Verkabelung Neubau 

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DavidW
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Verkabelung Neubau

Beitrag von DavidW » 14.05.2018, 19:48

Hallo zusammen,

ich weiß, das Thema Verkabelung kommt immer wieder auf, ich habe auch viel dazu nachgelesen, allerdings finde ich keine eindeutige Antwort für meine, wie ich glaube, recht simple Fragestellung.
Ich bin gerade dabei eine Eigentumswohnung zu kaufen, dort hat der Elektriker in allen Zimmer einen TV-Anschluss (Kabelfernsehen) gelegt. Alle Dosen sind identisch, dabei handelt es sich um folgende Dose: Triax Gedu10, 10db http://www.triax-gmbh.de/produkte/anten ... en/gedu-10
Am Ausgang jeder Dose ist ein kleiner Abschlusswiderstand von Triax, ich kann jedoch nicht genau sehen welcher genau. Die Dosen werden also m.E. sternförmig einzeln angefahren.
Nun zu meinem Problem: Ich habe den Bauträger gebeten, den Elektriker zu beauftragen, dass er mir im Wohnzimmer zusätzlich zur vorhandenen Dose an Wand A eine weitere Dose an Wand B setzt, da an Wand B der Fernseher hängen soll. Ich wurde immer wieder vertröstet, bis der Bauträger dann mitgeteilt hat, dass der Elektriker keine Zeit mehr hätte. Da aber meine Handwerker innen verputzen wollten, musste ich die Dose sehr spontan selbst setzen. Bedingt durch den Zeitdruck habe ich also einen Kanal gefräst und ein noch vorhandenes Antennenkabel (aufgrund der Öffnungszeiten konnte ich kein neues Kabel besorgen...) hineingelegt. Jaa ich weiß, man sollte den Bauträger in den Hintern treten aber nützt jetzt auch nichts mehr :gsicht:
Das Kabel ist mit 100db angegeben. Es geht übrigens um eine Länge von (lediglich?) knapp 4,5m, daher habe ich gehofft dass man auf diese Entfernung vom Kabel her nicht soo viel falsch machen kann :roll:
Am darauffolgenden Tag wurde die Wand verputzt, das Kabel ist also gesetzt. Jetzt allerdings die Frage nach den richtigen Dosen... Falls ich den Fernseher doch mal an Wand A (vorhandene alt-Dose) hängen möchte, würde ich diese Dose gerne erhalten und eben zusätzlich an Wand B eine neue Dose setzen. An Wand A kommt jetzt das Kabel vom Verteiler (Verstärker?) und ein weiteres Kabel, welches nach Wand B geht.
Nun zu den Fragen:
- So wie ich es in den Foren gelesen habe, wäre für Wand B (neu) eine Enddose/Durchgangsdose mit Abschlusswiderstand hier richtig? Kann ich die vorhandene nutzen (10db)?
- Welchen Durchgangsdämpfung wähle ich jetzt für die Dose in Wand A (ersetzt ursprüngliche--> Durchgangsdose)? Ebenfalls 10db?
- Sobald mein 1&1 Vertrag abgelaufen ist, möchte ich wieder zu Unitymedia wechseln. Wird mir der Techniker später dann die MMD an Wand B setzen, obwohl dies nur ein durchgeschleifter Anschluss ist? Ich möchte natürlich die Horizon-Box, wie auch den Fernseher, an Wand B haben...

Danke schonmal.
Zuletzt geändert von DavidW am 14.05.2018, 21:36, insgesamt 1-mal geändert.

Re: Verkabelung Neubau

Hast du schon mal in diesem Ratgeber nachgelesen? Das könnte dir sicher sehr helfen!
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Bastler
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Re: Verkabelung Neubau  [GELÖST]

Beitrag von Bastler » 14.05.2018, 20:36

- So wie ich es in den Foren gelesen habe, wäre für Wand B (neu) eine Enddose/Durchgangsdose mit Abschlusswiderstand hier richtig? Kann ich die vorhandene nutzen (10db)?
Erst mal: Der vorhandene Aufbau ist nicht so wirklich toll was Erweiterungen in Baumstruktur betrifft (10dB Dosen schließe das sogar schon theoretisch aus).
Aber da du sicher nicht alles umreißen willst, würde ich es so machen, dass ich die vorhandene 10 dB Dose mit Endwiderstand an das Strangende (B) setzten würde und im Raum davor eine 12 dB (oder 13 dB, je nach Hersteller) Durchgangsdose einbauen würde.

Ist nicht perfekt und auch nicht ganz richtig und nicht die feine Art, würde aber wahrscheinlich dennoch funktionieren und währe nicht völlig falsch :zwinker: .
Welchen Widerstand wähle ich jetzt für die Dose in Wand A (ersetzt ursprüngliche) - Durchgangsdose?
Logischerweise gar keinen. Geht ja auch nicht ...
Sobald mein 1&1 Vertrag abgelaufen ist, möchte ich wieder zu Unitymedia wechseln. Wird mir der Techniker später dann die MMD an Wand B setzen, obwohl dies nur ein durchgeschleifter Anschluss ist? Ich möchte natürlich die Horizon-Box, wie auch den Fernseher, an Wand B haben...
Normalerweise schon, sofern die Pegel passen. Wenn nicht, kann er evtl. über den Mehraufwand von UM auch die Dose A tauschen, wenn dieses Aufbautechnisch erforderlich ist. Ich konnte das jedenfalls zu meiner NE4-Installationszeit eigentlich immer so lösen, war überhaupt kein Problem.
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Re: Verkabelung Neubau

Beitrag von Silberfan » 14.05.2018, 21:38

Man sollte bei solchen "Privaten" Verkabelungen immer drauf Achten wieviel Leistung am ende herauskommt.
An jeder Dose sollten mindestens eine Signalstärke von 70 Db ankommen.
Kommt das Signal z.B. mit 84 Db an Dose A an und an Dose B nur noch mit weniger als 70 Db hat man ein großes Problem.
Die Signalstärke lässt sich mit einem Antennen Messgerät genau bestimmen.
Geräte dieser Art sind nicht billig und ich hab früher in meiner Zeit als Elektriker schon eines der ersten Verwendet die für Digitales Kabelfernsehen Vorgesehen waren (und das war Anfang der 1990er Jahre gewesen).
Daher wäre es immer von Vorteil Leerorhr zu verlegen um notfalls das Kabel gegen ein anderes mit besserer Qualität auszutauschen.
Schlimmstenfalls kann es passieren das Aufgrund des hohen Verlustes man das Kabel Komplett aus der Wand reißen muss und durch ein anderes ersetzen.
Und das habe ich bei vielen Haushalten schon öfter (damals schon) machen müssen .
Beim Kabel sollte man immer drauf achten das es eine Niedrige Dämpfung hat.
Je niedriger es ist desto längere Wege lassen sich auch Verlegen ohne gleich einen Verstärker zuzuschalten. Ich kann mich noch an einen Bau mitten im Odenwald erinnern ( Mehrfamilien Block) wo vor uns andere Elektriker Billiges Baumarkt Kabel für Antennenanschluss verlegt haben ,Aufputz und ohne Leerohr.
2 Gesellen und ich (damals Lehrling) haben fast 2 Wochen gebraucht um Schlitze in Betonwände zu fräsen und Leerrohr zu verlegen sowie das alte Kabel gegen ein anderes (besserer Qualität) zu verlegen.
Möchte das auch nur zum Protokoll geben und man sollte auch darauf achten.
Wenn der Bauträger Pingelig ist und drauf Besteht ,kann das schlimmstenfalls passieren.

DavidW
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Re: Verkabelung Neubau

Beitrag von DavidW » 14.05.2018, 21:40

Danke für die Antwort!
Dass der Aufbau nicht optimal ist habe ich mir gedacht- allein schon aufgrund der (sehr geringen...) Anzahl der Steckdosen in der Wohnung. Hier wollte man wohl sparen...
Logischerweise gar keinen. Geht ja auch nicht ...
Sorry, ich meinte die Durchgangsdämpfung (oder?) der Dose, habe meinen Beitrag editiert. Die Antwort hast du mir aber bereits gegeben, das wäre ja dann eine 12/13er Dose :smile:
Normalerweise schon, sofern die Pegel passen. Wenn nicht, kann er evtl. über den Mehraufwand von UM auch die Dose A tauschen, wenn dieses Aufbautechnisch erforderlich ist. Ich konnte das jedenfalls zu meiner NE4-Installationszeit eigentlich immer so lösen, war überhaupt kein Problem.
Okay klasse, dann muss ich den Techniker von UM vor Ort bequatschen :zwinker:


Edit:
Da kam noch eine Antwort dazwischen :D
Was würdest du mir jetzt raten Silberfan?

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Re: Verkabelung Neubau

Beitrag von Hemapri » 15.05.2018, 00:58

Macht es doch nicht so kompliziert. Die vorhandene Dose ist eine Durchgangsdose. Wenn es mehrer in Sternstruktur gibt, dann ist auch irgendwo ein Verteiler vorhanden. Nach einer 10 dB Durchgangsdose kann man problemlos eine weitere 10 dB Dose installieren, zumal es sich nur nur 4,5 m Leitungslänge handelt. Der Abschlusswiderstand muss natürlich immer in die letzte Dose jeder Stammleitung, egal, ob es eine oder mehrere sind.

MfG

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Re: Verkabelung Neubau

Beitrag von DavidW » 15.05.2018, 08:51

Super, danke, ich hatte gehofft dass es sich so verhält wie Hempari sagt :D

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Re: Verkabelung Neubau

Beitrag von MartinP_Do » 15.05.2018, 09:31

Beim "Scharfschalten" der Erweiterung würde ich darauf achten, die möglichen Störungen des restlichen Hauses möglichst kurz zu halten:

1) Neue Durchgangsdose an Punkt "B" ggfs. sogar mit neuem Abschlusswiderstand installieren, ansonsten später den bei Punkt (2) gewonnenen Endwiderstand in die neue Dose einsetzen.
2) Neues Kabel an Punkt "A" auf Länge schneiden und passend absetzen/abisolieren, Endwiderstand aus Dose entfernen, neues Kabel stattdessen einführen.

Zwischen dem Entfernen des Endwiderstandes aus der alten Dose an Punkt A und dem Fertigstellen des verlängerten Stranges kann es durch Reflektionen an der nicht abgeschlossenen Leitung zu Störungen kommen - von da her sollte man den Zeitraum möglichst kurz halten, und nicht z. B. alles auseinander nehmen, und dann erstmal Kaffee trinken gehen ...
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Re: Verkabelung Neubau

Beitrag von Bastler » 15.05.2018, 20:01

Den Beitrag von "Siberfan" bitte ignorieren, der beschreibt das, was die typischen Elektriker zu Analogzeiten gemacht haben...

Die Variante von Hemapri geht, würde ich aber vermeiden, da es dadurch unsymmetrischer wird als unbedingt nötig. Der Materialeinsatz für "meine" Variante mit der 12er oder 13er Dose ist gleich, nur halt ein anderer Dosentyp nötig, unbd es wird dämpfungsärmer :zwinker: .
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Re: Verkabelung Neubau

Beitrag von Radiot » 16.05.2018, 19:52

Silberfan hat geschrieben:
14.05.2018, 21:38

An jeder Dose sollten mindestens eine Signalstärke von 70 Db ankommen.
Kommt das Signal z.B. mit 84 Db an Dose A an und an Dose B nur noch mit weniger als 70 Db hat man ein großes Problem.
In der heutigen Zeit mit min. 70 dB haste aber nen gewaltiges Problem... 70 ist absoluter maximal Pegel, sonst drehen die Tuner durch weil die übersteuern. Analog ist vorbei, minimum 54 dB anner Dose, abhängig von der Modulation gehen auch noch 50 dB.
Hemapri hat geschrieben:
15.05.2018, 00:58
Nach einer 10 dB Durchgangsdose kann man problemlos eine weitere 10 dB Dose installieren, zumal es sich nur nur 4,5 m Leitungslänge handelt.
GUT 152 als Verbinder rein, die hat 1,irgendwas und gut ist... Wer weiss ob in der WE überhaupt genug Signal für eine Verteilung ankommt...
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