Internet und TV aus Multimediadose-Leistungsverluste?

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SporeCannibal
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Internet und TV aus Multimediadose-Leistungsverluste?

Beitrag von SporeCannibal » 14.03.2009, 14:12

Hallo an alle,
ich beziehe seit 2 tagen 2play von UM. Ist auch alles gut bisher. Ein Techniker musste aus diesem Grund eine neue Leitung legen und eine Multimediadose montieren. Da ich eine solche vorher in meiner Wohnung nicht hatte. Ist auch alles gut.
An diese neue Dose hab ich jetzt mein Internet Kabel angeschlossen und an den TV Eingang halt noch mein Ferneseher.
Weil momentan zwei TV Geräte in meiner Wohnung in Betrieb sind habe ich so ein T-Stück in den TV Eingang der Dose gesteckt, so das ich zwei Kabel daran anschließen kann. Wisst ihr was ich meine?
Nun zu meiner Frage: Wie wirkt sich diese Konstruktion auf die Leistung meiner Internetverbindung aus? Oder ist das Internet Anschluss völlig unabhängig vom TV Signal?

Grothesk
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Re: Internet und TV aus Multimediadose-Leistungsverluste?

Beitrag von Grothesk » 14.03.2009, 14:21

Konkrete Probleme?

Wobei solche T-Stück-Stunts meist nicht dazu beitragen, dass das Signal verbessert wird.

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Re: Internet und TV aus Multimediadose-Leistungsverluste?

Beitrag von SporeCannibal » 14.03.2009, 14:26

Hi, da hast du recht. Aber weist du auch inwieweit das Internet Signal von dem TV Signal abhängig ist? Oder sind diese Beiden Signale unabhängig voneinander. Das heist wenn das TV läuft und gleichzeitig Internet an ist ob dadurch die internetverbindung langsamer wird. Bei gleichzeitigem Betrieb beider anschlüsse.

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Re: Internet und TV aus Multimediadose-Leistungsverluste?

Beitrag von Grothesk » 14.03.2009, 15:23

Nein, das ist nicht der Fall.

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Re: Internet und TV aus Multimediadose-Leistungsverluste?

Beitrag von Moses » 14.03.2009, 16:27

TV und Internet sind normalerweise getrennt. Probleme kann es höchstens durch Einstrahlungen geben. Das kann durch solche T-Stücke begünstigt werden, wenn die nicht gut abgeschirmt sind. Solange es aber keine konkreten Probleme gibt, solltest du dir da nicht zu viele Gedanken machen. :)

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Re: Internet und TV aus Multimediadose-Leistungsverluste?

Beitrag von SporeCannibal » 14.03.2009, 19:22

:smile: nagut, danke

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koax
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Re: Internet und TV aus Multimediadose-Leistungsverluste?

Beitrag von koax » 14.03.2009, 19:33

SporeCannibal hat geschrieben: Weil momentan zwei TV Geräte in meiner Wohnung in Betrieb sind habe ich so ein T-Stück in den TV Eingang der Dose gesteckt, so das ich zwei Kabel daran anschließen kann.
Wenn Du den Radioausgang der Dose nicht belegst, ist es sinnvoller das 2. Gerät an diesen anzuschließen.
Um die dabei hinderliche männlich/weiblich Belegung zu umgehen, kann man einen Adapter dazwischenstecken.
http://www.rm-computertechnik.de/Shop/4 ... ecker.html

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Re: Internet und TV aus Multimediadose-Leistungsverluste?

Beitrag von SporeCannibal » 14.03.2009, 20:42

Ah ok, vielen Dank für all die tipps.
Mir gings halt hauptsächlich um eine konstante Leistung meines Internets ohne das dieses durch ein angeschlossenes TV Gerät an der gleichen Buchse langsamer wird.
Aber das dürfte dann ja wohl funktionieren. :super:

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Re: Internet und TV aus Multimediadose-Leistungsverluste?

Beitrag von Radiot » 15.03.2009, 04:08

koax hat geschrieben:
SporeCannibal hat geschrieben: Weil momentan zwei TV Geräte in meiner Wohnung in Betrieb sind habe ich so ein T-Stück in den TV Eingang der Dose gesteckt, so das ich zwei Kabel daran anschließen kann.
Wenn Du den Radioausgang der Dose nicht belegst, ist es sinnvoller das 2. Gerät an diesen anzuschließen.
Um die dabei hinderliche männlich/weiblich Belegung zu umgehen, kann man einen Adapter dazwischenstecken.
http://www.rm-computertechnik.de/Shop/4 ... ecker.html
T-Stück aus Metall, nicht die Plastikdinger oder ein 2- Geräteverstärker wenns Signal knapp wird sind die richtige Lösung.
TV an der Radio- Buchse würd ich nicht machen, kann zu Störungen kommen.

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Re: Internet und TV aus Multimediadose-Leistungsverluste?

Beitrag von koax » 15.03.2009, 07:57

chaosschiffer hat geschrieben:T-Stück aus Metall, nicht die Plastikdinger oder ein 2- Geräteverstärker wenns Signal knapp wird sind die richtige Lösung.
TV an der Radio- Buchse würd ich nicht machen, kann zu Störungen kommen.
Die richtige Lösung wäre eine 2. Dose, die technisch sauber ins Gesamtsystem integriert ist.
Ansonsten haben vernünftige Dosen (und ich denke mal, dass der Techniker eine solche ja auch eingebaut hat) intern eine bessere Entkoppelung als die Antennen-Steckdosenverteiler, die ich bisher zu Gesicht bekommen habe.
Ich wüsste also nicht, wo die Störungen bei der Lösung "Radio-Buchse benutzen" her kommen sollten.

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Re: Internet und TV aus Multimediadose-Leistungsverluste?

Beitrag von Bastler » 15.03.2009, 10:18

Bei den Breitbanddosen, die als Multimediadosen zum Einsatz kommen, kann ruhig der Radioanschluss genutzt werden, bei diesen Dosen ist der genau gleichwertig wie der TV-Anschluss, da ist kein Filter für UKW drin. Nur Band I wird gefiltert, was Rückkanalstörungen schonmal verhindert.
Einstrahlung durch T-Stücke ist daher auch bei den meisten verbauten Multimediadosen nicht möglich - wobei korerkt angeschlossene IEC-Stecker an richtig sitzenden T-Stücken eh keine Probleme in Sachen Kabelleck / Einstrahlung machen. Nur: Korrekt montiert sind die Stecker leider in den seltensten Fällen :zwinker: .
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Re: Internet und TV aus Multimediadose-Leistungsverluste?

Beitrag von Radiot » 15.03.2009, 23:38

koax hat geschrieben:
chaosschiffer hat geschrieben:T-Stück aus Metall, nicht die Plastikdinger oder ein 2- Geräteverstärker wenns Signal knapp wird sind die richtige Lösung.
TV an der Radio- Buchse würd ich nicht machen, kann zu Störungen kommen.
Die richtige Lösung wäre eine 2. Dose, die technisch sauber ins Gesamtsystem integriert ist.
Ansonsten haben vernünftige Dosen (und ich denke mal, dass der Techniker eine solche ja auch eingebaut hat) intern eine bessere Entkoppelung als die Antennen-Steckdosenverteiler, die ich bisher zu Gesicht bekommen habe.
Ich wüsste also nicht, wo die Störungen bei der Lösung "Radio-Buchse benutzen" her kommen sollten.
Die beste Lösung ist natürlich die von Koax vorgeschlagene zweite Dose, die sich aber häufig auch als schwierigste herausstellt, denn das geht nur mit einer weiteren Leitung aus dem Keller oder wenn du die letzte Dose im Strang hast, aber auch da muss man darauf achten das nicht zuviele Dosen hintereinander hängen. Sollte das Kabel von deiner Dose aus weiter laufen, bleibt meisstens nur die Verteilung innerhalb der Wohnung, ähnlich sieht es bei einer Verteilung mit Stichdosen aus...

@ Koax, hatte seine MMD ausser acht gelassen, die sollte natürlich keine Probleme bereiten, sorry...
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Re: Internet und TV aus Multimediadose-Leistungsverluste?

Beitrag von Radiot » 15.03.2009, 23:52

Bastler hat geschrieben:Bei den Breitbanddosen, die als Multimediadosen zum Einsatz kommen, kann ruhig der Radioanschluss genutzt werden, bei diesen Dosen ist der genau gleichwertig wie der TV-Anschluss, da ist kein Filter für UKW drin. Nur Band I wird gefiltert, was Rückkanalstörungen schonmal verhindert.
Einstrahlung durch T-Stücke ist daher auch bei den meisten verbauten Multimediadosen nicht möglich - wobei korerkt angeschlossene IEC-Stecker an richtig sitzenden T-Stücken eh keine Probleme in Sachen Kabelleck / Einstrahlung machen. Nur: Korrekt montiert sind die Stecker leider in den seltensten Fällen :zwinker: .
Etwas Offtopic,
wie sieht das mit fehlenden Endwiderständen oder Stichleitungsdosen aus, die ich immer wieder in normalen Verteilanlagen finde?
Die Dosen sind ausschliesslich von UM oder deren Subbies gesetzt worden.
Plastikverteiler machen meisstens auch nur in der Wohnung stress und beziehen sich nicht aufs ganze Haus, ähnlich wie die Lüsterklemmenlösung, ein fehlender Abschlusswiederstand oder aber die viel genannte Enddose, die eigentlich eine Stichleitungsdose ist dürften sich doch in Sachen Betriebsfunk oder sonstiger Einstrahlung auch bemerkbar machen, oder?
Rede hier nicht von Dosen die an einem Tap hängen, sondern an normalen Verteilern.
Antwort gerne per PN, damit hier nicht zu sehr offtopic wird.

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Re: Internet und TV aus Multimediadose-Leistungsverluste?

Beitrag von Bastler » 16.03.2009, 20:11

ein fehlender Abschlusswiederstand oder aber die viel genannte Enddose, die eigentlich eine Stichleitungsdose ist dürften sich doch in Sachen Betriebsfunk oder sonstiger Einstrahlung auch bemerkbar machen, oder?
Mit Abstrahlung/Einstrahlung haben fehlende Abschlusswiderstände eigentlich nichts zu tun, da ja durch das Fehlen nirgendwo die Schirmung unterbrochen ist. Mit fehlenden Widerständen hat man nur das Problem mit den "stehenden Wellen", also "Knoten und Bäuche" oder auch etwas fachmännischer ausgedrückt Reflexionen auf der Leitung. Äußert sich so, dass sich an Dose A hinlaufenden und Rücklaufende Welle phasengleich überlagern, Signal ist dort also stärker und an Dose B sich z.B. gegenseitig aulöschen, da die Rücklaufende Welle an dieser Stelle z.B. phasengedreht ist. Aber dass solltest du als TV-Techniker ja kennen, ich hab da jedenfalls damals zig Lehrgänge zu mitgemacht :zwinker: .
Und nun zur Praxis: Fehlende Abschlusswiderstände findet man in unzähligen Anlagen (insbesondere bei den typischen "Elektroinstallateur-Anlagen"), und in 90% der Fälle macht das auch keine (sichtbaren) Probleme. In Sternverteilungen ist das ganze aber weniger kritisch, bei Baumverteilungen kommt es da schon eher zu Problemen. Wenn man aber dann doch mal den Fall hat, dass man ein extremes Problem mit Reflexionen hat, wissen die meisten dann nicht, was sie machen sollen...
Stichdose statt Durchgangsdose mit Endwiderstand ist in Sachen Einstrahlung auch uninteressant, eher in Sachen Entkopplung der Teilnehmer. Aber erzähl so einem Elektroinstallateur mal was von "Stehenden Wellen" oder "Dämpfung" und das Stichdosen was anderes als Enddosen sind - denen fehlen dann meist die Worte :D .
Einstrahlung ist im Prinzip ganz einfach zu vermeiden, wenn man weiß, wie man Abstrahlung vermeidet :zwinker: .
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