Noch keine konkreten Pläne für Routerzwang-Ende

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Stiff
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Re: Noch keine konkreten Pläne für Routerzwang-Ende

Beitrag von Stiff » 09.06.2016, 18:23

Wer sich im Jahr 2016 ein Modem oder Router zulegt der nicht IPv6 fähig ist macht sowieso irgendwas falsch :D

MartinP_Do
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Re: Noch keine konkreten Pläne für Routerzwang-Ende

Beitrag von MartinP_Do » 09.06.2016, 18:29

Stiff hat geschrieben:Wer sich im Jahr 2016 ein Modem oder Router zulegt der nicht IPv6 fähig ist macht sowieso irgendwas falsch :D

Wer sich im Jahr 2016 nach dem Ende des Routerzwangs ein Kabelmoden oder -router, welches noch kein DOCSIS 3.1 unterstützt kauft aber vielleicht auch....

Entweder wird er ein neues Gerät kaufen müssen, wenn das Kabelnetz komplett auf 3.1 umgestellt wird, oder er kommt an den "Katzentisch" mit deutlich reduzierter Anzahl von DOCSIS 3.0 Kanälen in seinem Kabelsegment ...
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Re: Noch keine konkreten Pläne für Routerzwang-Ende

Beitrag von rv112 » 09.06.2016, 18:35

Was bringt einem ein 3.1 Modem, wenn das Netz nur 3.0 kann? Oder ist das Modem Abnwärtskompatibel? Falls ja, wäre das natürlich eine feine Sache. Vorrausgesetzt es gibt schon welche zum August.
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Re: Noch keine konkreten Pläne für Routerzwang-Ende

Beitrag von Leseratte10 » 09.06.2016, 18:38

Wer weiß, vielleicht plant UM für den 1. 8. ja die Einführung von DOCSIS 3.1 um allen, die schon ein eigenes Modem / Router gekauft haben, nochmal so richtig in den Hintern zu treten?

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Re: Noch keine konkreten Pläne für Routerzwang-Ende

Beitrag von dsaw » 09.06.2016, 18:57

werden die neuen mmd nicht schon docsis 3.1 fähig installiert? meine hier im forum schon mal was dazu gelesen zu haben

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Re: Noch keine konkreten Pläne für Routerzwang-Ende

Beitrag von MartinDJR » 09.06.2016, 21:31

johnripper hat geschrieben: Moment mal. Hier hat ein Internetunternehmen, bei denen es Tagesgeschäft ist mit IP Adressen umzugehen, 2011 IPv4 Adressen beantragt zu einer Zeit ...
Laut Foreneintrag, den ich gelesen habe, lief das so ab:

Bei der RIPE musstest du beweisen, dass du die IPv4-Adressen innerhalb der nächsten 12 Monate benötigen würdest, um überhaupt welche zu bekommen. Das war schon zu einer Zeit so, als es UnityMedia bzw. KabelBW noch gar nicht gegeben hat.

Es war also nicht so, dass UnityMedia sich z.B. 2009 oder 2008 mit genügend IPv4-Adressen hätte "eindecken" können: UnityMedia hätte diese Adressen nicht bekommen, da innerhalb der nächsten 12 Monate ja kein Bedarf bestand.

Zumindest nicht legal - ein weitaus größerer Provider hat 4 Millionen Adressen beantragt und auch 4 Millionen bekommen und es ist bis heute unklar, wieso: Dieser Provider hat angeblich bis heute keinen Bedarf für diese Adressen gehabt!

Gegen Geld konnte man damals übrigens gar nicht an IPv4-Adressen kommen.

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Re: Noch keine konkreten Pläne für Routerzwang-Ende

Beitrag von MartinP_Do » 09.06.2016, 21:53

dsaw hat geschrieben:werden die neuen mmd nicht schon docsis 3.1 fähig installiert? meine hier im forum schon mal was dazu gelesen zu haben
Soweit ich weiß, ist DOCSIS 3.1 auch bei unveränderten Frequenzbändern für Up- und Downstream einführbar. Weder ist es zwingend, den Rückkanal auf über 200 MHz auszubauen, noch das Band oberhalb der knapp 900 MHz für den Downstream zu nutzen.

Auch ohne Erweiterung wird man mit DOCSIS 3.1 unter sonst unveränderten Rahmenbedingungen deutlich mehr Daten-Bandbreite im Segment gewinnen...

Dann müssten auch weder Multimediadosen, noch der Haus-Verstärker ausgetauscht werden.
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Re: Noch keine konkreten Pläne für Routerzwang-Ende

Beitrag von johnripper » 10.06.2016, 10:24

MartinDJR hat geschrieben: Bei der RIPE musstest du beweisen, dass du die IPv4-Adressen innerhalb der nächsten 12 Monate benötigen würdest, um überhaupt welche zu bekommen. Das war schon zu einer Zeit so, als es UnityMedia bzw. KabelBW noch gar nicht gegeben hat.

Es war also nicht so, dass UnityMedia sich z.B. 2009 oder 2008 mit genügend IPv4-Adressen hätte "eindecken" können: UnityMedia hätte diese Adressen nicht bekommen, da innerhalb der nächsten 12 Monate ja kein Bedarf bestand.
Ja so der offizielle Weg, aber wie du selbst schreibst hat es die Deutsche Telekom geschafft einen riesigen Block zu bekommen, die angeblich, das habe ich auch gelesen, noch brach liegen also nicht verwendet werden.

Im übrigen kannst du mir doch nicht erzählen, dass es hier keine anderen Wege gibt, wie bspw. irgendeine Art strategischer Allianz, Möglichkeiten über den LGI-Konzern oder schlicht die mehrfache Mitgliedschaft bei der RIPE (für den die Mitglieder sich jetzt ausgesprochen haben). Das nutzen derzeit angeblich nicht weniger Mitglieder aus um sich entsprechende Blöcke zu reservieren.
MartinDJR hat geschrieben: Zumindest nicht legal - ein weitaus größerer Provider hat 4 Millionen Adressen beantragt und auch 4 Millionen bekommen und es ist bis heute unklar, wieso: Dieser Provider hat angeblich bis heute keinen Bedarf für diese Adressen gehabt!
Ja wie Telekom das geschafft hat ist bisher noch nicht rausgekommen.
MartinDJR hat geschrieben: Gegen Geld konnte man damals übrigens gar nicht an IPv4-Adressen kommen.
Indirekt schon, steht in dem heise Artikel.
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Bucklew
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Re: Noch keine konkreten Pläne für Routerzwang-Ende

Beitrag von Bucklew » 10.06.2016, 12:23

johnripper hat geschrieben:Ja so der offizielle Weg, aber wie du selbst schreibst hat es die Deutsche Telekom geschafft einen riesigen Block zu bekommen, die angeblich, das habe ich auch gelesen, noch brach liegen also nicht verwendet werden.
Die Telekom hat eben 2000-2008 Millionen an IP-Adressen erhalten, insgesamt kommen die auf fast 29 Millionen:

http://www.nirsoft.net/countryip/de.html

Und da gab es alleine 2004/2006/2008 jeweils Netze mit >2 Millionen IP-Adressen.

Unitymedia und KabelBW haben ZUSAMMEN gerade mal 2 Millionen Adressen. Die kamen einfach zu spät und zu einem Zeitpunkt, als eben keine großen Netze vergeben wurden.

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Re: Noch keine konkreten Pläne für Routerzwang-Ende

Beitrag von MartinDJR » 10.06.2016, 15:16

johnripper hat geschrieben: Ja so der offizielle Weg, aber wie du selbst schreibst hat es die Deutsche Telekom geschafft einen riesigen Block zu bekommen, die angeblich, das habe ich auch gelesen, noch brach liegen also nicht verwendet werden.
...
Ja wie Telekom das geschafft hat ist bisher noch nicht rausgekommen.
Als ISP, der bereits 70 Millionen IPv4-Adressen und noch mal soviele "nur-Telefon"-Kunden hat, kannst du leicht sagen: "Wir erwarten, dass 4 Millionen unserer 20 Millionen 'nur-Telefon'-Kunden im nächsten Jahr eines unserer VoIP-Angebote bestellen werden." Da wird dir jeder glauben und du wirst die 4 Millionen IP-Adressen bekommen.

Wenn du als ISP mit gerade einmal etwa 50.000 Kunden kommst und sagst: "Wir erwarten im nächsten Jahr 1 Million weitere Kunden", wird man dich verrückt erklären und dir sagen: "Wir geben Ihnen erst mal nur 50.000 Adressen, die restlichen 950.000 bekommen Sie, wenn sie tatsächlich so viele Kunden haben."

In dem Foreneintrag, den ich gelesen habe, wurde angedeutet, dass es genau so gelaufen ist.
johnripper hat geschrieben: Im übrigen kannst du mir doch nicht erzählen, dass es hier keine anderen Wege gibt, wie bspw. irgendeine Art strategischer Allianz, Möglichkeiten über den LGI-Konzern oder schlicht die mehrfache Mitgliedschaft bei der RIPE (für den die Mitglieder sich jetzt ausgesprochen haben).
Damals hätte dir eine Mehrfachmitgliedschaft keine Vorteile gebracht, da die Anzahl der Adressen, die ein einzelnes Mitglied bekommen hat, ja nicht beschränkt war.

Heute kannst du eine Mehrfachmitgliedschaft z.B. als Webhoster gut nutzen, da es für dich einen riesigen Unterschied ausmacht, ob du 1024 oder 2048 IPv4-Adressen hast.

Bei einer Million Kunden kann es dir als ISP aber egal sein, ob du 500.000 oder 510.000 Adressen hast - um DS-Lite kommst du nicht mehr drumrum.

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Re: AW: Noch keine konkreten Pläne für Routerzwang-Ende

Beitrag von Toxic » 10.06.2016, 15:20

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derpfeffi
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Re: Noch keine konkreten Pläne für Routerzwang-Ende

Beitrag von derpfeffi » 10.06.2016, 18:29

Ach, ist das wirklich so, das die 6590 kurz vor der Markteinführung steht?
Ich habe auf der Avm Homepage noch nicht mal konkrete technische Details erkennen können. Auch die Angaben zu Dosis 3.0/3.1 unterscheiden sich.
Und ob USB 2.0 wirklich zeitgemäß ist, wage ich zu bezweifeln.
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johnripper
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Re: Noch keine konkreten Pläne für Routerzwang-Ende

Beitrag von johnripper » 10.06.2016, 22:16

Toxic hat geschrieben:Interessant, was AVM denkt...

http://www.onlinekosten.de/news/routerf ... che-router
Und UM denkt genau das Gegenteil. Ausgehend von den bisherigen Standpunkten erscheinen die Prognosen wenig verwunderlich.

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racoon1211
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Re: Noch keine konkreten Pläne für Routerzwang-Ende

Beitrag von racoon1211 » 11.06.2016, 02:54

Was die "denken" und was sie "sagen" sind schon verschiedene Dinge.

AVM will gerne mehr Router verkaufen - also malen sie alles Positiv.
UM hingegen "fürchten" um ihre Netzstabilität (begründet oder nicht) und auch das sie mehr Supportaufwand dadurch bekommen - also malen sie es negativ.

Ist alles nur eine Sache des Betrachtungswinkels.
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Toxic
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Re: AW: Noch keine konkreten Pläne für Routerzwang-Ende

Beitrag von Toxic » 11.06.2016, 03:07

Der Supportaufwand wird eher sinken. Denn wer eigene Endgeräte benutzt, wird keinen Support mehr bekommen...
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MartinDJR
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Re: Noch keine konkreten Pläne für Routerzwang-Ende

Beitrag von MartinDJR » 11.06.2016, 08:54

johnripper hat geschrieben: Und UM denkt genau das Gegenteil. Ausgehend von den bisherigen Standpunkten erscheinen die Prognosen wenig verwunderlich.
und:
racoon1211 hat geschrieben: Was die "denken" und was sie "sagen" sind schon verschiedene Dinge.
Auf Heise.de hat AVM konkrete Zahlen genannt, wie viele Kabelkunden es in Deutschland gibt und wie viele davon einen eigenen Router wünschen: AVM rechnet damit, dass etwa 2% der Kabelkunden sich einen eigenen Router kaufen wird.

Wenn die Zahl 2% stimmen sollte, haben beide Recht:

Aus Sicht von UnityMedia sind 2% nur sehr wenige Kunden; aus Sicht von AVM sind 100.000 Geräte ein lohnendes Geschäft.
Toxic hat geschrieben: Der Supportaufwand wird eher sinken. Denn wer eigene Endgeräte benutzt, wird keinen Support mehr bekommen...
Ein Beispiel aus einem ganz anderen Bereich zeigt aber, was passieren könnte:

Einige USB-Geräte werden unter Linux nicht korrekt erkannt, weil Linux und Windows die Kommandos zum Auslesen des Gerätetyps in einer etwas anderen Reihenfolge senden, die Geräte (aufgrund eines Bugs) aber nur die "Windows-Reihenfolge" unterstützen. Laut USB-Spezifikation müssen alle Geräte sowohl die "Linux-" als auch die "Windows-Reihenfolge" beherrschen.

Im Internet-Bereich könnte es ganz ähnlich laufen und folgender Fall eintreten:

Auf den Routern im UnityMedia-Rechenzentrum wird aus welchem Grund auch immer ein Softwareupdate eingespielt. Plötzlich bekommen alle Home-Router von den Typen "VMA BritzFox 6543, 7654 und 6789" keine Internet-Verbindung mehr. Erst wesentlich später stellt sich heraus, dass ein Firmware-Bug in den "BritzFoxen" dafür verantwortlich ist.

Was meinst du, wie hoch der Supportaufwand für UnityMedia ist, weil sämtliche Kunden anrufen: "Bei mir funktioniert das Internet nicht!"?

Selbst, nachdem sich herausgestellt hat, dass ein Bug in bestimmten Routermodellen dafür verantwortlich ist und somit der Kundensupport des Routerherstellers, wird UnityMedia die Anrufe noch entgegennehmen müssen und dem Kunden erklären, dass sein Router schuld ist. Auch das kostet Geld.

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Re: Noch keine konkreten Pläne für Routerzwang-Ende

Beitrag von Leseratte10 » 11.06.2016, 09:33

Dann soll UM einfach dem Kunden beide Endgeräte (das Unitymedia-Endgerät und das selber gekaufte) gleichzeitig provisionieren. Dann beschränkt sich eine Störungsmeldung mit eigenem Gerät auf "Tut mir leid, schließen sie bitte das andere Gerät an, Guten Tag. " und dauert nicht mal eine Minute.

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Re: Noch keine konkreten Pläne für Routerzwang-Ende

Beitrag von hajodele » 11.06.2016, 09:44

Leseratte10 hat geschrieben:Dann soll UM einfach dem Kunden beide Endgeräte (das Unitymedia-Endgerät und das selber gekaufte) gleichzeitig provisionieren. Dann beschränkt sich eine Störungsmeldung mit eigenem Gerät auf "Tut mir leid, schließen sie bitte das andere Gerät an, Guten Tag. " und dauert nicht mal eine Minute.
Das wird wohl eher so nicht passieren.
Die Fragestellung ist aber durchaus interessant und wurde bisher nach meinem Gedächtnis noch nicht misshandelt:
Kann man zwischen eigenem Gerät und UM-Gerät in irgendeiner Weise wechseln?

Zum Supportaufwand:
Dem konstruierten Beispiel von MartinDJR kann man ein praktisches Beispiel aus dem realen Leben entgegenstellen, das bis vor wenigen Monaten alle Fritzboxen betraf:
Kunde: "Mein Fritz!Fon läßt sich nicht updaten"
Netter UM-Mitarbeiter: "Des geht uns einen [zensiert] an"
Dieser Zustand hielt in dieser Form mehrere Monate an.

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Re: Noch keine konkreten Pläne für Routerzwang-Ende

Beitrag von Reiner_Zufall » 11.06.2016, 09:47

Erwarten die Leute jetzt wirklich, dass man gleichzeitig freie Routerwahl hat und Support von UM erhält? Warum sollte auch UM Support dafür geben? Wer eben einen eigenen Router will, muss halt eben damit leben, dass er im Problemfall auf sich alleine gestellt ist. Heute kann man sich ja noch beschweren, wenn das WLAN abstürzt oder man keine Verbindung herstellen kann. In Zukunft heißt es dann, sieh zu wie Du das geregelt bekommst. Richtig problematisch wird es, wenn die Störung tatsächlich was mit der Leitung und nicht mit dem Router zu tun hat. Als Kunde kann man es ja kaum nachweisen, dass es an der Leitung liegt. Da ist man im Zweifelsfall der Dumme. Ich bleibe dabei, die freie Routerwahl hat nicht nur Vorteile...
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Re: Noch keine konkreten Pläne für Routerzwang-Ende

Beitrag von Leseratte10 » 11.06.2016, 09:48

Dass man mal einfach so wechseln kann halte ich für unwahrscheinlich. Dann müssten nämlich alle CMTS untereinander die aktiven Modems austauschen, damit nicht ein Kunde zwei Endgeräte registriert und beide gleichzeitig an zwei unterschiedlichen CMTS nutzt.

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Re: Noch keine konkreten Pläne für Routerzwang-Ende

Beitrag von Leseratte10 » 11.06.2016, 09:49

Reiner_Zufall hat geschrieben:Als Kunde kann man es ja kaum nachweisen, dass es an der Leitung liegt. Da ist man im Zweifelsfall der Dumme.
Anrufen, "Guten Tag ich möchte gern einen neuen Router nutzen, MAC ist $mac_vom_Technicolor."
Noch mal anrufen, "Guten Tag, mein Internet funktioniert nicht, ich benutze den von ihnen bereitgestellten Technicolor".

Problem gelöst.

addicted
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Re: Noch keine konkreten Pläne für Routerzwang-Ende

Beitrag von addicted » 11.06.2016, 10:08

Interessanter finde ich ja die Frage, was passiert, wenn ich als Kunde eines 400MBit/s Tarifes ein EPC3212 eintragen lassen will (nehmen wir an, dass die Schnittstellenbeschreibung so simpel ist, dass das passt).

hajodele
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Re: Noch keine konkreten Pläne für Routerzwang-Ende

Beitrag von hajodele » 11.06.2016, 10:11

Leseratte10 hat geschrieben:
Reiner_Zufall hat geschrieben:Als Kunde kann man es ja kaum nachweisen, dass es an der Leitung liegt. Da ist man im Zweifelsfall der Dumme.
Anrufen, "Guten Tag ich möchte gern einen neuen Router nutzen, MAC ist $mac_vom_Technicolor."
Noch mal anrufen, "Guten Tag, mein Internet funktioniert nicht, ich benutze den von ihnen bereitgestellten Technicolor".

Problem gelöst.
Wenn sie die Geräte nicht sofort einsammeln wollen .....

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Re: Noch keine konkreten Pläne für Routerzwang-Ende

Beitrag von MartinDJR » 11.06.2016, 10:12

Leseratte10 hat geschrieben: Noch mal anrufen, ...
... was den Provider aber wieder Geld kostet ...

Du vergisst dabei auch noch, dass heute der Techniker in deine Wohnung kommt und das Gerät anschließt. Der in Zukunft ist das nicht mehr erlaubt, wenn der Kunde sich nicht explizit einen Mietrouter bestellt hat.

Falls es also in Zukunft Probleme gibt, muss der Provider gegebenenfalls noch einen Techniker vorbeischicken, der das Unternehmen eher 200 Euro pro Fahrt als 20 Euro pro Fahrt kosten wird...
addicted hat geschrieben:Interessanter finde ich ja die Frage, was passiert, wenn ich als Kunde eines 400MBit/s Tarifes ein EPC3212 eintragen lassen will (nehmen wir an, dass die Schnittstellenbeschreibung so simpel ist, dass das passt).
... oder wenn du an einem DS-Lite-Anschluss IPv4-only-Equipment anschließt ...

Die Schnittstellenbeschreibung wird mit Sicherheit so gut sein, dass man die Schuld in diesem Fall auf den Kunden abwälzen kann: "Sie haben sich die falsche Hardware gekauft."

Beim EPC3212 ist es sogar absolut sicher: Auf der offiziellen UnityMedia-Website ist explizit davon die Rede, dass die Kundenrouter "DOCSIS 3.1" beherrschen müssen, während der EPC3212 nur "DOCSIS 1.0 bis 3.0" kann.
Zuletzt geändert von MartinDJR am 11.06.2016, 10:17, insgesamt 1-mal geändert.

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Re: Noch keine konkreten Pläne für Routerzwang-Ende

Beitrag von hajodele » 11.06.2016, 10:16

addicted hat geschrieben:Interessanter finde ich ja die Frage, was passiert, wenn ich als Kunde eines 400MBit/s Tarifes ein EPC3212 eintragen lassen will (nehmen wir an, dass die Schnittstellenbeschreibung so simpel ist, dass das passt).
Nicht ganz uninteressant, obwohl ich so was nie machen würde. Da sind dann Probleme wegen der DL/UL-Kanäle fast schon "Pflicht".
Gleiches gilt z.B. auch für 6360 mit einem 200Mbit-Vertrag.

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