Kooperation Unitymedia und LEG Wohnen

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panda169
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Kooperation Unitymedia und LEG Wohnen

Beitrag von panda169 » 09.02.2019, 15:45

Falls das Thema hier nicht passt, bitte verschieben!!!


Hallo Leute,
ist die Umstellung einer erst 5 Jahre alten Satellitenanlage aus Sicht des Vermieters zulässig?

Die Wohnungsgesellschaft Immeo hatte es den Mietern als Innovation verkauft. Der neue Eigentümer will nun ändern/ergänzen. Die alte Satellitenanlage soll aber weiter für die TV Grundversorgung erhalten bleiben.

Kurz zur aktuellen Installation:

Vor 5 Jahren wurden auf dem Dach mehrere Satellitenantennen, eine UKW Ringantenne und eine kleine DVB-T Richtantenne installiert. Durch einen stillgelegten Kamin wurden etwa 12 Koaxialkabel in den Keller verlegt, ein großer Schaltkasten aufgebaut und die Wohnung durch ein Unikabel System sternförmig angebunden. Allerdings ist dieses letzte Kabel nur ein recht dünnes Koaxialkabel. In den Wohnungen gibt es seit dieser Änderung eine 4-Loch Multimediadose (ohne RJ-45).

Ich vermute der LEG geht es wohl hauptsächlich ums Internet und Telefon, zwecks Neukundengewinnung für Unitymedia.

Im Mietvertrag stehen nur Begriffe wie Gemeinschaftsantenne, Fernsehversorgung und Kabelanschluss.

Meine Frage:

Muss der Mieter diese Modernisierung für Internet und Telefon hinnehmen, obwohl der Fernsehempfang über eine neue Satellitenanlage, Internet und Telefon über die Telefondose vorhanden sind?

Als Anhang anonymisiert beide Schreiben der LEG von 12/2018 und 02/2019

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niclas
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Re: Kooperation Unitymedia und LEG Wohnen

Beitrag von niclas » 09.02.2019, 16:07

In aehnlichen Faellen hatten die Mietervereine eine Überprüfung durchgeführt. Es gab keine Beanstandungen. Zusätzliche kostenpflichtige Serviceleistungen müssen ja nicht in Anspruch genommen werden.

Telefon und Internet kann weiterhin ueber die bisherige TAE-Anschlussdose bezogen werden. Hier darf die Vermieterin keine Veraenderung durchführen.

panda169
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Re: Kooperation Unitymedia und LEG Wohnen

Beitrag von panda169 » 09.02.2019, 16:14

Also alles in Butter, oder wie?

Aktuell werden in den Betriebskosten monatlich 5,90 Euro für die Wartung der Gemeinschaftsantenne/Satellitenanlage berechnet.

Das dürfte sich jetzt nicht wesentlich ändern, oder vielleicht doch?

Sascha53721
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Re: Kooperation Unitymedia und LEG Wohnen

Beitrag von Sascha53721 » 09.02.2019, 20:19

Vielleicht kommt der Vermieter auf die Idee die Antenne ab zu bauen, weil sowas das Haus verschandelt. Bei uns z.b ist keine sat anlage erwünscht nichtmal ein Klima Gerät zum Hinterhof. Das würde nicht zum Gesamtbild passen und bauliche Veränderungen schon mal gar nicht.
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niclas
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Re: Kooperation Unitymedia und LEG Wohnen

Beitrag von niclas » 10.02.2019, 10:27

panda169 hat geschrieben:
09.02.2019, 16:14
Also alles in Butter, oder wie?

Aktuell werden in den Betriebskosten monatlich 5,90 Euro für die Wartung der Gemeinschaftsantenne/Satellitenanlage berechnet.

Das dürfte sich jetzt nicht wesentlich ändern, oder vielleicht doch?
Ja alles in Butter. Betriebskosten fuer die Wartung der Gemeinschaftsantenne/Satellitenanlage duerfen unter dieser Bezeichnung natürlich nicht mehr abgerechnet werden (die Satellitenanlage wird ja abgebaut) stattdessen steht eine digitale TV-Kabelgebuehr auf der Nebenkostenabrechnung.

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Re: Kooperation Unitymedia und LEG Wohnen

Beitrag von Bastler » 11.02.2019, 17:32

panda169 hat geschrieben:
09.02.2019, 15:45
Kurz zur aktuellen Installation:

Vor 5 Jahren wurden auf dem Dach mehrere Satellitenantennen, eine UKW Ringantenne und eine kleine DVB-T Richtantenne installiert. Durch einen stillgelegten Kamin wurden etwa 12 Koaxialkabel in den Keller verlegt, ein großer Schaltkasten aufgebaut und die Wohnung durch ein Unikabel System sternförmig angebunden. Allerdings ist dieses letzte Kabel nur ein recht dünnes Koaxialkabel.
Etwas OT:
Falls das wirklich stimmen sollte mit der Sternverkabelung die über ein "Unicable" (SCR) angebunden ist, dann ist das so ziemlich das Dümmste was man machen konnte.
Es ergibt eigentlich rein gar keinen Sinn, in einer Sternverkabelung mit SCR zu arbeiten, in einer Sternverkabelung kann man eine ganz normale Sat-ZF-Anlage betreiben.
Zwar ist mit dem heutigen SCR (oder wie es hierzulande oft genannt wird "Unicable") wesentlich mehr möglich als mit dem, was man vor einigen Jahren unter einer "Einkabellösung" verstanden hat, aber dennoch ist das immer noch ein Behelf für Fälle, in denen eine normale SAT-Anlage nicht machbar ist (also bei Baumverkabelungen) und hat gegenüber einer normalen SAT-Anlage eine Menge Nachteile...

Ich glaube aber nicht, dass das stimmt. Entweder ist es doch kein Unicable-System, oder es ist eben doch keine Vollstern-Verkabelung und es gibt (vielleicht auch nur vereinzelt) Wohnungsbäume. Gerade bei LEG gibt es meist Zusatzdosen...
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Re: Kooperation Unitymedia und LEG Wohnen

Beitrag von panda169 » 13.02.2019, 17:21

Ich habe die maximale Anzahl von 3 Empfangsgeräten in der Wohnung ausgeschöpft. Also 3 Receiver sind seit einigen Jahren problemlos angeschlossen. Die Geräte sind auf 1280 MHz, 1382 MHz und 1484 MHz eingestellt.

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Re: Kooperation Unitymedia und LEG Wohnen

Beitrag von Bastler » 13.02.2019, 18:18

Dann ist es keine Sternverkablung!
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Re: Kooperation Unitymedia und LEG Wohnen

Beitrag von panda169 » 13.02.2019, 20:24

Aha, auf jeden Fall geht vom Verteilerkasten in jede Wohnung ein eigenes Koaxialkabel. Die Anlage ist für 2 Häuser mit 12 Wohneinheiten. Das Nachbarhaus hat einen kleineren Kasten.

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boba
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Re: Kooperation Unitymedia und LEG Wohnen

Beitrag von boba » 13.02.2019, 21:11

Zu deiner ursprünglichen Frage: Nach Lektüre der pdf Datei ist klar, dass der Unitymedia-Zugang zusätzlich zum existierenden SAT Anschluss dazugebaut wird. Bei gleichbleibenden monatlichen Kosten pro Wohnung. Die SAT Anlage bleibt. Es ist also ein kostenloses Upgrade, und da das im Interesse aller Parteien ist, also sowohl Eigentümer als auch Mieter, kann man nichts dagegen haben. Es erhöht den Wert und die Attraktivität der Wohnungen. Die Rechtsprechung sagt zu diesem Thema, dass dafür handwerkliche Installationen in der Wohnung hingenommen werden müssen, auch wenn man die Mehrleistungen zu diesem Zeitpunkt nicht in Anspruch nehmen will.

Unter uns: das ist ein super Upgrade der Versorgung ohne Downgrade an einer anderen Stelle. Was ihr installiert bekommt, ist sowas wie die eierlegende Wollmilchsau: alles was es aktuell gibt, ist dabei. Kostenlos, der Mieter zahlt keinen Cent mehr dafür. Wieso man das ablehnen will, kann ich nicht verstehen. Es gibt danach keinerlei Änderungen in der Versorgung, wenn man es nicht will. Man hat danach mehr Möglichkeiten, z.B. ist die Internet-Leistung via TV-Kabel in aller Regel deutlich besser (schneller) als die Versorgung via DSL/Kupferkabel.

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Re: Kooperation Unitymedia und LEG Wohnen

Beitrag von Bastler » 14.02.2019, 06:52

Die Anlage wird wahrscheinlich innerhalb der Wohnungen eine Baumstruktur haben. Niemand der klar denken kann baut in eine echte Sternstruktur ein SCR-System...
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Re: Kooperation Unitymedia und LEG Wohnen

Beitrag von jcoder » 14.02.2019, 06:53

Dulden müsstest Du es nur nicht, wenn das neue Kabel in Deiner Wohnung Aufputz verlegt werden würde.

Wobei ich sagen muss: Wenn es bei den 5,60 EUR bleibt, die die LEG für die Kabelversorgung aufruft, ist das ein sehr fairer Preis. Häufig zahlen auch Mieter großer Wohnungsgesellschaften deutlich mehr. Spannend ist, ob der Preis in 3-5 Jahren immer noch so günstig sein wird :zwinker:

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Re: Kooperation Unitymedia und LEG Wohnen

Beitrag von Grinder » 14.02.2019, 08:18

jcoder hat geschrieben:
14.02.2019, 06:53
Dulden müsstest Du es nur nicht, wenn das neue Kabel in Deiner Wohnung Aufputz verlegt werden würde.
Als 2008 in meiner damaligen ETW modernisiert wurde, hat UM das in einer einzigen Hausecke über einen schmalen Kabelkanal realisiert, der vom Keller bis in das DG gezogen wurde.

Sämtliche Wohnungseigentümer, egal ob Vermieter oder Selbstnutzer waren sich einig. Ob das einer der Mieter hätte blockieren können, wage ich ernsthaft zu bezweifeln. Der persönliche "Nachteil" hätte den der Eigentümergemeinschaft nicht überwogen.

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Re: Kooperation Unitymedia und LEG Wohnen

Beitrag von Bastler » 14.02.2019, 14:09

jcoder hat geschrieben:
14.02.2019, 06:53
Dulden müsstest Du es nur nicht, wenn das neue Kabel in Deiner Wohnung Aufputz verlegt werden würde.
Da die LEG-Wohnungen reine Mietwohnungen sind, hat der Vermieter das Sagen was Aufputzinstallationen betrifft, der Mieter hat diesbezüglich nichts zu melden.
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Re: Kooperation Unitymedia und LEG Wohnen

Beitrag von jcoder » 14.02.2019, 20:56

Ganz so Rechte-los ist der Mieter nicht. :zwinker:

§535 Abs. 1 Satz 2 BGB verpflichtet den Vermieter zum Erhalt der Mietsache.
Eine Aufputz-Verkabelung beeinträchtigt die Mietsache. (In welchem Maße wird von individuellen Gegebenheiten abhängen)

Der Mieter wird in Abwägung seiner Interessen, der Interessen des Vermieters und der anderen Nutzer sehr wahrscheinlich auch eine Aufputz Verkabelung dulden müssen.
Er kann aber ggf. eine Entschädigung für die Beeinträchtigung der Mietsache geltend machen. (Dann kriegt er zumindest die ggf. zukünftig anstehenden Preissteigerungen für die Kabelversorgung wieder raus :zwinker: )

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Re: Kooperation Unitymedia und LEG Wohnen

Beitrag von Bastler » 15.02.2019, 19:33

jcoder hat geschrieben:
14.02.2019, 20:56
Ganz so Rechte-los ist der Mieter nicht. :zwinker:

§535 Abs. 1 Satz 2 BGB verpflichtet den Vermieter zum Erhalt der Mietsache.
Eine Aufputz-Verkabelung beeinträchtigt die Mietsache. (In welchem Maße wird von individuellen Gegebenheiten abhängen)
Das ist schnell behauptet, praktisch wurde bisher nahezu letzlich fast immer so entschieden, dass das keine Beeinträchtigung der Meitsache ist, maximal eine optische Beeinträchtigung. Und dafür bekommt man in der Regel noch nicht mal eine minimale Mietminderung durch.
Gerade bei der LEG...

Mieter haben in Deutschland meiner Meinung nach übrigens eher zu viele Rechte, erlebe ich sogar am eigenen Leib :zwinker: .
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Re: Kooperation Unitymedia und LEG Wohnen

Beitrag von jcoder » 15.02.2019, 21:53

Bastler hat geschrieben:
15.02.2019, 19:33
Mieter haben in Deutschland meiner Meinung nach übrigens eher zu viele Rechte, erlebe ich sogar am eigenen Leib :zwinker: .
Im Bereich der TV-Versorgung offensichtlich nicht :zwinker:
Als Sondereigentümer stehen die Chancen sich zu wehren da schon deutlich höher: https://www.haufe.de/immobilien/verwalt ... 76050.html

Auch bei offensiver Preisgestaltung durch den Vermieter und bei Modernisierungen sind die Möglichkeiten von Mietern recht begrenzt.

Es gibt sicher Fälle, bei denen man sagen kann: armer Vermieter
Aber es gibt aureichend Fälle, bei denen ich kein Mieter sein wollte :zwinker:

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Re: Kooperation Unitymedia und LEG Wohnen

Beitrag von Bastler » 16.02.2019, 09:36

Ja, aber gerade wegen dem ungerwünschten Kabelkanal bin ich mir recht sciher, dass das in der Regel nicht als Beeinträchtigung der Mietsache durchgeht.
Ich persönlich hatte im Laufe meiner Jahre Tätigkeit für UM auch mal eine Zeit lan mit dem "Projekt" oder "Vollausbau"-Geschäft zu tun (ich habe inzwischen fast alles, was mit dem Kabelnetz zu tun hat, in irgendeiner Form schon mal gemacht / bzw. "machen müssen" ;) ). Da gab es logischerweise genau den hier angesprochenen Fall desöfteren mal, und ich weiß noch, dass wir letztendlich die meisten "Verweigerer" (sofern es sich um reine Mieter gehandelt hat), nach mehreren Anläufen und zwischenzeitlich Klärung durch die Hausverwaltungen (wie genau das jeweils ablief, ob mit oder ohne Gericht kann ich nicht sagen) dann doch noch den "unerwünschten" Kabelkanal installiert haben...
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Re: Kooperation Unitymedia und LEG Wohnen

Beitrag von panda169 » 19.02.2019, 09:52

Danke Leute für eure Antworten!

Das mit dem Auf-Putz-Kabelkanal wird ja in den Schreiben so angekündigt. Das ist schon klar. Ach so, der Termin für die Aufrüstung ist für den 06.03. angekündigt. Mich stören im Moment nur die Störungen bei der Versorgung über Satellit. Das Signal fällt teilweise über Stunden aus. Seit 2 Wochen kümmert sich niemand um die Störung. Der Vertrag mit der Wartungsfirma die auch die Anlage vor 5 Jahren aufgebaut hat, wurde zum Jahresende gekündigt. Tolle Aussichten, da sich in Düsseldorf die LEG nicht bewegt. Und nach Auskunft von Unitymedia liegen die monatlichen Kabelgebühren die über die Nebenkosten abgerechnet werden sollen bei 9,90 EUR. Das hätten die so im "System". Also nix gleicher Preis. Mal sehen wie es weitergeht. Ich werde dann wieder berichten.

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Re: Kooperation Unitymedia und LEG Wohnen

Beitrag von jcoder » 19.02.2019, 21:02

5,60 EUR hat mich auch schon gewundert.
Durch die Schaffung einer eigenen Betreiber-Firma als Tochterfirma des Vermieters lassen sich für die Gesellschaft ja ggf. noch Nebeneinnahmen zur Miete generieren ...

5,60 EUR hätten da nicht viel hergegeben :zwinker:

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