FTTH - Was ist dran?

Unitymedia und rüstet das Kabelnetz immer weiter auf, um auch in weiteren Gebietern schnelles Internet anzubieten. Hier gibt es die Infos dazu.
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FTTH - Was ist dran?

Beitrag von Hoffi » 16.05.2017, 08:45

Hallo zusammen,

wir entkommen bei uns in der Gegend nun endlich der digitalen Steinzeit und sollen FTTH bekommen. (Aktuell: 13Mbit)

Wenn ich das jetzt richtig verstanden habe, beduetet das Glasfaser bis in den Keller, ist das richtig?

Im Antrag steht jetzt nur "Kabel bis ins Haus". Oder ist das dann mittlereile immer Glasfaser?

Und was machen die dann im Haus? ich hab am TV eine SAT Dose, aber dahin bekomme ich nur sehr schwierig eine neue Dose.

Mehr Fragen habe ich sicher noch heute... der Chat bei UM ist doch sehr rudimentär.

Danke und Gruß
Christian

Soldierofoc
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Re: FTTH - Was ist dran?

Beitrag von Soldierofoc » 16.05.2017, 08:57

Blöd gefragt - nur um sicher zug ehen. Bei euch baut Unitymedia aus, nicht Deutsche Glasfaser oder die Telekom mit FTTH?

Das riecht nämliche her nach einem Telekom Ausbau, der nichts mit Unitymedia zu tun hat.
Ob Glasfaser oder Coax spielt bei den aktuellen buchbaren Geschwindigkeiten bei UM noch eine untergeordnete Rolle. Möglich sind 400Mbit nämlich eben auch über Coax.
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Re: FTTH - Was ist dran?

Beitrag von Hoffi » 16.05.2017, 08:59

Ja, Unitymedia direkt. In den Medien hiess es FTTH.

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Re: FTTH - Was ist dran?

Beitrag von Hoffi » 16.05.2017, 09:00


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Re: FTTH - Was ist dran?

Beitrag von addicted » 16.05.2017, 09:05

UM baut angeblich auch vereinzelt FTTH aus.
Es könnte sein, dass dabei Glasfaser bis in den Keller gelegt wird, und danach mit Coax Verkabelung weiter gemacht wird, aber ggf. wird auch bis in die Wohnung Glasfaser gezogen. Diesen Unterschied würde man dann normalerweise mit FTTB/FTTP (Fiber to the Building/Premises) und FTTH (.. Home) abgrenzen.

Wenn Du Hausbesitzer bist und dort alleine wohnst, und nicht an TV-Produkten interessiert bist, kannst Du den Anschluss ja auch im Keller/Anschlussraum des Hauses terminieren lassen, und von dort z.B. nur Netzwerk im Haus verteilen. Hausverkabelung wäre Deine Angelegenheit.

Ansonsten müsstest Du mit UM klären, was genau die in Deinem Haus machen wollen/sollen.

Danke für den Link, das erklärt eigentlich alles Wesentliche - es wird sogar noch eine Infoverantaltung geben, dort kannst Du dann auch solche Fragen klären :)
Zuletzt geändert von addicted am 16.05.2017, 09:09, insgesamt 1-mal geändert.
Grund: Link zur Lokalzeitung gelesen

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Re: FTTH - Was ist dran?

Beitrag von Hoffi » 16.05.2017, 09:31

Ja, eigenes Haus.

Infoveranstaltungen... naja. Ich frag lieber die Profis. Was bisher von der Stadt alles kam war immer eher unbrauchbar. ;)

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Re: FTTH - Was ist dran?

Beitrag von Soldierofoc » 16.05.2017, 09:47

OK - durch den Zeitungsartikel wird es verständlicher. Es klang so, als ob UM bereits einen Dienst anbietet und nun "ausbaut".

I.d.R. wird bei FTTB bis in den Keller ausgebaut und hier auf Coax umgesetzt. In einem Einfamilienhaus meiner Meinung nach auch völlig ausreichend, wenn ggf. auch die Technik (Router etc.) hier sitzt.

Möchtest du das TV Signal im Wohnraum haben, wirst du nicht über das setzen einer weiteren MMD drum herum kommen. Geht es nur um Internet/Phone, dann könntest du die oben genannte Lösung mit der zentralen Verteilung aus dem Keller wählen. Patchkabel etc. sind natürlich dennoch die Vorraussetzung.
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Re: FTTH - Was ist dran?

Beitrag von MartinP_Do » 16.05.2017, 10:16

Soldierofoc hat geschrieben:
16.05.2017, 09:47
I.d.R. wird bei FTTB bis in den Keller ausgebaut und hier auf Coax umgesetzt. In einem Einfamilienhaus meiner Meinung nach auch völlig ausreichend, wenn ggf. auch die Technik (Router etc.) hier sitzt.
Naja, wenn man nicht zwanghaft die kranken Up/Down Ratios aus den üblichen Kabelsegmenten auch für ein "Mini Einfamilenhaus-Kabelsegment" beibehalten möchte, ist das ja auch akzeptabel....

Will man aber da ohne technischen Hintergrund weiter die Leute dazu bewegen, ihre Unterschrift unter 400/10 Verträge zu setzen, nur weil man keine anderen Werbeprospekte drucken will wäre das ein Eigentor ....

Die Telekom führt da wohl einen Revier-Krieg gegen UM, und baut in allen Dörfern, wo UM ausbaut parallel VDSL mit deutlich höherem Upload und Dual Stack statt DSLite bei UM aus ....
Zuletzt geändert von MartinP_Do am 16.05.2017, 10:17, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: FTTH - Was ist dran?

Beitrag von Soldierofoc » 16.05.2017, 10:35

Das "Problem" daran ist, dass hier im Forum sich viele technikaffine Leute tummeln, die mit Dual Stack (Lite), DL/UL-Ratio etc. etwas anfangen können. Der Otto-Normalnutzer, der gelegentlich sein Navi updated, Netflix/Youtube schaut, surft usw. interessiert sich meist (leider) nicht dafür und nimmt das schlechte Ratio hin. Und ich gehe hier von 80-90% der Leute aus, die ein solches Nutzungsverhalten haben.
Druck auf UM wird hier so leider nicht wirklich aufgebaut, da bei den meisten nur zählt "Ich hab 200Mbit Download, die Telekom kann mir nur 100Mbit liefern"....die 40Mbit Upload, Dualstack etc. jucken da leider nicht.
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Re: FTTH - Was ist dran?

Beitrag von Hoffi » 16.05.2017, 17:13

Soldierofoc hat geschrieben:
16.05.2017, 09:47
I.d.R. wird bei FTTB bis in den Keller ausgebaut und hier auf Coax umgesetzt. In einem Einfamilienhaus meiner Meinung nach auch völlig ausreichend, wenn ggf. auch die Technik (Router etc.) hier sitzt.

Möchtest du das TV Signal im Wohnraum haben, wirst du nicht über das setzen einer weiteren MMD drum herum kommen. Geht es nur um Internet/Phone, dann könntest du die oben genannte Lösung mit der zentralen Verteilung aus dem Keller wählen. Patchkabel etc. sind natürlich dennoch die Vorraussetzung.
Ja, genau das wäre gut. Dann liegt Fibre im Keller. Patchkabel liegen überall. TV interessiert mich aktuell eher nicht, hab SAT. Und so wie ich das sehe gibts es keie CI Karte mehr die ich dem TV spendieren könnte.

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Re: FTTH - Was ist dran?

Beitrag von Dragon » 16.05.2017, 17:27

MartinP_Do hat geschrieben:
16.05.2017, 10:16
Naja, wenn man nicht zwanghaft die kranken Up/Down Ratios aus den üblichen Kabelsegmenten auch für ein "Mini Einfamilenhaus-Kabelsegment" beibehalten möchte, ist das ja auch akzeptabel....
Ein EFH ist aber kein eigenes Kabelsegment, sondern teilt sich mit vielen weiteren Kunden ein Segment. Bei FTTB wird "nur" statt Koaxialkabel eine Glasfaser ins Haus gelegt, ansonsten ist da nichts anders. Es ist sogar möglich FTTB-Anschnitte über Koaxialkabel zu versorgen, wenn (noch) keine Glasfaser-Verbindung zum Backbone vorhanden ist.
Hoffi hat geschrieben:
16.05.2017, 17:13
Und so wie ich das sehe gibts es keie CI Karte mehr die ich dem TV spendieren könnte.
Natürlich gibt es noch CI+ Module und Smartcards. ;)

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Re: FTTH - Was ist dran?

Beitrag von MartinP_Do » 16.05.2017, 17:48

Das ist ja blöd - ich dachte, jede Hausgemeinschaft bekäme dann eine Art "Mini-CMTS" in den Keller gesetzt....
Nachtrag - Sowas vielleicht: http://www.minicmts.cz/minicmts-fast-in ... l-networks


Na dann kann man nur hoffen, dass direkt die Segmente kleiner gemacht werden, als es traditionell in reinen Kabel-TV-Zeiten gehandhabt wurde, und dass man die ganze Verteiltechnik auf DOCSIS 3.1 und eine obere Grenzfrequenz von 1600 MHz ausgelegt hat.
Wenn man dann noch gar nicht erst UKW in die Kabelsegmente einspeist, und den Upstream Frequenzbereich von 65 auf 208 MHz aufweitet, könnte das noch was werden ...

Dann sollte man zumindest noch für einige Jahre eine gewisse Chance gegen die VDSL und ggfs. die reine Glasfaser-Konkurrenz haben ...

Speist man UKW noch in das neue Verteilnetz ein, baut es nur mit Technik bis 890 MHz, und realisiert Riesen-Segmente, sind die Perspektiven für eine langfristig ertragreiche Investition meiner Meinung nach schlecht ...
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Re: FTTH - Was ist dran?

Beitrag von GoaSkin » 17.05.2017, 01:59

Was bedeutet das eigentlich, wenn Unitymedia von "COAX-Glasfaser" spricht? Wird da das COAX-Signal 1:1 mit Hilfe eines passiven Wandlers (ähnlich SPDIF) optisch umgesetzt oder handelt es sich um ein anderes, gebridgetes Netzwerksegment, das nur die netto-Daten optisch weiterführt?
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Re: FTTH - Was ist dran?

Beitrag von Soldierofoc » 17.05.2017, 07:13

"Coax-Glasfaser" ist einfach nur ein Marketinginstrument, da viele Leute eben das Wort "Glasfaser" mit Highspeed-Internet assoziieren.

"Coax-Glasfaser" ist eine eigene Bezeichnung von UM für HFC, sprich für Glasfaser, dass dann am Node von optischen auf digitale Signale (Coax) gewandelt wird.

https://de.wikipedia.org/wiki/Hybrid_Fiber_Coax

Hier dürfte insbesonders die Grafik das interessante sein.
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Re: FTTH - Was ist dran?

Beitrag von wbsu83 » 17.05.2017, 12:28

Dragon hat geschrieben:
16.05.2017, 17:27
Es ist sogar möglich FTTB-Anschnitte über Koaxialkabel zu versorgen, wenn (noch) keine Glasfaser-Verbindung zum Backbone vorhanden ist.
Ich habe so etwas auch schon vermutet, als hier im Ort im Jahr 2012 ein Neubaugebiet von Kabel BW/Unitymedia mit LWL erschlossen wurden (die orangenen Single Mode-Kabel). Hier im Ort gibt es aber meines Wissens keinerlei Glasfaser-Node fürs Kabelnetz (befindet sich nach meinen Informationen in der Vermittlungsstelle im Nachbarort).

Deshalb habe ich schon 2012 vermutet, dass das Signal vom Koax einfach auf Glasfaser umgesetzt wird. Aber alle Leute im Neubaugebiet glauben, sie hätten eine direkte LWL-Anbindung...

BTW: Kann jemand Bilder vom Innenleben eines BK-KVz posten, in dem LWL auf Koax umgesetzt wird und umgekehrt? Ich habe das noch nie gesehen!

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Re: FTTH - Was ist dran?

Beitrag von Soldierofoc » 17.05.2017, 12:54

Innenleben - nein. BIn zar auch sehr interessiert an solchen Bildern, aber im Gegensatz zu z.B. einem Outdoor DSLAM/MFG gibt es, so wie ich das gesehen habe via Google leider nichts.

Das müsste aber ein solcher Umsetzer sein?

https://katalog.wisi.de/lr-22-6001-20925.html
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Re: FTTH - Was ist dran?

Beitrag von wbsu83 » 17.05.2017, 13:22

Soldierofoc hat geschrieben:
17.05.2017, 12:54
Innenleben - nein. BIn zar auch sehr interessiert an solchen Bildern, aber im Gegensatz zu z.B. einem Outdoor DSLAM/MFG gibt es, so wie ich das gesehen habe via Google leider nichts.

Das müsste aber ein solcher Umsetzer sein?

https://katalog.wisi.de/lr-22-6001-20925.html
Die sehen ziemlich klein aus, denke eher dass die nur Inhouse verbaut werden.

Ich habe jetzt aber selbst was bei Unitymedia gefunden:
Das scheint ein BK-KVz mit LWL-Komponenten zu sein:
https://newsroom.unitymedia.de/wp-conte ... 1/Bild.jpg

Hier eine Detailansicht der LWL-Stecker:
https://newsroom.unitymedia.de/wp-conte ... ader_3.png

Und das wird wohl im NOC sein:
https://www.unitymedia.de/wohnungswirts ... 998005.png

Das scheint der Hersteller zu sein:
http://www.bktel.de/index.htm

So wie auf der Seite steht übernehmen die sogar einen Geschäftsbereich von Kathrein.

Mal eine Frage: Was sind das für grüne LWL-Kabel und -Stecker? Also Single Mode mit LC-Stecker wie bei der Telekom im GPON-Netz ist das nicht...

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Re: FTTH - Was ist dran?

Beitrag von Soldierofoc » 17.05.2017, 13:41

Interessant!

Denke, dass das FDDI-Stecker mit einem Schnellverschluss/Quick-Release sind?

http://i00.i.aliimg.com/img/pb/951/334 ... 51_437.jpg
Zuletzt geändert von wbsu83 am 19.05.2017, 19:29, insgesamt 1-mal geändert.
Grund: Bitte Bilder aus Gründen des Urheberrechts nicht direkt einbinden, sondern nur als Link!
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Re: FTTH - Was ist dran?

Beitrag von Dragon » 17.05.2017, 16:52

Soldierofoc hat geschrieben:
17.05.2017, 07:13
"Coax-Glasfaser" ist einfach nur ein Marketinginstrument, da viele Leute eben das Wort "Glasfaser" mit Highspeed-Internet assoziieren.

"Coax-Glasfaser" ist eine eigene Bezeichnung von UM für HFC, sprich für Glasfaser, dass dann am Node von optischen auf digitale Signale (Coax) gewandelt wird.
Bei UPC im Ausland wird das noch verirrender als "Fiber Power" bezeichnet. :D
wbsu83 hat geschrieben:
17.05.2017, 13:22
Die sehen ziemlich klein aus, denke eher dass die nur Inhouse verbaut werden.

Ich habe jetzt aber selbst was bei Unitymedia gefunden:
Das scheint ein BK-KVz mit LWL-Komponenten zu sein:
https://newsroom.unitymedia.de/wp-conte ... 1/Bild.jpg
Weitere Bilder:
https://newsroom.unitymedia.de/wp-conte ... C_9548.jpg
https://newsroom.unitymedia.de/wp-conte ... C_9617.jpg
Auf Koaxialkabel wird hier allerdings anscheinend nicht umgesetzt. Es handelt sich also entweder um einen Glasfaser-Knotenpunkt oder um reines FTTB.

Die normalen Fiber-Nodes müssten auch in kleinere Kabelverzweiger passen.
wbsu83 hat geschrieben:
17.05.2017, 13:22
Mal eine Frage: Was sind das für grüne LWL-Kabel und -Stecker? Also Single Mode mit LC-Stecker wie bei der Telekom im GPON-Netz ist das nicht...
Das sind E-2000 Stecker: https://de.wikipedia.org/wiki/LWL-Steckverbinder#E-2000

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Re: FTTH - Was ist dran?

Beitrag von wbsu83 » 17.05.2017, 21:00

@ Dragon: Danke für die Infos, insbesondere zum Stecker-Typ. Den kannte ich bisher noch nicht. In den Bereichen wo ich LWL verbaue ist eigentlich immer LC der übliche Steckertyp :smile:

Auf einem von mir verlinkten Bild sieht man aber ein paar Koax-Anschlüsse. Auf einem von dir verlinkten Bild ebenfalls. Also irgendwo wird von/zu Koax gewandelt: https://newsroom.unitymedia.de/wp-conte ... 1/Bild.jpg

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Re: FTTH - Was ist dran?

Beitrag von GLS » 17.05.2017, 23:11

wbsu83 hat geschrieben:
17.05.2017, 12:28
Ich habe so etwas auch schon vermutet, als hier im Ort im Jahr 2012 ein Neubaugebiet von Kabel BW/Unitymedia mit LWL erschlossen wurden (die orangenen Single Mode-Kabel). Hier im Ort gibt es aber meines Wissens keinerlei Glasfaser-Node fürs Kabelnetz (befindet sich nach meinen Informationen in der Vermittlungsstelle im Nachbarort).
Ein Node ist (zumindest nach meinem Verständnis) immer der Punkt, an dem von Glasfaser auf Koax gewandelt wird. Also wenn das ein FTTB-Gebiet ist, ist der Node im Keller quasi neben dem Glasfaser-HÜP und heißt (da hat mich Hemapri im anderen Forum kürzlich verbessert, weil es nicht wie bei der Telekom ONT oder ONU genannt wird) Micronode. Bei FTTN oder FTTC sitzt der Node in einem KVz als Fiber-Node (ersetzt den früheren Koax-VrP).

Es gibt eine weitere Möglichkeit: Bei FTTH ist der Node sozusagen direkt in der Wohnung zu finden. Bei einigen Anbietern (bei UM wohl nicht, macht wohl max. FTTB) findet nämlich die Umwandlung von LWL auf Koax im Modem statt: Internet geht natürlich als Ethernet raus und TV als Koax! Bei Interesse kann ich mal ein Bild davon raussuchen.

Das, was du in der Vermittlungsstelle vermutest, ist ein Hub.
Deshalb habe ich schon 2012 vermutet, dass das Signal vom Koax einfach auf Glasfaser umgesetzt wird. Aber alle Leute im Neubaugebiet glauben, sie hätten eine direkte LWL-Anbindung...
Von Koax auf Glasfaser (!!) glaube ich mal nicht. Das wäre ja ziemlich großer Unsinn seitens UM. Das wird schon eine direkte LWL-Anbindung sein.
Übersicht & Ausbaustand der UM-Netze [Regionen 5, 6, 8] und der KDG-Netze [Regionen 1, 2, 3, 4, 7, 9]

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Re: FTTH - Was ist dran?

Beitrag von MartinP_Do » 18.05.2017, 10:42

GLS hat geschrieben:
17.05.2017, 23:11
Von Koax auf Glasfaser (!!) glaube ich mal nicht. Das wäre ja ziemlich großer Unsinn seitens UM. Das wird schon eine direkte LWL-Anbindung sein.
Natürlich muss man von Koax auf Glasfaser umsetzen - die Kunden wollen ja auch einen Internet-Upstream haben ;-)

Zur Technik dahinter liefert der von Soldierfroc verlinkte Wikipedia-Artikel nicht viel.
Ich kann mir aber nicht vorstellen, daß derzeit an jeder Nahtstelle Glasfaser-Kabel z. B. Umsetzer sind, die aus IP-Paketen wieder ein analoges PAL-TV-Signal machen. Eher würde ich denken, daß das Signal auf der Glasfaser so daherkommt, daß eine relativ einfache Umsetzung zurück auf PAL-TV-Signale möglich ist...
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Re: FTTH - Was ist dran?

Beitrag von Soldierofoc » 18.05.2017, 10:59

Meine Meinung bzw. Kentnissstand:

Die Umsetzung vom Glas auf Coax findet im jeweiligen Node statt. An diesem hängen ja immer eine X-Anzahl an Anschlüssen/Endgeräte (Range 0-1000+ Anschlüsse).
Wird auf FTTB umgestellt/neu verlegt, wird direkt am Node Glas (bzw. einzelne Fasern hiervon) "weitergereicht" und im jeweiligen Gebäude ein Micronode installiert, der hier dann von Glas auf Coax umsetzt.
Der ursprüngliche Node bleibt weiterhin erhalten/angebunden und versorgt eben die bisherigen Anschlüsse via FTTC weiter - auf der letzten Meile dann eben über Coax und nicht erst im Haus selbst.
Glasfaser-Only-Citys/Gigabit (in Zukunft Bochum?) werden meiner Meinung nach auf die Umsetzung auf Coax in Outdoor-Nodes komplett verzichten und eben vom HUB direkt (über Glasfaserverzweiger) via Glasfaser die Gebäude direkt anfahren.

In welcher Form das Signal über Glas übertragen wird, kann ich nicht sagen bzw. wie die Umsetzung von Optischen und elektrische Signale abläuft. Das Netz wird sicherlich über IP-Datenpakete ablaufen (wie auch sonst). Wie das allerdings beim TV-Signal abläuft - das wäre wirklich interessant.
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Re: FTTH - Was ist dran?

Beitrag von Dragon » 18.05.2017, 13:16

wbsu83 hat geschrieben:
17.05.2017, 21:00
Auf einem von mir verlinkten Bild sieht man aber ein paar Koax-Anschlüsse. Auf einem von dir verlinkten Bild ebenfalls.
Ich wollte eigentlich darauf hinweisen, dass es sich nicht um einen einfachen Fiber-Node handelt. Hier ist definitiv mehr Glasfaser-Technik verbaut als in klassischen Netzbereichen.
Abgehende Koaxialkabel sind auf den Fotos jedenfalls keine sichtbar, Anschlüsse dagegen schon.
GLS hat geschrieben:
17.05.2017, 23:11
Ein Node ist (zumindest nach meinem Verständnis) immer der Punkt, an dem von Glasfaser auf Koax gewandelt wird. Also wenn das ein FTTB-Gebiet ist, ist der Node im Keller quasi neben dem Glasfaser-HÜP und heißt (da hat mich Hemapri im anderen Forum kürzlich verbessert, weil es nicht wie bei der Telekom ONT oder ONU genannt wird) Micronode. Bei FTTN oder FTTC sitzt der Node in einem KVz als Fiber-Node (ersetzt den früheren Koax-VrP).
Unitymedia hat dazu ein schönes Schaubild für klassisches NFC: https://www.unitymedia.de/wohnungswirts ... glasfaser/ (runter scrollen) Man kann auf die einzelnen Netzebenen klicken und erhält eine Erklärung.
Dann sollten die Bregriffe Fiber Node, Hub/Netzknoten und Headend klar werden.

Als keine Anmerkung: Bei FTTB kommt RFoC (Radio Frequency over Glass) zum Einsatz, das ähnlich wie HFC arbeitet. Zwischen Sender und Empfänger sind hier im optischen Netz keine aktiven Komponenten.
GLS hat geschrieben:
17.05.2017, 23:11
Von Koax auf Glasfaser (!!) glaube ich mal nicht. Das wäre ja ziemlich großer Unsinn seitens UM. Das wird schon eine direkte LWL-Anbindung sein.
Warum denn nicht? Sollte man in Neubaugebieten, die an keiner Glasfaser-Trasse liegen, stattdessen Koaxialkabel verlegen? ;) Erstmal bringt es natürlich nichts, aber für später stehen dann viele Optionen offen.
MartinP_Do hat geschrieben:
18.05.2017, 10:42
Ich kann mir aber nicht vorstellen, daß derzeit an jeder Nahtstelle Glasfaser-Kabel z. B. Umsetzer sind, die aus IP-Paketen wieder ein analoges PAL-TV-Signal machen. Eher würde ich denken, daß das Signal auf der Glasfaser so daherkommt, daß eine relativ einfache Umsetzung zurück auf PAL-TV-Signale möglich ist...
Das Backbone arbeitet mit IP, aber in den Netzknoten/Hubs wird alles auf FM/PAL/QAM umgewandelt. Dieses Signal wird dann über Glasfaser (analog moduliert) zu den Fiber Nodes übertragen und dort auf Koaxialkabel umgewandelt.
Bei Heise ist das recht ausführlich erklärt: https://www.heise.de/ct/artikel/Kabel-Z ... 34135.html

MartinP_Do
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Re: FTTH - Was ist dran?

Beitrag von MartinP_Do » 18.05.2017, 13:44

@dragon: Danke für den Link
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