Noch keine konkreten Pläne für Routerzwang-Ende

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Toxic
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Re: AW: Noch keine konkreten Pläne für Routerzwang-Ende

Beitrag von Toxic » 21.02.2016, 18:06

Jein..

Denn miete/leihe ich mir ein Auto, muß ich mich vom ordnungsgemäßen Zustand überzeugen.
Ich muß zum Beispiel prüfen, ob Reifen und Beleuchtung in Ordnung sind, oder offensichtliche Anbauten eingetragen sind.

Was mir allerdings nicht angekreidet werden kann, sind Manipulationen, die nur von einem Fachmann offensichtlich entdeckt werden können.
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MartinDJR
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Re: AW: Noch keine konkreten Pläne für Routerzwang-Ende

Beitrag von MartinDJR » 21.02.2016, 18:33

Toxic hat geschrieben:Was mir allerdings nicht angekreidet werden kann, sind Manipulationen, die nur von einem Fachmann offensichtlich entdeckt werden können.
Entschuldigung.

Ich bin natürlich von Manipulationen ausgegangen, die nur für einen Fachmann erkennbar sind.

hajodele
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Re: Noch keine konkreten Pläne für Routerzwang-Ende

Beitrag von hajodele » 21.02.2016, 20:10

MartinDJR hat geschrieben:Bei der Störerhaftung ist man laut BGH-Urteil nur dann haftbar, wenn - vereinfacht ausgedrückt - im "eigenen Bereich" etwas falsch gemacht wurde (und man zumindest theoretisch die Möglichkeit gehabt hätte, dasjenige zu verhindern - was aber fast immer der Fall ist).

Bei einem Zwangsrouter (wie es bei einem Mietrouter ist, weiß ich nicht) beginnt "der eigene Bereich" bei der Ethernet-Buchse des Routers, während der Router selbst noch Bestandteil des Netzes des Providers ist. Bei einem gekauften Router beginnt "der eigene Bereich" an der Dose an der Wand und der Router gehört voll dazu.
Wie kommst du darauf, dass "der eigene Bereich" an der Ethernet-Buchse beginnt?
Jeder Benutzer hat die Möglichkeit (und eigentlich die Pflicht) z.B. ein eigenes komplexes WLan-Passwort zu generieren.
Mich wundert in diesem Zusammenhang, dass nicht die Routerhersteller hier in die Pflicht genommen werden, weil dieser Teil von allen mir bekannten Routern nicht deutlich hervorgehoben wird.
Jeder Benutzer hat die Möglichkeit und (eigentlich die Pflicht) die Zugangsdaten zum Router zu ändern.
Dies wird wenigstens von einigen Herstellern beachtet.
Es gibt nur einen Bereich, in dem man vom Provider abhängig ist: Firmwareupdates.
Diese kommen aber gerade bei diesem Provider extrem schleppend. Wenn ich da nur an das hochkritische Update der Fritzboxen auf 6.03 denke, bei der sich UM die goldene Schnecke geholt hat.
Ich bin aber davon überzeugt, dass genau der Usertype, der auf eigene Router pocht, genau das im Griff hat. Und wenn nicht, habe ich auch kein Bedauern mit ihm.

Mehr als "eigene Passwörter" und "aktiuelle Firmware" verlangt der Richter dem Benutzer nicht ab.
Das Problem bei falschen IP-Adressen trifft aber alle.

MartinDJR
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Re: Noch keine konkreten Pläne für Routerzwang-Ende

Beitrag von MartinDJR » 21.02.2016, 22:08

hajodele hat geschrieben: Wie kommst du darauf, dass "der eigene Bereich" an der Ethernet-Buchse beginnt?
Das ist ganz einfach:

Nach bisheriger Rechtslage waren Zwangsrouter und -modems nur möglich, wenn der Provider im Vertrag drin stehen hatte, dass der Router oder das Modem noch Bestandteil des Netzes des Providers ist und eben nicht zum "eigenen Bereich" gehört.

(Ab August ist so etwas eben nicht mehr möglich.)
hajodele hat geschrieben: Jeder Benutzer hat die Möglichkeit (und eigentlich die Pflicht) z.B. ein eigenes komplexes WLan-Passwort zu generieren.
Der Provider wird in diesem Fall wahrscheinlich in seinem Vertrag drin stehen haben, dass du verpflichtet bist, ein sicheres Passwort auszusuchen.

In diesem Fall würde der Vorgang "Aussuchen des Passworts" wieder zum "eigenen Bereich" gehören (nicht jedoch der Router als solcher) und man könnte dich wahrscheinlich wegen Strörerhaftung dran bekommen, wenn dein Router wegen eines zu einfachen Passworts gehackt wurde. Die Argumentation ist dann, dass du beim Aussuchen des Passworts (= eigener Bereich) nicht sauber genug gearbeitet hast.

Wenn der Provider dir das Passwort vorgibt und du ohne Zustimmung des Providers gar nichts an den Sicherheitseinstellungen ändern kannst, kann man so auch nicht mehr argumentieren und der Provider würde wohl die Störerhaftung zahlen müssen (wenn überhaupt).
hajodele hat geschrieben: Mich wundert in diesem Zusammenhang, dass nicht die Routerhersteller hier in die Pflicht genommen werden, weil dieser Teil von allen mir bekannten Routern nicht deutlich hervorgehoben wird.
Stimmt.

Irgendwer hat einmal gefordert, eine EU-Verordnung einzuführen, dass die Standardeinstellung eines WLAN-Routers die allerhöchste Sicherheitsstufe sein muss (ggf. sogar "WLAN aus", so dass man für die erste Verbindung ein LAN-Kabel braucht) und der Benutzer, wenn er das will, ganz bewusst die Sicherheit runtersetzen muss.
hajodele hat geschrieben: Wenn ich da nur an das hochkritische Update der Fritzboxen auf 6.03 denke, bei der sich UM die goldene Schnecke geholt hat.
Ich bin mir nach wie vor nicht sicher, warum UM eine gepatchte Firmware verwendet. Das Patchen einer Firmware kostet extrem viel Geld - ich weiß das, da ich das beruflich im Automobilsektor mache.

Diese Geldmenge holt man normalerweise nicht dadurch wieder rein, dass man Features wie WLAN abschaltbar macht und dadurch kassiert. (Einige Leute behaupten ja, dass das der Grund dafür war; falls es wirklich der Grund war, dann hat sich UM wahrscheinlich massiv mit den Kosten verkalkuliert.)

Warum also die Firmware patchen?

Ich kann mir immer noch vorstellen, dass irgend Etwas im UM-Netz nicht 100% standardkonform ist und es ohne den Firmwarepatch irgendwelche Ausfälle im UM-Netz gegeben hätte. Sicher wissen kann ich es natürlich nicht. Aber mir fällt kein anderer Grund ein.

Wenn das stimmt, dann hätte UM nach der Veröffentlichung des AVM-Firmwareupdates erst einmal eine neue Software zusammenpatchen müssen, die sowohl die Änderungen von AVM als auch die Änderungen für das UM-Netz enthält. Wenn AVM irgend etwas geändert hat, was auch für das UM-Netz geändert werden musste, dann wird das Mergen besonders haarig. Und das dauert nun mal Zeit.
hajodele hat geschrieben: Ich bin aber davon überzeugt, dass genau der Usertype, der auf eigene Router pocht, genau das im Griff hat. Und wenn nicht, habe ich auch kein Bedauern mit ihm.
Bei selbstgekauften Routern würde AVM dann vielleicht ein Firmwareupdate herausbringen mit der Warnung:
Fiktive Warnung hat geschrieben: Achtung:
Nach der Installation läuft der Router nicht mehr in den Netzen von UnityMedia und KabelHintertupfingen!
Das Firmwareupdate für UnityMedia-Kunden bringen wir in einigen Wochen heraus, für KabelHintertupfingen haben wir kein Update geplant.
Selbst als Profi hast du dann keine Chance, als "einige Wochen" zu warten, bis das Softwareupdate für UnityMedia-Kunden verfügbar ist, während die Kunden von KabelDeutschland längst mit dem neuen Update am Netz sind.

Dabei würde es dir dann aber immer noch besser gehen, als dem Kunden von KabelHintertupfingen.

johnripper
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Re: Noch keine konkreten Pläne für Routerzwang-Ende

Beitrag von johnripper » 21.02.2016, 22:13

Ich bin zwar kein Moderator, aber vielleicht darf ich euch trotzdem bitten zum Thema zurückzukommen. Die Schließung wird sonst absehbar sein.
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hajodele
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Re: Noch keine konkreten Pläne für Routerzwang-Ende

Beitrag von hajodele » 21.02.2016, 22:29

Ich gebe johnripper recht, mache jedoch nur noch ein paar Anmerkungen:

Die "Zwangsrouter" bestehen eigentlich aus 2 Geräten:
Dem Modem, an dem man nichts ändern braucht/kann (wie z.B. dem Modem von MartinDJR) und dem Router.
Der einzige Unterschied liegt darin, dass man das Kabel nicht sehen kann.

Die Fritzboxen haben eine einheitliche Firmware nur gibt es zusätzlich eine Konfig-Datei, die die Einschränkungen definieren.
Der Upgrade auf 6.03 wurde von der eigenen Schwester Kabelbw etwa 2 Wochen früher veröffentlicht.

Der erwähnte Passus existiert in dieser Form bei keinem mir bekannten Provider.
Jedes Gerät ist in vielen Bereichen offen, lediglich die Schrottkisten die UM in den letzten Jahren als Standardgerät definiert hat, waren eine absolute Zumutung.

Kurz: Das, was du so von dir gibst, hat weder in der Vergangenheit, im Heute noch im Spätsommer irgendwelchen substantiellen Wert.

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Re: Noch keine konkreten Pläne für Routerzwang-Ende

Beitrag von MartinDJR » 22.02.2016, 09:21

johnripper hat geschrieben:Ich bin zwar kein Moderator, aber vielleicht darf ich euch trotzdem bitten zum Thema zurückzukommen. Die Schließung wird sonst absehbar sein.
So weit vom Thema sind wir meiner Meinung nach gar nicht abgewichen:

Es geht in diesem Thread laut Überschrift sehr allgemein um das Ende des Routerzwangs. Die Überschrift lautet nicht: "Noch keine konkreten Pläne für die Herausgabe von Zugangsdaten nach dem Ende des Routerzwangs" oder ähnlich. Somit ist dies ein sehr, sehr, sehr, sehr weites Thema.

Und die Frage, was sich nach dem Ende des Routerzwangs rechtlich ändert, gehört nun mal auch zum Thema "Ende des Routerzwangs".
Die "Zwangsrouter" bestehen eigentlich aus 2 Geräten:
Was für die Haftungsfrage allerdings keine Rolle spielt: Derjenige, der die Möglichkeit hat, die Sicherheitseinstellungen entsprechend einzustellen, haftet, wenn der Router gehackt wurde.

Allerdings bist du in der Beweispflicht, dass dein Router gehackt wurde und nicht du selbst am Rechner gesessen bist. Das ist allerdings auch dann so, wenn der Router im Rechenzentrum des Providers gehackt wurde.
Die Fritzboxen haben eine einheitliche Firmware nur gibt es zusätzlich eine Konfig-Datei, die die Einschränkungen definieren.
Angeblich haben die TC7200-Boxen bei UM eine massiv gepatchte Firmware.

Laut bestimmter Foren sind die Firmware-Patches der Grund dafür, dass die TC7200 nicht so stabil läuft, wie es die "Original-TC7200" tut, die angeblich im Gegensatz zu den UM-TC7200 ein sehr guter Router sein soll.

Woher bist du so sicher, dass die Firmware der UM-FritzBoxen nicht gepatcht ist?

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Re: Noch keine konkreten Pläne für Routerzwang-Ende

Beitrag von GoaSkin » 22.02.2016, 12:04

hajodele hat geschrieben:
Jeder Benutzer hat die Möglichkeit (und eigentlich die Pflicht) z.B. ein eigenes komplexes WLan-Passwort zu generieren.
Mich wundert in diesem Zusammenhang, dass nicht die Routerhersteller hier in die Pflicht genommen werden, weil dieser Teil von allen mir bekannten Routern nicht deutlich hervorgehoben wird.
Jeder Benutzer hat die Möglichkeit und (eigentlich die Pflicht) die Zugangsdaten zum Router zu ändern.
Dies wird wenigstens von einigen Herstellern beachtet.
Es gibt nur einen Bereich, in dem man vom Provider abhängig ist: Firmwareupdates.
Diese kommen aber gerade bei diesem Provider extrem schleppend. Wenn ich da nur an das hochkritische Update der Fritzboxen auf 6.03 denke, bei der sich UM die goldene Schnecke geholt hat.
Ich bin aber davon überzeugt, dass genau der Usertype, der auf eigene Router pocht, genau das im Griff hat. Und wenn nicht, habe ich auch kein Bedauern mit ihm.

Mehr als "eigene Passwörter" und "aktiuelle Firmware" verlangt der Richter dem Benutzer nicht ab.
Das Problem bei falschen IP-Adressen trifft aber alle.
Wie kommst du darauf, dass der Benutzer solche Pflichten hat? In welchem Gesetz steht das?

Der Benutzer haftet zwar für gewissen Unfug, den man mit seinem Internet-Zugang anstellen kann, aber ob und wie er diesen verhindert, bleibt sein Bier.
Es gibt drei Fleischsorten: Beef, Chicken und Veggie. Von welchem Tier die kommen? Von garkeinem, sondern aus der Packung.

hajodele
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Re: Noch keine konkreten Pläne für Routerzwang-Ende

Beitrag von hajodele » 22.02.2016, 12:21

Dies wollte ich mit dem Wörtchen "eigentlich" ausdrücken.
Er darf sonst in fast jedem Fall seine Biersuppe persönlich auslöffeln.

GeeBee
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Re: Noch keine konkreten Pläne für Routerzwang-Ende

Beitrag von GeeBee » 01.04.2016, 19:28

Gibt es hier mittlerweile Neuigkeiten? Man hat ein wenig das Gefühl Unitymedia möchte die Situation ein wenig aussitzen, aber vielleicht kann ein Mitarbeiter ja hier etwas mehr Klarheit und Transparenz schaffen. Zumindest würde ich mich sehr darüber freuen :super:

strelnikov
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Re: Noch keine konkreten Pläne für Routerzwang-Ende

Beitrag von strelnikov » 01.04.2016, 21:37

GeeBee hat geschrieben:Gibt es hier mittlerweile Neuigkeiten? Man hat ein wenig das Gefühl Unitymedia möchte die Situation ein wenig aussitzen, aber vielleicht kann ein Mitarbeiter ja hier etwas mehr Klarheit und Transparenz schaffen. Zumindest würde ich mich sehr darüber freuen :super:
Was für ein Quatsch - :brüll:

Ein Mitarbeiter wird sich hüten, etwas konkretes zu sagen, wenn er den etwa wüßte :schnarch:
Volkskommissar für Telekommunikation

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Re: Noch keine konkreten Pläne für Routerzwang-Ende

Beitrag von GoaSkin » 02.04.2016, 01:44

Wie dem auch sei - es wird viel über den Irrglauben diskutiert, dass sich in Bezug auf die Leihgeräte, die mit den laufenden Verträgen ausgegeben sind, etwas ändern muss.

Das neue Gesetz verpflichtet aber nicht dazu, dass alle Leihgeräte ab dem Sommer offen sein müssen, vom Benutzer mit eigener Firmware bespielt werden können und nur noch ungepatchte Firmware läuft. Das ist ein völlig anderes Thema.

Es ist lediglich gefordert, dass man sich als Nutzer sein eigenes DOCSIS-Modem (oder Router) erwerben kann und nutzen darf. Und dafür gibt es auch nicht viel vorzubereiten. Ob Horizon, Fritzbox oder ein im Nerd-Großhandel gekauftes Bastler-Modem: Die Prozedur ist für den Netzanbieter, dort ein DOCSIS Configfile aufzuspielen, immer die selbe. Gedanken muss sich Unitymedia da eher in die Richtung machen, wie das verwaltungstechnisch am besten umgesetzt wird (Webseite? Anpassung in der Callcenter Software notwendig? Änderungen an der Kundendatenbank notwendig?). Themen, die für die Öffentlichkeit und die Nutzer vollkommen langweilig sind. Darum gibt es dazu auch nichts zu erzählen und zu verkünden.

Wie dem auch sei - vergesst den Gedanken, dass man ab Sommer auf einer Leih-Fritzbox 6490 plötzlich einen Telnet-Zugang hat, dort selbst Update-Files einspielen kann und die Freetz-Firmware installieren!

Wer einen Router mit Narrenfreiheit möchte, muss ihn sich im Einzelhandel kaufen.
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MartinDJR
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Re: Noch keine konkreten Pläne für Routerzwang-Ende

Beitrag von MartinDJR » 02.04.2016, 08:05

GoaSkin hat geschrieben: Es ist lediglich gefordert, dass man sich als Nutzer sein eigenes DOCSIS-Modem (oder Router) erwerben kann und nutzen darf.
... und die Bundesregierung weist darauf hin, dass dies auch nur für Neuverträge gilt!

Wenn man sich also einen eigenen Router anschaffen will, bleibt nichts anderes übrig, als den bestehenden Vertrag zu kündigen und einen neuen Vertrag zu unterschreiben.

Leute, die noch einen IPv4-Altvertrag haben, bekommen dann DS-Lite (http://www.unitymediaforum.de/viewtopic ... 10&t=33128) oder müssen einen Buissiness-Vertrag nehmen.

(... wobei DS-Lite in mittlerer Zukunft ein echter Vorteil gegenüber IPv4-only (nicht gegenüber echtem DualStack) sein könnte:

Die ersten IPv6-only-Webseiten gibt es bereits (z.B. eine Universität in China und auch eine Deutsche Website, die aber eher als Spielerei zu betrachten ist) und es gibt davon immer mehr und gleichzeitig beginnen Tunnel-Broker (konkret: SixXS) lansam, den Dienst einzustellen (http://www.heise.de/newsticker/meldung/ ... 60822.html).

Während man mit DS-Lite dann alle Websites der Welt (egal ob IPv4-only, DualStack oder IPv6-only) ansurfen kann, werden immer mehr Websites für Leute mit IPv4-only nicht mehr erreichbar sein. Spätestens, wenn es so weit ist, werde ich - Altvertrag - mich auch ebenfalls auf DS-Lite umstellen lassen.)
GoaSkin hat geschrieben: Wie dem auch sei - vergesst den Gedanken, dass man ab Sommer auf einer Leih-Fritzbox 6490 plötzlich einen Telnet-Zugang hat, dort selbst Update-Files einspielen kann und die Freetz-Firmware installieren!

Wer einen Router mit Narrenfreiheit möchte, muss ihn sich im Einzelhandel kaufen.
Völlig korrekt erkannt!

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Re: Noch keine konkreten Pläne für Routerzwang-Ende

Beitrag von un1que » 02.04.2016, 13:45

MartinDJR hat geschrieben:Wenn man sich also einen eigenen Router anschaffen will, bleibt nichts anderes übrig, als den bestehenden Vertrag zu kündigen und einen neuen Vertrag zu unterschreiben.

Leute, die noch einen IPv4-Altvertrag haben, bekommen dann DS-Lite
Woher stammt denn diese Info, hast du eine zuverlässige Quelle? Oder bist du dieser "UM Mitarbeiter", der sich hier melden sollte?
GeeBee hat geschrieben:vielleicht kann ein Mitarbeiter ja hier etwas mehr Klarheit und Transparenz schaffen

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Re: Noch keine konkreten Pläne für Routerzwang-Ende

Beitrag von Leseratte10 » 02.04.2016, 14:57

GoaSkin hat geschrieben:Wie dem auch sei - vergesst den Gedanken, dass man ab Sommer auf einer Leih-Fritzbox 6490 plötzlich einen Telnet-Zugang hat, dort selbst Update-Files einspielen kann und die Freetz-Firmware installieren!
Auf einer Leih-Fritzbox vielleicht nicht; aber dann hindert mich keiner mehr dran, mir ne eigene 6490 zu kaufen. Und wenn die dann mir gehört, dann kommt man auch an Telnet - notfalls, indem man sie aufschraubt und sich direkt an die serielle Konsole hängt um einen Telnet-Dienst da drauf zu kriegen. Wenn man dann Telnet hat, kann man sich auch die Update-Funktion wieder freischalten; und AVM wird mit Ende des Routerzwangs wohl auch Firmware veröffentlichen.

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Re: Noch keine konkreten Pläne für Routerzwang-Ende

Beitrag von MartinDJR » 02.04.2016, 16:37

un1que hat geschrieben: Woher stammt denn diese Info, hast du eine zuverlässige Quelle?
Das sind gleich drei Aspekte auf einmal:
  • Die Information, dass Bestandskunden keinen Anspruch auf Anschluss eines eigenen Routers haben, stammt aus einer Stellungnahme der Bundesregierung. Die Gesetzesänderung gilt demnach nur für Neukunden. Die Bundesregierung ist eine zuverlässige Quelle.
  • Natürich könnte UnityMedia sich auch dazu entscheiden, Bestandskunden freiwillig zu erlauben, einen eigenen Router anzuschließen. Zugegeben, das wäre möglich. Wenn die das wirklich vorhätten, frage ich mich aber, warum die das nicht schon jetzt ihren Kunden erlauben. Daher bin ich mir zu 99% sicher, dass es für Bestandskunden zumindest dieses Jahr nicht möglich sein wird, einen eigenen Router anzuschließen.
  • Dass du als Neukunde bei UnityMedia einen DS-Lite-Anschluss bekommst (oder einen Bussines-Vertrag nehmen musst), konnte man oft genug lesen. Im von mir verlinkten Beitrag eines DS-Lite-"Geschädigten" zum Beispiel.
Sobald den beiden Firmen (UM und KD) die IPv4-Adressen ausgehen, könnte ich darauf wetten, dass sie den alten (IPv4-only) Bestandskunden erlauben werden, eigene Modems anzuschließen: Dadurch können sie die Kunden auf DS-Lite umstellen, ohne die gemietete Hardware gegen IPv6-fähige Hardware austauschen zu müssen!

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Re: Noch keine konkreten Pläne für Routerzwang-Ende

Beitrag von GoaSkin » 02.04.2016, 16:44

Leseratte10 hat geschrieben: Auf einer Leih-Fritzbox vielleicht nicht; aber dann hindert mich keiner mehr dran, mir ne eigene 6490 zu kaufen. Und wenn die dann mir gehört, dann kommt man auch an Telnet - notfalls, indem man sie aufschraubt und sich direkt an die serielle Konsole hängt um einen Telnet-Dienst da drauf zu kriegen. Wenn man dann Telnet hat, kann man sich auch die Update-Funktion wieder freischalten; und AVM wird mit Ende des Routerzwangs wohl auch Firmware veröffentlichen.
Wenn AVM seine Produktpolitik ändert und die Fritzbox 6490 über den Einzelhandel vertreibt, dann kann man natürlich auch eine eigene Fritzbox 6490 mit normaler Firmware kaufen.

Bislang sieht es aber so aus, dass AVM die Kabelfritzboxen nur an Kabelanbieter ausliefert. Manche Kabelanbieter (u.A. Kabel Deutschland) verkaufen diese Router dann zwar an die Endkunden weiter; dabei handelt es sich aber dann nicht um jungfräuliche Boxen, sondern welche mit Provider-Branding und kastrierter Firmware drin.
DS-Lite-Spekulationen allgemein hat geschrieben:
Nicht nur der Kunde hat ein Kündigungsrecht zum Vertragsende. Auch der Anbieter hat nicht die Pflicht, nach dem Vertragsende dem Kunden eine Verlängerung zu den selben Konditionen zu bieten. Dass man IPv4-Kunden nicht bei Tarifänderungen oder dem Ablauf der Mindestvertragslaufzeit auf DS-Lite umstellt, ist einfach nur Kulanz.

Ob Kunden mit eigenem Modem dann DS-Lite verpasst bekommen oder Bestandskunden unter anderen Umständen zukünftig IPv4 verlieren werden, ist ein Blick in die Glaskugel. Das einzige was klar ist, dass es eine Frage der Zeit ist, bis alle Kunden auf IPv6 umgestellt werden - bei allen Providern und zwar weltweit.
Es gibt drei Fleischsorten: Beef, Chicken und Veggie. Von welchem Tier die kommen? Von garkeinem, sondern aus der Packung.

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Re: Noch keine konkreten Pläne für Routerzwang-Ende

Beitrag von johnripper » 02.04.2016, 16:52

MartinDJR hat geschrieben:[*]Natürich könnte UnityMedia sich auch dazu entscheiden, Bestandskunden freiwillig zu erlauben, einen eigenen Router anzuschließen. Zugegeben, das wäre möglich. Wenn die das wirklich vorhätten, frage ich mich aber, warum die das nicht schon jetzt ihren Kunden erlauben. Daher bin ich mir zu 99% sicher, dass es für Bestandskunden zumindest dieses Jahr nicht möglich sein wird, einen eigenen Router anzuschließen.[/list]
Die Frage ist, ob bzw. wieviel extra Mühe es kostet, den Bestandskunden dies (ebenfalls) zu erlauben oder ob ggf. sogar einfach ist, die Plattform komplett für alle Kunden umzustellen.
Bevor am 1. August die Hotline explodiert bzw. das Netz zusammenbricht, würde ich als KNB erst mal versuchen Erfahrungen mit den Neukunden zu sammeln und mir dann erst später nicht mehr die Mühe machen zwischen Neu- und Altkunde zu unterscheiden.
Eventuell führt man auch einfach einen neuen Tarif für die Altkunden ein um die Hemmschwelle etwas zu erhöhen.
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Re: Noch keine konkreten Pläne für Routerzwang-Ende

Beitrag von ervau » 02.04.2016, 18:18

Wäre aber doch richtig toll, wenn UM/KBW bei den bisher verteilten Kisten den Bridge-Modus freischalten würde!
Mir ist allerdings klar, daß man dazu die Kunden fragen müßte, wer's mag und wer nicht.
Technisch wäre das einfach, denn es gibt's; verwaltungstechnisch vermutlich zu aufwändig und damit zu teuer.
Eigentlich Schade.

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Re: Noch keine konkreten Pläne für Routerzwang-Ende

Beitrag von johnripper » 02.04.2016, 19:32

ervau hat geschrieben:Wäre aber doch richtig toll, wenn UM/KBW bei den bisher verteilten Kisten den Bridge-Modus freischalten würde!
Mir ist allerdings klar, daß man dazu die Kunden fragen müßte, wer's mag und wer nicht.
Technisch wäre das einfach, denn es gibt's; verwaltungstechnisch vermutlich zu aufwändig und damit zu teuer.
Eigentlich Schade.
Ich glaube (!!!) das werden sie am wenigsten machen, denn damit erfüllen Sie nicht die gesetzlichen Anforderungen und es macht nur Arbeit & Ärger mit dem "doofen" Kunden.
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Re: Noch keine konkreten Pläne für Routerzwang-Ende

Beitrag von Leseratte10 » 03.04.2016, 00:57

Je nachdem wie viel manuelle Arbeit die allerdings mit dem freischalten eines eigenen Geräts haben kann ich mir vorstellen, dass zusätzlich auch der Bridgemodus in den UM-Geräten aktiviert wird, damit möglichst wenig Kunden einen Sinn darin sehen, ein eigenes Gerät anzuschließen.

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Re: Noch keine konkreten Pläne für Routerzwang-Ende

Beitrag von johnripper » 03.04.2016, 01:10

Leseratte10 hat geschrieben:Je nachdem wie viel manuelle Arbeit die allerdings mit dem freischalten eines eigenen Geräts haben kann ich mir vorstellen, dass zusätzlich auch der Bridgemodus in den UM-Geräten aktiviert wird, damit möglichst wenig Kunden einen Sinn darin sehen, ein eigenes Gerät anzuschließen.
Auch ne Idee. Aber dann würde man es dem Kunden ja zu einfach machen. UM ist jetzt wirklich nicht kundenorientiert in so Sachen : )
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Re: Noch keine konkreten Pläne für Routerzwang-Ende

Beitrag von GoaSkin » 03.04.2016, 02:43

Leseratte10 hat geschrieben:Je nachdem wie viel manuelle Arbeit die allerdings mit dem freischalten eines eigenen Geräts haben kann ich mir vorstellen, dass zusätzlich auch der Bridgemodus in den UM-Geräten aktiviert wird, damit möglichst wenig Kunden einen Sinn darin sehen, ein eigenes Gerät anzuschließen.
Wenn der Kunde nicht in der Lage ist, einen eigenen Router im Bridge-Modus hinter dem UM-Gerät in Betrieb zu nehmen, ist das genau der selbe Support-Aufwand, als wenn jemand nicht in der Lage ist, einen selbst gekauften DOCSIS-Router in Betrieb zu nehmen. Von daher gehupft wie gesprungen.

Wenn jemand nicht inder Lage ist, DOCSIS-Hardware in Betrieb zu nehmen, kann Unitymedia allerdings das Gerät per TR-069 konfigurieren und vom Kunden verlangen, TR-069 zur Verarbeitung des Support-Falles zu aktivieren. Ein per LAN nachgeschaltetes Gerät ist für den Provider nicht so einfach erreichbar. Die Telekom macht übrigens auch als letztes Mittel eine Fernkonfiguration, sofern dies möglich ist.
Es gibt drei Fleischsorten: Beef, Chicken und Veggie. Von welchem Tier die kommen? Von garkeinem, sondern aus der Packung.

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Re: Noch keine konkreten Pläne für Routerzwang-Ende

Beitrag von MartinDJR » 03.04.2016, 06:51

GoaSkin hat geschrieben: Wenn der Kunde nicht in der Lage ist, einen eigenen Router im Bridge-Modus hinter dem UM-Gerät in Betrieb zu nehmen, ist das genau der selbe Support-Aufwand, als wenn jemand nicht in der Lage ist, einen selbst gekauften DOCSIS-Router in Betrieb zu nehmen. Von daher gehupft wie gesprungen.
Nicht ganz:

Als ich den Beitrag von von "ervau" gelesen habe, habe ich genau so gedacht wie "Leseratte10":

Die Provider wollen nicht, dass man eigene Router oder Modems anschließt, da sie Angst vor Problemen haben. Was können sie also tun?

Die Möglichkeit wäre zum Beispiel, reine Modems auszugeben, damit die Kunden möglichst alle Freiheitsgrade haben, und möglichst wenige Kunden ein eigenes Modem haben wollen.

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Re: Noch keine konkreten Pläne für Routerzwang-Ende

Beitrag von koax » 03.04.2016, 08:09

Nur mal als Beispiel wie ein anderer Provider das regelt bzw. teilweise noch nicht regelt.
Netcologne hat bisher sobald IP-Telefonie eingeschlossen war auch keine SIP-Daten herausgegeben sondern Zwangs-IADS oder Zwangsrouter verordnet.
Netcologne bietet verschiedene Techniken an, u.a. auch Anschlüsse über Kabelmodem.
Während die Voraussetzungen für die übrigen Techniken bereits genannt werden und dem Kunden beim Produktwechsel oder Neuanschluss genannt werden, sind sie mit einer Umsetzung beim Kabel auch noch nicht so weit.
https://www.netcologne.de/selbsteinrichten

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