Warum erschließen die Netzbetreiber kaum noch Neubaugebiete?

Unitymedia und rüstet das Kabelnetz immer weiter auf, um auch in weiteren Gebietern schnelles Internet anzubieten. Hier gibt es die Infos dazu.
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GoaSkin
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Warum erschließen die Netzbetreiber kaum noch Neubaugebiete?

Beitrag von GoaSkin » 29.08.2015, 19:04

Wenn die Kabelanbieter heutzutage von einem Netzausbau sprechen, dann versteht sich darunter die technische Aufrüstung in Wohnquartieren, die bereits verkabelt sind, um dort schnelleres Internet und mehr digitale Sender zu ermöglichen. Dass Siedlungen ohne Kabelfernsehen heute noch verkabelt werden, passiert heutzutage recht selten - geschweige dann die Erschließung einer unverkabelten Ortschaft. Hier passiert scheinbar kaum noch was, seitdem die Kabelnetze nicht mehr in den Händen der Deutschen Bundespost sind.

Was ist eigentlich der Hintergrund, dass die Kabelanbieter nur noch ihre Substanz vermarkten und ein Haus nur dann einen Neuanschluss bekommen kann, wenn das Kabel grundsätzlich in der Straße vorhanden ist?

Das Thema interessiert mich, weil ich kommunalpolitisch aktiv bin und von den Leuten teilweise ein Gejammere zu hören ist, dass sie kein schnelles Internet bekommen können - mit der indirekten Forderung, die Telekom zu subventionieren - nennt sich dann Bürgerbreitband. Warum Neubaugebiete kein Kabelfernsehen mehr erhalten, weiss wiederum in der Stadtverwaltung niemand und interessiert dort auch niemand, solange das Thema nicht politisiert wird.

Kennt jemand die Hintergründe? Gibt es kommunalpolitische Möglichkeiten, eine Kabelversorgung zu erwirken, ohne am Ende Unitymedia den Kabelausbau sponsern zu müssen?
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Wasserbanane
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Re: Warum erschließen die Netzbetreiber kaum noch Neubaugebi

Beitrag von Wasserbanane » 29.08.2015, 20:19

Ich habe jetzt keine Informationen, denke aber, dass das eine einfache Kosten/Nutzen-Rechnung sein wird. Tiefbauarbeiten sind teuer. Wenn man bedenkt, dass das Angebot existiert, für von UM bereits subventionierte 400€ einen Hausanschluss zu bekommen. Und das auch nur bei den allergünstigsten Bedingungen, wenn das Kabel schon ja der Straße auf der richtigen Seite liegt, etc.

Es müssten erstmal Kabel zur Ortschaft und dann durch die kompletten Straßenzüge gelegt werden. Dazu kommen dann noch subventionierte Hausanschlüsse. Keiner ist bereit für Kabel dann noch mehrere Tausend Euro zu bezahlen.

Dann wird man sich wohl noch die Bevölkerung anschauen. Auf dem Land zum Beispiel stehen viel mehr Häuser. Dort haben die meisten sowieso eine Satellitenschüssel auf dem Dach. Außerdem wohnen da eher ältere Leute, denen meist ein kleines Programmangebot reicht und die kein "neumodisches" Internet brauchen.

Bei innerstädtischen Neubaugebieten wird es evt an der Größe liegen, dass es sich wohl nicht lohnt 10-20 Häuser eine Leitung auf gut Glück legen zu lassen. Wobei dort dann häufig kleine Kabelanbieter mit günstigen Konditionen reinpreschen.

Ich weiß jetzt auch gar nicht ob oberirdische Leitungen genehmigungsfähig wären. Wobei die auch extrem Störanfällig sind und eine Ausfallsicherheit nicht gegeben ist. Zumindest liegt es in den seltensten Fällen an den verlegten Kabeln.

Warum sollte also ein gewinnorientiertes Unternehmen so etwas ohne Subventionen stemmen. Rein aus Nächstenliebe werden die nicht handeln.
Ich wäre sowieso dafür einen großen Teil der Subventionen in die Entwicklung von Kabellosen Möglichkeiten ins Internet zu kommen zu stecken. So wie es z.B. Google und Facebook bereits machen. Von denen will man dann auch nichts hören wegen Stichworten wie Datenkrake.

Das sind allerdings alles nur meine Gedanken dazu. Du wirst wohl nicht darum herumkommen, bei den Pressestellen der jeweiligen Unternehmen anzufragen. Ob und in welcher Form die Antworten, damit wirst du wohl Leben müssen. Ich sage mal sehr viel PR-Wischi-Waschi voraus.

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Re: Warum erschließen die Netzbetreiber kaum noch Neubaugebi

Beitrag von Joerg » 29.08.2015, 21:25

Andere Anbieter - wie z.B. BorNet - führen sogenannte "Nachfragebündelungen" durch. Dabei wird nur dann wirklich erschlossen, wenn mindestens 40%(!!) der dann anschließbaren Haushalte verbindlich vorab einen Vertrag für 24 Monate unterschreiben. Bei Kabel sind diese 40% kaum zu erreichen. Da die Kosten für Tiefbauarbeiten für Glasfaser vs Koaxkabel ziemlich ähnlich sein dürften ist somit eine Neuerschließung wohl in aller Regel nicht rentabel.

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Re: Warum erschließen die Netzbetreiber kaum noch Neubaugebi

Beitrag von GoaSkin » 29.08.2015, 22:15

Unsere Stadt hat 28.000 Einwohner. Sie wurde irgendwann in den 1980ern von der Deutschen Bundespost komplett verkabelt. Dann kamen Neubaugebiete und noch mehr Neubaugebiete. Die Neubaugebiete wurden etwa so lange an das Netz angeschlossen, bis die Telekom von der Post unabhängig wurde. Alles was seit Mitte der 1990er Jahre neu gebaut worden ist, wurde dann nicht mehr mit Koaxialkabeln verkabelt. Es sind hier weniger die abgelegenen Gebiete, die keinen Anschluss haben, sondern die jüngeren Erweiterungen des Stadtgebietes. Die Situation ist in allen umliegenden Kommunen die Gleiche, bis auf Eine, in der das Kabelnetz nicht Unitymedia gehört, sondern einem örtlichen Anbieter, der da scheinbar selbst hinterher ist, die Häuser zu versorgen. Das scheint aber eine große Ausnahme zu sein, da es in der Umgebung noch weitere mittelständische Anbieter gibt, die ebenfalls nur ihre Substanz bewirtschaften.

Da Frage ich mich, ob ein Kabelneuausbau per Definition unwirtschaftlich ist oder die Stadtplaner hier einfach etwas verschlafen haben.
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Re: Warum erschließen die Netzbetreiber kaum noch Neubaugebi

Beitrag von mauszilla » 30.08.2015, 09:02

Würde mal sagen, die Stadtplaner haben mist gebaut.
Denke mal, die wollen das UM oder wer auch immer, zuviel zahlen sollten, dafür das sie in die gerade am entstehenden Straßen die Kabel legen können.
Auch werden immer noch keine ordentlichen Kanäle angelegt, in die man Kostengünstig nachträglich Leitungen einziehen könnte.
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GLS
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Re: Warum erschließen die Netzbetreiber kaum noch Neubaugebi

Beitrag von GLS » 30.08.2015, 15:00

GoaSkin hat geschrieben:Das Thema interessiert mich, weil ich kommunalpolitisch aktiv bin und von den Leuten teilweise ein Gejammere zu hören ist, dass sie kein schnelles Internet bekommen können - mit der indirekten Forderung, die Telekom zu subventionieren - nennt sich dann Bürgerbreitband. Warum Neubaugebiete kein Kabelfernsehen mehr erhalten, weiss wiederum in der Stadtverwaltung niemand und interessiert dort auch niemand, solange das Thema nicht politisiert wird.
Von welchen Neubaugebieten sprichst du: Gebiete, die in den letzten 10-20 Jahren gebaut wurden, oder welche, die jetzt gebaut werden? In jedem Fall müssen doch auch Kabel für die Telefonie verlegt worden sein bzw. werden und die sollten, zumindest in jüngster Zeit, immer aus Glasfasern sein. Darüber sind nicht nur sehr schnelle Internetverbindungen möglich, sondern auch TV-Angebote. Dies muss halt vom Anbieter bereitgestellt werden, aber technisch ist das über FTTH-Anschlüsse kein Problem. Aber ich gehe davon aus, dass du "ältere" Neubaugebiete meinst, wo noch Kupfer verlegt wurde.
Gibt es kommunalpolitische Möglichkeiten, eine Kabelversorgung zu erwirken, ohne am Ende Unitymedia den Kabelausbau sponsern zu müssen?
Ja, die gibt es. Und zwar kann man sich informieren, welche Anbieter regional schon im Glasfaserausbau aktiv sind. Das ist in großen Städten freilich einfacher als auf dem Land. Aus welcher Stadt oder Gegend kommst du? Die gewinnorientierten Großkonzerne wie Telekom, Vodafone, Telefonica oder Liberty Global (Unitymedia) noch mit Steuergeldern zu fördern, halte ich ebenfalls für eine ganz schlechte Idee. Sinnvoller sind lokale Stadtwerke-Betreiber oder allenfalls noch kleine private Firmen, die auch meist ein besseres Angebot haben (im TV-Bereich sowieso im Vgl. zu UM oder KDG) und oft noch günstiger sind (auch hier eher TV als Internet; beim Internet sind zugegeben UM und KDG ziemlich günstig, Telekom aber nicht). Allerdings muss man aufpassen: Manche Betreiber (im Thread wurde BORnet genannt) speisen kein klassisches Kabelfernsehen ein, sondern IPTV, was mit üblichen TV-Geräten nicht kompatibel ist. Besser machen es z. B. NetCologne, willy.tel/wilhelm.tel, M-net und viele andere. Sollte sich keine Firma bereit erklären, kann man notfalls als Stadt oder Landkreis einen eigenen kommunalen Betreiber gründen. :zwinker: Letztendlich muss für Gigabit-Internet und mehr sowieso jedes Haus mit Glasfasern erschlossen werden und da haben die Kommunen, die das schon frühzeitig in die Wege geleitet haben, später mal einen Standortvorteil.
Wasserbanane hat geschrieben:Ich weiß jetzt auch gar nicht ob oberirdische Leitungen genehmigungsfähig wären. Wobei die auch extrem Störanfällig sind und eine Ausfallsicherheit nicht gegeben ist.
Das würde mich auch interessieren, ob es notfalls ginge. Das teuerste sind ja nicht die Kabel, sondern das Verbuddeln derselben. Vielleicht ist es aber bei Gf doch zu riskant. Wenn die Dinger mal brechen, sind sie schwer zu flicken (spleißen). Das ist wohl der einzige Nachteil ggü. Kupfer, aber immerhin.
Übersicht & Ausbaustand der UM-Netze [Regionen 5, 6, 8] und der KDG-Netze [Regionen 1, 2, 3, 4, 7, 9]

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Re: Warum erschließen die Netzbetreiber kaum noch Neubaugebi

Beitrag von tjandt » 31.08.2015, 09:04

GoaSkin hat geschrieben: Was ist eigentlich der Hintergrund, dass die Kabelanbieter nur noch ihre Substanz vermarkten und ein Haus nur dann einen Neuanschluss bekommen kann, wenn das Kabel grundsätzlich in der Straße vorhanden ist?
Nichtmal das machen Sie wirklich ... Beispiel Melsungen eine Stadt mit ca. 12.000 Einwohnern inkl. vorhandener Kabelinfrastruktur. Aber da wird rein gar nichts modernisiert. Also kein Internet und ARD+ZDF in HD das wars.

Ich geh einfach davon aus das LibertyGlobal Unitymedia noch etwas melkt und dann irgendwann verkauft. Das für die kein Geschäft was auf Langfristigkeit angelegt ist, sondern kurzfristige Gewinne.

Da ist die Telekom immerhin noch etwas besser, da sie auch in 10 Jahren noch Ihre Produkte verkaufen wollen und wettbewerbsfähig sein wollen.

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Re: Warum erschließen die Netzbetreiber kaum noch Neubaugebi

Beitrag von Joerg » 31.08.2015, 11:24

tjandt hat geschrieben:Nichtmal das machen Sie wirklich ... Beispiel Melsungen eine Stadt mit ca. 12.000 Einwohnern inkl. vorhandener Kabelinfrastruktur. Aber da wird rein gar nichts modernisiert. Also kein Internet und ARD+ZDF in HD das wars.
Bei uns (35k Einwohnmer) wurde Ende 2012 modernisiert. In einem Nachbarort (Ochtrup, 20k Einwohner) wurde dieses Jahr modernisiert. Es geht da also nach wie vor "voran", wenn auch langsam. Man wartet wohl eher auf "günstige Gelegenheiten", die sich jeweils in Form einer Kooperation mit den Stadtwerken ergeben hat (die betreiben einen eigenen Glasfaserbackbone). Ist halt eine Art von Subvention.
tjandt hat geschrieben:Ich geh einfach davon aus das LibertyGlobal Unitymedia noch etwas melkt und dann irgendwann verkauft. Das für die kein Geschäft was auf Langfristigkeit angelegt ist, sondern kurzfristige Gewinne.
Glaube ich nicht, LGI kauft weltweit Kabelnetze zusammen, wohl auch um entsprechende Synergieeffekte zu nutzen. Zudem ist LGI praktisch eine reine "Kabelfirma", die machen praktisch nichts anderes. Also würde wohl eher LGI als ganzes gekauft werden.
tjandt hat geschrieben:Da ist die Telekom immerhin noch etwas besser, da sie auch in 10 Jahren noch Ihre Produkte verkaufen wollen und wettbewerbsfähig sein wollen.
Wir reden von der Telekom, die den Glasfaserausbau verschleppt und - mit ihrer Vectoring-Strategie - eine Remonopolisierung des Festnetzes durch die Hintertür anstrebt? Und die mir (in einem 35k-Einwohner-Ort in einem ganz normalen Wohngebiet nicht mehr als 3 MBit/s anbieten kann und das auch - nach Auskunft der Hotline - auf absehbare Zeit nicht ändern will?

Jörg

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Re: Warum erschließen die Netzbetreiber kaum noch Neubaugebi

Beitrag von GoaSkin » 05.09.2015, 23:20

GLS hat geschrieben: Von welchen Neubaugebieten sprichst du: Gebiete, die in den letzten 10-20 Jahren gebaut wurden, oder welche, die jetzt gebaut werden? In jedem Fall müssen doch auch Kabel für die Telefonie verlegt worden sein bzw. werden und die sollten, zumindest in jüngster Zeit, immer aus Glasfasern sein. Darüber sind nicht nur sehr schnelle Internetverbindungen möglich, sondern auch TV-Angebote. Dies muss halt vom Anbieter bereitgestellt werden, aber technisch ist das über FTTH-Anschlüsse kein Problem. Aber ich gehe davon aus, dass du "ältere" Neubaugebiete meinst, wo noch Kupfer verlegt wurde.
Ich spreche erst einmal von Baugebieten, die in den letzten 10-20 Jahren gebaut wurden. Ganz aktuell gibt es kein ausgewiesenes Baugebiet, was gerade erschlossen wird. Aber es wird zukünftig wieder welche geben. In den besagten Gebieten hat die Telekom auch ihre Telefon-Leitungen gelegt. Scheinbar hat aber schon die Telekom hier kein Kabelfernsehen mehr verlegt, als sie bis Ende der 1990er Jahre dafür noch zuständig war. Unabhängig vom fehlenden Kabelnetz sind es auch eher die Gegenden in den Randlagen, wo die Leute DSL nur in sehr beschränkten Geschwindigkeiten haben können.

Seit ein paar Jahren gibt es jetzt den Aufschrei in der Bevölkerung, die dort gerne schnelles Internet haben möchte. Dadurch werden Stadtverordnete und Magistrat zum Handeln aufzurufen, während man zuvor eher die kommunalen Angestellten mal machen lassen hat, ohne dass das Thema politisch wurde.

Statt aber nach den Ursachen zu suchen und wie man etwas ändern kann, spricht man lieber über die Gründung einer Bürgerinitiative, die auf ihre Kosten eine Breitbandversorgung bis in die Telekom-Kästen realisiert. Also lieber die Idee verfolgen, den DSL-Anbietern was zum Weiterverkauf zu schenken.

Ich kann da nur den Kopf schütteln und über lege mir, wir man hier eine Notbremse ziehen kann.
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Re: Warum erschließen die Netzbetreiber kaum noch Neubaugebi

Beitrag von GLS » 09.09.2015, 23:56

Passend zum Thema steht hier auf S. 4, dass sich ein kleiner Ort in Hessen neu ans Kabelnetz hat anschließen lassen:

https://www.unitymedia.de/content/dam/u ... 202015.pdf

Es gibt also noch Neuverkabelungen, wenn sie auch selten sind und in diesem Fall UM überzeugt werden musste.
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Re: Warum erschließen die Netzbetreiber kaum noch Neubaugebi

Beitrag von domserv » 10.09.2015, 09:34

Kann das alles so nicht bestätigen. Im Kreis Limburg-Weilburg hat Unitymedia ziemlich viel ausgebaut. Wohne in einem kleinen Kaff mit 700 Einwohnern. Hier haben fast alle (Auch das Neubaugebiet) Unitymedia, weil auf dem Land die Telekom mal gerade garnix macht. DSL abhängig von der Straße zwischen DSL 384 (also DSl light) und DSL 2000. Bei Straßenbauarbeiten werden im Kreis auch neue Kabel verlegt. Ob Ortschaften, die bisher überhaupt kein Kabel hatten angeschlossen werden weiß ich nicht. Das wird UM nur tun, wenn der Bedarf groß genug ist. Das wiederum hängt von der zur Verfügung gestelletn DSl Bandbreite ab.
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Re: Warum erschließen die Netzbetreiber kaum noch Neubaugebi

Beitrag von GLS » 10.09.2015, 20:34

domserv hat geschrieben:Ob Ortschaften, die bisher überhaupt kein Kabel hatten angeschlossen werden weiß ich nicht.
Einzig darum geht es in diesem Thread.

Der Ausbau bereits verkabelter Gebiete wie in deinem Bsp. die Gegend um Limburg ist dagegen eine recht einfache und gewissermaßen selbstverständliche Sache, nur macht UM gerade viel zu wenig, um die restlichen verkabelten Gebiete, von denen es noch viele gibt, auszubauen.
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Re: Warum erschließen die Netzbetreiber kaum noch Neubaugebi

Beitrag von Markus23 » 11.09.2015, 21:03

@domserv:

Das ist so auch nicht ganz richtig, im Kreis Limburg-Weilburg ist NUR der alte Kreis Limburg ausgebaut. Im alten Oberlahn-Kreis, praktisch die östliche Hälfte, liegt zwar in den meisten Orten Kabel, aber im Ausbau tut sich seit JAHREN(!) nichts. :-(

Habe schon sehr oft bei Unitymedia nachgefragt, per Twitter , per Email , per Formular, aber hier tut sich wohl gar nix :-(

@GLS:

Schade das es wohl inzwischen keine "selbstverständliche" Sache mehr ist, weil gerade in Hessen doch einige Gebiete immer noch fehlen, die zwar Kabel haben, aber einfach nicht ausgebaut werden.
Ob das wirklich SO teuer ist für Unitymedia, die restlichen weißen Flecken zu schliessen ?


Gruß aus Weilburg...

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Re: Warum erschließen die Netzbetreiber kaum noch Neubaugebi

Beitrag von umshdo » 26.03.2016, 12:08

Zu nächsteinmal geh ich nicht davon aus das LibertyGlobal Unitymedia nur etwas melkt und dann irgendwann verkauft. Da sie selbst Kabeler sind. *komischesWort*

Unitymedia würde sofort Neubaugebiet erschließen wenn sich daraus ein Business Case ergibt. Das Problem sind die nicht gebündelten Anfrage.

Erlebe ich gerade wo anderes. 200 Unternehmen und ca. 50 haben einzeln angefragt. Da wird 50 mal gesagt Unwirtschaftlich. Da wird bei UM gerade dran gearbeitet diese Prozesse zu optimieren.

Auf politischer Ebene ist es ein langer Prozeß. Von wir wollen bis wir machen. Ca. 2 Jahre.

Ein Tipp wenn viele Unternehmen im Neubaugebiet sind. Auf die Wirtschaftsförderung zu gehen.

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Re: Warum erschließen die Netzbetreiber kaum noch Neubaugebi

Beitrag von Joerg » 26.03.2016, 12:46

Wieso buddelst Du denn einen seit 6 Monaten toten Zombithread wieder aus? Der riecht doch schon...

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Re: Warum erschließen die Netzbetreiber kaum noch Neubaugebi

Beitrag von umshdo » 26.03.2016, 13:14

Ich gehe alle Post durch die ich interessant finde. 6 Monate fand ich jetzt noch vertretbar.
Es gibt nicht viele aktuelle threads wo ich was zu sagen kann.
Und ich finde jetzt nicht das ich Werbung gemacht habe. Da ich nur Erfahrungen geschrieben habe. Und auf die Wirtschaftsförderung verwiesen habe.

Es soll doch den Fragen Steller Helfer.

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Re: Warum erschließen die Netzbetreiber kaum noch Neubaugebi

Beitrag von Strykaar » 13.10.2016, 16:00

Also auch wenn das Thema alt ist, will ich es trotzdem nochmal hochbuddeln.

Ich arbeite auf einem kommunalen Bauamt im Bereich Tiefbau und hier im Ort verlegen wir bei allen neuen Erschließungen automatisch Leerrohre unabhängig von den Versorgern, falls da später mal ein Versorger rein will.

Also gerade bei Neubaugebieten kann sich UM in der Regel nicht mit Kosten für Tiefbauarbeiten rausreden, außer eure Gemeinde / Stadt verzichtet auf Leerrohre für Multimedia Versorger.

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Re: Warum erschließen die Netzbetreiber kaum noch Neubaugebi

Beitrag von Gizeh775 » 19.10.2016, 11:54

Strykaar hat geschrieben:Also auch wenn das Thema alt ist, will ich es trotzdem nochmal hochbuddeln.

Ich arbeite auf einem kommunalen Bauamt im Bereich Tiefbau und hier im Ort verlegen wir bei allen neuen Erschließungen automatisch Leerrohre unabhängig von den Versorgern, falls da später mal ein Versorger rein will.

Also gerade bei Neubaugebieten kann sich UM in der Regel nicht mit Kosten für Tiefbauarbeiten rausreden, außer eure Gemeinde / Stadt verzichtet auf Leerrohre für Multimedia Versorger.
Ich finde es erschreckend, dass in unserer "Multimedia"-fixierten Zeit, dort "nur" Leerrohre verlegt werden. Eigentlich sollten dort begehbare Schächte sein in denen man "arbeiten" kann und Platz für die nächsten 100 Jahre hat :>

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Re: Warum erschließen die Netzbetreiber kaum noch Neubaugebi

Beitrag von Soldierofoc » 20.10.2016, 08:05

Ein Schacht für einen LWL der einen Querschnitt von wenigen Millimetern hat? Und er soll das bezahlen?

In Großstädten sind teilweiße Wartungsschächte in der Straße - hier läuft dann aber auch meist GAS, Glasfaser, Telefon usw. durch und eben nicht nur eine Kupfer-Doppelader, sondern hunderte. Auf dem Land wäre das deutlich "unnötiger"..
2-Play 400/20 Mbit (DualStack), Fritzbox 6490 (Eigen) mit WLAN-Mod, Digital-TV + Allstars/HD-Paket auf V23, Gigablue HD QuadPlus + Venton HD3 mit OpenHDF.

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Re: Warum erschließen die Netzbetreiber kaum noch Neubaugebi

Beitrag von Gizeh775 » 20.10.2016, 13:46

Soldierofoc hat geschrieben:Ein Schacht für einen LWL der einen Querschnitt von wenigen Millimetern hat? Und er soll das bezahlen?

In Großstädten sind teilweiße Wartungsschächte in der Straße - hier läuft dann aber auch meist GAS, Glasfaser, Telefon usw. durch und eben nicht nur eine Kupfer-Doppelader, sondern hunderte. Auf dem Land wäre das deutlich "unnötiger"..
Wo schreibe ich, dass dort nur der Kabelanbieter seine Leitung reinschmeißen soll? Du hast sehr wohl verstanden worum es mir geht sonst würdest du nicht direkt im nächsten Absatz genau das erwähnen....
Und warum ist das auf dem Land "unnötiger"? Wer sagt dass wir in 25 Jahren nicht einen neuen Standard haben der auf einmal etwas neues möchte, dann muss man wieder die ganzen Gehwege/Straßen aufreißen.

Ich hatte hier im Umkreis von unter 3km in den letzten 12 Monaten ca. 5 Baustellen bei denen die Straße wegen Erdgas, Glasfaser oder Fernwärme aufgerissen wurden und ich wohne schon weit ab von einem Ballungsgebiet.
Also "unnötig" ist etwas das langfristig billiger ist (was Städteplaner der Städte von morgen auch bestätigten) bestimmt nicht.

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Re: Warum erschließen die Netzbetreiber kaum noch Neubaugebi

Beitrag von G.Lasfaser » 25.10.2016, 18:14

Hallo allerseits.
Bei Neubaugebieten liegt es in der Regel daran, dass die Bauträger nicht ausreichend auf die Anbieter zugehen.
Bei gestelltem Tiefbau und einer günstigen Signal- Heranführung ist alles rasch realisiert.
Bei bestehender Alt- Bebauung, wie oben zu lesen 35k Einwohner, kommen schnell zig- Km Tiefbau zusammen. Eventuell noch eine weite Strecke zur Signal-Heranführung.
Pro m etwa 70- 100 Euro. Wer soll das bezahlen? Der Versorger?? Er wäre sehr schnell pleite. Kunden garantiert eben niemand.
Aber wartet mal ab..... Da tut sich was! Nicht überall....

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Re: Warum erschließen die Netzbetreiber kaum noch Neubaugebi

Beitrag von F-orced-customer » 26.10.2016, 12:30

Die fragen vorher die Wirtschaftsauskunftsdiente ab, und wenn da zuviele Akademiker und Rechtsanwälte wohnen die Ärger machen können dann wird der Block nicht ausgebaut :D

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Re: Warum erschließen die Netzbetreiber kaum noch Neubaugebi

Beitrag von Strykaar » 28.10.2016, 08:18

Gizeh775 hat geschrieben: Ich finde es erschreckend, dass in unserer "Multimedia"-fixierten Zeit, dort "nur" Leerrohre verlegt werden. Eigentlich sollten dort begehbare Schächte sein in denen man "arbeiten" kann und Platz für die nächsten 100 Jahre hat :>
In einem Utopia wäre das sicher so :D

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Re: Warum erschließen die Netzbetreiber kaum noch Neubaugebi

Beitrag von G.Lasfaser » 31.10.2016, 17:01

Kann mir nicht vorstellen, das Unitymedia nur Netze für Nicht- Akademiker plant......!

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Re: Warum erschließen die Netzbetreiber kaum noch Neubaugebi

Beitrag von GoaSkin » 02.12.2016, 19:00

Zu dem machen wohl große Wohnungsbaugesellschaften, die für ein Heidengeld ganze Hochhäuser anbinden bestimmt mehr Ärger über ihre angestellten Rechtsanwälte, als irgend ein kleiner Häuslebauer mit abgeschlossenem Jura-Studium. Vor allem geht es bei den Wohnungsbaugesellschaften um viel höhere Streitwerte, da es sich um eine ganz andere Größenordnung von Grundgebühr handelt.
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