Unity Media und KDG wollen ARD-Radiotp. einspeisen

Hier geht es um alle digitalen TV- und Radioprogramme, die von Unitymedia ins Kabelnetz eingespeist und selbst vermarktet werden (inklusive ARD Digital und ZDFvision).
Heiner
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Re: Unity Media und KDG wollen ARD-Radiotp. einspeisen

Beitrag von Heiner » 05.02.2008, 09:13

KDG speist sie schon ein, jedenfalls einen Großteil. Die 24 fehlenden Sender werden mit 256QAM-Umrüstung zweier Kanäle kommen. Ich rechne damit dass man dann auch auf 320 kbit/s bei der Bitrate hochschaltet und AC3(Dolby Digital) bei den Sendern die es anbieten aufschaltet.

Außerdem gibts auf ASTRA 3A jetzt nen ARD-Transponder von der KDG, der dem zukünftigen 3. Haupttransponder auf ASTRA 1 identisch ist, allerdings vermute ich dass KDG da noch BRalpha mit draufpacken wird.

Iceberg37
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Re: Unity Media und KDG wollen ARD-Radiotp. einspeisen

Beitrag von Iceberg37 » 15.02.2008, 08:45

Bei Unitymedia tut sich mal wieder nichts, in Sachen einspeisung der ARD-Radioprogrammen
:wand: :wand: :wand:

RollinCHK
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Re: Unity Media und KDG wollen ARD-Radiotp. einspeisen

Beitrag von RollinCHK » 15.02.2008, 08:52

und was heißt das konkret?

sathopper
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Re: Unity Media und KDG wollen ARD-Radiotp. einspeisen

Beitrag von sathopper » 20.02.2008, 20:04

Abwarten, Tee trinken und hoffen das die ARD Druck macht... mehr kann man wohl nicht tun. Außer man will ständig bei UM anrufen oder Emails schicken und quängeln bis sich was tut.

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Re: Unity Media und KDG wollen ARD-Radiotp. einspeisen

Beitrag von sauger345 » 22.02.2008, 14:09

naja KDG braucht eine gewisse vorlaufzeit.
Um drückt einen knopf und es ist drin.

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Re: Unity Media und KDG wollen ARD-Radiotp. einspeisen

Beitrag von Heiner » 23.02.2008, 11:54

Weil KDG NOCH zu den einzelnen KKS muss um was umzustellen. Aber das hat sich ja bald erledigt, wenn das Backbone endlich fertig ist.

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Re: Unity Media und KDG wollen ARD-Radiotp. einspeisen

Beitrag von scorpion144 » 29.04.2008, 12:38

Hallo!

Auch ich vermisse viele ARD Rundfunksender im UM-Kabel, denn eine Satanlage kann ich aus geografischen Gründen nicht betreiben. Obwohl ich Digital Plus abonniert habe, bekomme ich ausser Music Choice nur eine Handvoll ARD-Hörfunksender, aber die, die mich interessieren, sind nicht dabei. Auf der Webseite der ARD habe ich nun diesen Hinweis gefunden:

Unitymedia und KabelBW werden in einem Großteil ihrer Kabelnetze (Ausbaugebiete) ab dem 19.05.2008 das gesamte ARD-Hörfunkprogramm von Transponder 93 mit über 60 Radioangeboten einspeisen. Die KDG wird das ARD-Hörfunkangebot bis Mai 2009 vollständig in ihre Netze einspeisen (Beginn ab Mai 2008).

Da kommt Freude auf. Denn das Aufsuchen von interessanten ARD-Sendern (z. B. SWR Contra) im Internet ist nur mittels detektivischer Fleissarbeit möglich, um die wirklich fast schon perfekt versteckten Stream-URLs aufzuspüren. Ab 19. Mai ist nur ein Druck auf die Receiver-Fernbedienung nötig.
Humax UM-FOX C / TV-Digital Plus

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Re: Unity Media und KDG wollen ARD-Radiotp. einspeisen

Beitrag von mischobo » 29.04.2008, 14:39

sathopper hat geschrieben:Abwarten, Tee trinken und hoffen das die ARD Druck macht... mehr kann man wohl nicht tun. Außer man will ständig bei UM anrufen oder Emails schicken und quängeln bis sich was tut.
... warum sollte die ARD Druck machen, wenn mit den Kabelnetzbetreiber vertraglich vereinbart wurde, dass die Qualitätsoffensive in der 21. KW erfolgen wird. Gleiches gilt für die Programme des ARD-Hörfunktransponders. Bekanntlich werden die Sat-Transponder nicht mehr 1:1 ins Kabel von UM übernommen, sondern es werden von der ARD ohne Umweg DVB-C-Multiplexe erstellt und den Kabelnetzbetreibern (aktuell Unitymedia und Kabel BW) per Glasfaser zugeführt werden. Diese DVB-C-Multiplexe werden von den Kabelnetzbetreibern 1:1 durchgeleitet. Anzahl der Programme und Qualität wird ausschliesslich von der ARD bestimmt. Die Kabelnetzbetreiber haben darauf keinen EInfluss.

Stichtag der Umstellung bei Unitymedia ist der 20.05.2008 ...

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Re: Unity Media und KDG wollen ARD-Radiotp. einspeisen

Beitrag von Heiner » 29.04.2008, 16:37

Bei KDG wurden heute übrigens die restlichen 25 Radiosender aufgeschaltet. Damit sind nun alle 64 Programme im Netz. Die Programme, die über Satellit in 128 kbit/s oder 192 kbit/s auf dem Radiotp. senden, tun dies auch bei KDG. Nur bei den 320 kbit/s-Sendern wurde auf 256 kbit/s runtergeschaltet. Dolby Digital ist nicht vorhanden bei den Sendern, die es über Sat anbieten. Wie auch immer... ab 2009 kommt auch das, wenn der Radiotp. 1:1 eingespeist wird.

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Re: Unity Media und KDG wollen ARD-Radiotp. einspeisen

Beitrag von Beobachter7 » 06.05.2008, 18:19

mischobo hat geschrieben:Bekanntlich werden die Sat-Transponder nicht mehr 1:1 ins Kabel von UM übernommen, sondern es werden von der ARD ohne Umweg DVB-C-Multiplexe erstellt und den Kabelnetzbetreibern (aktuell Unitymedia und Kabel BW) per Glasfaser zugeführt werden. Diese DVB-C-Multiplexe werden von den Kabelnetzbetreibern 1:1 durchgeleitet. Anzahl der Programme und Qualität wird ausschliesslich von der ARD bestimmt. Die Kabelnetzbetreiber haben darauf keinen EInfluss.
Das ist nicht ganz richtig, weil die ARD, wie man auf der Website des Bayerischen Rundfunks lesen konnte, verschiedene Varianten anbietetet, zwischen denen die Kabelnetzbetreiber frei wählen können:
Bayerischer Rundfunk hat geschrieben:Das Kabelkompression-Center der ARD

Nicht via Satellit sondern per Leitung - das ist das alternative Zuführungskonzept für große Kabelnetze: Unitymedia (Kabelnetzbetreiber in Hessen und Nordrhein-Westfalen) sowie Kabel Baden-Württemberg haben sich dafür entschieden und beziehen unsere Digitalprogramme für den Großteil ihrer Kabelnetze ab voraussichtlich Mai 2008 aus dem ARD-eigenen Kabelkompression-Center (KCC).

Das KCC in Frankfurt bietet zwei unterschiedliche Multiplex- Kombinationen an, aus denen die Kabelnetzbetreiber selbstständig auswählen können. Dies wird abhängig vom Ausbaugrad und der Kapazität der jeweiligen Netze geschehen und bedingt dann die Anzahl der Programme und die Bild- und Tonqualität (Datenrate).

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Re: Unity Media und KDG wollen ARD-Radiotp. einspeisen

Beitrag von mischobo » 06.05.2008, 19:04

Beobachter7 hat geschrieben:
mischobo hat geschrieben:Bekanntlich werden die Sat-Transponder nicht mehr 1:1 ins Kabel von UM übernommen, sondern es werden von der ARD ohne Umweg DVB-C-Multiplexe erstellt und den Kabelnetzbetreibern (aktuell Unitymedia und Kabel BW) per Glasfaser zugeführt werden. Diese DVB-C-Multiplexe werden von den Kabelnetzbetreibern 1:1 durchgeleitet. Anzahl der Programme und Qualität wird ausschliesslich von der ARD bestimmt. Die Kabelnetzbetreiber haben darauf keinen EInfluss.
Das ist nicht ganz richtig, weil die ARD, wie man auf der Website des Bayerischen Rundfunks lesen konnte, verschiedene Varianten anbietetet, zwischen denen die Kabelnetzbetreiber frei wählen können:
Bayerischer Rundfunk hat geschrieben:Das Kabelkompression-Center der ARD

Nicht via Satellit sondern per Leitung - das ist das alternative Zuführungskonzept für große Kabelnetze: Unitymedia (Kabelnetzbetreiber in Hessen und Nordrhein-Westfalen) sowie Kabel Baden-Württemberg haben sich dafür entschieden und beziehen unsere Digitalprogramme für den Großteil ihrer Kabelnetze ab voraussichtlich Mai 2008 aus dem ARD-eigenen Kabelkompression-Center (KCC).

Das KCC in Frankfurt bietet zwei unterschiedliche Multiplex- Kombinationen an, aus denen die Kabelnetzbetreiber selbstständig auswählen können. Dies wird abhängig vom Ausbaugrad und der Kapazität der jeweiligen Netze geschehen und bedingt dann die Anzahl der Programme und die Bild- und Tonqualität (Datenrate).
... die ARD bietet zwei Multiplex-Kombinationen an, die eine für ausgebaute Netze und die andere für nicht ausgebaute Netze. Die jeweiligen Mulitplexe werden von der ARD erstellt und von den Kabelnetzbetreibern 1:1 durchgeleitet. Über Zusammenstellung und Bild- und Ton-Qualität entscheidet einzig und allein die ARD ...

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Re: Unity Media und KDG wollen ARD-Radiotp. einspeisen

Beitrag von Beobachter7 » 08.05.2008, 07:56

mischobo hat geschrieben:
Bayerischer Rundfunk hat geschrieben:Das KCC in Frankfurt bietet zwei unterschiedliche Multiplex- Kombinationen an, aus denen die Kabelnetzbetreiber selbstständig auswählen können.
... die ARD bietet zwei Multiplex-Kombinationen an, [...] Über Zusammenstellung und Bild- und Ton-Qualität entscheidet einzig und allein die ARD ...
Ist der erste Satz oben so schwer zu begreifen? Oder was ist an dem Wort "selbständig" so unverständlich?

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Re: Unity Media und KDG wollen ARD-Radiotp. einspeisen

Beitrag von mischobo » 08.05.2008, 12:47

Beobachter7 hat geschrieben:
mischobo hat geschrieben:
Bayerischer Rundfunk hat geschrieben:Das KCC in Frankfurt bietet zwei unterschiedliche Multiplex- Kombinationen an, aus denen die Kabelnetzbetreiber selbstständig auswählen können.
... die ARD bietet zwei Multiplex-Kombinationen an, [...] Über Zusammenstellung und Bild- und Ton-Qualität entscheidet einzig und allein die ARD ...
Ist der erste Satz oben so schwer zu begreifen? Oder was ist an dem Wort "selbständig" so unverständlich?
... wörtlich ist auf der BR-online Site zu lesen:
Das KCC in Frankfurt bietet zwei unterschiedliche Multiplex- Kombinationen an, aus denen die Kabelnetzbetreiber selbstständig auswählen können. Dies wird abhängig vom Ausbaugrad und der Kapazität der jeweiligen Netze geschehen und bedingt dann die Anzahl der Programme und die Bild- und Tonqualität (Datenrate).
... demnach gibt es eine Multiplex-Kombination für ausgebaute Kabelnetze und eine Multiplex-Kombination für nicht ausgebaute Netze. Kapazitätsengpässe gibt es bei Unitymedia und Kabel BW nur in nicht ausgebauten Netzen. Die Multiplex-Kombination für ausgebaute Netze enthalten auch alle ARD-Hörfunkprogramme. In der ARD-digital-FAQ zur Qualitätsoffensive ist zu lesen, dass sowohl Unitymedia als auch Kabel BW in ihren ausgebauten Netzen alle ARD-Hörfunkprogramme verbreiten werden.

Die Kabelnetzbetreiber haben nicht unbedingt die große Auswahl. Das ist so, als würde VW nur einen blauen Golf mit 60 PS und einen rosa Golf mit 100 PS anbieten würden. Auch hier könnte der potentielle Käufer selbständig auswählen ...

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Re: Unity Media und KDG wollen ARD-Radiotp. einspeisen

Beitrag von Beobachter7 » 08.05.2008, 21:42

mischobo hat geschrieben:Die Kabelnetzbetreiber haben nicht unbedingt die große Auswahl.
Das ist ja auch gut so.
mischobo hat geschrieben: Das ist so, als würde VW nur einen blauen Golf mit 60 PS und einen rosa Golf mit 100 PS anbieten würden. Auch hier könnte der potentielle Käufer selbständig auswählen ...
Beim ersten Massenauto, dem Ford Modell T hieß es: Sie können das Auto in jeder Farbe haben, solange diese schwarz ist... Heute kriegt man ein neues Auto überhaupt nicht mehr in Farbe, sondern nur in grau, außer man ist bereit, mindestens einen halben Tausender für Farbe draufzulegen.

Man kann die Verbreitung der verschiedenen ARD-Muxe sicherlich als eine Frage betrachten, ob denn das Glas halb voll oder halb leer ist, aber den Kabelnetzbetreibern die Entscheidung zu überlassen, was wir von den öffentlich-rechtlichen Programmen sehen dürfen und in welcher Qualitität, wäre ja wohl das allerletzte, was einem selbst in den allerschlimmsten Albträumen einfallen würde.

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Re: Unity Media und KDG wollen ARD-Radiotp. einspeisen

Beitrag von Invisible » 08.05.2008, 22:49

Eben. Wenn ich die ständig ausufernde Anzahl der öffentlich-rechtlichen Sparten- und Wiederholungskanäle sehe dann muß man nicht jeden Schwachsinn einspeisen. Schlimm genug wenn wir das mit unseren GEZ-Gebühren finanzieren müssen.
Kleine Rechtschreibhilfe: Techniker, nicht Technicker; Receiver, nicht Reciver, Reseifer oder ähnliches; Fernseher, nicht Fernseh; Paket, nicht Packet

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Re: Unity Media und KDG wollen ARD-Radiotp. einspeisen

Beitrag von dyewitness » 09.05.2008, 03:47

Eben. Ob die ARD schon mal von sowas, um bei dem Autobeispiel zu bleiben, wie Selbstkonfiguarion gehört hat?

Es klang ja oben schon irgendwie spöttisch an, aber es stimmt doch. Bei dem passenden Programm bekomme ich meinen Golf auch in kotzgrün-metallic. Und nicht nur in schwarz oder schwarz und nicht zu vergessen schwarz.

Aber wahrscheinlich braucht die ARD jetzt ebenfalls 100 Jahre (Ford T 1908 Audi /BMW /VW Individualprogramme 2008)... . :schnarch: :wand:

PS: Übrigens: Ein silbernen Golf kostet den halben tausender mehr. Ein weißer, schwarzer oder roter kostet den Grundpreis. :streber:

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Re: Unity Media und KDG wollen ARD-Radiotp. einspeisen

Beitrag von Beobachter7 » 09.05.2008, 08:17

Invisible hat geschrieben:dann muß man nicht jeden Schwachsinn einspeisen.
Also streichen wir 9live, die ganzen Versandkataloge, DSF, "Das Vierte", Tele5, RTL (alle), SAT1/Pro7 (alle), ...

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Re: Unity Media und KDG wollen ARD-Radiotp. einspeisen

Beitrag von FBI01 » 09.05.2008, 11:02

dyewitness hat geschrieben:Eben. Ob die ARD schon mal von sowas, um bei dem Autobeispiel zu bleiben, wie Selbstkonfiguarion gehört hat?
Es klang ja oben schon irgendwie spöttisch an, aber es stimmt doch. Bei dem passenden Programm bekomme ich meinen Golf auch in kotzgrün-metallic. Und nicht nur in schwarz oder schwarz und nicht zu vergessen schwarz.
Aber wahrscheinlich braucht die ARD jetzt ebenfalls 100 Jahre (Ford T 1908 Audi /BMW /VW Individualprogramme 2008)... .
PS: Übrigens: Ein silbernen Golf kostet den halben tausender mehr. Ein weißer, schwarzer oder roter kostet den Grundpreis.
Aus dem Kabel Compression Center in Frankfurt am Main werden fertig gemuxte Programmpakete als Multicaststrom an die Kabelnetzbetreiber übergeben. An einem fertigen Mux ändern die Kabelbetreiber inhaltlich nichts mehr - warum auch ?!

Die Vergleiche mit den PKWs sind irgendwie Unsinn. Die Zusammenstellung der Multiplexe in der Hand der ARD zu lassen ist ja durchaus wünschenswert. Wie wäre es, wenn die Kabelbetreiber "Das Erste" z.B. bei einem Olympia Event im Datenstrom begrenzen würden, wenn auf dem gleichen Multiplex ein "Pay-Sender" für mehr Daten ordentlich was anbietet? Dann könnte man die verfügbare Qualität nicht mehr garantieren ...

Unity Media kann mit den fertig angelieferten Multiplex-Strömen in optimal abgestimmter Qualität sein eigenes Angebot ordentlich aufpolieren und wird mit der Verantwortung für die Qualität gar nicht erst überfordert. Denn - es ist doch wohl unbestritten - in diesem Zusammenspiel ist eher UM die "Telekom" als die ARD ... "Kabelnetze wie Phönix aus der Asche und volle Kassen bei den neuen Kabel-Dienstleistern" und die ARD hilt sogar noch kräftig mit. Nicht auszudenken, wenn UM sich aus dem DVB-S Angebot selbst was zurecht gemuxt hätte - dann wären wir bei den Dritten-Programmen vermutlich zur "Body In Balace"-Qualität (< 600 kbit/s total) verurteilt und hätten alles auf einer Frequenz bekommen ...
FBI01 nutze "Kabelfernsehen" von 1984-2008; heute nur noch einen DOCSIS3-Anschluss mit fester IP, für den Zugriff auf das Internet.

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Re: Unity Media und KDG wollen ARD-Radiotp. einspeisen

Beitrag von dyewitness » 09.05.2008, 11:15

Diese Problem könnte die ARD mit geschickten Klauseln im Einspeisevertrag begegnen.

- Mindestauflösung
- Mindesbandbreite pro Kanal (Video)
- Mindestbandbreite pro Kanal (Audio)
- Zusätzliche Audistreams
- Mindestbildrate
- Mindestbandbreite des Gesamtmuxxes

- Zusatzklausel Special Event / HDTV.

Ob die UM das jedoch angenommen hätte, wäre auf einem anderen Blatt gestanden.

Aber zumindes ist es falsch zu behaupten, dass ein reines UM Muxxing gleichzeitig zwangsläufig zu bescheidener Qualität führen muss. Wenn dies so ist, dann liegt das am fehlenden Interesse diesbezüglich des Programmbetreibers, seinem fehlenden Verhandlungsgeschick oder seiner fehlenden Markt- und damit Verhandlungsmacht.

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Re: Unity Media und KDG wollen ARD-Radiotp. einspeisen

Beitrag von FBI01 » 09.05.2008, 11:28

dyewitness hat geschrieben:(...) - Zusatzklausel Special Event / HDTV. (...)
Ob die UM das jedoch angenommen hätte, wäre auf einem anderen Blatt gestanden.
Aber zumindes ist es falsch zu behaupten, dass ein reines UM Muxxing gleichzeitig zwangsläufig zu bescheidener Qualität führen muss. Wenn dies so ist, dann liegt das am fehlenden Interesse diesbezüglich des Programmbetreibers, seinem fehlenden Verhandlungsgeschick oder seiner fehlenden Markt- und damit Verhandlungsmacht.
Hi, ich habe es nicht behauptet, sondern vermutet. Ich gebe Dir Recht, man könnte sowas alles vereinbaren - ich vermute (!) jedoch, dass wir dann noch lange nicht soweit wären. Die ARD zeigt doch aber, dass sie als "Programmbetreiber" großes Interesse an der Qualität hat und es mit dem muxen gleich selbst erledigt. Ich denke nicht, dass UM darüber betrübt ist ...
FBI01 nutze "Kabelfernsehen" von 1984-2008; heute nur noch einen DOCSIS3-Anschluss mit fester IP, für den Zugriff auf das Internet.

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Re: Unity Media und KDG wollen ARD-Radiotp. einspeisen

Beitrag von Beobachter7 » 09.05.2008, 11:57

dyewitness hat geschrieben:Diese Problem könnte die ARD mit geschickten Klauseln im Einspeisevertrag begegnen.

- Mindestauflösung
usw usf.

Die haben das noch viel einfacher gemacht: Ihr bekommt zwei Paketkombination zur Auswahl, und fertig.

Und ich bin froh, daß dies so ist.

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Re: Unity Media und KDG wollen ARD-Radiotp. einspeisen

Beitrag von dyewitness » 09.05.2008, 12:44

Einfacher, aber unflexibler.

Denn so dürfen 30% der Leute mit Kabel aus NRW/Hessen weiterhin, wie schon seit Jahren, auf ein nennenswertes Angebot im digitalen Hörfunk verzichten.

Denn die Muxxe legt die ARD ja leider nicht so aus, dass zumindest DLF, DLR, Dok & Deb, alle WDR und alle HR Derivate i n alle Netze kommen.

Nö, sie machen es sich, wie ja das ganze gerade Thema ist, einfach und machen im Grunde eine Streamkombination, flanschen dann einen weiteren 256QAM Transponder darauf, nämlich den, der den Hörfunkttransponder umsetzt (und eventuell noch ein paar weitere Regionalzeiten etc. um eben die 51 MBit/s zu füllen (Wenn sie das überhaupt tun und nicht gleich auf dem 4. Transponder 60% Nullbits senden und damit nur um die 20 MBit/s netto belegen, sprich den DVB-S Hörfunkttransponder 1 zu 1 durchschalten nachdem sie die TV Programme auf ihm ausgefiltert haben)) und fertig sind die sagenumwogenen 2 Streamkombinationen.

Zumindest liest sich das so in den Aussagen, die man bisher bekommen hat.

Also wird es seitens der ARD 3 gemuxxte TV Streams für ALLE geben, mit viel Glück mit den Lokalzeiten und ohne die "Lokalzeiten" aus anderen Bundesländern und darüber hinaus für die privillegierten Netze einen 4 muxx der wohl wahrscheinlich sich kaum von Hörfunksatzmuxx unterscheidet.

Das Ganze ist so schon ärgerlich genug.

Eine ganz andere Dimension bekommt es, wenn man dabei ans Geld denkt. Oder habe ich etwas verpasst und die Leute im ausgebauten Netz zahlen mehr Kabelfernsehgrundgebühren und mehr GEZ als unsereins?

Aber hier scheiden sich ja die Geister.

Schon alleine bei der GEZ.

Für was zahlt man GEZ? Für ALLE Verbereitungswege? Sprich hat die ARD dafür zu sorgen, dass ich "meine" Programme genauso über DVB-T wie DVB-S wie DVB-C wie PAL (Kabel, Sat) empfangen kann? Und was sind überhaupt meine Programme? Als NRWler alles woran die ARD irgendwie beteiligt ist? Oder nur das Erste, WDR Fernsehen mit meiner Lokalzeit, die zwei/drei nationalen Hörfunkprogramme und die 5-x regionalen Hörfunkprogramme? Wie sieht es denn dann mit Beteiligungen wieder da aus? Ist die ARD dank der GEZ verpflichtet, mir auch DWTV und mein lokales Radio NRW Programm auf allen Wegen (DVB-C, DVB-S, DVB-T, DVB-H, DAB, DMB, analog Kabel, analog Sat, ...) zur verfügung zu stellen?

Wenn ja: Das taten sie nie und tun sie auch demnächst nicht.

Ähnliches stellt sich bei der UM. Man zahlt 16,90 Euro/Monat als "Jetzt Digital" Kunde für 862 MHz Netz , 27 DVB-C Transponder mit rund 70 "FTA" (Nach UM denkweise) Sendern, Zugang zu Triple Play Eigenschaften. Oder zahlt man 16,90 Euro/Monat als "Jetzt Digital" kunde für ein 450 MHz Netz, 19 DVB-C Transpondern mit rund 50 "FTA" Sendern, und keinem Triple Play? Wer zahlt hier zu viel oder zu wenig? Und wie stehen da die Kunden von großen Wohnungsgesellschaften die ihr Kabelfernsehen mit 1,xx-xx,xx + 3,90 Euro/Monat bezahlen?

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Re: Unity Media und KDG wollen ARD-Radiotp. einspeisen

Beitrag von Beobachter7 » 09.05.2008, 12:59

dyewitness hat geschrieben:Denn so dürfen 30% der Leute mit Kabel aus NRW/Hessen weiterhin, wie schon seit Jahren, auf ein nennenswertes Angebot im digitalen Hörfunk verzichten.

Denn die Muxxe legt die ARD ja leider nicht so aus, dass zumindest DLF, DLR, Dok & Deb, alle WDR und alle HR Derivate i n alle Netze kommen.

Zumindest liest sich das so in den Aussagen, die man bisher bekommen hat.
Ich lese das anders, nämlich daß alle fünf Digitalpakete in alle Kabelnetze kommen, halt nur irgendwie anders verpackt.
dyewitness hat geschrieben:Für was zahlt man GEZ? Für ALLE Verbereitungswege?
Nicht für die Verbreitungswege, sondern für die Produktion der Programme. OK, für deren Verbreitung auch; was hätte man davon, wenn das Programm außerhalb der Studios nicht wahrnehmen könnte?
dyewitness hat geschrieben:Sprich hat die ARD dafür zu sorgen, dass ich "meine" Programme genauso über DVB-T wie DVB-S wie DVB-C wie PAL (Kabel, Sat) empfangen kann?
So sehe ich das.
dyewitness hat geschrieben:Ähnliches stellt sich bei der UM. Man zahlt 16,90 Euro/Monat als "Jetzt Digital" Kunde für 862 MHz Netz , 27 DVB-C Transponder mit rund 70 "FTA" (Nach UM denkweise) Sendern, Zugang zu Triple Play Eigenschaften. Oder zahlt man 16,90 Euro/Monat als "Jetzt Digital" kunde für ein 450 MHz Netz, 19 DVB-C Transpondern mit rund 50 "FTA" Sendern, und keinem Triple Play? Wer zahlt hier zu viel oder zu wenig? Und wie stehen da die Kunden von großen Wohnungsgesellschaften die ihr Kabelfernsehen mit 1,xx-xx,xx + 3,90 Euro/Monat bezahlen?
Das ist die Geschäftspolitik der Unitymedia GmbH.

Wenn ich das richtig verstanden habe, zahle ich jetzt für den Kabelanschluß mit digitalem Receiver von Unitymedia nur 3,90 Euro/Monat anstatt bisher 12,94 Euro/Monat (zusätzlich zu dem, was mein Vermieter via Betriebskostenumlagenabrechnung mir aufdrückt). Wenn ich das falsch verstanden haben sollte, dann kriegt Unitymedia seinen Kram wieder zurück und ich mogele eine Satellitenantenne auf eine Fensterbank.

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Re: Unity Media und KDG wollen ARD-Radiotp. einspeisen

Beitrag von Moses » 10.05.2008, 12:27

die 3,90€ sind immer zusätzlich zum analogen Anschluss. Wenn der bei dir 12,90€ kostet, dann bleiben die auch bestehen. Wobei es eher ungewöhnlich ist, dass du den "zweimal" bezahlst. Da solltest du mal gucken.

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Re: Unity Media und KDG wollen ARD-Radiotp. einspeisen

Beitrag von mischobo » 10.05.2008, 14:24

FBI01 hat geschrieben:Aus dem Kabel Compression Center in Frankfurt am Main werden fertig gemuxte Programmpakete als Multicaststrom an die Kabelnetzbetreiber übergeben. An einem fertigen Mux ändern die Kabelbetreiber inhaltlich nichts mehr - warum auch ?!

Die Vergleiche mit den PKWs sind irgendwie Unsinn. Die Zusammenstellung der Multiplexe in der Hand der ARD zu lassen ist ja durchaus wünschenswert. Wie wäre es, wenn die Kabelbetreiber "Das Erste" z.B. bei einem Olympia Event im Datenstrom begrenzen würden, wenn auf dem gleichen Multiplex ein "Pay-Sender" für mehr Daten ordentlich was anbietet? Dann könnte man die verfügbare Qualität nicht mehr garantieren ...

Unity Media kann mit den fertig angelieferten Multiplex-Strömen in optimal abgestimmter Qualität sein eigenes Angebot ordentlich aufpolieren und wird mit der Verantwortung für die Qualität gar nicht erst überfordert. Denn - es ist doch wohl unbestritten - in diesem Zusammenspiel ist eher UM die "Telekom" als die ARD ... "Kabelnetze wie Phönix aus der Asche und volle Kassen bei den neuen Kabel-Dienstleistern" und die ARD hilt sogar noch kräftig mit. Nicht auszudenken, wenn UM sich aus dem DVB-S Angebot selbst was zurecht gemuxt hätte - dann wären wir bei den Dritten-Programmen vermutlich zur "Body In Balace"-Qualität (< 600 kbit/s total) verurteilt und hätten alles auf einer Frequenz bekommen ...
... warum gehst du davon aus, daß, wenn Unitymedia die Mulitplexe selbst muxen würde. die Dritten nur in "Body in Balance"-Qualität vorhanden werden. Body in Balance wird in der miesen Qualität zugeführt und Unitymedia kann daraus kein perfektes Bild zaubern. Die Qualität spart Bandbreite, was für Body in Balance geringere Kosten bedeutet. Im Moment ist es noch so, dass die Dritten die eher schlechte Bildqualität haben. Auch die Premiere-Programme und Pay-TV-Programme, die über KDG-Transponder auf 23,5° Ost zugeführt werden, brillieren nicht gerade durch Qualität. Ganz extrem sieht man das z.B. bei Premiere Bundesliga. Unitymedia muxxt die Spiele der Bundesliga in einer erheblich besseren Bildqualität als Premiere über die eigenen Sattransponder.

Die Aktion mit dem Kabelkompressionscenter ist meiner Ansicht aber auf jedenfall zu begrüßen. Als Vorteile sehe ich:
  • Ausnutzung der Kapazität der Kanäle im Kabel
  • Resistent gegen wetterbedingte Störungen, was bei der Sat-Zuführung unter ungünstigen Umständen nicht gegeben ist
  • durch den Wegfall der Transmodulation von DVB-S zu DVB-C keine zusätzliche Zeitverzögerung
  • die Möglichkeit Sendungen in Orginalton und/oder zusätzlicher Audiodiskription zu verbreiten, was bei der Satzuführung aufgrund der Lizenzproblematik nicht möglich ist
  • Kunden in nicht ausgebauten Gebieten könnten das eine oder andere digitale ARD-Hörfunkprogramm empfangen
Ein Nachteil ist die mangelnde Flexibilität um auf regionale Gegebenheiten einzugehen, wie beispielsweise die Hörfunkprogramme mit diversen Regionalisierungen. So wie es derzeit aussieht, wird WDR2 digital wohl nur in der Regionalisierung "für das Rheinland" verbreitet werden. Die Regionalisierungen "für Aachen und die Euregio", "für den Niederrhein", "für das Ruhrgebiet", "für das östliche Ruhrgebiet", "aus Ostwestfalen-Lippe", "aus dem Münsterland", "für das bergische Land" und "für Südwestfalen" bleiben wohl außen vor. Wenn Unitymedia die Pakete muxxen würde, könnte man in den entsprechenden Regionen die korrekte Regionaliserung anbieten.
SWR 3 wird leider auch nur in der Regionaliserung "für die Pfalz und Baden" verbreitet und hier nicht in der Regionaliserung "für Rheinland-Pfalz und das Rheinland". Das betrifft hier auch die analoge Verbreitung. Die Veranstaltungshinwiese auf SWR 3 für z.B. Bonn sind hier nur terrestrisch zu empfangen.

Leider ist noch nicht bekannt, wie die einzelnen Mulitplexe aussehen werden. Hast du da evtl. irgendwelche Infos ?

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