HÜP , Verstärker , Verteiler nach welchen neuen Stand.Erden

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HÜP , Verstärker , Verteiler nach welchen neuen Stand.Erden

Beitrag von Iceberg37 » 01.10.2015, 21:21

Nach welchen neuen Standard soll der Anschluß ge-erdet werden ?
Was macht der Techniker neu ? :confused: :kratz:
Gibt es da zb. Schaubilder ???

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Dinniz
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Re: HÜP , Verstärker , Verteiler nach welchen neuen Stand.E

Beitrag von Dinniz » 01.10.2015, 22:38

Was heisst neuer Standard?
Die Bauteile (Verteiler, Verstärker, Erdungswinkel etc) werden auf einem Lochblech montiert.
Dieses wird wenn möglich mit dem HÜP in den Hauspotenzial eingebunden.

Je nach Firma wird ein nicht vorhandener oder fehlerhafter Potenzialausgleich gesetzt oder überarbeitet.
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Re: HÜP , Verstärker , Verteiler nach welchen neuen Stand.E

Beitrag von Iceberg37 » 06.10.2015, 18:56

Okay , welche Firma , evtl was für Kosten entstehen ?

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Re: HÜP , Verstärker , Verteiler nach welchen neuen Stand.E

Beitrag von Dinniz » 07.10.2015, 00:04

Im Laufe einer Installation zahlt das Unitymedia.
Kostenpflichtige Dinge müssen immer vorher geklärt werden.
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Re: HÜP , Verstärker , Verteiler nach welchen neuen Stand.E

Beitrag von elo22 » 07.10.2015, 18:10

Dinniz hat geschrieben:Je nach Firma wird ein nicht vorhandener oder fehlerhafter Potenzialausgleich gesetzt oder überarbeitet.
Sind die Firmen in das Installateurverzeichnis des jeweiligen Netzbetreibers eingetragen?

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Re: HÜP , Verstärker , Verteiler nach welchen neuen Stand.E

Beitrag von Bastler » 07.10.2015, 19:10

Der HüP wird nach neuesten Standard nicht in den Potentialausgleich einbezogen, sondern ein (doppelt) galvanisches Trennglied zwischen HüP und HVA eingebaut.
Außer, es handelt sich um ein TN-S oder TT-Netz. Aber selbst da wäre es nach neuer TR nicht verboten ein Trennglied einzubauen. Die Netzform im Haus lässt sich allerdings für den normalen Isntallationstechniker gar nicht immer erkennen, da er ja dazu in den HAK schauen müsste, den er aber nicht öffnen darf. Also soll im Zweifel immer eine galvanische Trennung eingebaut werden.
Leider. Wer auch immer sich diesen Unsinn ausgedacht hat :wand: ...

Mit der Umsetzung der TR und auch des Punktes der galvanischen Trennung gibt es - wie bei fast allem aus der TR - extreme Unterschiede zwischen den Firmen. Auch wenn das eigentlich nichtg so sein sollte, da sich alle an die gleichen "Spielregeln" halten müssen. Eigentlich...
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Re: HÜP , Verstärker , Verteiler nach welchen neuen Stand.E

Beitrag von Mericon » 03.11.2015, 14:54

Hallo,

jetzt bring ich doch auch mal eine frage hier ein :)

Und zwar war heute eine Kontrolle nach Erstinstallation (unfreundlicher und hochnäsiger herr)... dieser hat bemängelt das der HÜP sowie der Verstärker nicht geerdet ist (und weitere dinge wie 3-loch dose...).

Jetzt ist die Situation folgende. Die gesamtanlage umfasst ein Doppelhaus (Vorne meine Eltern, Hinten ich + Familie). Der vordere teil wurde letztes Jahr Saniert aber der HÜP blieb an gleicher stelle (5 Meter von der HPA entfernt wenn man Diagonal durch den Raum geht.) und der Verstärker ist ca 20 Meter entfernt (HPA 1 m Entfernt (in meinem Haus) wo auch die Fritzbox sitzt.

Wenn ich von meinem Wissen als Starkstromer richtig ausgehe und gleichzeitig festlege das auf Grund der Sanierung des Vorderen Hauses direkt am HÜP keine Erdung angeschlossen werden kann, dann ist 20 Meter entfernt ein GT auch nicht mehr sehr wirkungsvoll oder sehe ich das falsch? Was denkt ihr wird der Techniker machen?

liebe Grüße

Mericon

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Re: HÜP , Verstärker , Verteiler nach welchen neuen Stand.E

Beitrag von Bastler » 03.11.2015, 17:47

HÜP muss nach neuestem Stand nur geedert werden, wenn es sich um ein TT-Netz handelt (unwahrscheinlich in einem normalen Wohnhaus :zwinker: ).
Der Verstärker muss zwingend geerdet werden, und zwar ausschließlich an der Haupt-PAS. Das "tolle" (doppelt) galvanische Trennglied wird dann direkt am Verstärker montiert, egal wie weit dieser vom P entfernt ist (Trennung ist Trennung, egal ob ich nach einem Meter oder nach 20 Metern trenne).
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Re: HÜP , Verstärker , Verteiler nach welchen neuen Stand.E

Beitrag von MartinP_Do » 27.01.2016, 09:34

Hallo, ich bin neu hier im Forum.
Ich habe seit ungefähr 1 1/2 Jahren Internet und Telefon von Unitymedia, TV beziehe ich über eine Satellitenschüssel.
2Play 100 mit Telefon Comfort/Fritzbox 6360.

Ungefähr seit einem Monat gab es verstärkt Störungen des Internet, mit T3 Timeouts, Telefon-Störungen, usw.
Die Uplink Pegel sind auf 52 DB gegangen, und es waren über 1 Mio nicht behebbare Fehler pro Kanal in der Fritzbox geloggt.
Dann habe ich ein Ticket bei Unitymedia aufgemacht.

Nach einigen Ehrenrunden ohne wirkliche Lösung ist ein Techniker gekommen, und hat die Fritzbox sowie den Verstärker getauscht.
Einige Zeit lief das Ganze, dann traten wieder nicht behebbare Fehler auf.

Und nun wird der Beitrag passend zum Thread Topic:

Da ich den Platz des HÜP noch nicht wieder mit Dingen zugestellt hatte, bin ich mal gegangen, und habe mir das Ganze etwas genauer angeschaut, und dabei ein paar Fragezeichen bekommen.
Hier ein Gesamt-Foto:

Bild

Der gelb-grüne Draht, der zum Erdungblock geht, wurde vom Techniker, der damals den HÜP für DOCSIS modernisiert hat zur HES unseres Hauses gezogen.
Ist der silbrige Ding am Eingang des Verstärkers (unterhalb ganz links) das ominöse galvanische Trennglied?
EDIT: Wenn ich mir die Dinger bei Amazon so anschaue, ist das aber wohl maximal ein Trennglied, bei dem die Seele getrennt ist. Der Schirm läuft wohl durch.


Dann ist da noch unten links auf der Metallplatte eine kleine Potentialausgleichsschiene mit grauer Kunststoffkappe.
Von dieser geht ein gelb grüner Draht zum Anschlusskasten des BK-Erdkabels.
Schaut man sich das weiße Koaxialkabel an, was aus dem selben Anschlusskasten kommt, ist dieses aber auch über den Erdungsblock geführt, und würde so ja das "Trennglied(?)" funktionslos machen.
EDIT: Wenn es nur ein einfach galvanisch trennendes Trennglied ist, stimmt das natürlich nicht - der Schirm wird da ja gar nicht getrennt.

Nun noch ein Bild der kleinen Potentialausgleichsschiene mit abgenommener grauer Kappe:

Bild

Als ich am gelb grünen Draht wackelte, bewegte sich der messingfarbene Klemmblock auf seinem Blechfuß. Als ich danach in die Fritzbox schaute, waren nicht korrigierbare Fehler aufgetreten.

Da ist meine Frage, ob die Potentialausgleichsschiene eine leitende Verbindung zur Metallplatte haben soll, oder da irgendetwas isolierendes zwischen Klemmblock und Blechfuß ist, was nur bei Überspannung Durchlass bekommt?

Vielen Dank für Eure Hilfe im voraus!
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Re: HÜP , Verstärker , Verteiler nach welchen neuen Stand.E

Beitrag von Bastler » 27.01.2016, 10:48

Die Blechplatte muss mit einer "Dauererdungsmöglichkeit" mit der Haus-PAS verbunden sein. Das ist sie in deinem Fall über die kleine PAS auf der Platte (die leitend mit der Platte verbunden ist).
Ginge auch ohne PAS auf der Platte, über Belchschrauben (wie in der UM-TR angegeben) oder über den Erdungswinkel, manche Lochplattenhersteller haben sogar Erdungsklemmen die direkt in der Lochplatte integriert sind.
Im Endeffekt ist egal wie, Hauptsache eine "Dauererdungsmöglichkeit". Viele Firmen verbauen dafür eben diese kleinen PA-Schienen aus Metall (eigentlich sind das "Baderdungsschienen") auf der Platte,

Ein (doppelt) galvanisches Trennglied gibt es bei dir nicht.
Sofern das Hausnetz ein TT oder echtes TNS-Netz ist braucht man es auch nicht zwingend lt. den UM Vorgaben. Allerdings bezweifle ich, dass die meisten Techniker die Netzform überhaupt erkennen können (ich kann es auch nicht immer, dazu müsste man schließlich in den HAK ("Panzerkasten") reinschauen, den die meisten Techniker nicht öffnen dürfen.

Wenn es nach mir geht, braucht man die Trennglieder überhaupt nicht, brauchte man ja schließlich lt. UM und Vorgängerfirmen in den letzten 30 Jahren auch nicht...
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Re: HÜP , Verstärker , Verteiler nach welchen neuen Stand.E

Beitrag von MartinP_Do » 27.01.2016, 11:06

Mein Problem ist, daß es auf der Platte zwei "Erdungspunkte" gibt.
- Ein gelb/grünes Kabel stellt die Verbindung mit der HES des Hauses her, und ist an dem Erdungsblock angeklemmt, der auch die Koaxialkabel mit dem PA verbindet.
- Ein weiteres gelb/grünes Kabel kommt aus dem BK-Erdkabel-Kasten, und geht auf diese PA-Schiene im Foto 2.

Nun habe ich den Verdacht, daß der Klemmblock der kleinen PA-Schiene nicht sicher leitend mit ihrer Bodenplatte verbunden ist, sodaß das gelb-grüne Kabel aus dem Erdkabel-Kasten eine "kratzende" Verbindung mit der HES des Hauses hat, und das zu Störungen führt.

Womit ist das gelb-grüne Kabel eigentlich in diesem Erdkabel-Kasten verbunden? Mit dem Schirm des Erdkabels? Dann wäre ja die Erdverbindung über den Schirm des weißen Koaxialkabels aus dem Erdkabel-Kasten im Regelfall trotzdem gesichert.
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Re: HÜP , Verstärker , Verteiler nach welchen neuen Stand.E

Beitrag von Dinniz » 27.01.2016, 11:39

Die Erdung bzw der Potenzialausgleich haben nichts mit deinem Fehler zu tun.
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Re: HÜP , Verstärker , Verteiler nach welchen neuen Stand.E

Beitrag von MartinP_Do » 27.01.2016, 13:28

Bastler hat geschrieben:...Sofern das Hausnetz ein TT oder echtes TNS-Netz ist...
Wenn ich das richtig sehe, ist es ein TN-C-S Netz: Vieradriges Erdkabel von den Stadtwerken, der PEN-Leiter davon in den Zählerkasten, dort ein Abzweig zur HES und Trennung von PE und N, aus dem Zählerkasten kommen schon fünfadrige Leitungen heraus.
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Re: HÜP , Verstärker , Verteiler nach welchen neuen Stand.E

Beitrag von Bastler » 27.01.2016, 19:51

Dann muss laut neuestem Stand der Erdungsdraht zum HüP (der graue Kasten) ab und zwischen ÜP und dem ersten bauteil auf der Lochplatte das "beliebte" glavanische Trennglied verbaut werden.

Die Lochplatte hat übrigens nur einen Erdungspunkt, das ist die kleine PAS. Der andere Draht, der zum ÜP geht soll nach altem Stand dafür sorgen, dass der HüP auch mit dem Potentialausgleich verbunden bleibt, wenn man das abgehende Koaxkabel entfernt.
Heute wird das (außer bei den genannten Netzformen) lt. Um anders vorgeschrieben, der HÜP wird galvanisch von der Kabelanlage getennt und ist auf der getrennten, also Erdfreien Seite komplett gegen Berührung geschützt.

Unabhängig von alledem hat das nichts mit einer Störung zu tun, sondern dient ausschließlich der Sicherheit.
Wenn der letzte Techniker bei dir an der Anlage nichts grundsätzliches verändert hat muss nach meinem Wissensstand nicht unbedingt nachgearbeitet werden so lange es sich nicht um grob Fahrlässige "Mängel" handelt, aber die meisten Firmen machen es im eigenen Interesse trotzdem.
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Re: HÜP , Verstärker , Verteiler nach welchen neuen Stand.E

Beitrag von MartinP_Do » 28.01.2016, 09:21

Bastler hat geschrieben:...der HÜP wird galvanisch von der Kabelanlage getennt und ist auf der getrennten, also Erdfreien Seite komplett gegen Berührung geschützt. .....
Vielen Dank für die umfangreichen und plausiblen Erklärungen.

Kann es sein daß eventuell ein Trennglied unter der Kappe des HÜP verbaut ist? Ich habe sein Sept 2014 Internet von UM. Im Zuge dessen wurde der alte Kram neben dem HÜP abgebaut, und durch einen Techniker im Auftrag von UM diese Platte mitsamt vormontierter Geräte gesetzt.
Wie war Ende 2014 der Stand der UM Vorschriften bzgl. doppelt galv. Trennglied?

Ich habe ein billiges China Zangenmultimeter - das habe ich mal über den gelb-grünen Draht zur HES geklemmt. Darüber fließen ca 0,5 - 1 A - ist das normal? Da der kleinste Messbereich aber 40 A AC ist, ist der Messerwert insbesondere bei einem China Schätzeisen wohl mit Vorsicht zu genießen...
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Re: HÜP , Verstärker , Verteiler nach welchen neuen Stand.E

Beitrag von Bastler » 28.01.2016, 14:39

2014 durfte lt. Vorschrift nur in ganz wenigen Ausnahmefällen (TNC-Netz oder ÜP kann nicht in den PA eingebunden werden) ein trennglied verbaut werden.
Daher gibt es bei dir auch keins, das war nach damligem Stand so genau korrekt.
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Re: HÜP , Verstärker , Verteiler nach welchen neuen Stand.E

Beitrag von MartinP_Do » 28.01.2016, 15:20

Der Hausanschluss ist TN-C, also vieradrig, soweit ich mich erinnere. TN-C-S wird er erst im Zählerkasten.
Dadurch zerrt der PEN bei Schieflasten natürlich ggfs. ziemlich heftig am Erder...
Unser Haus ist aus den 50er Jahren. Bei der Sanierung ca 2000 hat der ELI wohl zusätzlich einen 2,50 m Kreuzerder durch den Estrichboden im Keller und die Asche darunter in das Erdreich geschlagen, und den Flacheisenstreifen des Kreuzerders unter die neue HES geklemmt. Ein alter Erdungspin, der in einer anderen Kellerecke aus dem Boden ragt, wurde auch in die Erdung mit einbezogen.

Ich habe glaube ich über die Schulter eines Stadtwerke-Monteurs ein Foto gemacht, als der am Panzer-Kasten gemessen hat.
WIr hatten nämlich voriges Jahr etwa im Februar einen Ausfall einer Phase in der ganzen Straße, und danach wochenlang eine Baugrube in unserer sowieso engen Straße...

Zur Zeit ist Ruhe, was Bitfehler der Fritzbox angeht, und die Pegel sind auch alle im grünen Bereich, soweit ich das beurteilen kann.
Möchte da eigentlich nicht erneut einen Techniker herzitieren, um ein Trennglied zu setzen, solange es läuft.
Ich denke aber, falls doch mal ein Technikerbesuch ansteht, würde ich das Trennglied mit machen lassen...
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Re: HÜP , Verstärker , Verteiler nach welchen neuen Stand.E

Beitrag von Bastler » 28.01.2016, 18:46

Der Sinn des Trenngliedes ist aber nur, dass sich eventueller Potentialfehler, also Spannungsunterschiede, von der einen Seite nicht auf die andere Seite übertragen können, mit dem HF-Signal hat das nichts zu tun.
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Re: HÜP , Verstärker , Verteiler nach welchen neuen Stand.E

Beitrag von MartinP_Do » 28.01.2016, 23:49

Naja, ich glaube auch inzwischen, daß das irgendwie Voodoo ist. Jedesmal, wenn ich an einem der Kabel auf der Blechplatte herumzupfe (insbesondere am Gelb-Grünen zum HAK), treten kurz darauf nicht korrigierbare Fehler in der Fritzbox auf. Vorhin hat dadurch die Fritzbox sogar den Sync verloren - stilisiertes Koaxialkabel im Kabelinformationen/Übersicht blinkt orange, es werden keine Kanäle angezeigt. Als das nicht besser wurde, habe ich die FB ausgeschaltet - die Power/Cable LED blinkte danach 2xKurz, dann länger Pause, und hat bestimmt 10 Minuten gebraucht, um wieder auf die Füße zu kommen...
Nach dem Neustart sind aber auf allen 16 Kanälen die nicht korrigierbaren Fehler auf 0, und die korrigierbaren auf 250 ... 300. Die Pegel sehen auch gut aus, und ich werde das Blech jetzt nicht mehr anfassen....
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Re: HÜP , Verstärker , Verteiler nach welchen neuen Stand.E

Beitrag von elo22 » 29.01.2016, 15:51

Bastler hat geschrieben:Dann muss laut neuestem Stand der Erdungsdraht zum HüP (der graue Kasten) ab und zwischen ÜP und dem ersten bauteil auf der Lochplatte das "beliebte" glavanische Trennglied verbaut werden.
Was ist denn »laut neuestem Stand«? Mein HÜP wurde vorgestern noch mit der PAS verbunden.

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Re: HÜP , Verstärker , Verteiler nach welchen neuen Stand.E

Beitrag von elo22 » 29.01.2016, 16:16

Bastler hat geschrieben:HÜP muss nach neuestem Stand nur geedert werden, wenn es sich um ein TT-Netz handelt
Kann ich als EFK nicht nachvollziehen. Woher soll der Techniker das wissen oder erkennen?
Bastler hat geschrieben: (unwahrscheinlich in einem normalen Wohnhaus :zwinker: ).
Ich kann aus jedem üblichen Anschluss hausintern ein TT Netz machen. Und dann?
Bastler hat geschrieben:Der Verstärker muss zwingend geerdet werden, und zwar ausschließlich an der Haupt-PAS.
Hier gibt es vier PAS. Welche da die Hauptschiene ist… Angeschlossen wurde vorgestern am neuen HÜP die angeschlossene vorhandene Leitung vom alten HÜP die von einer dieser Schienen kommt.
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Re: HÜP , Verstärker , Verteiler nach welchen neuen Stand.E

Beitrag von Bastler » 29.01.2016, 18:20

Kann ich als EFK nicht nachvollziehen. Woher soll der Techniker das wissen oder erkennen?
Kann er nicht, habe ich doch selbst schon geschrieben...
Darum soll ja eben einfach immer die galvabische Trennung eingebaut werden (ich halte das auch für kompletten Käse, aber UM macht die "Spielregeln"...).
Was ist denn »laut neuestem Stand«? Mein HÜP wurde vorgestern noch mit der PAS verbunden.
Wer hat den ÜP denn angeschlossen / getauscht? Wahrscheinlich eine Tiefbaufirma (?), glaubst su ernshaft, die wissen irgendwas von UM-"Vorschriften"? :zwinker:

Ich habe mir die "Vorschriften" von UM gerade noch mal angesehen und muss mich korrigieren:
Auch im TT-Netz darf ein galvanisches Trennglied eingebaut werden, somit ist ein Techniker automatisch auf der (UM-)"sicheren" Seite, wenn er einfach immer ein galvansisches Trennglied einbaut. Wahrscheinlich machen das deswegen die meisten Firmen auch einfach so :zwinker: .
Bei TT und TN-S ist es weiterhin zulässig, den HüP mit dem PA zu verbinden (Trennglied ist aber ebenso nicht "verboten"). Bei TN-C und TN-C-S dagegen ist es "verboten", den ÜP zu erden (warum auch immer).

Ob Du oder ich das alles für sinnvoll halten oder nicht (ich tu das ja wie gesagt auch nicht) ist völlig schnuppe. Ich gebe hier nur wieder, wie UM das sieht.
Den Begriff "Haupterdungsschiene" habe ich übrigens auch von UM, angeblich ist das die "neue Bezeichnung" für die Potentialausgleichschiene.
Habe ich zwar so, außer bei UM, auch noch nirgendwo anders gehört, aber sei's drum.

"Aktueller Stand" bedeutet übrigens mindestens seit dem 1.4.2015. Vorher galt das krasse Gegenteil, der ÜP musste immer geerdet werden (außern bei TN-C-Netzen).
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Re: HÜP , Verstärker , Verteiler nach welchen neuen Stand.E

Beitrag von MartinP_Do » 30.01.2016, 16:20

Habe gestern noch einmal mit dem Zangenamperemeter die Querströme über die verschiedenen PA-Leiter gemessen.
Einfach nur die Zange über die einzelnen Drähte gefasst, und den Strom abgelesen. Als ich danach einem Blick auf die Fritzbox warf. blinkte die Power/Internet-LED.
Nach einer viertel Stunde hatte sie immer noch keinen Sync. Ich habe dann die Geduld verloren, und sie ausgeschaltet und wieder eingeschaltet.
Danach war dann alles wieder gut. Der Sync hat maximal 5 Minuten gedauert.... alle Werte im grünen Bereich....

Gemessen habe ich, weil die Waschmaschine gerade eingeschaltet worden war.
Über das Erd-Koaxialkabel unterhalb des HAK flossen ca 1,5 Ampere. Jedesmal beim Anlaufen des Waschmaschinenmotors stieg der Strom etwas an, um wieder abzufallen, wenn der Motor stoppte...

Ist das in einem TN-C-S Netz normal, daß solche Ausgleichs-Ströme über den Mantel des Koaxialkabels fließen, oder ist ggfs. unser Erder im Haus unsichtbar unter dem Kellerboden weggerottet?

Für richtige Messungen müsste man wohl einen Elektriker mit passendem Gerät kommen lassen. Aber ich habe mal ein altes Wasserrohr in einer feuchten Ecke des Gartens eingeschlagen, und keine großen AC-Spannungsdifferenzen zwischen diesem Rohr und der PA-Schiene im Keller gemessen (ein paar 100 mV).
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Re: HÜP , Verstärker , Verteiler nach welchen neuen Stand.E

Beitrag von MartinP_Do » 07.02.2016, 00:22

Ich habe immer noch sporadisch die nicht ansprechbare und wild mit Power/Cable blinkende Fritzbox 9490, die erst nach Aus- und wieder Einschalten des Hausanschlussverstärkers wieder in Tritt kommt.

Weder der Fritzbox den Stecker zu ziehen, noch das Kabel zwischen Multimediadose und Fritzbox an der MMD abschrauben und wieder festschrauben hat etwas gebracht...

Beim Vergleich der Bilder der alten Fritzbox 6360 zu der als Ersatz montierten 6490 ist mir ein Unterschied aufgefallen...

Hier ist bei der alten Fritzbox ein Abschlusswiderstand auf die freie F-Buchse der MMD geschraubt
Bild

Hier fehlt er. Ich vermute, der Techniker hat vergessen, ihn wieder zu montieren, nachdem er sein Messgerät abgeklemmt hat. Der Abschlusswiderstand selber ist auch verschwunden, habe ihn jedenfalls in der Nähe der MMD nicht gefunden.
Bild

HIer die MMD - AXING BSD 961-12N. Ein intern montierter Abschlusswiderstand am leeren Stammleitungsausgang ist nicht erkennbar...
Bild

Darf man überhaupt anstatt am Stammleitungsausgang den Abschlusswiderstand auf die freie F-Buchse der MMD montieren?
Wenn ja, muss der Abschlusswiderstand eine DC-Sperre haben?
Kann der fehlende Abschlusswiderstand dazu führen, daß der HAV z. B. anfängt zu schwingen o. Ä. sodaß man ihm kurz den Netzstecker ziehen muss, damit er sich wieder fängt?
Kann der fehlende Abschlusswiderstand dazu führen, daß die Fritzbox bereits Bitfehler anzeigt, alleine wenn man irgendwelche Kabel in der Nähe des Verstärkers anfasst?
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Re: HÜP , Verstärker , Verteiler nach welchen neuen Stand.E

Beitrag von Bastler » 07.02.2016, 15:30

Darf man überhaupt anstatt am Stammleitungsausgang den Abschlusswiderstand auf die freie F-Buchse der MMD montieren?
"Darf" man schon, aber nicht "anstatt". Einen technischen Sinn hat ein Abschlusswiderstand auf einem MMD-Ausgang aber nicht.
Wenn ja, muss der Abschlusswiderstand eine DC-Sperre haben?
Nein
Kann der fehlende Abschlusswiderstand dazu führen, daß der HAV z. B. anfängt zu schwingen o. Ä. sodaß man ihm kurz den Netzstecker ziehen muss, damit er sich wieder fängt?
Nein.
Kann der fehlende Abschlusswiderstand dazu führen, daß die Fritzbox bereits Bitfehler anzeigt, alleine wenn man irgendwelche Kabel in der Nähe des Verstärkers anfasst?
Nein.

Desweiteren würde ich mal gucken, ob in der MMD der Widerst6and auf dem Ausgang wirklich fehlt. Gerade bei den Axing-Dosen sieht man das nämlich meistens gar nicht, ohne die Klemme abzuschrauben.

Mit deinen Störungen hat das aber alles nichts zu tun.
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