Noch keine konkreten Pläne für Routerzwang-Ende

In dieses Forum kommen Themen über Unitymedia hinein, die nicht in andere Foren passen.
johnripper
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Re: Noch keine konkreten Pläne für Routerzwang-Ende

Beitrag von johnripper » 09.06.2016, 01:38

johnnyboy hat geschrieben:Aber wo ist das Problem, die Fritz Boxen können doch eh schon seit Jahren DS-Lite?!
Bei anderen Herstellern kenne ich mich nicht so aus, aber da es vermutlich einige DSL-/Kabelanbieter gibt, die infolge von IPv4-Knappheit schon länger auf DS-Lite setzen, könnte ich mir vorstellen, dass das auch bei anderen Anbietern schon lange implementiert ist.
Ist aber ärgerlich, wenn du einen anderen Router als eine Fritzbox anschließen willst.
Denn du kaufst eine eigene FB, die du via Bridge in ein teures Modem verwandelst um dahinter einen Router zu betreiben.

Irgendwie doof....

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rv112
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Re: Noch keine konkreten Pläne für Routerzwang-Ende

Beitrag von rv112 » 09.06.2016, 06:01

Kann mir auch nicht vorstellen dass man auf DS-Lite umgestellt wird. Falls doch, würde ich keinen Tarifwechsel mehr vornehmen und bei den 200 bleiben, reicht auch.
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MartinDJR
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Re: Noch keine konkreten Pläne für Routerzwang-Ende

Beitrag von MartinDJR » 09.06.2016, 06:56

johnnyboy hat geschrieben:Aber wo ist das Problem, die Fritz Boxen können doch eh schon seit Jahren DS-Lite...
Das Problem ist nicht, dass es für DS-Lite keine Hardware zu kaufen gäbe.

Das Problem ist, dass manche Kunden natives IPv4 behalten wollen, aus mindestens zwei mir bekannten Gründen (IPv4-Erreichbarkeit von Außen, Inkompatibilität von "alter" Software und "alten" (*) Geräte mit Internet-Anschluss).

Während denjenigen Kunden, denen ihr Router völlig egal ist, oft auch egal ist, ob sie DS-Lite haben, sind es meistens diejenigen Kunden, die unbedingt IPv4 haben wollen, die auch einen eigenen Router kaufen wollen.

(*) Die Frechheit der Industrie ist, dass selbst die meisten nagelneuen Smart-TVs und Spielkonsolen, die heute verkauft werden, nicht mit IPv6 kompatibel sind. Eventuell aus purer Absicht, da damit gerechnet wird, dass die Kunden diese Geräte nach der IPv6-Umstellung wegschmeißen und neue kaufen müssen.

Nebenbemerkung:

Mir persönlich wäre eine Umstellung auf DS-Lite sogar recht, da ich davon ausgehe, dass es bereits 2017 die ersten "interessanten" IPv6-only-Websites gibt (uninteressante gibt es bereits heute), so dass IPv6 ein fast schon notwendiges Feature sein wird.

Spätestens dann, wenn irgend ein gut besuchter Facebook- oder Google-Server oder gar ein Server, für den es keine Alternative gibt (z.B. einer Behörde), IPv6-only ist, wird UnityMedia wohl wirklich alle verbliebenen IPv4-Privatkunden auf DS-Lite umstellen.

rv112
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Re: Noch keine konkreten Pläne für Routerzwang-Ende

Beitrag von rv112 » 09.06.2016, 07:01

Dann wird in IPv6 getunnelt, wo ist das Problem? Mir ist IPv4 deutlich lieber als dieser DS Lite Müll.
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Reiner_Zufall
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Re: Noch keine konkreten Pläne für Routerzwang-Ende

Beitrag von Reiner_Zufall » 09.06.2016, 07:39

Naja, dass Hauptproblem ist aber nicht IPv6 oder DS-Lite sondern die Hersteller, Websites, etc schlafen alle noch.

Beispiele?
Außer der Telekom bietet momentan kein einziger Mobilfunkanbieter IPv6. Playstation 4, seit knapp 3 Jahren auf dem Markt, beherrscht bis heute kein IPv6. Dabei war der Start von IPv6 schon lange erfolgt. Eine Ausrede in Form von "Zu der Zeit gab es noch kein IPv6 und konnte daher nicht berücksichtigt werden" wäre also somit falsch und gelogen.
Die Liste ließe sich ewig erweitern.

Erschreckend, dass selbst neueste Geräte teilweise noch kein IPv6 beherrschen. Daher ist die These von Martin nicht ganz abwegig.

Es würde mit Sicherheit kein Geschrei um DS-Lite geben, wenn endlich mal die Hersteller und Mobilfunkanbieter ihren [zensiert] bewegen würden.
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johnripper
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Re: Noch keine konkreten Pläne für Routerzwang-Ende

Beitrag von johnripper » 09.06.2016, 08:15

MartinDJR hat geschrieben: Mir persönlich wäre eine Umstellung auf DS-Lite sogar recht, da ich davon ausgehe, dass es bereits 2017 die ersten "interessanten" IPv6-only-Websites gibt (uninteressante gibt es bereits heute), so dass IPv6 ein fast schon notwendiges Feature sein wird.
Ruf doch UM an, die werden froh sein, dir deine IPv4 zu entziehen.

Im übrigen ist das nicht die reine Schuld von Herstellern und Webseitenbetreibern. UM hätte schon vor Jahren das Problem angehen können, sich entsprechende IPv4 Bereiche besorgen und den Kunden einfach Full Dual Stack zuweisen können. DS-Lite macht ja nicht, nur weil weil man IPv6 erreichbar machen will, zu dem Thema gibt es ja noch eine entscheidende Nebenbedingung!
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Re: Noch keine konkreten Pläne für Routerzwang-Ende

Beitrag von MartinDJR » 09.06.2016, 10:38

johnripper hat geschrieben: Im übrigen ist das nicht die reine Schuld von Herstellern und Webseitenbetreibern. UM hätte schon vor Jahren das Problem angehen können, sich entsprechende IPv4 Bereiche besorgen ...
Wo bitte hätte sich UM die IPv4-Bereiche besorgen sollen?

In einem anderen Forum habe ich folgendes gelesen:

UM hat die teute DS-Lite-Technik 2012 nicht zum Spaß eingeführt, sondern schlichtweg deswegen, weil sie 2011 IPv4-Addressbereiche angefordert haben, aber keine mehr bekommen haben, mit der Begründung, dass UM diese Adressbereiche angeblich nicht benötigt.

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Re: Noch keine konkreten Pläne für Routerzwang-Ende

Beitrag von MartinP_Do » 09.06.2016, 11:33

rv112 hat geschrieben:Dann wird in IPv6 getunnelt, wo ist das Problem? Mir ist IPv4 deutlich lieber als dieser DS Lite Müll.
Wenn Du noch einen Tunneldienstleister findest ...

http://www.heise.de/netze/meldung/IPv6- ... 60822.html
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hajodele
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Re: Noch keine konkreten Pläne für Routerzwang-Ende

Beitrag von hajodele » 09.06.2016, 11:36

Ich kann mir auch schwer vorstellen, dass UM nur aus "Spaß an der Freud" DSLite so früh eingeführt hat.
Das Verfahren kostet Geld, das sich jeder Chef lieber selbst auszahlt.
Zusätzlich hat man sich jede Menge Ärger mit den Gamer-Kunden eingehandelt.

Nochmal zurück zu "IPv4 behalten":
Selbstverständlich hat man keinen Anspruch auf IPv4. UM wird sich nur viel Ärger und Kundenschwund einhandeln, wenn sie einfach alles, was technisch möglich ist, auf DS-Lite umstellt.
In meinem Umfeld wurden innerhalb der letzten 3 Jahre 3 Vertragsumstellungen gemacht und überall ist noch IPv4 verfügbar.
Ich weiss schon, dass mit jeder Vertragsumstellung ein gewisses Risiko besteht, umgestellt zu werden. Wenn man danach dem sogenannten Telefonsupport vertraut bleibt es oft bei der Umstellung, weil die es halt so sagen.
Ich bin davon überzeugt, dass es jetzt auch nicht anderst sein wird.
Selbst wenn definiert wird, dass der Router IPv6/DS-Lite beherrschen muss, hat das nichts damit zu tun ob man tatsächlich umgestellt wird. Nur werden so die Anzahl möglicher Geräte deutlich eingeschränkt.

johnripper
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Re: Noch keine konkreten Pläne für Routerzwang-Ende

Beitrag von johnripper » 09.06.2016, 14:40

MartinDJR hat geschrieben: UM hat die teute DS-Lite-Technik 2012 nicht zum Spaß eingeführt, sondern schlichtweg deswegen, weil sie 2011 IPv4-Addressbereiche angefordert haben, aber keine mehr bekommen haben, mit der Begründung, dass UM diese Adressbereiche angeblich nicht benötigt.
Moment mal. Hier hat ein Internetunternehmen, bei denen es Tagesgeschäft ist mit IP Adressen umzugehen, 2011 IPv4 Adressen beantragt zu einer Zeit bei der NACHWEISLICH schon davon gesprochen wurde, dass irgendwann knapp werden kann. Laut dem Artikel wurde in 2011 schon fleißig mit Adressen gehandelt, d.h. Unternehmen am "Pulse" des Internet muss doch schon vorher klar gewesen sein wohin die Reise geht.

Natürlich, hinterher ist man immer schlauer, aber hier hat das Unternehmen bzw. viel mehr der Konzern, einfach nicht die nötige Weitsicht gehabt, sich den nötigen Raum zu schaffen.

Und warum wird behauptet, UM hätte es zum "Spass" gemacht. Das habe ich nie behauptet! (bitte vorher richtig lesen)
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Stiff
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Re: Noch keine konkreten Pläne für Routerzwang-Ende

Beitrag von Stiff » 09.06.2016, 18:23

Wer sich im Jahr 2016 ein Modem oder Router zulegt der nicht IPv6 fähig ist macht sowieso irgendwas falsch :D

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Re: Noch keine konkreten Pläne für Routerzwang-Ende

Beitrag von MartinP_Do » 09.06.2016, 18:29

Stiff hat geschrieben:Wer sich im Jahr 2016 ein Modem oder Router zulegt der nicht IPv6 fähig ist macht sowieso irgendwas falsch :D

Wer sich im Jahr 2016 nach dem Ende des Routerzwangs ein Kabelmoden oder -router, welches noch kein DOCSIS 3.1 unterstützt kauft aber vielleicht auch....

Entweder wird er ein neues Gerät kaufen müssen, wenn das Kabelnetz komplett auf 3.1 umgestellt wird, oder er kommt an den "Katzentisch" mit deutlich reduzierter Anzahl von DOCSIS 3.0 Kanälen in seinem Kabelsegment ...
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Re: Noch keine konkreten Pläne für Routerzwang-Ende

Beitrag von rv112 » 09.06.2016, 18:35

Was bringt einem ein 3.1 Modem, wenn das Netz nur 3.0 kann? Oder ist das Modem Abnwärtskompatibel? Falls ja, wäre das natürlich eine feine Sache. Vorrausgesetzt es gibt schon welche zum August.
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Re: Noch keine konkreten Pläne für Routerzwang-Ende

Beitrag von Leseratte10 » 09.06.2016, 18:38

Wer weiß, vielleicht plant UM für den 1. 8. ja die Einführung von DOCSIS 3.1 um allen, die schon ein eigenes Modem / Router gekauft haben, nochmal so richtig in den Hintern zu treten?

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Re: Noch keine konkreten Pläne für Routerzwang-Ende

Beitrag von dsaw » 09.06.2016, 18:57

werden die neuen mmd nicht schon docsis 3.1 fähig installiert? meine hier im forum schon mal was dazu gelesen zu haben

MartinDJR
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Re: Noch keine konkreten Pläne für Routerzwang-Ende

Beitrag von MartinDJR » 09.06.2016, 21:31

johnripper hat geschrieben: Moment mal. Hier hat ein Internetunternehmen, bei denen es Tagesgeschäft ist mit IP Adressen umzugehen, 2011 IPv4 Adressen beantragt zu einer Zeit ...
Laut Foreneintrag, den ich gelesen habe, lief das so ab:

Bei der RIPE musstest du beweisen, dass du die IPv4-Adressen innerhalb der nächsten 12 Monate benötigen würdest, um überhaupt welche zu bekommen. Das war schon zu einer Zeit so, als es UnityMedia bzw. KabelBW noch gar nicht gegeben hat.

Es war also nicht so, dass UnityMedia sich z.B. 2009 oder 2008 mit genügend IPv4-Adressen hätte "eindecken" können: UnityMedia hätte diese Adressen nicht bekommen, da innerhalb der nächsten 12 Monate ja kein Bedarf bestand.

Zumindest nicht legal - ein weitaus größerer Provider hat 4 Millionen Adressen beantragt und auch 4 Millionen bekommen und es ist bis heute unklar, wieso: Dieser Provider hat angeblich bis heute keinen Bedarf für diese Adressen gehabt!

Gegen Geld konnte man damals übrigens gar nicht an IPv4-Adressen kommen.

MartinP_Do
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Re: Noch keine konkreten Pläne für Routerzwang-Ende

Beitrag von MartinP_Do » 09.06.2016, 21:53

dsaw hat geschrieben:werden die neuen mmd nicht schon docsis 3.1 fähig installiert? meine hier im forum schon mal was dazu gelesen zu haben
Soweit ich weiß, ist DOCSIS 3.1 auch bei unveränderten Frequenzbändern für Up- und Downstream einführbar. Weder ist es zwingend, den Rückkanal auf über 200 MHz auszubauen, noch das Band oberhalb der knapp 900 MHz für den Downstream zu nutzen.

Auch ohne Erweiterung wird man mit DOCSIS 3.1 unter sonst unveränderten Rahmenbedingungen deutlich mehr Daten-Bandbreite im Segment gewinnen...

Dann müssten auch weder Multimediadosen, noch der Haus-Verstärker ausgetauscht werden.
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Re: Noch keine konkreten Pläne für Routerzwang-Ende

Beitrag von johnripper » 10.06.2016, 10:24

MartinDJR hat geschrieben: Bei der RIPE musstest du beweisen, dass du die IPv4-Adressen innerhalb der nächsten 12 Monate benötigen würdest, um überhaupt welche zu bekommen. Das war schon zu einer Zeit so, als es UnityMedia bzw. KabelBW noch gar nicht gegeben hat.

Es war also nicht so, dass UnityMedia sich z.B. 2009 oder 2008 mit genügend IPv4-Adressen hätte "eindecken" können: UnityMedia hätte diese Adressen nicht bekommen, da innerhalb der nächsten 12 Monate ja kein Bedarf bestand.
Ja so der offizielle Weg, aber wie du selbst schreibst hat es die Deutsche Telekom geschafft einen riesigen Block zu bekommen, die angeblich, das habe ich auch gelesen, noch brach liegen also nicht verwendet werden.

Im übrigen kannst du mir doch nicht erzählen, dass es hier keine anderen Wege gibt, wie bspw. irgendeine Art strategischer Allianz, Möglichkeiten über den LGI-Konzern oder schlicht die mehrfache Mitgliedschaft bei der RIPE (für den die Mitglieder sich jetzt ausgesprochen haben). Das nutzen derzeit angeblich nicht weniger Mitglieder aus um sich entsprechende Blöcke zu reservieren.
MartinDJR hat geschrieben: Zumindest nicht legal - ein weitaus größerer Provider hat 4 Millionen Adressen beantragt und auch 4 Millionen bekommen und es ist bis heute unklar, wieso: Dieser Provider hat angeblich bis heute keinen Bedarf für diese Adressen gehabt!
Ja wie Telekom das geschafft hat ist bisher noch nicht rausgekommen.
MartinDJR hat geschrieben: Gegen Geld konnte man damals übrigens gar nicht an IPv4-Adressen kommen.
Indirekt schon, steht in dem heise Artikel.
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Bucklew
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Re: Noch keine konkreten Pläne für Routerzwang-Ende

Beitrag von Bucklew » 10.06.2016, 12:23

johnripper hat geschrieben:Ja so der offizielle Weg, aber wie du selbst schreibst hat es die Deutsche Telekom geschafft einen riesigen Block zu bekommen, die angeblich, das habe ich auch gelesen, noch brach liegen also nicht verwendet werden.
Die Telekom hat eben 2000-2008 Millionen an IP-Adressen erhalten, insgesamt kommen die auf fast 29 Millionen:

http://www.nirsoft.net/countryip/de.html

Und da gab es alleine 2004/2006/2008 jeweils Netze mit >2 Millionen IP-Adressen.

Unitymedia und KabelBW haben ZUSAMMEN gerade mal 2 Millionen Adressen. Die kamen einfach zu spät und zu einem Zeitpunkt, als eben keine großen Netze vergeben wurden.

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Re: Noch keine konkreten Pläne für Routerzwang-Ende

Beitrag von MartinDJR » 10.06.2016, 15:16

johnripper hat geschrieben: Ja so der offizielle Weg, aber wie du selbst schreibst hat es die Deutsche Telekom geschafft einen riesigen Block zu bekommen, die angeblich, das habe ich auch gelesen, noch brach liegen also nicht verwendet werden.
...
Ja wie Telekom das geschafft hat ist bisher noch nicht rausgekommen.
Als ISP, der bereits 70 Millionen IPv4-Adressen und noch mal soviele "nur-Telefon"-Kunden hat, kannst du leicht sagen: "Wir erwarten, dass 4 Millionen unserer 20 Millionen 'nur-Telefon'-Kunden im nächsten Jahr eines unserer VoIP-Angebote bestellen werden." Da wird dir jeder glauben und du wirst die 4 Millionen IP-Adressen bekommen.

Wenn du als ISP mit gerade einmal etwa 50.000 Kunden kommst und sagst: "Wir erwarten im nächsten Jahr 1 Million weitere Kunden", wird man dich verrückt erklären und dir sagen: "Wir geben Ihnen erst mal nur 50.000 Adressen, die restlichen 950.000 bekommen Sie, wenn sie tatsächlich so viele Kunden haben."

In dem Foreneintrag, den ich gelesen habe, wurde angedeutet, dass es genau so gelaufen ist.
johnripper hat geschrieben: Im übrigen kannst du mir doch nicht erzählen, dass es hier keine anderen Wege gibt, wie bspw. irgendeine Art strategischer Allianz, Möglichkeiten über den LGI-Konzern oder schlicht die mehrfache Mitgliedschaft bei der RIPE (für den die Mitglieder sich jetzt ausgesprochen haben).
Damals hätte dir eine Mehrfachmitgliedschaft keine Vorteile gebracht, da die Anzahl der Adressen, die ein einzelnes Mitglied bekommen hat, ja nicht beschränkt war.

Heute kannst du eine Mehrfachmitgliedschaft z.B. als Webhoster gut nutzen, da es für dich einen riesigen Unterschied ausmacht, ob du 1024 oder 2048 IPv4-Adressen hast.

Bei einer Million Kunden kann es dir als ISP aber egal sein, ob du 500.000 oder 510.000 Adressen hast - um DS-Lite kommst du nicht mehr drumrum.

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Re: AW: Noch keine konkreten Pläne für Routerzwang-Ende

Beitrag von Toxic » 10.06.2016, 15:20

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derpfeffi
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Re: Noch keine konkreten Pläne für Routerzwang-Ende

Beitrag von derpfeffi » 10.06.2016, 18:29

Ach, ist das wirklich so, das die 6590 kurz vor der Markteinführung steht?
Ich habe auf der Avm Homepage noch nicht mal konkrete technische Details erkennen können. Auch die Angaben zu Dosis 3.0/3.1 unterscheiden sich.
Und ob USB 2.0 wirklich zeitgemäß ist, wage ich zu bezweifeln.
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johnripper
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Re: Noch keine konkreten Pläne für Routerzwang-Ende

Beitrag von johnripper » 10.06.2016, 22:16

Toxic hat geschrieben:Interessant, was AVM denkt...

http://www.onlinekosten.de/news/routerf ... che-router
Und UM denkt genau das Gegenteil. Ausgehend von den bisherigen Standpunkten erscheinen die Prognosen wenig verwunderlich.

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Re: Noch keine konkreten Pläne für Routerzwang-Ende

Beitrag von racoon1211 » 11.06.2016, 02:54

Was die "denken" und was sie "sagen" sind schon verschiedene Dinge.

AVM will gerne mehr Router verkaufen - also malen sie alles Positiv.
UM hingegen "fürchten" um ihre Netzstabilität (begründet oder nicht) und auch das sie mehr Supportaufwand dadurch bekommen - also malen sie es negativ.

Ist alles nur eine Sache des Betrachtungswinkels.
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Re: AW: Noch keine konkreten Pläne für Routerzwang-Ende

Beitrag von Toxic » 11.06.2016, 03:07

Der Supportaufwand wird eher sinken. Denn wer eigene Endgeräte benutzt, wird keinen Support mehr bekommen...
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