Unitymedia Business als Privatkunde

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knurz
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Unitymedia Business als Privatkunde

Beitrag von knurz » 29.12.2015, 20:43

Hallo,

ich hoffe ihr könnt mir helfen. Ich stehe kurz davor in eine Wohnung zu ziehen, welche nur mit Unitymedia mit Internet versorgt werden kann. Ich hatte bis jetzt immer einen DSL Anschluss.

Mein Hauptproblem ist, dass man bei Unitymedia als Privatkunde keine richtigen IPv4 Adressen bekommt. Das heißt ich bräuchte eigentlich einen Business-Anschluss. Zur Zeit sind die Preise auch noch vertretbar. "Office Internet 50" kostet aktuell 26,90 * 1,19 = ~32€.

Nun meine Fragen.

1. Ist es überhaupt möglich als Privatkunde einen Business Vertrag abzuschließen? Das heißt kann ich online abschließen und mich selbst als Firmenname eintragen?
2. Habe ich als Privatperson mit Business Vertrag irgendwelche Einschränkungen (Kündigungsrecht etc.)?
3. Sind in diesem Preis alle monatliche Kosten enthalten. Router und sonstige Kosten auch?
4. Wenn ich das richtig verstanden habe, bekommt man als Business Kunde eine FritzBox. Ist die Box in irgendeiner Weise eingeschränkt? Das heißt sind irgendwelche Funktionen gesperrt?
5. Wäre es theoretisch möglich bei Unitymedia bis zum 31.12 (wegen Aktionspreis) zu bestellen, obwohl ich noch nicht in der Wohnung wohne und nur einen unterschriebenen Mietvertrag der Wohnung habe?

Wenn irgendjemand etwas dazu sagen, könnte wäre ich dankbar. Ich hatte wie gesagt noch nie "Kabel" und für mich ist das alles "Neuland". Mit DS-Lite komme ich nicht klar und irgendwelche 6to4 Tunnel fallen auch raus.

Leseratte10
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Re: Unitymedia Business als Privatkunde

Beitrag von Leseratte10 » 29.12.2015, 22:02

1. Also man kann auf jeden Fall als Privatkunde einen Businesstarif abschließen. Wie das dann aber auf der Webseite abläuft, weiß ich nicht. Zur Not rufst du halt die Business-Hotline an und bestellst da.
2. Uff, gute Frage. Meines Wissens zählt man dann nicht mehr als Verbraucher und hat z. B. das 14-tägige Rückgaberecht nicht. Sicher bin ich mir da aber nicht.
3. Ja. Allerdings wird der Tarif nach zwei Jahren um einiges teurer (46,90 * 1,19 = 55,81 €). Außerdem kommt noch die Einrichtungsgebühr von 79,90 * 1,19 = 95,08 € dazu.
4. Im Internet-only Tarif ohne Telefon bekommst du meines Wissens keine Fritzbox, sondern einen Cisco-Router (ich glaube EPC3925), der sich allerdings in den Bridgemodus versetzen lässt.
5. Ich würde sagen, das kommt auf ein paar Faktoren an: Erstens kann es sein, dass die dir per Post was an die Anschlussadresse schicken (also sollte möglichst schon ein Briefkasten beschriftet sein), zweitens würde ich das davon abhängig machen, wann du denn umziehst. Wenn das in der ersten oder zweiten Januarwoche stattfindet kannst du das einfach dem Techniker beim Terminvereinbaren mitteilen. Ob Unitymedia das mitmacht wenn du das länger verzögerst weiß ich nicht. Kannst ja einfach mal die Businesshotline anrufen und nachfragen.
Zuletzt geändert von Leseratte10 am 29.12.2015, 22:39, insgesamt 1-mal geändert.

knurz
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Re: Unitymedia Business als Privatkunde

Beitrag von knurz » 29.12.2015, 22:29

Danke das hilft mir wirklich sehr weiter.

Ich versuch das mal bis zum 31.12 zu regeln.

syg56
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Re: Unitymedia Business als Privatkunde

Beitrag von syg56 » 30.12.2015, 11:56

Um die Einrichtungsgebühr zu "sparen", solltest du dich werben lassen (irgendein Freund, oder Verwandter - muss kein Kunde sein) und lass dir das Geld dann geben, um es mit der Gebühr zu verrechnen. Habe ich auch so gemacht, damit fällt dieser hohe Posten schon mal weg.
Ich nutze derzeit die Fritzbox ohne irgendeinen externen Router oder Accesspoint und bin damit ganz zufrieden (hatte vorher VDSL mit einer 7490).
Bild

knurz
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Re: Unitymedia Business als Privatkunde

Beitrag von knurz » 30.12.2015, 19:55

Ich habe heute mit Unitymedia telefoniert. Als Privatkunde einen Business Vertrag scheint wirklich keine große Sache zu sein.

Ich warte jetzt noch die Auftragsbestätigung ab, aber ich gehe jetzt mal davon aus, dass alles glatt geht.

Als Hardware bekommt man entweder einen Cisco 3212 oder 3208. Der 3208 scheint ein älteres Gerät zu sein, welches anscheint nicht mehr raus gegeben wird. Wenn man eine feste Adresse wünscht, läuft das Gerät ohne DHCP, Firewall etc. Ich klemme sowieso einen eigenen Router dahinter.

Die 95€ Einrichtungsgebühr sind vertretbar. Ich habe DSL Anbieter erlebt, die 200€ für die Einrichtung eines Privatkundentarifs wollten.

andy45
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Re: Unitymedia Business als Privatkunde

Beitrag von andy45 » 30.12.2015, 22:39

Also ich habe vor 1 Jahr den Cisco 3925 Router bekommen beim Internet Office 50 Tarif .Der Bridge Mode funktioniert nur mit statischer IP und eine Telefonleitung wird auch geschaltet allerdings ohne Flat.

hajodele
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Re: Unitymedia Business als Privatkunde

Beitrag von hajodele » 30.12.2015, 23:46

Die Modelle 3208/3212 sind reine Modems.
Lt. Website solltest du eigentlich ein 3925 bekommen.

knurz
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Re: Unitymedia Business als Privatkunde

Beitrag von knurz » 24.01.2016, 02:30

Hallo,

ich brauch nochmal eure Hilfe.

Zunächst einmal, ich konnte einen Unitymedia Business Anschluss 50/5 problemlos bestellen.

Nun zum meinem neuen Problem.

Vor ein paar Tagen war der Anschlusstermin durch den Techniker. Leider habe ich den Techniker schwer verstanden. Was ich verstanden hatte, war das zu alte Kabel in der Wand liegen und neue verlegt werden müssten.

Ich habe dann die Hotline angerufen und mir das nochmal genau erklären lassen. Dort wurde mir erklärt, dass Unitymedia seit 2014 keine Anschlüsse mit einfach geschirmten Kabeln schaltet. Es müssten also neue Kabel verlegt werden. Also vom Verteiler des Hauses in die Wohnung. Ich sollte das mit dem Vermieter abklären.

Also habe ich den Vermieter angerufen. Dieser war grundsätzlich mit den nötigen Bauarbeiten einverstanden. Er bat aber darum, dass die Kabel außen an der Hausfassade verlegt werden und nicht durch das Treppenhaus.

Danach habe ich wieder Unitymedia angerufen und ihnen mitgeteilt, dass mein Vermieter mit den Bauarbeiten einverstanden wäre. Wir haben dann einen Technikertermin ausgemacht, wann das Kabel verlegt werden sollte.

Alles keine große Sache dachte ich. Die Kosten werden auch von Unitymedia übernommen. Es scheint auch gängig zu sein, dass Unitymedia die alten Koaxkabel der alten Gebäude ersetzt.

Jedenfalls hat mich mein Vermieter am Wochenende nochmals kontaktiert. Er ist jetzt nicht mehr mit den Bauarbeiten einverstanden. Er will auf keinen Fall ein Kabel verlegt haben. Aus welchen Gründen auch immer.

Mein Vermieter ist ein älterer Herr und scheint nicht sonderlich mit Technik vertraut zu sein. Sein Hauptargument ist, dass der Vormieter auch Internet bei Unitymedia hatte (Privatkunde) und er selbst keine Probleme hat. Emails, Surfen, Skype würden funktionieren. Er sehe keinen Grund diese Bauarbeiten zu genehmigen. Ich soll einen langsameren Anschluss nehmen. Dieser würde bei ihm auch funktionieren.

Ich glaube ihn stört einfach das Kabel, welches an der Fassade verlegt werden müsste. Wir haben jetzt ausgemacht, dass wir zusammen mit dem Techniker reden, wenn er zum geplanten Termin der Bauarbeiten erscheint.

Jetzt meine Fragen.

-- Ist das überhaupt rechtens was er da macht. Unitymedia ist der einzige Anbieter, der in diesem Haus Telefon, Internet etc bedienen kann.

-- Wie kann ich ihn davon überzeugen, dass er diese Bauarbeiten genehmigt. Ich habe einen Mietvertrag und habe vor in der Wohnung im nächsten Monat einzuziehen. Dem Vermieter war bekannt, dass ich einen "schnellen" Internetanschluss benötige. Dies war von Anfang an klar.
Ich weiß nicht was Unitymedia bei den Privatanschlüssen macht. Wahrscheinlich wird einfach angeschlossen (vom Kunden?) und solange sich der Kunde nicht beschwert ist alles ok. Jedenfalls glaube ich kaum, dass ein 3Play Paket problemlos stabil funktionieren sollte.

-- Gibt es neben diesem Dokument https://www5.unitymedia.de/content/dam/ ... eilung.pdf weitere Dokumente um meinen Vermieter davon zu überzeugen, dass diese 40 Jahre alten Koaxkabel kaum noch nutzbar sind?

Ich wäre dankbar, wenn jemand etwas dazu sagen könnte.

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Re: Unitymedia Business als Privatkunde

Beitrag von robbe » 24.01.2016, 07:33

- Prinzipiell kann dein Vermieter in seinem Haus machen was er will. Er könnte den Betrieb der UM Anlage auch komplett untersagen.
- Ob ein KD angeschlossen wird, liegt im ermessen des Technikers. Klar, die offzielle Anweisung lautet, keine 1-fach geschirmten Leitungen mehr in Betrieb zu nehmen. Andererseits gibt es unendlich viele Haushalte, bei denen genau das Problemlos funktioniert. Ich schätze mal ein Großteil der Techniker würde trotzdem installieren, solange die Messwerte einwandfrei sind. Wie diese bei dir aussehen, kann ich natürlich nicht sagen.
- Du wirst deinen Vermieter einfach irgendwie davon überzeugen müssen, das die uralten Leitungen nicht mehr dem Stand der Technik entsprechen und diese laut diversen Richtlinien ausgetauscht werden müssen damit ein einwandfreier Betrieb des Anschlusses garantiert werden kann.

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Re: Unitymedia Business als Privatkunde

Beitrag von Joerg123 » 24.01.2016, 09:25

ich glaube nicht, dass dein "Schirmungsproblem" beim Businessanschluss zu suchen ist, sondern genereller Natur ist. Keine 1fach geschirmten Kabel wird für alle gelten und die Bestellung eines langsameren Internetanschlusses würde daran auch nichts ändern. Aber das wird der Techniker schon erklären und dein Vermieter dann wohl einsehen - hoffentlich *g*
Warum Unity so handelt kann man nur vermuten, aber ich sehe die Ursachen eher darin, dass z.B. das LTE-Netz (die genutzen Frequenzen) ausgebaut werden soll in den 700MHz-Bereich und das DVB-T-Frequenzband ab 470MHz für DVB-T2 verkleinert wird = mehr los sein wird im engeren Raum und Unity halt sehen muss, dass ihre verkauften Produkte (Digital-TV und Kabel-Internet) auch dann noch funktionieren und so lange ist ja nicht mehr hin (ab nächstem Jahr). Auch im Hinblick auf die zu erwartenden mobilen Dienste mag man sich bei Unity sorgen - grundsätzlich ist es ganz eindeutig Aufgabe des Eigentümers/Nutzers (will mich da rechtlich garnicht festlegen), dass die lokalen Kabel-Anlagen den gesetzlichen Anforderungen entsprechen, aber wenn dann unterm Strich jedes 2te Haus munter vor sich hin strahlt, wird man sicherlich auch auf Unitymedia zugehen und "zu einer Lösung drängen" (nicht nutzen des Frequenzbandes, rigoroses Abklemmen von Häusern deren Anlagen dem technischen Stand, also >100db Schirmung, nicht entsprechen) was Unity sicherlich vermeiden will. Selbst wenn man bislang da grosszügig drüber weggesehen hat (es funzte ja), wird man da nicht dauerhaft den Kopf in den Sand stecken können *g*
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Re: Unitymedia Business als Privatkunde

Beitrag von MartinDJR » 24.01.2016, 16:31

knurz hat geschrieben: Dem Vermieter war bekannt, dass ich einen "schnellen" Internetanschluss benötige. Dies war von Anfang an klar.
Hast du eine schriftliche Zusage vom Vermieter, dass Unitymedia im entsprechenden Haus funktionieren wird?

Falls nein, hast du Pech gehabt!

Falls ja, ist natürlich fraglich, ob du dich tatsächlich mit deinem Vermieter anlegen willst. Eine Zusage, die der Vermieter nicht einhält, könnte zu einer Mietminderung führen.

Falls es in deiner Wohnung gar nicht möglich ist, einen Festnetzanschluss zu bekommen (also weder einen DSL-Anschluss noch einen UM-Anschluss mit geringerer Bitrate) hast du laut einschlägiger Seiten im Internet prinzipiell ein Recht auf Mietminderung.

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Re: Unitymedia Business als Privatkunde

Beitrag von knurz » 24.01.2016, 17:00

Danke für die Antworten.

Ich versuche morgen mal Unitymedia zu erreichen. Vielleicht können die mir ein paar Dokumente geben, welche meinen Vermieter überzeugen.

Ist interessant, dass mit LTE verstärkt mit Problemen zu rechnen ist.

Nein ich habe keine schriftliche Zusage vom Vermieter. Zumindest nicht im Mietvertrag. Ich habe aber per Mail und mündlich mehrmals nachgefragt und mir wurde immer gesagt, dass ich mich an UM wenden soll. Es war aber nie eine Rede über die Geschwindigkeit. UM hat aber bestätigt das Geschwindigkeiten bis 150Mbit möglich wären.

Zu DSL hat er gesagt. dass es nicht möglich wäre. Vor ein paar Jahren wäre alles auf UM umgerüstet worden.

Mietminderung werde ich versuchen zu bekommen, wenn er am Technikertermin immer noch uneinsichtig ist. Obwohl ich mir da auch keine große Hoffnung mache.

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Re: AW: Unitymedia Business als Privatkunde

Beitrag von Toxic » 24.01.2016, 17:37

Das DSL nicht geht, lasse ich mal so dahin gestellt. Denn die Verkabelung von UM hat mir der Telefonleitung rein gar nichts zu tun.
Außerdem hast Du ein Recht auf Grundversorgung. Das bedeutet, Dir muss ein funktionierender Telefonanschluss durch die Telekom zur Verfügung gestellt werden können...

Klick mich

Geht das nicht, dann hat Dein Vermieter ein Problem...
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Re: Unitymedia Business als Privatkunde

Beitrag von knurz » 24.01.2016, 18:00

Ja da heißt es aber auch:
Breitband- bzw. Internetanschluss
Das Angebot von breitbandigen Internetanschlüssen, wie z. B. DSL, VDSL, UMTS oder LTE unterliegt nach dem Telekommunikationsgesetz nicht den Vorgaben der Grundversorgung. Damit ist kein Anbieter verpflichtet, Endkunden mit einem breitbandigen Internetanschluss zu versorgen.
Ich denke das hatte bis jetzt niemanden gestört, da das Haus mit UM versorgt wird. Aber damit fange ich jetzt nicht an. Aus Erfahrung kann man in "Telefonleitung" auch viel rein interpretieren und damit meine ich auch die Hausverkabelung.

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Re: AW: Unitymedia Business als Privatkunde

Beitrag von Toxic » 24.01.2016, 18:12

Grundsätzlich heißt dies, dass es eine Klingeldraht-Leitung in Deiner Wohnung geben muss....
Ist die vorhandenen, könnte man DSL bekommen.
Ist die nicht vorhanden, muss eine gelegt werden, oder aber Dein Vermieter stimmt der TV-Kabel-Modernisierung zu, damit Du darüber Telefon erhalten kannst.

So sehe ich das....
So oder so, muß Dein Vermieter zulassen, dass Du an einen funktionierenden Festnetzanschluß kommst, über den dann "möglicherweise" Highspeed-Internet geht.
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Re: Unitymedia Business als Privatkunde

Beitrag von MartinDJR » 24.01.2016, 19:11

knurz hat geschrieben:Ja da heißt es aber auch:
Breitband- bzw. Internetanschluss
Das Angebot von breitbandigen Internetanschlüssen, wie z. B. DSL, VDSL, UMTS oder LTE unterliegt nach dem Telekommunikationsgesetz nicht den Vorgaben der Grundversorgung. Damit ist kein Anbieter verpflichtet, Endkunden mit einem breitbandigen Internetanschluss zu versorgen.
Ich denke das hatte bis jetzt niemanden gestört, da das Haus mit UM versorgt wird. Aber damit fange ich jetzt nicht an. Aus Erfahrung kann man in "Telefonleitung" auch viel rein interpretieren und damit meine ich auch die Hausverkabelung.
Noch zu meiner Studiumszeit (um das Jahr 2003 herum) hat mir ein Bekannter erzählt, dass ein gesetzlicher Anspruch auf einen Internet-Anschluss mit >= 128kBit besteht.

Da es heutzutage keinen Provider mehr gibt, der 128kBit anbietet, hat man de-facto Anspruch auf einen Breitbandanschluss.

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Re: Unitymedia Business als Privatkunde

Beitrag von hajodele » 24.01.2016, 20:56

Details zum Thema Grundversorgung liefert die Bundesnetzagentur: http://www.bundesnetzagentur.de/cln_142 ... -node.html
Zusätzlich gibt es eine Absichtserklärung, bis 2018(?) Deutschlandweit mind. 50 Mbit anbieten zu können.
Das Maßnahmenpaket kann man hier weitervefolgen http://www.bmwi.de/DE/Presse/pressemitt ... 26108.html
Den konkreten Link habe ich jetzt nicht gefunden.

Toxic
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Re: AW: Unitymedia Business als Privatkunde

Beitrag von Toxic » 24.01.2016, 21:13

Link wurde oben schon gepostet und besprochen..
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MartinDJR
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Re: Unitymedia Business als Privatkunde

Beitrag von MartinDJR » 25.01.2016, 05:30

hajodele hat geschrieben:Details zum Thema Grundversorgung liefert die Bundesnetzagentur: ...
Im entsprechenden Link heißt es:
Als Endnutzer haben Sie einen Anspruch auf Anschluss an ein öffentliches Telekommunikationsnetz und auf einen Zugang zu öffentlich zugänglichen Telefondiensten. Zurzeit erbringt die Telekom Deutschland GmbH die Grundversorgungsleistungen in der Bundesrepublik.
Heißt zu deutsch:

Die Telekom muss jedem einen Telfonanschluss anbieten, der das will.

Seit diesem Jahr liefert die Telekom Telefonanschlüsse aber nur noch über VoIP in Verbindung mit DSL!

In diesem Fall ist die Sache aber komplizierter: Wenn ich den ursprünglichen Beitrag richtig verstehe, gibt es in dem Haus gar keine Telefonleitung, sondern nur eine Kabelfernsehleitung und UnityMedia weigert sich, ohne Bauarbeiten einen Kabelanschluss zur Verfügung zu stellen.

Sollte das so stimmen, bedeutet das, dass man in diesem Haus gar keinen Festnetzanschluss bekommen kann.

Ich habe eine Seite im Internet gefunden, dass der BGH der Ansicht ist, dass das Fehlen eines Festnetz-Telefon- und -Internet-Anschlusses (von Breitband ist dabei aber nicht die Rede) inzwischen als gravierenden Mietmangel einstuft, bei dem prinzipiell ein Anspruch auf Mietminderung besteht.

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