB zu hoch war...

Das Blöde ist ja auch noch, dass wir, wenn wir in dem Falle nur den TAE-Adapter getauscht hätten ohne nachzupegeln, nochmal hingeschickt worden wären, weil der RX ja immer immer noch zu hoch ist und "Störungen verursacht" (muhahaha). Ich spreche in diesem konkreten Fall von 70 dBµV...
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Re: Upstream Power Level zu niedrig. Was machen?

Beitrag von Dinniz » 06.02.2010, 13:30

Das ist ach der Grund warum viele Techniker im Entstörungsdienst eine verdammt miese Firstsolutionsrate haben ..
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Re: Upstream Power Level zu niedrig. Was machen?

Beitrag von kellerkind » 22.02.2010, 06:28

Moin Leuds,

erstmal muss ich sagen, dass ich die persönliche Einstellung von CD62c zum Kunden sehr gut finde. Wir leben alle davon und nur ein zufriedener Kunde ist ein guter Kunde :super: :super: :super:

Nun mal zum Anfang der Seite: Also wenn ich das so lese und solche extremen Schwankungen drin sind, vom Vortag von über 40 db auf den nächsten Tag zu 37db, würde ich mal behaupten, dass hier schon ein arges Problem vorliegt. Dies hat nichts mit den 2db und Temperaturen zu tun hat.

Ich denke mal, da alles neu verkabelt worden ist, kommt das Problem von Draußen---> entweder Abzweiger D-Linie defekt oder noch etwas anderes.

Ich persönlich finde es gut, dass UM die Vorschriften so arg angezogen hat. Jetzt wird gefiltert, wer mit den Zeitdruck sich über die Qualität beeinflussen lässt.

Qualität ist ein MUSS!! So sehe ich das nun mal und wird sich bei mir auch nicht ändern.

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