Noch keine konkreten Pläne für Routerzwang-Ende

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Mops21
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Noch keine konkreten Pläne für Routerzwang-Ende

Beitrag von Mops21 » 05.02.2016, 12:56

Hallo ihr

Noch keine konkreten Pläne für Routerzwang-Ende

http://www.computerbase.de/2016-02/kabe ... wang-ende/

MfG
Mops21

mauszilla
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Re: Noch keine konkreten Pläne für Routerzwang-Ende

Beitrag von mauszilla » 05.02.2016, 13:44

Klar haben die schon Pläne, verraten die nur noch nicht.
Ist ja auch kein Hexenwerk. Müssen ja nur mal in andere Länder schauen wo das schon lange gemacht wird Belgien z.B.
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GoaSkin
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Re: Noch keine konkreten Pläne für Routerzwang-Ende

Beitrag von GoaSkin » 06.02.2016, 00:04

Na der Autor des Artikels ist nicht richtig informiert, denn genau diese beiden Alternativen zum Routerzwang werden genauso rechtswidrig sein, wie der Routerzwang als solches. Ein "Modem-Zwang" ist ausgeschlossen. Eine Zertifizierung von Routern ist so pauschal auch nicht möglich, da sich die Kabelanbieter weiterhin diktatorisch aussuchen können, welche Hardware-Hersteller überhaupt Hardware für ihr Kabelnetz anbieten dürfen. Lediglich eine Selbst-Zertifizierung durch die Hardware-Hersteller anhand von Vorgaben wäre denkbar. Dass Unitymedia aber z.B. Fritzboxen pauschal nicht zertifiziert, weil man sich mit AVM verkracht, ist ausgeschlossen.

Was die Ausarbeitung von Alternativen zum Routerzwang betrifft, weiss man auch nicht , ob die Kabelnetzbetreiber wirklich Alternativen erarbeiten. Vielleicht machen sie bewusst garnichts - weiss man nicht. Nichts tun bietet am Ende die Möglichkeit, juristisch gegen das Gesetz vorzugehen und mit dem wirtschaftlichen Schaden, den der "nicht umsetzbare" Routerzwang bedeutet, ganze Lobby-Arbeit zu leisten. I.e.S. durch einstweilige Verfügungen längere Übergangszeiten und Ausnahmeregelungen erwirken etc.

Es gab schon einmal einen solchen Fall: Das Dosenpfand.
Es gibt drei Fleischsorten: Beef, Chicken und Veggie. Von welchem Tier die kommen? Von garkeinem, sondern aus der Packung.

MartinDJR
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Re: Noch keine konkreten Pläne für Routerzwang-Ende

Beitrag von MartinDJR » 06.02.2016, 09:15

GoaSkin hat geschrieben:Na der Autor des Artikels ist nicht richtig informiert, denn genau diese beiden Alternativen zum Routerzwang werden genauso rechtswidrig sein, wie der Routerzwang als solches. Ein "Modem-Zwang" ist ausgeschlossen.
Es wird aber wohl de-facto auf so etwas rauslaufen.

Der Bundesrat hat bei der Abschaffung des Routerzwanges bemängelt, dass im Gesetz nicht drinsteht, dass Geräte nicht angeschlossen werden dürfen, die Schäden am Netz verursachen. Die Antwort der Bundesregierung war eindeutig:

Bereits jetzt ist es nicht zulässig, Geräte anzuschließen, die für das entsprechende Netz "nicht geeignet sind" und im Falle von Störungen am Netz, die durch ein "ungeeignetes" Gerät verursacht werden, kann man denjenigen, der das Gerät angeschlossen hat, für die Kosten haftbar machen.

Folgendes könnte passieren: Du schließt dein Kabelmodem deines Lieblingsherstellers an. Daraufhin ist das Kabelnetz aus irgend einem Grund gestört, die Firma mit 20 Mitarbeitern im Nachbarhaus hat ebenfalls kein Internet mehr und die Leute können deswegen nicht arbeiten. Nach einem Tag Fehlersuche wird das Problem gefunden: Das nicht-funktionierende Kabelmodem an deinem Anschluss.

Der Chef der Firma im Nachbarhaus verklagt dich auf Schadensersatz: 20 Mitarbeiter * 8 Stunden * 62 Euro / Mitarbeiterstunde = 9920 Euro.

Und laut Aussage der Bundesregierung wäre der Chef dabei voll im Recht: Es wurde ein "ungeeignetes" Gerät angeschlossen und derjenige, der dafür verantwortlich ist, muss nun die dadurch entstehenden Kosten zu 100% übernehmen:

- Wenn das Modem einen Sticker draufgeklebt hatte: "Geeignet für UnityMedia" muss der Modemhersteller die 9920 Euro bezahlen.

- Hat UnityMedia das Modem offiziell zertifiziert oder wurde es von UnityMedia (so wie heute die Zwangsmodems) gestellt, muss UnityMedia die 9920 Euro bezahlen (so, wie heute übrigens auch schon).

- Ist beides nicht der Fall, zahlst die 9920 Euro du.

Dieses Risiko wird den meisten Kunden einfach zu hoch sein...
Zuletzt geändert von MartinDJR am 06.02.2016, 09:20, insgesamt 2-mal geändert.

strelnikov
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Re: Noch keine konkreten Pläne für Routerzwang-Ende

Beitrag von strelnikov » 06.02.2016, 09:16

GoaSkin hat geschrieben:Was die Ausarbeitung von Alternativen zum Routerzwang betrifft, weiss man auch nicht , ob die Kabelnetzbetreiber wirklich Alternativen erarbeiten. Vielleicht machen sie bewusst garnichts - weiss man nicht. Nichts tun bietet am Ende die Möglichkeit, juristisch gegen das Gesetz vorzugehen und mit dem wirtschaftlichen Schaden, den der "nicht umsetzbare" Routerzwang bedeutet, ganze Lobby-Arbeit zu leisten. I.e.S. durch einstweilige Verfügungen längere Übergangszeiten und Ausnahmeregelungen erwirken etc.
Dürfte nicht passieren, da daß juristische Risiko zu groß ist und sich die Zeiten seit dem "Dosenpfand" geändert haben.

Wie sollte, dass ohne eine gemeinsame "Plattform" (wie immer die auch aussehen mag) von Herstellern und Netzbetreibern gehen? Dann könnte man auf den Gedanken kommen, an einem Kabelanschluss ein DSL Modem/-Router betreiben zu wollen. Ergo ohne einen Hinweis, beispielsweise einen Aufkleber nach dem Motto "für das Kabelnetz von XY geeignet", wird das nicht funktionieren und jemand muss das verabreden bzw. festlegen. Im schlimmsten Fall für den Verbraucher gibt der Netzbetreiber an die Hersteller ein Minimum an technischen Daten weiter, die gerade den juristischen und technischen Anforderungen entsprechen. Der Nutzer könnte ein technisch hochkomplexes Gerät mit zahlreichen Funktionen im Haus stehen haben, kann aber nur einen simplen Internetzugang nutzen.

Aber noch weiß niemand, was im Sommer 2016 passieren wird.
Volkskommissar für Telekommunikation

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Re: Noch keine konkreten Pläne für Routerzwang-Ende

Beitrag von GoaSkin » 06.02.2016, 18:21

MartinDJR hat geschrieben: Der Bundesrat hat bei der Abschaffung des Routerzwanges bemängelt, dass im Gesetz nicht drinsteht, dass Geräte nicht angeschlossen werden dürfen, die Schäden am Netz verursachen. Die Antwort der Bundesregierung war eindeutig:

Bereits jetzt ist es nicht zulässig, Geräte anzuschließen, die für das entsprechende Netz "nicht geeignet sind" und im Falle von Störungen am Netz, die durch ein "ungeeignetes" Gerät verursacht werden, kann man denjenigen, der das Gerät angeschlossen hat, für die Kosten haftbar machen.
Die technische Spezifikation für das Kabelnetz ist Euro-DOCSIS, nicht mehr und nicht weniger. Ein Standard, an den sich nicht nur der Kunde mit seinen Endgeräten halten muss, sondern auch der Kabelnetzbetreiber. Es gibt keinen Grund, warum der Kabelnetzbetreiber was Euro-DOCSIS-Konform ist, weiter einschränken sollte.

Für Mobilfunk ist auch ein GSM-Gerät standardkonform genug. Da kann auch kein Mobilfunkanbieter sagen "die Telefone von Samsung stellen sich zu dämlich bei der Funkzellensuche an, deshalb wollen wir sie nicht".
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Re: Noch keine konkreten Pläne für Routerzwang-Ende

Beitrag von MartinDJR » 06.02.2016, 20:20

GoaSkin hat geschrieben: Die technische Spezifikation für das Kabelnetz ist Euro-DOCSIS, nicht mehr und nicht weniger.

Ein Standard, an den sich nicht nur der Kunde mit seinen Endgeräten halten muss, sondern auch der Kabelnetzbetreiber.
Laut Gesetz (§5 FTEG) entscheidet alleine der Netzbetreiber, an welche Spezifikation er sich hält, ob er eine eigene Spezifikation schreibt oder ob er eine bestehende Spezifikation (DOCSIS) abändert.

Wie kommst du auf die abwegige Idee, dass sich der Kabelnetzbetreiber an die DOCSIS halten müsste?
GoaSkin hat geschrieben: Für Mobilfunk ist auch ein GSM-Gerät standardkonform genug.
Richtig. Wenn dein Handy aber ein Billigprodukt ist, das Funkstörungen verursacht, darfst du das Gerät auch nicht betreiben. Früher war eine "Postzulassung" für Handies notwendig. Möglicherweise ist sie das heute noch.

Wenn ich die Stellungnahmen der Kabelnetzbetreiber richtig verstehe, wollen die nichts anderes, als dass Kabelmodems rechtlich wie Mobiltelefone behandelt werden. Wenn dann die Bundesnetzagentur getestet hat, dass das Modem DOCSIS-Konform ist, sind die Provider erst mal glücklich.

Wenn aber der Hersteller Chung-Wu-Chang einen Kleber draufklebt, auf dem draufsteht, dass das Ding 100% DOSCIS-Kompatibel ist und das Netz stört, dann wollen die Provider diese Geräte eben nicht an ihrem Netz haben.

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Re: Noch keine konkreten Pläne für Routerzwang-Ende

Beitrag von Reiner_Zufall » 06.02.2016, 21:24

MartinDJR hat geschrieben:
Richtig. Wenn dein Handy aber ein Billigprodukt ist, das Funkstörungen verursacht, darfst du das Gerät auch nicht betreiben. Früher war eine "Postzulassung" für Handies notwendig. Möglicherweise ist sie das heute noch.

Wenn aber der Hersteller Chung-Wu-Chang einen Kleber draufklebt, auf dem draufsteht, dass das Ding 100% DOSCIS-Kompatibel ist und das Netz stört, dann wollen die Provider diese Geräte eben nicht an ihrem Netz haben.

Auch der Hersteller Chung-Wu-Chang muss CE-konforme Geräte liefern. Somit dürfte ein Gerät, was schwerwiegende Netz-Störungen verursacht, kein CE haben und ein Verkauf in der EU wäre nicht möglich.
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Re: Noch keine konkreten Pläne für Routerzwang-Ende

Beitrag von racoon1211 » 07.02.2016, 02:21

Ein CE Zeichen wird nirgends behördlich geprüft und wird von der Firma selbst auf das Gerät geklebt.
Die Firma sagt damit nur "Jaja, wir halten uns schon dran, whatever..."

Als Gütesiegel ist ein CE-Zeichen vollkommen nutzlos.

Jier könnte entweder der VDE, TÜV oder von mir aus Stiftung Warentest mehr bringen.
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MartinDJR
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Re: Noch keine konkreten Pläne für Routerzwang-Ende

Beitrag von MartinDJR » 07.02.2016, 07:29

Reiner_Zufall hat geschrieben: Auch der Hersteller Chung-Wu-Chang muss CE-konforme Geräte liefern. Somit dürfte ein Gerät, was schwerwiegende Netz-Störungen verursacht, kein CE haben und ein Verkauf in der EU wäre nicht möglich.
racoon1211 hat geschrieben: Ein CE Zeichen wird nirgends behördlich geprüft und wird von der Firma selbst auf das Gerät geklebt.
Die Firma sagt damit nur "Jaja, wir halten uns schon dran, whatever..."
Im Gegensatz zu einem Handy kommt noch hinzu, dass ein Kabelmodem auch dann ganz offiziell verkauft werden darf, wenn es das Kabelnetz stört:

Schließlich könnte man das Kabelmodem ja an einem privaten Kabelnetz nutzen, wo man selbst die Hoheit darüber hat, welche Frequenzen genutzt werden dürfen und welche nicht.

Nur wenn das Kabelmodem auch in diesem Fall (Betrieb an einem privaten Kabelnetz) andere Geräte stören würde, dürfte es nicht verkauft werden...

Mops21
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Re: Noch keine konkreten Pläne für Routerzwang-Ende

Beitrag von Mops21 » 08.02.2016, 15:13

Hallo ihr

Routerzwang-Ende: Kabelnetzbetreiber suchen Lösungen

http://www.digitalfernsehen.de/Routerzw ... 652.0.html

MfG
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Re: AW: Noch keine konkreten Pläne für Routerzwang-Ende

Beitrag von Toxic » 08.02.2016, 16:02

Bei dem Bericht könnte ich schon wieder in die Luft gehen.....

Es ist absolut falsch, dass der "freie Router" das Netz stören könnte.

Wenn überhaupt ein Modem, oder allenfalls ein Modem-Router.

Denn ein Router hat mit den Frequenzen rein gar nichts zu tun.

Hätten die Kabelbetreiber das alte System beibehalten, bei dem der Kunde ein einfaches Modem bekam und seinen eigenen Router nachschalten konnte, wären viele damit zufrieden gewesen. Aber durch diese Gängelung von kastrierten Modem-Routern wurde der Aufschrei doch erst so groß.
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johnnyboy
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Re: Noch keine konkreten Pläne für Routerzwang-Ende

Beitrag von johnnyboy » 08.02.2016, 16:49

Außerdem sieht es aus, als hätten die einfach bei Computerbase (wo es schon falsch stand!) abgeschrieben.
Denn dort wird auch von Möglichkeit 1 (Gerätezertifizierung) gesprochen oder Möglichkeit 2 (2-Geräte-Lösung; Modem vom Netzbetreiber und beliebiges Kundengerät nachgeschaltet).

Beide Möglichkeiten sind aber nicht mit dem neuen Gesetz vereinbar!! :nein:

Eine Zertifizierung durch den Netzanbieter wäre ja doch wieder ein Gerätezzwang durch die Hintertür! Dann könnte UM z.B. einfach sagen, "ach, die von AVM zertifizieren wir mal nicht, die haben uns damals keine guten Preise gemacht, mit denen wollen wir nicht mehr zusammenarbeiten ..." Ich sehe aber auch keine Notwendigkeit für eine Zertifizierung aufgrund des DOCSIS-Standards.
Und die zweite Möglichkeit (2-Geräte-Lösung) geht schon mal gar nicht, weil der Netzabschlusspunkt eindeutig passiv (also kein Modem) sein muss.

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Re: Noch keine konkreten Pläne für Routerzwang-Ende

Beitrag von MartinP_Do » 08.02.2016, 17:02

johnnyboy hat geschrieben:Außerdem sieht es aus, als hätten die einfach bei Computerbase (wo es schon falsch stand!) abgeschrieben.
Denn dort wird auch von Möglichkeit 1 (Gerätezertifizierung) gesprochen oder Möglichkeit 2 (2-Geräte-Lösung; Modem vom Netzbetreiber und beliebiges Kundengerät nachgeschaltet).

Beide Möglichkeiten sind aber nicht mit dem neuen Gesetz vereinbar!! :nein:

Eine Zertifizierung durch den Netzanbieter wäre ja doch wieder ein Gerätezzwang durch die Hintertür! Dann könnte UM z.B. einfach sagen, "ach, die von AVM zertifizieren wir mal nicht, die haben uns damals keine guten Preise gemacht, mit denen wollen wir nicht mehr zusammenarbeiten ..." Ich sehe aber auch keine Notwendigkeit für eine Zertifizierung aufgrund des DOCSIS-Standards.
Und die zweite Möglichkeit (2-Geräte-Lösung) geht schon mal gar nicht, weil der Netzabschlusspunkt eindeutig passiv (also kein Modem) sein muss.
Wenn du auf das PASSIV abhebst, könnte sich aber der Kabelnetzbetreiber auch darauf versteifen, daß die gesamte Hardware nach dem Panzerkasten DEINE Verantwortung und DEINE Haftung ist....

Die Hardware, die bei mir zwischen Erdkabel und Fritzbox montiert ist sieht so aus, als ob sie für 150 EUR für den Endverbraucher wohl nicht habbar ist. Dazu hat der UM Techniker noch 3 Stunden gewerkelt und gemessen, bis er zufrieden war...
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Re: Noch keine konkreten Pläne für Routerzwang-Ende

Beitrag von Reiner_Zufall » 08.02.2016, 17:07

Die wenigsten Kunden wird der Wegfall des Routerzwangs tangieren. Mir persönlich reicht es aus, dass alles funktioniert wie es soll. Ob ich da jetzt SIP Nr. eintragen kann... Wayne? In Zeiten von All Net Flats unter 10 eur... Drauf geschixxen. Wenn dann mal nach 4 Jahren der Router den Geist aufgibt... Who cares? Me not. Kurzer Anruf, dass die das Ding tauschen sollen und gut ist. Keine Kosten, kein Streß. Meine Fb 6340 kann alles, was ich brauche und ob da jetzt die neueste FW drauf ist. Mir doch egal, solange alles läuft. Ist fast genauso schlimm, wenn irgendein Android Handy nicht sofort ein Update erhält und die Leute am jammern sind. Immer locker bleiben.
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Re: Noch keine konkreten Pläne für Routerzwang-Ende

Beitrag von johnnyboy » 08.02.2016, 18:28

MartinP_Do hat geschrieben:... Wenn du auf das PASSIV abhebst, könnte sich aber der Kabelnetzbetreiber auch darauf versteifen, daß die gesamte Hardware nach dem Panzerkasten DEINE Verantwortung und DEINE Haftung ist....
Damit wäre ja aber niemandem geholfen (außer dem Netzbetreiber! :D), nicht den Geräteherstellern und auch nicht dem Kunden, denn dann würde das natürlich niemand nutzen wollen. In dem Fall müsste wohl der Gesetzgeber nachbessern.

Aber nachdem, was ich so gelesen habe, soll es wohl in anderen Ländern, wie z.B. USA auch funktionieren und zwar ohne die hier heraufbeschworenen Horrorszenarien, in denen der gemeine Endnutzer auf Millionen verklagt wird o.ä., weil er mit seinem nicht netzkonformen Gerät das Netz lahmgelegt hätte.

Des Weiteren - und das war dann neu in dem Artikel - scheint UM ja aber auch schon in die "richtige"* Richtung zu arbeiten:
... Auf Nachfrage von DIGITAL FERNSEHEN gab die Kölner Unitymedia bekannt, eine freie Routerwahl zu ermöglichen, wie das geschehen soll, ist jedoch noch offen. ...
*Wenn ich jetzt mal davon ausgehe, dass das gesetzeskonform umgesetzt wird (Stichwort: passiver Netzabschlusspunkt).

hajodele
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Re: Noch keine konkreten Pläne für Routerzwang-Ende

Beitrag von hajodele » 08.02.2016, 19:30

Reiner_Zufall hat geschrieben:Die wenigsten Kunden wird der Wegfall des Routerzwangs tangieren. Mir persönlich reicht es aus, dass alles funktioniert wie es soll. Ob ich da jetzt SIP Nr. eintragen kann... Wayne? In Zeiten von All Net Flats unter 10 eur... Drauf geschixxen. Wenn dann mal nach 4 Jahren der Router den Geist aufgibt... Who cares? Me not. Kurzer Anruf, dass die das Ding tauschen sollen und gut ist. Keine Kosten, kein Streß. Meine Fb 6340 kann alles, was ich brauche und ob da jetzt die neueste FW drauf ist. Mir doch egal, solange alles läuft. Ist fast genauso schlimm, wenn irgendein Android Handy nicht sofort ein Update erhält und die Leute am jammern sind. Immer locker bleiben.
Ich sehe das schon etwas anderst:
Eine eigene SIP eintragen brauche ich schon wegen Telefongesprächen nach Thailand. Dass ich so nebenbei für ~1ct/min in deutsche Festnetz telefonieren kann, um so besserl. Ich möchte doch nicht permanent darüber nachdenken, mit welchem Gerät ich jetzt am billigsten telefoniere.
Zusätzlich hat das auch noch was mit Sicherheit zu tun: Ich konnte so alle kostenpflichtigen Gespräche schon bei UM sperren lassen. Ein Fritzboxhack kostet mich max. 10 Euro Prepaid-Guthaben. Da brauche ich mir zumindest finanziell keinen Kopf zu machen.

Dir ist aber hoffentlich schon klar, dass deine 6340 beim Defekt gegen ein TC7200, ConnectBox oder was sonst noch so rummliegt, getauscht wird.

Die Zwangsgeräte werden ja wegen des Gesetzes nicht abgeschafft, du kannst nur eigene, besser passende Geräte benutzen.

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Re: Noch keine konkreten Pläne für Routerzwang-Ende

Beitrag von MartinDJR » 08.02.2016, 19:43

johnnyboy hat geschrieben: Und die zweite Möglichkeit (2-Geräte-Lösung) geht schon mal gar nicht, weil der Netzabschlusspunkt eindeutig passiv (also kein Modem) sein muss.
Wobei es aber im Endeffekt auf die 2-Geräte-Lösung hinauslaufen könnte:

Der Provider könnte das Anschließen eines Modems oder einer Modem-Router-Kombination so gestalten, dass es so umständlich ist, dass selbst Fachleute das nicht problemlos schaffen. Das wäre zum Beispiel dadurch möglich, indem man sich nicht an gängige Standards hält und dadurch nur Modems und/oder Router mit einer modifizierten Firmware funktionieren. Laut Gesetz ist das zulässig.

Wenn die Kabelmodems dann noch zu einem günstigen Preis vermietet werden (z.B. 0,10 Euro/Monat), wird niemand auf die Idee kommen, ein eigenes Modem anschließen zu wollen.
hajodele hat geschrieben: Eine eigene SIP eintragen brauche ich schon wegen Telefongesprächen nach Thailand. Dass ich so nebenbei für ~1ct/min in deutsche Festnetz telefonieren kann, um so besser. Ich möchte doch nicht permanent darüber nachdenken, mit welchem Gerät ich jetzt am billigsten telefoniere.
Bei einer 2-Geräte-Lösung wäre das allerdings auch möglich.
hajodele hat geschrieben: Dir ist aber hoffentlich schon klar, dass deine 6340 beim Defekt gegen ein TC7200, ConnectBox oder was sonst noch so rummliegt, getauscht wird.
Ich dachte, für den Luxus, eine Fritz!Box anstatt einem TC7200 zu bekommen, müsste man extra bezahlen!?

Falls das stimmt, kann man natürlich nicht einfach einen anderen Router bekommen - schließlich bezahlt man ja dafür, einen hochwertigeren Router zu haben.

Ps.: Ich kenne den TC7200 nicht. Was ist so schlecht an dem Ding?

Hintergrund: Ich gehe davon aus, dass auch Bestandskunden mit Altvertrag wie ich irgendwann auf DS-Lite umgestellt werden. Logischerweise werde ich dann neue Hardware benötigen, da weder mein DOCSIS 2.0-Modem noch mein Router IPv6 kann...

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Re: Noch keine konkreten Pläne für Routerzwang-Ende

Beitrag von Dinniz » 08.02.2016, 19:48

Es gab auch FritzBox'en für normale Verträge - zB die 6320 die aber schnell wieder zurückgezogen wurde.
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Re: Noch keine konkreten Pläne für Routerzwang-Ende

Beitrag von johnnyboy » 08.02.2016, 20:02

MartinDJR hat geschrieben:... Wobei es aber im Endeffekt auf die 2-Geräte-Lösung hinauslaufen könnte:

Der Provider könnte das Anschließen eines Modems oder einer Modem-Router-Kombination so gestalten, dass es so umständlich ist, dass selbst Fachleute das nicht problemlos schaffen. Das wäre zum Beispiel dadurch möglich, indem man sich nicht an gängige Standards hält und dadurch nur Modems und/oder Router mit einer modifizierten Firmware funktionieren. Laut Gesetz ist das zulässig.

Wenn die Kabelmodems dann noch zu einem günstigen Preis vermietet werden (z.B. 0,10 Euro/Monat), wird niemand auf die Idee kommen, ein eigenes Modem anschließen zu wollen. ...
Ich sehe das nicht so schwarzmalerisch.
Ich gehe jetzt einfach mal davon aus, die Anbieter (wie UM) haben den Schuss gehört und entwickeln da was Anständiges.
Wie gesagt, in anderen Ländern geht's ja auch.
Außerdem denke ich, wäre es viel zu teuer und umständlich, extra einen abweichenden Standard zu entwickeln. Ob das derzeitige Gesetz das zuließe weiß ich nicht (hab jetzt keine Lust, mich da durch zu wühlen), jedenfalls wäre es nicht im Sinne des Erfinders. Wenn es dieses Schlupfloch tatsächlich gibt und es genutzt wird, denke ich, wird auch hier der Gesetzgeber eben nachbessern.

Aber, wie hier auch schon richtig angemerkt wurde, letztlich werden wir's abwarten müssen ... :kafffee:
In diesem Sinne - auch, wenn's mich immer wieder reizt - werde ich jetzt auch versuchen, mich mit weiteren Spekulationen zurückzuhalten!
Zuletzt geändert von johnnyboy am 08.02.2016, 20:07, insgesamt 1-mal geändert.

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Re: Noch keine konkreten Pläne für Routerzwang-Ende

Beitrag von MartinP_Do » 08.02.2016, 20:07

johnnyboy hat geschrieben: (Stichwort: passiver Netzabschlusspunkt).
Zu meinem Netzabschlusspunkt geht ein Netzkabel, also ist dort eine aktive Komponente installiert -> nicht gesetzeskonform ; :zwinker:

Ich denke aber, gegen ein mundgerecht für ein Kabelmodem aufbereitetes Kabelsignal hast Du nichts....
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Re: Noch keine konkreten Pläne für Routerzwang-Ende

Beitrag von johnnyboy » 08.02.2016, 20:15

Ehrlich gesagt, ich weiß nicht, was du meinst. Ich bin auch kein Techniker.
Aber hast du das Gesetz gelesen?
http://www.bgbl.de/xaver/bgbl/start.xav ... 6s0106.pdf
Dort ist von "Telekommunikationsendeinrichtungen" die Rede. Vereinfacht wird immer vom "Router-Zwang" gesprochen, aber gemeint ist eben auch ein Modem, eben alles, was man hinter den passiven Netzabschlusspunkt (der Begriff ist nicht von mir) hängen kann.

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Re: Noch keine konkreten Pläne für Routerzwang-Ende

Beitrag von hajodele » 08.02.2016, 20:47

Dinniz hat geschrieben:Es gab auch FritzBox'en für normale Verträge - zB die 6320 die aber schnell wieder zurückgezogen wurde.
und vorher schon in BaWü die 6340, die so stabil läuft, dass man sie kaum in einem der Foren findet.
Sie hat halt kein USB, kein DECT, kein ISDN
Meine Mutter hat so ein Teil und wenn das vor dem Ende des Routerzwangs kaputt geht, weiss ich nicht was ich machen soll (Ersatznetzteil liegt bereit)
Ich benutze fast alles, was die Fritzbox hergibt. Das könnte ich mit den UM-Alternativen ohne Aufpreis nicht.

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Re: Noch keine konkreten Pläne für Routerzwang-Ende

Beitrag von johnnyboy » 08.02.2016, 21:01

Dinniz hat geschrieben:Es gab auch FritzBox'en für normale Verträge - zB die 6320 die aber schnell wieder zurückgezogen wurde.
Ja, aber selbst diese wurde von UM noch "beschnitten"! Von Haus aus (so steht es in der AVM Bedienungsanleitung zur 6320) hätte diese nämlich z.B. einen integrierten Anrufbeantworter (neben der DECT-Funktionalität). So hätte man z.B. ein Fritz! Fon damit nutzen können. Der AB wurde aber von UM deaktiviert. :sauer:
Wenn man einen AB haben wollte, hieß es, man solle eben die 6360 für 5,- € extra nehmen!

Reiner_Zufall
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Re: Noch keine konkreten Pläne für Routerzwang-Ende

Beitrag von Reiner_Zufall » 08.02.2016, 21:24

hajodele hat geschrieben:
Reiner_Zufall hat geschrieben:Die wenigsten Kunden wird der Wegfall des Routerzwangs tangieren. Mir persönlich reicht es aus, dass alles funktioniert wie es soll. Ob ich da jetzt SIP Nr. eintragen kann... Wayne? In Zeiten von All Net Flats unter 10 eur... Drauf geschixxen. Wenn dann mal nach 4 Jahren der Router den Geist aufgibt... Who cares? Me not. Kurzer Anruf, dass die das Ding tauschen sollen und gut ist. Keine Kosten, kein Streß. Meine Fb 6340 kann alles, was ich brauche und ob da jetzt die neueste FW drauf ist. Mir doch egal, solange alles läuft. Ist fast genauso schlimm, wenn irgendein Android Handy nicht sofort ein Update erhält und die Leute am jammern sind. Immer locker bleiben.
Ich sehe das schon etwas anderst:
Eine eigene SIP eintragen brauche ich schon wegen Telefongesprächen nach Thailand. Dass ich so nebenbei für ~1ct/min in deutsche Festnetz telefonieren kann, um so besserl. Ich möchte doch nicht permanent darüber nachdenken, mit welchem Gerät ich jetzt am billigsten telefoniere.
Zusätzlich hat das auch noch was mit Sicherheit zu tun: Ich konnte so alle kostenpflichtigen Gespräche schon bei UM sperren lassen. Ein Fritzboxhack kostet mich max. 10 Euro Prepaid-Guthaben. Da brauche ich mir zumindest finanziell keinen Kopf zu machen.

Dir ist aber hoffentlich schon klar, dass deine 6340 beim Defekt gegen ein TC7200, ConnectBox oder was sonst noch so rummliegt, getauscht wird.

Die Zwangsgeräte werden ja wegen des Gesetzes nicht abgeschafft, du kannst nur eigene, besser passende Geräte benutzen.
Naja, es gibt sowas wie Viber und Konsorten, da kosten Telefonate egal wo auf der Welt 0,0 EUR.

Das meine Box bei einem Defekt getauscht wird und ich dafür keine 6340 erhalte... Ist mir klar. Aber ganz ehrlich, in all den Jahren bisher ist bei mir noch nie ein Router verreckt.

Ich habe ja nix gegen den Wegfall des Routerzwangs, befürworte es grundsätzlich.

Mich nervt halt die Erbsenzählerei gewisser Leute, die kleinkariert alles auseinander bröseln und selbst ein 0815 Modem als böse ansehen, da es ja gegen Gesetz verstößt... Und 2 Tage später falsch parken...
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