Unitymedia: Router der Kunden werden ins WLAN-Netz integrier

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Gizeh775
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Re: Unitymedia: Router der Kunden werden ins WLAN-Netz integ

Beitrag von Gizeh775 » 03.05.2016, 18:41

hajodele hat geschrieben:Nach meinen Erkenntnissen sollen aktuell nur die betroffenen Kunden diese Briefe bekommen:
Vertragsdatum jünger 8.4.2013 und TC7200, ConnectBox, Horizon, Ubee?
NICHT Modems, Fritzboxen und Business.

Zum "offenen Netz" weiter oben:
Auf die Privaten Hotspots kommen nur Mitglieder und da laufen nur 10/1.
Die Wahrscheinlichkeit großer Menschenansammlungen wegen des privaten Hotspots ist also nicht sehr hoch.
Die öffentlichen Hotspots können ja bereits jetzt genutzt werden.
Mir sind deshalb in Karlsruhe keine außergewöhnlichen Menschenmassen aufgefallen.
Fritzbox 6490 auch, habe eine.
Weswegen ich die Frage die hier auch bereits im Thread kam interessant finde: Welches WLan sie mir dafür klauen, das 2.4GHz, das 5GHz oder den Gastzugang :>

hajodele
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Re: Unitymedia: Router der Kunden werden ins WLAN-Netz integ

Beitrag von hajodele » 03.05.2016, 19:01


dsaw
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Re: Unitymedia: Router der Kunden werden ins WLAN-Netz integ

Beitrag von dsaw » 03.05.2016, 19:02

Bei mir kein wlan XD hab sofort im KC geblockt den shice.

GoaSkin
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Re: Unitymedia: Router der Kunden werden ins WLAN-Netz integ

Beitrag von GoaSkin » 03.05.2016, 19:06

Faktisch darf man seinen Router nicht mehr außer Betrieb setzen, wenn man in den Urlaub fährt.
Gizeh775 hat geschrieben: Weswegen ich die Frage die hier auch bereits im Thread kam interessant finde: Welches WLan sie mir dafür klauen, das 2.4GHz, das 5GHz oder den Gastzugang :>
Keine Sorge. Die Fritzbox kann im Config File mehr SSIDs verwalten, als für privates WLAN, Homespot und Gästenetz gebraucht werden. Alle SSIDs befinden sich aber zusammen immer auf dem selben Funkkanal. Im 2.4er Band Homespot hier, eigenes WLAN dort und Gästenetz auf einem dritten Kanal geht nicht.
Zuletzt geändert von GoaSkin am 03.05.2016, 19:09, insgesamt 1-mal geändert.
Es gibt drei Fleischsorten: Beef, Chicken und Veggie. Von welchem Tier die kommen? Von garkeinem, sondern aus der Packung.

Budderbrezn
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Re: Unitymedia: Router der Kunden werden ins WLAN-Netz integ

Beitrag von Budderbrezn » 03.05.2016, 19:07

dsaw hat geschrieben:Bei mir kein wlan XD hab sofort im KC geblockt den shice.
Voll cool :cool:

Gizeh775
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Re: Unitymedia: Router der Kunden werden ins WLAN-Netz integ

Beitrag von Gizeh775 » 03.05.2016, 19:31

GoaSkin hat geschrieben:Faktisch darf man seinen Router nicht mehr außer Betrieb setzen, wenn man in den Urlaub fährt.
Gizeh775 hat geschrieben: Weswegen ich die Frage die hier auch bereits im Thread kam interessant finde: Welches WLan sie mir dafür klauen, das 2.4GHz, das 5GHz oder den Gastzugang :>
Keine Sorge. Die Fritzbox kann im Config File mehr SSIDs verwalten, als für privates WLAN, Homespot und Gästenetz gebraucht werden. Alle SSIDs befinden sich aber zusammen immer auf dem selben Funkkanal. Im 2.4er Band Homespot hier, eigenes WLAN dort und Gästenetz auf einem dritten Kanal geht nicht.
Das is ja dann super, dann sollen sie das halt machen, is mir doch egal :D
Es stört mein eh kaum genutztes WLan so gut wie nicht, ich kann einen Gästezugang auf machen und weil es wohl ne extra Internetverbindung ist, wie hier auch irgendwo geschrieben, stört es auch mein Internet nicht. WARUM sollte man dagegen sein, wenn man im Gegenzug den WLAN-Hotspot in der Stadt von anderen UM Kunden nutzen kann.

obi76
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Re: Unitymedia: Router der Kunden werden ins WLAN-Netz integ

Beitrag von obi76 » 03.05.2016, 20:12

hajodele hat geschrieben:Nach meinen Erkenntnissen sollen aktuell nur die betroffenen Kunden diese Briefe bekommen:
Vertragsdatum jünger 8.4.2013 und TC7200, ConnectBox, Horizon, Ubee?
NICHT Modems, Fritzboxen und Business.

Zum "offenen Netz" weiter oben:
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Hi,

das ist leider falsch.Ich habe heute den Brief auch bekommen und ich habe die FritzBox6490.
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Re: AW: Unitymedia: Router der Kunden werden ins WLAN-Netz i

Beitrag von Toxic » 03.05.2016, 21:57

Mit offen war "völlig" offen gemeint, wie jemand es weiter oben gewünscht hatte. Also WLAN für alle, ohne Authentifizierung.

Um nicht fälschlicherweise als Rassist oder Fremdenfeindlich zu klingen, habe ich mir nähere Informationen gespart.

Im Übrigen habe ich ein Cisco und auch den Brief bekommen....
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Frankie72IEC
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Re: Unitymedia: Router der Kunden werden ins WLAN-Netz integ

Beitrag von Frankie72IEC » 03.05.2016, 22:34

Ich habe dem Widersprochen! Mir sind da zuviele ??? bei.
Mir gefällt schonmal das Vorgehen nicht. Es wir was in meinen eigenen 4 Wänden geändert, auf das ich keinen Einfluss habe. Wer garantiert mir denn, dass niemand Fremdes in mein privates WLAN rein kommt, ggf. sogar an Daten?
Es ist schon ein Unterschied, ob ich selbst das Risiko eingehe, indem ich z.B. den Gastzugang der FB aktiviere, wenn ich Besuch habe oder auch Daten z.B. in eine Cloud lade, als wenn ein Provider "meinen" Router für Fremde nutzen will und so lappidar schreibt, dass ich da keine Angst haben müsse wegen der Sicherheit, weil das eine (WiFi Homespot) vom Anderen (privates WLAN bzw. Netzwerk) separiert sei.
Ich finde es zudem eine Frechheit, dass der Kunde handeln muß, wenn er das nicht mitmachen möchte und zudem es selbst auch nicht nutzen kann. Das kommt schon fast wie eine Erpressung rüber, bzw. hat es Geschmäckle. "Wenn Sie uns nicht auf Ihren Router lassen, lassen wir Sie auch nicht in unser WiFi-Hotspot-Netz.". Liebe Leute von UM: Dann lasst ihr mich da eben nicht rein! Konnte ich bis jetzt mit leben, weil es Eurer WiFi Netz noch nicht gab und kann ich wohl auch in Zukunft mit leben.
Wenn ich mir zudem diese "Besonderen Geschäftsbedingungen" durchlese, wird mir Übel! Was ich als Kunde ja für Verpflichtungen habe: Ich darf z.B. den WiFi Homespot nicht stören, wenn ich da mitmache und darf Fremde nicht an der Nutzung hindern, steht da sinngemäß. Prima! Wenn also irgendwas hier stört, anderes Netz oder was weiß ich, bin ich ggf. der Dumme? Wenn ich in den Urlaub fahre und hier der Strom ausfällt, ist also nicht nur mein Tiefkühlgut ruiniert, weil der Gefrieschrank aufgetaut ist, sondern ich muss auch mit Problemen rechnen, weil die lieben Nachbarn den WiFi Hotspot meines Routers nicht nutzen konnten? Theoretisch kann mich UM dann belangen. Von etwaigen Ausnahmen z.B. durch hörere Gewalt lese ich da nämlich nichts!
Wenn UM schon da rein schreibt (Punkt 6.6) dass ich es zu unterlassen habe als WiFi Home oder Hotspot Nutzer, mir Zugriff auf die Daten Dritter über WiFi Sport zu verschaffen oder sie zu speichern usw., dann könnte man meinen, UM ist sich seiner eigenen Sicherheit bei der Angelegenheit eben nicht sicher. Auch Punkt 6.9 mit der Haftungsfrage in Bezug auf Dritte ist interessant! Es dürfte schwierig werden, UM zu beweisen, dass sie in der Haftung sind und nicht ich, denn man könnte ja behaupten, dass ich es gebilligt habe, weil ich ja "meinen" Router als Homespot zur Verfügung gestellt habe.
Für mich ist das alles viel zu "schwammig".
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Re: Unitymedia: Router der Kunden werden ins WLAN-Netz integ

Beitrag von GoaSkin » 03.05.2016, 23:30

Für mich hören sich die besonderen Geschäftsbedingungen auch so an, als kann man die Nutzungsbedingungen fast nach Lust und Laune widerrufen. Ob man da mitmachen kann, wenn man die Homespots gerade mal braucht und anschließend die Zustimmung wieder entziehen?
Es gibt drei Fleischsorten: Beef, Chicken und Veggie. Von welchem Tier die kommen? Von garkeinem, sondern aus der Packung.

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Re: Unitymedia: Router der Kunden werden ins WLAN-Netz integ

Beitrag von QuackDack » 03.05.2016, 23:31

Ja, schon lustig. Irgendwer behauptet, dass man nicht als Störer haftet und (fast) alle glauben das und plappern es nach. Wo sind denn bitte die Gerichtsurteile dazu?

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Re: Unitymedia: Router der Kunden werden ins WLAN-Netz integ

Beitrag von Gizeh775 » 04.05.2016, 00:12

QuackDack hat geschrieben:Ja, schon lustig. Irgendwer behauptet, dass man nicht als Störer haftet und (fast) alle glauben das und plappern es nach. Wo sind denn bitte die Gerichtsurteile dazu?

Wenn es eine extra Vebindung mit eigner IPv6 zum CGN ist dann gibt es so gesehen ja keine Verbindung zu dir?

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Re: Unitymedia: Router der Kunden werden ins WLAN-Netz integ

Beitrag von QuackDack » 04.05.2016, 00:37

Die extra IP Adresse ist dem Modem/Router in deiner Wohnung zugeordnet. Anders würden die Datenpakete ja nicht ihren Weg finden. Ein Gerät kann mehrere IP-Adressen haben. Irgendein Abmahner kann Unitymedia dann auf Herausgabe deiner Anschrift verklagen.

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Re: Unitymedia: Router der Kunden werden ins WLAN-Netz integ

Beitrag von Knifte » 04.05.2016, 00:51

Warum sollte UM dann deine Anschrift rausrücken, wenn irgendwas im Hotspot-Netz passiert?

Für die IP dürfte UM dann wohl selbst verantwortlich sein bzw. durch die Anmeldung am Hotspotnetz den entsprechenden Verursacher problemlos identifizieren können.

Das was ich bisher zum Thema Wifispots gelesen habe, hört sich für mich sehr interessant an:

Es wird ein separates WLAN für die Nutzung des Wifispots eingerichtet, welches vollkommen getrennt von deinem eigenen Netz ist. Und UM schaltet dafür sogar zusätzliche Bandbreite auf, so das man keinerlei Einbußen zu befürchten hat.

Und jeder WIfispot-Nutzer kann doch durch UM problemlos identifiziert werden, weil er ja zwangsläufig auch UM-Kunde ist und sich entsprechend ggü. dem Hotspot zu erkennen geben muss. Da sehe ich ehrlich gesagt keinerlei Gefahr in Bezug auf eine mögliche Störerhaftung.
Viele Grüße

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Re: Unitymedia: Router der Kunden werden ins WLAN-Netz integ

Beitrag von Wasserbanane » 04.05.2016, 06:24

Ich weiß nicht wie so dieser Irrglaube überhaupt entstehen kann. Das sagt mir doch mein gesunder Menschenverstand, dass dieser Account dann nicht über mich laufen wird und ich damit ich in Störerhaftung trete. Wenn die das tun würden, könnte sich UM vor Klagen und Kündigungen wohl kaum mehr retten. Ausserdem müssten die dann auch nicht solche Scherze einführen, sondern könnten einfach die Kunden-WLANs öffnen.

Stellt sich mir die Frage nach der Geschwindigkeit. Im Zweifelsfall könnte ich ja meinen Internetvertrag komplett runterschrauben und dann über das WLAN des Nachbarn ins Internet gehen.
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Re: Unitymedia: Router der Kunden werden ins WLAN-Netz integ

Beitrag von hajodele » 04.05.2016, 06:37

Wasserbanane hat geschrieben:Stellt sich mir die Frage nach der Geschwindigkeit. Im Zweifelsfall könnte ich ja meinen Internetvertrag komplett runterschrauben und dann über das WLAN des Nachbarn ins Internet gehen.
Mit max. 10/1 :smile:
Im Garten oder anderer exponierter Stelle könnte das tatsächlich eine Alternative sein. Zuhause nicht.

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Re: Unitymedia: Router der Kunden werden ins WLAN-Netz integ

Beitrag von Knifte » 04.05.2016, 06:57

Bzgl. der Geschwindigkeit steht ja ganz klar auf der Webseite, dass, je nach gebuchtem Tarif an öffentlichen Hotspots mit bis zu 150 MBit und in den freien WLANs anderer Privatkunden mit bis zu 10 MBit gesurft werden kann.

Ich kann aber auch in keinster Weise verstehen, woher diese Paranoia wegen der Störerhaftung kommt.
Viele Grüße

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Re: Unitymedia: Router der Kunden werden ins WLAN-Netz integ

Beitrag von MartinDJR » 04.05.2016, 09:02

QuackDack hat geschrieben:Ja, schon lustig. Irgendwer behauptet, dass man nicht als Störer haftet und (fast) alle glauben das und plappern es nach. Wo sind denn bitte die Gerichtsurteile dazu?
...
Irgendein Abmahner kann Unitymedia dann auf Herausgabe deiner Anschrift verklagen.
Du musst zwischen verschiedenen Personen unterscheiden:
  • Anschlussinhaber des Internet-Anschlusses
  • Betreiber des WLAN-Netzes
  • Wohnungseigentümer
  • Mieter der Wohnung
  • (Weitere) Bewohner der Wohnung
... wobei es sich natürlich auch um ein und dieselbe Person handeln kann.

Es gibt ein BGH-Urteil ("Sommer unseres Lebens", Az. 1 ZR 121/08), das besagt, nach welchen Kriterien der "Betreiber" eines WLAN-Netzes Störerhaftung bezahlen muss.

Außerdem gibt es wohl Gesetze, nach denen man den Provider auf Herausgabe der Daten des "Anschlussinhabers" verklagen kann.

Wohnungseigentümer, Mieter und Bewohner sind noch nie wegen Störerhaftung verklagt worden. Es gäbe rechtlich wohl auch keine Grundlage dazu, den Mieter der Wohnung zu verklagen, wenn der Internet-Anschluss nachweislich dem Untermieter oder Mitbewohner gehört.

Du hast sowohl technisch als auch rechtlich gesehen zwei Internet-Anschlüsse in deiner Wohnung liegen:

Sowohl "Betreiber" der WLAN-HotSpots als auch "Anschlussinhaber" des zugehörigen Anschlusses ist UnityMedia. Daran besteht absolut kein Zweifel.

Sofern du einen Zwangsrouter hast (was ja der Fall ist), endet das UnityMedia-Netz hinter dem Router, so dass der WLAN-Router noch - genau so wie die Elektronik in den grauen Schaltkästen an der Straße - Bestandteil des UnityMedia-Netzes ist und nicht deines privaten Netzwerks.
Knifte hat geschrieben:Ich kann aber auch in keinster Weise verstehen, woher diese Paranoia wegen der Störerhaftung kommt.
Fehlinformation der Leute?!

Wer kennt schon die Rechtsgrundlagen zur Störerhaftung?

Just
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Re: Unitymedia: Router der Kunden werden ins WLAN-Netz integ

Beitrag von Just » 04.05.2016, 09:20

Zustandsstörer? Geht auch mittelbar auf meinen Willen zurück ...ich hätte ja einen Widerspruch einlegen können ...ganz so einfach sehe ich das nicht und Eigentümer muss ich nicht sein ...Besitzer reicht und das bin ich ja hier.

johnripper
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Re: Unitymedia: Router der Kunden werden ins WLAN-Netz integ

Beitrag von johnripper » 04.05.2016, 09:40

MartinDJR hat geschrieben: Du musst zwischen verschiedenen Personen unterscheiden:
  • Anschlussinhaber des Internet-Anschlusses
  • Betreiber des WLAN-Netzes
  • Wohnungseigentümer
  • Mieter der Wohnung
  • (Weitere) Bewohner der Wohnung
... wobei es sich natürlich auch um ein und dieselbe Person handeln kann.

Es gibt ein BGH-Urteil ("Sommer unseres Lebens", Az. 1 ZR 121/08), das besagt, nach welchen Kriterien der "Betreiber" eines WLAN-Netzes Störerhaftung bezahlen muss.

Außerdem gibt es wohl Gesetze, nach denen man den Provider auf Herausgabe der Daten des "Anschlussinhabers" verklagen kann.

Wohnungseigentümer, Mieter und Bewohner sind noch nie wegen Störerhaftung verklagt worden. Es gäbe rechtlich wohl auch keine Grundlage dazu, den Mieter der Wohnung zu verklagen, wenn der Internet-Anschluss nachweislich dem Untermieter oder Mitbewohner gehört.

Du hast sowohl technisch als auch rechtlich gesehen zwei Internet-Anschlüsse in deiner Wohnung liegen:

Sowohl "Betreiber" der WLAN-HotSpots als auch "Anschlussinhaber" des zugehörigen Anschlusses ist UnityMedia. Daran besteht absolut kein Zweifel.

Sofern du einen Zwangsrouter hast (was ja der Fall ist), endet das UnityMedia-Netz hinter dem Router, so dass der WLAN-Router noch - genau so wie die Elektronik in den grauen Schaltkästen an der Straße - Bestandteil des UnityMedia-Netzes ist und nicht deines privaten Netzwerks.
Technisch und inhaltlich einer der besten Beiträge in diesem Thread.

Jedoch nochmal klargestellt:
- Für den Anschluss "WLAN-Hotsport" ist UM rechtlich verantwortlich.
- Für den Anschluss "Endkunde lt. Vertragsunterlagen" bleibt man natürlich selbst verantwortlich -> Dies gilt dann auch für alles was über die WLAN-SSID der Router läuft, die man selbst "benennen"/konfigurieren kann und natürlich auch für den Gastzugang der FritzBox.

Wie auch immer, wer sagt mir, dass das alles so läuft wie UM sich das vorstellt? Und wer sagt mir, dass es nicht doch irgendwo eine Sicherheitslücke ist, für die ich hinterher wieder verantwortlich gemacht werde?
In den Geräten von UM wäre es ja nicht die Erste ...
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Re: Unitymedia: Router der Kunden werden ins WLAN-Netz integ

Beitrag von obi76 » 04.05.2016, 10:28

Hi @ all,

dann bin ich ja mal auch gespannt wie das aussieht in den Gebieten wo eine max. Segmentauslastung vorhanden ist. Und dann kommt noch die Bandbreite von dem Wifi Spot dazu. Oder glaubt Ihr UM fährt erst den Wifi Spot herunter und dann die eigentliche Bandbreite bei einer Segmentauslastung ?
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Re: Unitymedia: Router der Kunden werden ins WLAN-Netz integ

Beitrag von hajodele » 04.05.2016, 11:02

Macht doch einfach mal den "extrem aufwendigen" Selbstversuch:
Wie weit entfernt von euerer Wohnung bekommt ihr mit dem Smartphone noch euer WLAN?
Genau der gleiche Bereich ist für den privaten Wifispot.

Für mich wäre das kein Problem: Ich wohne im 4./5. OG und auf der Straße ist mein Signal weg.
Für mich blieben nur noch die Paketboten usw. als Restrisiko.
Bei meiner Mutter auf dem Land kann ich das erst zum Muttertagsbesuch testen.
Aus der Erinnerung schätze ich, dass es gerade mal bis unmittelbar vor dem Haus auf die Straße reicht. Meine Mutter käme sowieso nicht als potentieller Nutzer in Frage, da sie ein begeisteter WLAN-Aus-Drücker ist.

Es muss einfach jeder für sich selbst entscheiden, ob diese WiFi-Spot-Geschichte was für ihn ist.
Gewisse Vorteile hat das schon, da du nur einmal den Aufwand hast, das WLAN einzurichten.

Diese WiFi-Geschichte gibt es übrigens schon länger bei der Telekom und inzwischen auch bei Vodafone. Dort ist dieser Dienst grundsätzlich kostenpflichtig und bei DSL geht das natürlich systembedingt von der eigenen Speed weg.

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Re: Unitymedia: Router der Kunden werden ins WLAN-Netz integ

Beitrag von GoaSkin » 04.05.2016, 12:13

QuackDack hat geschrieben:Die extra IP Adresse ist dem Modem/Router in deiner Wohnung zugeordnet. Anders würden die Datenpakete ja nicht ihren Weg finden. Ein Gerät kann mehrere IP-Adressen haben. Irgendein Abmahner kann Unitymedia dann auf Herausgabe deiner Anschrift verklagen.

So funktionieren öffentliche WLANS aber nicht. Ob man Dienste wie The Cloud oder einen T-Online Hotspot bei sich aufsetzt: Das Prinzip ist immer, dass der Router für den öffentlichen Datenverkehr eine Tunnelverbindung zum Anbieter macht. Dabei handelt es sich nicht um einen IP-Tunnel, sondern um einen LAN-Tunnel. Der Router selbst ist für das öffentliche WLAN weder DHCP-Server, noch vergibt er anderweitig IPs. Die IPs der Hotspot-Nutzer werden stattdessen von einem Server beim Anbieter selbst vergeben, auf dem zugleich die Landing-Page und Firewall drauf ist. Durch den Tunnel liegen Access Point und Autentifizierungsserver etc. virtuell im selben Subnet.

Ich kann mir nicht vorstellen, dass Unitymedia das anders macht. Die Nutzer werden IPs im Bereich 10.X bekommen, die mit den IP-Ranges der Fritzbox nichts zu tun haben. Und wahrscheinlich auch keine IPv6-Adressen, selbst wenn der Nutzer DS-Lite hat. Es wird einfach seitens UMs einen Tunnel-Endpunkt geben, der per IPv4 und IPv6 erreichar ist; darüber dann aber nur ein privates IPv4-Netz realisiert werden. Zumindest ist mir noch nie ein IPv6-tauglicher Hotspot begegnet.
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Re: Unitymedia: Router der Kunden werden ins WLAN-Netz integ

Beitrag von QuackDack » 04.05.2016, 21:30

Gut, das mag ja rechtlich unerheblich sein, ob es sich um einen IP-Tunnel oder um einen LAN-Tunnel handelt. Die Probleme bleiben: Das Modem läuft in deiner Wohnung, du könntest es jederzeit ausschalten. Du stellst die Stomversorgung zur Verfügung und schließet einen Vertrag mit UM mit dem Ziel eine offenes WLAN zu betreiben. Du bist also Mit-Betreiber.

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Re: Unitymedia: Router der Kunden werden ins WLAN-Netz integ

Beitrag von hajodele » 04.05.2016, 21:46

Es ist KEIN offenes WLAN. Das Gerät muss sich autentifizieren (beim UM-Server)
Wenn du einen Accesspoint für dein privates WLAN beim Nachbarn installierst, muss dieser zwar den Strom bezahlen aber er haftet doch nicht.
Aus Sicht des WIFI ist dein Gateway nur ein Accesspoint.
Die Person, die das Netz nutzt, also der mit dem Smartphone, haftet zum Schluß. Es wird ja wegen Störerhaftung mitprotokolliert.
Du als Accesspointbereitsteller musst nichts tun, als den Strom bezahlen.

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