Unitymedia: Router der Kunden werden ins WLAN-Netz integrier

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hajodele
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Re: Unitymedia: Router der Kunden werden ins WLAN-Netz integ

Beitrag von hajodele » 10.05.2016, 20:36

Berofunk hat geschrieben:
ervau hat geschrieben: Kann mir einer verklickern, was das noch mit dem Wegfall des Routerzwanges zu tun hat?
Naja, es geht in diesem Thread nicht um den Wegfall des Routerzwangs. :D
Es geht darum: https://www.unitymedia.de/privatkunden/ ... wifispots/

wwerner
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Re: Unitymedia: Router der Kunden werden ins WLAN-Netz integ

Beitrag von wwerner » 10.05.2016, 22:47

MartinDJR hat geschrieben:Für mich ist da eine andere Frage eher wichtig:

Was ist mit einer einmaligen kurzfristigen Unterbrechung der Stromversorgung, wenn ich dadurch zufällig genau in diesem Moment einem WLAN-Kunden die Verbindung unterbreche?

Wenn ich beispielsweise das Regal, auf dem der Router steht, austauschen will und dafür das Kabel rausziehen muss...
Dann besorg Dir eine USV (z.B. https://www.computeruniverse.net/produc ... bx700u.asp) - damit hält die Fritzbox inkl. Switch etc. ein paar Stunden den Betrieb aufrecht - falls der Stromausfall lokal begrenzt ist und Deinen Übergabepunkt nicht auch betrifft.
Gruß
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MartinP_Do
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Re: Unitymedia: Router der Kunden werden ins WLAN-Netz integ

Beitrag von MartinP_Do » 10.05.2016, 22:58

Bei der USV sollte man aber dafür sorgen, daß der Hausanschlussverstärker im Keller im Fall der Fälle auch mit Saft versorgt wird ....
FB 6490 von UM (Fw 6.50) 2Play 100, Telefon Komfort, LevelOne GSW 0807 8-port switch

GoaSkin
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Re: Unitymedia: Router der Kunden werden ins WLAN-Netz integ

Beitrag von GoaSkin » 10.05.2016, 23:12

Alles klar... lieber USV daheim als WLAN-Sperre.
Es gibt drei Fleischsorten: Beef, Chicken und Veggie. Von welchem Tier die kommen? Von garkeinem, sondern aus der Packung.

MartinDJR
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Re: Unitymedia: Router der Kunden werden ins WLAN-Netz integ

Beitrag von MartinDJR » 11.05.2016, 06:29

hajodele hat geschrieben:Was soll das? ... Wo ist da das Problem?
Die Frage ist folgende:

Wenn man am WLAN-Programm teilnimmt, verpflichtet man sich dann irgendwo im Kleingedruckten, den Router dauerhaft am Netz zu lassen oder nicht?

Falls ja, dürftest du den Router nicht einfach so vom Netz nehmen. UnityMedia könnte deinen Vertrag kündigen, wenn du den Router vom Netz nimmst. Und: UnityMedia bekommt mit, wann der Router vom Netz genommen wurde.

Sollte UnityMedia irgendwelche Gründe dafür haben, einen Kunden loswerden zu wollen (z.B. sehr hohes Downloadaufkommen), wäre das kurze Ausstöpseln des Routers ein willkommener Anlass für die Kündigung des Vertrages und der Kunde darf sich einen anderen Provider suchen.

In Gegenden, wo es außer Kabel nur DSL mit 768 kBit/s oder sogar 384 kBit/s gibt, ist das vielleicht nicht ganz so vorteilhaft.

Sollte es im Kleingedruckten entsprechend formuliert sein, wärst du sogar verpflichtet, den Router bei Stromausfall noch mit Strom zu versorgen (z.B. mit einer USV) und ein Stromausfall wäre ein Anlass, dir deinen Internet-Zugang zu kündigen...

conscience
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Re: Unitymedia: Router der Kunden werden ins WLAN-Netz integ

Beitrag von conscience » 11.05.2016, 08:05

hajodele hat geschrieben:
MartinDJR hat geschrieben:Für mich ist da eine andere Frage eher wichtig:

Was ist mit einer einmaligen kurzfristigen Unterbrechung der Stromversorgung, wenn ich dadurch zufällig genau in diesem Moment einem WLAN-Kunden die Verbindung unterbreche?

Wenn ich beispielsweise das Regal, auf dem der Router steht, austauschen will und dafür das Kabel rausziehen muss...
Dann bekommst du Lebenslänglich mit nachfolgender Sicherungsverwahrung :D
Was soll das? Wir hatten heute einen Stromausfall von ca. 17:00 Uhr bis 18:00 Uhr. Wo ist da das Problem?
Das Problem liegt an einigen Useen hier, die fragen: wenn wenn, hätte,,könnte...

Was sind "unliebsame" User? Mit zu viel Download? Das kenne ich nur von 1und1: "Bitte kündigen Sie, wir schenken Ihnen sogar 100 Euronen, wenn Sie uns verlassen..."

User loswerden, geht auch heute schon... dafür bedarf es keinen "Ausfall" eines privaten Wifi Spots
--
Wie immer keine Zeit

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hajodele
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Re: Unitymedia: Router der Kunden werden ins WLAN-Netz integ

Beitrag von hajodele » 11.05.2016, 08:42

MartinDJR hat geschrieben:Sollte es im Kleingedruckten entsprechend formuliert sein, wärst du sogar verpflichtet, den Router bei Stromausfall noch mit Strom zu versorgen (z.B. mit einer USV) und ein Stromausfall wäre ein Anlass, dir deinen Internet-Zugang zu kündigen...
So was habe ich im Kleingedruckten noch nicht gelesen. Vielleicht steht es irgendwo in Mirkoschrift weiß auf weiß :smile:
Die Idee ist eigentlich ganz einfach und ist nicht mal neu bei UM. Die Telekom und Vodafone machen es sinngemäß genauso.
Du stellst deinen Router als Spot zur Verfügung und bekommst dafür einen aktiven Wifispot-Account.
Wenn dein Router längere Zeit off ist, wird dein Wifispot-Accout gesperrt. Da kannst ihn später im Kundencenter wieder aktivieren. Da steht irgendwas von 72h in den FaQ oder in den AGB, die öffentlich im Internet einsehbar sind.
Unklar ist: Was bedeutet "längere Zeit"? Hiermit sind mit Sicherheit keine paar Stunden gemeint. Ob man z.B. regelmäßig das WLAN tagsüber abschalten kann und es nur einschaltet, wenn man zuhause ist, wage ich zu bezweifeln.
Dazu muss das komplete Teil aber erst mal laufen. Dann tauchen plötzlich doch Probleme auf, die am Anfang negiert wurden. Das war (nicht nur bei UM) anfangs bei fast jedem Produkt.
Also: was passieren kann ist die Sperre des WiFi-Accounts.

lolametro
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Re: Unitymedia: Router der Kunden werden ins WLAN-Netz integ

Beitrag von lolametro » 11.05.2016, 10:23

Ich hab bei UM_Hilfe auf Twitter nachgefragt.
Das Ausschalten des Routers nachts oder im Urlaub wäre OK.
2play COMFORT 120, BW, Connect Box (vorher: 2play PLUS 50, KabelBW, Fritz!Box 6340)
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MartinDJR
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Re: Unitymedia: Router der Kunden werden ins WLAN-Netz integ

Beitrag von MartinDJR » 11.05.2016, 19:27

hajodele hat geschrieben: So was habe ich im Kleingedruckten noch nicht gelesen. Vielleicht steht es irgendwo in Mirkoschrift weiß auf weiß :smile:
Deswegen habe ich ja nachgefragt, was da genau in den AGB steht und nicht gesagt, dass da etwas bestimmtes steht.

Das, was du weiter schreibst, hört sich jetzt schon ganz anders an als der Kommentar, den ich ursprünglich gelesen habe...

hajodele
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Re: Unitymedia: Router der Kunden werden ins WLAN-Netz integ

Beitrag von hajodele » 11.05.2016, 20:03

MartinDJR hat geschrieben:Das, was du weiter schreibst, hört sich jetzt schon ganz anders an als der Kommentar, den ich ursprünglich gelesen habe...
Ich versuche nur, die Idee möglichst neutral weiterzugeben.
Die AGB sind inzwischen bei den anderen AGBs hinterlegt und auf der neuen https://community.unitymedia.de/ gibt es auch einiges zu lesen.
Leider ist es so, dass sich diese Infos im Detail nicht decken. z.B. welches Netz benutzt wird. In den AGB steht egal, in den Äußerungen steht 2,4 GHz.
Für Benutzer mit einer 6360 oder TC7200 ist das wichtig, da diese Geräte nicht beides gleichzeitig können.
Zu den Infos "wie lange offline" gibt es wohl genau so viele Meinungen wie Personen. Für mich als Betreiber wären Zeiten 06:00 - 07:00 und 17:00 - 22:00 online (während der Arbeitszeit und Schlafzeit aus) zu wenig. Wenn das Teil mal wegen einer Umräumung ein paar Stunden offline ist, wäre das für mich ok. Aber mich fragt ja niemand :wein:
Eine Antwort auf die Frage IPv4 oder IPv6 ist auch noch offen. Konsequent wäre eigentlich IPv6. Aber wahrscheinlich wird nur was zugekauft, also IPv4, womit wir wieder bei deinem Lieblingsthema wären. Hier wäre aber IPv6 gerade hinsichtlich Sixxs und co. für die Kunden wirklich ein Grund, das mitzunehmen, um einen Fernzugang machen zu können.
Das Vorgehen mit dem Widerspruch stößt mir schlecht auf. Was aber manche Zeitungen aus der Sache machen, halte ich für unverschämt.
Eine Veröffentlichung dieser Art ist einfach schlecht recherchiert: http://www.focus.de/digital/internet/un ... 21976.html
Wer die Briefchen wann wieso bekommt, weiss niemand. Ich habe vergeblich versucht, eine Logik zu finden. Manche Kunden mit geeigneten Geräten haben noch kein Briefchen erhalten. Andere Kunden mit nur Pay-TV haben es.
Meine Mutter hat kein geeignetes Gerät (6340) aber auch noch kein Briefchen erhalten. Ich (Sie) werde dort nicht aktiv widersprechen.
Den einzigen Knopf, den sie auf der 6340 kennt, ist WLAN aus. Diesen betätigt sie sehr gerne.

Für mich ist das Ganze eine ziemlich unausgegorene Sache.
August ist ja auch noch Sommer? September auch? immerhin sind da ja noch Sommerferien.

TimoNRW
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Re: Unitymedia: Router der Kunden werden ins WLAN-Netz integ

Beitrag von TimoNRW » 11.05.2016, 22:19

6360
Noch kein Brief erhalten

MartinP_Do
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Re: Unitymedia: Router der Kunden werden ins WLAN-Netz integ

Beitrag von MartinP_Do » 11.05.2016, 23:24

6490
Brief am Wochenende in der Post.
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blaxxz
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Re: Unitymedia: Router der Kunden werden ins WLAN-Netz integ

Beitrag von blaxxz » 12.05.2016, 04:09

6490

Hatte auch am Wochenende Post bezüglich des WLan Spots erhalten.

Hatte es aber vorher schon deaktiviert gehabt.
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SirBaal
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Re: Unitymedia: Router der Kunden werden ins WLAN-Netz integ

Beitrag von SirBaal » 12.05.2016, 10:14

Ich habe gerade bezüglich des WifiSpots mit dem Kundenservice gesprochen und mir wurde folgendes gesagt:

- Wenn man eine Horizon und eine Fritzbox hat, wird die Fritzbox für den HotSpot genutzt
- Die Funktion des Gastnetzes der Fritzbox bleibt erhalten
- Die an der Fritzbox angeschlossenen Repeater verstärken nur das eigene WLAN und nicht den WifiSpot (Beraterin hat diesbezüglich mit einem Techniker Rücksprache gehalten)
- Das Ausschalten des Gerätes ist kein Problem (Gewitter | Urlaub) [Anmerkung von der Beraterin: Die Zeitungen zerreißen diesen Punkt in den AGBs]
- Zu guter Letzt: Natürlich bleibt einem die eigene IPv4 erhalten

Vielleicht hatte jemand dieselben Fragen und ist nun etwas schlauer.

johnripper
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Re: Unitymedia: Router der Kunden werden ins WLAN-Netz integ

Beitrag von johnripper » 13.05.2016, 23:54

So liebe Unitymedia, eurer seltsames und offensichtlich höchst umstrittene Geschäftsgebaren wird jetzt mal überprüft:
http://www.golem.de/news/automatische-a ... 20848.html
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Re: Unitymedia: Router der Kunden werden ins WLAN-Netz integ

Beitrag von johnnyboy » 14.05.2016, 14:08

Ich stehe dem Ganzen auch skeptisch gegenüber!

Den einzigen Vorteil, den ich für mich sehen könnte, wäre, wenn es UM z.B. bei einem Vertragswechsel (wie bei mir geschehen) mal wieder für 9 Tage nicht auf die Reihe kriegt und ich kein Internet habe ... dann könnte ich mich evtl. bei einem Nachbarn einloggen. Wobei man auch erst mal sehen müsste, ob das Signal stark genug ist. Wir haben hier dicke Wände! Vermutlich aus diesem Grund reicht das Signal wohl auch eher nicht bis zur Straße. Der Router steht am entgegengesetzten Ende des Hauses und der Empfang wird im Schlafzimmer (zur Straße hin) schon sehr schlecht.
Ich wohne auch hier eher beschaulich und fände es schon merkwürdig, wenn dann da plötzlich Leute vorm Haus rumlungern würden, weil sie in meinem Netz mitsurfen!
Meine Nachbarin würde vermutlich die Polizei rufen, weil sie annehmen würde, dass eine "Diebesbande" unterwegs ist! Was wiederum gar nicht so abwägig wäre, weil letztens tatsächlich in unserer Straße zwei Autos aufgebrochen wurden.

Was mir aber konkret Sorgen macht, ist folgendes: Ich habe die Fritz! Box 6320 V2. Wäre die Frage, ob die sich überhaupt dafür eignet?
Jedenfalls ist mein W-LAN eigentlich immer aus, weil ich es nicht brauche. Bzw. einmal am Tag schaltet es sich per Zeitschaltung für 15 Minuten an und dann wieder ab. In dieser Zeit geht auch mein Kabel-Receiver (kein UM Gerät!) online und zieht sich (nicht übers Kabel, sondern online) die EPG-Daten (ist ne lange Geschichte, warum ich das so eingestellt habe!). Die Sendeleistung meines W-LAN habe ich auch noch auf 25% begrenzt, weil mir das so reicht.
Nun fürchte ich, dass mir dieses bisschen Freiheit, mein W-LAN entsprechend zu konfigurieren durch ein Firmware-Update genommen werden könnte.
Denn es läge sicher nicht im Interesse von UM, dass ich nur mit 25% Sendeleistung sende und das auch nur 15 Minuten am Tag! ;) (Mal abgesehen davon, dass ich mich ja vertraglich verpflichten würde mein W-LAN "uneingeschränkt" zur Verfügung zu stellen.) Daher wird man diese Funktionen wohl einfach deaktivieren! Und zwar vermutlich generell mit dem nächsten Firmware-Update, egal ob ich nun widerspreche oder nicht. Denn ich glaube nicht, dass nur der ein Firmware-Update erhält, der nicht widerspricht?!

johnripper
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Re: Unitymedia: Router der Kunden werden ins WLAN-Netz integ

Beitrag von johnripper » 14.05.2016, 19:00

Dann einfach opt-out via Kundencenter nutzen.
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hajodele
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Re: Unitymedia: Router der Kunden werden ins WLAN-Netz integ

Beitrag von hajodele » 14.05.2016, 19:19

Deine Nachbarn brauchen sich auch weder um herumlungernde Menschenmassen oder Diebe Gedanken machen:
- Max. 5 UM-Kunden können sich gleichzeitig anmelden.
- Der Zugang erfolgt völlig transparent über einen anderen Weg.

Die Abmeldung im Kundencenter funktioniert anscheinend erst, wenn man den Brief erhalten hat.
Man wird sich auch später jederzeit ab- oder anmelden können.
Lest doch einfach mal die FAQ https://www.unitymedia.de/privatkunden/ ... wifispots/

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Re: Unitymedia: Router der Kunden werden ins WLAN-Netz integ

Beitrag von johnnyboy » 14.05.2016, 22:41

Da hast du meine Fragen/Bedenken nicht richtig rausgelesen.
Wie viele Kunden sich gleichzeitig anmelden können, würde für das Szenarium meiner besorgten Nachbarin keine Rolle spielen. Da würde auch schon eine Person reichen, die scheinbar betont unauffällig vor unserem Haus rumsteht und sich (scheinbar) Notizen ins Handy macht. So machen das nämlich Diebesbanden tatsächlich, schicken erst mal einen Späher, um die Gegend auszukundschaften, wer ist wann zu Hause, wo ist wann welche Frequenz, wo die Rolläden immer runter ...
Aber das war auch nicht so 100% ernst gemeint, bzw. sollte lediglich verdeutlichen, dass auch ich das komisch fände, wenn plötzlich öfter mal ein paar Leute bei uns vorm Haus stünden in unserer Wohngegend. Ich würde dann vielleicht auch mal nachfragen, ob ich irgendwie weiterhelfen könnte ... Mal abgesehen davon, dass ich das zu bezweifeln wage, weil hier vermutlich jeder andere bessere Möglichkeiten hat ...

Dass das theoretisch "transparent" über einen separaten Zugang erfolgt war mir bekannt.
Auch die FAQ hatte ich schon mal quergelesen, vor allem das mit dem Widerspruch.
Ich für meinen Teil habe soz. schon mal präventiv per E-Mail widerpsrochen. Ich bin mir nämlich nicht mehr 100% sicher, ob ich nicht doch schon so ein Schreiben erhalten habe und es etwas vorschnell weggeschmissen habe, weil ich dachte, es ist Werbung. Gegen diese Annahme spricht aber, dass in meinem Kundencenter noch nichts zum WifiSpot/Homespot eingepflegt wurde. Andererseits scheinen ja auch Leute, die nicht mal einen W-LAN fähigen Router haben, schon angeschrieben zu werden. Und inwieweit die dann per KC widersprechen können, wenn man das bei ihnen faktisch ja noch gar nicht realisieren kann ...
Aber ich dachte, es wäre auch eine Gelegenheit, gleich mal gegenüber UM mein Statement zu der Sache abzugeben. Daher habe ich in den Widerspruch auch so in etwa folgendes reingeschrieben:
... eine Vertragsänderung wie die Aufschaltung eines Wifispots/Homespots ist ohne die ausdrückliche Zustimmung des Kunden unwirksam. Eine Änderung der vertraglichen Leistungen kann nicht einseitig erfolgen.
Hilfsweise widerspreche ich ...
Was ich aber bis jetzt noch nicht weiß, ist, ob meine FB 6320 V2 überhaupt dafür in Frage kommt. Weil, wenn sie in Frage käme, steht zu befürchten, dass sie auch bald ein Firmware-Update erhält, egal ob ich widersprochen habe oder nicht. Und dann steht wiederum zu befürchten, dass sie um weitere Funktionen beschnitten wird, wie z.B. Zeitschaltung beim W-LAN oder die Möglichkeit, die Sendeleistung runterzuregeln.

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Re: Unitymedia: Router der Kunden werden ins WLAN-Netz integ

Beitrag von hajodele » 14.05.2016, 23:23

Wenn man den Dienst nicht nutzen möchte, sollte man definitiv widersprechen.
Da die Servicequalität allgemein bekannt ist, sollte man auch später "ein Auge" auf das Kundencenter haben.
Die Fritzboxen sind anscheinend im ersten Schwung nicht dabei. Irgendwo habe ich mal gelesen dass die in Q4 kommen sollen. Ob sich das allerdings auch auf das Antiquriat (ich betreue eine 6340 und eine 6360) bezieht, ist mir unbekannt.
Unabhängig vom Rest solltest du mal die WLANs deiner Umgebung beobachten, wenn die Sache gestartet ist.

Mir geht zur Zeit einfach die Presseberichterstattung auf den Senkel.
Die nehmen den offensichtlich oranisatorischen Mangel (ich glaube eher an Absicht) auf und machen die Sache sowas von nieder, obwohl der Grundgedanke eigentlich nicht schlecht ist.
Mich würde mal interessieren, wie das die Telekom und Vodafone gemacht haben. Bei denen ging das sehr geräuschlos ab. Vielleicht hatten die auch keine 1,5 Mio Hotspots in 6 Monaten im Visier.

Also irgendwas ganz neues ist das nicht. Wenn man recht schaut, gibt es irgendwo ein Staat, in dem das Pflicht ist.

Mir selbst bringt das herzlich wenig. Ich bin zu selten in der Stadt und wenn, gibt es bei uns KA-WLAN und teilweise Freifunk.

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Re: Unitymedia: Router der Kunden werden ins WLAN-Netz integ

Beitrag von Berofunk » 15.05.2016, 06:45

hajodele hat geschrieben: Mir geht zur Zeit einfach die Presseberichterstattung auf den Senkel.
Die nehmen den offensichtlich oranisatorischen Mangel (ich glaube eher an Absicht) auf und machen die Sache sowas von nieder, ...
Das hat nichts mit Niedermachen zu tun.
Du siehst die ganze Sache recht unkritisch. Andere eben nicht. Und das ist gut so.

Diese dreiste Masche von Unitymedia ist hanebüchen.
Man drückt den Kunden eine neue Vertragsoption auf, indem man ganz bewusst auf die Vergesslichkeit, Bequemlichkeit oder Unerfahrenheit der Kunden setzt.
Die meisten Kunden werden das Kleingedruckte dazu nämlich gar nicht lesen, den Schrieb abheften und gar nicht merken, wofür sie "missbraucht" werden.

Warum wählt Unitymedia nicht den seriösen Weg und bittet um eine aktive Zustimmung zu der neuen Vertragsoption?
Genau: Weil die meisten Kunden aktiv gar nicht zustimmen würden. Aber die Sache deshalb mit der Brechstange einzuleiten und die mündigen Kunden die einer aktiven Gegenreaktion zu nötigen, geht gar nicht.
Deshalb ist es genau richtig, dass dieses Geschäftsgebaren von Verbraucherschützern und staatlichen Kontrollstellen untersucht wird.
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Re: Unitymedia: Router der Kunden werden ins WLAN-Netz integ

Beitrag von hajodele » 15.05.2016, 09:55

Ich war und bin gegen die Vorgehensweise von UM (mit dem Widerspruch)
Es herrscht jetzt das absolute Chaos bei UM. Irgendwie bekommen sie es nicht gebacken, etwas lautlos über die Bühne zu bringen.
z.B. Das Thema WLAN abschalten. Lt. AGB müssen die durchlaufen. Nur was ist die Folge, wenn ich mein WLAN trotzdem abschalte?
Das und viele andere Themen werden von der Presse völlig wirr gegen UM in Stellung gebracht. Das sind Themen, die bei anderen Anbietern identisch gelten. Da wird ein nicht existierender Zusammenhang zur Dritthaftung hergestellt uvm.

Es gibt nur genau die zu kritisierende Methode Opt-out.
Und plötzlich ist alles schei..e - aber nur bei UM nicht bei der Telekom, die dabei noch Geld verdient.

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Re: Unitymedia: Router der Kunden werden ins WLAN-Netz integ

Beitrag von johnnyboy » 15.05.2016, 10:14

hajodele hat geschrieben:... Mich würde mal interessieren, wie das die Telekom und Vodafone gemacht haben. Bei denen ging das sehr geräuschlos ab. ...
Ja, mich auch! :)
Ich war dazu vor kurzem über einen Artikel von Focus gestolpert, aus dem geht aber auch nur ansatzweise hervor, wie andere Netzbetreiber das gemacht haben.
...
Bei der Telekom heißt es auf Anfrage, dass WLAN-Router von Kunden bereits seit 2013 als Hotspots genutzt werden. WLAN TO GO heißt das Angebot. Das Prinzip funktioniert ähnlich: Kunden geben ihren Router frei und können im Gegenzug die Router anderer Telekom-Kunden mit nutzen.
...
Aber Achtung: Wer Vodafones DSL (ehemals Kabel Deutschland) über einen Kabelrouter oder die oder HomeBox FRITZ!Box 6490 nutzt, wird automatisch freigeschaltet. Sprecherin Andrea Deutschmann führt hierzu aus: „Auf Wunsch kann der Service jederzeit im Vodafone Kabel-Kundenportal deaktiviert und wieder aktiviert werden.“ In Sachen Datenschutz, Geschwindigkeit und Haftung gilt das gleiche wie bei Telekom und Unitymedia.
...
Scheint also so, dass man sich bei der Telekom selbst um eine Freischaltung bemühen müsste. Bei Vodafone hingegen wäre es das gleiche Verfahren wie bei UM. Inwieweit das damals "geräuschlos" ablief, weiß ich nicht. Ich habe die Angewohnheit, News & Nachrichten teils sehr selektiv zu lesen, heißt, ich überfliege Überschriften und wenn dann da irgendwas von Vodafone steht (von denen ich eh nix halte!), dann wird das im Geiste sofort abgehakt, weil ich nicht bei Vodafone bin und (hoffentlich!) auch nie sein werde und mich daher nur ganz am Rande interessiert, was die so treiben.

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Re: Unitymedia: Router der Kunden werden ins WLAN-Netz integ

Beitrag von Berofunk » 15.05.2016, 11:18

hajodele hat geschrieben: z.B. Das Thema WLAN abschalten. Lt. AGB müssen die durchlaufen. Nur was ist die Folge, wenn ich mein WLAN trotzdem abschalte?
Das und viele andere Themen werden von der Presse völlig wirr gegen UM in Stellung gebracht.
Und wer hat das zu verantworten? Nur Unitymedia selbst. Sonst niemand.
Warum formuliert Unitymedia die neuen ABG so schwammig und nebulös? Da darf sich diese Firma nicht wundern, wenn sich alle anderen nun auch wundern.
Keinerlei klare Informationen zu den Konsequenzen, wenn man nun doch mal sein WLAN für eine Stunde, einen Tag oder gar drei Wochen lang (im Urlaub) abschaltet.
So gehts nicht!
hajodele hat geschrieben:Es gibt nur genau die zu kritisierende Methode Opt-out.
Nein, auch die AGB sind viel zu schwammig. Manchmal fragt man sich, ob in der juristischen Abteilung von UM nur Laien sitzen. :kratz:
hajodele hat geschrieben:Und plötzlich ist alles schei..e
Nein, bitte nicht pauschalisieren. Aktuell sind nur die neuen AGB und die Art und Weise der Einführung dieser WLAN-Option nicht akzeptabel und eventuell sogar gesetzwidrig. Das wird jetzt anscheinend überprüft. Alles völlig normal und legitim.

Bekommt man eigentlich eine schriftliche Bestätigung des Widerspruchs? Ich habe vor einer Woche Widerspruch (per Fax) eingelegt und eine schriftliche Bestätigung gewünscht, aber bisher ist nichts angekommen.
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Re: Unitymedia: Router der Kunden werden ins WLAN-Netz integ

Beitrag von johnnyboy » 15.05.2016, 12:13

johnripper hat geschrieben:So liebe Unitymedia, eurer seltsames und offensichtlich höchst umstrittene Geschäftsgebaren wird jetzt mal überprüft:
http://www.golem.de/news/automatische-a ... 20848.html
Wobei in dem Artikel auch nicht wirklich viel Handfestes steht.
Zum einen bemängeln das Verbraucherzentralen -> das juckt Unternehmen in der Größenordnung von UM ungefähr so wie eine Mücke ein Krokodil! Auch Abmahnungen wegen vertragswidrigem Verhalten oder so interessieren Unternehmen eher nicht. Das könnte nur über den Klageweg geklärt werden.
Zum anderen wird die Bundesnetzagentur nur mit dem m.M.n. merkwürdigen Satz zitiert: "Nach Rückmeldung durch Unitymedia wird die Bundesnetzagentur das weitere Vorgehen festlegen."
Welche Rückmeldung? Wessen weiteres Vorgehen, das von UM oder der Bundesnetzagentur? (Vermutlich letzteres, aber was könnte das dann bedeuten?)
PS: Und ich muss auch sagen, wenn sich z.B. die Bundesnetzagentur jetzt für UM interessiert, warum haben sie sich dann nicht auch 2013 für Kabel Deutschland interessiert, die das damals genauso gemacht haben oder interessieren sich wenigstens jetzt auch für andere Unternehmen mit gleichen Geschäftspraktiken?

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