Spezifikation 1,2 GHz

Unitymedia und rüstet das Kabelnetz immer weiter auf, um auch in weiteren Gebietern schnelles Internet anzubieten. Hier gibt es die Infos dazu.
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Caligula
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Spezifikation 1,2 GHz

Beitrag von Caligula » 04.04.2016, 14:14

Hallo,

bei Unitymedia wird demnächst eine neue Spezifikation von Hausübergabepunkten (HÜP) sowie Multimediadosen (MMD) geben.
Grund hierfür ist die Tatsache, dass hier demnächst Dienste oberhalb 862 MHz eingespeist werden sollen.

Aktuelle HÜP:
Astro, Wisi, Delta nur bis 862 MHz spezifiziert
Zukünftig:
1,2 GHz
Schirmung: CLASS A+10 dB
DOCSIS 3.1 ready
zukünftig ein Bauteil weniger zu tauschen

MMD 4-loch Dosen Spezifikation 1,2 GHz

Aktuelle 4-Loch Dosen:
1 GHz
Schirmungsmaß Class A
Zukünftig:
Schirmungsmaß: mindestens CLASS A+10 dB
Downstream bis 1,2 GHz
Upstream: möglich bis 204 MHz
=> DOCSIS 3.1 ready und zukunftsicher
Es gibt Leute die sich ständig über die Hobelspäne in des anderen Gedächniskübel aufregen, das eigene Brett vorm Kopf aber als reine Schutzvorichtung halten. :wand:

MartinP_Do
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Re: Spezifikation 1,2 GHz

Beitrag von MartinP_Do » 04.04.2016, 16:15

Caligula hat geschrieben:.... Upstream: möglich bis 204 MHz
=> DOCSIS 3.1 ready und zukunftsicher

Dazu müsste man aber erstmal UKW über Kabel abschalten.... Bisher redet man aber nur über analog-TV Abschaltung.

Aber irgendwo muss man ja Anfangen, und da ist es wohl eine gute Idee, schon einmal die anstehenden Modernisierungen auf dem neuesten Stand zu machen.
Ob es da wohl Hausanschlussverstärker mit umschaltbarer Trennfrequenz für den Rückkanal geben wird?
Bis auf weiteres muss man ja 65 ..... 204 MHz noch in die andere Richtung übertragen...
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Re: Spezifikation 1,2 GHz

Beitrag von Edding » 04.04.2016, 16:34

Hmm d.h für Doscis 3.1 einführung müssen die wieder die HÜPS und die MMD tauschen ?
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Re: Spezifikation 1,2 GHz

Beitrag von MartinP_Do » 04.04.2016, 16:53

DOCSIS 3.1 ist auch mit dem Rückkanal beschränkt auf 65 MHz möglich - dann hat man aber natürlich nicht einen so großen Gewinn an Upstream-Bandbreite. Durch eine effizientere Modulation würde das aber auch alleine schon die verfügbare Upstream-Bitrate im Segment vermutlich verdoppeln...

Geht man da hoch auf 204 MHz wäre es wohl Faktor 6....8 ....
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Re: Spezifikation 1,2 GHz

Beitrag von Wasserbanane » 04.04.2016, 17:13

MartinP_Do hat geschrieben:Dazu müsste man aber erstmal UKW über Kabel abschalten.... Bisher redet man aber nur über analog-TV Abschaltung
Wieso muss man die denn gleich abschalten? Ist ja nicht so, als könnte man sie verschieben.

Ausserdem ist DOCSIS 3.1 eh noch Zukunftsmusik. Bis es so weit seien sollte, sind vielleicht auch schon die Radiosender verschwunden.
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Re: Spezifikation 1,2 GHz

Beitrag von MartinP_Do » 04.04.2016, 17:33

Wasserbanane hat geschrieben:
MartinP_Do hat geschrieben:Dazu müsste man aber erstmal UKW über Kabel abschalten.... Bisher redet man aber nur über analog-TV Abschaltung
Wieso muss man die denn gleich abschalten? Ist ja nicht so, als könnte man sie verschieben.

Ausserdem ist DOCSIS 3.1 eh noch Zukunftsmusik. Bis es so weit seien sollte, sind vielleicht auch schon die Radiosender verschwunden.
Es ging um den Upstream bis 204 MHz, den der TE genannt hat. Diesen Ausschnitt aus dem Post des TE hatte ich ja gerade zitiert...
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Re: Spezifikation 1,2 GHz

Beitrag von Wasserbanane » 04.04.2016, 17:36

"möglich bis"

Würde aber immernoch nichts daran ändern, dass man die Sender auch verschieben kann.
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Re: Spezifikation 1,2 GHz

Beitrag von MartinP_Do » 04.04.2016, 22:24

Wasserbanane hat geschrieben:"möglich bis"

Würde aber immernoch nichts daran ändern, dass man die Sender auch verschieben kann.
UKW-Radios empfangen aber nur im Frequenzbereich 88 .... 108 MHz....

Wenn man die UKW-Sender in einen anderen Frequenzbereich verschieben will, braucht man sowieso einen neuen Empfänger: Da kann man dann sofort den Radioempfang digitalisieren, was etwas sparsamer mit dem Spektrum umgeht.
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Re: Spezifikation 1,2 GHz

Beitrag von Hemapri » 06.04.2016, 08:12

Edding hat geschrieben:Hmm d.h für Doscis 3.1 einführung müssen die wieder die HÜPS und die MMD tauschen ?
Nicht nur die. Verstärker, Abzweiger/ Verteiler, Filter und einiges mehr, müssten auch getauscht werden. Die Bedingung ist, dass man das analogfe UKW-Radio abschalten muss, dann könnte man eine Anpassung auch objektbezogen realisieren, ohne die anderen am Netz zu beeinträchtigen.

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Re: Spezifikation 1,2 GHz

Beitrag von Bastler » 10.04.2016, 10:38

Objektbezogen würde das ein totales Chaos geben...
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Re: Spezifikation 1,2 GHz

Beitrag von Hemapri » 10.04.2016, 15:27

Bastler hat geschrieben:Objektbezogen würde das ein totales Chaos geben...
Nein, sollte es das analoge UKW-Band zwischen 85 und 110 MHz nicht mehr geben, wäre das problemlos möglich. man erweitert den Rückwegbereich entsprechend und dort, wo der Rückweg auf Grund der installierten Komponenten nur bis 65 MHz möglich ist, bekommt das Kabelmodem auch nur Kanäle unterhalb 65 MHz zugewiesen. Genauso verhält es sich oberhalb 862 MHz, wobei auch ältere Anlagen durchaus höhere Frequenz mitmachen. Hier gibt es aber schon wieder das nächste Problem. Viele Anlagen werden mit Einschleuseweichen für Sat und BK betrieben und diese Weichen lassen das BK-Signal nur bis 862 MHz durch und ab 950 MHz dann das Sat-Spektrum. Ältere Anlagen wären in jedem Fall abwärtskompatibel. Lediglich der Frequenzbereich von 65 MHz bis zur künftigen Trennung zwischen Vorwärts- und Rückweg bleibt ungenutzt.

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Re: Spezifikation 1,2 GHz

Beitrag von Bastler » 10.04.2016, 22:00

man erweitert den Rückwegbereich entsprechend und dort, wo der Rückweg auf Grund der installierten Komponenten nur bis 65 MHz möglich ist, bekommt das Kabelmodem auch nur Kanäle unterhalb 65 MHz zugewiesen.
Und genau das würde bei UMKBW (organisatorisch schon) zu 100% schief gehen.
Wie schon gesagt.

Es gehen ja schon wesentlich einfachere Sachen bereits heute schief :zwinker: .
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Re: Spezifikation 1,2 GHz

Beitrag von Hemapri » 14.04.2016, 23:29

Bastler hat geschrieben: Und genau das würde bei UMKBW (organisatorisch schon) zu 100% schief gehen.
Wie schon gesagt.
Glaube ich nicht. Das betrifft CMTS und Kabelmodem und diese Komponeneten werden von den Herstellern geliefert. Das funktioniert doch heute schon so. Daher kann man doch auch DOCSIS 2-Geräte am gegenwärtigen DOCSIS 3.0 verwenden oder Geräte mit 4 oder 8 Kanälen, obwohl 16 Kanäle im DS und 5 im US verfügbar sind. Die neuen Modems können 24 Kanäle verarbeiten, die gar nicht vorhanden sind. Alle diese Geräte einigen sich mit dem CMTS auf eben ganz bestimmte Kanäle und arbeiten mit diesen. Das Modem bekommt nur die Kanäle zugewiesen, welche es auch empfängt oder auf denen das CMTS die einzelnen Modems empfangen kann.

MfG

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Re: Spezifikation 1,2 GHz

Beitrag von MartinP_Do » 15.04.2016, 09:14

Hemapri hat geschrieben:
Bastler hat geschrieben: Und genau das würde bei UMKBW (organisatorisch schon) zu 100% schief gehen.
Wie schon gesagt.
Glaube ich nicht. Das betrifft CMTS und Kabelmodem und diese Komponeneten werden von den Herstellern geliefert. Das funktioniert doch heute schon so. Daher kann man doch auch DOCSIS 2-Geräte am gegenwärtigen DOCSIS 3.0 verwenden oder Geräte mit 4 oder 8 Kanälen, obwohl 16 Kanäle im DS und 5 im US verfügbar sind. Die neuen Modems können 24 Kanäle verarbeiten, die gar nicht vorhanden sind. Alle diese Geräte einigen sich mit dem CMTS auf eben ganz bestimmte Kanäle und arbeiten mit diesen. Das Modem bekommt nur die Kanäle zugewiesen, welche es auch empfängt oder auf denen das CMTS die einzelnen Modems empfangen kann.

MfG

DIe CMTS müssen aber wahrscheinlich noch von UM parametriert werden, oder kommen die bereits fertig konfiguriert vom Hersteller?
Bei den Stückzahlen wird es keine Spezialanfertigungen für jeden Kabelprovider geben, sondern die werden durch entsprechende Konfiguration den Erfordernissen des entsprechenden Kabelnetzes angepasst...

Er vermutet wahrscheinlich, daß beim Konfigurieren etwas schief gehen könnte ....
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Re: Spezifikation 1,2 GHz

Beitrag von Bastler » 15.04.2016, 10:10

Hemapri hat geschrieben:
Bastler hat geschrieben: Und genau das würde bei UMKBW (organisatorisch schon) zu 100% schief gehen.
Wie schon gesagt.
Glaube ich nicht. Das betrifft CMTS und Kabelmodem und diese Komponeneten werden von den Herstellern geliefert. Das funktioniert doch heute schon so. Daher kann man doch auch DOCSIS 2-Geräte am gegenwärtigen DOCSIS 3.0 verwenden oder Geräte mit 4 oder 8 Kanälen, obwohl 16 Kanäle im DS und 5 im US verfügbar sind. Die neuen Modems können 24 Kanäle verarbeiten, die gar nicht vorhanden sind. Alle diese Geräte einigen sich mit dem CMTS auf eben ganz bestimmte Kanäle und arbeiten mit diesen. Das Modem bekommt nur die Kanäle zugewiesen, welche es auch empfängt oder auf denen das CMTS die einzelnen Modems empfangen kann.

MfG
Das ist ja schön und gut, das meine ich aber auch gar nicht.
Sondern einfach das organisatorische, also die interne Kennzeichnung, in welchen Gebäuden Komponeneten (vor allem Verstärker) verbaut sind, die bis in das UKW-Band hinauf Rückkanalbetrieb zulassen.
Da wird dann in Gebäuden mit 65 MHz Rückwegverstärker ein MTA mit Rückkanälen über 65 MHz geschaltet und setzt (wegen Channelbonding) ständig aus und ähnliche Geschichten...

Ich bin mir ziemlich sicher, dass diese kennzeichnung nicht immer korrekt sein würde und dadurch noch mehrn (vermeidbares) Chaos entstehen würde als sowieso schon. Es klappen ja schon wesentlich einfachere Dinge nicht richtig. Beispielsweise die richtige Auswertung des "POA-Flags", das bei jedem Auftrag gesetzt werden muss...

Es gibt genügend andere "Baustellen" bevor man über sowas wie die Rückkanalerweiterung auch nur ansatzweise nachdenken könnte (z.B. kann ja immer noch nicht der Rückkanalbereich unter 18 MHz genutzt werden, weil viel zu viele der 18 oder 21 MHz Sperren verbaut sind (obwohl sie das eigentlich gar nicht sein dürften) und auch da nirgendwo dokumentiert ist, in welchem Gebäude so eine Sperre sitzt...

Ganz davon abgesehen ist die Abschaltung des UKW-Bandes im Kabel doch gar nicht im Gespräch, oder habe ich was verpasst? Es ist nur die Abschaltung des analogen TVs geplant.
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