Kabelgebühren wann zahlen?

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Resi
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Kabelgebühren wann zahlen?

Beitrag von Resi » 20.10.2018, 23:04

Hallo zusammen,
Ich habe eine Frage nach der ich mir heute die Finger wund gesucht habe - aber ohne Erfolg. Eigentlich ist sie gar nicht so spezifisch.
Und zwar haben wir eine Eigentumswohnung in einem Mehrfamilienhaus erworben. Da wir aktuell nicht sehr glücklich mit Unitymedia waren haben wir den Umzug genutzt um den Vertrag zu kündigen.
Jetzt haben wir bei der letzten Begehung (Neubau) entdeckt, dass es eine Unitymedia Dose im Keller sitzt.
Weitere Leistungen von dieser Dose waren nicht zu sehen.
Meine Frage, da ich mich damit noch nie beschäftigt habe:
Zahlt nun das ganze Haus automatisch Kabelgebühren da der generelle Anschluss vorhanden ist? Somit wäre ich wieder an Unitymedia gebunden, da ein anderer Anbieter plus Kabelgebühren zu teuer wären.
Oder wird ausgehend von dieser Dose erst etwas in unsere Wohnung geschaltet wenn wir dies bei Unitymedia samt Leistungen beantragen??

Kurz gesagt:
Unitymedia Dose im Keller vorhanden - wir wollen aber kein Unitymedia nutzen und auch keine Gebühren für die Tüte zahlen ;)

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Torsten1973
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Re: Kabelgebühren wann zahlen?

Beitrag von Torsten1973 » 20.10.2018, 23:11

Wenn die Eigentümergemeinschaft einen Mehrnutzervertrag abgeschlossen hat, dann läuft das über die Nebenkosten - und daran kannst du nichts ändern. Falls nicht, dann muss nur ein Einzelnutzervertrag abgeschlossen werden, wenn auch Kabel-TV genutzt werden soll.
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Resi
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Re: Kabelgebühren wann zahlen?

Beitrag von Resi » 20.10.2018, 23:27

Das ging fix, danke :)
Gut - da ich nicht Teil einer solchen Entscheidung war wird das wohl noch nicht entschieden sein.
Mehrnutzervertrag wäre vermutlich für den Einzelnen - der dann auch UM Kabel nutzen will - günstiger als der Einzelvertrag?

Nurum
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Re: Kabelgebühren wann zahlen?

Beitrag von Nurum » 20.10.2018, 23:42

Einen Mehrnutzervertrag ist je nach Anzahl der Anschlüsse unterschiedlich rabattiert. (Siehe Preisliste)
Den Rabatt gibt es aber nur wenn für alle im Gebäude vorhanden Wohneinheiten der Vertrag abgeschlossen wird. Deshalb würde ich raten keinen Mehrnutzer Vertrag abzuschießen. Einen Internatsanschluss ist ja auch ohne Kabelanschlussvertrag möglich. Über lange Sicht ist es meiner Meinung nach preiswerter in eine Sat-Anlage zu investieren, wenn das möglich ist.
cust-own_150000_10000_ds_sip_wifi-on.bin (Office Internet & Phone 150) | TC4400 (SR70.12.33-180327) + Edgerouter X | Arris CMTS (24/5) | thinkbroadband | Modemwerte
generic_64000_5000_dslite_nv_wifi-on.bin (Internet COMFORT 60) | Connectbox (NCIP-6.12.18.24-5p8-NOSH) | Casa CMTS (31/5) | thinkbroadband | Modemwerte

boba
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Re: Kabelgebühren wann zahlen?

Beitrag von boba » 21.10.2018, 02:22

Resi hat geschrieben:
20.10.2018, 23:27
Gut - da ich nicht Teil einer solchen Entscheidung war wird das wohl noch nicht entschieden sein.
Mehrnutzervertrag wäre vermutlich für den Einzelnen - der dann auch UM Kabel nutzen will - günstiger als der Einzelvertrag?
Bei einem Neubau mit Eigentumswohnungen wird der Verwalter auf die einzelnen Eigentümer zukommen, spätestens in der ersten Eigentümerversammlung. Der Betrieb des Kabelanschlusses könnte möglicherweise auch in der Teilungserklärung geregelt sein. Je nachdem wieviele Parteien im Haus wohnen, wirkt sich ein Mehrnutzervertrag auf die Kosten für jeden einzelnen ziemlich stark aus. Das läppert sich im Laufe der Jahre.

Inwiefern alternativ ein SAT-Anschluss möglich ist, hängt ebenfalls von der Teilungserklärung ab, oder von den Beschlüssen der Eigentümerversammlung. Bei den zwei Häusern, die ich kenne (das, in dem ich eine Wohnung besitze und das, in dem meine Eltern eine besitzen), ist es laut Teilungserklärung so geregelt, dass die Außenansicht des Hauses nicht ohne einstimmige Zustimmung aller Eigentümer von einem einzelnen Eigentümer oder dessen Mieter verändert werden darf. Das schließt standardmäßig individuell montierte SAT-Antennen aus. Manche Leute schaffen es, die Antenne auf dem Balkon mehr oder weniger gut zu verstecken, und es gibt auch immer Knatsch deswegen, aber im wesentlichen kannst du das vergessen. Eine gemeinsame SAT-Antennenanlage wäre zu diskutieren, aber aus eigener Erfahrung haben die meisten Miteigentümer zum Zeitpunkt der ersten Eigentümerversammlung absolut anderes im Kopf als eine SAT-Anlage auf dem Dach und kommen zu keiner Entscheidung, so dass das kaum zustimmungsfähig ist (Einstimmigkeit wäre erforderlich). In beiden Häusern gibt es jedenfalls keine SAT-Antenne, aber Mehrbenutzerverträge mit UM für alle Wohnungseinheiten.

Du solltest dich also sehr gut darüber informieren, welche Telefon- und TV-Infrastruktur überhaupt zur Verfügung und als Alternative steht. Welche Anbieter alternativ verfügbar sind, wenn du Unitymedia nicht annimmst. Vergleiche die Preise pro Leistung, z.B. pro Internet Datendurchsatz. Wenn ein Kabel-Anschluss von Unitymedia direkt schon in einem Neubau für die Erstbezugler verfügbar ist, dann ist davon auszugehen, dass du das volle Programm zuverlässig bis 400 mbit bekommst, und auch technisch zuverlässig, weil gerade frisch installiert, gut eingemessen und noch nichts verrottet. Du solltest nicht aufgrund früherer Erfahrungen das Kind mit dem Bad ausschütten, sondern die Sache von mehreren Seiten beleuchten. Wenn ein alternativer Provider über Telefon und Kupferkabel DSL liefert, dann vergleiche die Leistung genau mit dem, was Unitymedia liefert. Bei den beiden Häusern, die ich kenne, war die Telekom die einzige, die als Alternative DSL anbot - jahrelang zu mickrigen 6 mbit (mein Haus, Neubau von 2002) oder 16 mbit (Haus meiner Eltern, Neubau von 2015) - absolut indiskutabel. Erst kürzlich wird von der Telekom immerhin 100 mbit angeboten. Fernsehen und Internet von Unitymedia bis 400 mbit hingegen ist absolut einwandfrei und läuft praktisch störungsfrei und in beiden Häusern mit vollem Durchsatz.

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Re: Kabelgebühren wann zahlen?

Beitrag von Andreas1969 » 21.10.2018, 11:31

boba hat geschrieben:
21.10.2018, 02:22
Erst kürzlich wird von der Telekom immerhin 100 mbit angeboten. Fernsehen und Internet von Unitymedia bis 400 mbit hingegen ist absolut einwandfrei und läuft praktisch störungsfrei und in beiden Häusern mit vollem Durchsatz.
Ist wohl Ortsbezogen.
Bei mir ist's genau andersherum, Telekom läuft einwandfrei, UM humpelt.
Denken gehört zu den schwersten Dingen, die man tun kann. Vielleicht ist das der Grund, warum es so Wenige tun. :kratz:
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Re: Kabelgebühren wann zahlen?

Beitrag von hajodele » 21.10.2018, 13:15

Wenn nur der HÜP sitzt und keine Leitungen in die Wohnungen führen, wurde dieser einfach nur beim Bau präventiv mit den anderen Leitungen wie Strow, Telekom, Wasser, Gas verlegt.
Dieser HÜP ist von vornherein kostenlos.
Wenn man im nachhinein im Rahmen einer Modernisierung den Ausbau von Kabel forcieren will, muss das i.d.R. durch die Eigentümerversammlung abgesegnet werden. Bei uns dauerte die Absegnung 3 Jahre, bis überhaupt mal eine grundsätzliche Genehmigung erfolgte. Ich habe aber auch schon von anderen Objekten gehört, bei dem die Hausververwaltung sogar für so was eine Blancoberechtigung hat. Für was man dann überhaupt noch eine Versammlung braucht, weiss ich nicht.

Selbst wenn in der Wohnung ein Anschluss vorhanden wäre, muss dieser nicht bezahlt werden (Ausnahme Nebenkosten), wenn dieser nicht genutzt wird.

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Re: Kabelgebühren wann zahlen?

Beitrag von boba » 21.10.2018, 15:31

Soweit ich mich erinnere, gab es bei uns den Mehrnutzervertrag auch erst später. Seinerzeit mit iesy, einer der Vorgängergesellschaften von Unitymedia. Die Infrastruktur, also Koax-Kabel bis in die Wohnung, war allerdings bereits vom Bauträger im Leistungskatalog der Wohnungen her vorgesehen und in sämtliche Wohnungen inklusive TV/Radio Dosen verlegt worden. Als der erste Eigentümer dann tatsächlich Internet haben wollte (Kabel-Internet war damals noch nicht so bekannt), wurden die 3 bislang nicht rückkanalfähigen Verstärker ausgewechselt und er war online. Kosten sind dafür nicht angefallen oder waren wegen der Umlage auf alle Parteien so niedrig, dass ich keine Erinnerung mehr daran habe.

Heute würde ich erwarten, dass der Bauträger von vornherein rückkanalfähige Verstärker einbaut, sowie mindestens eine Multimediadose ins Wohnzimmer setzt, vielleicht eine zweite noch ins Schlafzimmer. Oder wo auch immer der Erstkäufer der Wohnung im Rahmen der üblichen Handwerker-Sonderwünsche sie hingelegt haben möchte. Oder wie ist das heute überhaupt? Eigentlich braucht man doch nur noch den Data-Anschluss, die analogen TV- und Radio-Anschlüsse verlieren doch mit der analogen Abschaltung ohnehin ihre Funktion bzw. haben sie bereits verloren.

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Re: Kabelgebühren wann zahlen?

Beitrag von Bastler » 22.10.2018, 11:09

Es gibt keine "analogen" Radio und TV-Anschlüsse an Antennendosen. Und natürlich werden die TV und Radioanschlüsse nach wie vor gebraucht, wenn Kabel TV genutzt werden soll.
Zuletzt geändert von Bastler am 22.10.2018, 11:40, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Kabelgebühren wann zahlen?

Beitrag von Andreas1969 » 22.10.2018, 11:20

Bastler hat geschrieben:
22.10.2018, 11:09
Es gibt keine "analogen" Radio und TV-Anschlüsse an Antennendosen.
Doch, das Radio (UKW) läuft doch noch analog, oder habe ich da was verpasst :confused:
Oder wird da jetzt DAB+ eingespeist :kratz:
Denken gehört zu den schwersten Dingen, die man tun kann. Vielleicht ist das der Grund, warum es so Wenige tun. :kratz:
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Re: Kabelgebühren wann zahlen?

Beitrag von Bastler » 22.10.2018, 11:40

Das ist dem Anschluss doch egal ob digital oder analog.
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Re: Kabelgebühren wann zahlen?

Beitrag von boba » 22.10.2018, 13:28

Eigentlich nicht. Es gibt Hoch- und Tiefpässe auf diesen Ausgängen, so dass die Frequenzen, die für die digitalen Signale verwendet werden, da nicht zur Gänze durchkommen. Bei Radio beispielsweise dürfte kaum was höheres als 110 MHz durchgehen. Analoges Fernsehen verwendet zwar die gleichen Frequenzen wie Docsis, aber der Rückkanal ist nicht immer frei.

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Re: Kabelgebühren wann zahlen?

Beitrag von Hemapri » 22.10.2018, 14:49

boba hat geschrieben:
22.10.2018, 13:28
Eigentlich nicht. Es gibt Hoch- und Tiefpässe auf diesen Ausgängen, so dass die Frequenzen, die für die digitalen Signale verwendet werden, da nicht zur Gänze durchkommen. Bei Radio beispielsweise dürfte kaum was höheres als 110 MHz durchgehen. Analoges Fernsehen verwendet zwar die gleichen Frequenzen wie Docsis, aber der Rückkanal ist nicht immer frei.
Was ist denn das für ein Unsinn? Der Dose ist es vollkommen egal, ob da digitale oder analoge Signale drüber gehen. Da interessieren nur die Frequenzen. Mit Radio ist in der Tat bei 110 MHz Schluss. Das liegt aber einzig und allein daran, dass der Sonderkanal 2, also der erste Sendekanal, das Spektrum von 110 MHz bis 118 MHz belegt. Der Rückweg belegt den Bereich zwischen 5 und 65 MHz und der Bereich zwischen 65 und 85 MHz ist das Trennband zwischen Rück- und Vorwärtsweg und somit gsperrt. Mit analog oder digital hat das absolut nichts zu tun.

MfG

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