Noch keine konkreten Pläne für Routerzwang-Ende

In dieses Forum kommen Themen über Unitymedia hinein, die nicht in andere Foren passen.
MartinP_Do
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Re: Noch keine konkreten Pläne für Routerzwang-Ende

Beitrag von MartinP_Do » 14.06.2016, 12:17

Auch wenn es erste Erklärungen von UM zum Thema gibt: Das sind alles noch ungelegte Eier.
Ich werde nicht sofort am 1.8. losrennen, mir einen eigenen Router kaufen, und die Leih-Fritzbox versuchen loszuwerden.

Die Kinderkrankheiten bei der Integration eigener Router sollen mal schön andere herausfinden.

Werde mich erstmal ganz ruhig zurücklehnen und hier im Forum das Echo ab dem 1.8. abwarten.
Im Spätherbst läuft mein Vertrag mit Unitymedia aus - dann sehen wir weiter....
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OlliL
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Re: Noch keine konkreten Pläne für Routerzwang-Ende

Beitrag von OlliL » 14.06.2016, 12:40

so siehts bei mir auch aus. Ich habe ne TC7200 und hätte gerne IPv6-Subnet-Delegation da alle meine Devices hinter einem eigenen Router hängen. Habe ich nun nicht - daher habe ich nun 100% IPv4 Traffic der via AFTR Gateway raus geht... ist halt so - für den Weg zurück in mein Heimnetz habe ich mir auf nem eigenen Server bei einem ISP mit echtem Dual-Stack einen VPN Tunnel via IPv6 und Reverse-Proxy auf meinen Heim-Router eingerichtet und komme nun auch für die paar Dienste die ich brauche von aussen in mein Heim-LAN. So das mir am Ende des Tages der TC7200 ausreicht - und ich mir für hunderte von Euros keinen neuen Router kaufen werde der dann auch "nur" Kabel kann (inzw. gibt es auch DSL mit 100 MBit bei uns) - und ich für DSL dann schon wieder einen neuen bräuchte....
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mauszilla
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Re: Noch keine konkreten Pläne für Routerzwang-Ende

Beitrag von mauszilla » 14.06.2016, 13:50

desmaddin hat geschrieben:Einen schlechteren Ruf als Unitymedia kann man als ISP im Moment kaum haben.

Das mag deine subjektive Empfindung sein, jedoch kein Fakt. Schaue ich mir die Meldungen der anderen ISPs an, sind die nicht besser und meist noch schlimmer.
Angefangen, das man über die Leistung betrogen wird mit dem netten Zusatz "bis zu" über verschleppte Installation oder Freischaltung vermurkste Übernahmen von Rufnummern, wochenlangen toten Anschlüssen bei wechsel..... die Liste ist ewig lang.
Nicht zu vergessen das andere mit Drosseln leben müssen.
Aber das Gras auf der anderen Seite ist immer grüner ;)
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OlliL
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Re: Noch keine konkreten Pläne für Routerzwang-Ende

Beitrag von OlliL » 14.06.2016, 14:22

Es ist doch immer so... solange alles läuft, und man keinerlei Probleme hat, ist man beim besten ISP der Welt. Aber wenn man mal Probleme hat die nicht mit Router Reset, Firmware-Wiederherstellung und beten gelöst werden können ist man doch egal wo man ist im Grunde immer der gearschte. Am Telefon hast du Leute die ausser Ihren Standard-Katalog an Fragen und Antworten nix vermitteln können und zu den Leuten mit Ahnung kommst du nicht durch. Und von daher wird meine Strategie sein - möglichst nah am "ISP-Standard" - da ich nun schon drei Mal Probleme mit UM hatte (AFTR-Gateway-Problematik, sporadische Verbindungsabbrüche, Komplettausfall) und ich weiss wie wenig die helfen (können), weiss ich das man mit jeder Sonderlocke noch weniger Hoffnung auf eine Lösung haben darf.... Ich werde mir (erstmal) keinen eigenen Router holen da ich kein Bock auf "das liegt an ihrem Router, basta!" habe. Und wer meint das würde so nicht kommen, hat offensichtlich noch nicht mit eigenen Problemen in der Kundenhotline gehangen - In der Hotline die mir bei der damligen AFTR-Gatewayproblematik erzält hat es würde an Satelittenstrahlung liegen das ich ein Problem hätte, oder man hätte hier nebenan ein Kabel in der Straße getauscht und nun würde alles laufen bis zu - es liegt an Ihrem Heimnetz, wünschen sie einen kostenpflichtigen Techniker.... ich hatte diese Erfahrungen schon - aber - so zieht halt jeder selber seine Rückschlüsse....
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mauszilla
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Re: Noch keine konkreten Pläne für Routerzwang-Ende

Beitrag von mauszilla » 14.06.2016, 14:39

Meinst dafür braucht ein ISP Fremdhardware?

Bei meiner letzten Umstellung von 50 auf 100 Mbit wurde das auch wochenlang behauptet.... der letzte Techniker tauschte gegen ein anderes Modem und seitdem geht es. Davor waren 2 andere Techniker da, etliche Telefonate mit der HL wo ja alles stimmte und sogar zwei Telefonate mit einem Techniker der am Anschluss bei denen Arbeitete.
Weiß jetzt zwar nicht, ob es an Cisco oder einer verhunzten Config durch UM lag, mit dem 3208G waren jedenfalls bei mir keine 100 Mbit machbar, obwohl es hätte gehen sollen laus Spezifikationen. Jetzt hab ich ein 3212 und bin Glücklich.
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OlliL
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Re: Noch keine konkreten Pläne für Routerzwang-Ende

Beitrag von OlliL » 14.06.2016, 14:42

Natürlich brauchen die keine Fremdhardware um dir faktisch nicht zu helfen bei einem Problem - das schaffen die auch in ihrem eigenen Universum.
Aber wenn du sie dann einsetzt - glaubst du nicht, das in letzter Instanz auch genau diese Karte gezogen wird? "Es liegt an ihrer Hardware!" - Und genau diese Karte will ich Ihnen nicht auch noch in die Hand geben.... thats all.
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mauszilla
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Re: Noch keine konkreten Pläne für Routerzwang-Ende

Beitrag von mauszilla » 14.06.2016, 14:49

Dann musst halt mit so Elektroschrott wie TC7200 leben.

Man kann nicht rum heulen was man als Hardware nicht will und wird man selbst in die Pflicht genommen bzw bekommt die Wahl ist es auch wieder nicht richtig.
Als wenn es an DSL Anschlüssen anders wäre, das erst mal auf die Fremdrouter geschoben wird und auch mit kostenpflichtigem Techniker gedroht wird.

Ich für meinen Teil bin froh, das ich wählen kann bei meiner nächsten V-Verlängerung im August.
Wer zuviel Angst hat, kann ja bei den Mören bleiben die UM zur Verfügung stellt, inkl WLAN Hotspot usw ;)
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Re: Noch keine konkreten Pläne für Routerzwang-Ende

Beitrag von OlliL » 14.06.2016, 14:58

Ich meckere ja nicht über den TC7200-Schrott. Er bringt mich ins Netz und gut is... Er steht im Keller im 19" Rack - WLAN ist von daher schon ausgeschlossen - und bzgl. Hot-Spot habe ich mich eh raus-ge-opt. Ansonsten habe ich eine komplett eigene Infrastruktur was WLAN, Firewall usw usw. anbelangt und nutze ihn lediglich als "Modem". Ja - ich hätte gerne IPv6 Delegation und Port-Forwarding. Ich habe mir aber inzw. eigene Lösungen für diese Probleme geschaffen so das aktuell alles zur besten Zufriedenheit klappt und alle meine Bedürfnisse befriedigt werden - wenn denn mal nicht wieder irgendwelche UM-Störungen auftreten.........
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Re: Noch keine konkreten Pläne für Routerzwang-Ende

Beitrag von Heimerdinger » 15.06.2016, 07:20

Sind wir doch mal ehrlich: würden die Provider nicht die eigenen Router beschränken, wäre es gar kein Thema.

Die eine Hälfte möchte sich damit nicht beschäftigen (nehmen dem vom Provider und sich glücklich), der andere Teul ist nur die Beschränkungen leid. Würden die Provider dies ändern würden sich vermutlich nur ein paar Profis eigene Modems/Router installieren.

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Re: Noch keine konkreten Pläne für Routerzwang-Ende

Beitrag von johnripper » 15.06.2016, 08:27

Natürlich. Hätten die ISP durchgängig Modems als Alternative angeboten, dann hätre es das Gesetz auch niemals gegeben.

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Re: Noch keine konkreten Pläne für Routerzwang-Ende

Beitrag von rv112 » 15.06.2016, 09:00

Und warum haben sie es nicht? DS und DS Lite funktioniert ja auch mit den Modems. Der Kunde hätte nur unterschreiben müssen dass er für die korrekte Konfiguration in seinem Router dann selbst zuständig ist.
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Re: Noch keine konkreten Pläne für Routerzwang-Ende

Beitrag von desmaddin » 15.06.2016, 09:04

rv112 hat geschrieben:Und warum haben sie es nicht? DS und DS Lite funktioniert ja auch mit den Modems. Der Kunde hätte nur unterschreiben müssen dass er für die korrekte Konfiguration in seinem Router dann selbst zuständig ist.
Du gibst die Antwort schon selbst. Soetwas lässt sich nicht vermarkten und eine Nischenlösung lohnt sich durch den Mehraufwand nicht, den UM durch die extra prozesse und evtl. Supportbedarf hat.

johnripper
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Re: Noch keine konkreten Pläne für Routerzwang-Ende

Beitrag von johnripper » 15.06.2016, 17:22

rv112 hat geschrieben:Und warum haben sie es nicht? DS und DS Lite funktioniert ja auch mit den Modems. Der Kunde hätte nur unterschreiben müssen dass er für die korrekte Konfiguration in seinem Router dann selbst zuständig ist.
Tja, frag halt UM. Früher waren Modems im Kabel wie im DSL Umfeld üblich. Bis irgendjemand auf die Idee gekommen ist diese ollen All-In-One Lösungen den Kunden aufzuzwingen.
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Re: Noch keine konkreten Pläne für Routerzwang-Ende

Beitrag von ervau » 15.06.2016, 17:31

Kann mir bitte mal einer der experts auf die Sprünge helfen?

Immer wenn ich in diesem Forum vorgeschlagen habe, daß UM den Bridge-Modus freischalten soll, damit die Krücken als Modem nutzbar sind, hat man mir gesagt: Das funktioniert mit DSlite nicht. In diesem thread lese ich jetzt; reine Modems funktionieren mit DSlite.

Hab' ich da was nicht kapiert? Was ist jetzt Sache? Kann ich mir bei UM ab August für einen DSlite-Anschluß ein Modem besorgen oder auf dem freien Markt eines besorgen? Funktioniert das dann nach Installierung oder bleibt die Leitung tot?

Für ein paar klärende Worte wäre ich dankbar.
Gruß ervau

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Re: Noch keine konkreten Pläne für Routerzwang-Ende

Beitrag von Jarry » 15.06.2016, 18:33

ervau hat geschrieben:Kann mir bitte mal einer der experts auf die Sprünge helfen?

Immer wenn ich in diesem Forum vorgeschlagen habe, daß UM den Bridge-Modus freischalten soll, damit die Krücken als Modem nutzbar sind, hat man mir gesagt: Das funktioniert mit DSlite nicht. In diesem thread lese ich jetzt; reine Modems funktionieren mit DSlite.

Hab' ich da was nicht kapiert? Was ist jetzt Sache? Kann ich mir bei UM ab August für einen DSlite-Anschluß ein Modem besorgen oder auf dem freien Markt eines besorgen? Funktioniert das dann nach Installierung oder bleibt die Leitung tot?

Für ein paar klärende Worte wäre ich dankbar.
Gruß ervau
Naja, funktionieren tut das schon, der angeschlossene Router muss halt DSlite unterstützen.
Wenn Oma Maier ihren Laptop direkt anstöpselt, hat sie nur IPv6. Und das ist, zumindest derzeit, noch nicht so der Bringer

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Re: Noch keine konkreten Pläne für Routerzwang-Ende

Beitrag von mauszilla » 15.06.2016, 18:41

Jarry hat geschrieben:
ervau hat geschrieben:Kann mir bitte mal einer der experts auf die Sprünge helfen?

Immer wenn ich in diesem Forum vorgeschlagen habe, daß UM den Bridge-Modus freischalten soll, damit die Krücken als Modem nutzbar sind, hat man mir gesagt: Das funktioniert mit DSlite nicht. In diesem thread lese ich jetzt; reine Modems funktionieren mit DSlite.

Hab' ich da was nicht kapiert? Was ist jetzt Sache? Kann ich mir bei UM ab August für einen DSlite-Anschluß ein Modem besorgen oder auf dem freien Markt eines besorgen? Funktioniert das dann nach Installierung oder bleibt die Leitung tot?

Für ein paar klärende Worte wäre ich dankbar.
Gruß ervau
Naja, funktionieren tut das schon, der angeschlossene Router muss halt DSlite unterstützen.
Wenn Oma Maier ihren Laptop direkt anstöpselt, hat sie nur IPv6. Und das ist, zumindest derzeit, noch nicht so der Bringer
Nope, der Router muss nur IPv6 können, denn man hat einen reinen IPv6 Anschluss und wird Serverseitig zu Adressen mit IPv4 weitervermittelt (sofern sie nicht via IPv6 erreichbar sind).
http://www.ipv6-portal.de/glossar/dual-stack.html

Einen DS-Light tauglichen Router braucht man nur, wenn man Endgeräte nutzen möchte, die nur IPv4 beherrschen und ins Internet wollen.
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Jarry
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Re: Noch keine konkreten Pläne für Routerzwang-Ende

Beitrag von Jarry » 15.06.2016, 19:20

mauszilla hat geschrieben: Nope, der Router muss nur IPv6 können, denn man hat einen reinen IPv6 Anschluss und wird Serverseitig zu Adressen mit IPv4 weitervermittelt (sofern sie nicht via IPv6 erreichbar sind).
http://www.ipv6-portal.de/glossar/dual-stack.html

Einen DS-Light tauglichen Router braucht man nur, wenn man Endgeräte nutzen möchte, die nur IPv4 beherrschen und ins Internet wollen.

Nein, Der Router muss DSlite beherrschen. Das Modem selbst stellt nur ein IPv6 Netz zur Verfügung. Den Aufbau des Tunnels zum AFTR Gateway muss das daran angeschlossene Gerät (der Router) machen. Und das beherrschen nicht alle.

MartinDJR
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Re: Noch keine konkreten Pläne für Routerzwang-Ende

Beitrag von MartinDJR » 15.06.2016, 20:09

ervau hat geschrieben:Kann mir bitte mal einer der experts auf die Sprünge helfen?

Immer wenn ich in diesem Forum vorgeschlagen habe, daß UM den Bridge-Modus freischalten soll, damit die Krücken als Modem nutzbar sind, hat man mir gesagt: Das funktioniert mit DSlite nicht. In diesem thread lese ich jetzt; reine Modems funktionieren mit DSlite.

Hab' ich da was nicht kapiert? Was ist jetzt Sache?
Ich habe irgendwo das Handbuch des TC7200 im Netz gefunden, und zwar in der Version für Kunden in irgendeinem Land der Welt, wo es schon länger keinen Routerzwang mehr gibt.

Dort steht drin, dass der TC7200 bei IPv6 (und auch bei DS-Lite) keinen "Bridge-Modus" beherrscht. Wie es bei anderen Routern aussieht, kann man nicht sagen.

Wenn man beim TC7200 einfach die Firewall abschaltet (und - falls das möglich ist - auch das B4-Routing), sollte er sich allerdings annähernd so verhalten, wie sich ein IPv4-Router im "Bridge-Modus" verhält. Die Einstellung "Firewall aus" ist bei UnityMedia für den normalen Kunden meines Wissens zugänglich (ich habe keinen TC7200 und kann es daher nicht ausprobieren).
Jarry hat geschrieben:
mauszilla hat geschrieben: Einen DS-Light tauglichen Router braucht man nur, wenn man Endgeräte nutzen möchte, die nur IPv4 beherrschen und ins Internet wollen.
Nein, Der Router muss DSlite beherrschen.
Formulieren wir es anders: Wenn man nur auf IPv6-Server zugreifen will, braucht der Router kein DS-Lite zu können.

Dies wäre auch dann der Fall, wenn man einen anderen Tunnelmechanismus für IPv4 (z.B. VPN) verwenden würde.

desmaddin
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Re: Noch keine konkreten Pläne für Routerzwang-Ende

Beitrag von desmaddin » 15.06.2016, 20:14

MartinDJR hat geschrieben: Wenn man beim TC7200 einfach die Firewall abschaltet (und - falls das möglich ist - auch das B4-Routing), sollte er sich allerdings annähernd so verhalten, wie sich ein IPv4-Router im "Bridge-Modus" verhält. Die Einstellung "Firewall aus" ist bei UnityMedia für den normalen Kunden meines Wissens zugänglich (ich habe keinen TC7200 und kann es daher nicht ausprobieren).
Das ist grundsätzlich für IPv6 richtig, aber mit einer Ausnahme: Durch die fehlende Prefix Delegation kannst keinen weiteren Router dahinter hängen, da der TC7200 sonst kein Gerät erreichen kann, welches du an den 2. Router hängen würdest. Daher hilft das leider nicht weiter.

hajodele
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Re: Noch keine konkreten Pläne für Routerzwang-Ende

Beitrag von hajodele » 15.06.2016, 20:23

Dass reine Modems, hier: Cisco 3208/3212 IPv4 und IPv6 unterstützen geht es aus den Manuals hervor.
Ob und wie das im Detail in der Praxis mit welchem Router aussieht konnte die Öffentlichkeit bisher nicht testen, da das von UM nicht so angeboten wird.
Bisher gibt es nur IPv4-Tarife in Verbindung mit den reinen Modems.

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Re: Noch keine konkreten Pläne für Routerzwang-Ende

Beitrag von GoaSkin » 16.06.2016, 15:40

hajodele hat geschrieben:Dass reine Modems, hier: Cisco 3208/3212 IPv4 und IPv6 unterstützen geht es aus den Manuals hervor.
Ob und wie das im Detail in der Praxis mit welchem Router aussieht konnte die Öffentlichkeit bisher nicht testen, da das von UM nicht so angeboten wird.
Bisher gibt es nur IPv4-Tarife in Verbindung mit den reinen Modems.
Ob ein Modem IPv6 kann oder nicht, liegt ja nicht an der Bauart, sondern nur an der Firmware. Wenn Unitymedia IPv6-Unterstützung bei freien Modems voraussetzt, dann wird es sehr zackig von den meisten Herstellern entsprechende Firmware-Updates geben. Sie wollen ja schließlich ihre Geräte verkaufen können. Ist ja auch kein Hexenwerk: IPv6-Unterstützung im Kernel aktivieren und ein paar Skripte anpassen.
Es gibt drei Fleischsorten: Beef, Chicken und Veggie. Von welchem Tier die kommen? Von garkeinem, sondern aus der Packung.

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Re: AW: Noch keine konkreten Pläne für Routerzwang-Ende

Beitrag von Toxic » 16.06.2016, 20:15

Das geht aber nur, wenn genug Speicher im Flash vorhanden ist, um einen Kernel mit IPv6-Unterstützung aufzuspielen.
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Re: Noch keine konkreten Pläne für Routerzwang-Ende

Beitrag von addicted » 16.06.2016, 23:47

Wenn es bei der Beschreibung von Modems wie dem 3212 um IPv4 oder IPv6 geht, dann sollte eigentlich klar sein, dass dabei erstmal die DOCSIS Seite der Verbindung gemeint ist. Dort wird natürlich auch IP gesprochen, z.B. für die Konfiguration (TFTP), Zeitserver, Telefonie, usw. - und ein Modem mit v6 Support kann diese Dinge halt über v6 abwickeln.

Prinzipiell ist es bei einer echten Ethernet Bridge nicht notwendig, dass sie die Pakete versteht, die da gesendet werden (vom Ethernet Header selbst mal abgesehen). Ein Docsis Modem kann aber noch etwas mehr, und vermutlich würde z.B. über ein DOCSIS 2 Modem trotzdem kein IPv6 Payload durchgereicht - das läge dann aber z.B. daran, dass das Modem filtert, z.B. für die Begrenzung der Anzahl der Endgeräte auf Kundenseite. Wenn der Filter pingelig ist, verwirft er vielleicht alle nicht-IPv4 Pakete. Ist aber Spekulation bisher, weil ich natürlich kein eigenes Netz zum Testen hier hab :)

Die Frage, was man mindestens braucht, wenn man DSLite hat, ist aber durchaus für das Ende des Routerzwanges relevant: Bisher gibts nur Geräte für DSLite, welche das Modem beinhalten - wenn wir da jetzt den Bridge Modus aktivieren können, dann sollte DSLite auch mit einem reinen Modem gehen. Und prinzipiell kann man dann ja einfach auf den v4 Tunnel verzichten oder seinen eigenen bauen.
Solange eine der beiden IP Varianten direkt am Router anliegt ist alles gut.

Meiner Meinung nach ist das also technisch überhaupt kein Problem - relevant wird nur, ob Dir UM das reine Modem auch provisioniert wenn Du in Deinem Tarif DSLite hast, und ob sie die restlichen Schnittstellen (z.B. DHCPv6) standardkonform ausgeführt haben.

Da es bei v4 bisher super funktioniert hat, bin ich eigentlich guter Hoffnung. Und die Hoffnung stirbt ja bekanntlich zuletzt ;)

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Re: Noch keine konkreten Pläne für Routerzwang-Ende

Beitrag von Mops21 » 12.07.2016, 13:06

Hallo ihr

Ende des Routerzwangs: Unitymedia nimmt nicht alle Kunden mit

http://winfuture.de/news,93118.html

Kabelnetzbetreiber nennt Details zur Routerfreiheit

https://www.computerbase.de/2016-07/uni ... rfreiheit/

Freie Routerwahl bei Unitymedia – Kunden fragen, Unitymedia antwortet

https://blog.unitymedia.de/2016/07/11/f ... #more-1784

Unitymedia: Routerfreiheit gilt nicht für alle Kunden

http://www.digitalfernsehen.de/Unitymed ... 407.0.html

MfG
Mops21
Zuletzt geändert von Mops21 am 12.07.2016, 16:40, insgesamt 1-mal geändert.

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Re: Noch keine konkreten Pläne für Routerzwang-Ende

Beitrag von GoaSkin » 12.07.2016, 16:26

addicted hat geschrieben:Wenn es bei der Beschreibung von Modems wie dem 3212 um IPv4 oder IPv6 geht, dann sollte eigentlich klar sein, dass dabei erstmal die DOCSIS Seite der Verbindung gemeint ist. Dort wird natürlich auch IP gesprochen, z.B. für die Konfiguration (TFTP), Zeitserver, Telefonie, usw. - und ein Modem mit v6 Support kann diese Dinge halt über v6 abwickeln.
DOCSIS-seitig müssen die Modems strikte Spezifikationen befolgen. DOCSIS ist seit Version 3.0 IPv6-fähig. Ältere Versionen nicht.
Es gibt drei Fleischsorten: Beef, Chicken und Veggie. Von welchem Tier die kommen? Von garkeinem, sondern aus der Packung.

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